

{"id":8654,"date":"2024-04-08T22:57:30","date_gmt":"2024-04-08T20:57:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=8654"},"modified":"2024-04-08T22:57:41","modified_gmt":"2024-04-08T20:57:41","slug":"erasmus-praktikum-im-sueden-finnlands-auf-einer-biologischen-forschungsstation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2024\/04\/08\/erasmus-praktikum-im-sueden-finnlands-auf-einer-biologischen-forschungsstation\/","title":{"rendered":"Erasmus+ Praktikum im S\u00fcden Finnlands auf einer biologischen Forschungsstation"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Moika! - F\u00fcr mein freiwilliges Praktikum im Studiengang Biologie habe ich mir eine kleine Forschungsstation im S\u00fcden Finnlands direkt an der Ostsee ausgesucht. Deren Forschungsschwerpunkt ist die Ostsee und die Einfl\u00fcsse des Klimawandels auf diese.<\/p>\n<p>Die Forschungsstation liegt direkt am Meer und etwas au\u00dferhalb des Dorfes Tv\u00e4rminne, die Station wird von der Universit\u00e4t Helsinki betrieben. Es ist ein sehr abgelegener Ort innerhalb eines kleinen Naturschutzgebietes und gut eine halbe Stunde Fahrt mit dem Auto dauert es zu den n\u00e4chsten kleinen St\u00e4dten Eken\u00e4s (Tammisaari) und Hanko. Da Finnland in diesem Teil zweisprachig ist (Finnisch und Schwedisch) haben alle St\u00e4dte zwei Namen, einen Finnischen und einen Schwedischen; was mich am Anfang etwas verwirrt hat, man aber mit der Zeit einfach hinnimmt. Die Kultur hier in der Gegend ist auch besonders von dieser Zweisprachigkeit gepr\u00e4gt, da die gr\u00f6\u00dfere Region Hanko auch zu dem Teil geh\u00f6rt, wo viele Menschen muttersprachlich schwedisch sprechen; auch wenn viele Leute hier beide Sprachen k\u00f6nnen. An der Station als wissenschaftliche Einrichtung wird eigentlich viel Englisch gesprochen auf Grund der viele internationalen Mitarbeiter*innen, sodass sich meine Finnisch Kenntnisse durch vorheriges \u00dcben mit Apps auf dem Handy auf einfache Phrasen und gebr\u00e4uchliche Worte beschr\u00e4nkt. Nach dem Aufenthalt bin ich aber motiviert, daran weiter zu arbeiten.<\/p>\n<p>Ich habe mein dreimonatiges Praktikum Mitte September angefangen und bin daf\u00fcr mit der F\u00e4hre von Stockholm nach Turku gefahren und von dort aus weiter nach Tv\u00e4rminne. An meinem ersten Arbeitstag bin ich gleich mit einer Tour durch das Geb\u00e4ude und auf dem Gel\u00e4nde gestartet. Auch habe ich gleich am selben Tag mein erstes Bootstraining absolviert, um im Naturschutzgebiet, welches zur Forschungstation geh\u00f6rt, mit kleinen Motorbooten fahren zu k\u00f6nnen. An diesem sehr beeindruckenden ersten Tag habe ich mich schon gleich in die Natur in Finnland verliebt. Zu der Natur hier geh\u00f6ren Wald, Felsen und ganz viele kleine Inseln, die das Sch\u00e4renmeer von Finnland pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Innerhalb meiner Arbeit dort konnte ich viele Wissenschaftler*innen begleiten, so sind wir teilweise mit dem Auto zu den Schilfgebieten gefahren, um dort Untersuchungen zu machen oder aber auch mit dem gro\u00dfen Forschungsschiff 'Augusta' zu Stellen, an denen die Ostsee 20 Meter tief ist und haben dort Sedimentproben mit dem Kran hochgeholt. Ich habe auch viel im Labor assistiert. Meine Aufgaben waren zum Beispiel das Einwiegen von Proben, Meerestiere bestimmen, Sieben, Mahlen, Einpacken von Pflanzenproben zum Weiterverschicken. Ich habe Titrationen zur pH-Wert Bestimmung gemacht und bei einer St\u00e4rkebestimmung von Seegras geholfen. Auch habe ich bei einem internationalen Projekt geholfen, wo k\u00fcnstliche Riffstrukturen im Meer ausgesetzt wurden und wir dann nach einem halben Jahr geguckt haben, welche Tiere sich dort angesiedelt haben.<\/p>\n<p>Im Laufe meines Praktikums konnte ich noch mehr \u00fcber diesen bestimmten Lebensraum und seine Probleme lernen. Aufgrund der breiten F\u00e4cherung der Forschung an der Station konnte ich in sehr vielen Bereichen der Meeresbiologie praktische Erfahrungen sammeln, da auf der Station an sehr vielen verschiedenen Themen gearbeitet wird. Aber auch andere Wissenschaften, die sich mit dem Meer besch\u00e4ftigen, konnte ich kennen lernen, da auch ein gro\u00dfer Teil der Arbeit auf interdisziplin\u00e4ren Ans\u00e4tzen beruht, um einen m\u00f6glichst genauen Einblick in den Lebensraum der K\u00fcste hier an der Ostsee zu erhalten, wobei der Klimawandel nat\u00fcrlich auch hier ein sehr wichtiges Thema ist. Auch konnte ich eine andere der drei biologischen Forschungsstationen hier in Finnland von der Universit\u00e4t in Helsinki besuchen, welche in dem Ort Lammi gelegen ist.<\/p>\n<p>Besonders beeindruckend war der Unterschied der Jahreszeiten vom Ende des Sommers bis zum Winter und auch das K\u00fcrzerwerden der Tage. Im September waren wir sogar noch einmal schnorcheln, gut ausger\u00fcstet mit Neoprenanz\u00fcgen und konnten dabei einiges der Algenw\u00e4lder, Fische und Quallen sehen.<\/p>\n<p>Alle Menschen waren sehr nett und ich habe mich sehr willkommen gef\u00fchlt, in den drei Monaten, die ich auf der Station gelebt habe. Dadurch, dass die Station doch etwas abgelegen ist, ist der Zusammenhalt der Mitarbeiter*innen, besonders der, die dauerhaft auf der Station wohnen, sehr gut. Gemeinsam mit den Doktoranden und Wissenschaftlern bin ich immer zum Einkaufen gefahren und am Wochenende gerne auch mal in das Stammcaf\u00e9. Auch andere Ausfl\u00fcge wie ein Handballturnier der Finnischen Frauennationalmannschaft habe ich gesehen, auch wenn Handball hier eine kleinere Bedeutung hat im Vergleich zu den verschiedenen Wintersportarten. Ein sehr beliebter Sport hier ist Floorball, das ist eine Art Indoorhockey, welche mit einem kleinen Plastikball gespielt wird. Es ist in Finnland \u00fcblich, dass Firmen eine eigene kleine Floorball Mannschaft haben. Wir haben in dem Nachbarort Lappohja in der Turnhalle der dortigen Schule immer montags nach der Arbeit Floorball gespielt, was mir sehr viel Spa\u00df gemacht hat und ein guter Ausgleich war, wenn ich den Tag \u00fcber drinnen im Labor gearbeitet habe.<\/p>\n<p>Der Zusammenhalt der Mitarbeiter*innen die auf der Station arbeiten, wurde auch durch eine Weihnachtsfeier gest\u00e4rkt, bei der ich auch dabei sein durfte, wir haben erst eine Teambildungsspiel gespielt und danach noch gemeinsam gegessen. Auch treffen sich alle freitags zu einer gemeinsamen Kaffeepause, in der wir in Teams ein Musikquiz gel\u00f6st haben, was immer sehr lustig war.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Teil der finnischen Kultur, den ich dort kennenlernen durfte, ist die Saunakultur und das Eisbaden (oder auch Winterschwimmen genannt), was wir auf der Station in einer eigenen Sauna die an zwei Abenden der Woche f\u00fcr uns zur Verf\u00fcgung stand, und von der wir direkt in die Ostsee baden gegangen sind, auch im Winter bei -10\u00b0C und Schnee.<\/p>\n<p>An einem weiteren Wochenende habe ich Helsinki besuchen k\u00f6nnen. Helsinki, als Hauptstadt des Landes, ist sehr interessant und ich konnte noch viele weitere Einblicke in finnische Architektur erhalten und die Sehensw\u00fcrdigkeiten von Helsinki bewundern. Ein anderes Wochenende haben wir in der Stadt Fiskars ein 'Slowfood'-Festival besucht. An den Wochenenden habe ich die umgebene Natur beim Spazieren auf kleinen Wanderwegen durch die Naturschutzgebiete entdecken k\u00f6nnen. Wir waren im Kino, im 'Second-Handshop' einkaufen, auf dem Weihnachtsmarkt und Schlittschuh laufen.<\/p>\n<p>Fazit<br \/>\nIch hatte eine tolle Zeit in Finnland, die Leute waren sehr hilfsbereit und freundlich und ich habe mich sehr gut dort eingelebt. Ich hatte ein gutes Gef\u00fchl mit allen Menschen und auch von denen die R\u00fcckmeldung bekommen, dass sie sehr zufrieden mit meiner Arbeit als Praktikantin und mit mir zwischenmenschlich waren. Ich hoffe, dass ich nochmal zu einen Besuch dorthin zur\u00fcck kommen kann. Ich habe sehr viel gelernt und kann ein Erasmuspraktikum nur w\u00e4rmstens weiter empfehlen und bin sehr dankbar das ich durch die Erasmus+ F\u00f6rderung eine solch positive Erfahrung machen durfte, die mich pers\u00f6nlich und auch im Hinblick auf mein Studium sehr viel weiter gebracht hat.<\/p>\n<p>\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild1-Blog.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild1-Blog-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild2-Blog.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild2-Blog-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild4-Blog.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"194\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild4-Blog-420x194.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild5-Blog.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/bild5-Blog-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\">\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n             class=\"map undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    \n\n\t\t\t\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayer'] = \"open layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayerAtStartup'] = \"open layer at startup\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generateLink'] = \"Der Link zur Karte mit ausgew\u00e4hlten Overlays und angezeigtem Ausschnitt\";\n\t\t\t\t\ttranslations['shortDescription'] = \"Kurzbeschreibung\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generatedShortCode'] = \"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\";\n\t\t\t\t\ttranslations['closeLayer'] = \"close layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['cantGenerateLink'] = \"put this string in the existing map short code to control this map\";\n\t\t\t  <\/script>\n\n\n\t\t\t  <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([23.6216,58.3242], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.1\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); 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Zu der Natur hier geh\u00f6ren Wald, Felsen und ganz viele kleine Inseln, die das Sch\u00e4renmeer von Finnland pr\u00e4gen.<\/p><p>Innerhalb meiner Arbeit dort konnte ich viele Wissenschaftler*innen begleiten, so sind wir teilweise mit dem Auto zu den Schilfgebieten gefahren, um dort Untersuchungen zu machen oder aber auch mit dem gro\u00dfen Forschungsschiff 'Augusta' zu Stellen, an denen die Ostsee 20 Meter tief ist und haben dort Sedimentproben mit dem Kran hochgeholt. Ich habe auch viel im Labor assistiert. Meine Aufgaben waren zum Beispiel das Einwiegen von Proben, Meerestiere bestimmen, Sieben, Mahlen, Einpacken von Pflanzenproben zum Weiterverschicken. Ich habe Titrationen zur pH-Wert Bestimmung gemacht und bei einer St\u00e4rkebestimmung von Seegras geholfen. 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Auch konnte ich eine andere der drei biologischen Forschungsstationen hier in Finnland von der Universit\u00e4t in Helsinki besuchen, welche in dem Ort Lammi gelegen ist.<\/p><p>Besonders beeindruckend war der Unterschied der Jahreszeiten vom Ende des Sommers bis zum Winter und auch das K\u00fcrzerwerden der Tage. Im September waren wir sogar noch einmal schnorcheln, gut ausger\u00fcstet mit Neoprenanz\u00fcgen und konnten dabei einiges der Algenw\u00e4lder, Fische und Quallen sehen.<\/p><p>Alle Menschen waren sehr nett und ich habe mich sehr willkommen gef\u00fchlt, in den drei Monaten, die ich auf der Station gelebt habe. Dadurch, dass die Station doch etwas abgelegen ist, ist der Zusammenhalt der Mitarbeiter*innen, besonders der, die dauerhaft auf der Station wohnen, sehr gut. Gemeinsam mit den Doktoranden und Wissenschaftlern bin ich immer zum Einkaufen gefahren und am Wochenende gerne auch mal in das Stammcaf\u00e9. 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