

{"id":8409,"date":"2023-08-23T14:32:09","date_gmt":"2023-08-23T12:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=8409"},"modified":"2023-08-23T14:32:38","modified_gmt":"2023-08-23T12:32:38","slug":"muchas-gracias-pais-vasco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2023\/08\/23\/muchas-gracias-pais-vasco\/","title":{"rendered":"\u00a1Muchas Gracias, Pais Vasco!"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Leben in Gopegi<br \/>\n<\/strong>Im Rahmen meines Studiums prozessorientierte Materialforschung an der Universit\u00e4t Bremen ist durch das Curriculum vorgeschrieben, ein zweimonatiges Forschungsprojekt im Ausland zu absolvieren. Da ich als studentische Hilfskraft am Fraunhofer IFAM in Bremen arbeite und mein Vorgesetzter selbst Spanier ist, ergab sich relativ spontan die M\u00f6glichkeit f\u00fcr mich, dieses Forschungsprojekt an der Universit\u00e4t von Mondrag\u00f3n in Nordspanien, im wundersch\u00f6nen Baskenland, zu machen. Spontan bedeutet in diesem Fall, alles innerhalb von vier Wochen zu organisieren. Die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde hierbei war die Wohnungssuche, denn es war mitten im Semester in Spanien und in Mondrag\u00f3n herrscht zu dieser Zeit Wohnungsknappheit. Die anderen beiden einschr\u00e4nkenden Faktoren waren, dass ich einen Hund habe und dass die Mindestmietdauer meistens sechs Monate betr\u00e4gt. Nach langer Suche habe ich ein WG-Zimmer auf einem alten Bauernhof in Gopegi gefunden. Gopegi ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Zigoitia, in der Provinz \u00c1lava mit knapp 200 Einwohnern.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_8411\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8411\" class=\"size-full wp-image-8411\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop1.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"540\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop1.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop1-980x441.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop1-480x216.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8411\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Gopegi<\/p><\/div><\/p>\n<p>Nachdem alle Formulare f\u00fcr die F\u00f6rderung ausgef\u00fcllt waren, packte ich meine Sachen und meinen Hund in einen Volkswagen Caddy und fuhr innerhalb von drei Tagen \u00fcber Frankreich nach Gopegi, wo ich herzlichst empfangen wurde und die kommenden 9 Wochen zusammen mit meinem Hund, zwei weiteren Hunden, zwei Eseln, zwei Schafen und insgesamt f\u00fcnf Katzen sowie meiner neuen Mitbewohnerin gelebt habe. Gopegi ist circa 15 Minuten entfernt von Vitoria-Gasteiz, der Hauptstadt des autonomen Baskenlandes mit circa 250.000 Einwohnern. Im Gegensatz zu Bremen befindet sich die Stadt auf einer Meeresh\u00f6he von 525 Metern und die anliegenden Berge schaffen es \u00fcber 1000 Meter. Zur K\u00fcste betr\u00e4gt die Reisezeit eine Stunde, wobei jederzeit wachsam gefahren werden muss, da es nicht ungew\u00f6hnlich ist auf freilaufende K\u00fche, Pferde, Ziegen oder Schaafe zu treffen. An der K\u00fcste angekommen findet man zahlreiche sch\u00f6ne Buchten mit Sandstrand, umgeben von den gr\u00fcnen Bergen des Baskenlandes. Hier kann beispielsweise auf dem Jakobsweg gewandert, das Guggenheim-Museum in Bilbao besucht oder zahlreiche verschiedene Pintxos und Tapas in der Altstand von San-Sebastian probiert werden. Zus\u00e4tzlich laden verschiedene Nationalparks zum Wandern ein.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-1 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop2.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"799\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop2.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8412\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop2.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop2-980x653.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop2-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8412'>\n\t\t\t\tAbbildung 2: Gorbeia Nationalpark\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop3.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"540\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop3.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8413\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop3.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop3-980x441.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop3-480x216.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8413'>\n\t\t\t\tAbbildung 3: San-Sebastian\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p><strong>Praktikum an der Universit\u00e4t von Mondrag\u00f3n<\/strong><br \/>\nIm Rahmen des Forschungsprojektes wurde ich in der Projektgruppe der Technischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t und des Startups \u201eRobtrusion\u201c eingeteilt. Diese Gruppe befasst sich mit der Produktion von Strukturbauteilen f\u00fcr den Schifffahrtsverkehr mittels UV-Pultrusion. Der Prozess beinhaltet ein Lager f\u00fcr Glasfasern und Glasgewebe. Diese werden mittels Roboterarm durch ein Harzbad bef\u00f6rdert, welches mit einem photoreaktiven Harzgemisch bef\u00fcllt ist. Der jeweilige Laminataufbau wird nach der Infusion mit dem Harz durch mehrere F\u00fchrungen bis hin zu einer Form gezogen, welche dem Kompositbauteil die finale Form gibt. Direkt nach der Form wird das Harzsystem dann mittels Ultravioletter Strahlung vernetzt und es entsteht ein fertiges Bauteil. Besonders innovativ ist dabei die Vernetzungsreaktion au\u00dferhalb der Form, was daf\u00fcr sorgt, dass weniger interne Spannungen in dem Bauteil entstehen und dass die Formgebung durch den Roboter mitbestimmt wird. Dadurch k\u00f6nnen verschiedene Radien in das kontinuierlich gefertigte Bauteil integriert werden.<\/p>\n<p>Zu meinen Aufgaben geh\u00f6rte das Vorbereiten der Maschine, die Produktion von pultrudierten Bauteilen und das Reinigen der Maschine. Zur Vorbereitung mussten die F\u00fchrungen montiert, das Harzbad aufgebaut, die Form eingestellt und die Lampen so wie alle Sensoren montiert werden. Anschlie\u00dfend wurde der Laminataufbau Manuel durch die Form bis zum Roboterarm gef\u00fchrt, damit dieser kontinuierlich bef\u00f6rdern konnte.<\/p>\n<p>Nachdem wir verschiedene Laminate hergestellt haben, wurden Pr\u00fcfk\u00f6rper f\u00fcr Zugversuche hergestellt. Diese haben dann ein kontrastreiches schwarz-wei\u00dfes Muster f\u00fcr die Digital-Image-Correlation (DIC) erhalten.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_8414\" style=\"width: 1033px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8414\" class=\"size-full wp-image-8414\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop4.jpg\" alt=\"\" width=\"1023\" height=\"924\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop4.jpg 1023w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop4-980x885.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop4-480x434.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1023px, 100vw\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8414\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4: Pr\u00fcfk\u00f6rper f\u00fcr den Zugversuch<\/p><\/div><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend befand ich mich weitestgehend im Pr\u00fcflabor, wo ich die Materialeigenschaften der unterschiedlichen Kompositionen mittels Zugversuchen und DIC untersuch habe. Au\u00dferdem wurden die Zugversuche bei verschiedenen Temperaturen in einer W\u00e4rmekammer durchgef\u00fchrt, um den Einfluss von Hitze zu untersuchen und zu schauen, ob sie den Betriebstemperaturen im Schiff standhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nachdem alle Versuche durchgef\u00fchrt wurden, konnten die Ergebnisse im Postprocessing ausgewertet werden. Der gr\u00f6\u00dfte Aufwand fiel dabei auf die Analyse der DIC-Dateien. Pro Zugversuch wurden ca. 500 Bilder aufgenommen. Bei der Bestimmung der L\u00e4ngen\u00e4nderung im Verh\u00e4ltnis zur einwirkenden Kraft hat ein selbstgeschriebenes Python-Script geholfen, welches die Daten erhoben und in Excel-dateien bereitgestellt hat.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Die Arbeit an der Universit\u00e4t mit den spanischen Kollegen hat hervorragend geklappt, alle waren sehr freundlich und bem\u00fcht mir die Eingew\u00f6hnung angenehm zu gestalten. Wir haben h\u00e4ufig das lokale Caf\u00e9 besucht und dort auch zu Mittag gegessen. Professionell habe ich sehr viel \u00fcber den Pultrusionprozess, die Materialcharakterisierung und die DIC gelernt. Au\u00dferdem habe ich viele neue Kontakte und auch Freunde gewonnen. Ich hatte gehofft mein spanisch weiter zu verbessern, auch wenn Englisch als Sprache vereinbart wurde. Da das Baskenland jedoch f\u00fcr ihre eigene Sprache, \"Euskera\", bekannt ist, konnte ich lediglich Wortfetzen in den Gespr\u00e4chen mit meinen Kollegen aufschnappen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr hat mir das Leben auf dem Bauernhof in Gopegi umso mehr dabei geholfen, denn meine Mitbewohnerin konnte nicht so gut englisch sprechen und daher war ich dazu gezwungen, sehr schnell \"Castellano\" zu lernen. Auch das Leben hat mir hier sehr gut gefallen. Zwar war es wesentlich ruhiger als in Bremen, doch hatte ich die M\u00f6glichkeit viel zu erleben, da alle sehr gastfreundlich und interessiert waren. So wurde ich bei einer Kneipentour durch die D\u00f6rfer von vielen der Nachbarn auf Bier und Tortilla eingeladen und durfte erz\u00e4hlen, woher ich komme und was ich mache. Ich denke die Zeit ist unvergesslich und ich w\u00fcrde es jedem empfehlen, der die M\u00f6glichkeit bekommt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop7.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8410\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop7.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"898\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop7.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop7-980x733.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop7-480x359.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([-2.5079,42.9533], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); 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Da ich als studentische Hilfskraft am Fraunhofer IFAM in Bremen arbeite und mein Vorgesetzter selbst Spanier ist, ergab sich relativ spontan die M\u00f6glichkeit f\u00fcr mich, dieses Forschungsprojekt an der Universit\u00e4t von Mondrag\u00f3n in Nordspanien, im wundersch\u00f6nen Baskenland, zu machen. Spontan bedeutet in diesem Fall, alles innerhalb von vier Wochen zu organisieren. Die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde hierbei war die Wohnungssuche, denn es war mitten im Semester in Spanien und in Mondrag\u00f3n herrscht zu dieser Zeit Wohnungsknappheit. Die anderen beiden einschr\u00e4nkenden Faktoren waren, dass ich einen Hund habe und dass die Mindestmietdauer meistens sechs Monate betr\u00e4gt. Nach langer Suche habe ich ein WG-Zimmer auf einem alten Bauernhof in Gopegi gefunden. Gopegi ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Zigoitia, in der Provinz \u00c1lava mit knapp 200 Einwohnern.<\/p>[caption id=\"attachment_8411\" align=\"alignnone\" width=\"1200\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop1.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-8411\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop1.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"540\" \/><\/a> Abbildung 1: Gopegi[\/caption]<p>Nachdem alle Formulare f\u00fcr die F\u00f6rderung ausgef\u00fcllt waren, packte ich meine Sachen und meinen Hund in einen Volkswagen Caddy und fuhr innerhalb von drei Tagen \u00fcber Frankreich nach Gopegi, wo ich herzlichst empfangen wurde und die kommenden 9 Wochen zusammen mit meinem Hund, zwei weiteren Hunden, zwei Eseln, zwei Schafen und insgesamt f\u00fcnf Katzen sowie meiner neuen Mitbewohnerin gelebt habe. Gopegi ist circa 15 Minuten entfernt von Vitoria-Gasteiz, der Hauptstadt des autonomen Baskenlandes mit circa 250.000 Einwohnern. Im Gegensatz zu Bremen befindet sich die Stadt auf einer Meeresh\u00f6he von 525 Metern und die anliegenden Berge schaffen es \u00fcber 1000 Meter. Zur K\u00fcste betr\u00e4gt die Reisezeit eine Stunde, wobei jederzeit wachsam gefahren werden muss, da es nicht ungew\u00f6hnlich ist auf freilaufende K\u00fche, Pferde, Ziegen oder Schaafe zu treffen. An der K\u00fcste angekommen findet man zahlreiche sch\u00f6ne Buchten mit Sandstrand, umgeben von den gr\u00fcnen Bergen des Baskenlandes. Hier kann beispielsweise auf dem Jakobsweg gewandert, das Guggenheim-Museum in Bilbao besucht oder zahlreiche verschiedene Pintxos und Tapas in der Altstand von San-Sebastian probiert werden. Zus\u00e4tzlich laden verschiedene Nationalparks zum Wandern ein.<\/p><p>[gallery columns=\"1\" size=\"full\" ids=\"8412,8413\"]<\/p><p><strong>Praktikum an der Universit\u00e4t von Mondrag\u00f3n<\/strong><br \/>Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde ich in der Projektgruppe der Technischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t und des Startups \u201eRobtrusion\u201c eingeteilt. Diese Gruppe befasst sich mit der Produktion von Strukturbauteilen f\u00fcr den Schifffahrtsverkehr mittels UV-Pultrusion. Der Prozess beinhaltet ein Lager f\u00fcr Glasfasern und Glasgewebe. Diese werden mittels Roboterarm durch ein Harzbad bef\u00f6rdert, welches mit einem photoreaktiven Harzgemisch bef\u00fcllt ist. Der jeweilige Laminataufbau wird nach der Infusion mit dem Harz durch mehrere F\u00fchrungen bis hin zu einer Form gezogen, welche dem Kompositbauteil die finale Form gibt. Direkt nach der Form wird das Harzsystem dann mittels Ultravioletter Strahlung vernetzt und es entsteht ein fertiges Bauteil. Besonders innovativ ist dabei die Vernetzungsreaktion au\u00dferhalb der Form, was daf\u00fcr sorgt, dass weniger interne Spannungen in dem Bauteil entstehen und dass die Formgebung durch den Roboter mitbestimmt wird. Dadurch k\u00f6nnen verschiedene Radien in das kontinuierlich gefertigte Bauteil integriert werden.<\/p><p>Zu meinen Aufgaben geh\u00f6rte das Vorbereiten der Maschine, die Produktion von pultrudierten Bauteilen und das Reinigen der Maschine. Zur Vorbereitung mussten die F\u00fchrungen montiert, das Harzbad aufgebaut, die Form eingestellt und die Lampen so wie alle Sensoren montiert werden. Anschlie\u00dfend wurde der Laminataufbau Manuel durch die Form bis zum Roboterarm gef\u00fchrt, damit dieser kontinuierlich bef\u00f6rdern konnte.<\/p><p>Nachdem wir verschiedene Laminate hergestellt haben, wurden Pr\u00fcfk\u00f6rper f\u00fcr Zugversuche hergestellt. Diese haben dann ein kontrastreiches schwarz-wei\u00dfes Muster f\u00fcr die Digital-Image-Correlation (DIC) erhalten.<\/p>[caption id=\"attachment_8414\" align=\"alignnone\" width=\"1023\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop4.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-8414\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop4.jpg\" alt=\"\" width=\"1023\" height=\"924\" \/><\/a> Abbildung 4: Pr\u00fcfk\u00f6rper f\u00fcr den Zugversuch[\/caption]<p>Anschlie\u00dfend befand ich mich weitestgehend im Pr\u00fcflabor, wo ich die Materialeigenschaften der unterschiedlichen Kompositionen mittels Zugversuchen und DIC untersuch habe. Au\u00dferdem wurden die Zugversuche bei verschiedenen Temperaturen in einer W\u00e4rmekammer durchgef\u00fchrt, um den Einfluss von Hitze zu untersuchen und zu schauen, ob sie den Betriebstemperaturen im Schiff standhalten k\u00f6nnen.<\/p><p>Nachdem alle Versuche durchgef\u00fchrt wurden, konnten die Ergebnisse im Postprocessing ausgewertet werden. Der gr\u00f6\u00dfte Aufwand fiel dabei auf die Analyse der DIC-Dateien. Pro Zugversuch wurden ca. 500 Bilder aufgenommen. Bei der Bestimmung der L\u00e4ngen\u00e4nderung im Verh\u00e4ltnis zur einwirkenden Kraft hat ein selbstgeschriebenes Python-Script geholfen, welches die Daten erhoben und in Excel-dateien bereitgestellt hat.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Die Arbeit an der Universit\u00e4t mit den spanischen Kollegen hat hervorragend geklappt, alle waren sehr freundlich und bem\u00fcht mir die Eingew\u00f6hnung angenehm zu gestalten. Wir haben h\u00e4ufig das lokale Caf\u00e9 besucht und dort auch zu Mittag gegessen. Professionell habe ich sehr viel \u00fcber den Pultrusionprozess, die Materialcharakterisierung und die DIC gelernt. Au\u00dferdem habe ich viele neue Kontakte und auch Freunde gewonnen. Ich hatte gehofft mein spanisch weiter zu verbessern, auch wenn Englisch als Sprache vereinbart wurde. Da das Baskenland jedoch f\u00fcr ihre eigene Sprache, \"Euskera\", bekannt ist, konnte ich lediglich Wortfetzen in den Gespr\u00e4chen mit meinen Kollegen aufschnappen.<\/p><p>Daf\u00fcr hat mir das Leben auf dem Bauernhof in Gopegi umso mehr dabei geholfen, denn meine Mitbewohnerin konnte nicht so gut englisch sprechen und daher war ich dazu gezwungen, sehr schnell \"Castellano\" zu lernen. Auch das Leben hat mir hier sehr gut gefallen. Zwar war es wesentlich ruhiger als in Bremen, doch hatte ich die M\u00f6glichkeit viel zu erleben, da alle sehr gastfreundlich und interessiert waren. So wurde ich bei einer Kneipentour durch die D\u00f6rfer von vielen der Nachbarn auf Bier und Tortilla eingeladen und durfte erz\u00e4hlen, woher ich komme und was ich mache. Ich denke die Zeit ist unvergesslich und ich w\u00fcrde es jedem empfehlen, der die M\u00f6glichkeit bekommt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop7.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-8410\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/gop7.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"898\" \/><\/a><\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"42.9533,-2.5079\" zoom=\"6.0\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653],"tags":[419009,61104,52079],"class_list":["post-8409","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-materialwissenschaften","tag-produktionstechnik","tag-spanien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8409"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8409\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8421,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8409\/revisions\/8421"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8412"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}