

{"id":8356,"date":"2023-06-19T21:42:09","date_gmt":"2023-06-19T19:42:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=8356"},"modified":"2023-06-19T21:45:28","modified_gmt":"2023-06-19T19:45:28","slug":"praktikum-beim-croix-rouge-francaise-unite-locale-de-caen-normandie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2023\/06\/19\/praktikum-beim-croix-rouge-francaise-unite-locale-de-caen-normandie\/","title":{"rendered":"Praktikum beim Croix Rouge Fran\u00e7aise Unit\u00e9 Locale de Caen (Normandie)"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Wie bin ich auf das Praktikum gekommen?<br \/>\n<\/strong>Da ich nach meinem Auslandssemester auf der franz\u00f6sischen \u00dcberseegebiets-Insel Martinique noch zwei Monate bis zum Sommersemesterstart in Bremen hatte, habe ich mich entschieden die Zeit f\u00fcr ein Praktikum zu nutzen, um auch das franz\u00f6sische Festland ein wenig genauer kennen zu lernen und gleichzeitig mein Franz\u00f6sisch weiter zu verbessern. Die Arbeit von gemeinn\u00fctzigen Organisationen interessiert mich schon seit langem und ich wollte deren Organisation gerne mal ein wenig genauer kennenlernen. Es war nicht einfach eine Praktikumsstelle zu finden, aber durch andere Erfahrungsberichte bin ich auf das franz\u00f6sische Rote Kreuz in Caen aufmerksam geworden. Ich habe mich per E-Mail dort beworben.<\/p>\n<p><strong>Vorstellung der Institution<br \/>\n<\/strong>\u00c4hnlich wie in Deutschland gibt es auch in Frankreich in fast jeder Stadt ein lokales B\u00fcro des Roten Kreuzes, das verschiedene gemeinn\u00fctzige Aktivit\u00e4ten organisiert, die so gut wie ausschlie\u00dflich auf Ehrenamtsbasis funktionieren. Deren Organisation ist \u00e4hnlich wie ein Verein aufgebaut, es gibt eine Pr\u00e4sidentin, einen Schatzmeister, Sekret\u00e4rinnen und einen Praktikumsbeauftragten, denn es kommen regelm\u00e4\u00dfig Praktikant*innen von den umliegenden Schulen oder den Hochschulen. Das Rote Kreuz bietet Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Menschen, die in Caen in Armut leben. Die Hauptaktivit\u00e4t ist eine Lebensmittelausgabe f\u00fcr Menschen mit gar keinem oder einem nur sehr geringen Einkommen,die 3mal in der Woche stattfindet. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sich montags Eltern kostenlos Nahrungs- und Hygienemittel, sowie Kleidung f\u00fcr ihre S\u00e4uglinge und Kleinkinder abholen, es werden Franz\u00f6sisch-Kurse f\u00fcr nicht Muttersprachler*innen angeboten, im \u201eVestiaire\u201c wird gebrauchte Kleidung verteilt und in der \u201eVestiboutique\u201c wird Second-Hand-Kleidung zu einem g\u00fcnstigen Preis verkauft.<\/p>\n<p><strong>Meine T\u00e4tigkeiten<br \/>\n<\/strong>Das Rote Kreuz plant neben der Lebensmittelausgabe (wo sich die Menschen Lebensmittel zum Gro\u00dfteil gratis und h\u00f6chstens f\u00fcr einen Eigenbeitrag von 3 Euro abholen k\u00f6nnen) eine \u201e\u00c9picerie Sociale\u201c zu errichten. Das ist ein Lebensmittelladen, in dem Menschen Nahrungsmittel zu einem verg\u00fcnstigten Preis einkaufen k\u00f6nnen. Gleichzeitig soll es u.a. Angebote zu Kochkursen oder Hilfe zur Verwirklichung pers\u00f6nlicher Projekte geben, um Menschen, die zum Teil aus dem Gesellschaftsleben ausgestiegen sind, wieder zu reintegrieren. Mit anderen Praktikantinnen zusammen habe ich ein wenig f\u00fcr dieses neu geplante Projekt recherchiert, die Bev\u00f6lkerungsstruktur Caens analysiert und die Bezirke mit dem niedrigsten Einkommensniveau identifiziert. Dar\u00fcber hinaus habe ich sehr viel bei der Ausgabe der Lebensmittel geholfen. Jeden Tag kamen teils sehr umfangreiche Lieferungen von den umliegenden Superm\u00e4rkten, die verstaut und umgepackt werden mussten. Bei der eigentlichen Verteilung der Lebensmittel gibt es ein festes System mit mehreren Freiwilligen oder Praktikant*innen an den verschiedenen Stationen. Ich muss sagen an manchen Tagen war die Arbeit ein wenig eint\u00f6nig und auch mal langweilig, gerade wenn nicht viel zu tun war, weil viele Freiwillige da waren zum Helfen. Aber ich habe w\u00e4hrend meiner zwei Monate dort wertvolle Erfahrungen gemacht, vor allem da ich unterschiedlichste Menschen kennen gelernt habe.<\/p>\n<p><strong>Was ist mir aufgefallen?<br \/>\n<\/strong>In Deutschland h\u00e4tte mich ein Praktikum beim Roten Kreuz glaube ich eher weniger interessiert, aber in Caen habe ich es mir ein bisschen zur Aufgabe gemacht mit vielen verschiedenen Menschen zu sprechen, um gleichzeitig auch mein Franz\u00f6sisch zu verbessern. Ich habe mich mit Menschen ausgestauscht aus verschiedenen Bev\u00f6lkerungsschichten mit denen ich sonst vielleicht nie etwas zu tun gehabt h\u00e4tte, weil man in Deutschland doch sehr in seiner eigenen Blase lebt. Zum einen arbeiten beim Roten Kreuz Rentner und Rentnerinnen, die nach einer Aufgabe und Besch\u00e4ftigung suchen und ich war beeindruckt, dass viele von ihnen jeden Tag da waren und mit Motivation bei der Sache sind. Insgesamt herrscht eine lockere und freundliche Atmosph\u00e4re und jede\/r, die\/der helfen will, wird willkommen gehei\u00dfen.<\/p>\n<p>Die andere H\u00e4lfte der Freiwilligen sind Menschen ohne franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft, vor allem Afrikaner*innen. Einige von ihnen hatten feste Positionen in der Struktur des Roten Kreuzes und ich fand es sch\u00f6n zu sehen, wie unabh\u00e4ngig von Hautfarbe zusammengearbeitet wird, gerade weil ich auch mitbekommen habe, dass Rassismus in Frankreich leider (auch) ein gro\u00dfes Problem ist. Tats\u00e4chlich stammen viele aus den ehemaligen franz\u00f6sischen Kolonien und haben in Frankreich (noch) keine Papiere und somit keinerlei Erlaubnis einem bezahlten Job nachzugehen. Ich habe mir w\u00e4hrend meiner Zeit in Caen Gedanken um das Konzept Migration nach Europa gemacht und es vor allem nach dem Austausch mit Betroffenen sehr kritisch hinterfragt. Es gibt viele Menschen mit abgeschlossenen guten Ausbildungen in Berufsbereichen, in denen Fachkr\u00e4ftemangel herrscht, aber sie d\u00fcrfen dort nicht einsteigen und m\u00fcssen stattdessen in notd\u00fcrftigen Unterk\u00fcnften unterkommen und verbringen ihre Zeit mit Freiwilligenarbeit. Ich habe auch au\u00dferhalb des Praktikums Zeit verbracht mit einigen, die ich beim Roten Kreuz kennen gelernt habe. Zuvor hatte ich nicht allzu viel Aufregendes von der Stadt Caen geh\u00f6rt, aber tats\u00e4chlich ist es eine nette Stadt mit vielen Studierenden und dem f\u00fcr die Normandie typischen Baustil.<\/p>\n<p><strong>Was habe ich gelernt?<br \/>\n<\/strong>Ich habe gesehen, wie eine gemeinn\u00fctzige Organisation arbeitet, dass es sehr auf die Motivation der Freiwilligen ankommt und das auch manchmal zu Problemen f\u00fchren kann. Denn manchmal fehlt das Gef\u00fchl von Verantwortlichkeit und deshalb dauert es lange, bis einzelne Abl\u00e4ufe hinterfragt und verbessert werden oder neue Projekte zustande kommen. Dar\u00fcber hinaus ist mein Bewusstsein f\u00fcr Probleme, wie Arbeitslosigkeit und daraus resultierende Armut, aber auch die Herausforderungen, die man entweder als Gefl\u00fcchtete\/r oder als Migrant*in hat, gewachsen. Dar\u00fcber hinaus habe ich weiter Franz\u00f6sisch gelernt, viel \u00fcber die Stadt Caen gelernt und mitbekommen was f\u00fcr Schritte es braucht, um ein neues Projekt, wie die \u00c9picerie Sociale umzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Insgesamt hatte ich eine gute und lehrreiche Zeit in Caen! Zwischendurch hat sich das Praktikum in die L\u00e4nge gezogen und manchmal war es etwas schwierig, weil man durch die (immer noch vorhandene) Sprachbarriere sich nicht so richtig auf einer Ebene mit den anderen austauschen konnte. Aber insgesamt ist mit bewusst geworden, dass das Beherrschen von Fremdsprachen einem viele M\u00f6glichkeiten \u00f6ffnet mit den verschiedensten Menschen in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und so seinen Horizont zu erweitern!<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen2.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"757\" height=\"568\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen2.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8359\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen2.jpg 757w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen2-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 757px, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8359'>\n\t\t\t\tBaustil der Normandie\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen3.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"514\" height=\"685\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen3.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8360\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen3.jpg 514w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen3-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 514px, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8360'>\n\t\t\t\tDie Stra\u00dfen von Caen\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen4.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"459\" height=\"614\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen4.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8361\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen4.jpg 459w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen4-420x562.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8361'>\n\t\t\t\tLebensmittelausgabe\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen5.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"708\" height=\"737\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen5.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8357\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen5.jpg 708w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/caen5-480x500.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 708px, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8357'>\n\t\t\t\tAusflug zu Mont St. Michel\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([0.4195,48.6743], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":8358,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Wie bin ich auf das Praktikum gekommen?<\/strong><br \/>Da ich nach meinem Auslandssemester auf der franz\u00f6sischen \u00dcberseegebiets-Insel Martinique noch zwei Monate bis zum Sommersemesterstart in Bremen hatte, habe ich mich entschieden die Zeit f\u00fcr ein Praktikum zu nutzen, um auch das franz\u00f6sische Festland ein wenig genauer kennen zu lernen und gleichzeitig mein Franz\u00f6sisch weiter zu verbessern. Die Arbeit von gemeinn\u00fctzigen Organisationen interessiert mich schon seit langem und ich wollte deren Organisation gerne mal ein wenig genauer kennenlernen. Es war nicht einfach eine Praktikumsstelle zu finden, aber durch andere Erfahrungsberichte bin ich auf das franz\u00f6sische Rote Kreuz in Caen aufmerksam geworden. Ich habe mich per E-Mail dort beworben.<\/p><p><strong>Vorstellung der Institution<\/strong><br \/>\u00c4hnlich wie in Deutschland gibt es auch in Frankreich in fast jeder Stadt ein lokales B\u00fcro des Roten Kreuzes, das verschiedene gemeinn\u00fctzige Aktivit\u00e4ten organisiert, die so gut wie ausschlie\u00dflich auf Ehrenamtsbasis funktionieren. Deren Organisation ist \u00e4hnlich wie ein Verein aufgebaut, es gibt eine Pr\u00e4sidentin, einen Schatzmeister, Sekret\u00e4rinnen und einen Praktikumsbeauftragten, denn es kommen regelm\u00e4\u00dfig Praktikant*innen von den umliegenden Schulen oder den Hochschulen. Das Rote Kreuz bietet Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Menschen, die in Caen in Armut leben. Die Hauptaktivit\u00e4t ist eine Lebensmittelausgabe f\u00fcr Menschen mit gar keinem oder einem nur sehr geringen Einkommen,die 3mal in der Woche stattfindet. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sich montags Eltern kostenlos Nahrungsund Hygienemittel, sowie Kleidung f\u00fcr ihre S\u00e4uglinge und Kleinkinder abholen, es werden Franz\u00f6sisch-Kurse f\u00fcr nicht Muttersprachler*innen angeboten, im \u201eVestiaire\u201c wird grabrauchte Kleidung verteilt und in der \u201eVestiboutique\u201c wird Second-Hand-Kleidung zu einem g\u00fcnstigen Preis verkauft.<\/p><p><strong>Meine T\u00e4tigkeiten<\/strong><br \/>Das Rote Kreuz plant neben der Lebensmittelausgabe (wo sich die Menschen Lebensmittel zum Gro\u00dfteil gratis und h\u00f6chstens f\u00fcr einen Eigenbeitrag von 3 Euro abholen k\u00f6nnen) eine \u201e\u00c9picerie Sociale\u201c zu errichten. Das ist ein Lebensmittelladen, in dem Menschen Nahrungsmittel zu einem verg\u00fcnstigten Preis einkaufen k\u00f6nnen. Gleichzeitig soll es u.a. Angebote zu Kochkursen oder Hilfe zur Verwirklichung pers\u00f6nlicher Projekte geben, um Menschen, die zum Teil aus dem Gesellschaftsleben ausgestiegen sind, wieder zu reintegrieren. Mit anderen Praktikinnen zusammen habe ich ein wenig f\u00fcr dieses neu geplante Projekt recherchiert, die Bev\u00f6lkerungsstruktur Caens analysiert und die Bezirke mit dem niedrigsten Einkommensniveau identifiziert. Dar\u00fcber hinaus habe ich sehr viel bei der Ausgabe der Lebensmittel geholfen. Jeden Tag kamen teils sehr umfangreiche Lieferungen von den umliegenden Superm\u00e4rkten, die verstaut und umgepackt werden mussten. Bei der eigentlichen Verteilung der Lebensmittel gibt es ein festes System mit mehreren Freiwilligen oder Praktikant*innen an den verschiedenen Stationen. Ich muss sagen an manchen Tagen war die Arbeit ein wenig eint\u00f6nig und auch mal langweilig, gerade wenn nicht viel zu tun war, weil viele Freiwillige da waren zum Helfen. Aber ich habe w\u00e4hrend meiner zwei Monate dort wertvolle Erfahrungen gemacht, vor allem da ich unterschiedlichste Menschen kennen gelernt habe.<\/p><p><strong>Was ist mir aufgefallen?<\/strong><br \/>In Deutschland h\u00e4tte mich ein Praktikum beim Roten Kreuz glaube ich eher weniger interessiert, aber in Caen habe ich es mir ein bisschen zur Aufgabe gemacht mit vielen verschiedenen Menschen zu sprechen, um gleichzeitig auch mein Franz\u00f6sisch zu verbessern. Ich habe mich mit Menschen ausgestaucht aus verschiedenen Bev\u00f6lkerungsschichten mit denen ich sonst vielleicht nie etwas zu tun gehabt h\u00e4tte, weil man in Deutschland doch sehr in seiner eigenen Blase lebt. Zum einen arbeiten beim Roten Kreuz Rentner und Rentnerinnen, die nach einer Aufgabe und Besch\u00e4ftigung suchen und ich war beeindruckt, dass viele von ihnen jeden Tag da waren und mit Motivation bei der Sache sind. Insgesamt herrscht eine lockere und freundliche Atmosph\u00e4re und jede\/r, die\/der helfen will, wird willkommen gehei\u00dfen.<\/p><p>Die andere H\u00e4lfte der Freiwilligen sind Menschen ohne franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft, vor allem Afrikaner*innen. Einige von ihnen hatten feste Positionen in der Struktur des Roten Kreuzes und ich fand es sch\u00f6n zu sehen, wie unabh\u00e4ngig von Hautfarbe zusammengearbeitet wird, gerade weil ich auch mitbekommen habe, dass Rassismus in Frankreich leider (auch) ein gro\u00dfes Problem ist. Tats\u00e4chlich stammen viele aus den ehemaligen franz\u00f6sischen Kolonien und haben in Frankreich (noch) keine Papiere und somit keinerlei Erlaubnis einem bezahlten Job nachzugehen. Ich habe mir w\u00e4hrend meiner Zeit in Caen Gedanken um das Konzept Migration nach Europa gemacht und es vor allem nach dem Austausch mit Betroffenen sehr kritisch hinterfragt. Es gibt viele Menschen mit abgeschlossenen guten Ausbildungen in Berufsbereichen, in denen Fachkr\u00e4ftemangel herrscht, aber sie d\u00fcrfen dort nicht einsteigen und m\u00fcssen stattdessen in notd\u00fcrftigen Unterk\u00fcnften unterkommen und verbringen ihre Zeit mit Freiwilligenarbeit. Ich habe auch au\u00dferhalb des Praktikums Zeit verbracht mit einigen, die ich beim Roten Kreuz kennen gelernt habe. Zuvor hatte ich nicht allzu viel Aufregendes von der Stadt Caen geh\u00f6rt, aber tats\u00e4chlich ist es eine nette Stadt mit vielen Studierenden und dem f\u00fcr die Normandie typischen Baustil.<\/p><p><strong>Was habe ich gelernt?<\/strong><br \/>ich habe gesehen, wie eine gemeinn\u00fctzige Organisation arbeitet, dass es sehr auf die Motivation der Freiwilligen ankommt und das auch manchmal zu Problemen f\u00fchren kann. Denn manchmal fehlt das Gef\u00fchl von Verantwortlichkeit und deshalb dauert es lange, bis einzelne Abl\u00e4ufe hinterfragt undverbessert werden oder neue Projekte zustande kommen. Dar\u00fcber hinaus ist mein Bewusstsein f\u00fcr Probleme, wie Arbeitslosigkeit und daraus resultierende Armut, aber auch die Herausforderungen, die man entweder als Gefl\u00fcchtete\/r oder als Migrant*in hat, gewachsen. Dar\u00fcber hinaus habe ich weiter Franz\u00f6sisch gelernt, viel \u00fcber die Stadt Caen gelernt und mitbekommen was f\u00fcr Schritte es braucht, um ein neues Projekt, wie die \u00c9picerie Sociale umzusetzen.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Insgesamt hatte ich eine gute und lehrreiche Zeit in Caen! Zwischendurch hat sich das Praktikum in die L\u00e4nge gezogen und manchmal war es etwas schwierig, weil man durch die (immer noch vorhandene) Sprachbarriere sich nicht so richtig auf einer Ebene mit den anderen austauschen konnte. Aber insgesamt ist mit bewusst geworden, dass das Beherrschen von Fremdsprachen einem viele M\u00f6glichkeiten \u00f6ffnet mit den verschiedensten Menschen in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und so seinen Horizont zu erweitern!<\/p><p>[gallery columns=\"2\" size=\"full\" ids=\"8359,8360,8361,8357\"]<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"48.6743,0.4195\" zoom=\"6.0\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653],"tags":[52097,368909],"class_list":["post-8356","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-frankreich","tag-soziale-berufe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8356"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8356\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8368,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8356\/revisions\/8368"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}