

{"id":8055,"date":"2022-06-30T12:13:09","date_gmt":"2022-06-30T10:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=8055"},"modified":"2022-06-30T12:13:42","modified_gmt":"2022-06-30T10:13:42","slug":"erasmus-praktikum-an-der-grundschule-pantovcak-in-zagreb-kroatien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2022\/06\/30\/erasmus-praktikum-an-der-grundschule-pantovcak-in-zagreb-kroatien\/","title":{"rendered":"Erasmus+ Praktikum an der Grundschule Pantovcak in Zagreb, Kroatien"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Einleitung<\/strong><br \/>\nIm Anschluss an meinen Studienabschluss diesen Sommer wollte ich gerne noch die Chance nutzen, als Absolvent*in ins Ausland zu gehen. Erasmus+ f\u00f6rdert Praktika von Absolvent*innen noch einige Monate nach Studienabschluss. Die Beantragung der Erasmus+ F\u00f6rderung an der Uni Bremen war unproblematisch, ich musste mir nur vorher selbst einen Praktikumsplatz organisiert haben. Mein Praktikum habe ich \u00fcber das Programm schulw\u00e4rts des Goethe-Instituts vermittelt bekommen, dass sich an Lehramtsstudierende und -absolvent*innen richtet. So konnte ich dann vom 06.09.2021 bis zum 10.12.2021 ein Praktikum an der Osnovna \u0160kola Pantovcak in Zagreb, Kroatien machen.<\/p>\n<p><strong>Vor Praktikumsbeginn<br \/>\n<\/strong>Meine Hauptmotivation daf\u00fcr, zwischen Masterabschluss und Referendariat ein Praktikum im Ausland absolvieren zu wollen, war es, durch einen l\u00e4ngeren und intensiven Aufenthalt ein anderes Land und Schulsystem wirklich erleben zu k\u00f6nnen. Indem ich in den Unterricht in einem anderen Land eingebunden werden w\u00fcrde, erhoffte ich mir einen vertieften Einblick in das Schulsystem, die Lehrans\u00e4tze und Lernmethoden, aber auch in das Leben eines anderen Landes gewinnen zu k\u00f6nnen. Mich hat insbesondere interessiert, wie Lernumgebungen in anderen L\u00e4ndern gestaltet werden, v.a. auch mit Blick auf die Heterogenit\u00e4t der Lernenden, um so Anregungen f\u00fcr die Gestaltung meines eigenen Unterrichts ableiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Durch den Einsatz im Unterricht f\u00fcr Deutsch als Fremdsprache, der v.a. im Sekundarbereich stattfindet, ergab sich f\u00fcr mich au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, Einblicke in zwei f\u00fcr mich neue Bereiche zu gewinnen: Erstens in den Sekundarbereich, in dem ich als angehende Sonderp\u00e4dagogin f\u00fcr die Grundschule vor Praktikumsantritt noch keine praktische Lehrerfahrung sammeln konnte; und zweitens in den fremdsprachlichen Deutschunterricht. Da eines meiner studierten Unterrichtsf\u00e4cher Englisch ist, ist mir der Fremdsprachenunterricht zwar f\u00fcr eine andere Zielsprache (und Zielgruppe) vertraut und ich erhoffte mir durch den Einsatz im DaF-Unterricht unter anderem auch eine Erweiterung meiner fremdsprachdidaktischen Kompetenzen \u2013 Deutsch als Zielsprache des Unterrichts war f\u00fcr mich jedoch vor dem Praktikum ein noch unbekannter Bereich.<\/p>\n<p><strong>Die Schule &amp; Meine Aufgaben<br \/>\n<\/strong>Meine Praktikumsschule war eine dreiz\u00fcgige Grundschule, in der die Klassen 1 bis 8 unterrichtet werden. Ich wurde fast ausschlie\u00dflich im Unterricht f\u00fcr Deutsch als Fremdsprache eingesetzt. Deutsch konnte an meiner Praktikumsschule ab der 4. Klasse als zweite Fremdsprache oder sogar ab der 1. Klasse gew\u00e4hlt werden. Mir wurde an der Praktikumsschule eine betreuende Lehrkraft zugewiesen, die in den Klassen 4 bis 8 DaF unterrichtet und an deren Stundenplan ich mich haupts\u00e4chlich orientiert habe. Ich war jeden Tag in der Schule, im DaF-Unterricht von insgesamt 10 verschiedenen Klassen. Der Stundenplan war jedoch zeitlich ganz anders organisiert, als ich es aus Deutschland kannte. Wir hatten abwechselnd Unterricht in der \u201eFr\u00fch-\u201c und \u201eSp\u00e4tschicht\u201c, also einen unterschiedlichen Stundenplan f\u00fcr die Wochen A und B. Dabei war der Unterricht in den Tagen der \u201eSp\u00e4tschicht\u201c quasi gespiegelt zur \u201eFr\u00fchschicht\u201c. So war ich fr\u00fchestens um 8.45 Uhr und sp\u00e4testens bis 18.00 Uhr in der Schule. Daran musste ich mich erstmal gew\u00f6hnen, sp\u00e4ter war es aber sogar ganz praktisch, mal den Vormittag und mal den Nachmittag \u201eschulfrei\u201c zu haben. Zus\u00e4tzlich habe ich auch die Unterrichtsvor- und -nachbereitung unterst\u00fctzt, was ich flexibel mit meiner betreuenden Lehrkraft organisiert habe. Ich hatte aber dennoch gen\u00fcgend Freizeit, um Zagreb und am Wochenende teilweise auch andere Teile Kroatiens zu erkunden.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit der betreuenden Lehrkraft hat sich sehr nat\u00fcrlich ergeben und durch unser freundschaftliches Verh\u00e4ltnis hat es sich f\u00fcr mich so angef\u00fchlt, als wenn wir beide als Team durch den Schultag gehen. In vielen Stunden, v.a. in den h\u00f6heren Klassenstufen, habe ich der Lehrkraft im Deutschunterricht assistiert, indem ich z.B. den Sch\u00fcler*innen bei der Bearbeitung von Aufgaben geholfen oder Korrekturen \u00fcbernommen habe. Teilweise habe ich auch einzelne Phasen des Unterrichts \u00fcbernommen. In den j\u00fcngeren Klassen, insbesondere in den drei vierten Klassen, habe ich auch mehr Lehrverantwortung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen und h\u00e4ufig Stunden oder Unterrichtsphasen geleitet.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"561\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag1-420x561.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8057\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8057'>\n\t\t\t\t1 &#8211; Schulausflug in Zagreb\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag2.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"464\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag2-420x464.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8058\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8058'>\n\t\t\t\t2 \u2013 Lernangebot am Europ\u00e4ischen Tag der Sprachen\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>Insgesamt habe ich mich an meiner Praktikumsschule sehr wohlgef\u00fchlt und wurde durch alle Mitarbeitenden freundlich empfangen. Einige Stunden konnte ich auch bei anderen Lehrkr\u00e4ften im Deutsch- oder Englischunterricht hospitieren. Au\u00dferdem konnte ich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit mehrere Aktivit\u00e4ten miterleben, die das Goethe-Institut an meiner Praktikumsschule organisiert hat und einen Workshop zum Europ\u00e4ischen Tag der Sprachen mitgestalten.<\/p>\n<p><strong>Organisatorisches in Zagreb<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_8059\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag3.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8059\" class=\" wp-image-8059\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag3.jpg\" alt=\"\" width=\"490\" height=\"653\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8059\" class=\"wp-caption-text\">3 - Dolac-Markt in Zagreb<\/p><\/div><\/p>\n<p>Vor Ausreise habe ich von Deutschland aus nach einer passenden Unterkunft in Zagreb gesucht. Eigentlich w\u00e4re ich gerne in eine WG gezogen, um so im besten Fall direkt Kontakt zu kroatischen Gleichaltrigen kn\u00fcpfen zu k\u00f6nnen. Ich konnte aber keine Website finden, die dem deutschen \u201ewg-gesucht\u201c entspricht und bin auch in diversen Facebook Gruppen (das war ein Tipp, den ich von mehreren Seiten bekommen habe) nicht f\u00fcndig geworden. Ein Problem war, dass ich nur f\u00fcr 3\u00bd Monate gemietet habe und oftmals eine Mindestdauer von 6 Monaten vorgegeben war. Deshalb habe ich mir am Ende \u00fcber eine Vermittlungsagentur (trawerk.com) ein Ein-Zimmer-Apartment organisiert. Ich war mit meinem Apartment, der Lage und den netten Vermieter*innen zufrieden, habe aber in jedem Fall mehr Geld f\u00fcr die Miete bezahlt als orts\u00fcblich. Wenn man \u00f6rtlich etwas flexibler ist und auch fr\u00fcher als ich mit der Wohnungssuche beginnt, sollte man in Zagreb aber eigentlich ziemlich g\u00fcnstig wohnen k\u00f6nnen. Lebensmittel und Restaurants sind in Zagreb etwas g\u00fcnstiger als in Deutschland. Kauft man z.B. bei LIDL, sind die Preise tats\u00e4chlich fast identisch mit den deutschen Supermarktpreisen, Obst und Gem\u00fcse auf den Wochenm\u00e4rkten sind jedoch g\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Da ich mich l\u00e4nger als 90 Tage in Kroatien aufgehalten habe, musste ich mich bei der Polizei in Zagreb anmelden. Daf\u00fcr musste ich eine Reihe von Unterlagen einreichen, die ich erstmal zusammen sammeln musste. Ansonsten war der Anmelde-Prozess jedoch sehr einfach, da alles \u00fcber E-Mail-Kontakt geregelt werden konnte.<\/p>\n<p><strong>Leben au\u00dferhalb der Schule<br \/>\n<\/strong>Von meinen Vorg\u00e4nger*innen, die auch \u00fcber das Goethe-Institut ein Praktikum in Zagreb gemacht haben, habe ich den Tipp bekommen, mich in den sozialen Medien \u00fcber das Erasmus Student Network zu informieren. Die Zagreber ESN-Gruppe hat verschiedene Aktivit\u00e4ten f\u00fcr internationale Studierende organisiert, durch die ich Studierende aus der ganzen Welt kennenlernen konnte. Auch \u00fcber die vom ESN betreute WhatsApp-Gruppe haben sich gerade am Anfang viele M\u00f6glichkeiten ergeben, sich privat mit anderen Studierenden oder Praktikant*innen zu treffen. Dadurch habe ich mich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit nie einsam gef\u00fchlt, denn es gab immer die M\u00f6glichkeit, an ESN-Aktivit\u00e4ten teilzunehmen oder sich privat auf einen Kaffee oder in einer Bar zu treffen. Zagreb h\u00e4lt als gr\u00f6\u00dfte Stadt Kroatiens in dieser Hinsicht nat\u00fcrlich einige Optionen bereit. Ich denke, ich hatte Gl\u00fcck, dass ich mein Praktikum im September begonnen habe, denn zu dieser Zeit hat auch das akademische Jahr in Zagreb begonnen und viele internationale Studierende waren neu in der Stadt, auf der Suche nach Kontakten. W\u00e4hrend meiner Praktikumszeit gab es au\u00dferdem eine kulturweit Freiwillige am Goethe Institut Zagreb, mit der ich mich auch gut verstanden und ab und zu getroffen habe. Die ersten Wochen meines Praktikums war au\u00dferdem noch eine andere deutsche Praktikantin an der O\u0160 Pantovcak, mit der ich mich ebenfalls gut verstanden habe.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag4.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag4-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-8060\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-8060'>\n\t\t\t\t4 &#8211; ESN-Ausflug zum Nationalpark Plitvi\u010dka Jezera\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag5.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag5-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-8061\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-8061'>\n\t\t\t\t5 &#8211; Wandern in Zagrebs Medvednica Gebirge\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>Insgesamt hat es mir in Zagreb gut gefallen. Als Hauptstadt Kroatiens hat Zagreb kulturell und gastronomisch einiges zu bieten. Gerade die Caf\u00e9-Kultur kam mir sehr entgegen und ich habe mich durch viele verschiedene Caf\u00e9s probiert. F\u00fcr eine Hauptstadt ist Zagreb allerdings doch eher klein, was ich aber nicht als Nachteil empfunden habe. Ich habe mich schnell in der Stadt zurechtgefunden und f\u00fcr die paar Monate \u201ezuhause\u201c gef\u00fchlt. Die Menschen in Zagreb haben alle gut Englisch gesprochen, was f\u00fcr mich sehr praktisch war, da ich vor Praktikumsantritt kein Wort Kroatisch sprechen konnte. Ich habe mich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit daran versucht, die Sprache zu lernen, u.a. \u00fcber das OLS-Online-Angebot. Da Kroatisch aber eine schwierige Sprache ist, habe ich es nicht weiter als bis zu ein paar Phrasen gebracht. Zumindest im Restaurant bestellen oder auf dem Markt einkaufen konnte ich am Ende meiner Praktikumszeit und auch im Unterricht konnte ich mir einiges aus dem Kontext erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_8062\" style=\"width: 548px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag6.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-5\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8062\" class=\" wp-image-8062\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag6.jpg\" alt=\"\" width=\"538\" height=\"718\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag6.jpg 538w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag6-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 538px, 100vw\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8062\" class=\"wp-caption-text\">6 - Stra\u00dfe in Zagreb<\/p><\/div><\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner freien Tage hatte ich das Gl\u00fcck, relativ viel von Kroatien sehen zu k\u00f6nnen und war begeistert von den vielen sch\u00f6nen St\u00e4dten, den Nationalparks und der K\u00fcste. Vor Praktikumsbeginn wusste ich sehr wenig \u00fcber dieses kleine Land und hatte fast nur \u201eK\u00fcste\u201c im Kopf, wenn ich an Kroatien gedacht habe. W\u00e4hrend meiner Zeit in Zagreb und den Reisen durch Kroatien ist mir jedoch einerseits bewusst geworden, wie vielf\u00e4ltig Kroatien ist und andererseits, wie wenig ich \u00fcber die Geschichte Kroatiens und des ehemaligen Jugoslawiens wei\u00df. An kleinen Dingen wie Stra\u00dfennamen oder dem Gedenktag der Opfer von Vukovar merkt man jedoch, dass die Jugoslawien-Kriege noch nicht lange her sind und die Bev\u00f6lkerung weiterhin besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-3 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag7.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag7-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-8063\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-8063'>\n\t\t\t\t7 &#8211; Motovun (Istrien)\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag8.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag8-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-8064\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-8064'>\n\t\t\t\t8 &#8211; Adria-K\u00fcste\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag9.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag9-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-8065\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-8065'>\n\t\t\t\t9 &#8211; Dubrovnik\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Ich bin sehr froh \u00fcber meine Entscheidung, zwischen Masterabschluss und Referendariat ins Ausland zu gehen. In meinen dreieinhalb Monaten an der Osnovna \u0160kola Pantovcak konnte ich viele neue Eindr\u00fccke und Erfahrungen sammeln, die mir wichtige Impulse f\u00fcr meine beruflichen Entwicklung als angehende Lehrkraft bieten. Ich konnte einen Einblick in das kroatische Schulsystem bekommen, wenn auch eher spezifisch aus der Perspektive von DaF als Wahlfach. Bez\u00fcglich der Fremdsprachendidaktik und auch allgemein anwendbaren Methoden konnte ich auf jeden Fall einiges mitnehmen. Der Unterricht wurde jedoch wenig an die Heterogenit\u00e4t der Sch\u00fcler*innen angepasst, sodass ich in dieser Hinsicht leider nicht so viel mitnehmen, sondern maximal indirekt ableiten konnte. Es war au\u00dferdem interessant f\u00fcr mich, den Unterricht in h\u00f6heren Klassen und in einem von mir nicht studierten Fach miterleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick waren es vor allem zwei Faktoren, die daf\u00fcr gesorgt haben, dass ich mit meinem Praktikum in Zagreb sehr zufrieden war. Ersten ein gutes, freundschaftliches Verh\u00e4ltnis zur betreuenden Lehrkraft und zweitens die M\u00f6glichkeit, selbst Unterricht gestalten und an verschiedenen Projekten mitwirken zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem habe ich mich auch in Zagreb wohlgef\u00fchlt und Kontakt zu anderen Erasmus Studierenden gehabt. Dar\u00fcber hinaus konnte ich Kroatien auf kleineren Reisen (mit Familie und Freunden, aber auch alleine) erkunden, was ich ebenfalls sehr zu sch\u00e4tzen wei\u00df.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.1.2' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.1.2' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.1.2' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.6\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([16.1412,44.0663], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.1\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":8056,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_total_topic_count_hidden":0,"_bbp_total_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Einleitung<\/strong><br \/>Im Anschluss an meinen Studienabschluss diesen Sommer wollte ich gerne noch die Chance nutzen, als Absolvent*in ins Ausland zu gehen. Erasmus+ f\u00f6rdert Praktika von Absolvent*innen noch einige Monate nach Studienabschluss. Die Beantragung der Erasmus+ F\u00f6rderung an der Uni Bremen war unproblematisch, ich musste mir nur vorher selbst einen Praktikumsplatz organisiert haben. Mein Praktikum habe ich \u00fcber das Programm schulw\u00e4rts des Goethe-Instituts vermittelt bekommen, dass sich an Lehramtsstudierende und -absolvent*innen richtet. So konnte ich dann vom 06.09.2021 bis zum 10.12.2021 ein Praktikum an der Osnovna \u0160kola Pantov\u010dak in Zagreb, Kroatien machen.<\/p><p><strong>Vor Praktikumsbeginn<\/strong><br \/>Meine Hauptmotivation daf\u00fcr, zwischen Masterabschluss und Referendariat ein Praktikum im Ausland absolvieren zu wollen, war es, durch einen l\u00e4ngeren und intensiven Aufenthalt ein anderes Land und Schulsystem wirklich erleben zu k\u00f6nnen. Indem ich in den Unterricht in einem anderen Land eingebunden werden w\u00fcrde, erhoffte ich mir einen vertieften Einblick in das Schulsystem, die Lehrans\u00e4tze und Lernmethoden, aber auch in das Leben eines anderen Landes gewinnen zu k\u00f6nnen. Mich hat insbesondere interessiert, wie Lernumgebungen in anderen L\u00e4ndern gestaltet werden, v.a. auch mit Blick auf die Heterogenit\u00e4t der Lernenden, um so Anregungen f\u00fcr die Gestaltung meines eigenen Unterrichts ableiten zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Durch den Einsatz im Unterricht f\u00fcr Deutsch als Fremdsprache, der v.a. im Sekundarbereich stattfindet, ergab sich f\u00fcr mich au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, Einblicke in zwei f\u00fcr mich neue Bereiche zu gewinnen: Erstens in den Sekundarbereich, in dem ich als angehende Sonderp\u00e4dagogin f\u00fcr die Grundschule vor Praktikumsantritt noch keine praktische Lehrerfahrung sammeln konnte; und zweitens in den fremdsprachlichen Deutschunterricht. Da eines meiner studierten Unterrichtsf\u00e4cher Englisch ist, ist mir der Fremdsprachenunterricht zwar f\u00fcr eine andere Zielsprache (und Zielgruppe) vertraut und ich erhoffte mir durch den Einsatz im DaF-Unterricht unter anderem auch eine Erweiterung meiner fremdsprachdidaktischen Kompetenzen \u2013 Deutsch als Zielsprache des Unterrichts war f\u00fcr mich jedoch vor dem Praktikum ein noch unbekannter Bereich.<\/p><p><strong>Die Schule & Meine Aufgaben<\/strong><br \/>Meine Praktikumsschule war eine dreiz\u00fcgige Grundschule, in der die Klassen 1 bis 8 unterrichtet werden. Ich wurde fast ausschlie\u00dflich im Unterricht f\u00fcr Deutsch als Fremdsprache eingesetzt. Deutsch konnte an meiner Praktikumsschule ab der 4. Klasse als zweite Fremdsprache oder sogar ab der 1. Klasse gew\u00e4hlt werden. Mir wurde an der Praktikumsschule eine betreuende Lehrkraft zugewiesen, die in den Klassen 4 bis 8 DaF unterrichtet und an deren Stundenplan ich mich haupts\u00e4chlich orientiert habe. Ich war jeden Tag in der Schule, im DaF-Unterricht von insgesamt 10 verschiedenen Klassen. Der Stundenplan war jedoch zeitlich ganz anders organisiert, als ich es aus Deutschland kannte. Wir hatten abwechselnd Unterricht in der \u201eFr\u00fch-\u201c und \u201eSp\u00e4tschicht\u201c, also einen unterschiedlichen Stundenplan f\u00fcr die Wochen A und B. Dabei war der Unterricht in den Tagen der \u201eSp\u00e4tschicht\u201c quasi gespiegelt zur \u201eFr\u00fchschicht\u201c. So war ich fr\u00fchestens um 8.45 Uhr und sp\u00e4testens bis 18.00 Uhr in der Schule. Daran musste ich mich erstmal gew\u00f6hnen, sp\u00e4ter war es aber sogar ganz praktisch, mal den Vormittag und mal den Nachmittag \u201eschulfrei\u201c zu haben. Zus\u00e4tzlich habe ich auch die Unterrichtsvor- und -nachbereitung unterst\u00fctzt, was ich flexibel mit meiner betreuenden Lehrkraft organisiert habe. Ich hatte aber dennoch gen\u00fcgend Freizeit, um Zagreb und am Wochenende teilweise auch andere Teile Kroatiens zu erkunden.<\/p><p>Die Zusammenarbeit mit der betreuenden Lehrkraft hat sich sehr nat\u00fcrlich ergeben und durch unser freundschaftliches Verh\u00e4ltnis hat es sich f\u00fcr mich so angef\u00fchlt, als wenn wir beide als Team durch den Schultag gehen. In vielen Stunden, v.a. in den h\u00f6heren Klassenstufen, habe ich der Lehrkraft im Deutschunterricht assistiert, indem ich z.B. den Sch\u00fcler*innen bei der Bearbeitung von Aufgaben geholfen oder Korrekturen \u00fcbernommen habe. Teilweise habe ich auch einzelne Phasen des Unterrichts \u00fcbernommen. In den j\u00fcngeren Klassen, insbesondere in den drei vierten Klassen, habe ich auch mehr Lehrverantwortung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen und h\u00e4ufig Stunden oder Unterrichtsphasen geleitet.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"8057,8058\"]<\/p><p>Insgesamt habe ich mich an meiner Praktikumsschule sehr wohlgef\u00fchlt und wurde durch alle Mitarbeitenden freundlich empfangen. Einige Stunden konnte ich auch bei anderen Lehrkr\u00e4ften im Deutsch- oder Englischunterricht hospitieren. Au\u00dferdem konnte ich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit mehrere Aktivit\u00e4ten miterleben, die das Goethe-Institut an meiner Praktikumsschule organisiert hat und einen Workshop zum Europ\u00e4ischen Tag der Sprachen mitgestalten.<\/p><p><strong>Organisatorisches in Zagreb<\/strong><\/p>[caption id=\"attachment_8059\" align=\"alignleft\" width=\"490\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag3.jpg\"><img class=\" wp-image-8059\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag3.jpg\" alt=\"\" width=\"490\" height=\"653\" \/><\/a> 3 - Dolac-Markt in Zagreb[\/caption]<p>Vor Ausreise habe ich von Deutschland aus nach einer passenden Unterkunft in Zagreb gesucht. Eigentlich w\u00e4re ich gerne in eine WG gezogen, um so im besten Fall direkt Kontakt zu kroatischen Gleichaltrigen kn\u00fcpfen zu k\u00f6nnen. Ich konnte aber keine Website finden, die dem deutschen \u201ewg-gesucht\u201c entspricht und bin auch in diversen Facebook Gruppen (das war ein Tipp, den ich von mehreren Seiten bekommen habe) nicht f\u00fcndig geworden. Ein Problem war, dass ich nur f\u00fcr 3\u00bd Monate gemietet habe und oftmals eine Mindestdauer von 6 Monaten vorgegeben war. Deshalb habe ich mir am Ende \u00fcber eine Vermittlungsagentur (trawerk.com) ein Ein-Zimmer-Apartment organisiert. Ich war mit meinem Apartment, der Lage und den netten Vermieter*innen zufrieden, habe aber in jedem Fall mehr Geld f\u00fcr die Miete bezahlt als orts\u00fcblich. Wenn man \u00f6rtlich etwas flexibler ist und auch fr\u00fcher als ich mit der Wohnungssuche beginnt, sollte man in Zagreb aber eigentlich ziemlich g\u00fcnstig wohnen k\u00f6nnen. Lebensmittel und Restaurants sind in Zagreb etwas g\u00fcnstiger als in Deutschland. Kauft man z.B. bei LIDL, sind die Preise tats\u00e4chlich fast identisch mit den deutschen Supermarktpreisen, Obst und Gem\u00fcse auf den Wochenm\u00e4rkten sind jedoch g\u00fcnstiger.<\/p><p>Da ich mich l\u00e4nger als 90 Tage in Kroatien aufgehalten habe, musste ich mich bei der Polizei in Zagreb anmelden. Daf\u00fcr musste ich eine Reihe von Unterlagen einreichen, die ich erstmal zusammen sammeln musste. Ansonsten war der Anmelde-Prozess jedoch sehr einfach, da alles \u00fcber E-Mail-Kontakt geregelt werden konnte.<\/p><p><strong>Leben au\u00dferhalb der Schule<\/strong><br \/>Von meinen Vorg\u00e4nger*innen, die auch \u00fcber das Goethe-Institut ein Praktikum in Zagreb gemacht haben, habe ich den Tipp bekommen, mich in den sozialen Medien \u00fcber das Erasmus Student Network zu informieren. Die Zagreber ESN-Gruppe hat verschiedene Aktivit\u00e4ten f\u00fcr internationale Studierende organisiert, durch die ich Studierende aus der ganzen Welt kennenlernen konnte. Auch \u00fcber die vom ESN betreute WhatsApp-Gruppe haben sich gerade am Anfang viele M\u00f6glichkeiten ergeben, sich privat mit anderen Studierenden oder Praktikant*innen zu treffen. Dadurch habe ich mich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit nie einsam gef\u00fchlt, denn es gab immer die M\u00f6glichkeit, an ESN-Aktivit\u00e4ten teilzunehmen oder sich privat auf einen Kaffee oder in einer Bar zu treffen. Zagreb h\u00e4lt als gr\u00f6\u00dfte Stadt Kroatiens in dieser Hinsicht nat\u00fcrlich einige Optionen bereit. Ich denke, ich hatte Gl\u00fcck, dass ich mein Praktikum im September begonnen habe, denn zu dieser Zeit hat auch das akademische Jahr in Zagreb begonnen und viele internationale Studierende waren neu in der Stadt, auf der Suche nach Kontakten. W\u00e4hrend meiner Praktikumszeit gab es au\u00dferdem eine kulturweit Freiwillige am Goethe Institut Zagreb, mit der ich mich auch gut verstanden und ab und zu getroffen habe. Die ersten Wochen meines Praktikums war au\u00dferdem noch eine andere deutsche Praktikantin an der O\u0160 Pantov\u010dak, mit der ich mich ebenfalls gut verstanden habe.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"8060,8061\"]<\/p><p>Insgesamt hat es mir in Zagreb gut gefallen. Als Hauptstadt Kroatiens hat Zagreb kulturell und gastronomisch einiges zu bieten. Gerade die Caf\u00e9-Kultur kam mir sehr entgegen und ich habe mich durch viele verschiedene Caf\u00e9s probiert. F\u00fcr eine Hauptstadt ist Zagreb allerdings doch eher klein, was ich aber nicht als Nachteil empfunden habe. Ich habe mich schnell in der Stadt zurechtgefunden und f\u00fcr die paar Monate \u201ezuhause\u201c gef\u00fchlt. Die Menschen in Zagreb haben alle gut Englisch gesprochen, was f\u00fcr mich sehr praktisch war, da ich vor Praktikumsantritt kein Wort Kroatisch sprechen konnte. Ich habe mich w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit daran versucht, die Sprache zu lernen, u.a. \u00fcber das OLS-Online-Angebot. Da Kroatisch aber eine schwierige Sprache ist, habe ich es nicht weiter als bis zu ein paar Phrasen gebracht. Zumindest im Restaurant bestellen oder auf dem Markt einkaufen konnte ich am Ende meiner Praktikumszeit und auch im Unterricht konnte ich mir einiges aus dem Kontext erschlie\u00dfen.<\/p>[caption id=\"attachment_8062\" align=\"aligncenter\" width=\"538\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag6.jpg\"><img class=\" wp-image-8062\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/zag6.jpg\" alt=\"\" width=\"538\" height=\"718\" \/><\/a> 6 - Stra\u00dfe in Zagreb[\/caption]<p>W\u00e4hrend meiner freien Tage hatte ich das Gl\u00fcck, relativ viel von Kroatien sehen zu k\u00f6nnen und war begeistert von den vielen sch\u00f6nen St\u00e4dten, den Nationalparks und der K\u00fcste. Vor Praktikumsbeginn wusste ich sehr wenig \u00fcber dieses kleine Land und hatte fast nur \u201eK\u00fcste\u201c im Kopf, wenn ich an Kroatien gedacht habe. W\u00e4hrend meiner Zeit in Zagreb und den Reisen durch Kroatien ist mir jedoch einerseits bewusst geworden, wie vielf\u00e4ltig Kroatien ist und andererseits, wie wenig ich \u00fcber die Geschichte Kroatiens und des ehemaligen Jugoslawiens wei\u00df. An kleinen Dingen wie Stra\u00dfennamen oder dem Gedenktag der Opfer von Vukovar merkt man jedoch, dass die Jugoslawien-Kriege noch nicht lange her sind und die Bev\u00f6lkerung weiterhin besch\u00e4ftigen.<\/p><p>[gallery ids=\"8063,8064,8065\"]<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Ich bin sehr froh \u00fcber meine Entscheidung, zwischen Masterabschluss und Referendariat ins Ausland zu gehen. In meinen dreieinhalb Monaten an der Osnovna \u0160kola Pantov\u010dak konnte ich viele neue Eindr\u00fccke und Erfahrungen sammeln, die mir wichtige Impulse f\u00fcr meine beruflichen Entwicklung als angehende Lehrkraft bieten. Ich konnte einen Einblick in das kroatische Schulsystem bekommen, wenn auch eher spezifisch aus der Perspektive von DaF als Wahlfach. Bez\u00fcglich der Fremdsprachendidaktik und auch allgemein anwendbaren Methoden konnte ich auf jeden Fall einiges mitnehmen. Der Unterricht wurde jedoch wenig an die Heterogenit\u00e4t der Sch\u00fcler*innen angepasst, sodass ich in dieser Hinsicht leider nicht so viel mitnehmen, sondern maximal indirekt ableiten konnte. Es war au\u00dferdem interessant f\u00fcr mich, den Unterricht in h\u00f6heren Klassen und in einem von mir nicht studierten Fach miterleben zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Im R\u00fcckblick waren es vor allem zwei Faktoren, die daf\u00fcr gesorgt haben, dass ich mit meinem Praktikum in Zagreb sehr zufrieden war. Ersten ein gutes, freundschaftliches Verh\u00e4ltnis zur betreuenden Lehrkraft und zweitens die M\u00f6glichkeit, selbst Unterricht gestalten und an verschiedenen Projekten mitwirken zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem habe ich mich auch in Zagreb wohlgef\u00fchlt und Kontakt zu anderen Erasmus Studierenden gehabt. Dar\u00fcber hinaus konnte ich Kroatien auf kleineren Reisen (mit Familie und Freunden, aber auch alleine) erkunden, was ich ebenfalls sehr zu sch\u00e4tzen wei\u00df.<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"44.0663,16.1412\" zoom=\"6.1\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52094,356669,49297,368865,653],"tags":[368895,1014431,52094,49297,192861],"class_list":["post-8055","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-kroatien","category-laender","category-lehramt","category-outgoing","category-praktikum","tag-daf","tag-deutsch-als-fremdsprache","tag-kroatien","tag-lehramt","tag-unterricht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8055","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8055"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8073,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8055\/revisions\/8073"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}