

{"id":7760,"date":"2022-02-21T12:07:37","date_gmt":"2022-02-21T11:07:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=7760"},"modified":"2022-06-13T23:01:02","modified_gmt":"2022-06-13T21:01:02","slug":"psychologisches-praktikum-in-spanien-mit-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2022\/02\/21\/psychologisches-praktikum-in-spanien-mit-erasmus\/","title":{"rendered":"Psychologisches Praktikum in Spanien mit Erasmus+"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Ich habe mein 360 Stunden umfassendes psychologisches Pflichtpraktikum in Salamanca in Spanien absolviert. Es fand in einem Tageszentrum f\u00fcr Menschen mit schweren psychischen St\u00f6rungen statt.<\/p>\n<p>Die Suche war relativ schwer. Ich wohnte bereits 5 Monate vor Praktikumsbeginn in Salamanca, weil ich dort bereits ein Erasmus-Semester an der Universidad de Salamanca studiert hatte. Deshalb habe ich die Praktikumssuche vor Ort durchgef\u00fchrt. Zu dem erschwerenden Umstand der Pandemie (mein Praktikum fand von M\u00e4rz bis Juni 2021 statt) kam dazu, dass alle Praktikumsst\u00e4tten in Salamanca Vereinbarungen mit den Universit\u00e4ten haben, die besagen, wie viele Studierende der Universit\u00e4t pro Semester dort f\u00fcr ein Praktikum aufgenommen werden. Das bedeutet, dass Studierende von au\u00dferhalb der beiden Universit\u00e4ten Salamancas von den meisten Unternehmen\/Zentren gar nicht miteinkalkuliert werden.<br \/>\nIch habe Absage nach Absage erhalten, bis es meine letzte Idee war, bei Caritas nachzufragen. Dort arbeitet eine sehr liebe Frau als Freiwilligenkoordinatorin, durch die ich zum Gl\u00fcck dann doch noch einen Praktikumsplatz ergattert habe.<\/p>\n<p>Von da an war das Prozedere relativ normal: Es wurde ein Vertrag zwischen meiner Heimatuniversit\u00e4t (Uni Bremen), der Caritas Salamanca und mir geschlossen. Weil dort niemand Englisch konnte, musste ich ihn auf Spanisch \u00fcbersetzen, was sehr aufwendig war. Zum Gl\u00fcck hatte ich die Hilfe meiner Spanischlehrerin, sonst w\u00e4re es kaum m\u00f6glich f\u00fcr mich gewesen, diesen juristischen Text getreu ins Spanische zu \u00fcbersetzen. Dann habe ich mich auf den letzten Dr\u00fccker auf das Stipendium Erasmus-Praktikum beworben und es gl\u00fccklicherweise ohne Probleme erhalten.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte zu dem Zeitpunkt jedes Praktikum genommen, der Zufall wollte es aber, dass ich im Grunde genau da gelandet bin, wo ich hinwollte. Die Teilnahme in dem Tageszentrum, in dem ich drei Monate t\u00e4tig war, ist komplett kostenfrei und richtet sich insbesondere an Personen in \u201eGefahr der Exklusion\u201c, sprich h\u00e4ufig obdachlose Menschen bzw. Menschen mit wenig sozialen und \u00f6konomischen Mitteln. Meine Aufgaben dort umfassten eigentlich fast alles von Essen ausgeben \u00fcber Werkst\u00e4tten leiten zu bei Einzelinterventionen beiwohnen. Es war mein erstes Praktikum im psychologischen Bereich und total aufregend f\u00fcr mich. Die Atmosph\u00e4re war sehr herzlich und famili\u00e4r. Sch\u00f6n war es auch, dass ich immer mehrere Praktikumskolleg_innen hatte, die wie ich Psychologie studierten und ich somit auch mit netten Leuten in meinem Alter zusammen war.<br \/>\nUns wurde sehr viel zugetraut, wie gesagt, ich habe Werkst\u00e4tten und sp\u00e4ter sogar Einzelinterventionen geleitet. Das f\u00fchrte nat\u00fcrlich manchmal zu heiklen Situationen und ich habe mich immer mal wieder \u00fcberfordert oder gestresst gef\u00fchlt. Andererseits habe ich so unglaublich schnelle Fortschritte gemacht und ich bin sehr dankbar daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Schade war allerdings, dass ich mich mit meiner Tutorin nicht so gut verstanden habe, bzw. sie und eine andere dort t\u00e4tige Psychologin einfach von der Arbeit ausgebrannt wirkten und daher nicht immer ein angenehmer Umgang mit ihnen m\u00f6glich war. Das habe ich erst gemerkt, als ich schon zwei Monate dort war. Ich habe fast nie ein Feedback von meiner Tutorin erhalten.<br \/>\nDas kam von den Teilnehmenden daf\u00fcr aber umso mehr, und zwar sehr viel positives. Es war wirklich schwer, als ich mich verabschieden musste, weil ich eine sehr enge Beziehung zu ihnen aufgebaut hatte.<\/p>\n<p>Sehr wichtiger Hinweis: Man braucht meiner Erfahrung nach extrem gute Sprachkenntnisse, um ein psychologisches Praktikum im Ausland zu machen, ich war davon selbst \u00fcberrascht. Zu Praktikumsbeginn hatte ich bereits 5 Monate in Spanien gewohnt und komplett auf Spanisch studiert, trotzdem war die Sprache im Praktikum anfangs eine sehr gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr mich und stellte eine gro\u00dfe Barriere dar. Es ist ein bemerklicher Unterschied, ob man auf einer Sprache studiert, oder tats\u00e4chlich ein Praktikum in dieser Sprache absolviert, wo man von morgens bis abends mit Sprecher_innen zu tun hat, die gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcberhaupt keine R\u00fccksicht auf die eigenen Verst\u00e4ndnisprobleme nehmen und einfach \u201efrei von der Leber weg\u201c reden.<br \/>\nIm psychologischen Bereich ist das nat\u00fcrlich nochmal besonders wichtig. Wenn einem jemand unter Tr\u00e4nen etwas erz\u00e4hlt, m\u00f6chte man nicht dreimal nachfragen m\u00fcssen, bis man es verstanden hat. Abgesehen davon gibt es auch auf einem hohen Sprachniveau noch sehr viele (relevante) psychologische Feinheiten, die einem verloren gehen. Gerade auch, weil meine Praktikumsstelle ihren Praktikant_innen extrem viel zugetraut hat, bin ich r\u00fcckblickend total dankbar, dass sie mich angenommen haben.<br \/>\nWenn man ein Praktikum in einem anderen Bereich oder mit weniger \u201eVerantwortung\u201c macht, f\u00e4llt es nat\u00fcrlich weniger schwer ins Gewicht, wenn das eigene Sprachniveau nicht so hoch ist.<\/p>\n<p>Wenn man dann aber einmal dort ist, macht man gigantische sprachliche Fortschritte (meiner Erfahrung nach nicht zu vergleichen mit einem Erasmus-Studiensemester). Zur Orientierung: Ich hatte zu Beginn des Praktikums ein B2 und zum Ende ein C1 (mit Pr\u00fcfung). Ich habe aber auch kontinuierlich Vokabeln gelernt und \u00dcbungen gemacht.<\/p>\n<p>Salamanca eignet sich super f\u00fcr Erasmus-Aufenthalte. Es ist total sch\u00f6n, hat viel Geschichte zu bieten, ist komplett zu Fu\u00df erlaufbar, aber trotzdem nicht langweilig. Es gibt eine unglaublich hohe Dichte an Studierenden (die allerdings alle im Sommer wegfahren, sodass die Stadt im Juli und August wie ausgefegt ist). Die Lebenshaltungskosten sind nicht hoch. Mein zentral gelegenes m\u00f6bliertes WG-Zimmer in einer sch\u00f6nen, renovierten Wohnung kostete insgesamt 290\u20ac im Monat, wenn man ein bisschen l\u00e4nger sucht findet man aber ohne Probleme auch etwas f\u00fcr 250\u20ac. Viel geht weg \u00fcber Facebook-Gruppen, ich habe aber ausschlie\u00dflich \u00fcber idealista.com gesucht, das spanische \u201eWG-Gesucht\u201c. Vor Ort findet man sehr schnell was, man kann es sich aber auch schon von Deutschland aus organisieren. Die Lebensmittel- und Restaurantpreise sind auch niedriger als in Deutschland.<\/p>\n<p>Auslandspraktika sind eine total bereichernde Erfahrung, weil man deutlich tiefer in das Land eintaucht als bei einem Auslandsstudium und sich nicht nur sprachlich sehr fortentwickelt.<br \/>\nIch empfehle jedem und jeder, der oder die die M\u00f6glichkeit dazu hat, ein paar Monate in dieser tollen Stadt Salamanca zu verbringen und bei Gelegenheit auch sein oder ihr Auslandspraktikum hier zu verbringen!<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"236\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal1-420x236.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal5.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"236\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal5-420x236.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal4.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"747\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal4-420x747.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal2.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"236\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sal2-420x236.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([-0.9570,38.9332], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.1\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":7765,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Ich habe mein 360 Stunden umfassendes psychologisches Pflichtpraktikum in Salamanca in Spanien absolviert. Es fand in einem Tageszentrum f\u00fcr Menschen mit schweren psychischen St\u00f6rungen statt.<\/p><p>Die Suche war relativ schwer. Ich wohnte bereits 5 Monate vor Praktikumsbeginn in Salamanca, weil ich dort bereits ein Erasmus-Semester an der Universidad de Salamanca studiert hatte. Deshalb habe ich die Praktikumssuche vor Ort durchgef\u00fchrt. Zu dem erschwerenden Umstand der Pandemie (mein Praktikum fand von M\u00e4rz bis Juni 2021 statt) kam dazu, dass alle Praktikumsst\u00e4tten in Salamanca Vereinbarungen mit den Universit\u00e4ten haben, die besagen, wie viele Studierende der Universit\u00e4t pro Semester dort f\u00fcr ein Praktikum aufgenommen werden. Das bedeutet, dass Studierende von au\u00dferhalb der beiden Universit\u00e4ten Salamancas von den meisten Unternehmen\/Zentren gar nicht miteinkalkuliert werden.<br \/>Ich habe Absage nach Absage erhalten, bis es meine letzte Idee war, bei Caritas nachzufragen. Dort arbeitet eine sehr liebe Frau als Freiwilligenkoordinatorin, durch die ich zum Gl\u00fcck dann doch noch einen Praktikumsplatz ergattert habe.<\/p><p>Von da an war das Prozedere relativ normal: Es wurde ein Vertrag zwischen meiner Heimatuniversit\u00e4t (Uni Bremen), der Caritas Salamanca und mir geschlossen. Weil dort niemand Englisch konnte, musste ich ihn auf Spanisch \u00fcbersetzen, was sehr aufwendig war. Zum Gl\u00fcck hatte ich die Hilfe meiner Spanischlehrerin, sonst w\u00e4re es kaum m\u00f6glich f\u00fcr mich gewesen, diesen juristischen Text getreu ins Spanische zu \u00fcbersetzen. Dann habe ich mich auf den letzten Dr\u00fccker auf das Stipendium Erasmus-Praktikum beworben und es gl\u00fccklicherweise ohne Probleme erhalten.<\/p><p>Ich h\u00e4tte zu dem Zeitpunkt jedes Praktikum genommen, der Zufall wollte es aber, dass ich im Grunde genau da gelandet bin, wo ich hinwollte. Die Teilnahme in dem Tageszentrum, in dem ich drei Monate t\u00e4tig war, ist komplett kostenfrei und richtet sich insbesondere an Personen in \u201eGefahr der Exklusion\u201c, sprich h\u00e4ufig obdachlose Menschen bzw. Menschen mit wenig sozialen und \u00f6konomischen Mitteln. Meine Aufgaben dort umfassten eigentlich fast alles von Essen ausgeben \u00fcber Werkst\u00e4tten leiten zu bei Einzelinterventionen beiwohnen. Es war mein erstes Praktikum im psychologischen Bereich und total aufregend f\u00fcr mich. Die Atmosph\u00e4re war sehr herzlich und famili\u00e4r. Sch\u00f6n war es auch, dass ich immer mehrere Praktikumskolleg_innen hatte, die wie ich Psychologie studierten und ich somit auch mit netten Leuten in meinem Alter zusammen war.<br \/>Uns wurde sehr viel zugetraut, wie gesagt, ich habe Werkst\u00e4tten und sp\u00e4ter sogar Einzelinterventionen geleitet. Das f\u00fchrte nat\u00fcrlich manchmal zu heiklen Situationen und ich habe mich immer mal wieder \u00fcberfordert oder gestresst gef\u00fchlt. Andererseits habe ich so unglaublich schnelle Fortschritte gemacht und ich bin sehr dankbar daf\u00fcr.<br \/>Schade war allerdings, dass ich mich mit meiner Tutorin nicht so gut verstanden habe, bzw. sie und eine andere dort t\u00e4tige Psychologin einfach von der Arbeit ausgebrannt wirkten und daher nicht immer ein angenehmer Umgang mit ihnen m\u00f6glich war. Das habe ich erst gemerkt, als ich schon zwei Monate dort war. Ich habe fast nie ein Feedback von meiner Tutorin erhalten.<br \/>Das kam von den Teilnehmenden daf\u00fcr aber umso mehr, und zwar sehr viel positives. Es war wirklich schwer, als ich mich verabschieden musste, weil ich eine sehr enge Beziehung zu ihnen aufgebaut hatte.<\/p><p>Sehr wichtiger Hinweis: Man braucht meiner Erfahrung nach extrem gute Sprachkenntnisse, um ein psychologisches Praktikum im Ausland zu machen, ich war davon selbst \u00fcberrascht. Zu Praktikumsbeginn hatte ich bereits 5 Monate in Spanien gewohnt und komplett auf Spanisch studiert, trotzdem war die Sprache im Praktikum anfangs eine sehr gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr mich und stellte eine gro\u00dfe Barriere dar. Es ist ein bemerklicher Unterschied, ob man auf einer Sprache studiert, oder tats\u00e4chlich ein Praktikum in dieser Sprache absolviert, wo man von morgens bis abends mit Sprecher_innen zu tun hat, die gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcberhaupt keine R\u00fccksicht auf die eigenen Verst\u00e4ndnisprobleme nehmen und einfach \u201efrei von der Leber weg\u201c reden.<br \/>Im psychologischen Bereich ist das nat\u00fcrlich nochmal besonders wichtig. Wenn einem jemand unter Tr\u00e4nen etwas erz\u00e4hlt, m\u00f6chte man nicht dreimal nachfragen m\u00fcssen, bis man es verstanden hat. Abgesehen davon gibt es auch auf einem hohen Sprachniveau noch sehr viele (relevante) psychologische Feinheiten, die einem verloren gehen. Gerade auch, weil meine Praktikumsstelle ihren Praktikant_innen extrem viel zugetraut hat, bin ich r\u00fcckblickend total dankbar, dass sie mich angenommen haben.<br \/>Wenn man ein Praktikum in einem anderen Bereich oder mit weniger \u201eVerantwortung\u201c macht, f\u00e4llt es nat\u00fcrlich weniger schwer ins Gewicht, wenn das eigene Sprachniveau nicht so hoch ist.<\/p><p>Wenn man dann aber einmal dort ist, macht man gigantische sprachliche Fortschritte (meiner Erfahrung nach nicht zu vergleichen mit einem Erasmus-Studiensemester). Zur Orientierung: Ich hatte zu Beginn des Praktikums ein B2 und zum Ende ein C1 (mit Pr\u00fcfung). Ich habe aber auch kontinuierlich Vokabeln gelernt und \u00dcbungen gemacht.<\/p><p>Salamanca eignet sich super f\u00fcr Erasmus-Aufenthalte. Es ist total sch\u00f6n, hat viel Geschichte zu bieten, ist komplett zu Fu\u00df erlaufbar, aber trotzdem nicht langweilig. Es gibt eine unglaublich hohe Dichte an Studierenden (die allerdings alle im Sommer wegfahren, sodass die Stadt im Juli und August wie ausgefegt ist). Die Lebenshaltungskosten sind nicht hoch. Mein zentral gelegenes m\u00f6bliertes WG-Zimmer in einer sch\u00f6nen, renovierten Wohnung kostete insgesamt 290\u20ac im Monat, wenn man ein bisschen l\u00e4nger sucht findet man aber ohne Probleme auch etwas f\u00fcr 250\u20ac. Viel geht weg \u00fcber Facebook-Gruppen, ich habe aber ausschlie\u00dflich \u00fcber idealista.com gesucht, das spanische \u201eWG-Gesucht\u201c. Vor Ort findet man sehr schnell was, man kann es sich aber auch schon von Deutschland aus organisieren. Die Lebensmittel- und Restaurantpreise sind auch niedriger als in Deutschland.<\/p><p>Auslandspraktika sind eine total bereichernde Erfahrung, weil man deutlich tiefer in das Land eintaucht als bei einem Auslandsstudium und sich nicht nur sprachlich sehr fortentwickelt.<br \/>Ich empfehle jedem und jeder, der oder die die M\u00f6glichkeit dazu hat, ein paar Monate in dieser tollen Stadt Salamanca zu verbringen und bei Gelegenheit auch sein oder ihr Auslandspraktikum hier zu verbringen!<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"7762,7761,7764,7763\"]<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"38.9332,-0.9570\" zoom=\"6.1\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653,52079],"tags":[188,52079],"class_list":["post-7760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","category-spanien","tag-psychologie","tag-spanien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7760"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7795,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7760\/revisions\/7795"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}