

{"id":7737,"date":"2022-01-30T00:29:26","date_gmt":"2022-01-29T23:29:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=7737"},"modified":"2022-06-13T23:01:54","modified_gmt":"2022-06-13T21:01:54","slug":"fremdsprachenassistenz-an-zwei-schulen-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2022\/01\/30\/fremdsprachenassistenz-an-zwei-schulen-in-london\/","title":{"rendered":"Fremdsprachenassistenz an zwei Schulen in London"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Als Teil meines Anglistikstudiums war ein Auslandsaufenthalt obligatorisch. Dieser konnte entweder als ein Auslandssemester oder ein Auslandspraktikum absolviert werden. Ich entschied mich aufgrund meiner Studiensituation f\u00fcr ein Auslandspraktikum und fing im Winter 2019\/20 an dieses zu organisieren. Da mein Abschluss ein Bachelor of Arts mit Lehramtsoption werden soll, entschied ich mich auf eine Stelle als Fremdsprachenassistent zu bewerben. Das Aufgabenfeld dieses Berufes ist es an eine ausl\u00e4ndische Schule zu gehen und die Sch\u00fcler beim Deutschlernen f\u00fcr zw\u00f6lf Stunden pro Woche zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Somit bewarb ich mich f\u00fcr den Zeitraum Oktober 2020 bis Mai 2012 um eine Stelle im Vereinigten K\u00f6nigreich. Doch wie jeder andere Mensch wurde auch ich durch die Pandemie \u00fcberrascht und gepr\u00e4gt. Das kommende Praktikum sollte durch die Pandemie bedingt und \u00e4u\u00dferst sonderbar werden: Man konnte aufgrund des \u201aSocial Distancing\u2018 fast keine privaten Kontakte kn\u00fcpfen, Ausfl\u00fcge in andere St\u00e4dte war zeitweise per Gesetz verboten, und der zweimalige Selbsttest auf COVID-19 pro Woche wurde zur Routine. Nichtsdestotrotz blicke ich nicht mit einem negativen Gef\u00fchl auf mein Praktikum in England zur\u00fcck. Denn trotz strikter Regeln, einer Metropole im Ausnahmezustand und einer eigenen Infektion mit COVID-19 hatte ich die Chance einen Einblick in eine andere Kultur zu gewinnen, Menschen zu treffen und mich nicht von Umst\u00e4nden unterkriegen zu lassen, indem man Gelegenheiten mehr wertzusch\u00e4tzen lernte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7738 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1.jpg\" alt=\"\" width=\"1380\" height=\"1035\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1.jpg 1380w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1380px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mein Praktikum durchlief drei Stadien: Die Phase vor dem Lockdown von Oktober bis Weihnachten, der Lockdown von Januar bis M\u00e4rz und die Zeit nach dem Lockdown von M\u00e4rz bis Mai.Ende September 2020 kam ich in eine Stadt, die gerade einen warmen und sonnigen Sommer durchlebt hatte. Oft h\u00f6rte ich die Aussage, dass das Wetter bis zu dem Wochenende vor meiner Ankunft hervorragend gewesen sei. Doch ab meine Einreise wurde es k\u00e4lter. Durch die Beobachtung des Infektionsgeschehens in Europa hatte ich schlimme Bef\u00fcrchtungen vor dem kommenden Winter. Doch ich erinnerte mich, dass ich mich entschlossen hatte trotz der Pandemie meine Stelle als Fremdsprachenassistent anzutreten. Meine Stelle wurde \u00fcber den p\u00e4dagogischen Austauschdienst und dem British Council vermittelt. Ich sollte im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwesten des Gro\u00dfraumes Londons in Sutton meine Stelle antreten.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich meiner Wohnunterkunft hatte ich mir vorab \u00fcberlegt, dass mir ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft suchen w\u00fcrde, um ein soziales Leben in der Unterkunft zu haben und gegebenenfalls Kontakte \u00fcber meine Mitbewohner zu kn\u00fcpfen. Dar\u00fcber hinaus entschloss ich mich eine Unterkunft zu suchen, die n\u00e4her am Zentrum von London liegt, um nicht in einem eventuellen Lockdown in der Vorstadt eingeschlossen zu sein. Diese beiden Entscheidungen erm\u00f6glichten es mir trotz der sehr strengen Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie mein Auslandspraktikum zu Ende zu f\u00fchren. Zur Organisation des Praktikums habe ich vorweg eine Wohngemeinschaft auf spareroom.co.uk gesucht. Dies war etwas schwierig, da ich nicht sehr viele R\u00fcckmeldungen erhielt und es bei etwaigen Gespr\u00e4chen \u00fcber Skype schwierig war eine sympathische Beziehung zu den Menschen aufzubauen. Ich hatte allerdings Gl\u00fcck und fand liebevolle Mitbewohner in einer kleinen Wohnung in Brixton, welches aufgrund einer Direktverbindung per Zug nach Sutton ideal gelegen war.<\/p>\n<p>Aufgrund meiner Erfahrungen des Lebens in Metropolen hat sich gezeigt, dass die m\u00f6glichen Nahverkehrsverbindungen in der N\u00e4he des Wohnortes essenziell sind. Ich musste schlie\u00dflich noch ein britisches Bankkonto er\u00f6ffnen und eigentlich eine Sozialversicherungsnummer beantragen, deren Ausstellung aufgrund der Pandemielage nicht m\u00f6glich war. F\u00fcr das Erasmusstipendium schloss ich noch eine Auslandskrankenversicherung ab. Das Vereinigte K\u00f6nigreich war zwar im Herbst 2020 bereits kein Mitglied der Europ\u00e4ischen Union mehr, allerdings galt noch das EU-Recht in einer \u00dcbergangsphase bis zum Ende des Jahres und ich konnte ohne weitere Formalit\u00e4ten meine Stelle antreten.<\/p>\n<p>Ich arbeitete an zwei verschiedenen Schulen: Die Sutton High School (SHS), die eine private M\u00e4dchenschule ist, und die Sutton Grammar School (SGS), die eine \u00f6ffentliche, bis zur Sixth Form (die Oberstufe), Jungenschule war. Die beiden Schulen und die dortigen Erlebnisse waren stets sehr kontrastreich. Die SHS war eine kleinere Schule, die haupts\u00e4chlich von im n\u00e4heren Umkreis Suttons wohnenden M\u00e4dchen aus der Mittelklasse besucht wurde. Die SGS war eine gr\u00f6\u00dfere Schule, die einen \u00e4u\u00dferst guten Ruf genoss und deshalb von Sch\u00fclern aus ganz London besucht wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut3.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7740\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut3.jpg\" alt=\"\" width=\"1225\" height=\"919\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut3.jpg 1225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut3-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut3-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1225px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die erste eher famili\u00e4rer wirkte, machte die zweite einen elit\u00e4reren Eindruck. In der SHS wurde ich mit offenen Armen empfangen und in der SGS eher allein gelassen. Den Hauptteil meiner Arbeitszeit verbrachte ich, jeweils vier Stunden in beiden Schulen, mit Sch\u00fclern der Oberstufe. F\u00fcr diese Stunden gestaltete ich eigene Materialien, die sich an den Themen f\u00fcr die A-Level orientierten. Mir wurden in beiden Schulen weitgehende Freiheiten gelassen, wie ich die Stunden mit den Deutschlernenden gestaltete. Diese wurden Einzeln in der SHS und in Zweier- bis Dreiergruppen in der SGS von mir unterrichtet. Dar\u00fcber hinaus habe ich in der SHS mit Sch\u00fclerinnen der Jahrg\u00e4nge 7-11 gearbeitet. Mit ihnen arbeitete ich w\u00e4hrend ihrer regul\u00e4ren Deutschstunden neben der Phonologie, Satzstruktur, Grammatik und soziolinguistischen Einblicken an der Kompetenz des freien Sprechens.<\/p>\n<p>Meine Freizeitgestaltung war sehr unterschiedlich und dadurch bestimmt was die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie zulie\u00dfen. Ich traf eine gute Entscheidung als ich gleich zu Anfang meines Praktikums ein Fahrrad kaufte. Einerseits sind Nahverkehrstickets in das Zentrum von London sehr teuer und andererseits waren Joggen, Fahrradfahren und ein das Einkaufen von Lebensmitteln die einzigen legitimen Gr\u00fcnde den eigenen Wohnsitz zu verlassen. In dieser Zeit war mein Architekturreisef\u00fchrer ein wichtiger Begleiter, da London eine Stadt mit einer besonderen architektonischen Geschichte ist und das Betrachten der vielen unterschiedlichen Geb\u00e4ude die einzige legale M\u00f6glichkeit einer kulturellen Erfahrung war.<\/p>\n<p>Daneben war es sehr wertvoll, dass ich mich ausgezeichnet mit meinen Mitbewohnern verstand und wir uns w\u00e4hrend dieser Phase eine sch\u00f6ne Zeit machen konnten. Da alle von ihnen aus englischsprachigen L\u00e4ndern stammten, war das Zusammenleben wesentlich f\u00fcr die Weiterbildung meiner Sprachkompetenzen. Bez\u00fcglich der Pandemiesituation erlebte ich einen R\u00fcckschlag zum Jahreswechsel. Die Kent-Variante begann sich im Dezember zu verbreiten. Ich plante \u00fcber die Weihnachtsferien meine Familie in Deutschland zu besuchen und zwei Tage nach meinem Flug wurden Reisebeschr\u00e4nkungen erlassen. Diese Beschr\u00e4nkungen und der folgende Lockdown verhinderten bis Anfang M\u00e4rz, dass ich in das Vereinigte K\u00f6nigreich zur\u00fcckkehren konnte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit musste ich mir die Methoden zum Onlineunterricht \u00fcber Microsoft Teams aneignen und meine Sch\u00fcler von Deutschland aus unterrichten. Ab dem 08. M\u00e4rz wurden die Schulen in England wiederer\u00f6ffnet und ich konnte nach einem Flug, drei Tests auf COVID-19 und meiner zweiten Quarant\u00e4ne wieder in Persona unterrichten. In der Zeit au\u00dferhalb des Lockdowns war London offensichtlich eine Stadt mit vielen M\u00f6glichkeiten. Zwischen den einzigartigen Museen, charmanten Programmkinos, erstklassiger Gastronomie und dem allgemeinen Treiben in einer multikulturellen Metropole er\u00f6ffneten sich viele Chancen f\u00fcr das Erleben. Nichtsdestotrotz war es quasi unm\u00f6glich Kontakte zu kn\u00fcpfen, da die Kontaktbeschr\u00e4nkungen, die w\u00e4hrend meines Aufenthalts galten, dies stets verhinderten.<\/p>\n<p>In eine fremde Kultur zwischen Lockdowns und Brexit einzutauchen war in keinem Fall leicht. Ich war insgesamt sechs Wochen in Quarant\u00e4ne und hatte eine Zeit lang mit den Folgen meiner Erkrankung an COVID-19 zu k\u00e4mpfen. Trotzdem konnte ich mich durch das Praktikum akademisch, pers\u00f6nlich und professionell weiterentwickeln. Es erf\u00fcllt mich mit Stolz, dass ich dieses Erlebnis durchgestanden zu haben und vor allem den Kindern in Sutton den Zugewinn an Wissen und Sprachkompetenzen in einer auch f\u00fcr sie schwierigen Phase erm\u00f6glicht haben zu k\u00f6nnen. Im Vergleich zu den vorherigen oder den folgen Sprachassistenten habe ich nur wenige Menschen und London nicht richtig kennenlernen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr habe ich nach vielen Fahrradtouren eine gute Orientierung in der Stadt und eine intensivere Beziehung zu den Bezugspersonen, die ich getroffen haben. Dementsprechend habe ich eine h\u00f6chst au\u00dfergew\u00f6hnliche Erfahrung machen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend einige in der Familie und Freunde nur das Homeoffice erlebten. Durch das ERASMUS Stipendium konnte ich Kosten, die besonders durch notwendige Tests und erh\u00f6hte Reisekosten entstanden decken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([-0.2630,51.3455], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":7739,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Als Teil meines Anglistikstudiums war ein Auslandsaufenthalt obligatorisch. 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Das kommende Praktikum sollte durch die Pandemie bedingt und \u00e4u\u00dferst sonderbar werden: Man konnte aufgrund des \u201aSocial Distancing\u2018 fast keine privaten Kontakte kn\u00fcpfen, Ausfl\u00fcge in andere St\u00e4dte war zeitweise per Gesetz verboten, und der zweimalige Selbsttest auf COVID-19 pro Woche wurde zur Routine. Nichtsdestotrotz blicke ich nicht mit einem negativen Gef\u00fchl auf mein Praktikum in England zur\u00fcck. Denn trotz strikter Regeln, einer Metropole im Ausnahmezustand und einer eigenen Infektion mit COVID-19 hatte ich die Chance einen Einblick in eine andere Kultur zu gewinnen, Menschen zu treffen und mich nicht von Umst\u00e4nden unterkriegen zu lassen, indem man Gelegenheiten mehr wertzusch\u00e4tzen lernte.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-7738\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut1.jpg\" alt=\"\" width=\"1380\" height=\"1035\" \/><\/a><\/p><p>Mein Praktikum durchlief drei Stadien: Die Phase vor dem Lockdown von Oktober bis Weihnachten, der Lockdown von Januar bis M\u00e4rz und die Zeit nach dem Lockdown von M\u00e4rz bis Mai.Ende September 2020 kam ich in eine Stadt, die gerade einen warmen und sonnigen Sommer durchlebt hatte. Oft h\u00f6rte ich die Aussage, dass das Wetter bis zu dem Wochenende vor meiner Ankunft hervorragend gewesen sei. Doch ab meine Einreise wurde es k\u00e4lter. Durch die Beobachtung des Infektionsgeschehens in Europa hatte ich schlimme Bef\u00fcrchtungen vor dem kommenden Winter. Doch ich erinnerte mich, dass ich mich entschlossen hatte trotz der Pandemie meine Stelle als Fremdsprachenassistent anzutreten. Meine Stelle wurde \u00fcber den p\u00e4dagogischen Austauschdienst und dem British Council vermittelt. Ich sollte im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwesten des Gro\u00dfraumes Londons in Sutton meine Stelle antreten.<\/p><p>Bez\u00fcglich meiner Wohnunterkunft hatte ich mir vorab \u00fcberlegt, dass mir ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft suchen w\u00fcrde, um ein soziales Leben in der Unterkunft zu haben und gegebenenfalls Kontakte \u00fcber meine Mitbewohner zu kn\u00fcpfen. Dar\u00fcber hinaus entschloss ich mich eine Unterkunft zu suchen, die n\u00e4her am Zentrum von London liegt, um nicht in einem eventuellen Lockdown in der Vorstadt eingeschlossen zu sein. Diese beiden Entscheidungen erm\u00f6glichten es mir trotz der sehr strengen Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie mein Auslandspraktikum zu Ende zu f\u00fchren. Zur Organisation des Praktikums habe ich vorweg eine Wohngemeinschaft auf spareroom.co.uk gesucht. Dies war etwas schwierig, da ich nicht sehr viele R\u00fcckmeldungen erhielt und es bei etwaigen Gespr\u00e4chen \u00fcber Skype schwierig war eine sympathische Beziehung zu den Menschen aufzubauen. Ich hatte allerdings Gl\u00fcck und fand liebevolle Mitbewohner in einer kleinen Wohnung in Brixton, welches aufgrund einer Direktverbindung per Zug nach Sutton ideal gelegen war.<\/p><p>Aufgrund meiner Erfahrungen des Lebens in Metropolen hat sich gezeigt, dass die m\u00f6glichen Nahverkehrsverbindungen in der N\u00e4he des Wohnortes essenziell sind. Ich musste schlie\u00dflich noch ein britisches Bankkonto er\u00f6ffnen und eigentlich eine Sozialversicherungsnummer beantragen, deren Ausstellung aufgrund der Pandemielage nicht m\u00f6glich war. F\u00fcr das Erasmusstipendium schloss ich noch eine Auslandskrankenversicherung ab. Das Vereinigte K\u00f6nigreich war zwar im Herbst 2020 bereits kein Mitglied der Europ\u00e4ischen Union mehr, allerdings galt noch das EU-Recht in einer \u00dcbergangsphase bis zum Ende des Jahres und ich konnte ohne weitere Formalit\u00e4ten meine Stelle antreten.<\/p><p>Ich arbeitete an zwei verschiedenen Schulen: Die Sutton High School (SHS), die eine private M\u00e4dchenschule ist, und die Sutton Grammar School (SGS), die eine \u00f6ffentliche, bis zur Sixth Form (die Oberstufe), Jungenschule war. Die beiden Schulen und die dortigen Erlebnisse waren stets sehr kontrastreich. Die SHS war eine kleinere Schule, die haupts\u00e4chlich von im n\u00e4heren Umkreis Suttons wohnenden M\u00e4dchen aus der Mittelklasse besucht wurde. Die SGS war eine gr\u00f6\u00dfere Schule, die einen \u00e4u\u00dferst guten Ruf genoss und deshalb von Sch\u00fclern aus ganz London besucht wurde.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut3.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-7740\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/sut3.jpg\" alt=\"\" width=\"1225\" height=\"919\" \/><\/a><\/p><p>W\u00e4hrend die erste eher famili\u00e4rer wirkte, machte die zweite einen elit\u00e4reren Eindruck. In der SHS wurde ich mit offenen Armen empfangen und in der SGS eher allein gelassen. Den Hauptteil meiner Arbeitszeit verbrachte ich, jeweils vier Stunden in beiden Schulen, mit Sch\u00fclern der Oberstufe. F\u00fcr diese Stunden gestaltete ich eigene Materialien, die sich an den Themen f\u00fcr die A-Level orientierten. Mir wurden in beiden Schulen weitgehende Freiheiten gelassen, wie ich die Stunden mit den Deutschlernenden gestaltete. Diese wurden Einzeln in der SHS und in Zweier- bis Dreiergruppen in der SGS von mir unterrichtet. Dar\u00fcber hinaus habe ich in der SHS mit Sch\u00fclerinnen der Jahrg\u00e4nge 7-11 gearbeitet. Mit ihnen arbeitete ich w\u00e4hrend ihrer regul\u00e4ren Deutschstunden neben der Phonologie, Satzstruktur, Grammatik und soziolinguistischen Einblicken an der Kompetenz des freien Sprechens.<\/p><p>Meine Freizeitgestaltung war sehr unterschiedlich und dadurch bestimmt was die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie zulie\u00dfen. Ich traf eine gute Entscheidung als ich gleich zu Anfang meines Praktikums ein Fahrrad kaufte. Einerseits sind Nahverkehrstickets in das Zentrum von London sehr teuer und andererseits waren Joggen, Fahrradfahren und ein das Einkaufen von Lebensmitteln die einzigen legitimen Gr\u00fcnde den eigenen Wohnsitz zu verlassen. In dieser Zeit war mein Architekturreisef\u00fchrer ein wichtiger Begleiter, da London eine Stadt mit einer besonderen architektonischen Geschichte ist und das Betrachten der vielen unterschiedlichen Geb\u00e4ude die einzige legale M\u00f6glichkeit einer kulturellen Erfahrung war.<\/p><p>Daneben war es sehr wertvoll, dass ich mich ausgezeichnet mit meinen Mitbewohnern verstand und wir uns w\u00e4hrend dieser Phase eine sch\u00f6ne Zeit machen konnten. Da alle von ihnen aus englischsprachigen L\u00e4ndern stammten, war das Zusammenleben wesentlich f\u00fcr die Weiterbildung meiner Sprachkompetenzen. Bez\u00fcglich der Pandemiesituation erlebte ich einen R\u00fcckschlag zum Jahreswechsel. Die Kent-Variante begann sich im Dezember zu verbreiten. Ich plante \u00fcber die Weihnachtsferien meine Familie in Deutschland zu besuchen und zwei Tage nach meinem Flug wurden Reisebeschr\u00e4nkungen erlassen. Diese Beschr\u00e4nkungen und der folgende Lockdown verhinderten bis Anfang M\u00e4rz, dass ich in das Vereinigte K\u00f6nigreich zur\u00fcckkehren konnte.<\/p><p>W\u00e4hrend dieser Zeit musste ich mir die Methoden zum Onlineunterricht \u00fcber Microsoft Teams aneignen und meine Sch\u00fcler von Deutschland aus unterrichten. Ab dem 08. M\u00e4rz wurden die Schulen in England wiederer\u00f6ffnet und ich konnte nach einem Flug, drei Tests auf COVID-19 und meiner zweiten Quarant\u00e4ne wieder in Persona unterrichten. In der Zeit au\u00dferhalb des Lockdowns war London offensichtlich eine Stadt mit vielen M\u00f6glichkeiten. Zwischen den einzigartigen Museen, charmanten Programmkinos, erstklassiger Gastronomie und dem allgemeinen Treiben in einer multikulturellen Metropole er\u00f6ffneten sich viele Chancen f\u00fcr das Erleben. Nichtsdestotrotz war es quasi unm\u00f6glich Kontakte zu kn\u00fcpfen, da die Kontaktbeschr\u00e4nkungen, die w\u00e4hrend meines Aufenthalts galten, dies stets verhinderten.<\/p><p>In eine fremde Kultur zwischen Lockdowns und Brexit einzutauchen war in keinem Fall leicht. Ich war insgesamt sechs Wochen in Quarant\u00e4ne und hatte eine Zeit lang mit den Folgen meiner Erkrankung an COVID-19 zu k\u00e4mpfen. Trotzdem konnte ich mich durch das Praktikum akademisch, pers\u00f6nlich und professionell weiterentwickeln. Es erf\u00fcllt mich mit Stolz, dass ich dieses Erlebnis durchgestanden zu haben und vor allem den Kindern in Sutton den Zugewinn an Wissen und Sprachkompetenzen in einer auch f\u00fcr sie schwierigen Phase erm\u00f6glicht haben zu k\u00f6nnen. Im Vergleich zu den vorherigen oder den folgen Sprachassistenten habe ich nur wenige Menschen und London nicht richtig kennenlernen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr habe ich nach vielen Fahrradtouren eine gute Orientierung in der Stadt und eine intensivere Beziehung zu den Bezugspersonen, die ich getroffen haben.<\/p><p>Dementsprechend habe ich eine h\u00f6chst au\u00dfergew\u00f6hnliche Erfahrung machen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend einige in der Familie und Freunde nur das Homeoffice erlebten. Durch das ERASMUS Stipendium konnte ich Kosten, die besonders durch notwendige Tests und erh\u00f6hte Reisekosten entstanden decken.<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"51.3455,-0.2630\" zoom=\"6.0\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,357628,356669,49297,368865,653],"tags":[704242,368843,357628,49297,572100],"class_list":["post-7737","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-grossbritannien","category-laender","category-lehramt","category-outgoing","category-praktikum","tag-corona","tag-fremdsprachenassistenz","tag-grossbritannien","tag-lehramt","tag-pad"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7737"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7737\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7747,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7737\/revisions\/7747"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}