

{"id":7704,"date":"2021-12-04T17:57:26","date_gmt":"2021-12-04T16:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=7704"},"modified":"2021-12-04T17:58:03","modified_gmt":"2021-12-04T16:58:03","slug":"praktikum-an-einer-sprachschule-in-wien-mit-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2021\/12\/04\/praktikum-an-einer-sprachschule-in-wien-mit-erasmus\/","title":{"rendered":"Praktikum an einer Sprachschule in Wien mit Erasmus+"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Im Vorfeld<br \/>\n<\/strong>Meine Wahl fiel auf Wien, da ich hier schon einige Leute kannte und deshalb auch w\u00e4hrend des Lockdowns nicht auf mich gestellt war. Zudem hatte ich im Vorfeld nur Positives \u00fcber die Stadt geh\u00f6rt. Da ich sehr gerne Sprachen lerne, wollte ich meine Leidenschaft mit dem Praktischen verbinden. Durch Zufall stie\u00df ich auf der Website der Sprachschule auf das Jobangebot und wurde auch ohne Job-Interview direkt angestellt.<\/p>\n<p>\u00dcber \u201eWG-Gesucht\u201c fand ich direkt einige passende Zimmer. Durch meine Bekannten hatte ich klare Vorstellungen von meinem Traum-Bezirk. Mich hat es schlussendlich in den vierten verschlagen, etwa zehn Minuten von meiner Arbeitsstelle entfernt. Der vierte Bezirk ist meiner Meinung nach perfekt: divers, relativ ju ng (unter anderem wegen einiger Studierendenwohnheimen und einer Uni) und nah an allem dran. So waren es knapp 20 Minuten bis zu allen wichtigen Museen und der Haupteinkaufsstra\u00dfe (Maria-Hilfer-Stra\u00dfe), ebenso wie dem Hauptbahnhof. Ich kann den vierten Bezirk jedem w\u00e4rmstens ans Herz legen \u2013 alternativ sind aber auch der siebte, achte, neunte und 18. nicht zu untersch\u00e4tzen!<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil war mein Fahrrad, das mir die Zwischenmieterin zur Verf\u00fcgung gestellt hatte. Neben dem Ersparnis eines Tickets f\u00fcr den \u00d6V, ist ein Fahrrad die beste M\u00f6glichkeit, die Stadt zu erkunden.<\/p>\n<p><strong>Erster Tag<br \/>\n<\/strong>Der erste Tag begann gegen neun Uhr. Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass mit mir noch eine andere Praktikantin anfangen w\u00fcrde, die ich auch zu diesem Zeitpunkt kennenlernen durfte. Betriebssprache war Englisch. Hier kam die \u00dcberraschung: neben uns beiden sollten noch zwei andere Praktikantinnen anfangen. Das bedeutete, dass in einem Betrieb von sechs Festangestellten vier Praktikantinnen arbeiteten. Und nicht nur das \u2013 sp\u00e4ter sollte noch ein weiterer Praktikant dazusto\u00dfen \u2013 trotz nur vier Laptops.<\/p>\n<p>Unser erster Tag begann damit, dass wir eine F\u00fchrung durch die R\u00e4ume bekamen, ebenso wie eine kleine Vorstellung aller Mitkolleg:innen. Sie waren allesamt sehr nett und wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut.<\/p>\n<p>Danach wurden wir eingewiesen: neben Social Media waren wir zust\u00e4ndig f\u00fcr verschiedene anfallende Aufgaben im B\u00fcro, unter anderem f\u00fcr das Erstellen von Vertr\u00e4gen und des Kursplans sowie f\u00fcr das Abhalten von Job-Interviews.<\/p>\n<p>Corona-Ma\u00dfnahmen wurden zum gro\u00dfen Teil nicht wirklich beachtet. Wir Praktikant:innen trugen zwar immer Masken, aber alle anderen im B\u00fcro nicht wirklich oder falsch. Zudem wurden uns weder Masken noch Desinfektionsmittel zur Verf\u00fcgung gestellt. In einer Schule, in der st\u00e4ndig fremde Menschen ein- und ausgehen, war ich \u00fcberrascht, dass kein einziger Corona-Fall w\u00e4hrend meines Praktikums bekannt wurde.<\/p>\n<p><strong>Der Betrieb<br \/>\n<\/strong>Bei der Sprachschule handelt es sich um einen Franchise-Zweig einer. Sie wurde circa 2015 gegr\u00fcndet und organisiert verschiedene Sprachkurse. Haupts\u00e4chlich handelt es sich um Deutsch-Sprachkurse, von A1-C2. Es k\u00f6nnen aber auch Sprachkurse in 34 weiteren Sprachen belegt werden, solange sich mindestens zwei Interessierte f\u00fcr denselben Zeitraum und dieselbe Sprache interessieren. Die Schule organisiert Firmenkurse, Privatkurse, Intensivkurse (15 Stunden pro Woche) und Gruppenkurse, die entweder einmal oder zweimal die Woche stattfinden. Daf\u00fcr stehen zw\u00f6lf R\u00e4ume zur Verf\u00fcgung. Neben diesen R\u00e4umen gibt es auch die Rezeption, die auch als Hauptb\u00fcro dient.<\/p>\n<p>Der Betrieb bestand zum Zeitpunkt meines Praktikums aus sechs festangestellten Personen und einer Werkstudentin.<\/p>\n<p><strong>Aufgaben und Tagesablauf<br \/>\n<\/strong>Ich arbeitete im Wechsel von 9-15:30 oder 11-17:30. Grunds\u00e4tzlich gingen wir den oben beschriebenen T\u00e4tigkeiten nach, wobei es Zeiten gab, in denen es sehr viel zu tun gab, und andere, in denen wir nur die Zeit absa\u00dfen.<\/p>\n<p>Leider waren die Arbeitsbedingungen teils belastend. Es scheint ein allgemeines Problem mit dem Management dort zu geben: deutlich wird dies durch scheinbar sinnlose Aufgaben (wie dem Formatieren von Tabellen, oder dem f\u00fcnften \u00dcberarbeiten von allen [!] Kopf- und Fu\u00dfzeilen aufgrund widerspr\u00fcchlicher Angaben), unterbezahlte B\u00fcromitarbeiter:innen und Lehrer:innen, der Nutzung von gratis Office-Produkten (die h\u00e4ufig zu Problemen f\u00fchrten, da Dokumente nicht gleichzeitig ge\u00f6ffnet werden durften) und einer etwas unangenehmen Arbeitsatmosph\u00e4re (gekennzeichnet durch h\u00e4ufige K\u00fcndigungen, wie auch w\u00e4hrend unseres Praktikums deutlich wurde \u2013 der Ersatz k\u00fcndigte dann nach einem Tag ebenfalls). Zudem gab es h\u00e4ufig sexistische Bemerkungen, die trotz vermehrten Hinweisen nicht unterlassen wurden.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich war die Praktikumsanleitung uninformiert \u00fcber einige Social Media Aspekte. Somit fehlte mir leider ein bisschen eine Lernerfahrung.<\/p>\n<p><strong>Wien<br \/>\n<\/strong>Das Ankommen in Wien mit Ausl\u00e4ndern war relativ einfach. Schwerer gestaltete es sich mit den richtigen \u00d6sterreicher:innen. Trotz eines Ehrenamts im Altersheim und bei einem \u00f6sterreichischen Blog, ebenso wie \u00f6sterreichischen Mitbewohnerinnen, empfand ich es ziemlich schwer, langfristige und gute Freundschaften direkt in Wien aufzubauen. Zudem war es ungewohnt, in einem Land, wo man doch dieselbe Sprache spricht, als Ausl\u00e4nderin zu gelten und sogar \u00f6fter darauf angesprochen zu werden (obwohl mir der Begriff \u201epiefke\u201c zum Gl\u00fcck erspart wurde). Zudem erlebte ich einige Micro-Aggressionen gegen\u00fcber Menschen in unserem Umfeld.<\/p>\n<p>Trotz alledem: Wien ist eine Traumstadt. Die Architektur ist wundersch\u00f6n, die Auswahl an Museen riesig, ebenso wie das kulturelle Leben. F\u00fcr sechs Wochen meiner Zeit hier waren diese auch ge\u00f6ffnet, sodass ich so gut wie alles von meiner Touri-To-Do-Liste abhaken konnte. Zudem hinterlie\u00df mir die eigentliche Bewohnerin meines Zimmers ihr Fahrrad, sodass ich oft lange und ausgedehnte Fahrradtouren machen konnte. Allgemein gibt es viele Gr\u00fcnanlagen, und eine Tradition von Stadtwanderwegen, die man alle schnell erreichen konnte. Das Praktikum war ebenfalls ein gro\u00dfer Gl\u00fccksgriff in dem Sinne, dass ich neben einem geregelten Alltag auch unglaublich nette Leute kennenlernte, die schnell zu guten Freunden wurden.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Erstmal: so negativ wie mein Bericht auch ist \u2013 ich bereue meine Entscheidung keine Minute.<br \/>\nDas Praktikum war nicht das, was ich mir gew\u00fcnscht hatte. Einerseits, weil ich schon einiges an Praktikumserfahrung und Erfahrung in dem Bereich Social Media habe, und deshalb leider nur sehr wenig dort gelernt habe. Zudem herrschte arger Sexismus auf dem Arbeitsplatz, ebenso wie einigem anderen Verhalten, das ich als sehr unprofessionell empfinde.<\/p>\n<p>Trotzdem war mein Leben in Wien eine bereichernde Erfahrung. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, sch\u00f6ne Erfahrungen gemacht, viel \u00fcber andere L\u00e4nder gelernt (besonders durch meine Mitpraktikant:innen) und hatte zudem die M\u00f6glichkeit, Russisch- und Koreanisch-Sprachkurse zu belegen. Auch habe ich gelernt, worauf ich bei der Arbeitssuche besonders in der Zukunft achten werde und was f\u00fcr Anspr\u00fcche ich f\u00fcr mein zuk\u00fcnftiges Arbeitsleben habe.<\/p>\n<p>Und zu guter Letzt: vermutlich wird es im Oktober f\u00fcr mich wieder zur\u00fcck nach Wien gehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/wien1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7713\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/wien1.jpg\" alt=\"\" width=\"827\" height=\"620\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/wien1.jpg 827w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/wien1-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 827px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 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Vorfeld<\/strong><br \/>Meine Wahl fiel auf Wien, da ich hier schon einige Leute kannte und deshalb auch w\u00e4hrend des Lockdowns nicht auf mich gestellt war. 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Ich kann den vierten Bezirk jedem w\u00e4rmstens ans Herz legen \u2013 alternativ sind aber auch der siebte, achte, neunte und 18. nicht zu untersch\u00e4tzen!<\/p><p>Ein weiterer Vorteil war mein Fahrrad, das mir die Zwischenmieterin zur Verf\u00fcgung gestellt hatte. Neben dem Ersparnis eines Tickets f\u00fcr den \u00d6V, ist ein Fahrrad die beste M\u00f6glichkeit, die Stadt zu erkunden.<\/p><p><strong>Erster Tag<\/strong><br \/>Der erste Tag begann gegen neun Uhr. Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass mit mir noch eine andere Praktikantin anfangen w\u00fcrde, die ich auch zu diesem Zeitpunkt kennenlernen durfte. Betriebssprache war Englisch. Hier kam die \u00dcberraschung: neben uns beiden sollten noch zwei andere Praktikantinnen anfangen. Das bedeutete, dass in einem Betrieb von sechs Festangestellten vier Praktikantinnen arbeiteten. Und nicht nur das \u2013 sp\u00e4ter sollte noch ein weiterer Praktikant dazusto\u00dfen \u2013 trotz nur vier Laptops.<\/p><p>Unser erster Tag begann damit, dass wir eine F\u00fchrung durch die R\u00e4ume bekamen, ebenso wie eine kleine Vorstellung aller Mitkolleg:innen. Sie waren allesamt sehr nett und wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut.<\/p><p>Danach wurden wir eingewiesen: neben Social Media waren wir zust\u00e4ndig f\u00fcr verschiedene anfallende Aufgaben im B\u00fcro, unter anderem f\u00fcr das Erstellen von Vertr\u00e4gen und des Kursplans sowie f\u00fcr das Abhalten von Job-Interviews.<\/p><p>Corona-Ma\u00dfnahmen wurden zum gro\u00dfen Teil nicht wirklich beachtet. Wir Praktikant:innen trugen zwar immer Masken, aber alle anderen im B\u00fcro nicht wirklich oder falsch. Zudem wurden uns weder Masken noch Desinfektionsmittel zur Verf\u00fcgung gestellt. In einer Schule, in der st\u00e4ndig fremde Menschen ein- und ausgehen, war ich \u00fcberrascht, dass kein einziger Corona-Fall w\u00e4hrend meines Praktikums bekannt wurde.<\/p><p><strong>Der Betrieb<\/strong><br \/>Bei der Sprachschule handelt es sich um einen Franchise-Zweig einer. Sie wurde circa 2015 gegr\u00fcndet und organisiert verschiedene Sprachkurse. Haupts\u00e4chlich handelt es sich um Deutsch-Sprachkurse, von A1-C2. Es k\u00f6nnen aber auch Sprachkurse in 34 weiteren Sprachen belegt werden, solange sich mindestens zwei Interessierte f\u00fcr denselben Zeitraum und dieselbe Sprache interessieren. Die Schule organisiert Firmenkurse, Privatkurse, Intensivkurse (15 Stunden pro Woche) und Gruppenkurse, die entweder einmal oder zweimal die Woche stattfinden. Daf\u00fcr stehen zw\u00f6lf R\u00e4ume zur Verf\u00fcgung. Neben diesen R\u00e4umen gibt es auch die Rezeption, die auch als Hauptb\u00fcro dient.<\/p><p>Der Betrieb bestand zum Zeitpunkt meines Praktikums aus sechs festangestellten Personen und einer Werkstudentin.<\/p><p><strong>Aufgaben und Tagesablauf<\/strong><br \/>Ich arbeitete im Wechsel von 9-15:30 oder 11-17:30. Grunds\u00e4tzlich gingen wir den oben beschriebenen T\u00e4tigkeiten nach, wobei es Zeiten gab, in denen es sehr viel zu tun gab, und andere, in denen wir nur die Zeit absa\u00dfen.<\/p><p>Leider waren die Arbeitsbedingungen teils belastend. Es scheint ein allgemeines Problem mit dem Management dort zu geben: deutlich wird dies durch scheinbar sinnlose Aufgaben (wie dem Formatieren von Tabellen, oder dem f\u00fcnften \u00dcberarbeiten von allen [!] Kopf- und Fu\u00dfzeilen aufgrund widerspr\u00fcchlicher Angaben), unterbezahlte B\u00fcromitarbeiter:innen und Lehrer:innen, der Nutzung von gratis Office-Produkten (die h\u00e4ufig zu Problemen f\u00fchrten, da Dokumente nicht gleichzeitig ge\u00f6ffnet werden durften) und einer etwas unangenehmen Arbeitsatmosph\u00e4re (gekennzeichnet durch h\u00e4ufige K\u00fcndigungen, wie auch w\u00e4hrend unseres Praktikums deutlich wurde \u2013 der Ersatz k\u00fcndigte dann nach einem Tag ebenfalls). Zudem gab es h\u00e4ufig sexistische Bemerkungen, die trotz vermehrten Hinweisen nicht unterlassen wurden.<\/p><p>Zus\u00e4tzlich war die Praktikumsanleitung uninformiert \u00fcber einige Social Media Aspekte. Somit fehlte mir leider ein bisschen eine Lernerfahrung.<\/p><p><strong>Wien<\/strong><br \/>Das Ankommen in Wien mit Ausl\u00e4ndern war relativ einfach. Schwerer gestaltete es sich mit den richtigen \u00d6sterreicher:innen. Trotz eines Ehrenamts im Altersheim und bei einem \u00f6sterreichischen Blog, ebenso wie \u00f6sterreichischen Mitbewohnerinnen, empfand ich es ziemlich schwer, langfristige und gute Freundschaften direkt in Wien aufzubauen. Zudem war es ungewohnt, in einem Land, wo man doch dieselbe Sprache spricht, als Ausl\u00e4nderin zu gelten und sogar \u00f6fter darauf angesprochen zu werden (obwohl mir der Begriff \u201epiefke\u201c zum Gl\u00fcck erspart wurde). Zudem erlebte ich einige Micro-Aggressionen gegen\u00fcber Menschen in unserem Umfeld.<\/p><p>Trotz alledem: Wien ist eine Traumstadt. Die Architektur ist wundersch\u00f6n, die Auswahl an Museen riesig, ebenso wie das kulturelle Leben. F\u00fcr sechs Wochen meiner Zeit hier waren diese auch ge\u00f6ffnet, sodass ich so gut wie alles von meiner Touri-To-Do-Liste abhaken konnte. Zudem hinterlie\u00df mir die eigentliche Bewohnerin meines Zimmers ihr Fahrrad, sodass ich oft lange und ausgedehnte Fahrradtouren machen konnte. Allgemein gibt es viele Gr\u00fcnanlagen, und eine Tradition von Stadtwanderwegen, die man alle schnell erreichen konnte. Das Praktikum war ebenfalls ein gro\u00dfer Gl\u00fccksgriff in dem Sinne, dass ich neben einem geregelten Alltag auch unglaublich nette Leute kennenlernte, die schnell zu guten Freunden wurden.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Erstmal: so negativ wie mein Bericht auch ist \u2013 ich bereue meine Entscheidung keine Minute.<br \/>Das Praktikum war nicht das, was ich mir gew\u00fcnscht hatte. Einerseits, weil ich schon einiges an Praktikumserfahrung und Erfahrung in dem Bereich Social Media habe, und deshalb leider nur sehr wenig dort gelernt habe. Zudem herrschte arger Sexismus auf dem Arbeitsplatz, ebenso wie einigem anderen Verhalten, das ich als sehr unprofessionell empfinde.<\/p><p>Trotzdem war mein Leben in Wien eine bereichernde Erfahrung. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, sch\u00f6ne Erfahrungen gemacht, viel \u00fcber andere L\u00e4nder gelernt (besonders durch meine Mitpraktikant:innen) und hatte zudem die M\u00f6glichkeit, Russisch- und Koreanisch-Sprachkurse zu belegen. Auch habe ich gelernt, worauf ich bei der Arbeitssuche besonders in der Zukunft achten werde und was f\u00fcr Anspr\u00fcche ich f\u00fcr mein zuk\u00fcnftiges Arbeitsleben habe.<\/p><p>Und zu guter Letzt: vermutlich wird es im Oktober f\u00fcr mich wieder zur\u00fcck nach Wien gehen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/wien1.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-7713\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/wien1.jpg\" alt=\"\" width=\"827\" height=\"620\" \/><\/a><\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"7714,7715,7716,7717\"]<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"47.6554,13.6420\" zoom=\"6.0\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368783,368865,653],"tags":[704242,8038,368897],"class_list":["post-7704","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-oesterreich","category-outgoing","category-praktikum","tag-corona","tag-social-media","tag-sprachschule"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7704"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7704\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7723,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7704\/revisions\/7723"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7712"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}