

{"id":7390,"date":"2020-11-21T00:56:58","date_gmt":"2020-11-20T23:56:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=7390"},"modified":"2022-06-13T23:22:57","modified_gmt":"2022-06-13T21:22:57","slug":"praktikum-bei-einer-ngo-in-tunis-tunesien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2020\/11\/21\/praktikum-bei-einer-ngo-in-tunis-tunesien\/","title":{"rendered":"Praktikum bei einer NGO in Tunis, Tunesien"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nDie Bewerbungsfrist f\u00fcr das PROMOS Stipendium lag schon relativ fr\u00fch im Vorraus. Zum 15. Februar mussten alle Dokumenten (Best\u00e4tigung des Praktikums, Immatrikulationsbescheinigung), im Portal Service4Mobility der Universit\u00e4t Bremen hochgeladen. Sp\u00e4ter wird noch die Preliminary Confirmation of Host Institution hochgeladen. Seitens der Universit\u00e4t Bremen war das dann auch. Bez\u00fcglich meines Praktikums habe ich mich dazu entschieden \u00fcber das Netzwerk 14km e.V. ein Praktikum zu absolvieren. Dieses Netzwerk hat verschiedene Partnerschaften mit NGOs in der MENA-Region. Dementsprechend kann man sich dann f\u00fcr ein Land und eine NGO entscheiden. Der Prozess zur Auswahl der NGO hat nicht sehr lange gedauert, jedoch die Organisation seitens der tunesischen NGO hat leider etwas Zeit beansprucht, sodass die Ankunft leider etwas verschoben wurde und relativ spontan abgelaufen ist.<\/p>\n<p>Zur Vorbereitung habe ich seit Juni angefangen Franz\u00f6sisch selber zu lernen, damit ich im Lande etwas zurecht kommen kann. Das hat sich dann sehr ausgezahlt, weil Franz\u00f6sisch die meist gesprochene Sprache au\u00dfer tunesische Arabisch ist. Ansonsten habe ich mich angefangen mit akademischer Literatur \u00fcber Tunesiens Geschichte, die Zeit der Republik und den Arabischen Fr\u00fchling zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>\nBis zu 90 Tagen, konnte man mit dem touristischen Visum Innstadt Tunesien bleiben. Bei der Ankunft hat man die \u201ecarte de visiteur non-resident\u201c erhalten, die man zur Ausreise wieder abgeben musste. Ansonsten war nichts weiteres f\u00fcr das Visum zu organisieren. Die Unterkunft wurde durch die tunesische Organisation gestellt, daher musste ich diesbez\u00fcglich keine weiteren Vorbereitungen treffen.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7395 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis4.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"123\" \/><\/a>Allgemeine Information zur Partnerorganisation<\/strong><br \/>\nDie Partnerorganisation \u201eClub Culturel Ali Belhouane\u201c (CCAB) ist eine tunesische Organisation, die in mehreren St\u00e4dten in Tunesien (Sfax, Hammamet, Ain Draham, Tunis) seit \u00fcber 30 Jahren operiert. Die Organisation besch\u00e4ftigt sich \u00fcberwiegend mit tunesischer Jugend und organisiert verschiedene Projekte und Veranstaltungen, als auch Austauschprogramme ins Ausland. Einer der Projekte war zum Beispiel das Anlegen eines Gartens mit Hilfe von Jugend, das durch deutsche Partner unterst\u00fctzt wurde. Zus\u00e4tzlich fand ein Austausch von deutsch-tunesischer Jugend statt. Ansonsten hat CCAB zus\u00e4tzlich Festivals f\u00fcr Kinder mit verschiedenen Spielen organisiert.<\/p>\n<p><strong>Praktikum<\/strong><br \/>\nDa die Organisation Club Culturel Ali Belhouane keinen dringenden t\u00e4glichen Bedarf f\u00fcr einen Praktikanten hatte, wurde ich \u00fcber die Organisation weitervermittelt. Dadurch kam ich dazu dann f\u00fcr GoAct an dem SAIFE (Support to Access to Information and Freedom of Expression) Programm zu arbeiten. Die Arbeit bestand darin Recherche zu dem Thema Meinungsfreiheit und Zugang zu Information zu betreiben. Jede Woche habe ich eine Aufgabe bekommen verschiedene Excel-Tabelle zu bestimmten Themen bez\u00fcglich verschiedener Organisationen und NROs anzufertigen.<\/p>\n<p>In der ersten Woche habe ich eine Tabelle mit verschiedenen, tunesischen Organisationen und NROs, die sich mit dem Thema Meinungsfreiheit und Zugang zu Information angefertigt. Da die Internetseiten meist nicht ausreichend Informationen zur Verf\u00fcgung hatten, habe ich mit den verschiedenen Organisationen telefoniert. Dabei habe ich mich bem\u00fcht ein Treffen mit den jeweiligen Organisationen zu arrangieren. Diese Treffen fanden dann in den n\u00e4chsten Wochen statt. Daf\u00fcr musste ich dann zu verschiedenen Teilen Tunis fahren. In den n\u00e4chsten Wochen habe ich das SAIFE Programm vom Englischen ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzt und weitere Excel-Tabellen mit internationalen Spendern, Aufrufe f\u00fcr Projektfinanzierung, Organisation zum Thema Frauen, Bildung, Migration und Gesundheit in den Bundesl\u00e4ndern Kef und Siliana und zus\u00e4tzlich auch \u00fcber internationalen Organisation zum Thema Meinungsfreiheit, die unter anderem auch in Tunesien arbeiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7393 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis1.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"99\" \/><\/a>Jede Woche habe ich mich dann einmal mit der Zust\u00e4ndigen der Organisation getroffen, um den Stand der Recherche und die Aufgabe f\u00fcr die n\u00e4chste Woche zu besprechen. Die Arbeit habe ich selbstst\u00e4ndig und entsprechend der Aufgaben absolviert. Die meiste Zeit habe ich dann in Menzah 5 bei der NRO \u201eUnion des Tunisiens pour la Libert\u00e9 (UTIL)\u201c gearbeitet. Diese besch\u00e4ftigt sich vor allem mit Bildung und Bek\u00e4mpfung von gewaltsamen Extremismus. Ab und zu habe dann weitere Aufgaben, meist \u00dcbersetzungen, von UTIL bekommen. In dieser Organisation habe ich in meinem eigenen B\u00fcro gearbeitet.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen des Praktikums habe ich dann weniger an dem SAIFE Programm selbst gearbeitet, sondern an der Ausfertigung eines Projektvorschlags f\u00fcr PeaceTech Lab \u00fcber Hate Speech in Tunesien. Des Weiteren habe ich mich mit der Recherche von Projektfinanzierung f\u00fcr das Program \u201eBus Citoyen\u201c, das sich vor allem mit Menschenrechten, politischer Beteiligung in den inneren Bundesl\u00e4ndern Tunesien besch\u00e4ftigt. Das Projekt hat bereits zweimal stattgefunden und wegen der guten Resonanz soll das Projekt nochmal stattfinden. Daher bin ich dann mit der Aufgabe beauftragt worden M\u00f6glichkeiten zur Projektfinanzierungen zu suchen und entsprechend alle Informationen in eine Excel-Tabelle aufzulisten.<\/p>\n<p><strong>Freiwillige Arbeit<\/strong><br \/>\nDa ich die meiste Zeit f\u00fcr das SAIFE Programm gearbeitet, habe ich dann bei Club Culturel Ali Belhouane am Sonntag freiwillig Englischkurse f\u00fcr Kinder und Erwachsene gegeben. Am Anfang hat es etwas gedauert bis sich ein fester Zeitraum und regelm\u00e4\u00dfige Teilnehmer gefunden haben aber gegen Mitte Oktober haben die Kurse dann regelm\u00e4\u00dfig stattgefunden. Der Kurs f\u00fcr Kinder fand von zehn bis elf Uhr statt. Anschlie\u00dfend fand der Kurs f\u00fcr Erwachsene ab elf Uhr drei\u00dfig bis dreizehn Uhr statt. Der Kurs f\u00fcr Kindern habe ich etwas spielerischer gestaltet und die Themen recht einfach gehalten, da viele Kinder noch nicht richtig schreiben konnten. Unter den Themen waren Farben, Tage der Woche, Monate, K\u00f6rperteile, Essen. Bei den Erwachsenen habe ich mich an Themen des Niveau A1 orientiert und mitunter K\u00f6rperteilen, Berufe, Simple Present\/Present Progressive, Fragen im Englischen, Monate, Tage, Kleidung, t\u00e4gliche Aktivit\u00e4ten und Nationalit\u00e4ten behandelt.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>\nAnsonsten habe ich mich f\u00fcr einen Franz\u00f6sischkurs A1.2 am Samstag von neun bis dreizehn Uhr am Institut Fran\u00e7ais in Tunis angemeldet. Am Anfang fiel mir das H\u00f6rverst\u00e4ndnis noch etwas schwer, jedoch habe ich mit der Zeit an Sprachkenntnissen durch t\u00e4gliche Kommunikation und die \u00dcbersetzungen gewonnen. Gegen Ende fiel mir der Kurs dadurch immer leichter.<\/p>\n<p>Des Weiteren ist es nicht unwichtig zu erw\u00e4hnen, wie die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel in Tunis funktionieren. In Tunis sind die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel recht verwirrend und sehr unzuverl\u00e4ssig. Ich habe mich meist zu Fu\u00df, mit Taxi und der Stra\u00dfenbahn fortbewegt. Die Taxis sind recht g\u00fcnstig und einfach von der Stra\u00dfe zu bekommen. Die Kommunikation war nicht immer sehr einfach, da die meisten Taxifahrer eher br\u00fcchiges Franz\u00f6sisch sprachen. Die Tickets konnten jedes Mal am Schalter mit der Angabe der Endstation f\u00fcr ein paar Cents erworben werden. Die Metro ist dann ohne richtigen Fahrplan irgendwann gekommen. Manchmal wartet man zwei Minuten und manchmal eine Stunde. Anfangs habe ich in einem anderen Stadtteil gewohnt, von wo ich eine Stra\u00dfenbahnlinie in die Stadt nehmen konnte und ein Taxi zum B\u00fcro. Gegen Mitte der Zeit bin ich dann ins Stadtzentrum gezogen, was dazu f\u00fchrte, dass ich dann eine Stra\u00dfenbahn direkt zu dem B\u00fcro in Menzah 5 nehmen konnte. Meist sind f\u00fcr die Stra\u00dfenbahn lange Laufwege n\u00f6tig, da das Netzwerk nicht sehr ausgebaut ist. Deshalb habe ich mich im Stadtzentrum meistens mit Taxis oder zu Fu\u00df fortbewegt. Ansonsten ist auch zu beachten, dass man in der Stra\u00dfenbahn vorsichtig vor Taschendieben sein muss, da regelm\u00e4\u00dfig geklaut wird. Daher musste man die Tasche immer vorne tragen, das Handy am besten gar nicht erst benutzen und tendenziell nach Einbruch der Dunkelheit die Stra\u00dfenbahn nicht mehr benutzen.<\/p>\n<p>Allgemein zur Sicherheit muss man deutlich achtsamer sein, als wie gewohnt in Deutschland. Besonders abends ist nicht unbedingt empfehlenswert sich alleine im Stadtzentrum zu bewegen. Daher ist es besser, wenn man zu zweit unterwegs ist. Au\u00dferdem sollte man immer auf die Tasche und das Handy achten und vor allem letzteres nicht zu \u00f6ffentlich zu benutzen. Es ist gut immer ein paar Dinar in der Hosentasche zu haben, damit man nicht das ganze Portemonnaie rausholen muss. Des Weiteren ist auch zu bemerken, dass die Sicherheit je nach Stadtteil sehr unterschiedlich sein kann. Im Stadtzentrum, auch \u201ecentre-ville\u201c genannt, ist etwas unsicherer als anderen gehobeneren Stadtteilen wie Bardo, Mutuelleville, Ariana oder La Marsa. Tendenziell sind die besseren Stadtteilen am n\u00f6rdlichen Teil der Stadt (Menzah, Ariana) oder am Meer (La Marsa, Sidi Bou Said und Gammarth) gelegen. Leider war die Verbindung zu diesen Teilen der Stadt meistens nur mit Taxi zu erreichen.<\/p>\n<p>Mobile Daten sind sehr g\u00fcnstig und einfach zu erhalten. F\u00fcr unter zehn Euro konnte man bei ooredoo 25 GB f\u00fcr mobiles Internet erwerben. \u00d6ffentlich zug\u00e4ngliches Internet gibt es meist nicht sehr viel, meistens nur in besseren Caf\u00e9s.<\/p>\n<p>Die Verpflegung hat sich etwas schwerer angestellt als gedacht. Die Superm\u00e4rkte hatten wenig ausl\u00e4ndische Produkte und meist nur zu sehr teueren Preisen. Das erh\u00e4ltliche Obst und Gem\u00fcse war auch eher bed\u00fcrftig und die Auswahl tendenziell nicht sehr gro\u00df. Gem\u00fcse, Obst, K\u00e4se und Fleisch war daher eigentlich besser auf dem Markt (souk) zu kaufen. Ansonsten hat Tunis viele Optionen mit Essen von der Stra\u00dfe. Diese Spezialit\u00e4ten sind f\u00fcr meist 2-5 tunesische Dinar erh\u00e4ltlich. Darunter gibt es Chapati, Malawi und Malfouf. Das sind verschiedene Varianten von Sandwiches, die mit Omelett, K\u00e4se, Fleisch, Oliven und Zwiebeln belegt worden. Ansonsten gab es M\u00f6glichkeiten Sandwiches, Burger oder Pizza recht g\u00fcnstig zu essen.<\/p>\n<p>Nicht minder zu beachten, dass das Leben in Tunesien gelernt sein muss. F\u00fcr verschiedene Besorgungen ist es am besten Personen im Umfeld zu fragen, da Informationen im Internet nicht sehr spezifisch sind und auch eher schwer zu erlangen. Daher ist die Interaktionen mit den Mitmenschen eigentlich unumg\u00e4nglich. Daf\u00fcr ist es am besten ein bisschen Franz\u00f6sisch zu k\u00f6nnen, sonst ist es eigentlich unm\u00f6glich.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_7391\" style=\"width: 246px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis3.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7391\" class=\" wp-image-7391\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis3.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"315\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7391\" class=\"wp-caption-text\">Medina - die historische<br \/>Altstadt von Tunis<\/p><\/div><\/p>\n<p><strong>Tipps<\/strong><br \/>\nIch w\u00fcrde jedem empfehlen, der nach Tunesien geht, sich mit etwas Franz\u00f6sisch zu lernen und am besten schnellstm\u00f6glich Kontakte mit Tunesiern aufzubauen, da diese recht n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen. Am besten ist es nat\u00fcrlich auch ein paar W\u00f6rter tunesisches Arabisch zu lernen, denn nicht alle Leute k\u00f6nnen gut genug Franz\u00f6sisch sprechen.<\/p>\n<p>Ansonsten ist es zu vermeiden sich zu freiz\u00fcgig zu kleiden, vor allem im Stadtzentrum. Allgemein ist des Weiteren auf Portemonnaie und Tasche zu achten. Besonders abends ist es besser, wenn man sich mit Taxi oder in der Gruppe sich von Ort zu Ort fortzubewegen.<\/p>\n<p>Nicht weniger zu beachten, dass die tunesische Mentalit\u00e4t in Bezug auf Zeit und Erledigung von Aufgaben deutlich von der deutschen unterscheidet. Daher muss in Bezug auf einige Sachen Geduld ge\u00fcbt werden.<\/p>\n<p>Ansonsten ist Tunesien im Gegensatz zu seinen Nachbarl\u00e4ndern recht liberal und man kann eigentlich so gut wie alles machen, wie man es in Deutschland gewohnt ist.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckkehr<\/strong><br \/>\nDie Anerkennung des Praktikums ist recht einfach verlaufen. Zur Anmeldung des Praktikums musste ich bei der Verantwortlichen des Fachbereichs eine Praktikumsbest\u00e4tigung einreichen. Somit kann ich das Pflichtpraktikum mit 12 CP absolvieren. Durch das dreimonatige Praktikum konnte ich au\u00dferdem 5 weitere CP als freiwilliges Praktikum anerkennen lassen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDie Erfahrung eines Praktikums \/ Studienaufenthalts in Tunesien kann ich definitiv weiterempfehlen. Es war eine sehr lehrreiche Erfahrung und ich kann es jedem empfehlen au\u00dferhalb von Europa ein Praktikum zu absolvieren. Die M\u00f6glichkeiten sind meistens gr\u00f6\u00dfer, daher kann man viele Aufgaben selbstst\u00e4ndig erledigen.<\/p>\n<p>Des Weiteren gibt es viele M\u00f6glichkeiten im Land g\u00fcnstig zu reisen oder die Stadt selbst zu entdecken. Es gibt viele Events von verschiedenen Stiftungen, Organisationen und anderen NGO. Das kulturelle Angebot ist auch sehr gro\u00df und vor allem interessant, wenn man franz\u00f6sisch kann. Der Kontakt mit den Einheimischen entsteht meist sehr schnell, da die meisten schnell Interesse an Ausl\u00e4ndern finden.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_7394\" style=\"width: 1290px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis2.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7394\" class=\"size-full wp-image-7394\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis2.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"853\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis2.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis2-980x653.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis2-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1280px, 100vw\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7394\" class=\"wp-caption-text\">Sidi Bou Sa\u00efd - ber\u00fchmter Vorort von Tunesien<\/p><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.6\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:thin solid;\n                    background-image: url(https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/);\n                    background-repeat: no-repeat;\n                    background-position: center;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([10.1919,36.7929], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 9\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); 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Zum 15. Februar mussten alle Dokumenten (Best\u00e4tigung des Praktikums, Immatrikulationsbescheinigung), im Portal Service4Mobility der Universit\u00e4t Bremen hochgeladen. Sp\u00e4ter wird noch die Preliminary Confirmation of Host Institution hochgeladen. Seitens der Universit\u00e4t Bremen war das dann auch. Bez\u00fcglich meines Praktikums habe ich mich dazu entschieden \u00fcber das Netzwerk 14km e.V. ein Praktikum zu absolvieren. Dieses Netzwerk hat verschiedene Partnerschaften mit NGOs in der MENA-Region. Dementsprechend kann man sich dann f\u00fcr ein Land und eine NGO entscheiden. Der Prozess zur Auswahl der NGO hat nicht sehr lange gedauert, jedoch die Organisation seitens der tunesischen NGO hat leider etwas Zeit beansprucht, sodass die Ankunft leider etwas verschoben wurde und relativ spontan abgelaufen ist.<\/p><p>Zur Vorbereitung habe ich seit Juni angefangen Franz\u00f6sisch selber zu lernen, damit ich im Lande etwas zurecht kommen kann. Das hat sich dann sehr ausgezahlt, weil Franz\u00f6sisch die meist gesprochene Sprache au\u00dfer tunesische Arabisch ist. Ansonsten habe ich mich angefangen mit akademischer Literatur \u00fcber Tunesiens Geschichte, die Zeit der Republik und den Arabischen Fr\u00fchling zu besch\u00e4ftigen.<\/p><p><strong>Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>Bis zu 90 Tagen, konnte man mit dem touristischen Visum Innstadt Tunesien bleiben. Bei der Ankunft hat man die \u201ecarte de visiteur non-resident\u201c erhalten, die man zur Ausreise wieder abgeben musste. Ansonsten war nichts weiteres f\u00fcr das Visum zu organisieren. Die Unterkunft wurde durch die tunesische Organisation gestellt, daher musste ich diesbez\u00fcglich keine weiteren Vorbereitungen treffen.<\/p><p><strong><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis4.jpg\"><img class=\" wp-image-7395 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis4.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"123\" \/><\/a>Allgemeine Information zur Partnerorganisation<\/strong><br \/>Die Partnerorganisation \u201eClub Culturel Ali Belhouane\u201c (CCAB) ist eine tunesische Organisation, die in mehreren St\u00e4dten in Tunesien (Sfax, Hammamet, Ain Draham, Tunis) seit \u00fcber 30 Jahren operiert. Die Organisation besch\u00e4ftigt sich \u00fcberwiegend mit tunesischer Jugend und organisiert verschiedene Projekte und Veranstaltungen, als auch Austauschprogramme ins Ausland. Einer der Projekte war zum Beispiel das Anlegen eines Gartens mit Hilfe von Jugend, das durch deutsche Partner unterst\u00fctzt wurde. Zus\u00e4tzlich fand ein Austausch von deutsch-tunesischer Jugend statt. Ansonsten hat CCAB zus\u00e4tzlich Festivals f\u00fcr Kinder mit verschiedenen Spielen organisiert.<\/p><p><strong>Praktikum<\/strong><br \/>Da die Organisation Club Culturel Ali Belhouane keinen dringenden t\u00e4glichen Bedarf f\u00fcr einen Praktikanten hatte, wurde ich \u00fcber die Organisation weitervermittelt. Dadurch kam ich dazu dann f\u00fcr GoAct an dem SAIFE (Support to Access to Information and Freedom of Expression) Programm zu arbeiten. Die Arbeit bestand darin Recherche zu dem Thema Meinungsfreiheit und Zugang zu Information zu betreiben. Jede Woche habe ich eine Aufgabe bekommen verschiedene Excel-Tabelle zu bestimmten Themen bez\u00fcglich verschiedener Organisationen und NROs anzufertigen.<\/p><p>In der ersten Woche habe ich eine Tabelle mit verschiedenen, tunesischen Organisationen und NROs, die sich mit dem Thema Meinungsfreiheit und Zugang zu Information angefertigt. Da die Internetseiten meist nicht ausreichend Informationen zur Verf\u00fcgung hatten, habe ich mit den verschiedenen Organisationen telefoniert. Dabei habe ich mich bem\u00fcht ein Treffen mit den jeweiligen Organisationen zu arrangieren. Diese Treffen fanden dann in den n\u00e4chsten Wochen statt. Daf\u00fcr musste ich dann zu verschiedenen Teilen Tunis fahren. In den n\u00e4chsten Wochen habe ich das SAIFE Programm vom Englischen ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzt und weitere Excel-Tabellen mit internationalen Spendern, Aufrufe f\u00fcr Projektfinanzierung, Organisation zum Thema Frauen, Bildung, Migration und Gesundheit in den Bundesl\u00e4ndern Kef und Siliana und zus\u00e4tzlich auch \u00fcber internationalen Organisation zum Thema Meinungsfreiheit, die unter anderem auch in Tunesien arbeiten.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis1.jpg\"><img class=\" wp-image-7393 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis1.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"99\" \/><\/a>Jede Woche habe ich mich dann einmal mit der Zust\u00e4ndigen der Organisation getroffen, um den Stand der Recherche und die Aufgabe f\u00fcr die n\u00e4chste Woche zu besprechen. Die Arbeit habe ich selbstst\u00e4ndig und entsprechend der Aufgaben absolviert. Die meiste Zeit habe ich dann in Menzah 5 bei der NRO \u201eUnion des Tunisiens pour la Libert\u00e9 (UTIL)\u201c gearbeitet. Diese besch\u00e4ftigt sich vor allem mit Bildung und Bek\u00e4mpfung von gewaltsamen Extremismus. Ab und zu habe dann weitere Aufgaben, meist \u00dcbersetzungen, von UTIL bekommen. In dieser Organisation habe ich in meinem eigenen B\u00fcro gearbeitet.<\/p><p>In den letzten Wochen des Praktikums habe ich dann weniger an dem SAIFE Programm selbst gearbeitet, sondern an der Ausfertigung eines Projektvorschlags f\u00fcr PeaceTech Lab \u00fcber Hate Speech in Tunesien. Des Weiteren habe ich mich mit der Recherche von Projektfinanzierung f\u00fcr das Program \u201eBus Citoyen\u201c, das sich vor allem mit Menschenrechten, politischer Beteiligung in den inneren Bundesl\u00e4ndern Tunesien besch\u00e4ftigt. Das Projekt hat bereits zweimal stattgefunden und wegen der guten Resonanz soll das Projekt nochmal stattfinden. Daher bin ich dann mit der Aufgabe beauftragt worden M\u00f6glichkeiten zur Projektfinanzierungen zu suchen und entsprechend alle Informationen in eine Excel-Tabelle aufzulisten.<\/p><p><strong>Freiwillige Arbeit<\/strong><br \/>Da ich die meiste Zeit f\u00fcr das SAIFE Programm gearbeitet, habe ich dann bei Club Culturel Ali Belhouane am Sonntag freiwillig Englischkurse f\u00fcr Kinder und Erwachsene gegeben. Am Anfang hat es etwas gedauert bis sich ein fester Zeitraum und regelm\u00e4\u00dfige Teilnehmer gefunden haben aber gegen Mitte Oktober haben die Kurse dann regelm\u00e4\u00dfig stattgefunden. Der Kurs f\u00fcr Kinder fand von zehn bis elf Uhr statt. Anschlie\u00dfend fand der Kurs f\u00fcr Erwachsene ab elf Uhr drei\u00dfig bis dreizehn Uhr statt. Der Kurs f\u00fcr Kindern habe ich etwas spielerischer gestaltet und die Themen recht einfach gehalten, da viele Kinder noch nicht richtig schreiben konnten. Unter den Themen waren Farben, Tage der Woche, Monate, K\u00f6rperteile, Essen. Bei den Erwachsenen habe ich mich an Themen des Niveau A1 orientiert und mitunter K\u00f6rperteilen, Berufe, Simple Present\/Present Progressive, Fragen im Englischen, Monate, Tage, Kleidung, t\u00e4gliche Aktivit\u00e4ten und Nationalit\u00e4ten behandelt.<\/p><p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>Ansonsten habe ich mich f\u00fcr einen Franz\u00f6sischkurs A1.2 am Samstag von neun bis dreizehn Uhr am Institut Fran\u00e7ais in Tunis angemeldet. Am Anfang fiel mir das H\u00f6rverst\u00e4ndnis noch etwas schwer, jedoch habe ich mit der Zeit an Sprachkenntnissen durch t\u00e4gliche Kommunikation und die \u00dcbersetzungen gewonnen. Gegen Ende fiel mir der Kurs dadurch immer leichter.<\/p><p>Des Weiteren ist es nicht unwichtig zu erw\u00e4hnen, wie die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel in Tunis funktionieren. In Tunis sind die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel recht verwirrend und sehr unzuverl\u00e4ssig. Ich habe mich meist zu Fu\u00df, mit Taxi und der Stra\u00dfenbahn fortbewegt. Die Taxis sind recht g\u00fcnstig und einfach von der Stra\u00dfe zu bekommen. Die Kommunikation war nicht immer sehr einfach, da die meisten Taxifahrer eher br\u00fcchiges Franz\u00f6sisch sprachen. Die Tickets konnten jedes Mal am Schalter mit der Angabe der Endstation f\u00fcr ein paar Cents erworben werden. Die Metro ist dann ohne richtigen Fahrplan irgendwann gekommen. Manchmal wartet man zwei Minuten und manchmal eine Stunde. Anfangs habe ich in einem anderen Stadtteil gewohnt, von wo ich eine Stra\u00dfenbahnlinie in die Stadt nehmen konnte und ein Taxi zum B\u00fcro. Gegen Mitte der Zeit bin ich dann ins Stadtzentrum gezogen, was dazu f\u00fchrte, dass ich dann eine Stra\u00dfenbahn direkt zu dem B\u00fcro in Menzah 5 nehmen konnte. Meist sind f\u00fcr die Stra\u00dfenbahn lange Laufwege n\u00f6tig, da das Netzwerk nicht sehr ausgebaut ist. Deshalb habe ich mich im Stadtzentrum meistens mit Taxis oder zu Fu\u00df fortbewegt. Ansonsten ist auch zu beachten, dass man in der Stra\u00dfenbahn vorsichtig vor Taschendieben sein muss, da regelm\u00e4\u00dfig geklaut wird. Daher musste man die Tasche immer vorne tragen, das Handy am besten gar nicht erst benutzen und tendenziell nach Einbruch der Dunkelheit die Stra\u00dfenbahn nicht mehr benutzen.<\/p><p>Allgemein zur Sicherheit muss man deutlich achtsamer sein, als wie gewohnt in Deutschland. Besonders abends ist nicht unbedingt empfehlenswert sich alleine im Stadtzentrum zu bewegen. Daher ist es besser, wenn man zu zweit unterwegs ist. Au\u00dferdem sollte man immer auf die Tasche und das Handy achten und vor allem letzteres nicht zu \u00f6ffentlich zu benutzen. Es ist gut immer ein paar Dinar in der Hosentasche zu haben, damit man nicht das ganze Portemonnaie rausholen muss. Des Weiteren ist auch zu bemerken, dass die Sicherheit je nach Stadtteil sehr unterschiedlich sein kann. Im Stadtzentrum, auch \u201ecentre-ville\u201c genannt, ist etwas unsicherer als anderen gehobeneren Stadtteilen wie Bardo, Mutuelleville, Ariana oder La Marsa. Tendenziell sind die besseren Stadtteilen am n\u00f6rdlichen Teil der Stadt (Menzah, Ariana) oder am Meer (La Marsa, Sidi Bou Said und Gammarth) gelegen. Leider war die Verbindung zu diesen Teilen der Stadt meistens nur mit Taxi zu erreichen.<\/p><p>Mobile Daten sind sehr g\u00fcnstig und einfach zu erhalten. F\u00fcr unter zehn Euro konnte man bei ooredoo 25 GB f\u00fcr mobiles Internet erwerben. \u00d6ffentlich zug\u00e4ngliches Internet gibt es meist nicht sehr viel, meistens nur in besseren Caf\u00e9s.<\/p><p>Die Verpflegung hat sich etwas schwerer angestellt als gedacht. Die Superm\u00e4rkte hatten wenig ausl\u00e4ndische Produkte und meist nur zu sehr teueren Preisen. Das erh\u00e4ltliche Obst und Gem\u00fcse war auch eher bed\u00fcrftig und die Auswahl tendenziell nicht sehr gro\u00df. Gem\u00fcse, Obst, K\u00e4se und Fleisch war daher eigentlich besser auf dem Markt (souk) zu kaufen. Ansonsten hat Tunis viele Optionen mit Essen von der Stra\u00dfe. Diese Spezialit\u00e4ten sind f\u00fcr meist 2-5 tunesische Dinar erh\u00e4ltlich. Darunter gibt es Chapati, Malawi und Malfouf. Das sind verschiedene Varianten von Sandwiches, die mit Omelett, K\u00e4se, Fleisch, Oliven und Zwiebeln belegt worden. Ansonsten gab es M\u00f6glichkeiten Sandwiches, Burger oder Pizza recht g\u00fcnstig zu essen.<\/p><p>Nicht minder zu beachten, dass das Leben in Tunesien gelernt sein muss. F\u00fcr verschiedene Besorgungen ist es am besten Personen im Umfeld zu fragen, da Informationen im Internet nicht sehr spezifisch sind und auch eher schwer zu erlangen. Daher ist die Interaktionen mit den Mitmenschen eigentlich unumg\u00e4nglich. Daf\u00fcr ist es am besten ein bisschen Franz\u00f6sisch zu k\u00f6nnen, sonst ist es eigentlich unm\u00f6glich.<\/p>[caption id=\"attachment_7391\" align=\"alignleft\" width=\"236\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis3.jpg\"><img class=\" wp-image-7391\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis3.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"315\" \/><\/a> Medina - die historische<br \/>Altstadt von Tunis[\/caption]<p><strong>Tipps<\/strong><br \/>Ich w\u00fcrde jedem empfehlen, der nach Tunesien geht, sich mit etwas Franz\u00f6sisch zu lernen und am besten schnellstm\u00f6glich Kontakte mit Tunesiern aufzubauen, da diese recht n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen. Am besten ist es nat\u00fcrlich auch ein paar W\u00f6rter tunesisches Arabisch zu lernen, denn nicht alle Leute k\u00f6nnen gut genug Franz\u00f6sisch sprechen.<\/p><p>Ansonsten ist es zu vermeiden sich zu freiz\u00fcgig zu kleiden, vor allem im Stadtzentrum. Allgemein ist des Weiteren auf Portemonnaie und Tasche zu achten. Besonders abends ist es besser, wenn man sich mit Taxi oder in der Gruppe sich von Ort zu Ort fortzubewegen.<\/p><p>Nicht weniger zu beachten, dass die tunesische Mentalit\u00e4t in Bezug auf Zeit und Erledigung von Aufgaben deutlich von der deutschen unterscheidet. Daher muss in Bezug auf einige Sachen Geduld ge\u00fcbt werden.<\/p><p>Ansonsten ist Tunesien im Gegensatz zu seinen Nachbarl\u00e4ndern recht liberal und man kann eigentlich so gut wie alles machen, wie man es in Deutschland gewohnt ist.<\/p><p><strong>R\u00fcckkehr<\/strong><br \/>Die Anerkennung des Praktikums ist recht einfach verlaufen. Zur Anmeldung des Praktikums musste ich bei der Verantwortlichen des Fachbereichs eine Praktikumsbest\u00e4tigung einreichen. Somit kann ich das Pflichtpraktikum mit 12 CP absolvieren. Durch das dreimonatige Praktikum konnte ich au\u00dferdem 5 weitere CP als freiwilliges Praktikum anerkennen lassen.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Die Erfahrung eines Praktikums \/ Studienaufenthalts in Tunesien kann ich definitiv weiterempfehlen. Es war eine sehr lehrreiche Erfahrung und ich kann es jedem empfehlen au\u00dferhalb von Europa ein Praktikum zu absolvieren. Die M\u00f6glichkeiten sind meistens gr\u00f6\u00dfer, daher kann man viele Aufgaben selbstst\u00e4ndig erledigen.<\/p><p>Des Weiteren gibt es viele M\u00f6glichkeiten im Land g\u00fcnstig zu reisen oder die Stadt selbst zu entdecken. Es gibt viele Events von verschiedenen Stiftungen, Organisationen und anderen NGO. Das kulturelle Angebot ist auch sehr gro\u00df und vor allem interessant, wenn man franz\u00f6sisch kann. Der Kontakt mit den Einheimischen entsteht meist sehr schnell, da die meisten schnell Interesse an Ausl\u00e4ndern finden.<\/p>[caption id=\"attachment_7394\" align=\"alignnone\" width=\"1280\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis2.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-7394\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/tunis2.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"853\" \/><\/a> Sidi Bou Sa\u00efd - ber\u00fchmter Vorort von Tunesien[\/caption]<p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>[osm_map_v3 map_center= \"36.7929,10.1919\" zoom=\"9\" width=\"95%\" height=\"450\" map_border=\"thin solid \" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\" bckgrndimg=\"\" ]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653,359953],"tags":[15677,368747],"class_list":["post-7390","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","category-tunesien","tag-politikwissenschaften","tag-promos"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7390"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7390\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7398,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7390\/revisions\/7398"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}