

{"id":6997,"date":"2020-05-18T23:24:20","date_gmt":"2020-05-18T21:24:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=6997"},"modified":"2022-06-13T23:43:27","modified_gmt":"2022-06-13T21:43:27","slug":"auslandspraktikum-am-collegelycee-institution-de-la-croix-blanche-in-bondues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2020\/05\/18\/auslandspraktikum-am-collegelycee-institution-de-la-croix-blanche-in-bondues\/","title":{"rendered":"Auslandspraktikum am Coll\u00e8ge\/Lyc\u00e9e Institution de la Croix Blanche in Bondues"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><strong>Wissenswertes vorab<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Studierende des Zwei-F\u00e4cher-Bachelors mit Lehramtsoption, sieht die fachspezifische Pr\u00fcfungsordnung f\u00fcr das Fach \u201eFrankoromanistik\/Franz\u00f6sisch\u201c ein mindestens viermonatiges zielsprachenrelevantes und obligatorisches Auslandsstudium vor <a href=\"https:\/\/www.unibremen.de\/fileadmin\/user_upload\/sites\/zpa\/pdf\/Pruefungsordnungen\/Bachelor\/F\/Frankoromanistik\/BA_Frankoromanistik_2Faecher_2014-07-09.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.unibremen.de\/fileadmin\/user_upload\/sites\/zpa\/pdf\/Pruefungsordnungen\/Bachelor\/F\/Frankoromanistik\/BA_Frankoromanistik_2Faecher_2014-07-09.pdf<\/a>.<\/p>\n<p>Da ich im Laufe meines Studiums - abgesehen von einem sechsw\u00f6chigen Orientierungspraktikum an einer Bremer Schule - bis dato nur wenig praxisrelevante Erfahrungen hatte sammeln k\u00f6nnen, suchte ich nach Alternativen zum klassischen Auslandsstudium an einer franz\u00f6sischen Universit\u00e4t. Hierbei bietet sich die Fremdsprachenassistenz, vermittelt vom P\u00e4dagogischen Austauschdienst (PAD), als eine gute M\u00f6glichkeit an. Diese Option kam f\u00fcr mich aufgrund der Mindestdauer von sechs Monaten jedoch nicht infrage, da dies zeitlich mit den sich anschlie\u00dfenden Praxisorientierten Elementen (POE\u00b4s) in Bremen kollidiert w\u00e4re. So suchte ich nach einer k\u00fcrzeren Variante und stie\u00df auf die M\u00f6glichkeit des selbst zu organisierenden Praktikums im Ausland. In der besagten Pr\u00fcfungsordnung ist die Formulierung, ein mindestens viermonatiges Praktikum in einem franz\u00f6sischsprachigen Land k\u00f6nne nur \u201ein begr\u00fcndeten Ausnahmef\u00e4llen und mit Zustimmung des Pr\u00fcfungsausschusses\u201c erfolgen, irref\u00fchrend. Auf Nachfrage bei der Studienfachberaterin f\u00fcr die romanistischen Studieng\u00e4nge stellte sich heraus, dass ein Lehramtsstudium selbst bereits einen solchen begr\u00fcndeten Ausnahmefall darstellt und es hierf\u00fcr weder einem Antrag, noch der Zustimmung des Pr\u00fcfungsausschusses bedarf. Eine Anmeldung f\u00fcr das Auslandssemester auf PABO ist ebenfalls nicht vorzunehmen, auch wenn in der Rubrik \u201ePflichtbereich\u201c der Unterpunkt \u201eAuslandsstudium\u201c erscheint.<\/p>\n<p><strong>Vorbereitung 1: Praktikumsplatzsuche<\/strong><br \/>\nAusgehend von diesen Erkenntnissen machte ich mich im November 2018 (zehn Monate vor dem Beginn meines Praktikums) im Internet auf die Suche nach einer Praktikumsschule in einem frankophonen Land. Als hilfreich erwies sich hierbei die Seite der Initiative \u201eSchulen: Partner der Zukunft\u201c (PASCH) des Ausw\u00e4rtigen Amts <a href=\"https:\/\/www.pasch-net.de\/de\/par\/ptk.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.pasch-net.de\/de\/par\/ptk.html<\/a>. Diese richtet sich an deutsche Lehramts- und DaF-Studierende, die ein Lehramts- oder Unterrichtspraktikum im Ausland absolvieren m\u00f6chten. Die mehr als 1.800 PASCH-Schulen haben eine mehr oder minder starke Verbindung zu Deutschland bzw. der deutschen Sprache und lassen sich in drei Schultypen unterteilen: Neben deutschen Auslandsschulen geh\u00f6ren dem PASCH-Netzwerk auch SprachdiplomSchulen, die zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz f\u00fchren, sowie vom GoetheInstitut betreute Schulen an. Die deutschen Auslandsschulen kamen f\u00fcr mich nicht infrage, da ich mir u.a. von meinem Auslandsaufenthalt erhoffte, in das franz\u00f6sische Schulsystem eintauchen zu k\u00f6nnen. Ebenfalls n\u00fctzlich: Auf der virtuellen Weltkarte <a href=\"https:\/\/weltkarte.pasch-net.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/weltkarte.pasch-net.de\/<\/a> ist f\u00fcr jede Schule die Homepage, sowie ein Kurzportrait mit Informationen zur Anzahl der Sch\u00fclerInnen, Lehrenden, Schwerpunkten und Kontaktdaten der Ansprechpersonen verlinkt.<\/p>\n<p>Trotz der zahlreichen Bewerbungen, die ich an PASCH-Schulen in ganz Frankreich und den franz\u00f6sischen \u00dcberseegebieten schrieb, erhielt ich leider keine positive R\u00fcckmeldung seitens der Schulen - in den meisten F\u00e4llen blieb eine Reaktion ganz aus.<\/p>\n<p>So setzte ich meine Suche \u00fcber die von der Organisation Pangaya betriebenen Datenbank mit aktuellen Praktika im Ausland fort <a href=\"https:\/\/www.pangaya.de\/aktuelle-praktika\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.pangaya.de\/aktuelle-praktika\/<\/a>. Im Bereich P\u00e4dagogik &amp; Soziales wird hier etwa die M\u00f6glichkeit einer Unterrichtsassistenz in Frankreich angeboten. Die Kosten f\u00fcr die Vermittlung des Praktikumsplatzes sowie die Betreuung durch Pangaya betragen f\u00fcr Frankreich (Festland) 190\u20ac als Anzahlung und 530\u20ac als Restbetrag im Falle einer erfolgreichen Vermittlung. Da diese Option f\u00fcr mich zu kostspielig war, die Zeit aber gleichzeitig dr\u00e4ngte, musste ich auf eigene Faust weitersuchen. \u00dcber private Kontakte bot sich mir schlie\u00dflich die M\u00f6glichkeit, meine Bewerbungen an die Schulen der katholischen Ordensgemeinschaft Les Religieuses du Sacr\u00e9-C\u0153ur de J\u00e9sus zu richten, der Schulen auf der ganzen Welt angeh\u00f6ren. Allein in Frankreich unterh\u00e4lt der Orden elf Schulen in Amiens, Angers, Bondues, Chatenay-Malabry, La Roche-sur-Yon, Marseille, Montpellier, Nantes, Reims Champagne-Ardennes, Tourcoing und Tours. Da ich meine eigene Schulzeit ebenfalls an einem katholischen Gymnasium verbracht habe, konnte ich mich mit den auf der Homepage der Schulen beschriebenen Zielen wie der Erziehung zum pers\u00f6nlichen und aktiven Glauben an Gott, der Vermittlung christlicher Werte und eines sozialen Bewusstseins, das zum Handeln auffordert, gut identifizieren. Mitte Februar 2019 erhielt ich dann vom Schulleiter des Coll\u00e8ge\/Lyc\u00e9e der Institution de la Croix in Bondues die Zusage f\u00fcr ein f\u00fcnfmonatiges Praktikum und bat mich in diesem Zusammenhang um die Zusendung einer Convention de stage (Praktikumsvereinbarung). Da die Universit\u00e4t Bremen \u2013 zumindest f\u00fcr das Fach Franz\u00f6sisch \u2013 nicht \u00fcber einen entsprechenden Vordruck verf\u00fcgt, habe ich dieses Dokument, in denen einzelne Paragraphen u.a. Ziele und Inhalte des Praktikums sowie Kosten- und Versicherungsfragen regeln, selbst erstellt.<\/p>\n<p><strong>Vorbereitung 2: Erasmus+-Stipendium<\/strong><br \/>\nNachdem ich den Praktikumsplatz sicher hatte, bem\u00fchte ich mich um ein Stipendium im Rahmen des EU-Programms Erasmus+, mit dem Auslandspraktika von mindestens zweimonatiger Dauer in den EU-Mitgliedsstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, der T\u00fcrkei sowie den franz\u00f6sischen und niederl\u00e4ndischen \u00dcberseegebieten gef\u00f6rdert werden. Alle Informationen rund um das ErasmusStipendium und die daf\u00fcr einzureichenden Bewerbungsunterlagen finden sich auf folgender Seite: <a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/studium\/starten-studieren\/studium-international\/praktika-imausland\/erasmus-praktika-f%C3%BCr-studierende\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.uni-bremen.de\/studium\/starten-studieren\/studium-international\/praktika-imausland\/erasmus-praktika-f%C3%BCr-studierende\/<\/a>. So ist der Bewerbung u.a. eine ECTSBescheinigung (bei Pflicht-Praktika) oder eine Anerkennung (bei freiwilligen Praktika) beizuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>In meinem Fall erwies sich keines der beiden Dokumente als geeignet, da mein Auslandsaufenthalt gem\u00e4\u00df der obenstehenden Pr\u00fcfungsordnung zwar obligatorisch ist, jedoch keine ECTS-Punkte einbringt, sofern er nicht an einer Universit\u00e4t, sondern an einer Praktikumseinrichtung im Ausland absolviert wird. Da Not erfinderisch macht, ersetzte die Studienfachberaterin f\u00fcr die romanistischen Studieng\u00e4nge so das Wort \u201efreiwillig\u201c im Anerkennungs-Dokument kurzerhand durch \u201everpflichtend\u201c. Nachdem ich alle erforderlichen Unterlagen eingereicht hatte, wurde meiner Bewerbung Mitte M\u00e4rz 2019 stattgegeben. F\u00fcr die Auszahlung der ersten 70% meines Stipendiums galt es, das dem Schreiben des International Office anh\u00e4ngige Learning Agreement und Grant Agreement zu unterzeichnen und zur\u00fcckzuschicken. Da dies alles recht schnell und reibungslos klappte, gestaltete sich die Organisation des Stipendiums f\u00fcr mich wesentlich einfacher als die vorangegangene Praktikumssuche. So konnte ich mich in den folgenden Monaten ganz auf die Suche nach einer passenden Unterkunft machen, wobei sich wieder einmal herausstellte: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!<\/p>\n<p><strong>Unterkunft<\/strong><br \/>\nBereits am Anfang meines Planungsprozesses stand f\u00fcr mich fest, dass ich f\u00fcr die Dauer meines Praktikums, sofern irgend m\u00f6glich, gerne bei einer Gastfamilie wohnen wollte, um g\u00e4nzlich in den franz\u00f6sischen Lebensalltag einzutauchen, schneller Anschluss zu finden und meine Franz\u00f6sischkenntnisse zu verbessern. Daher hatte ich mich sehr \u00fcber das Angebot des Schuldirektors gefreut, \u00fcber einen entsprechenden Aushang in der Schule, die Suche nach einer franz\u00f6sischen Familie zu unterst\u00fctzen. Nachdem mehrere Monate ergebnislos vergangen waren, suchte ich auf der Seite des Deutsch-Franz\u00f6sischen Jugendwerkes (DFJW) unter der Rubrik Kleinanzeigen &gt; Such und find &gt; Wohnungssuche selbst nach Privatpersonen, die gewillt waren, \u00fcbergangsweise eine deutsche Studentin bei sich aufzunehmen <a href=\"https:\/\/www.dfjw.org\/ kleinanzeigen.html?category=22\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.dfjw.org\/ kleinanzeigen.html?category=22<\/a>. Leider wurde ich hier nicht f\u00fcndig, sodass ich selbst eine Anzeige mit meinem Anliegen schaltete, auf die ich jedoch keine R\u00fcckmeldungen erhielt. Im Zuge weiterer Internetrecherchen wurde ich dann auf den Freundeskreis St\u00e4dtepartnerschaften W\u00fclfrath e.V. aufmerksam, der eine Partnerschaft mit meinem zuk\u00fcnftigen Praktikumsort Bondues unterh\u00e4lt. Nach einem sehr freundlichen Mailverkehr mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises, dessen Kontaktdaten auf folgender Internetseite vermerkt sind <a href=\"https:\/\/www.wuelfrath.net\/stadtportrait\/ partnerstaedte\/partnerstadt-bondues\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.wuelfrath.net\/stadtportrait\/ partnerstaedte\/partnerstadt-bondues\/<\/a>, bot dieser an, mir bei der Suche nach einer Unterkunft zu helfen und sich auch noch einmal mit dem Schulleiter der Institution de la Croix Blanche in Verbindung zu setzen. Wundersamerweise erhielt ich wenige Tage sp\u00e4ter einen Vorschlag mit zwei potenziellen Gastfamilien, die beide unweit meiner k\u00fcnftigen Praktikumsschule wohnten. So verbrachte ich die Zeit von Anfang September 2019 bis Ende Januar 2020 im Hause einer sehr netten franz\u00f6sischen Familie mit zwei Kindern und hatte dort mein eigenes Zimmer. Da der Schulbus f\u00fcr mich morgens zu sp\u00e4t fuhr, machte ich mich jeden Morgen von meiner Siedlung, der Domaine de la Vigne, zu Fu\u00df auf den Weg zur Schule, wobei eine Gehzeit von ca. 45 Minuten einzuplanen ist.<\/p>\n<p><strong>Allgemeine Informationen zur Praktikumseinrichtung<\/strong><br \/>\nDie Institution de la Croix Blanche ist eine schulische Einrichtung, die dem katholischen Frauenorden der Sacr\u00e9-C\u0153ur-Schwestern untersteht. Das christliche Bildungs- und Erziehungsverst\u00e4ndnis der Schule steht in der Tradition der Ordensgr\u00fcnderin Madeleine Sophie Barat, von der etwa der Ausspruch stammt: \u00ab Courage et confiance! Je ne r\u00e9p\u00e8terai jamais assez ces deux mots \u00bb. Die Privatschule in der nordfranz\u00f6sischen Kleinstadt Bondues wird von etwa 2.200 Sch\u00fclerInnen besucht und umfasst alle Schulstufen von der Maternelle bis zum Lyc\u00e9e. Neben Englisch als erster Fremdsprache, lernen die Sch\u00fclerInnen wahlweise Deutsch oder Spanisch. So hatte ich w\u00e4hrend meines Praktikums die M\u00f6glichkeit, den Deutschunterricht am Lyc\u00e9e zu unterst\u00fctzen, indem ich Sch\u00fclerInnen mit zus\u00e4tzlichem F\u00f6rderbedarf individuelle Hilfen in puncto Aussprache und Rechtschreibung gegeben habe. Des Weiteren habe f\u00fcr die Deutschlehrerin, die selbst keine Muttersprachlerin ist, Schulbuchtexte und H\u00f6rbeispiele zusammengefasst und \u00fcbersetzt sowie eingesammelte Hausaufgaben und Klassenarbeiten korrigiert und bewertet. Am Coll\u00e8ge durfte ich 4-6 Stunden pro Woche eigenverantwortlich Deutsch unterrichten, wobei meine Lerngruppen durchschnittlich 15 Sch\u00fclerInnen umfassten und mir bzgl. der Inhalte und Methoden freie Hand gelassen wurde. F\u00fcr mich war das einerseits ein Sprung ins kalte Wasser, da ich bis dato nie eine eigene Unterrichtsstunde geplant, geschweige denn alleine vor eine Klasse gestanden hatte. Andererseits habe ich diese Herausforderung getreu dem Motto: \u201eMan w\u00e4chst mit seinen Aufgaben\u201c gerne angenommen, da ich die Freir\u00e4ume f\u00fcr kreative Ideen nutzen konnte und mir die Arbeit mit den Lernenden viel Freude bereitet hat.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>\nDas etwa 11.000 EinwohnerInnen z\u00e4hlende St\u00e4dtchen Bondues verspr\u00fcht angesichts weitl\u00e4ufiger Felder, rarer Busverbindungen und freilaufender H\u00fchner einen d\u00f6rflichen Charme, an den ich mich erst gew\u00f6hnen musste. Das \"Zentrum\" befindet sich rund um die Kirche Saint-Vaast, in der samstagabends um 18:30 Uhr, sowie sonntagmorgens um 11:00 Uhr Messe gefeiert wird. Neben einem kleinen Supermarkt (Carrefour City) ist hier auch das Rathaus, eine Boulangerie\/P\u00e2tisserie sowie eine kleine Restaurantzeile angesiedelt. Sehr empfehlenswert ist dabei das marokkanische Restaurant L\u2019Argan, das mittags und abends Couscous-Gerichte (auch zum Mitnehmen) anbietet. Da die Schulkantine mittwochs geschlossen hat und es in Bondues - abgesehen von einem weit entfernten Subway \u2013 keinen Imbiss und kein Schnellrestaurant gibt, war der freundliche Inhaber stets meine erste Anlaufstelle. An den Wochenenden habe ich des \u00d6fteren eine Fahrt ins gut zehn Kilometer entfernte Stadtzentrum von Lille unternommen, das man mit den Buslinien 86 und L91 in einer halben Stunde erreicht. Das Einzelticket, das vorne bei dem\/der BusfahrerIn erworben werden kann, kostet 1,85\u20ac. Beachtet werden sollte, dass der Bus sp\u00e4t abends nur noch einmal st\u00fcndlich nach Bondues zur\u00fcckf\u00e4hrt und den Betrieb wochentags ab 22:30 Uhr ganz einstellt. Sehr beeindruckend in Lille ist die am Grand Place gelegene Buchhandlung Furet du Nord, die sich \u00fcber ganze sieben Etagen erstreckt und keinen B\u00fccherwunsch offenl\u00e4sst. Viel Zeit habe ich zudem in der Citadelle, eine bastionische Festung, die von einem sch\u00f6nen Park und einem angegliederten Zoo umgeben ist, verbracht. F\u00fcr alle Sportlichen besteht hier neben ausgiebigen Joggingrunden auch die M\u00f6glichkeit, sich in einem Ger\u00e4teparcours zu trimmen. Um sich fit zu halten, bietet sich au\u00dferdem der Besuch der Kletterhalle What\u2019s Up in Wambrechies, einem Nachbarort Bondues, an.<\/p>\n<p><strong>Nach der R\u00fcckkehr<\/strong><br \/>\nZur\u00fcck in der Heimat habe ich eine Kopie der Attestation de stage (Praktikumsbescheinigung), die ich mir von der Schule habe ausstellen lassen, der Studienfachberaterin f\u00fcr die romanistischen Studieng\u00e4nge vorgelegt. Die von ihr mit Stempel und Unterschrift versehene Praktikumsbescheinigung ist dann zusammen mit einem Formular zur Bescheinigung \u00fcber den Auslandsaufenthalt beim Zentralen Pr\u00fcfungsamt (ZPA) einzureichen, damit der Auslandsaufenthalt auf PABO als absolviert vermerkt wird. F\u00fcr die Auszahlung der verbleibenden 30% des Erasmus+- Stipendiums waren in meinem Fall innerhalb von 30 Tagen nach Ende des Praktikums das Ergebnis des zweiten OLS-Sprachtests, eine Kopie der EU-Survey-Onlineumfrage, ein von der Schule ausgef\u00fclltes und unterschriebenes Assessment-Formular sowie ein Traineeship Certificate und der hiesige Praktikumsbericht einzureichen. Sollte dies nicht fristgerecht geschehen, wird nicht nur der Restbetrag einbehalten, sondern vom Studierenden auch die R\u00fcckzahlung der bereits erhaltenen finanziellen Zuwendungen aus dem Erasmus+-Programm verlangt.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nMein Auslandspraktikum an der Institution de la Croix Blanche in Frankreich war f\u00fcr mich eine bereichernde Erfahrung, die mir interessante Einblicke in die Eigenarten des franz\u00f6sischen Schulsystems erm\u00f6glicht hat. Schultage dauern hier t\u00e4glich von 8 bis 17 oder 18 Uhr, wobei die Unterrichtsstunden gr\u00f6\u00dftenteils aus Frontalunterricht bestehen. Neben der Notengebung, die mit einer Spannweite von 0 bis 20 Punkten stark von der deutschen Praktik abweicht, ist auch die Klassenfolge in Frankreich anders organisiert, da nicht wie in Deutschland aufsteigend, sondern absteigend gez\u00e4hlt wird. Im Rahmen meiner eigenen Unterrichtsstunden habe ich zudem ganz praktisch die Unterrichtsplanung, -durchf\u00fchrung und -nachbereitung erproben k\u00f6nnen undwertvolle Erkenntnisse f\u00fcr meinen weiteren Professionalisierungsprozess gewonnen. So steht f\u00fcr mich nun fest, dass ich in meiner sp\u00e4teren Lehrt\u00e4tigkeit vorzugsweise in der Sekundarstufe I unterrichten m\u00f6chte, da hier mehr Raum f\u00fcr kreative Ans\u00e4tze und spielerisches Sprachenlernen besteht. Durch den engen Anschluss an das Kollegium hatte ich das Gl\u00fcck, mich mit einigen LehrerInnen auch privat treffen und ins Gespr\u00e4ch kommen zu k\u00f6nnen. Dank der finanziellen Unterst\u00fctzung aus Erasmus+ Mitteln der EU konnte ich nicht nur die Kosten f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung decken, sondern auch an gemeinsamen Unternehmungen mit anderen Lehrkr\u00e4ften, wie etwa einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt im belgischen Br\u00fcgge teilnehmen.<\/p>\n<p>\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix1-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-7009\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-7009'>\n\t\t\t\tEingang zum Coll\u00e8ge\/Lyc\u00e9e Institution de la Croix Blanche\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix2.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"308\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix2-420x308.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-6999\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-6999'>\n\t\t\t\tMarktplatz von Br\u00fcgge\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix3.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix3-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-7011\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-7011'>\n\t\t\t\tKleine Baiser-T\u00f6rtchen vom \u201eAux Merveilleux\u201c, \numh\u00fcllt von Schlagsahne und Schokolade\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-3 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid 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class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix5.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix5-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-4 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-4' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix6.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"289\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix6-420x289.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-7005\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-7005'>\n\t\t\t\tBildungs- und Erziehungsleitlinien der Schule\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix7.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"263\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/croix7-420x263.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-7007\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-7007'>\n\t\t\t\tVoller Stundenplan einer Abschlussklasse\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:thin solid;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" 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href=\"https:\/\/www.unibremen.de\/fileadmin\/user_upload\/sites\/zpa\/pdf\/Pruefungsordnungen\/Bachelor\/F\/Frankoromanistik\/BA_Frankoromanistik_2Faecher_2014-07-09.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.unibremen.de\/fileadmin\/user_upload\/sites\/zpa\/pdf\/Pruefungsordnungen\/Bachelor\/F\/Frankoromanistik\/BA_Frankoromanistik_2Faecher_2014-07-09.pdf<\/a>.<\/p><p>Da ich im Laufe meines Studiums - abgesehen von einem sechsw\u00f6chigen Orientierungspraktikum an einer Bremer Schule - bis dato nur wenig praxisrelevante Erfahrungen hatte sammeln k\u00f6nnen, suchte ich nach Alternativen zum klassischen Auslandsstudium an einer franz\u00f6sischen Universit\u00e4t. Hierbei bietet sich die Fremdsprachenassistenz, vermittelt vom P\u00e4dagogischen Austauschdienst (PAD), als eine gute M\u00f6glichkeit an. Diese Option kam f\u00fcr mich aufgrund der Mindestdauer von sechs Monaten jedoch nicht infrage, da dies zeitlich mit den sich anschlie\u00dfenden Praxisorientierten Elementen (POE\u00b4s) in Bremen kollidiert w\u00e4re. So suchte ich nach einer k\u00fcrzeren Variante und stie\u00df auf die M\u00f6glichkeit des selbst zu organisierenden Praktikums im Ausland. In der besagten Pr\u00fcfungsordnung ist die Formulierung, ein mindestens viermonatiges Praktikum in einem franz\u00f6sischsprachigen Land k\u00f6nne nur \u201ein begr\u00fcndeten Ausnahmef\u00e4llen und mit Zustimmung des Pr\u00fcfungsausschusses\u201c erfolgen, irref\u00fchrend. Auf Nachfrage bei der Studienfachberaterin f\u00fcr die romanistischen Studieng\u00e4nge stellte sich heraus, dass ein Lehramtsstudium selbst bereits einen solchen begr\u00fcndeten Ausnahmefall darstellt und es hierf\u00fcr weder einem Antrag, noch der Zustimmung des Pr\u00fcfungsausschusses bedarf. Eine Anmeldung f\u00fcr das Auslandssemester auf PABO ist ebenfalls nicht vorzunehmen, auch wenn in der Rubrik \u201ePflichtbereich\u201c der Unterpunkt \u201eAuslandsstudium\u201c erscheint.<\/p><p><strong>Vorbereitung 1: Praktikumsplatzsuche<\/strong><br \/>Ausgehend von diesen Erkenntnissen machte ich mich im November 2018 (zehn Monate vor dem Beginn meines Praktikums) im Internet auf die Suche nach einer Praktikumsschule in einem frankophonen Land. Als hilfreich erwies sich hierbei die Seite der Initiative \u201eSchulen: Partner der Zukunft\u201c (PASCH) des Ausw\u00e4rtigen Amts <a href=\"https:\/\/www.pasch-net.de\/de\/par\/ptk.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.pasch-net.de\/de\/par\/ptk.html<\/a>. Diese richtet sich an deutsche Lehramts- und DaF-Studierende, die ein Lehramts- oder Unterrichtspraktikum im Ausland absolvieren m\u00f6chten. Die mehr als 1.800 PASCH-Schulen haben eine mehr oder minder starke Verbindung zu Deutschland bzw. der deutschen Sprache und lassen sich in drei Schultypen unterteilen: Neben deutschen Auslandsschulen geh\u00f6ren dem PASCH-Netzwerk auch SprachdiplomSchulen, die zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz f\u00fchren, sowie vom GoetheInstitut betreute Schulen an. Die deutschen Auslandsschulen kamen f\u00fcr mich nicht infrage, da ich mir u.a. von meinem Auslandsaufenthalt erhoffte, in das franz\u00f6sische Schulsystem eintauchen zu k\u00f6nnen. Ebenfalls n\u00fctzlich: Auf der virtuellen Weltkarte <a href=\"https:\/\/weltkarte.pasch-net.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/weltkarte.pasch-net.de\/<\/a> ist f\u00fcr jede Schule die Homepage, sowie ein Kurzportrait mit Informationen zur Anzahl der Sch\u00fclerInnen, Lehrenden, Schwerpunkten und Kontaktdaten der Ansprechpersonen verlinkt.<\/p><p>Trotz der zahlreichen Bewerbungen, die ich an PASCH-Schulen in ganz Frankreich und den franz\u00f6sischen \u00dcberseegebieten schrieb, erhielt ich leider keine positive R\u00fcckmeldung seitens der Schulen - in den meisten F\u00e4llen blieb eine Reaktion ganz aus.<\/p><p>So setzte ich meine Suche \u00fcber die von der Organisation Pangaya betriebenen Datenbank mit aktuellen Praktika im Ausland fort <a href=\"https:\/\/www.pangaya.de\/aktuelle-praktika\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.pangaya.de\/aktuelle-praktika\/<\/a>. Im Bereich P\u00e4dagogik & Soziales wird hier etwa die M\u00f6glichkeit einer Unterrichtsassistenz in Frankreich angeboten. Die Kosten f\u00fcr die Vermittlung des Praktikumsplatzes sowie die Betreuung durch Pangaya betragen f\u00fcr Frankreich (Festland) 190\u20ac als Anzahlung und 530\u20ac als Restbetrag im Falle einer erfolgreichen Vermittlung. Da diese Option f\u00fcr mich zu kostspielig war, die Zeit aber gleichzeitig dr\u00e4ngte, musste ich auf eigene Faust weitersuchen. \u00dcber private Kontakte bot sich mir schlie\u00dflich die M\u00f6glichkeit, meine Bewerbungen an die Schulen der katholischen Ordensgemeinschaft Les Religieuses du Sacr\u00e9-C\u0153ur de J\u00e9sus zu richten, der Schulen auf der ganzen Welt angeh\u00f6ren. Allein in Frankreich unterh\u00e4lt der Orden elf Schulen in Amiens, Angers, Bondues, Chatenay-Malabry, La Roche-sur-Yon, Marseille, Montpellier, Nantes, Reims Champagne-Ardennes, Tourcoing und Tours. Da ich meine eigene Schulzeit ebenfalls an einem katholischen Gymnasium verbracht habe, konnte ich mich mit den auf der Homepage der Schulen beschriebenen Zielen wie der Erziehung zum pers\u00f6nlichen und aktiven Glauben an Gott, der Vermittlung christlicher Werte und eines sozialen Bewusstseins, das zum Handeln auffordert, gut identifizieren. Mitte Februar 2019 erhielt ich dann vom Schulleiter des Coll\u00e8ge\/Lyc\u00e9e der Institution de la Croix in Bondues die Zusage f\u00fcr ein f\u00fcnfmonatiges Praktikum und bat mich in diesem Zusammenhang um die Zusendung einer Convention de stage (Praktikumsvereinbarung). Da die Universit\u00e4t Bremen \u2013 zumindest f\u00fcr das Fach Franz\u00f6sisch \u2013 nicht \u00fcber einen entsprechenden Vordruck verf\u00fcgt, habe ich dieses Dokument, in denen einzelne Paragraphen u.a. Ziele und Inhalte des Praktikums sowie Kosten- und Versicherungsfragen regeln, selbst erstellt.<\/p><p><strong>Vorbereitung 2: Erasmus+-Stipendium<\/strong><br \/>Nachdem ich den Praktikumsplatz sicher hatte, bem\u00fchte ich mich um ein Stipendium im Rahmen des EU-Programms Erasmus+, mit dem Auslandspraktika von mindestens zweimonatiger Dauer in den EU-Mitgliedsstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, der T\u00fcrkei sowie den franz\u00f6sischen und niederl\u00e4ndischen \u00dcberseegebieten gef\u00f6rdert werden. Alle Informationen rund um das ErasmusStipendium und die daf\u00fcr einzureichenden Bewerbungsunterlagen finden sich auf folgender Seite: <a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/studium\/starten-studieren\/studium-international\/praktika-imausland\/erasmus-praktika-f%C3%BCr-studierende\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.uni-bremen.de\/studium\/starten-studieren\/studium-international\/praktika-imausland\/erasmus-praktika-f%C3%BCr-studierende\/<\/a>. So ist der Bewerbung u.a. eine ECTSBescheinigung (bei Pflicht-Praktika) oder eine Anerkennung (bei freiwilligen Praktika) beizuf\u00fcgen.<\/p><p>In meinem Fall erwies sich keines der beiden Dokumente als geeignet, da mein Auslandsaufenthalt gem\u00e4\u00df der obenstehenden Pr\u00fcfungsordnung zwar obligatorisch ist, jedoch keine ECTS-Punkte einbringt, sofern er nicht an einer Universit\u00e4t, sondern an einer Praktikumseinrichtung im Ausland absolviert wird. Da Not erfinderisch macht, ersetzte die Studienfachberaterin f\u00fcr die romanistischen Studieng\u00e4nge so das Wort \u201efreiwillig\u201c im Anerkennungs-Dokument kurzerhand durch \u201everpflichtend\u201c. Nachdem ich alle erforderlichen Unterlagen eingereicht hatte, wurde meiner Bewerbung Mitte M\u00e4rz 2019 stattgegeben. F\u00fcr die Auszahlung der ersten 70% meines Stipendiums galt es, das dem Schreiben des International Office anh\u00e4ngige Learning Agreement und Grant Agreement zu unterzeichnen und zur\u00fcckzuschicken. Da dies alles recht schnell und reibungslos klappte, gestaltete sich die Organisation des Stipendiums f\u00fcr mich wesentlich einfacher als die vorangegangene Praktikumssuche. So konnte ich mich in den folgenden Monaten ganz auf die Suche nach einer passenden Unterkunft machen, wobei sich wieder einmal herausstellte: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!<\/p><p><strong>Unterkunft<\/strong><br \/>Bereits am Anfang meines Planungsprozesses stand f\u00fcr mich fest, dass ich f\u00fcr die Dauer meines Praktikums, sofern irgend m\u00f6glich, gerne bei einer Gastfamilie wohnen wollte, um g\u00e4nzlich in den franz\u00f6sischen Lebensalltag einzutauchen, schneller Anschluss zu finden und meine Franz\u00f6sischkenntnisse zu verbessern. Daher hatte ich mich sehr \u00fcber das Angebot des Schuldirektors gefreut, \u00fcber einen entsprechenden Aushang in der Schule, die Suche nach einer franz\u00f6sischen Familie zu unterst\u00fctzen. Nachdem mehrere Monate ergebnislos vergangen waren, suchte ich auf der Seite des Deutsch-Franz\u00f6sischen Jugendwerkes (DFJW) unter der Rubrik Kleinanzeigen > Such und find > Wohnungssuche selbst nach Privatpersonen, die gewillt waren, \u00fcbergangsweise eine deutsche Studentin bei sich aufzunehmen <a href=\"https:\/\/www.dfjw.org\/ kleinanzeigen.html?category=22\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.dfjw.org\/ kleinanzeigen.html?category=22<\/a>. Leider wurde ich hier nicht f\u00fcndig, sodass ich selbst eine Anzeige mit meinem Anliegen schaltete, auf die ich jedoch keine R\u00fcckmeldungen erhielt. Im Zuge weiterer Internetrecherchen wurde ich dann auf den Freundeskreis St\u00e4dtepartnerschaften W\u00fclfrath e.V. aufmerksam, der eine Partnerschaft mit meinem zuk\u00fcnftigen Praktikumsort Bondues unterh\u00e4lt. Nach einem sehr freundlichen Mailverkehr mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises, dessen Kontaktdaten auf folgender Internetseite vermerkt sind <a href=\"https:\/\/www.wuelfrath.net\/stadtportrait\/ partnerstaedte\/partnerstadt-bondues\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.wuelfrath.net\/stadtportrait\/ partnerstaedte\/partnerstadt-bondues\/<\/a>, bot dieser an, mir bei der Suche nach einer Unterkunft zu helfen und sich auch noch einmal mit dem Schulleiter der Institution de la Croix Blanche in Verbindung zu setzen. Wundersamerweise erhielt ich wenige Tage sp\u00e4ter einen Vorschlag mit zwei potenziellen Gastfamilien, die beide unweit meiner k\u00fcnftigen Praktikumsschule wohnten. So verbrachte ich die Zeit von Anfang September 2019 bis Ende Januar 2020 im Hause einer sehr netten franz\u00f6sischen Familie mit zwei Kindern und hatte dort mein eigenes Zimmer. Da der Schulbus f\u00fcr mich morgens zu sp\u00e4t fuhr, machte ich mich jeden Morgen von meiner Siedlung, der Domaine de la Vigne, zu Fu\u00df auf den Weg zur Schule, wobei eine Gehzeit von ca. 45 Minuten einzuplanen ist.<\/p><p><strong>Allgemeine Informationen zur Praktikumseinrichtung<\/strong><br \/>Die Institution de la Croix Blanche ist eine schulische Einrichtung, die dem katholischen Frauenorden der Sacr\u00e9-C\u0153ur-Schwestern untersteht. Das christliche Bildungs- und Erziehungsverst\u00e4ndnis der Schule steht in der Tradition der Ordensgr\u00fcnderin Madeleine Sophie Barat, von der etwa der Ausspruch stammt: \u00ab Courage et confiance! Je ne r\u00e9p\u00e8terai jamais assez ces deux mots \u00bb. Die Privatschule in der nordfranz\u00f6sischen Kleinstadt Bondues wird von etwa 2.200 Sch\u00fclerInnen besucht und umfasst alle Schulstufen von der Maternelle bis zum Lyc\u00e9e. Neben Englisch als erster Fremdsprache, lernen die Sch\u00fclerInnen wahlweise Deutsch oder Spanisch. So hatte ich w\u00e4hrend meines Praktikums die M\u00f6glichkeit, den Deutschunterricht am Lyc\u00e9e zu unterst\u00fctzen, indem ich Sch\u00fclerInnen mit zus\u00e4tzlichem F\u00f6rderbedarf individuelle Hilfen in puncto Aussprache und Rechtschreibung gegeben habe. Des Weiteren habe f\u00fcr die Deutschlehrerin, die selbst keine Muttersprachlerin ist, Schulbuchtexte und H\u00f6rbeispiele zusammengefasst und \u00fcbersetzt sowie eingesammelte Hausaufgaben und Klassenarbeiten korrigiert und bewertet. Am Coll\u00e8ge durfte ich 4-6 Stunden pro Woche eigenverantwortlich Deutsch unterrichten, wobei meine Lerngruppen durchschnittlich 15 Sch\u00fclerInnen umfassten und mir bzgl. der Inhalte und Methoden freie Hand gelassen wurde. F\u00fcr mich war das einerseits ein Sprung ins kalte Wasser, da ich bis dato nie eine eigene Unterrichtsstunde geplant, geschweige denn alleine vor eine Klasse gestanden hatte. Andererseits habe ich diese Herausforderung getreu dem Motto: \u201eMan w\u00e4chst mit seinen Aufgaben\u201c gerne angenommen, da ich die Freir\u00e4ume f\u00fcr kreative Ideen nutzen konnte und mir die Arbeit mit den Lernenden viel Freude bereitet hat.<\/p><p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>Das etwa 11.000 EinwohnerInnen z\u00e4hlende St\u00e4dtchen Bondues verspr\u00fcht angesichts weitl\u00e4ufiger Felder, rarer Busverbindungen und freilaufender H\u00fchner einen d\u00f6rflichen Charme, an den ich mich erst gew\u00f6hnen musste. Das \"Zentrum\" befindet sich rund um die Kirche Saint-Vaast, in der samstagabends um 18:30 Uhr, sowie sonntagmorgens um 11:00 Uhr Messe gefeiert wird. Neben einem kleinen Supermarkt (Carrefour City) ist hier auch das Rathaus, eine Boulangerie\/P\u00e2tisserie sowie eine kleine Restaurantzeile angesiedelt. Sehr empfehlenswert ist dabei das marokkanische Restaurant L\u2019Argan, das mittags und abends Couscous-Gerichte (auch zum Mitnehmen) anbietet. Da die Schulkantine mittwochs geschlossen hat und es in Bondues - abgesehen von einem weit entfernten Subway \u2013 keinen Imbiss und kein Schnellrestaurant gibt, war der freundliche Inhaber stets meine erste Anlaufstelle. An den Wochenenden habe ich des \u00d6fteren eine Fahrt ins gut zehn Kilometer entfernte Stadtzentrum von Lille unternommen, das man mit den Buslinien 86 und L91 in einer halben Stunde erreicht. Das Einzelticket, das vorne bei dem\/der BusfahrerIn erworben werden kann, kostet 1,85\u20ac. Beachtet werden sollte, dass der Bus sp\u00e4t abends nur noch einmal st\u00fcndlich nach Bondues zur\u00fcckf\u00e4hrt und den Betrieb wochentags ab 22:30 Uhr ganz einstellt. Sehr beeindruckend in Lille ist die am Grand Place gelegene Buchhandlung Furet du Nord, die sich \u00fcber ganze sieben Etagen erstreckt und keinen B\u00fccherwunsch offenl\u00e4sst. Viel Zeit habe ich zudem in der Citadelle, eine bastionische Festung, die von einem sch\u00f6nen Park und einem angegliederten Zoo umgeben ist, verbracht. F\u00fcr alle Sportlichen besteht hier neben ausgiebigen Joggingrunden auch die M\u00f6glichkeit, sich in einem Ger\u00e4teparcours zu trimmen. Um sich fit zu halten, bietet sich au\u00dferdem der Besuch der Kletterhalle What\u2019s Up in Wambrechies, einem Nachbarort Bondues, an.<\/p><p><strong>Nach der R\u00fcckkehr<\/strong><br \/>Zur\u00fcck in der Heimat habe ich eine Kopie der Attestation de stage (Praktikumsbescheinigung), die ich mir von der Schule habe ausstellen lassen, der Studienfachberaterin f\u00fcr die romanistischen Studieng\u00e4nge vorgelegt. Die von ihr mit Stempel und Unterschrift versehene Praktikumsbescheinigung ist dann zusammen mit einem Formular zur Bescheinigung \u00fcber den Auslandsaufenthalt beim Zentralen Pr\u00fcfungsamt (ZPA) einzureichen, damit der Auslandsaufenthalt auf PABO als absolviert vermerkt wird. F\u00fcr die Auszahlung der verbleibenden 30% des Erasmus+- Stipendiums waren in meinem Fall innerhalb von 30 Tagen nach Ende des Praktikums das Ergebnis des zweiten OLS-Sprachtests, eine Kopie der EU-Survey-Onlineumfrage, ein von der Schule ausgef\u00fclltes und unterschriebenes Assessment-Formular sowie ein Traineeship Certificate und der hiesige Praktikumsbericht einzureichen. Sollte dies nicht fristgerecht geschehen, wird nicht nur der Restbetrag einbehalten, sondern vom Studierenden auch die R\u00fcckzahlung der bereits erhaltenen finanziellen Zuwendungen aus dem Erasmus+-Programm verlangt.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Mein Auslandspraktikum an der Institution de la Croix Blanche in Frankreich war f\u00fcr mich eine bereichernde Erfahrung, die mir interessante Einblicke in die Eigenarten des franz\u00f6sischen Schulsystems erm\u00f6glicht hat. Schultage dauern hier t\u00e4glich von 8 bis 17 oder 18 Uhr, wobei die Unterrichtsstunden gr\u00f6\u00dftenteils aus Frontalunterricht bestehen. Neben der Notengebung, die mit einer Spannweite von 0 bis 20 Punkten stark von der deutschen Praktik abweicht, ist auch die Klassenfolge in Frankreich anders organisiert, da nicht wie in Deutschland aufsteigend, sondern absteigend gez\u00e4hlt wird. Im Rahmen meiner eigenen Unterrichtsstunden habe ich zudem ganz praktisch die Unterrichtsplanung, -durchf\u00fchrung und -nachbereitung erproben k\u00f6nnen undwertvolle Erkenntnisse f\u00fcr meinen weiteren Professionalisierungsprozess gewonnen. So steht f\u00fcr mich nun fest, dass ich in meiner sp\u00e4teren Lehrt\u00e4tigkeit vorzugsweise in der Sekundarstufe I unterrichten m\u00f6chte, da hier mehr Raum f\u00fcr kreative Ans\u00e4tze und spielerisches Sprachenlernen besteht. Durch den engen Anschluss an das Kollegium hatte ich das Gl\u00fcck, mich mit einigen LehrerInnen auch privat treffen und ins Gespr\u00e4ch kommen zu k\u00f6nnen. Dank der finanziellen Unterst\u00fctzung aus Erasmus+ Mitteln der EU konnte ich nicht nur die Kosten f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung decken, sondern auch an gemeinsamen Unternehmungen mit anderen Lehrkr\u00e4ften, wie etwa einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt im belgischen Br\u00fcgge teilnehmen.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"7009,6999\"]<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"7011\"]<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"7001,7003\"]<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"7005,7007\"]<\/p><p>\u00a0<\/p><p>[osm_map_v3 map_center= \"50.7041,3.0992\" zoom=\"10.016618756878513\" width=\"95%\" height=\"450\" map_border=\"thin solid \" post_markers=\"1\" type=\"\" control=\"fullscreen\" ]<\/p><p>\u00a0<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52097,356669,49297,368865,653],"tags":[368713,52097,368843,368887,49297,18499,368791,18623],"class_list":["post-6997","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-frankreich","category-laender","category-lehramt","category-outgoing","category-praktikum","tag-frankoromanistik","tag-frankreich","tag-fremdsprachenassistenz","tag-leben-im-ausland","tag-lehramt","tag-organisatorisches","tag-praktikumssuche","tag-wohnungssuche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6997","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6997"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6997\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7021,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6997\/revisions\/7021"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6997"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6997"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}