

{"id":6457,"date":"2020-05-04T00:42:09","date_gmt":"2020-05-03T22:42:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=6457"},"modified":"2022-06-13T23:43:44","modified_gmt":"2022-06-13T21:43:44","slug":"erasmus-praktikum-am-goethe-institut-nancy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2020\/05\/04\/erasmus-praktikum-am-goethe-institut-nancy\/","title":{"rendered":"Erasmus Praktikum am Goethe-Institut Nancy"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><strong>Einleitung<\/strong><br \/>\nIm Rahmen eines Auslandspraktikums habe ich zwei Monate in der Sprachabteilung des Goethe-Instituts Nancy verbracht. Meine Hauptaufgaben lassen sich in zwei Themenbereiche unterteilen: zum einen war ich in die Organisation und Veranstaltung von interkulturellen Trainings involviert und zum anderen an der Organisation eines Treffens von Europaabgeordneten beteiligt. Hinzu kamen kleinere Projekte im Bereich der Sprachkurse, im organisatorischen und administrativen Bereich.<\/p>\n<p>Auf das Goethe-Institut Nancy bin ich durch eine Ausschreibung aufmerksam geworden. Ich habe eine Anzeige im Internet gelesen, in der das Goethe-Institut nach einer Praktikantin\/einem Praktikanten suchte und an einer l\u00e4ngeren Zusammenarbeit interessiert w\u00e4re. Im weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses stellte sich allerdings heraus, dass es sich dabei nicht um eine m\u00f6gliche Stelle handelte, sondern um die Mitarbeit als Honorarkraft im Bereich der interkulturellen Trainings.<\/p>\n<p><strong>Erwartungen<\/strong><br \/>\nIm Grunde genommen stellte ich keine gro\u00dfen Erwartungen an das Praktikum. Durch ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch am Telefon mit der f\u00fcr mich Verantwortlichen, bei der ich dann auch das Praktikum absolviert habe, wusste ich schon recht detailliert, was f\u00fcr Aufgaben auf mich zu kommen w\u00fcrden. Alles in allem habe ich mir erhofft, im Rahmen des Praktikums in die Arbeit eines gr\u00f6\u00dferen Goethe-Instituts hineinschnuppern zu k\u00f6nnen. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt war die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit in Frankreich zu sein, um Erfahrungen zu sammeln und meine Franz\u00f6sischsprachkenntnisse auffrischen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nDa ich mich nach meinem Bachelor-Abschluss und vor meiner Exmatrikulation f\u00fcr ein Erasmus + Praktikums-Stipendium beworben habe und da sich das International Office bereit erkl\u00e4rt hatte, als dritte Partei meinen Praktikumsvertrag zu unterschreiben, war es m\u00f6glich f\u00fcr mich, ein Praktikum in Frankreich zu absolvieren, obwohl ich zu Beginn des Praktikums keine Studentin mehr war. In Frankreich ist es rechtlich festgelegt, dass man fast ausschlie\u00dflich nur als eingeschriebene Studentin\/ eingeschriebener Student ein Praktikum machen darf. Nach meiner Kenntnis hat das versicherungstechnische Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6461 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy1.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy1.jpg 468w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy1-420x235.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/a><br \/>\nBei der Wohnungssuche gab es die M\u00f6glichkeit, mit Hilfe des Goethe-Instituts ein Zimmer zu finden. Da ich jedoch alleine wohnen wollte, gestaltete sich die Wohnungssuche recht schwierig. Letztendlich habe ich ein kleines Studio in einem angrenzenden Ort bei einer sehr alten franz\u00f6sischen Vermieterin gefunden. Da ich in Deutschland viel Fahrrad fahre, hatte ich in Nancy nach der M\u00f6glichkeit eines Leihrads gesucht. In ganz Frankreich gibt es im Moment Bestrebungen die Fahrradinfrastruktur auszubauen. Aus diesem Grund gibt es zum einen Stadtr\u00e4der, wie man sie auch aus deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten kennt und zum anderen stadtsubventionierte Leihr\u00e4der, die man f\u00fcr einen g\u00fcnstigen Preis f\u00fcr ein Wochenende oder bis zu einem Jahr leihen kann. Da die Leihstationen der Stadtr\u00e4der nur im Stadtkern zu finden sind, bot sich f\u00fcr mich ein Leihrad an, das gut ausgestattet und sehr g\u00fcnstig f\u00fcr die zwei Monate zu mieten war. Auf diese Weise konnte ich mich v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von Bus und Bahn fortbewegen und Geld sparen. Allerdings sind Fahrr\u00e4der in den meisten St\u00e4dten Frankreichs noch nicht so im Verkehrsbild angekommen und viele Fahrradwege m\u00fcssen noch ausgebaut werden, um sicher am Stra\u00dfenverkehr teilnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy2.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6463 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy2.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy2.jpg 468w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy2-420x235.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Vorstellung der Praktikumsorganisation<\/strong><br \/>\nDas Goethe-Institut ist eine weltweit arbeitende Organisation, mit der Aufgabe Wissen \u00fcber die deutsche Sprache und Kultur innerhalb und au\u00dferhalb Deutschlands zu vermitteln und die internationale kulturelle Kooperation zu unterst\u00fctzen. Das Programm der Kultur- und Bildungsf\u00f6rderung richtet sich an alle, die Interesse an der deutschen Sprache und Kultur haben. Das Goethe-Institut ist inner- und au\u00dferhalb Deutschlands vertreten. Der Hauptsitz befindet sich in M\u00fcnchen, des Weiteren gibt es Au\u00dfenstellen in Berlin und anderen deutschen St\u00e4dten.<\/p>\n<p>Seine Aufgaben k\u00f6nnen in drei Bereichen zusammengefasst werden. Erstens: Deutschunterricht, welcher h\u00e4ufig in Kooperation mit ausl\u00e4ndischen Instituten und der Betreuung von Lehrenden verbunden wird. Zweitens: internationale kulturelle Kooperation, unter anderem Veranstaltung kultureller Events, wie zum Beispiel Filmvorf\u00fchrungen, Konzerte, Ausstellungen. Drittens: Verbreitung eines differenzierten Bildes von Deutschland durch Informationsvermittlung \u00fcber die deutsche Kultur, Gesellschaft und Politik.<\/p>\n<p>Finanziert wird das Institut durch die Bundesrepublik Deutschland. Abh\u00e4ngig von der Ausstattung des Goethe-Instituts werden unterschiedliche Praktika in unterschiedlichen Bereichen angeboten. In Frankreich sind es die Bereiche Kulturprogramm, Bildungskooperation Deutsch, Sprache und Information und Bibliothek.<\/p>\n<p>Das Goethe-Institut Nancy organisiert und unterst\u00fctzt eine Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen aus einem breiten Spektrum der deutschen Kultur. Alle Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit franz\u00f6sischen oder europ\u00e4ischen Institutionen durchgef\u00fchrt. Der Fokus liegt auf interkulturellen Begegnungen im deutsch-franz\u00f6sischen oder europ\u00e4ischen Bereich.<\/p>\n<p>Aufgrund seiner Lage im Osten Frankreichs und seiner N\u00e4he zu Deutschland, funktioniert es als ein \u201eScharnier\u201c zwischen Frankreich und Deutschland und den angrenzenden Nachbarl\u00e4ndern Belgien und Luxemburg. Sein Einzugsbereich umfasst die gesamte Region Grand Est (Champagne-Ardenne, Lothringen und Elsass). Das Goethe-Institut Strasbourg ist als Nebenstelle des Goethe-Instituts Nancy aktiv und arbeitet in enger Kooperation mit Nancy zusammen. Im Rahmen der Spracharbeit werden Sprachkurse und ein umfangreiches Pr\u00fcfungsprogramm, eine detaillierte Beratung und Materialien f\u00fcr Lehrer des Fachs Deutsch als Fremdsprache bereitgestellt, dar\u00fcber hinaus gibt es ein weitreichendes Angebot an Weiterbildungsseminaren und Workshops. Au\u00dferdem werden verschiedene Kulturveranstaltungen angeboten.<\/p>\n<p>Der Informationsbereich ist mit der Vermittlung von Informationen zum kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben in Deutschland und mit der F\u00f6rderung der Zusammenarbeit mit franz\u00f6sischen Bibliotheken und dem Fachaustausch mit Deutschland betraut. Die Bibliothek vor Ort stellt einen ausgewiesenen Bestand an B\u00fcchern, Medien und digitalen Angeboten Deutschinteressierten und Deutschlernenden mit den Schwerpunkten deutscher Gegenwartsliteratur, Comics, Graphic Novels, Aktuelles aus Politik und Gesellschaft, deutscher Kinder- und Jugendliteratur und Deutsch als Fremdsprachenliteratur zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Abteilung Sprache<\/strong><br \/>\nIch habe mein Praktikum in der Sprachabteilung absolviert. Normalerweise habe ich morgens um neun Uhr begonnen und bis um siebzehn Uhr gearbeitet einschlie\u00dflich einer einst\u00fcndigen Pause um die Mittagszeit. Des \u00d6fteren kamen allerdings Veranstaltungen am Abend oder am Wochenende hinzu. Die zus\u00e4tzliche Arbeitszeit konnte ich abbauen, so dass die w\u00f6chentliche Arbeitszeit von 35 Stunden nicht \u00fcberschritten wurde. Darauf wurde im Institut sehr geachtet. Meine Mentorin \u00fcbertrug mir verschiedene Aufgaben, dabei habe ich auch hin und wieder in anderen Bereichen ausgeholfen.<\/p>\n<p>Meine Aufgaben w\u00fcrde ich in drei Hauptaufgaben unterteilen. Zu den zwei Hauptaufgaben geh\u00f6rten zum einen die Mithilfe und Organisation interkultureller Trainings und die Erstellung und \u00dcbersetzung von Materialien und zum anderen die Organisation der Begegnungen von Europaabgeordneten und die Erstellung von Materialien f\u00fcr dieses Treffen. Zum dritten, administrativen Teil z\u00e4hle ich alles, was man als typische Praktikumsaufgaben bezeichnen kann: kopieren, sortieren, kleinere Veranstaltungen vorbereiten, in unterschiedlichen Sprachkursen hospitieren, Sprachtests korrigieren und Sprachnachweise ausstellen. Au\u00dferdem z\u00e4hle ich die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung eines Infostands beim Lernfest in Saarbr\u00fccken dazu. Hierf\u00fcr habe ich Vokabelw\u00fcrfel erstellt. Was zuerst nach einer kleinen Aufgabe aussah, entpuppte sich als aufw\u00e4ndige Arbeit, wie die Beschaffung bzw. den Kauf von Bildern und die Formatierung der Schrift der W\u00fcrfel.<\/p>\n<p>Auch die Mithilfe am \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c, an dem ich ein Deutschlandquiz veranstaltet habe, welches ich vorher mit einer App erstellt hatte, ben\u00f6tigte viel Vorbereitungszeit. Beide Projekte waren interessante Erfahrungen, bei denen ich von der Idee bis hin zur Durchf\u00fchrung in Absprache mit der Leitung selbst entscheiden konnte. Ein weiteres Projekt in der Sprachabteilung umfasste eine Didaktisierung der Ausstellung der K\u00fcnstlerin Rana Matloub, die w\u00e4hrend meines Praktikums im Institut ausstellte. Sprachlehrer und Schulklassen von au\u00dferhalb konnten die Ausstellung im spielerischen Rahmen erkunden und gleichzeitig die deutsche Sprache anwenden. <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy3.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6465 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy3.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy3.jpg 468w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy3-420x236.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/a>Die Arbeit war v\u00f6llig neu f\u00fcr mich, da ich noch nie zuvor Sprache unterrichtet hatte. Aber die Erarbeitung hat mir gro\u00dfen Spa\u00df gemacht. Leider war bei der Pr\u00e4sentation meiner Arbeit die Dominanz einiger Lehrk\u00f6rper so gro\u00df, dass es mir fast unm\u00f6glich war, meine Arbeit vollst\u00e4ndig vorzustellen. Aber auch das war eine Erfahrung. Hier war meine Betreuerin sehr hilfreich, da sie mir durch ein positives Feedback meine Arbeit im Nachhinein best\u00e4tigte und sie die Sprachlehrer allgemein als ein schwierige Publikum darstellte.<\/p>\n<p><strong>Interkulturelle Trainings<\/strong><br \/>\nDas Goethe-Institut Nancy befindet sich durch seine N\u00e4he zu Deutschland in einer prominenten Position um den interkulturellen Austausch zwischen Deutschen und Franzosen zu unterst\u00fctzen. Aus diesem Grund gibt es unterschiedlichste Projekte, die in diesem Bereich wirken. Ein weiteres Projekt, an dem ich mitgearbeitet habe, hei\u00dft Grenzg\u00e4nger. Es handelt sich hierbei um ein Programm, das in Kooperation mit der Saarbr\u00fccker Organisation Interreg veranstaltet wird und sich an Berufssch\u00fcler richten soll.<\/p>\n<p>Im Programm werden die Berufssch\u00fcler bei der Suche und Durchf\u00fchrung eines Praktikums im Partnerland unterst\u00fctzt. Zum einen soll das Sch\u00fcler an Berufsschulen, die in Frankreich einen weitaus schlechteren Ruf als in Deutschland genie\u00dfen, unterst\u00fctzen und ihnen einen besseren Einstieg in den Arbeitsmarkt erm\u00f6glichen. Zum anderen soll es dabei behilflich sein, einmal \u00fcber den Tellerrand zu schauen. Viele junge Leute w\u00fcrden nicht im Partnerland einen Job suchen, obwohl sie in unmittelbarer N\u00e4he der Grenze leben und zum Beispiel die Bezahlung in Deutschland h\u00f6her als in Frankreich ist.<\/p>\n<p>Bei dem Programm herrscht Arbeitsteilung zwischen dem Goethe-Institut Nancy und der Organisation Interreg, die ihren Sitz in Saarbr\u00fccken hat. Interreg hilft bei der b\u00fcrokratischen Organisation der Praktika und das Goethe-Institut bildet die Jugendlichen mit Hilfe interkultureller Trainings aus und unterst\u00fctzt sie dabei, Ber\u00fchrungs\u00e4ngste und Vorurteile abzubauen.<\/p>\n<p><strong>Treffen mit Europaabgeordneten<\/strong><br \/>\nDas umfangreichste Projekt war die Vorbereitung der Begegnungen der Europaabgeordneten. Es handelte sich um Veranstaltungen im Rahmen des Programms \u201eEuropa Netzwerk Deutsch\u201c, bei dem in Kooperation mit dem Ausw\u00e4rtigen Amt Deutsch als Verkehrs- und Arbeitssprache in den Europ\u00e4ischen Institutionen gef\u00f6rdert wird. Das Programm richtet sich an Abgeordnete Europ\u00e4ischer Institutionen, die Deutsch bereits auf einem hohen Niveau sprechen. Bei den Treffen in Deutschland werden in Unterrichtseinheiten die Sprachkenntnisse anhand von aktuellen politischen beziehungsweise europapolitischen Themen vertieft und verfestigt.<\/p>\n<p>Neben dem Unterricht werden auch Veranstaltungen organisiert, wie zum Beispiel die Besichtigung des Landtages des Saarlandes und anschlie\u00dfender Diskussion mit dem Landtagspr\u00e4sidenten. Ich hatte die Chance, die Organisation eines solchen Treffens vollst\u00e4ndig zu \u00fcbernehmen und die Aufgaben von der Kommunikation mit allen Beteiligten bis hin zur Erstellung von Lehrmaterialien zu erledigen. In diesem Rahmen habe ich zwei Dossiers erstellt, die zum einen meiner Chefin, die die Treffen und den Unterricht durchf\u00fchrte, mit der n\u00f6tigen Hintergrundinformation ausstatten und zum anderen auch den Grundstock f\u00fcr den Unterricht bilden sollten. Ein Dossier befasste sich mit der Gro\u00dfregion, die gerade auf Europapolitischer Ebene interessant ist und das andere Dossier befasste sich mit der V\u00f6lklinger H\u00fctte, einem ehemaligen Stahlwerk, da sich an seiner Geschichte die Entwicklungsgeschichte der Region gut ablesen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberlegungen zu Theorie und Praxis<\/strong><br \/>\nMeine Erfahrung im Umgang mit wissenschaftlichen Texten half mir, die zwei Dossiers f\u00fcr das Programm \u201eEuropa Netzwerk Deutsch\u201c zu verfassen. Des Weiteren war besonders meine Erfahrung der Selbstorganisation w\u00e4hrend der Zeit meiner Abschlussarbeit im Bachelor hilfreich, da ich w\u00e4hrend meines Praktikums mich sehr stark selbst organisieren und unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig bearbeiten musste.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6467 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy4.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy4.jpg 468w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy4-420x236.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Kritik des Praktikums<\/strong><br \/>\nSchade fand ich, dass w\u00e4hrend der Arbeit haupts\u00e4chlich Deutsch gesprochen wurde. Zum Verbessern meiner Sprachkenntnisse musste ich auf Bekannte oder auf Begegnungen beim Einkaufen oder \u00c4hnlichem zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Als negativ empfand ich, dass meine Praktikumsverantwortliche nur eine 75 Prozent Stelle hatte und damit eineinhalb Tage pro Woche weniger vor Ort war als ich. Ich hatte zwar immer meine Aufgaben zu erledigen, aber am meisten habe ich in gemeinsamer Arbeit mit meiner Mentorin gelernt. Hinzu kam, dass sie durch die Teilzeitstelle sehr viel zu tun hatte und sich meiner Meinung nach nicht immer genug Zeit f\u00fcr mich nehmen konnte. Vor allem geht meine Kritik hierbei an das Goethe-Institut als Arbeitgeber, da es nicht weitere Stellen schafft, um das Arbeitspensum angemessen erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen und nicht das, was zu erarbeiten ist, gleich wie bei einer Vollzeitstelle bleibt.<\/p>\n<p>Als sehr positiv bewerte ich, dass es mir durch die Gr\u00f6\u00dfe und Offenheit des Instituts m\u00f6glich war in unterschiedliche Bereiche Einblicke zu erhalten und in Projekten zu arbeiten, die meinen Interessen entsprachen und die mir Spa\u00df brachten. Des Weiteren gab es eine gro\u00dfe Abwechslung in meinen Aufgaben, wodurch es nicht langweilig wurde und ich Spa\u00df an der Arbeit hatte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy5.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6469 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy5.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy5.jpg 468w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy5-420x235.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nAlles in allem hat mir das Praktikum gut gefallen. Ich habe in der Zeit viel gelernt und mein Wissen erweitern k\u00f6nnen. Anderen w\u00fcrde ich den Praktikumsplatz auf jeden Fall weiter empfehlen, da es sich um einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz handelt und das Team ausgesprochen nett und hilfsbereit ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n             class=\"map undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:thin solid;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    \n\n\t\t\t\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayer'] = \"open layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayerAtStartup'] = \"open layer at startup\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generateLink'] = \"Der Link zur Karte mit ausgew\u00e4hlten Overlays und angezeigtem Ausschnitt\";\n\t\t\t\t\ttranslations['shortDescription'] = \"Kurzbeschreibung\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generatedShortCode'] = \"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\";\n\t\t\t\t\ttranslations['closeLayer'] = \"close layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['cantGenerateLink'] = \"put this string in the existing map short code to control this map\";\n\t\t\t  <\/script>\n\n\n\t\t\t  <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([6.1790,48.6940], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 7\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":6459,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Einleitung<\/strong><br \/>Im Rahmen eines Auslandspraktikums habe ich zwei Monate in der Sprachabteilung des Goethe-Instituts Nancy verbracht. Meine Hauptaufgaben lassen sich in zwei Themenbereiche unterteilen: zum einen war ich in die Organisation und Veranstaltung von interkulturellen Trainings involviert und zum anderen an der Organisation eines Treffens von Europaabgeordneten beteiligt. Hinzu kamen kleinere Projekte im Bereich der Sprachkurse, im organisatorischen und administrativen Bereich.<\/p><p>Auf das Goethe-Institut Nancy bin ich durch eine Ausschreibung aufmerksam geworden. Ich habe eine Anzeige im Internet gelesen, in der das Goethe-Institut nach einer Praktikantin\/einem Praktikanten suchte und an einer l\u00e4ngeren Zusammenarbeit interessiert w\u00e4re. Im weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses stellte sich allerdings heraus, dass es sich dabei nicht um eine m\u00f6gliche Stelle handelte, sondern um die Mitarbeit als Honorarkraft im Bereich der interkulturellen Trainings.<\/p><p><strong>Erwartungen<\/strong><br \/>Im Grunde genommen stellte ich keine gro\u00dfen Erwartungen an das Praktikum. Durch ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch am Telefon mit der f\u00fcr mich Verantwortlichen, bei der ich dann auch das Praktikum absolviert habe, wusste ich schon recht detailliert, was f\u00fcr Aufgaben auf mich zu kommen w\u00fcrden. Alles in allem habe ich mir erhofft, im Rahmen des Praktikums in die Arbeit eines gr\u00f6\u00dferen Goethe-Instituts hineinschnuppern zu k\u00f6nnen. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt war die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit in Frankreich zu sein, um Erfahrungen zu sammeln und meine Franz\u00f6sischsprachkenntnisse auffrischen zu k\u00f6nnen.<\/p><p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>Da ich mich nach meinem Bachelor-Abschluss und vor meiner Exmatrikulation f\u00fcr ein Erasmus + Praktikums-Stipendium beworben habe und da sich das International Office bereit erkl\u00e4rt hatte, als dritte Partei meinen Praktikumsvertrag zu unterschreiben, war es m\u00f6glich f\u00fcr mich, ein Praktikum in Frankreich zu absolvieren, obwohl ich zu Beginn des Praktikums keine Studentin mehr war. In Frankreich ist es rechtlich festgelegt, dass man fast ausschlie\u00dflich nur als eingeschriebene Studentin\/ eingeschriebener Student ein Praktikum machen darf. Nach meiner Kenntnis hat das versicherungstechnische Gr\u00fcnde.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy1.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-6461 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy1.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"262\" \/><\/a><br \/>Bei der Wohnungssuche gab es die M\u00f6glichkeit, mit Hilfe des Goethe-Instituts ein Zimmer zu finden. Da ich jedoch alleine wohnen wollte, gestaltete sich die Wohnungssuche recht schwierig. Letztendlich habe ich ein kleines Studio in einem angrenzenden Ort bei einer sehr alten franz\u00f6sischen Vermieterin gefunden. Da ich in Deutschland viel Fahrrad fahre, hatte ich in Nancy nach der M\u00f6glichkeit eines Leihrads gesucht. In ganz Frankreich gibt es im Moment Bestrebungen die Fahrradinfrastruktur auszubauen. Aus diesem Grund gibt es zum einen Stadtr\u00e4der, wie man sie auch aus deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten kennt und zum anderen stadtsubventionierte Leihr\u00e4der, die man f\u00fcr einen g\u00fcnstigen Preis f\u00fcr ein Wochenende oder bis zu einem Jahr leihen kann. Da die Leihstationen der Stadtr\u00e4der nur im Stadtkern zu finden sind, bot sich f\u00fcr mich ein Leihrad an, das gut ausgestattet und sehr g\u00fcnstig f\u00fcr die zwei Monate zu mieten war. Auf diese Weise konnte ich mich v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von Bus und Bahn fortbewegen und Geld sparen. Allerdings sind Fahrr\u00e4der in den meisten St\u00e4dten Frankreichs noch nicht so im Verkehrsbild angekommen und viele Fahrradwege m\u00fcssen noch ausgebaut werden, um sicher am Stra\u00dfenverkehr teilnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy2.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-6463 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy2.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"262\" \/><\/a><br \/><strong>Vorstellung der Praktikumsorganisation<\/strong><br \/>Das Goethe-Institut ist eine weltweit arbeitende Organisation, mit der Aufgabe Wissen \u00fcber die deutsche Sprache und Kultur innerhalb und au\u00dferhalb Deutschlands zu vermitteln und die internationale kulturelle Kooperation zu unterst\u00fctzen. Das Programm der Kultur- und Bildungsf\u00f6rderung richtet sich an alle, die Interesse an der deutschen Sprache und Kultur haben. Das Goethe-Institut ist inner- und au\u00dferhalb Deutschlands vertreten. Der Hauptsitz befindet sich in M\u00fcnchen, des Weiteren gibt es Au\u00dfenstellen in Berlin und anderen deutschen St\u00e4dten.<\/p><p>Seine Aufgaben k\u00f6nnen in drei Bereichen zusammengefasst werden. Erstens: Deutschunterricht, welcher h\u00e4ufig in Kooperation mit ausl\u00e4ndischen Instituten und der Betreuung von Lehrenden verbunden wird. Zweitens: internationale kulturelle Kooperation, unter anderem Veranstaltung kultureller Events, wie zum Beispiel Filmvorf\u00fchrungen, Konzerte, Ausstellungen. Drittens: Verbreitung eines differenzierten Bildes von Deutschland durch Informationsvermittlung \u00fcber die deutsche Kultur, Gesellschaft und Politik.<\/p><p>Finanziert wird das Institut durch die Bundesrepublik Deutschland. Abh\u00e4ngig von der Ausstattung des Goethe-Instituts werden unterschiedliche Praktika in unterschiedlichen Bereichen angeboten. In Frankreich sind es die Bereiche Kulturprogramm, Bildungskooperation Deutsch, Sprache und Information und Bibliothek.<\/p><p>Das Goethe-Institut Nancy organisiert und unterst\u00fctzt eine Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen aus einem breiten Spektrum der deutschen Kultur. Alle Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit franz\u00f6sischen oder europ\u00e4ischen Institutionen durchgef\u00fchrt. Der Fokus liegt auf interkulturellen Begegnungen im deutsch-franz\u00f6sischen oder europ\u00e4ischen Bereich.<\/p><p>Aufgrund seiner Lage im Osten Frankreichs und seiner N\u00e4he zu Deutschland, funktioniert es als ein \u201eScharnier\u201c zwischen Frankreich und Deutschland und den angrenzenden Nachbarl\u00e4ndern Belgien und Luxemburg. Sein Einzugsbereich umfasst die gesamte Region Grand Est (Champagne-Ardenne, Lothringen und Elsass). Das Goethe-Institut Strasbourg ist als Nebenstelle des Goethe-Instituts Nancy aktiv und arbeitet in enger Kooperation mit Nancy zusammen. Im Rahmen der Spracharbeit werden Sprachkurse und ein umfangreiches Pr\u00fcfungsprogramm, eine detaillierte Beratung und Materialien f\u00fcr Lehrer des Fachs Deutsch als Fremdsprache bereitgestellt, dar\u00fcber hinaus gibt es ein weitreichendes Angebot an Weiterbildungsseminaren und Workshops. Au\u00dferdem werden verschiedene Kulturveranstaltungen angeboten.<\/p><p>Der Informationsbereich ist mit der Vermittlung von Informationen zum kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben in Deutschland und mit der F\u00f6rderung der Zusammenarbeit mit franz\u00f6sischen Bibliotheken und dem Fachaustausch mit Deutschland betraut. Die Bibliothek vor Ort stellt einen ausgewiesenen Bestand an B\u00fcchern, Medien und digitalen Angeboten Deutschinteressierten und Deutschlernenden mit den Schwerpunkten deutscher Gegenwartsliteratur, Comics, Graphic Novels, Aktuelles aus Politik und Gesellschaft, deutscher Kinder- und Jugendliteratur und Deutsch als Fremdsprachenliteratur zur Verf\u00fcgung.<\/p><p><strong>Abteilung Sprache<\/strong><br \/>Ich habe mein Praktikum in der Sprachabteilung absolviert. Normalerweise habe ich morgens um neun Uhr begonnen und bis um siebzehn Uhr gearbeitet einschlie\u00dflich einer einst\u00fcndigen Pause um die Mittagszeit. Des \u00d6fteren kamen allerdings Veranstaltungen am Abend oder am Wochenende hinzu. Die zus\u00e4tzliche Arbeitszeit konnte ich abbauen, so dass die w\u00f6chentliche Arbeitszeit von 35 Stunden nicht \u00fcberschritten wurde. Darauf wurde im Institut sehr geachtet. Meine Mentorin \u00fcbertrug mir verschiedene Aufgaben, dabei habe ich auch hin und wieder in anderen Bereichen ausgeholfen.<\/p><p>Meine Aufgaben w\u00fcrde ich in drei Hauptaufgaben unterteilen. Zu den zwei Hauptaufgaben geh\u00f6rten zum einen die Mithilfe und Organisation interkultureller Trainings und die Erstellung und \u00dcbersetzung von Materialien und zum anderen die Organisation der Begegnungen von Europaabgeordneten und die Erstellung von Materialien f\u00fcr dieses Treffen. Zum dritten, administrativen Teil z\u00e4hle ich alles, was man als typische Praktikumsaufgaben bezeichnen kann: kopieren, sortieren, kleinere Veranstaltungen vorbereiten, in unterschiedlichen Sprachkursen hospitieren, Sprachtests korrigieren und Sprachnachweise ausstellen. Au\u00dferdem z\u00e4hle ich die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung eines Infostands beim Lernfest in Saarbr\u00fccken dazu. Hierf\u00fcr habe ich Vokabelw\u00fcrfel erstellt. Was zuerst nach einer kleinen Aufgabe aussah, entpuppte sich als aufw\u00e4ndige Arbeit, wie die Beschaffung bzw. den Kauf von Bildern und die Formatierung der Schrift der W\u00fcrfel.<\/p><p>Auch die Mithilfe am \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c, an dem ich ein Deutschlandquiz veranstaltet habe, welches ich vorher mit einer App erstellt hatte, ben\u00f6tigte viel Vorbereitungszeit. Beide Projekte waren interessante Erfahrungen, bei denen ich von der Idee bis hin zur Durchf\u00fchrung in Absprache mit der Leitung selbst entscheiden konnte. Ein weiteres Projekt in der Sprachabteilung umfasste eine Didaktisierung der Ausstellung der K\u00fcnstlerin Rana Matloub, die w\u00e4hrend meines Praktikums im Institut ausstellte. Sprachlehrer und Schulklassen von au\u00dferhalb konnten die Ausstellung im spielerischen Rahmen erkunden und gleichzeitig die deutsche Sprache anwenden. <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy3.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-6465 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy3.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"263\" \/><\/a>Die Arbeit war v\u00f6llig neu f\u00fcr mich, da ich noch nie zuvor Sprache unterrichtet hatte. Aber die Erarbeitung hat mir gro\u00dfen Spa\u00df gemacht. Leider war bei der Pr\u00e4sentation meiner Arbeit die Dominanz einiger Lehrk\u00f6rper so gro\u00df, dass es mir fast unm\u00f6glich war, meine Arbeit vollst\u00e4ndig vorzustellen. Aber auch das war eine Erfahrung. Hier war meine Betreuerin sehr hilfreich, da sie mir durch ein positives Feedback meine Arbeit im Nachhinein best\u00e4tigte und sie die Sprachlehrer allgemein als ein schwierige Publikum darstellte.<\/p><p><strong>Interkulturelle Trainings<\/strong><br \/>Das Goethe-Institut Nancy befindet sich durch seine N\u00e4he zu Deutschland in einer prominenten Position um den interkulturellen Austausch zwischen Deutschen und Franzosen zu unterst\u00fctzen. Aus diesem Grund gibt es unterschiedlichste Projekte, die in diesem Bereich wirken. Ein weiteres Projekt, an dem ich mitgearbeitet habe, hei\u00dft Grenzg\u00e4nger. Es handelt sich hierbei um ein Programm, das in Kooperation mit der Saarbr\u00fccker Organisation Interreg veranstaltet wird und sich an Berufssch\u00fcler richten soll.<\/p><p>Im Programm werden die Berufssch\u00fcler bei der Suche und Durchf\u00fchrung eines Praktikums im Partnerland unterst\u00fctzt. Zum einen soll das Sch\u00fcler an Berufsschulen, die in Frankreich einen weitaus schlechteren Ruf als in Deutschland genie\u00dfen, unterst\u00fctzen und ihnen einen besseren Einstieg in den Arbeitsmarkt erm\u00f6glichen. Zum anderen soll es dabei behilflich sein, einmal \u00fcber den Tellerrand zu schauen. Viele junge Leute w\u00fcrden nicht im Partnerland einen Job suchen, obwohl sie in unmittelbarer N\u00e4he der Grenze leben und zum Beispiel die Bezahlung in Deutschland h\u00f6her als in Frankreich ist.<\/p><p>Bei dem Programm herrscht Arbeitsteilung zwischen dem Goethe-Institut Nancy und der Organisation Interreg, die ihren Sitz in Saarbr\u00fccken hat. Interreg hilft bei der b\u00fcrokratischen Organisation der Praktika und das Goethe-Institut bildet die Jugendlichen mit Hilfe interkultureller Trainings aus und unterst\u00fctzt sie dabei, Ber\u00fchrungs\u00e4ngste und Vorurteile abzubauen.<\/p><p><strong>Treffen mit Europaabgeordneten<\/strong><br \/>Das umfangreichste Projekt war die Vorbereitung der Begegnungen der Europaabgeordneten. Es handelte sich um Veranstaltungen im Rahmen des Programms \u201eEuropa Netzwerk Deutsch\u201c, bei dem in Kooperation mit dem Ausw\u00e4rtigen Amt Deutsch als Verkehrs- und Arbeitssprache in den Europ\u00e4ischen Institutionen gef\u00f6rdert wird. Das Programm richtet sich an Abgeordnete Europ\u00e4ischer Institutionen, die Deutsch bereits auf einem hohen Niveau sprechen. Bei den Treffen in Deutschland werden in Unterrichtseinheiten die Sprachkenntnisse anhand von aktuellen politischen beziehungsweise europapolitischen Themen vertieft und verfestigt.<\/p><p>Neben dem Unterricht werden auch Veranstaltungen organisiert, wie zum Beispiel die Besichtigung des Landtages des Saarlandes und anschlie\u00dfender Diskussion mit dem Landtagspr\u00e4sidenten. Ich hatte die Chance, die Organisation eines solchen Treffens vollst\u00e4ndig zu \u00fcbernehmen und die Aufgaben von der Kommunikation mit allen Beteiligten bis hin zur Erstellung von Lehrmaterialien zu erledigen. In diesem Rahmen habe ich zwei Dossiers erstellt, die zum einen meiner Chefin, die die Treffen und den Unterricht durchf\u00fchrte, mit der n\u00f6tigen Hintergrundinformation ausstatten und zum anderen auch den Grundstock f\u00fcr den Unterricht bilden sollten. Ein Dossier befasste sich mit der Gro\u00dfregion, die gerade auf Europapolitischer Ebene interessant ist und das andere Dossier befasste sich mit der V\u00f6lklinger H\u00fctte, einem ehemaligen Stahlwerk, da sich an seiner Geschichte die Entwicklungsgeschichte der Region gut ablesen l\u00e4sst.<\/p><p><strong>\u00dcberlegungen zu Theorie und Praxis<\/strong><br \/>Meine Erfahrung im Umgang mit wissenschaftlichen Texten half mir, die zwei Dossiers f\u00fcr das Programm \u201eEuropa Netzwerk Deutsch\u201c zu verfassen. Des Weiteren war besonders meine Erfahrung der Selbstorganisation w\u00e4hrend der Zeit meiner Abschlussarbeit im Bachelor hilfreich, da ich w\u00e4hrend meines Praktikums mich sehr stark selbst organisieren und unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig bearbeiten musste.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy4.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-6467 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy4.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"263\" \/><\/a><\/p><p><strong>Kritik des Praktikums<\/strong><br \/>Schade fand ich, dass w\u00e4hrend der Arbeit haupts\u00e4chlich Deutsch gesprochen wurde. Zum Verbessern meiner Sprachkenntnisse musste ich auf Bekannte oder auf Begegnungen beim Einkaufen oder \u00c4hnlichem zur\u00fcckgreifen.<\/p><p>Als negativ empfand ich, dass meine Praktikumsverantwortliche nur eine 75 Prozent Stelle hatte und damit eineinhalb Tage pro Woche weniger vor Ort war als ich. Ich hatte zwar immer meine Aufgaben zu erledigen, aber am meisten habe ich in gemeinsamer Arbeit mit meiner Mentorin gelernt. Hinzu kam, dass sie durch die Teilzeitstelle sehr viel zu tun hatte und sich meiner Meinung nach nicht immer genug Zeit f\u00fcr mich nehmen konnte. Vor allem geht meine Kritik hierbei an das Goethe-Institut als Arbeitgeber, da es nicht weitere Stellen schafft, um das Arbeitspensum angemessen erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen und nicht das, was zu erarbeiten ist, gleich wie bei einer Vollzeitstelle bleibt.<\/p><p>Als sehr positiv bewerte ich, dass es mir durch die Gr\u00f6\u00dfe und Offenheit des Instituts m\u00f6glich war in unterschiedliche Bereiche Einblicke zu erhalten und in Projekten zu arbeiten, die meinen Interessen entsprachen und die mir Spa\u00df brachten. Des Weiteren gab es eine gro\u00dfe Abwechslung in meinen Aufgaben, wodurch es nicht langweilig wurde und ich Spa\u00df an der Arbeit hatte.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy5.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-6469 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2020\/01\/Nancy5.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"262\" \/><\/a><\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Alles in allem hat mir das Praktikum gut gefallen. Ich habe in der Zeit viel gelernt und mein Wissen erweitern k\u00f6nnen. Anderen w\u00fcrde ich den Praktikumsplatz auf jeden Fall weiter empfehlen, da es sich um einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz handelt und das Team ausgesprochen nett und hilfsbereit ist.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>[osm_map_v3 map_center= \"48.6940,6.1790\" zoom=\"7\" width=\"95%\" height=\"450\" map_border=\"thin solid \" post_markers=\"1\" type=\"\" control=\"fullscreen\" ]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52097,356669,368865,653],"tags":[125659,52097,368717,18499,368791,18623],"class_list":["post-6457","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-frankreich","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-erfahrungsbericht","tag-frankreich","tag-kulturschock","tag-organisatorisches","tag-praktikumssuche","tag-wohnungssuche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6457"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6457\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6477,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6457\/revisions\/6477"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}