

{"id":6115,"date":"2019-10-07T10:57:27","date_gmt":"2019-10-07T08:57:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=6115"},"modified":"2022-06-14T22:03:36","modified_gmt":"2022-06-14T20:03:36","slug":"chemie-praktikum-an-der-unam-in-mexiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2019\/10\/07\/chemie-praktikum-an-der-unam-in-mexiko\/","title":{"rendered":"Chemie-Praktikum an der UNAM in Mexiko"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nDie Idee f\u00fcr einen selbstorganisierten Aufenthalt im Ausland ist mir am Ende meines Chemie- Bachelorstudiums gekommen. W\u00e4hrend der intensiven Arbeit an der Bachelorarbeit hatte ich das Gef\u00fchl, den Kopf nicht gen\u00fcgend f\u00fcr die Entscheidung \u00fcber die Ausrichtung des Masterstudiums frei zu haben. Daher entschied ich mich, mir ein Jahr lang Zeit f\u00fcr diese Entscheidung zu nehmen und durch Praktika und Gespr\u00e4che mit Dozenten die Grundlage f\u00fcr die Entscheidung zu legen.<\/p>\n<p>Eine Doktorandin erz\u00e4hlte mir, dass sie f\u00fcnf Jahre zuvor ein Praktikum in Mexiko an einer meereschemischen Arbeitsgruppe in Sisal\/Yukatan gemacht habe. Die Forschungsschwerpunkte seien auf meine Interessen wie zugeschnitten und sie bot mir an, den Kontakt herzustellen. Von da an ging alles sehr schnell. Kurze Zeit sp\u00e4ter bekam ich die Zusage des Professors und ich suchte nach F\u00f6rderm\u00f6glichketen. Die Studienberatung der Universit\u00e4t Bremen empfahl mir, mich auf das PROMOS-Praktikum Stipendium zu bewerben. Die Bewerbungsfrist allerdings war zu diesem Zeitpunkt drei Tage entfernt, weswegen ich die Bewerbung nur einige Minuten vor der Frist einreichen konnte. Umso mehr freute ich mich nat\u00fcrlich \u00fcber die Zusage des Stipendiums und die damit verbundene Co-Finanzierung meines Aufenthalts in Mexiko.<\/p>\n<p>Die Buchung der Fl\u00fcge gestaltete sich in meinem Fall relativ einfach. Ich informierte mich vorab im Internet \u00fcber die Kosten und buchte aber \u00fcber eine Reiseagentur in Bremen, die mit ihrer Erfahrung die Reise noch preisg\u00fcnstiger anbieten konnte. Ich kann die Buchung \u00fcber eine Reiseagentur nur empfehlen, f\u00fcr die Spezialisten der Agentur war die Buchung eines durch einen angeh\u00e4ngten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten notwendigen Dreiecksflugs kein Problem. Au\u00dferdem halfen sie mir w\u00e4hrend meines Mexikoaufenthalts unkompliziert bei einer notwendig gewordenen Umbuchung. Selber organisiert, h\u00e4tte dieses von Mexiko aus viel Zeit und Nerven gekostet. Vom Zielflughafen Cancun buchte ich mir einen Bus nach Merida. Dort sollte ich am n\u00e4chsten Tag von meinem gastgebenden Professor abgeholt werden.<\/p>\n<p>Alles in Allem gestaltete sich die Kommunikation mit meinem Professor unkompliziert. Ich konnte mich vorab \u00fcber die Internetseite der Universit\u00e4t \u00fcber den Universit\u00e4tszweig in Sisal und die Arbeitsgruppe informieren. Die Vorbereitung auf das Praktikum bestanden weitestgehend aus dem Einlesen in die Themenschwerpunkte meiner zuk\u00fcnftigen Arbeitsgruppe. Sorgen machte ich mir \u00fcber das Wetter. Mich erwarteten Temperaturen von weit \u00fcber 30 \u00b0C und hohe Luftfeuchtigkeit im Juni. Zum Gl\u00fcck sollte es im Labor eine Klimaanlage geben.<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>\nDie Einreise nach Mexiko ist f\u00fcr Aufenthalte bis 180 Tage unkompliziert. Es wird kein Visum verlangt und man braucht sich auch nicht zuvor registrieren zu lassen, wie dies der Fall f\u00fcr die USA ist. Bei der Einreise musste ich lediglich ein Dokument (\u201eimmigration form\u201c) ausf\u00fcllen, welches mir schon im Flugzeug ausgeh\u00e4ndigt wurde. Das Dokument erfragt unter anderem die Dauer des Aufenthalts. Das Dokument muss bis zur Ausreise aufbewahrt werden.<\/p>\n<p>Ansonsten wurden von mir keine weiteren Bescheinigungen oder sonstige Dokumente verlangt, weder bei der Einreise noch in meiner Gastuniversit\u00e4t. Dies lag allerdings daran, dass ich das Praktikum den Status \u201eForschungsaufenthalt\u201c hatte und ich nicht als Student gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p><strong>Allgemeine Informationen zur Partnerhochschule<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_6119\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6119\" class=\" wp-image-6119\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild1.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"348\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6119\" class=\"wp-caption-text\">Bild 1: Einfahrt zur Universit\u00e4t und Hafeneinfahrt von Sisal.<\/p><\/div><\/p>\n<p>Die Gastuniversit\u00e4t in Sisal ist ein kleiner Standort der National Autonomen Universit\u00e4t von Mexiko (UNAM) in Merida. UNAM ist eine der gr\u00f6\u00dften \u00f6ffentlichen und staatlich gef\u00f6rderten Universit\u00e4ten in Mexiko und hat in allen Teilen von Mexiko Ableger mit verschiedenen Schwerpunkten. Der Standort Sisal ist sehr klein und besteht nur aus drei Schwerpunkten: Biologie\/Chemie, Ingenieurswissenschaften und Wissenschaften von K\u00fcstensystemen. Insgesamt studieren weniger als 100 Studenten in Sisal und von vielen wird es als Forschungsaufenthalt f\u00fcr die Abschlussarbeit des Bachelor\u00e4quivalents bzw. Masters genutzt.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t selber ist wundersch\u00f6n am Strand und an der Hafeneinfahrt von Sisal gelegen. Sisal ist \u00fcber eine einzige Landstra\u00dfe mit der n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Stadt Hunucma verbunden. Es besteht sowohl eine Busverbindung zwischen Sisal und Hunucma, als auch zwischen Hunucma und Merida, welche allerdings nur bis acht Uhr abends verf\u00fcgbar ist. Die Fahrpreise sind niedrig, die Sicherheitsstandards allerdings auch.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6121\" style=\"width: 482px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild2.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6121\" class=\" wp-image-6121\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild2.jpg\" alt=\"\" width=\"472\" height=\"354\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6121\" class=\"wp-caption-text\">Bild 2: Blick ins Labor im f\u00fcr Naturstoffe. Mein Hauptarbeitsplatz<\/p><\/div><\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t kann von Sisal aus bequem zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad erreicht werden. Ein weiteres Fortbewegungsmittel ist das sogenannte Motortaxi, ein Tuk-tuk, f\u00fcr welches man umgerechnet pro Fahrt ca. 50 Cent bezahlen muss.<\/p>\n<p>Der Campus ist sehr klein. Ein einziges gro\u00dfes Geb\u00e4ude dominiert das Gel\u00e4nde und ist f\u00fcr einen Teil der Verwaltung sowie f\u00fcr die Ingenieurswissenschaften vorgesehen. Neben kleineren Labor- und Unterrichtsgeb\u00e4uden befinden sich noch einige gro\u00dfe Hallen und Zelte auf dem Gel\u00e4nde, welche der Aufzucht und Forschung von und an Algen, Fischen und Tintenfischen dient. Zus\u00e4tzlich gibt es eine kleine Cafeteria, in der man Snacks, Getr\u00e4nke und ein Mittagessen bekommen kann.<\/p>\n<p>Der Campus selber ist von Mexikanern gepr\u00e4gt. Wenn internationale Studenten oder Forschende sich nach Sisal verirren, kommen sie meistens aus S\u00fcdamerika. Dementsprechend wird fast ausschlie\u00dflich Spanisch gesprochen, Englisch sprechen die Wenigsten.<\/p>\n<p>Mein Arbeitsmittelpunkt war so gut wie immer das Labor f\u00fcr marine Naturstoffe, in dem sich sowohl die B\u00fcros der Professoren und Studenten, die analytischen Ger\u00e4te als auch die Laborb\u00e4nke befanden. Dort arbeitete ich die meiste Zeit mit meinem Professor (Hauptansprechperson) und mit anderen Studenten zusammen.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6123\" style=\"width: 627px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild3.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6123\" class=\"size-full wp-image-6123\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild3.jpg\" alt=\"\" width=\"617\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild3.jpg 617w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild3-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 617px, 100vw\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6123\" class=\"wp-caption-text\">Bild 3: Die Universit\u00e4t im Sonnenuntergang. Rechts zu sehen ist eine der Fischaufzuchtshallen.<\/p><\/div><\/p>\n<p><div id=\"attachment_6125\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6125\" class=\" wp-image-6125\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild4.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"265\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6125\" class=\"wp-caption-text\">Bild 4: Anthopleura Texaensis im Aquarium. Das Gift aus den Nesselzellen der Tentakel war Grundlage der Forschung.<\/p><\/div><\/p>\n<p><strong><br \/>\nInhaltliches zum Praktikum<br \/>\n<\/strong>Meine Forschungsaufgaben bestanden zun\u00e4chst aus der Extraktion von Neurotoxinen (Neuropeptiden und Zytolysinen) aus dem Giftcocktail der Nesselzellen (Nematocysten) der Seeanemonenspezies Anthopleura Texaensis. Einer im Golf von Mexiko auftretenden relativ kleinen Seeanemonenart. Sp\u00e4ter folgte auch die Analyse von Sedimentproben aus regionalen Cenotes (mit Grundwasser gef\u00fcllten und h\u00e4ufig durch H\u00f6hlensystemen verbundenen Kalksteinl\u00f6cher) auf R\u00fcckst\u00e4nden von Hygieneartikeln, wie verschiedenen UV-Filtern aus Sonnencremes.<\/p>\n<p>In den ersten beiden Monaten bestand meine Arbeit aus dem Auftrennen des Nesselzellenextraktes und der Isolation der aktiven Komponenten. Hierbei wurden zun\u00e4chst die Tentakel der Seeanemonen in unterschiedliche L\u00f6semittelmittel (sowohl organische als auch w\u00e4ssrige L\u00f6semittel) gelegt, um die Nesselzellen auszul\u00f6sen und das Gift freizulassen. Danach wurden verschiedene Extraktions- und Filtrationsmethoden angewandt, um das Extrakt nach Gr\u00f6\u00dfe und Polarit\u00e4t der aktiven Stoffe zu fraktionieren. Nach jedem Zwischenschritt wurde die Aktivit\u00e4t der einzelnen Fraktionen an lebenden Krabben getestet, welche zuvor am Strand gefangen werden mussten. Fortgefahren wurde dann nur mit den aktiven Fraktionen. Schlussendlich wurden die aufgetrennten Extrakte mittels HPLC (High Pressure Liquid Chromatography) und LC- MS (Liquid Chromatography Mass Spectrometry) analysiert.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6127\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild5.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6127\" class=\" wp-image-6127\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild5.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"344\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6127\" class=\"wp-caption-text\">Bild 5: Solid Phase Extraction des Rohextraktes aus dem Gift der Seeanemonen.<\/p><\/div><\/p>\n<p>Leider gelang es mir w\u00e4hrend meines Aufenthaltes nicht, ein neues unbekanntes Neuropeptid aus dem Gift der Seeanemone Anthopleura Texaensis zu identifizieren. Zwar erhielt ich einige vielversprechende aktive Fraktionen, allerdings war es mir nicht m\u00f6glich diese genauer zu analysieren. Zu diesem Zeitpunkt fiel das LC-MS aus und konnte bis zum Ende meines Praktikumsaufenthaltes nicht mehr repariert werden. Ohne die massenspektrometrischen Daten der Proben k\u00f6nnen keine Informationen zu den Strukturen und Summenformeln der aktiven Substanzen erhalten werden.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6131\" style=\"width: 259px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild7.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-5\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6131\" class=\" wp-image-6131\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild7.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"519\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6131\" class=\"wp-caption-text\">Bild 7: Ich auf der Suche nach Krabben. Geisterkrabben in ihrem nat\u00fcrlichen Habitat.<\/p><\/div><\/p>\n<p>Darum wechselte ich im letzten Monat meines Aufenthaltes zu der Analyse von Sedimentproben aus Cenotes auf R\u00fcckst\u00e4nden von UV-Filtern aus Sonnencremes. Hierbei wurden zun\u00e4chst alle l\u00f6slichen Verbindungen aus dem Sediment extrahiert und vor allem mit Hilfe weiterer Extraktionstechniken von st\u00f6renden Farbstoffen befreit. Die so erhaltenden Extrakte wurden dann in der HPLC analysiert und mit Hilfe von Standards verglichen. Auf diese Weise konnten in acht von zehn Sedimentproben R\u00fcckst\u00e4nde von UV-Filtern in den Cenotes nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6133\" style=\"width: 258px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild8.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-6\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6133\" class=\" wp-image-6133\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild8.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"558\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild8.jpg 441w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild8-420x945.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6133\" class=\"wp-caption-text\">Bild 8: Meine Stra\u00dfe und meine Wohnung in Sisal.<\/p><\/div><\/p>\n<p><strong><br \/>\nUnterkunft<br \/>\n<\/strong>Die Wohnungssuche gestaltete sich f\u00fcr mich unkomplizierter als gedacht. Mein (Arbeitsgruppenleiter\/Professor Soundso) Gastprofessor hatte versprochen, mir bei der Suche nach einer Wohnung in Sisal zu helfen. So ergab sich, dass mir ein Student aus der Arbeitsgruppe anbot, mich in seiner Wohngemeinschaft aufzunehmen. Diesem Angebot kam ich gerne nach, da die Miete selbst f\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse vor Ort sehr g\u00fcnstig war - umgerechnet 25 \u20ac pro Person im Monat. Wir wohnten dort zu dritt. Die g\u00fcnstige Miete spiegelte sich allerdings auch im Zustand, der Gr\u00f6\u00dfe und der Ausstattung der Unterkunft wider, Sie war ca. 25 m2 gro\u00df, bestand aus einem Raum mit integrierter K\u00fcchenzeile und einem von einem Vorhang abgetrennten kleinen Badezimmer. Es gab keine Fliegengitter, kein Warmwasser, keine Betten und nur einer der zwei Deckenventilatoren funktionierte. Der kleine Hinterhof konnte zum W\u00e4scheaufh\u00e4ngen und zur M\u00fcllablage genutzt werden. Wir schliefen in H\u00e4ngematten zu dritt im selben Raum. Ich gew\u00f6hnte mich sehr schnell an die Bedingungen und genoss es sogar dort zu wohnen, trotz fehlender Privatsph\u00e4re und oft sehr hohen Temperaturen im Wohninnenraum.<\/p>\n<p>Die Wohnung war recht nah am Zentrum Sisals gelegen und nur 50 m vom Strand entfernt. Die Universit\u00e4t war mit dem Fahrrad in zehn Minuten zu erreichen. War es nicht zu hei\u00df, konnte ich zu Fu\u00df gehen, oder auch das Motortaxi nehmen.<\/p>\n<p>Ich kann eine Wohngemeinschaft bei einem l\u00e4ngeren Aufenthalt in einer fremden Umgebung nur empfehlen, besonders, wenn man sich schnell in die hiesige Community integrieren m\u00f6chte. R\u00fcckblickend muss ich sagen, dass ich auf das Leben in Mexiko schlecht vorbereitet war. Mir war nicht bewusst, wie wenig Menschen in Sisal Englisch sprechen und wie anders der Alltag dort gestaltet wird. Auf der anderen Seite bin ich trotz der Sprachbarrieren sehr schnell in die Wohngemeinschaft und einen gr\u00f6\u00dferen Freundeskreis integriert worden. Und da keiner meiner Mitbewohner Englisch sprach, hatte ich die Gelegenheit, schnell Grundkenntnisse in Spanisch zu erwerben. Insgesamt gab es keine Probleme mit der Kommunikation da mir im spanisch-sprachigen Alltag stets von mexikanischen Freunden geholfen wurde.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges &amp; Freizeit<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_6135\" style=\"width: 314px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild9.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-7\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6135\" class=\" wp-image-6135\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild9.jpg\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild9.jpg 440w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild9-420x429.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6135\" class=\"wp-caption-text\">Bild 9: Chich\u00e9n Itz\u00e0.<\/p><\/div><\/p>\n<p>Sisal liegt abseits der internationalen Touristenstr\u00f6me. Das Speiseangebot ist daher ausschlie\u00dflich auf mexikanische Vorlieben ausgerichtet, in der eine fleischlose Ern\u00e4hrung wohl unvorstellbar ist. Dennoch gab man sich immer gr\u00f6\u00dfte M\u00fche mir etwas Vegetarisches zu geben; was leider meist sehr einseitig war. An der Universit\u00e4t fand ich dann kleine Stra\u00dfenk\u00fcche, die auf Bestellung Mittagessen ins B\u00fcro brachte. Der Koch war bereit, ein abwechslungsreiches vegetarisches Mittagsessen mit zwei G\u00e4ngen und selbstgemachtem Fruchtgetr\u00e4nk f\u00fcr umgerechnet 3 \u20ac zu liefern.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6137\" style=\"width: 363px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild10.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-8\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6137\" class=\" wp-image-6137\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild10.jpg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild10.jpg 441w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild10-420x315.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6137\" class=\"wp-caption-text\">Bild 10: Ich und ein Kofferfisch in Puerto Morelos.<\/p><\/div><\/p>\n<p>In Sisal selber gab es keine organisierten Sportangebote. Allerdings traf ich mich regelm\u00e4\u00dfig zum Basketball, Fu\u00dfball oder Beachvolleyball mit anderen Studenten und Kindern aus dem Dorf. Die N\u00e4he zum Meer nutzte ich h\u00e4ufig, um abends oder morgens zu schwimmen.<\/p>\n<p>L\u00e4ngere Wochenenden und Feiertage, von denen es in Mexiko recht viele gibt, nutzte ich, um Yukatans Landschaft und Kultur zu erkunden. Dabei hinterlie\u00dfen die Cenotes und die alten Ruinen der Maya einen besonders nachhaltigen Eindruck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6139\" style=\"width: 303px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild11.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-9\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6139\" class=\" wp-image-6139\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild11.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"592\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild11.jpg 441w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild11-420x849.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6139\" class=\"wp-caption-text\">Bild 11: Cenote No Mozhon und Mayaruinen in Mayapan.<\/p><\/div><\/p>\n<p>Viele Studierende der Universit\u00e4t Sisal m\u00fcssen im Zusammenhang mit ihrem Studium oder ihrer Forschung Tauchen lernen. Da die Kosten f\u00fcr einen Tauchschein in Mexiko vergleichsweise recht niedrig sind, entschied ich mich, einen Open Water PADI Tauchschein zu machen. Der Tauchkurs fand in den Cenotes statt, die mir eine neue und unwirkliche Welt offenbarten. Nach erfolgreichem Kurskonnte ich preisg\u00fcnstig an einem von der Tauchlehrerin begleiteten Tauchtrip in der Karibik Mexikos teilnehmen. Hier befinden sich einige der sch\u00f6nsten Tauchgr\u00fcnde der Welt.<\/p>\n<p><strong>Was ist tunlichst zu vermeiden?<\/strong><br \/>\nVerliere deine Kreditkarte nicht! Am Ende meines Aufenthalts in Mexiko verga\u00df ich meine Kreditkarte in einem Bankautomaten. Das hat den restlichen Aufenthalt unn\u00f6tig kompliziert gemacht. Zum Gl\u00fcck geh\u00f6rt zum kostenfreien Studentenkonto der Deutschen Kreditbank eine umfassende Versicherung f\u00fcr solche F\u00e4lle, und ich bekam sehr schnell eine Notfallkreditkarte und Notfallbargeld zugeschickt. An den meisten Bankautomaten fallen Geb\u00fchren an, weswegen es zu empfehlen ist, viel Geld auf einmal abzuheben.<\/p>\n<p>Nach der R\u00fcckkehr<br \/>\nDas Praktikum in Mexiko habe ich vor allem gemacht, um weitere Aspekte der Meereschemie kennenzulernen. F\u00fcr den Abschluss meines Chemie-Bachelors ben\u00f6tigte ich nur noch 3 CP, welche mir vor Beginn f\u00fcr das Praktikum zugesichert wurden. Da ich mich zum jetzigen Zeitpunkt noch in den USA befinde, werde ich die Anerkennung der Studienleistung erst nach dem Einreichen des Erfahrungsberichtes abschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nAbschlie\u00dfend l\u00e4sst sich sagen, dass mir der gesamte Mexikoaufenthalt und das Praktikum sehr gut gefallen haben. Ich konnte durchweg positive Eindr\u00fccke von Mexiko und den Menschen in Mexiko sammeln. Ich habe die Menschen als hilfsbereit und in den meisten F\u00e4llen als weltoffen kennengelernt. Aber es wurde h\u00e4ufig betont, dass Sisal nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr Mexiko und Yukatan der sicherste Teil Mexikos ist. Trotzdem m\u00f6chte sehr gerne wiederkommen, um auch andere Teile Mexikos zu entdecken.<\/p>\n<p>Das Praktikum hat nicht alle meine Erwartungen erf\u00fcllt. Die Arbeit im Labor war nicht immer gut durchstrukturiert war. H\u00e4ufig fehlt Geld f\u00fcr Ausr\u00fcstung und Projekte und leider hatte ich auch ein bisschen Pech mit den defekten analytischen Ger\u00e4ten. Trotzdem habe ich auch fachlich viel gelernt. Gerade im Bereich Chromatografie konnte ich viele praktische Erfahrungen sammeln. Bei den Versuchen zur Bestimmung der Aktivit\u00e4t der Extrakte an Krabben hatte ich ethische Bedenken. Doch da Alternativen kompliziert, zeitaufw\u00e4ndig und teuer sind, gibt es f\u00fcr die Arbeitsgruppe offensichtlich keine Alternative. In der Zukunft m\u00f6chte ich jedoch nicht mehr mit Tierversuchen arbeiten.<\/p>\n<p>Das Praktikum hat mich motiviert, mich f\u00fcr einen meereswissenschaftlichen Masterstudiengang zu bewerben. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Meereschemie sehr von den Methoden der Analytischen Chemie gepr\u00e4gt ist. Mein Wunsch ist es aber, mich umfassender mit den Meereswissenschaften auseinanderzusetzen habe mich daher f\u00fcr den Masterstudiengang Marine Umweltwissenschaften in Oldenburg beworben.<\/p>\n<p>Das Tauchen hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich hoffe im Rahmen des Masterstudiums die Bef\u00e4higung zum Forschungstauchen erwerben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss m\u00f6chte ich noch dem DAAD und der PROMOS-Stiftung, meinem Arbeitsgruppenleiter Professor Sergio Rodrigues und der Gastuniversit\u00e4t danken, die mir den Aufenthalt in Mexiko erm\u00f6glicht haben.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_6117\" style=\"width: 1292px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-10\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6117\" class=\"size-full wp-image-6117\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12.jpg\" alt=\"\" width=\"1282\" height=\"794\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12.jpg 1282w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12-1280x793.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12-980x607.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12-480x297.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1282px, 100vw\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6117\" class=\"wp-caption-text\">Bild 12: Meine Arbeitsgruppe in Sisal.<\/p><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:thin solid;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    \n\n\t\t\t\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayer'] = \"open layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayerAtStartup'] = \"open layer at startup\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generateLink'] = \"Der Link zur Karte mit ausgew\u00e4hlten Overlays und angezeigtem Ausschnitt\";\n\t\t\t\t\ttranslations['shortDescription'] = \"Kurzbeschreibung\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generatedShortCode'] = \"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\";\n\t\t\t\t\ttranslations['closeLayer'] = \"close layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['cantGenerateLink'] = \"put this string in the existing map short code to control this map\";\n\t\t\t  <\/script>\n\n\n\t\t\t  <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([-90.0309,21.1602], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 9\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":6129,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>Die Idee f\u00fcr einen selbstorganisierten Aufenthalt im Ausland ist mir am Ende meines Chemie- Bachelorstudiums gekommen. W\u00e4hrend der intensiven Arbeit an der Bachelorarbeit hatte ich das Gef\u00fchl, den Kopf nicht gen\u00fcgend f\u00fcr die Entscheidung \u00fcber die Ausrichtung des Masterstudiums frei zu haben. Daher entschied ich mich, mir ein Jahr lang Zeit f\u00fcr diese Entscheidung zu nehmen und durch Praktika und Gespr\u00e4che mit Dozenten die Grundlage f\u00fcr die Entscheidung zu legen.<\/p><p>Eine Doktorandin erz\u00e4hlte mir, dass sie f\u00fcnf Jahre zuvor ein Praktikum in Mexiko an einer meereschemischen Arbeitsgruppe in Sisal\/Yukatan gemacht habe. Die Forschungsschwerpunkte seien auf meine Interessen wie zugeschnitten und sie bot mir an, den Kontakt herzustellen. Von da an ging alles sehr schnell. Kurze Zeit sp\u00e4ter bekam ich die Zusage des Professors und ich suchte nach F\u00f6rderm\u00f6glichketen. Die Studienberatung der Universit\u00e4t Bremen empfahl mir, mich auf das PROMOS-Praktikum Stipendium zu bewerben. Die Bewerbungsfrist allerdings war zu diesem Zeitpunkt drei Tage entfernt, weswegen ich die Bewerbung nur einige Minuten vor der Frist einreichen konnte. Umso mehr freute ich mich nat\u00fcrlich \u00fcber die Zusage des Stipendiums und die damit verbundene Co-Finanzierung meines Aufenthalts in Mexiko.<\/p><p>Die Buchung der Fl\u00fcge gestaltete sich in meinem Fall relativ einfach. Ich informierte mich vorab im Internet \u00fcber die Kosten und buchte aber \u00fcber eine Reiseagentur in Bremen, die mit ihrer Erfahrung die Reise noch preisg\u00fcnstiger anbieten konnte. Ich kann die Buchung \u00fcber eine Reiseagentur nur empfehlen, f\u00fcr die Spezialisten der Agentur war die Buchung eines durch einen angeh\u00e4ngten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten notwendigen Dreiecksflugs kein Problem. Au\u00dferdem halfen sie mir w\u00e4hrend meines Mexikoaufenthalts unkompliziert bei einer notwendig gewordenen Umbuchung. Selber organisiert, h\u00e4tte dieses von Mexiko aus viel Zeit und Nerven gekostet. Vom Zielflughafen Cancun buchte ich mir einen Bus nach Merida. Dort sollte ich am n\u00e4chsten Tag von meinem gastgebenden Professor abgeholt werden.<\/p><p>Alles in Allem gestaltete sich die Kommunikation mit meinem Professor unkompliziert. Ich konnte mich vorab \u00fcber die Internetseite der Universit\u00e4t \u00fcber den Universit\u00e4tszweig in Sisal und die Arbeitsgruppe informieren. Die Vorbereitung auf das Praktikum bestanden weitestgehend aus dem Einlesen in die Themenschwerpunkte meiner zuk\u00fcnftigen Arbeitsgruppe. Sorgen machte ich mir \u00fcber das Wetter. Mich erwarteten Temperaturen von weit \u00fcber 30 \u00b0C und hohe Luftfeuchtigkeit im Juni. Zum Gl\u00fcck sollte es im Labor eine Klimaanlage geben.<\/p><p><strong>Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>Die Einreise nach Mexiko ist f\u00fcr Aufenthalte bis 180 Tage unkompliziert. Es wird kein Visum verlangt und man braucht sich auch nicht zuvor registrieren zu lassen, wie dies der Fall f\u00fcr die USA ist. Bei der Einreise musste ich lediglich ein Dokument (\u201eimmigration form\u201c) ausf\u00fcllen, welches mir schon im Flugzeug ausgeh\u00e4ndigt wurde. Das Dokument erfragt unter anderem die Dauer des Aufenthalts. Das Dokument muss bis zur Ausreise aufbewahrt werden.<\/p><p>Ansonsten wurden von mir keine weiteren Bescheinigungen oder sonstige Dokumente verlangt, weder bei der Einreise noch in meiner Gastuniversit\u00e4t. Dies lag allerdings daran, dass ich das Praktikum den Status \u201eForschungsaufenthalt\u201c hatte und ich nicht als Student gef\u00fchrt wurde.<\/p><p><strong>Allgemeine Informationen zur Partnerhochschule<\/strong><\/p>[caption id=\"attachment_6119\" align=\"alignright\" width=\"464\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild1.jpg\"><img class=\" wp-image-6119\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild1.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"348\" \/><\/a> Bild 1: Einfahrt zur Universit\u00e4t und Hafeneinfahrt von Sisal.[\/caption]<p>Die Gastuniversit\u00e4t in Sisal ist ein kleiner Standort der National Autonomen Universit\u00e4t von Mexiko (UNAM) in Merida. UNAM ist eine der gr\u00f6\u00dften \u00f6ffentlichen und staatlich gef\u00f6rderten Universit\u00e4ten in Mexiko und hat in allen Teilen von Mexiko Ableger mit verschiedenen Schwerpunkten. Der Standort Sisal ist sehr klein und besteht nur aus drei Schwerpunkten: Biologie\/Chemie, Ingenieurswissenschaften und Wissenschaften von K\u00fcstensystemen. Insgesamt studieren weniger als 100 Studenten in Sisal und von vielen wird es als Forschungsaufenthalt f\u00fcr die Abschlussarbeit des Bachelor\u00e4quivalents bzw. Masters genutzt.<\/p><p>Die Universit\u00e4t selber ist wundersch\u00f6n am Strand und an der Hafeneinfahrt von Sisal gelegen. Sisal ist \u00fcber eine einzige Landstra\u00dfe mit der n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Stadt Hunucma verbunden. Es besteht sowohl eine Busverbindung zwischen Sisal und Hunucma, als auch zwischen Hunucma und Merida, welche allerdings nur bis acht Uhr abends verf\u00fcgbar ist. Die Fahrpreise sind niedrig, die Sicherheitsstandards allerdings auch.<\/p>[caption id=\"attachment_6121\" align=\"alignleft\" width=\"472\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild2.jpg\"><img class=\" wp-image-6121\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild2.jpg\" alt=\"\" width=\"472\" height=\"354\" \/><\/a> Bild 2: Blick ins Labor im f\u00fcr Naturstoffe. Mein Hauptarbeitsplatz[\/caption]<p>Die Universit\u00e4t kann von Sisal aus bequem zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad erreicht werden. Ein weiteres Fortbewegungsmittel ist das sogenannte Motortaxi, ein Tuk-tuk, f\u00fcr welches man umgerechnet pro Fahrt ca. 50 Cent bezahlen muss.<\/p><p>Der Campus ist sehr klein. Ein einziges gro\u00dfes Geb\u00e4ude dominiert das Gel\u00e4nde und ist f\u00fcr einen Teil der Verwaltung sowie f\u00fcr die Ingenieurswissenschaften vorgesehen. Neben kleineren Labor- und Unterrichtsgeb\u00e4uden befinden sich noch einige gro\u00dfe Hallen und Zelte auf dem Gel\u00e4nde, welche der Aufzucht und Forschung von und an Algen, Fischen und Tintenfischen dient. Zus\u00e4tzlich gibt es eine kleine Cafeteria, in der man Snacks, Getr\u00e4nke und ein Mittagessen bekommen kann.<\/p><p>Der Campus selber ist von Mexikanern gepr\u00e4gt. Wenn internationale Studenten oder Forschende sich nach Sisal verirren, kommen sie meistens aus S\u00fcdamerika. Dementsprechend wird fast ausschlie\u00dflich Spanisch gesprochen, Englisch sprechen die Wenigsten.<\/p><p>Mein Arbeitsmittelpunkt war so gut wie immer das Labor f\u00fcr marine Naturstoffe, in dem sich sowohl die B\u00fcros der Professoren und Studenten, die analytischen Ger\u00e4te als auch die Laborb\u00e4nke befanden. Dort arbeitete ich die meiste Zeit mit meinem Professor (Hauptansprechperson) und mit anderen Studenten zusammen.<\/p>[caption id=\"attachment_6123\" align=\"aligncenter\" width=\"617\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild3.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-6123\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild3.jpg\" alt=\"\" width=\"617\" height=\"463\" \/><\/a> Bild 3: Die Universit\u00e4t im Sonnenuntergang. Rechts zu sehen ist eine der Fischaufzuchtshallen.[\/caption][caption id=\"attachment_6125\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild4.jpg\"><img class=\" wp-image-6125\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild4.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"265\" \/><\/a> Bild 4: Anthopleura Texaensis im Aquarium. Das Gift aus den Nesselzellen der Tentakel war Grundlage der Forschung.[\/caption]<p><strong><br \/>Inhaltliches zum Praktikum<br \/><\/strong>Meine Forschungsaufgaben bestanden zun\u00e4chst aus der Extraktion von Neurotoxinen (Neuropeptiden und Zytolysinen) aus dem Giftcocktail der Nesselzellen (Nematocysten) der Seeanemonenspezies Anthopleura Texaensis. Einer im Golf von Mexiko auftretenden relativ kleinen Seeanemonenart. Sp\u00e4ter folgte auch die Analyse von Sedimentproben aus regionalen Cenotes (mit Grundwasser gef\u00fcllten und h\u00e4ufig durch H\u00f6hlensystemen verbundenen Kalksteinl\u00f6cher) auf R\u00fcckst\u00e4nden von Hygieneartikeln, wie verschiedenen UV-Filtern aus Sonnencremes.<\/p><p>In den ersten beiden Monaten bestand meine Arbeit aus dem Auftrennen des Nesselzellenextraktes und der Isolation der aktiven Komponenten. Hierbei wurden zun\u00e4chst die Tentakel der Seeanemonen in unterschiedliche L\u00f6semittelmittel (sowohl organische als auch w\u00e4ssrige L\u00f6semittel) gelegt, um die Nesselzellen auszul\u00f6sen und das Gift freizulassen. Danach wurden verschiedene Extraktions- und Filtrationsmethoden angewandt, um das Extrakt nach Gr\u00f6\u00dfe und Polarit\u00e4t der aktiven Stoffe zu fraktionieren. Nach jedem Zwischenschritt wurde die Aktivit\u00e4t der einzelnen Fraktionen an lebenden Krabben getestet, welche zuvor am Strand gefangen werden mussten. Fortgefahren wurde dann nur mit den aktiven Fraktionen. Schlussendlich wurden die aufgetrennten Extrakte mittels HPLC (High Pressure Liquid Chromatography) und LC- MS (Liquid Chromatography Mass Spectrometry) analysiert.<\/p>[caption id=\"attachment_6127\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild5.jpg\"><img class=\" wp-image-6127\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild5.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"344\" \/><\/a> Bild 5: Solid Phase Extraction des Rohextraktes aus dem Gift der Seeanemonen.[\/caption]<p>Leider gelang es mir w\u00e4hrend meines Aufenthaltes nicht, ein neues unbekanntes Neuropeptid aus dem Gift der Seeanemone Anthopleura Texaensis zu identifizieren. Zwar erhielt ich einige vielversprechende aktive Fraktionen, allerdings war es mir nicht m\u00f6glich diese genauer zu analysieren. Zu diesem Zeitpunkt fiel das LC-MS aus und konnte bis zum Ende meines Praktikumsaufenthaltes nicht mehr repariert werden. Ohne die massenspektrometrischen Daten der Proben k\u00f6nnen keine Informationen zu den Strukturen und Summenformeln der aktiven Substanzen erhalten werden.<\/p>[caption id=\"attachment_6131\" align=\"alignleft\" width=\"249\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild7.jpg\"><img class=\" wp-image-6131\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild7.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"519\" \/><\/a> Bild 7: Ich auf der Suche nach Krabben. Geisterkrabben in ihrem nat\u00fcrlichen Habitat.[\/caption]<p>Darum wechselte ich im letzten Monat meines Aufenthaltes zu der Analyse von Sedimentproben aus Cenotes auf R\u00fcckst\u00e4nden von UV-Filtern aus Sonnencremes. Hierbei wurden zun\u00e4chst alle l\u00f6slichen Verbindungen aus dem Sediment extrahiert und vor allem mit Hilfe weiterer Extraktionstechniken von st\u00f6renden Farbstoffen befreit. Die so erhaltenden Extrakte wurden dann in der HPLC analysiert und mit Hilfe von Standards verglichen. Auf diese Weise konnten in acht von zehn Sedimentproben R\u00fcckst\u00e4nde von UV-Filtern in den Cenotes nachgewiesen werden.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p>[caption id=\"attachment_6133\" align=\"alignright\" width=\"248\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild8.jpg\"><img class=\" wp-image-6133\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild8.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"558\" \/><\/a> Bild 8: Meine Stra\u00dfe und meine Wohnung in Sisal.[\/caption]<p><strong><br \/>Unterkunft<br \/><\/strong>Die Wohnungssuche gestaltete sich f\u00fcr mich unkomplizierter als gedacht. Mein (Arbeitsgruppenleiter\/Professor Soundso) Gastprofessor hatte versprochen, mir bei der Suche nach einer Wohnung in Sisal zu helfen. So ergab sich, dass mir ein Student aus der Arbeitsgruppe anbot, mich in seiner Wohngemeinschaft aufzunehmen. Diesem Angebot kam ich gerne nach, da die Miete selbst f\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse vor Ort sehr g\u00fcnstig war - umgerechnet 25 \u20ac pro Person im Monat. Wir wohnten dort zu dritt. Die g\u00fcnstige Miete spiegelte sich allerdings auch im Zustand, der Gr\u00f6\u00dfe und der Ausstattung der Unterkunft wider, Sie war ca. 25 m2 gro\u00df, bestand aus einem Raum mit integrierter K\u00fcchenzeile und einem von einem Vorhang abgetrennten kleinen Badezimmer. Es gab keine Fliegengitter, kein Warmwasser, keine Betten und nur einer der zwei Deckenventilatoren funktionierte. Der kleine Hinterhof konnte zum W\u00e4scheaufh\u00e4ngen und zur M\u00fcllablage genutzt werden. Wir schliefen in H\u00e4ngematten zu dritt im selben Raum. Ich gew\u00f6hnte mich sehr schnell an die Bedingungen und genoss es sogar dort zu wohnen, trotz fehlender Privatsph\u00e4re und oft sehr hohen Temperaturen im Wohninnenraum.<\/p><p>Die Wohnung war recht nah am Zentrum Sisals gelegen und nur 50 m vom Strand entfernt. Die Universit\u00e4t war mit dem Fahrrad in zehn Minuten zu erreichen. War es nicht zu hei\u00df, konnte ich zu Fu\u00df gehen, oder auch das Motortaxi nehmen.<\/p><p>Ich kann eine Wohngemeinschaft bei einem l\u00e4ngeren Aufenthalt in einer fremden Umgebung nur empfehlen, besonders, wenn man sich schnell in die hiesige Community integrieren m\u00f6chte. R\u00fcckblickend muss ich sagen, dass ich auf das Leben in Mexiko schlecht vorbereitet war. Mir war nicht bewusst, wie wenig Menschen in Sisal Englisch sprechen und wie anders der Alltag dort gestaltet wird. Auf der anderen Seite bin ich trotz der Sprachbarrieren sehr schnell in die Wohngemeinschaft und einen gr\u00f6\u00dferen Freundeskreis integriert worden. Und da keiner meiner Mitbewohner Englisch sprach, hatte ich die Gelegenheit, schnell Grundkenntnisse in Spanisch zu erwerben. Insgesamt gab es keine Probleme mit der Kommunikation da mir im spanisch-sprachigen Alltag stets von mexikanischen Freunden geholfen wurde.<\/p><p><strong>Sonstiges & Freizeit<\/strong><\/p>[caption id=\"attachment_6135\" align=\"alignleft\" width=\"304\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild9.jpg\"><img class=\" wp-image-6135\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild9.jpg\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"311\" \/><\/a> Bild 9: Chich\u00e9n Itz\u00e0.[\/caption]<p>Sisal liegt abseits der internationalen Touristenstr\u00f6me. Das Speiseangebot ist daher ausschlie\u00dflich auf mexikanische Vorlieben ausgerichtet, in der eine fleischlose Ern\u00e4hrung wohl unvorstellbar ist. Dennoch gab man sich immer gr\u00f6\u00dfte M\u00fche mir etwas Vegetarisches zu geben; was leider meist sehr einseitig war. An der Universit\u00e4t fand ich dann kleine Stra\u00dfenk\u00fcche, die auf Bestellung Mittagessen ins B\u00fcro brachte. Der Koch war bereit, ein abwechslungsreiches vegetarisches Mittagsessen mit zwei G\u00e4ngen und selbstgemachtem Fruchtgetr\u00e4nk f\u00fcr umgerechnet 3 \u20ac zu liefern.<\/p>[caption id=\"attachment_6137\" align=\"alignleft\" width=\"353\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild10.jpg\"><img class=\" wp-image-6137\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild10.jpg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"265\" \/><\/a> Bild 10: Ich und ein Kofferfisch in Puerto Morelos.[\/caption]<p>In Sisal selber gab es keine organisierten Sportangebote. Allerdings traf ich mich regelm\u00e4\u00dfig zum Basketball, Fu\u00dfball oder Beachvolleyball mit anderen Studenten und Kindern aus dem Dorf. Die N\u00e4he zum Meer nutzte ich h\u00e4ufig, um abends oder morgens zu schwimmen.<\/p><p>L\u00e4ngere Wochenenden und Feiertage, von denen es in Mexiko recht viele gibt, nutzte ich, um Yukatans Landschaft und Kultur zu erkunden. Dabei hinterlie\u00dfen die Cenotes und die alten Ruinen der Maya einen besonders nachhaltigen Eindruck.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p>[caption id=\"attachment_6139\" align=\"alignright\" width=\"293\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild11.jpg\"><img class=\" wp-image-6139\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild11.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"592\" \/><\/a> Bild 11: Cenote No Mozhon und Mayaruinen in Mayapan.[\/caption]<p>Viele Studierende der Universit\u00e4t Sisal m\u00fcssen im Zusammenhang mit ihrem Studium oder ihrer Forschung Tauchen lernen. Da die Kosten f\u00fcr einen Tauchschein in Mexiko vergleichsweise recht niedrig sind, entschied ich mich, einen Open Water PADI Tauchschein zu machen. Der Tauchkurs fand in den Cenotes statt, die mir eine neue und unwirkliche Welt offenbarten. Nach erfolgreichem Kurskonnte ich preisg\u00fcnstig an einem von der Tauchlehrerin begleiteten Tauchtrip in der Karibik Mexikos teilnehmen. Hier befinden sich einige der sch\u00f6nsten Tauchgr\u00fcnde der Welt.<\/p><p><strong>Was ist tunlichst zu vermeiden?<\/strong><br \/>Verliere deine Kreditkarte nicht! Am Ende meines Aufenthalts in Mexiko verga\u00df ich meine Kreditkarte in einem Bankautomaten. Das hat den restlichen Aufenthalt unn\u00f6tig kompliziert gemacht. Zum Gl\u00fcck geh\u00f6rt zum kostenfreien Studentenkonto der Deutschen Kreditbank eine umfassende Versicherung f\u00fcr solche F\u00e4lle, und ich bekam sehr schnell eine Notfallkreditkarte und Notfallbargeld zugeschickt. An den meisten Bankautomaten fallen Geb\u00fchren an, weswegen es zu empfehlen ist, viel Geld auf einmal abzuheben.<\/p><p>Nach der R\u00fcckkehr<br \/>Das Praktikum in Mexiko habe ich vor allem gemacht, um weitere Aspekte der Meereschemie kennenzulernen. F\u00fcr den Abschluss meines Chemie-Bachelors ben\u00f6tigte ich nur noch 3 CP, welche mir vor Beginn f\u00fcr das Praktikum zugesichert wurden. Da ich mich zum jetzigen Zeitpunkt noch in den USA befinde, werde ich die Anerkennung der Studienleistung erst nach dem Einreichen des Erfahrungsberichtes abschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich sagen, dass mir der gesamte Mexikoaufenthalt und das Praktikum sehr gut gefallen haben. Ich konnte durchweg positive Eindr\u00fccke von Mexiko und den Menschen in Mexiko sammeln. Ich habe die Menschen als hilfsbereit und in den meisten F\u00e4llen als weltoffen kennengelernt. Aber es wurde h\u00e4ufig betont, dass Sisal nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr Mexiko und Yukatan der sicherste Teil Mexikos ist. Trotzdem m\u00f6chte sehr gerne wiederkommen, um auch andere Teile Mexikos zu entdecken.<\/p><p>Das Praktikum hat nicht alle meine Erwartungen erf\u00fcllt. Die Arbeit im Labor war nicht immer gut durchstrukturiert war. H\u00e4ufig fehlt Geld f\u00fcr Ausr\u00fcstung und Projekte und leider hatte ich auch ein bisschen Pech mit den defekten analytischen Ger\u00e4ten. Trotzdem habe ich auch fachlich viel gelernt. Gerade im Bereich Chromatografie konnte ich viele praktische Erfahrungen sammeln. Bei den Versuchen zur Bestimmung der Aktivit\u00e4t der Extrakte an Krabben hatte ich ethische Bedenken. Doch da Alternativen kompliziert, zeitaufw\u00e4ndig und teuer sind, gibt es f\u00fcr die Arbeitsgruppe offensichtlich keine Alternative. In der Zukunft m\u00f6chte ich jedoch nicht mehr mit Tierversuchen arbeiten.<\/p><p>Das Praktikum hat mich motiviert, mich f\u00fcr einen meereswissenschaftlichen Masterstudiengang zu bewerben. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Meereschemie sehr von den Methoden der Analytischen Chemie gepr\u00e4gt ist. Mein Wunsch ist es aber, mich umfassender mit den Meereswissenschaften auseinanderzusetzen habe mich daher f\u00fcr den Masterstudiengang Marine Umweltwissenschaften in Oldenburg beworben.<\/p><p>Das Tauchen hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich hoffe im Rahmen des Masterstudiums die Bef\u00e4higung zum Forschungstauchen erwerben zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Zum Abschluss m\u00f6chte ich noch dem DAAD und der PROMOS-Stiftung, meinem Arbeitsgruppenleiter Professor Sergio Rodrigues und der Gastuniversit\u00e4t danken, die mir den Aufenthalt in Mexiko erm\u00f6glicht haben.<\/p>[caption id=\"attachment_6117\" align=\"alignnone\" width=\"1282\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-6117\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/09\/bild12.jpg\" alt=\"\" width=\"1282\" height=\"794\" \/><\/a> Bild 12: Meine Arbeitsgruppe in Sisal.[\/caption]<p>\u00a0<\/p><p>[osm_map_v3 map_center= \"21.1602,-90.0309\" zoom=\"9\" width=\"95%\" height=\"450\" map_border=\"thin solid \" post_markers=\"1\" type=\"\" control=\"fullscreen\" ]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,52107],"tags":[45190,125659,52107,18499,368747],"class_list":["post-6115","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-mexiko","tag-chemie","tag-erfahrungsbericht","tag-mexiko","tag-organisatorisches","tag-promos"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6115"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6115\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6159,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6115\/revisions\/6159"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}