

{"id":5971,"date":"2019-12-25T11:25:08","date_gmt":"2019-12-25T10:25:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=5971"},"modified":"2022-06-13T23:48:23","modified_gmt":"2022-06-13T21:48:23","slug":"meeresbiologisches-praktikum-auf-giglio-mit-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2019\/12\/25\/meeresbiologisches-praktikum-auf-giglio-mit-erasmus\/","title":{"rendered":"Meeresbiologisches Praktikum auf Giglio mit Erasmus"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Durch eine Kooperation meines Professors mit dem Institut f\u00fcr Marine Biologie (IfMB) war es mir m\u00f6glich die Datenaufnahme f\u00fcr meine Bachelorarbeit auf der Insel Giglio durchzuf\u00fchren. Au\u00dferdem konnte ich ein dreimonatiges Praktikum an diesem Institut absolvieren.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr einen Norddeutschen bergig erscheinende Insel Giglio liegt im s\u00fcdlichen Teil des toskanischen Archipels ca. 14 km vom italienischen Festland entfernt.<\/p>\n<p>Eine sehr regelm\u00e4\u00dfige F\u00e4hrverbindung von Porto Santo Stefano nach Giglio Porto sorgt f\u00fcr eine gute Erreichbarkeit auch mit dem Auto. Ohne Auto sorgen Bus und Zugverbindung f\u00fcr eine Anbindung bis zum Flughafen in Rom. Die wenigen asphaltierten serpentinenartigen Stra\u00dfen sind gut befahrbar und erm\u00f6glichen eine angenehme \u00dcberquerung der Insel in ca. 15 min. Allerdings stellt die Parkplatzsuche in Giglio Porto und Campese in der Hauptsaison, ab Mitte Juli bis Mitte September, eine Herausforderung dar. Durch die M\u00f6glichkeit den Institutsbus zu nutzen, sowie die Verf\u00fcgbarkeit von \u00f6ffentlichen Bussen ist man auch ohne Auto sehr flexibel und mobil. Die Reisekosten werden vom Institut \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Als Voraussetzung f\u00fcr das Praktikum ist ein Bootsf\u00fchrerschein erw\u00fcnscht und ein Rettungsschwimmer obligatorisch. Au\u00dferdem ist eine gute Vorbereitung mit einer zugeschickten Artenliste und Litaratur notwendig, um bereits einige Kenntnisse \u00fcber die dortigen Lebewesen zu erfahren.<\/p>\n<p>Das IfMB ist ein meeresbiologisches Institut direkt am Mittelmeer mit dem Schwerpunkt auf Umweltbildung. Es bietet 5t\u00e4gige Kurse f\u00fcr deutschsprachige Sch\u00fcler der Oberstufe an, in denen das (Mittel-)Meer als Komplex verschiedener \u00d6kosysteme mit seiner hohen Biodiversit\u00e4t vorgestellt wird. Dabei sind die Kurstage thematisch nach Lebensr\u00e4umen bzw. Taxa aufgeteilt. Nach einer theoretischen Einf\u00fchrung durch den Kursleiter k\u00f6nnen die Sch\u00fcler an vorbereiten Arbeitspl\u00e4tzen verschiedene lebende Organismen aus der Bucht beobachten, z.T. auch anfassen und bestimmen. Zum Abschluss eines Kurstages stellen die Sch\u00fcler die gesammelten Informationen ihren Klassenkameraden vor, sodass ein Gesamtbild zum jeweiligen \u00d6kosystem entsteht. Dieses Konzept scheint p\u00e4dagogisch sehr fortschrittlich zu sein und kommt in Kombination mit einer sehr modernen Kursraumausstattung, mit hochwertigen Binokularen f\u00fcr die Sch\u00fcler, Kamerabinokularen zum Pr\u00e4sentieren der Organismen und anschaulicher informativer Literatur zur Informationsbeschaffung f\u00fcr die Kursteilnehmer, sehr gut bei den meisten Sch\u00fclern an. Einer dieser 5 Kurstage findet im Freien im Wasser, als gef\u00fchrte Schnorcheltour durch einen Teil der Bucht statt, um das gelernte im Kurs auch praxisnah anzuwenden, sowie weitere Organismen wie Fische oder im Kursbehandelte Organismen in freier Wildbahn und in Interaktion mit ihrer nat\u00fcrlichen Umwelt zu sehen. \u00a0Zus\u00e4tzlich bietet das Institut auch eint\u00e4gige komprimierte Kurse f\u00fcr italienische Klassen an.<\/p>\n<p>Als Praktikant im Institut obliegen einem verschiedene Aufgaben, darunter die Vorbereitung der jeweiligen Kurstage mit den entsprechenden Organismen f\u00fcr die Sch\u00fcler. Darunter f\u00e4llt auch das besorgen von Sand aus dem Hafen f\u00fcr einen Kurstag, sowie das halbst\u00fcndige Ziehen von Plankton in der Fr\u00fch mit dem Institutseigenen Schlauchboot \u201eSt\u00f6psel\u201c f\u00fcr einen anderen Kurstag. W\u00e4hrend des praktischen Teils des Kurses ist man die Ansprechperson f\u00fcr die Sch\u00fcler mit Hilfestellungen bei der Bestimmung und Informationsbeschaffung. Bei der Nachbesprechung pr\u00e4sentiert man ausgew\u00e4hlte Organismen unter der Kamera, um sie \u00fcber einen Beamer und Leinwand oder \u00fcber einen Fernseher in voller Gr\u00f6\u00dfe erscheinen zu lassen. Anschlie\u00dfend nach Beendigung eines 4,5st\u00fcndigen Kurstages gilt es die Organismen wieder im H\u00e4lterungsraum in die richtigen Aquarien oder Schalen ein zu sortieren. Die Kontrolle der H\u00e4lterung ist auch einer der Aufgaben eines Praktikanten am IfMB, dazu geh\u00f6rt ein regelm\u00e4\u00dfiger Wasser-, Pumpenfilterwechsel und F\u00fctterung der Tiere.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Woche erhalten die Klassen eine Einf\u00fchrung von den Praktikanten zur ad\u00e4quaten Nutzung des Schnorchelequipments, was die Sch\u00fcler jederzeit Nutzen k\u00f6nnen und essentiell f\u00fcr die ebenfalls von Praktikanten einst\u00fcndig gef\u00fchrte Schnorcheltour ist, welche eines der Highlighte der Woche darstellt. Des Weiteren kann man als Praktikant eine einst\u00fcndige Nachtschnorcheltour als kleiner Nebenverdienst anbieten. Daf\u00fcr geht man mit einer kleinen Gruppe von maximal acht Sch\u00fclern mit Flosse, Maske, Schnorchel und Taschenlampe bewaffnet in den Hafen und schwimmt nach Sonnenuntergang einmal um den \u201eTorre\u201c, dem Wahrzeichen von Campese. Dabei hat man die M\u00f6glichkeit R\u00e4uber, wie Zackenbarsche, Kalmare, Oktopusse, Sepien, Mur\u00e4nen und Conger zu sehen, die sich Tags\u00fcber im tieferen Wasser aufhalten. Zu Beginn und Ende einer Kurswoche galt es das Gep\u00e4ck der Sch\u00fcler mit dem Lieferwagen des Instituts von Porto nach Campese und umgekehrt zu transportieren. Nebst diesen T\u00e4tigkeiten fallen auch einige Putzarbeiten und Reparaturen an. Zu Beginn des Praktikums galt es unser B\u00fcro einzurichten, daf\u00fcr mussten einige Tische und Regale zusammenbaut werden, so hatte man aber die M\u00f6glichkeit seinen Arbeitsplatz nach seinen Vorlieben einzurichten. Eine andere Aufgabe war das Vorbereiten des neuen Institutsbootes \u201eSt\u00f6psel\u201c f\u00fcr die Saison. Die letzten 10 Tage des Praktikums verbrachten wir Praktikanten damit das Institut f\u00fcr die 3-w\u00f6chige Sommerpause vorzubereiten.<\/p>\n<p>Durch eine sehr enge Zusammenarbeit des Instituts mit der 2 min fu\u00dfl\u00e4ufig entfernten Tauchbasis Campese Diving Center (CDC), konnte man einen Tauchschein zu erm\u00e4\u00dfigtem Preis absolvieren und auch sonst kostenfrei mit der Ausr\u00fcstung vom IfMB und CDC vom Strand aus Tauchen und bei Ausfahrten teilnehmen, was immer eine willkommene Abwechslung vom Alltag und Abk\u00fchlung\u00a0 von der Hitze in der Freizeit war. Mit genug Erfahrung kann man beim Aussetzen und Sammeln von Organismen helfen, was zu meinen pers\u00f6nlichen favorisierten Aufgaben geh\u00f6rte. Zus\u00e4tzlich dazu stellt das CDC kostenlos die Unterkunft f\u00fcr die Praktikanten. Die Unterkunft besteht aus zwei Schlafr\u00e4umen (Drei- und Vierbettzimmer) mit Ventilatoren und gen\u00fcgend Regalen als Stauraum. Au\u00dferdem mit zwei Badezimmern, sodass kein morgentlicher Badezimmerstau aufkam. Die K\u00fcche ist sehr gut eingerichtet mit ger\u00e4umigem K\u00fchlschrank, Gefrierschrank, Brotmaschine und allerlei Kochzubeh\u00f6r. Am Ende des Tages fand eine Teambesprechung mit allen Arbeitskr\u00e4ften des IfMB statt. Im Anschluss daran wurde gemeinsam gegessen. Die Aufgabe des Kochens wurde aufgeteilt, sodass jeder ca. einmal pro Woche ein Gericht f\u00fcr das Team zubereitet, dadurch gab es eine willkommene kulinarische Abwechslung. \u00a0Bei besonderen Anl\u00e4ssen wurden in den \u00f6rtlichen Restaurants Burger und Pizza verspeist oder sehr aufwendig und lecker gegrillt. Danach konnte man zum Ausklingen des Tages noch ein paar Runden Dart spielen.<\/p>\n<p>Alles in Allem war das Praktikum eine sehr lehrreiche Erfahrung f\u00fcr mich und ich konnte meine F\u00e4higkeiten in vielen Bereichen verbessern, bzw. habe neue dazu gelernt. Das Arbeiten mit den Sch\u00fclern war sehr belohnend und das Versorgen der Organismen F\u00fcr das tauchen konnte ich mich sehr begeistern und das Angebot dies kostenlos in seiner Freizeit machen zu k\u00f6nnen, h\u00e4tte ich gerne \u00f6fter beansprucht. Diese Zeit war allerdings auch sehr anstrengend und von viel Arbeit gepr\u00e4gt, vor allem in Kombination mit der Datenaufnahme f\u00fcr die Bachelorarbeit, sodass man auch des \u00d6fteren abends ins Bett gefallen ist. Allerdings kam durch die Vielseitigkeit der Arbeit nur selten zu einem repetitiven Arbeitsablauf. Ich kann dieses Praktikum sehr empfehlen, vor allem Tauch- und Meeresbiologie-Begeisterten, die auch gerne mal mit anpacken auch wenn es mal ein l\u00e4ngerer Arbeitstag werden kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:thin solid;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([10.8958,42.3592], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 7\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":6167,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Durch eine Kooperation meines Professors mit dem Institut f\u00fcr Marine Biologie (IfMB) war es mir m\u00f6glich die Datenaufnahme f\u00fcr meine Bachelorarbeit auf der Insel Giglio durchzuf\u00fchren. Au\u00dferdem konnte ich ein dreimonatiges Praktikum an diesem Institut absolvieren.<\/p><p>Die f\u00fcr einen Norddeutschen bergig erscheinende Insel Giglio liegt im s\u00fcdlichen Teil des toskanischen Archipels ca. 14 km vom italienischen Festland entfernt.<\/p><p>Eine sehr regelm\u00e4\u00dfige F\u00e4hrverbindung von Porto Santo Stefano nach Giglio Porto sorgt f\u00fcr eine gute Erreichbarkeit auch mit dem Auto. Ohne Auto sorgen Bus und Zugverbindung f\u00fcr eine Anbindung bis zum Flughafen in Rom. Die wenigen asphaltierten serpentinenartigen Stra\u00dfen sind gut befahrbar und erm\u00f6glichen eine angenehme \u00dcberquerung der Insel in ca. 15 min. Allerdings stellt die Parkplatzsuche in Giglio Porto und Campese in der Hauptsaison, ab Mitte Juli bis Mitte September, eine Herausforderung dar. Durch die M\u00f6glichkeit den Institutsbus zu nutzen, sowie die Verf\u00fcgbarkeit von \u00f6ffentlichen Bussen ist man auch ohne Auto sehr flexibel und mobil. Die Reisekosten werden vom Institut \u00fcbernommen.<\/p><p>Als Voraussetzung f\u00fcr das Praktikum ist ein Bootsf\u00fchrerschein erw\u00fcnscht und ein Rettungsschwimmer obligatorisch. Au\u00dferdem ist eine gute Vorbereitung mit einer zugeschickten Artenliste und Litaratur notwendig, um bereits einige Kenntnisse \u00fcber die dortigen Lebewesen zu erfahren.<\/p><p>Das IfMB ist ein meeresbiologisches Institut direkt am Mittelmeer mit dem Schwerpunkt auf Umweltbildung. Es bietet 5t\u00e4gige Kurse f\u00fcr deutschsprachige Sch\u00fcler der Oberstufe an, in denen das (Mittel-)Meer als Komplex verschiedener \u00d6kosysteme mit seiner hohen Biodiversit\u00e4t vorgestellt wird. Dabei sind die Kurstage thematisch nach Lebensr\u00e4umen bzw. Taxa aufgeteilt. Nach einer theoretischen Einf\u00fchrung durch den Kursleiter k\u00f6nnen die Sch\u00fcler an vorbereiten Arbeitspl\u00e4tzen verschiedene lebende Organismen aus der Bucht beobachten, z.T. auch anfassen und bestimmen. Zum Abschluss eines Kurstages stellen die Sch\u00fcler die gesammelten Informationen ihren Klassenkameraden vor, sodass ein Gesamtbild zum jeweiligen \u00d6kosystem entsteht. Dieses Konzept scheint p\u00e4dagogisch sehr fortschrittlich zu sein und kommt in Kombination mit einer sehr modernen Kursraumausstattung, mit hochwertigen Binokularen f\u00fcr die Sch\u00fcler, Kamerabinokularen zum Pr\u00e4sentieren der Organismen und anschaulicher informativer Literatur zur Informationsbeschaffung f\u00fcr die Kursteilnehmer, sehr gut bei den meisten Sch\u00fclern an. Einer dieser 5 Kurstage findet im Freien im Wasser, als gef\u00fchrte Schnorcheltour durch einen Teil der Bucht statt, um das gelernte im Kurs auch praxisnah anzuwenden, sowie weitere Organismen wie Fische oder im Kursbehandelte Organismen in freier Wildbahn und in Interaktion mit ihrer nat\u00fcrlichen Umwelt zu sehen. \u00a0Zus\u00e4tzlich bietet das Institut auch eint\u00e4gige komprimierte Kurse f\u00fcr italienische Klassen an.<\/p><p>Als Praktikant im Institut obliegen einem verschiedene Aufgaben, darunter die Vorbereitung der jeweiligen Kurstage mit den entsprechenden Organismen f\u00fcr die Sch\u00fcler. Darunter f\u00e4llt auch das besorgen von Sand aus dem Hafen f\u00fcr einen Kurstag, sowie das halbst\u00fcndige Ziehen von Plankton in der Fr\u00fch mit dem Institutseigenen Schlauchboot \u201eSt\u00f6psel\u201c f\u00fcr einen anderen Kurstag. W\u00e4hrend des praktischen Teils des Kurses ist man die Ansprechperson f\u00fcr die Sch\u00fcler mit Hilfestellungen bei der Bestimmung und Informationsbeschaffung. Bei der Nachbesprechung pr\u00e4sentiert man ausgew\u00e4hlte Organismen unter der Kamera, um sie \u00fcber einen Beamer und Leinwand oder \u00fcber einen Fernseher in voller Gr\u00f6\u00dfe erscheinen zu lassen. Anschlie\u00dfend nach Beendigung eines 4,5st\u00fcndigen Kurstages gilt es die Organismen wieder im H\u00e4lterungsraum in die richtigen Aquarien oder Schalen ein zu sortieren. Die Kontrolle der H\u00e4lterung ist auch einer der Aufgaben eines Praktikanten am IfMB, dazu geh\u00f6rt ein regelm\u00e4\u00dfiger Wasser-, Pumpenfilterwechsel und F\u00fctterung der Tiere. Zu Beginn der Woche erhalten die Klassen eine Einf\u00fchrung von den Praktikanten zur ad\u00e4quaten Nutzung des Schnorchelequipments, was die Sch\u00fcler jederzeit Nutzen k\u00f6nnen und essentiell f\u00fcr die ebenfalls von Praktikanten einst\u00fcndig gef\u00fchrte Schnorcheltour ist, welche eines der Highlighte der Woche darstellt. Des Weiteren kann man als Praktikant eine einst\u00fcndige Nachtschnorcheltour als kleiner Nebenverdienst anbieten. Daf\u00fcr geht man mit einer kleinen Gruppe von maximal acht Sch\u00fclern mit Flosse, Maske, Schnorchel und Taschenlampe bewaffnet in den Hafen und schwimmt nach Sonnenuntergang einmal um den \u201eTorre\u201c, dem Wahrzeichen von Campese. Dabei hat man die M\u00f6glichkeit R\u00e4uber, wie Zackenbarsche, Kalmare, Oktopusse, Sepien, Mur\u00e4nen und Conger zu sehen, die sich Tags\u00fcber im tieferen Wasser aufhalten. Zu Beginn und Ende einer Kurswoche galt es das Gep\u00e4ck der Sch\u00fcler mit dem Lieferwagen des Instituts von Porto nach Campese und umgekehrt zu transportieren. Nebst diesen T\u00e4tigkeiten fallen auch einige Putzarbeiten und Reparaturen an. Zu Beginn des Praktikums galt es unser B\u00fcro einzurichten, daf\u00fcr mussten einige Tische und Regale zusammenbaut werden, so hatte man aber die M\u00f6glichkeit seinen Arbeitsplatz nach seinen Vorlieben einzurichten. Eine andere Aufgabe war das Vorbereiten des neuen Institutsbootes \u201eSt\u00f6psel\u201c f\u00fcr die Saison. Die letzten 10 Tage des Praktikums verbrachten wir Praktikanten damit das Institut f\u00fcr die 3-w\u00f6chige Sommerpause vorzubereiten.<\/p><p>Durch eine sehr enge Zusammenarbeit des Instituts mit der 2 min fu\u00dfl\u00e4ufig entfernten Tauchbasis Campese Diving Center (CDC), konnte man einen Tauchschein zu erm\u00e4\u00dfigtem Preis absolvieren und auch sonst kostenfrei mit der Ausr\u00fcstung vom IfMB und CDC vom Strand aus Tauchen und bei Ausfahrten teilnehmen, was immer eine willkommene Abwechslung vom Alltag und Abk\u00fchlung\u00a0 von der Hitze in der Freizeit war. Mit genug Erfahrung kann man beim Aussetzen und Sammeln von Organismen helfen, was zu meinen pers\u00f6nlichen favorisierten Aufgaben geh\u00f6rte. Zus\u00e4tzlich dazu stellt das CDC kostenlos die Unterkunft f\u00fcr die Praktikanten. Die Unterkunft besteht aus zwei Schlafr\u00e4umen (Drei- und Vierbettzimmer) mit Ventilatoren und gen\u00fcgend Regalen als Stauraum. Au\u00dferdem mit zwei Badezimmern, sodass kein morgentlicher Badezimmerstau aufkam. Die K\u00fcche ist sehr gut eingerichtet mit ger\u00e4umigem K\u00fchlschrank, Gefrierschrank, Brotmaschine und allerlei Kochzubeh\u00f6r. Am Ende des Tages fand eine Teambesprechung mit allen Arbeitskr\u00e4ften des IfMB statt. Im Anschluss daran wurde gemeinsam gegessen. Die Aufgabe des Kochens wurde aufgeteilt, sodass jeder ca. einmal pro Woche ein Gericht f\u00fcr das Team zubereitet, dadurch gab es eine willkommene kulinarische Abwechslung. \u00a0Bei besonderen Anl\u00e4ssen wurden in den \u00f6rtlichen Restaurants Burger und Pizza verspeist oder sehr aufwendig und lecker gegrillt. Danach konnte man zum Ausklingen des Tages noch ein paar Runden Dart spielen.<\/p><p>Alles in Allem war das Praktikum eine sehr lehrreiche Erfahrung f\u00fcr mich und ich konnte meine F\u00e4higkeiten in vielen Bereichen verbessern, bzw. habe neue dazu gelernt. Das Arbeiten mit den Sch\u00fclern war sehr belohnend und das Versorgen der Organismen F\u00fcr das tauchen konnte ich mich sehr begeistern und das Angebot dies kostenlos in seiner Freizeit machen zu k\u00f6nnen, h\u00e4tte ich gerne \u00f6fter beansprucht. Diese Zeit war allerdings auch sehr anstrengend und von viel Arbeit gepr\u00e4gt, vor allem in Kombination mit der Datenaufnahme f\u00fcr die Bachelorarbeit, sodass man auch des \u00d6fteren abends ins Bett gefallen ist. Allerdings kam durch die Vielseitigkeit der Arbeit nur selten zu einem repetitiven Arbeitsablauf. Ich kann dieses Praktikum sehr empfehlen, vor allem Tauch- und Meeresbiologie-Begeisterten, die auch gerne mal mit anpacken auch wenn es mal ein l\u00e4ngerer Arbeitstag werden kann.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>[osm_map_v3 map_center= \"42.3592,10.8958\" zoom=\"12\" width=\"95%\" height=\"450\" map_border=\"thin solid \" post_markers=\"1\" type=\"\" control=\"fullscreen\" ]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52074,356669,368865,653],"tags":[15903,125659,525315,52074,368887],"class_list":["post-5971","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-italien","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-biologie","tag-erfahrungsbericht","tag-interkulturelle-erfahrungen","tag-italien","tag-leben-im-ausland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5971"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5971\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6173,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5971\/revisions\/6173"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6167"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}