

{"id":5471,"date":"2019-07-23T13:16:21","date_gmt":"2019-07-23T11:16:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=5471"},"modified":"2022-06-14T22:07:13","modified_gmt":"2022-06-14T20:07:13","slug":"erasmus-praktikum-bei-friends-of-the-earth-belfast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2019\/07\/23\/erasmus-praktikum-bei-friends-of-the-earth-belfast\/","title":{"rendered":"Erasmus Praktikum bei Friends of the Earth, Belfast"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Im Anschluss an ein Erasmussemster absolvierte ich auch ein Praktikum in Belfast. F\u00fcr zwei Monate (14.01.-15.03.) war ich Teil des Teams von Friends of the Earth Northern Ireland.<\/p>\n<p><strong>Friends of the Earth, Belfast<\/strong><br \/>Friends of the Earth ist auf internationaler Ebene erst einmal ein Netzwerk aus unabh\u00e4ngigen Umweltschutzorganisationen. In Deutschland ist der BUND die entsprechende Mitgliedsorganisation. In UK und Irland gibt es zwei gro\u00dfe Friends of the Earth Vertretungen (FOE UK, FOE Ire). Das UK Netzwerk besteht aus vier zusammenarbeitenden Standorten: England, Wales, Schottland und Nordirland. Die einzelnen B\u00fcros stehen in engem Kontakt zueinander, sodass regelm\u00e4\u00dfige Skype-Gespr\u00e4che und auch Besuche stattfinden. Gemeinsam arbeiten sie an Kampagnen als UK weites Netzwerk und beschlie\u00dfen dessen Themenschwerpunkte. Jeder Standort arbeitet au\u00dferdem selbstst\u00e4ndig an eigenen Kampagnen, \u00fcber deren Stand die anderen B\u00fcros auf dem Laufenden gehalten werden. FOE in Belfast arbeitet derzeit an verschiedenen Themen. Die Arbeit ist unterteilt in eigene Kampagnen, in die Unterst\u00fctzung lokaler Ortsgruppen und Einzelpersonen, die sich an FOE wenden, und in UK-weiten Kampagnen.<\/p>\n<p>Aktivismus ist in Nordirland verbunden mit besonderen politischen und sozialen Herausforderungen. Seit zwei Jahren gibt es in Nordirland keine Regierung (mehr Infos: https:\/\/www.dw.com\/de\/ohne-regierung-nordirlands-weltrekord\/a-45466209<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ohne-regierung-nordirlands-weltrekord\/a-45466209\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.dw.com\/de\/ohne-regierung-nordirlands-weltrekord\/a-45466209<\/a>). Dementsprechend f\u00e4llt f\u00fcr die Mitarbeiter von FOE in Belfast und die \u00f6rtlichen Umweltschutzgruppierungen, eine andernorts wichtige Taktik weg: Anstatt sich auf die Regierung zu konzentrieren und Gesetzes\u00e4nderungen, Regulierungen etc. zu verlangen, muss sich beispielsweise auf die lokale Verwaltung konzentriert werden. Au\u00dferdem verfolgt FOE Belfast den Ansatz, dass soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit mit einem Grassroots-Ansatz, also Bottom-up und nicht top-down, erreicht werden kann. Ich bin in einer sehr spannenden Phase zugesto\u00dfen, in der neue Ans\u00e4tze und Richtungen diskutiert wurden. All diese Ans\u00e4tze drehen sich um mehr partizipative Demokratie und die Rechte der Natur.<\/p>\n<p><strong>Mein Aufgabenbereich<\/strong><br \/>Den Platz bei Friends of the Earth habe ich \u00fcber einen Professor w\u00e4hrend meines Auslandsstudiums gefunden. Bereits in Bewerbungsgespr\u00e4chen und auch nach der Zusage, wurden mir viele M\u00f6glichkeiten aufgezeigt und Freiheiten gelassen, meine Arbeit selbst mitzubestimmen. Daraus hat sich ein Mix aus der Arbeit an einem eigenen Projekt zu studentischem Umweltaktivismus in Belfast und die Unterst\u00fctzung meiner Mentorin in ihrer Kampagne zu (Neo-; Post-) Extraktivismus (Mehr Infos: http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/234223\/neo-extraktivismus-aufstieg-und-krise-eines-entwicklungsmodells?p=all<a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/234223\/neo-extraktivismus-aufstieg-und-krise-eines-entwicklungsmodells?p=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/234223\/neo-extraktivismus-aufstieg-und-krise-eines-entwicklungsmodells?p=all<\/a>) ergeben.<\/p>\n<p>Ich lernte die Arbeit an einer Kampagne als vielseitig und spannend kennen. Meine Aufgaben waren unter anderem die Erstellung von Informationsbrosch\u00fcren, die gemeinsam Erarbeitung von Workshops und Kontakt, Austausch und Unterst\u00fctzung der Menschen, die sich gegen den Bau einer Goldmine in den Sperrin Mountains, einer Area of Outstanding Natural Beauty (AONB) und die damit verbundenen und bereits stattfindenden negativen Eingriffe in die Umwelt einsetzen.<\/p>\n<p>Mein anderer Aufgabenbereich war der studentische Umweltaktivismus. Ich habe mich bem\u00fcht ein kleines Netzwerk aufzubauen und zu verstehen, was Studierende motiviert bzw. davon abh\u00e4lt sich mit Themen der Umweltgerechtigkeit auseinanderzusetzen und sich daf\u00fcr zu engagieren. Hierbei war es eindeutig von Vorteil, dass ich im letzten Semester an der Queen\u2019s University in Belfast mein Auslandssemester absolviert habe.<\/p>\n<p>Die Arbeit in einer NGO hat mir sehr gut gefallen und ich kann mir tats\u00e4chlich vorstellen in diesem Bereich zu arbeiten. Dazu beigetragen haben sicherlich auch der sehr angenehme Umgang im Team und die vielen beruflichen Ausfl\u00fcge zu Aktivisten, Seminaren, Konferenzen und Fridays for Future Demonstrationen. Nat\u00fcrlich ist mit diesem Beruf auch ein Alltag im B\u00fcro vor dem Computer verbunden.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/04\/fote1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"236\" 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F\u00fcr zwei Monate (14.01.-15.03.) war ich Teil des Teams von Friends of the Earth Northern Ireland.<\/p><p>Friends of the Earth, Belfast<br \/>Friends of the Earth ist auf internationaler Ebene erst einmal ein Netzwerk aus unabh\u00e4ngigen Umweltschutzorganisationen. In Deutschland ist der BUND die entsprechende Mitgliedsorganisation. In UK und Irland gibt es zwei gro\u00dfe Friends of the Earth Vertretungen (FOE UK, FOE Ire). Das UK Netzwerk besteht aus vier zusammenarbeitenden Standorten: England, Wales, Schottland und Nordirland. Die einzelnen B\u00fcros stehen in engem Kontakt zueinander, sodass regelm\u00e4\u00dfige Skype-Gespr\u00e4che und auch Besuche stattfinden. Gemeinsam arbeiten sie an Kampagnen als UK weites Netzwerk und beschlie\u00dfen dessen Themenschwerpunkte. Jeder Standort arbeitet au\u00dferdem selbstst\u00e4ndig an eigenen Kampagnen, \u00fcber deren Stand die anderen B\u00fcros auf dem Laufenden gehalten werden. FOE in Belfast arbeitet derzeit an verschiedenen Themen. Die Arbeit ist unterteilt in eigene Kampagnen, in die Unterst\u00fctzung lokaler Ortsgruppen und Einzelpersonen, die sich an FOE wenden, und in UK-weiten Kampagnen.<\/p><p>Aktivismus ist in Nordirland verbunden mit besonderen politischen und sozialen Herausforderungen. Seit zwei Jahren gibt es in Nordirland keine Regierung (mehr Infos: https:\/\/www.dw.com\/de\/ohne-regierung-nordirlands-weltrekord\/a-45466209<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ohne-regierung-nordirlands-weltrekord\/a-45466209\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.dw.com\/de\/ohne-regierung-nordirlands-weltrekord\/a-45466209<\/a>). Dementsprechend f\u00e4llt f\u00fcr die Mitarbeiter von FOE in Belfast und die \u00f6rtlichen Umweltschutzgruppierungen, eine andernorts wichtige Taktik weg: Anstatt sich auf die Regierung zu konzentrieren und Gesetzes\u00e4nderungen, Regulierungen etc. zu verlangen, muss sich beispielsweise auf die lokale Verwaltung konzentriert werden. Au\u00dferdem verfolgt FOE Belfast den Ansatz, dass soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit mit einem Grassroots-Ansatz, also Bottom-up und nicht top-down, erreicht werden kann. Ich bin in einer sehr spannenden Phase zugesto\u00dfen, in der neue Ans\u00e4tze und Richtungen diskutiert wurden. All diese Ans\u00e4tze drehen sich um mehr partizipative Demokratie und die Rechte der Natur.<\/p><p>Mein Aufgabenbereich<br \/>Den Platz bei Friends of the Earth habe ich \u00fcber einen Professor w\u00e4hrend meines Auslandsstudiums gefunden. Bereits in Bewerbungsgespr\u00e4chen und auch nach der Zusage, wurden mir viele M\u00f6glichkeiten aufgezeigt und Freiheiten gelassen, meine Arbeit selbst mitzubestimmen. Daraus hat sich ein Mix aus der Arbeit an einem eigenen Projekt zu studentischem Umweltaktivismus in Belfast und die Unterst\u00fctzung meiner Mentorin in ihrer Kampagne zu (Neo-; Post-) Extraktivismus (Mehr Infos: http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/234223\/neo-extraktivismus-aufstieg-und-krise-eines-entwicklungsmodells?p=all<a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/234223\/neo-extraktivismus-aufstieg-und-krise-eines-entwicklungsmodells?p=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/234223\/neo-extraktivismus-aufstieg-und-krise-eines-entwicklungsmodells?p=all<\/a>) ergeben.<\/p><p>Ich lernte die Arbeit an einer Kampagne als vielseitig und spannend kennen. Meine Aufgaben waren unter anderem die Erstellung von Informationsbrosch\u00fcren, die gemeinsam Erarbeitung von Workshops und Kontakt, Austausch und Unterst\u00fctzung der Menschen, die sich gegen den Bau einer Goldmine in den Sperrin Mountains, einer Area of Outstanding Natural Beauty (AONB) und die damit verbundenen und bereits stattfindenden negativen Eingriffe in die Umwelt einsetzen.<\/p><p>Mein anderer Aufgabenbereich war der studentische Umweltaktivismus. Ich habe mich bem\u00fcht ein kleines Netzwerk aufzubauen und zu verstehen, was Studierende motiviert bzw. davon abh\u00e4lt sich mit Themen der Umweltgerechtigkeit auseinanderzusetzen und sich daf\u00fcr zu engagieren. Hierbei war es eindeutig von Vorteil, dass ich im letzten Semester an der Queen\u2019s University in Belfast mein Auslandssemester absolviert habe.<\/p><p>Die Arbeit in einer NGO hat mir sehr gut gefallen und ich kann mir tats\u00e4chlich vorstellen in diesem Bereich zu arbeiten. Dazu beigetragen haben sicherlich auch der sehr angenehme Umgang im Team und die vielen beruflichen Ausfl\u00fcge zu Aktivisten, Seminaren, Konferenzen und Fridays for Future Demonstrationen. Nat\u00fcrlich ist mit diesem Beruf auch ein Alltag im B\u00fcro vor dem Computer verbunden.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"5473,5474\"]<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"5475,5472\"]<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"54.3382,-5.6705\" zoom=\"7\" width=\"100%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52073,356669,368865,653],"tags":[125659,525315,52073,368743,572093],"class_list":["post-5471","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-irland","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-erfahrungsbericht","tag-interkulturelle-erfahrungen","tag-irland","tag-ngo","tag-umweltwissenschaften"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5471"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5478,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5471\/revisions\/5478"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}