

{"id":5311,"date":"2019-04-01T09:26:54","date_gmt":"2019-04-01T07:26:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=5311"},"modified":"2022-06-14T22:11:53","modified_gmt":"2022-06-14T20:11:53","slug":"erasmus-praktikum-an-der-stroemberg-grundschule-in-helsinki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2019\/04\/01\/erasmus-praktikum-an-der-stroemberg-grundschule-in-helsinki\/","title":{"rendered":"Erasmus+ Praktikum an der Str\u00f6mberg Grundschule in Helsinki"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><div id=\"attachment_5314\" style=\"width: 379px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5314\" class=\" wp-image-5314\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4-744x558.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4-510x382.jpg 510w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild1-4-1080x810.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5314\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1:Die Str\u00f6mberg Grundschule<\/p><\/div><\/p>\n<p>Ich habe Anfang 2019 ein sehr interessantes, bereicherndes und lernreiches Praktikum an der Str\u00f6mberg Grundschule in Helsinki absolviert. Ich habe an der Schule im Unterricht assistiert, Vertretungsunterricht \u00fcbernommen, selbstst\u00e4ndig (Teil-) Klassen betreut und unterrichtet und die Franz\u00f6sisch-AG f\u00fcr die Zeit \u00fcbernommen. Au\u00dferdem habe ich immer wieder hospitiert und beobachtet. Ich habe viele verschiedene Bereiche der Schule kurz kennengelernt und einige Bereiche (vor allem die Arbeit mit der 6. Klasse) intensiv. Durch die vielf\u00e4ltigen Erfahrungen habe ich pers\u00f6nlich viel gelernt und bin in meiner Professionalisierung weitergekommen. Ich habe aber auch viel \u00fcber Schulsysteme nachgedacht und im Kontrast zu meinen bisherigen Erfahrungen viele Inspirationen bekommen.<\/p>\n<p><strong>Einige einleitende Erl\u00e4uterungen vorweg, die meine Erfahrungen verst\u00e4ndlicher machen:<\/strong><br \/>\nIn Finnland werden die Kinder erst mit 7 Jahren eingeschult \u2013 das bedeutet, dass die Kinder dort ein Jahr \u00e4lter sind als Kinder in Deutschland in der gleichen Klassenstufe. Au\u00dferdem umfasst die Grundschule nicht nur die ersten vier, sondern die ersten sechs Schuljahre.<\/p>\n<p>Ich habe die erste H\u00e4lfte des Praktikums die 6. Klasse, bzw. die Klassenlehrerin der 6. Klasse begleitet. Somit lernte ich im Englischunterricht, den die Lehrerin hielt, auch die 5. Klasse der Schule kennen. Da der Unterricht (bis auf den Fremdsprachenunterricht) auf Finnisch stattfand, verstand ich insbesondere zu Beginn meines Praktikums h\u00e4ufig nicht direkt, worum es gerade im Unterricht ging. Allerdings war das h\u00e4ufig kein Problem, da meine Zeit in der Klasse eine willkommene Gelegenheit f\u00fcr die Klassenlehrerin und den Musiklehrer der Klasse war, immer wieder auch den Regelunterricht auf Englisch oder teilweise auf Englisch abzuhalten. Au\u00dferdem konnte ich in individuellen oder Gruppenarbeitsphasen gut unterst\u00fctzen, da ich beispielsweise im Mathe-, Musik- oder Sportunterricht einzelne Sch\u00fcler*innen gut unterst\u00fctzen konnte und mit ihnen Englisch sprach. Dabei ist zu bemerken, dass die Kinder und Kolleg*innen an der Schule deutlich besser Englisch sprachen und verstanden als in Deutschland.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des Praktikums war ich weiterhin f\u00fcr zwei Tage pro Woche in der 6. Klasse als meiner \u201eStammklasse\u201c, die anderen Tage besuchte ich aber andere Klassen, sodass ich die Arbeit der 1.-6. Klasse, sowie der sonderp\u00e4dagogischen Klassen kennenlernte.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_5315\" style=\"width: 385px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2-4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5315\" class=\" wp-image-5315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2-4.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2-4.jpg 626w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2-4-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2-4-510x382.jpg 510w\" sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5315\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Der geteilte Klassenraum der 1. Klasse<\/p><\/div><\/p>\n<p>Ich erlebte mehr unterschiedliche Lehrkr\u00e4fte und Klassen, erlebte verschiedene Altersgruppen und Klassenkonstellationen. Besonders interessant war f\u00fcr mich beispielsweise die 1. Klasse: 28 Kinder werden von zwei Lehrkr\u00e4ften unterrichtet. Der Klassenraum ist in der Mitte durch Glasfenster und Glast\u00fcren getrennt, die beiden Lehrerinnen arbeiten jeweils mit 14 Kindern \u2013 nach einer Woche wechseln die Kinder dann in die andere H\u00e4lfte zur anderen Klassenlehrerin.<\/p>\n<p>Solche spannenden Erfahrungen machte ich in verschiedenen Klassen auf verschiedene Art und Weise und nach und nach entwickelte ich einen Blick f\u00fcr die Arbeitsweise \u201ean der gesamten Schule\u201c und f\u00fcr die Atmosph\u00e4re, die klassen\u00fcbergreifend vorgefunden werden konnte.<\/p>\n<p>Interessant war es auch, Ende Februar noch einen Tag in einer anderen Schule zu verbringen: Der Ehemann der Klassenlehrerin der 6. Klasse ist auch als Grundschullehrer t\u00e4tig und so ergab sich mir die M\u00f6glichkeit auch ihn f\u00fcr einen Tag zu begleiten \u2013 diese Erfahrung sch\u00e4tze ich sehr, da sie mein Bild vom finnischen Schulsystem erweitert hat und ich so einen besseren Blick f\u00fcr Besonderes und \u201eNormales\u201c an der St\u00f6mberg-Schule entwickeln konnte.<\/p>\n<p><strong>Doch was habe ich genau eigentlich inhaltlich mitnehmen k\u00f6nnen, was hat mich am meisten beeindruckt?<\/strong><br \/>\nEin ganz wichtiger Punkt ist die Altersgruppe und Dauer der Grundschule in Finnland (s.o.). Ich habe es als angenehm und sinnvoll f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen wahrgenommen, dass ihnen mehr Zeit in der Grundschule gelassen wird. Ebenso, dass Kinder mit 10 Jahren nicht \u201edie Gro\u00dfen\u201c sein m\u00fcssen \u2013 es aber mit 12 oder 13, wenn sie ohnehin mehr Selbstbestimmung einfordern, sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt war die sehr positive Stimmung und Atmosph\u00e4re in der Schule unter Sch\u00fcler*innen und Mitarbeitenden. Zu einem gro\u00dfen Teil h\u00e4ngt das denke ich auch mit niedrigen Hierarchien zusammen \u2013 von der Erstkl\u00e4sslerin \u00fcber den Praktikanten aus Deutschland bis zur Schulleiterin wurde sich geduzt und beim Vornamen genannt. Das erm\u00f6glichte eine gute Arbeitsatmosph\u00e4re, die alle ernst nimmt.<\/p>\n<p>Auch habe ich es gesch\u00e4tzt, dass die technische Ausstattung mit Beamern\/Whiteboards, Dokumentenkameras und Laptops sehr gut war und auch sinnvoll genutzt wurde. Nichtsdestotrotz wurde in der Schule mehr in B\u00fcchern aus Papier gelesen, als ich das bisher in Deutschland erlebt habe.<\/p>\n<p>Auch Projekte und selbstbestimmtes Arbeiten waren ein wichtiger Bestandteil des Schullebens, das ich erleben konnte und so viele Inspirationen f\u00fcr meine eigene p\u00e4dagogische Zukunft bekam.<\/p>\n<p>Als letzten Punkt hier m\u00f6chte ich noch den Fremdsprachenunterricht anf\u00fchren: Vom Englischunterricht \u00fcber Schwedischunterricht, Zweitsprachenunterricht f\u00fcr Finnischlernende und meine Franz\u00f6sisch-AG erlebte ich Sprachenlernen in einem mir sprachfremden Umfeld auf vielf\u00e4ltige Art und Weise, erlebte viel guten Sprachunterricht und viel Spa\u00df an Sprache \u2013 das war f\u00fcr mich auch motivational ein tolles Erlebnis f\u00fcr meine pers\u00f6nliche Zukunft als Englischlehrer.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Praktikums konnte ich in kurzen Pausen immer wieder kurze, aber wichtige Reflexionsgespr\u00e4che mit Kolleg*innen f\u00fchren, zu Beginn, zur H\u00e4lfte und am Ende des Praktikums f\u00fchrte ich zus\u00e4tzlich intensive Evaluationsgespr\u00e4che mit der Klassenlehrerin der 6. Klasse. Das war f\u00fcr mich in Verbindung mit meiner pers\u00f6nlichen Reflexion ein sehr guter Rahmen. Insgesamt muss ich sagen, dass es ein sehr angenehmer Weg war, zu diesem Praktikum \u00fcber den pers\u00f6nlichen Kontakt zu zwei Lehrerinnen zu kommen. So hatte ich klare Ansprechpersonen, die mich auch gerne unterst\u00fctzten. Nicht zuletzt auch dadurch, dass ich bei der Lehrerin der 5. Klasse zu Hause in einem G\u00e4stezimmer wohnen konnte. So erlebte ich finnischen Alltag nicht nur in der Schule, sondern auch nach Feierabend. Auch der Kontakt mit der Schulleiterin und anderen Kolleg*innen war sehr angenehm \u2013 ich war ein gern gesehener Gast und auch eine Unterst\u00fctzung in dieser Zeit.<\/p>\n<p>Finanziell habe ich gemerkt, dass es durchaus eine Herausforderung ist, den finnischen Alltag mit in Deutschland ausk\u00f6mmlichen Mitteln zu gestalten. Ich habe das stemmen k\u00f6nnen durch die kosteng\u00fcnstige Unterkunft bei einer Kollegin, durch das kostenlose Mittagessen in der Schule und dank der Unterst\u00fctzung durch das ERASMUS-Programm und das Evangelische Studienwerk Villigst, bei dem ich Stipendiat bin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:100%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([17.2633,56.8903], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 5\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); 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Ich habe an der Schule im Unterricht assistiert, Vertretungsunterricht \u00fcbernommen, selbstst\u00e4ndig (Teil-) Klassen betreut und unterrichtet und die Franz\u00f6sisch-AG f\u00fcr die Zeit \u00fcbernommen. Au\u00dferdem habe ich immer wieder hospitiert und beobachtet. Ich habe viele verschiedene Bereiche der Schule kurz kennengelernt und einige Bereiche (vor allem die Arbeit mit der 6. Klasse) intensiv. Durch die vielf\u00e4ltigen Erfahrungen habe ich pers\u00f6nlich viel gelernt und bin in meiner Professionalisierung weitergekommen. Ich habe aber auch viel \u00fcber Schulsysteme nachgedacht und im Kontrast zu meinen bisherigen Erfahrungen viele Inspirationen bekommen.<\/p><p><strong>Einige einleitende Erl\u00e4uterungen vorweg, die meine Erfahrungen verst\u00e4ndlicher machen:<\/strong><br \/>In Finnland werden die Kinder erst mit 7 Jahren eingeschult \u2013 das bedeutet, dass die Kinder dort ein Jahr \u00e4lter sind als Kinder in Deutschland in der gleichen Klassenstufe. Au\u00dferdem umfasst die Grundschule nicht nur die ersten vier, sondern die ersten sechs Schuljahre.<\/p><p>Ich habe die erste H\u00e4lfte des Praktikums die 6. Klasse, bzw. die Klassenlehrerin der 6. Klasse begleitet. Somit lernte ich im Englischunterricht, den die Lehrerin hielt, auch die 5. Klasse der Schule kennen. Da der Unterricht (bis auf den Fremdsprachenunterricht) auf Finnisch stattfand, verstand ich insbesondere zu Beginn meines Praktikums h\u00e4ufig nicht direkt, worum es gerade im Unterricht ging. Allerdings war das h\u00e4ufig kein Problem, da meine Zeit in der Klasse eine willkommene Gelegenheit f\u00fcr die Klassenlehrerin und den Musiklehrer der Klasse war, immer wieder auch den Regelunterricht auf Englisch oder teilweise auf Englisch abzuhalten. Au\u00dferdem konnte ich in individuellen oder Gruppenarbeitsphasen gut unterst\u00fctzen, da ich beispielsweise im Mathe-, Musik- oder Sportunterricht einzelne Sch\u00fcler*innen gut unterst\u00fctzen konnte und mit ihnen Englisch sprach. Dabei ist zu bemerken, dass die Kinder und Kolleg*innen an der Schule deutlich besser Englisch sprachen und verstanden als in Deutschland.<\/p><p>In der zweiten H\u00e4lfte des Praktikums war ich weiterhin f\u00fcr zwei Tage pro Woche in der 6. Klasse als meiner \u201eStammklasse\u201c, die anderen Tage besuchte ich aber andere Klassen, sodass ich die Arbeit der 1.-6. Klasse, sowie der sonderp\u00e4dagogischen Klassen kennenlernte.<\/p>[caption id=\"attachment_5315\" align=\"alignleft\" width=\"375\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2-4.jpg\"><img class=\" wp-image-5315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2-4.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"282\" \/><\/a> Abbildung 2: Der geteilte Klassenraum der 1. Klasse[\/caption]<p>Ich erlebte mehr unterschiedliche Lehrkr\u00e4fte und Klassen, erlebte verschiedene Altersgruppen und Klassenkonstellationen. Besonders interessant war f\u00fcr mich beispielsweise die 1. Klasse: 28 Kinder werden von zwei Lehrkr\u00e4ften unterrichtet. Der Klassenraum ist in der Mitte durch Glasfenster und Glast\u00fcren getrennt, die beiden Lehrerinnen arbeiten jeweils mit 14 Kindern \u2013 nach einer Woche wechseln die Kinder dann in die andere H\u00e4lfte zur anderen Klassenlehrerin.<\/p><p>Solche spannenden Erfahrungen machte ich in verschiedenen Klassen auf verschiedene Art und Weise und nach und nach entwickelte ich einen Blick f\u00fcr die Arbeitsweise \u201ean der gesamten Schule\u201c und f\u00fcr die Atmosph\u00e4re, die klassen\u00fcbergreifend vorgefunden werden konnte.<\/p><p>Interessant war es auch, Ende Februar noch einen Tag in einer anderen Schule zu verbringen: Der Ehemann der Klassenlehrerin der 6. Klasse ist auch als Grundschullehrer t\u00e4tig und so ergab sich mir die M\u00f6glichkeit auch ihn f\u00fcr einen Tag zu begleiten \u2013 diese Erfahrung sch\u00e4tze ich sehr, da sie mein Bild vom finnischen Schulsystem erweitert hat und ich so einen besseren Blick f\u00fcr Besonderes und \u201eNormales\u201c an der St\u00f6mberg-Schule entwickeln konnte.<\/p><p><strong>Doch was habe ich genau eigentlich inhaltlich mitnehmen k\u00f6nnen, was hat mich am meisten beeindruckt?<\/strong><br \/>Ein ganz wichtiger Punkt ist die Altersgruppe und Dauer der Grundschule in Finnland (s.o.). Ich habe es als angenehm und sinnvoll f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen wahrgenommen, dass ihnen mehr Zeit in der Grundschule gelassen wird. Ebenso, dass Kinder mit 10 Jahren nicht \u201edie Gro\u00dfen\u201c sein m\u00fcssen \u2013 es aber mit 12 oder 13, wenn sie ohnehin mehr Selbstbestimmung einfordern, sein k\u00f6nnen.<\/p><p>Ein weiterer Punkt war die sehr positive Stimmung und Atmosph\u00e4re in der Schule unter Sch\u00fcler*innen und Mitarbeitenden. Zu einem gro\u00dfen Teil h\u00e4ngt das denke ich auch mit niedrigen Hierarchien zusammen \u2013 von der Erstkl\u00e4sslerin \u00fcber den Praktikanten aus Deutschland bis zur Schulleiterin wurde sich geduzt und beim Vornamen genannt. Das erm\u00f6glichte eine gute Arbeitsatmosph\u00e4re, die alle ernst nimmt.<\/p><p>Auch habe ich es gesch\u00e4tzt, dass die technische Ausstattung mit Beamern\/Whiteboards, Dokumentenkameras und Laptops sehr gut war und auch sinnvoll genutzt wurde. Nichtsdestotrotz wurde in der Schule mehr in B\u00fcchern aus Papier gelesen, als ich das bisher in Deutschland erlebt habe.<\/p><p>Auch Projekte und selbstbestimmtes Arbeiten waren ein wichtiger Bestandteil des Schullebens, das ich erleben konnte und so viele Inspirationen f\u00fcr meine eigene p\u00e4dagogische Zukunft bekam.<\/p><p>Als letzten Punkt hier m\u00f6chte ich noch den Fremdsprachenunterricht anf\u00fchren: Vom Englischunterricht \u00fcber Schwedischunterricht, Zweitsprachenunterricht f\u00fcr Finnischlernende und meine Franz\u00f6sisch-AG erlebte ich Sprachenlernen in einem mir sprachfremden Umfeld auf vielf\u00e4ltige Art und Weise, erlebte viel guten Sprachunterricht und viel Spa\u00df an Sprache \u2013 das war f\u00fcr mich auch motivational ein tolles Erlebnis f\u00fcr meine pers\u00f6nliche Zukunft als Englischlehrer.<\/p><p>W\u00e4hrend des Praktikums konnte ich in kurzen Pausen immer wieder kurze, aber wichtige Reflexionsgespr\u00e4che mit Kolleg*innen f\u00fchren, zu Beginn, zur H\u00e4lfte und am Ende des Praktikums f\u00fchrte ich zus\u00e4tzlich intensive Evaluationsgespr\u00e4che mit der Klassenlehrerin der 6. Klasse. Das war f\u00fcr mich in Verbindung mit meiner pers\u00f6nlichen Reflexion ein sehr guter Rahmen. Insgesamt muss ich sagen, dass es ein sehr angenehmer Weg war, zu diesem Praktikum \u00fcber den pers\u00f6nlichen Kontakt zu zwei Lehrerinnen zu kommen. So hatte ich klare Ansprechpersonen, die mich auch gerne unterst\u00fctzten. Nicht zuletzt auch dadurch, dass ich bei der Lehrerin der 5. Klasse zu Hause in einem G\u00e4stezimmer wohnen konnte. So erlebte ich finnischen Alltag nicht nur in der Schule, sondern auch nach Feierabend. Auch der Kontakt mit der Schulleiterin und anderen Kolleg*innen war sehr angenehm \u2013 ich war ein gern gesehener Gast und auch eine Unterst\u00fctzung in dieser Zeit.<\/p><p>Finanziell habe ich gemerkt, dass es durchaus eine Herausforderung ist, den finnischen Alltag mit in Deutschland ausk\u00f6mmlichen Mitteln zu gestalten. Ich habe das stemmen k\u00f6nnen durch die kosteng\u00fcnstige Unterkunft bei einer Kollegin, durch das kostenlose Mittagessen in der Schule und dank der Unterst\u00fctzung durch das ERASMUS-Programm und das Evangelische Studienwerk Villigst, bei dem ich Stipendiat bin.<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"56.8903,17.2633\" zoom=\"5\" width=\"100%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52103,356669,49297,368865,653],"tags":[125659,52103,368713,68174,368887,49297],"class_list":["post-5311","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-finnland","category-laender","category-lehramt","category-outgoing","category-praktikum","tag-erfahrungsbericht","tag-finnland","tag-frankoromanistik","tag-grundschule","tag-leben-im-ausland","tag-lehramt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5311"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5915,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5311\/revisions\/5915"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}