

{"id":5213,"date":"2019-06-17T09:39:52","date_gmt":"2019-06-17T07:39:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=5213"},"modified":"2022-06-14T22:08:57","modified_gmt":"2022-06-14T20:08:57","slug":"praktikum-auf-den-azoren-mit-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2019\/06\/17\/praktikum-auf-den-azoren-mit-erasmus\/","title":{"rendered":"Praktikum auf den Azoren mit Erasmus+"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Einleitung<br \/><\/strong>Ich hatte mich f\u00fcr ein zweimonatiges Praktikum auf den Azoren entschieden, da ich Biologie Studentin bin und mich die Natur auf dieser Inselgruppe faszinierte. Die Azoren bestehen aus 9 Inseln und befinden sich mitten im Atlantik. Die Hauptinsel ist Sao Miguel, die Landessprache portugiesisch. Sie sind vulkanischen Ursprungs, was man sch\u00f6n an den Landschaftsformationen erkennen kann. Durch den Golfstrom herrscht das ganze Jahr \u00fcber mildes Klima. Im Winter minimale 10\u00b0C und im Sommer maximale 29\u00b0C. Hinzu kommt, dass die Luftfeuchtigkeit recht hoch ist und sich somit 29\u00b0C um einiges w\u00e4rmer anf\u00fchlt. Das Land ist gepr\u00e4gt vom Leben mit dem Meer. Es gibt viel Fischerei und Sportarten wie Segeln und Surfen sind ein beliebter Volkssport. Die Menschen dort leben im Sommer haupts\u00e4chlich vom Tourismus, so ist es nicht erstaunlich, dass dort fast jeder gutes Englisch spricht.<\/p>\n<p>Mein Aufenthalt ging von Mitte August bis Mitte Oktober. Ich hatte mich f\u00fcr ein Praktikum in einer Whailwatching Organisation, die auch Forschung betreiben, entschieden. Da es mein berufliches Ziel ist in die Meeresbiologie zu gehen, wollte ich mir anschauen, wie die Arbeit aussieht in Verbindung mit den gro\u00dfen Meerss\u00e4uger Walen und Delphine.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5806\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2-744x558.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2-510x382.jpg 510w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/bild2-1080x810.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Anreise<\/strong><br \/>Nun ging es los am 15. August von D\u00fcsseldorf aus mit Direktflug nach Ponta Delgada der Hauptstadt von Sao Miguel. Mich begleitete ein riesiger Rucksack vollgepackt mit Schnorchelzeug, Neopren, warmen und kalten Klamotten und einem Surfboard, dass ich auf den Namen \u201eFocus Spiralis\u201c ( abgewandelter Name einer Alge) getauft habe. Meine Gef\u00fchle waren gemischt, wie das immer so ist, wenn ich l\u00e4ngere Zeit weggehe. Eine Mischung aus Abschiedsschmerz und Aufregung. Wie wird es dort sein? Werden die Leute nett sein bei denen ich arbeite? Wie wird die Arbeit sein? Und noch tausend Fragen mehr, die da einem im Kopf rumschwirren. Der Flug ging 4h und ein paar Minuten. Da ich die Nacht zuvor durchgemacht hatte um zum Flughafen zu kommen, war ich sehr m\u00fcde. Das Flugzeug landete zur Mittagszeit in Ponta Delgada und schon ging die Aufregung los. Das Adrenalin schoss nur so durch meinen K\u00f6rper, sodass jegliche M\u00fcdigkeit wie weggeblasen war. Freude machte sich breit. Ich hatte es geschafft. Ich war wirklich auf den Azoren.<\/p>\n<p>Nun ging es mit dem Taxi vom Flughafen direkt zum Hafen von Ponta Delgada, dort befand sich mein zuk\u00fcnftiger Praktikumsplatz. Der Taxifahrer hie\u00df mich herzlich willkommen auf den Azoren und gab mir eine Einf\u00fchrung in die azorischen Begebenheiten in flie\u00dfendem Englisch. Die letzten Meter zu Sea Colors legte ich zu Fu\u00df zur\u00fcck, was ein Akt war mit all dem Gep\u00e4ck. Dort angekommen wurde ich nett von den anderen Mitarbeitern begr\u00fc\u00dft. Musste allerdings noch auf die Chefin warten, die noch auf Bootstour war, da mein neues Haus ein Boot sein sollte, dass ihr und ihrem Ehemann geh\u00f6rte. Wenig sp\u00e4ter traf sie ein und nach einer kurzen Erkl\u00e4rung konnte ich in mein neues zu Boote einziehen. Das Abenteuer Azoren konnte beginnen.<\/p>\n<p><strong>Praktikum bei Sea colors azores<br \/><\/strong>Sea colors ist eine kleines famili\u00e4re Unternehmen, dass Touren anbietet um Wale und Delfine zu beobachten. Gef\u00fchrt wir das Unternehmen von einem Ehepaar. F\u00fcr die Ausfl\u00fcge wird ein Searip benutzt, ein Motorboot das platz f\u00fcr 12 Personen bietet. Damit auch garantiert ist, dass man Wale und Delfine sieht, gibt es einen Ausschauhalter an Land, der mit einem Fernglas das Meer absucht. Dies ist je nach Sicht ein schwieriges bis sehr schweres Unterfangen. Da Wellenbewegungen schnell mit den walartigen verwechselt werden k\u00f6nnen. Bei gutem Wetter ist die Sicht klar bis 50km aufs Meer hinaus.<\/p>\n<p>Die Touren gehen 2h bis 5h und man f\u00e4hrt Teilweise bis auf die andere Seite der Insel, je nachdem wo sich die Tiere befinden. Es werden 2 Touren pro Tag gemacht, wenn das Wetter es zu l\u00e4sst. Vor jeder Tour gibt es einen Vortrag \u00fcber Tiere die man sehen kann auf dem Wasser und wie man sich verh\u00e4lt. Sea colors hat auch die M\u00f6glichkeit geboten, mit Delphinen zu schwimmen. Dies hing aber von dem Verhalten und der Laune der Delphine ab. Wenn die Delphine eher scheu waren, lie\u00df man sie in ruhe. Um ins Wasser zu gehen musste man sich vorsichtig ins Wasser gleiten lassen, damit sich die Delphine nicht erschrecken, vom Boot aus wurde man dann in Richtung der Delphine geleitet. Meine Aufgaben bei Sea colors waren, dass in Empfang nehmen der Klienten, das Anwerben der Klienten, das Ausstatten der Teilnehmer und die Daten Aufnahme der Tier und deren Verarbeitung. Haupts\u00e4chlich wurde englisch gesprochen. Manchmal wurde auch Franz\u00f6sisch gebraucht, was ich dann \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>Die Tourteilnehmer wurden mit Jacken, Hosen, Neopren und Schnorchelzeug ausgestattet. August und September war Hochsaison und das Wetter war gut. Es gab viel zu tun. Wenn platz auf dem Boot war, fuhr einer von uns Studenten mit und notierte die Daten der Tiere. Es wurde der ersten Sichtung notiert, das Verhalten der Tiere, um wie viele Tiere es sich handelt, wie lange wir sie begleitet haben, welche Art, wann und wo wir sie verlassen haben. Die Arbeit auf dem Wasser war gro\u00dfartig. Es war immer wieder ein erstaunliches Erlebnis diesen Tieren zu begegnen. Zu dieser Zeit des Jahre konnte man Haupts\u00e4chlich den gemeinen Delphin, den atlantischen Fleckendelphin,den gro\u00dfen T\u00fcmmler, ab und zu Risso Delphine, sehr selten Seiwale und Pottwale, sehen. Die Arbeit begann um 8 Uhr und endete um 16 Uhr nachmittags, f\u00fcnf Tage die Woche. Wenn ich nicht mit auf dem Boot war, dann war ich im B\u00fcro und habe die bereits gesammelten Daten auf einer Internetseite eingegeben, genannt Monicet (<a href=\"http:\/\/www.monicet.net\/en\">http:\/\/www.monicet.net\/en<\/a>) und\/oder Fotos von Walfluken identifiziert.<\/p>\n<p><strong>Die gesichteten Tiere<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der gemeine Delphin<br \/><\/strong>Der gemeine Delphin (<em>Delphinus delphis<\/em>) ist recht klein 1,70m-2,40m und hat eine recht auff\u00e4llig gef\u00e4rbte Haut, mit gelb und wei\u00df gef\u00e4rbten Seiten. Sie kamen in gro\u00dfen Gruppen vor oft mit jungen K\u00e4lbern. Die Delphine kamen gerne n\u00e4her ans Boot, um auf der Bugwelle zu reiten und wirkten sehr verspielt. Auch war ich einmal mit ihnen im Wasser. Da Delphine sehr schnell sind sieht man sie nur f\u00fcr paar Sekunden. Man kann sie allerdings unter Wasser h\u00f6ren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/gemeiner-Delphin.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5807\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/gemeiner-Delphin.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"703\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/gemeiner-Delphin.jpg 1080w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/gemeiner-Delphin-420x273.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/gemeiner-Delphin-744x484.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/gemeiner-Delphin-768x500.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Der gro\u00dfe T\u00fcmmler<br \/><\/strong>Der gro\u00dfe T\u00fcmmler (<em>Tursiops truncatus)<\/em> kommt in allen Ozeanen vor, so auch auf den Azoren. Er ist gr\u00f6\u00dfer als der gemeine Delphin ca 2m-4m L\u00e4nge kann dieser erreichen und eine graue Hautfarbe. Sie legten ein \u00e4hnliches Verhalten wie der gemeine Delphin an den Tag. Tats\u00e4chlich war es recht schwierig die Tiere zu z\u00e4hlen, da immer nur ein Teil an der Oberfl\u00e4che war und w\u00e4hrend die einen abgetaucht sind, sind die anderen aufgetaucht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/grosser-T\u00fcmmler.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5804\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/grosser-T\u00fcmmler.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/grosser-T\u00fcmmler.jpg 1080w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/grosser-T\u00fcmmler-420x280.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/grosser-T\u00fcmmler-744x496.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/06\/grosser-T\u00fcmmler-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Risso Delphine<br \/><\/strong>Die Risso Delphine (<em>Grampus griseus<\/em>) sind recht gro\u00df werden bis 4 m lang und sind leicht zu erkennen an ihrem melonenf\u00f6rmigen Kopf. Ich sah sie einmal innerhalb der 2 Monate meines Aufenthalts. Sie legen ein sehr ruhiges verhalten an den Tag. Sie bewegen sich eher langsam, wenn sie am reisen sind. Ihr K\u00f6rper ist je nach alter mehr oder weniger bedeckt mit Flecken und Narben. Die \u00e4ltesten Tier sind fast wei\u00df.<\/p>\n<p><strong>Seiwale<br \/><\/strong>Der Seiwal (<em>Balaenoptera borealis<\/em>) geh\u00f6rt zu den Furchenwalen mit einer L\u00e4nge von 12-16m. Sie gh\u00f6ren zu den Bartenwalen und haben Hornplatten (Barten) statt Z\u00e4hnen. Sie sind von der Oberseite grau gef\u00e4rbt, wohingegen die Unterseite wei\u00df ist. Der K\u00f6rper ist schlank geformt, aber was auff\u00e4llt ist, dass die Fluke im Verh\u00e4ltnis zum K\u00f6rper recht klein ist. Ich hatte diese Art allerdings auch nur einmal gesehen. Als wir davon h\u00f6rten das Seiwale gesichtet wurden, sind wir auch raus, leider waren da auch ganz viele andere Boote<\/p>\n<p><strong>Pottwale<br \/><\/strong>Der Pottwal (<em>Physeter macrocephalus<\/em>) geh\u00f6rt zu den Zahnwalen und wir bis zu 20 m gro\u00df werden, wobei sich das bei M\u00e4nnchen und Weibchen unterscheidet. Weibchen erreichen eine L\u00e4nge von 12 m. Sie sind einfach zu identifizieren durch den Kopf der an einen Topf erinnert, daher der Name, und das Blasloch befindet sich nicht mittig auf dem Kopf, sonder ist etwas nach links verschoben. Au\u00dferdem, wenn man sie an der Oberfl\u00e4che sieht, sehen sie aus wie U-Boote. Sie erscheinen verspielt und springfreudig, trotz ihres riesigen K\u00f6rpers. Diese Wale k\u00f6nnen bis auf eine Tiefe von 2000m hinabtauchen. Dort Jagen sie Tintenfische. Bevor sie Abtauchen heben sie die Fluke und verharren eine millisekunden um dann ca. 40 Minuten abzutauchen.<\/p>\n<p>Die Pottwale scheinen K\u00f6perkontakt sehr zu m\u00f6gen und reiben dabei ihre K\u00f6rper aneinander. Haupts\u00e4chlich leben sie in Gruppen, aber ab und an haben wir auch einzelne Tiere angetroffen.<\/p>\n<p>Begleitende Tiere auf dem Wasser waren Gelbschnabel Sturmtaucher, Hammerhaie, Schildkr\u00f6ten, Dolphin Fish, Fliegende Fische und M\u00f6wen. Wenn man etwas von belang gesehen hatte wurde darauf R\u00fccksicht genommen und zu der Stelle gefahren. Der Gelbschnabel Sturmtaucher hatte einen sehr markanten Schrei der etwa so ging \u201eAu au auuuua\u201c, was einen beim ersten h\u00f6ren erschrecken kann, da es sehr menschlich klingt.<\/p>\n<p><strong>Das Leben auf dem Boot<br \/><\/strong>Auf dem Boot gab es keinen K\u00fchlschrank, man musste also alle zwei Tage einkaufen gehen. Dusche und WC befanden sich auf dem Festland und geh\u00f6rte zum Hafen dazu. Um in den Hafen und die Sanit\u00e4ren Anlagen zu kommen, bekam ich eine Magnetkarte. Ich befreundete mich mit dem Bootsnachbar, sodass ich ab und zu in den Genuss eines kurzen Toiletten Weges kam. Flie\u00dfendes Wasser gab es an der Anlegestelle. Das leichte Schaukeln des Bootes war sehr angenehm. Dies ver\u00e4nderte sich, als die St\u00fcrme kamen. Eine Nacht konnte ich kaum Schlafen, da es ein einzige hin und her gerucke war mit knarzenden Tauen. Doch ausgenommen der st\u00fcrmischen N\u00e4chte, lebt es sich gut auf dem Boot. Das Segelboot auf dem ich lebte \u201e La Magre\u201c (die Hexe), war nicht mehr segelt\u00fcchtig und lag nur als Wohnort im Hafen. Ich lief so gut wie immer Barfu\u00df auf den Azoren und hatte bald Steinharte Hornhaut.<\/p>\n<p><strong>Die Abreise<br \/><\/strong>Der Abschied viel mir nicht schwer, da ich das Gef\u00fchl hatte, wieder zu kommen und mir meine WG in Bremen sehr gefehlt hat, auch wenn ich zwischendurch Besuch hatte. Doch habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, und bin stolz und froh zur\u00fcck gekehrt. So ging es wieder mit dem Direktflug nach D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:100%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([1.8266,41.4957], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 4\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":5805,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Einleitung<br \/><\/strong>Ich hatte mich f\u00fcr ein zweimonatiges Praktikum auf den Azoren entschieden, da ich Biologie Studentin bin und mich die Natur auf dieser Inselgruppe faszinierte. Die Azoren bestehen aus 9 Inseln und befinden sich mitten im Atlantik. Die Hauptinsel ist Sao Miguel, die Landessprache portugiesisch. Sie sind vulkanischen Ursprungs, was man sch\u00f6n an den Landschaftsformationen erkennen kann. Durch den Golfstrom herrscht das ganze Jahr \u00fcber mildes Klima. Im Winter minimale 10\u00b0C und im Sommer maximale 29\u00b0C. Hinzu kommt, dass die Luftfeuchtigkeit recht hoch ist und sich somit 29\u00b0C um einiges w\u00e4rmer anf\u00fchlt. Das Land ist gepr\u00e4gt vom Leben mit dem Meer. Es gibt viel Fischerei und Sportarten wie Segeln und Surfen sind ein beliebter Volkssport. Die Menschen dort leben im Sommer haupts\u00e4chlich vom Tourismus, so ist es nicht erstaunlich, dass dort fast jeder gutes Englisch spricht.<\/p><p>Mein Aufenthalt ging von Mitte August bis Mitte Oktober. Ich hatte mich f\u00fcr ein Praktikum in einer Whailwatching Organisation, die auch Forschung betreiben, entschieden. Da es mein berufliches Ziel ist in die Meeresbiologie zu gehen, wollte ich mir anschauen, wie die Arbeit aussieht in Verbindung mit den gro\u00dfen Meerss\u00e4uger Walen und Delphine.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-5234\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/bild2.jpg\" alt=\"\" width=\"3648\" height=\"2736\" \/><\/a><\/p><p><strong>Anreise<\/strong><br \/>Nun ging es los am 15. August von D\u00fcsseldorf aus mit Direktflug nach Ponta Delgada der Hauptstadt von Sao Miguel. Mich begleitete ein riesiger Rucksack vollgepackt mit Schnorchelzeug, Neopren, warmen und kalten Klamotten und einem Surfboard, dass ich auf den Namen \u201eFocus Spiralis\u201c ( abgewandelter Name einer Alge) getauft habe. Meine Gef\u00fchle waren gemischt, wie das immer so ist, wenn ich l\u00e4ngere Zeit weggehe. Eine Mischung aus Abschiedsschmerz und Aufregung. Wie wird es dort sein? Werden die Leute nett sein bei denen ich arbeite? Wie wird die Arbeit sein? Und noch tausend Fragen mehr, die da einem im Kopf rumschwirren. Der Flug ging 4h und ein paar Minuten. Da ich die Nacht zuvor durchgemacht hatte um zum Flughafen zu kommen, war ich sehr m\u00fcde. Das Flugzeug landete zur Mittagszeit in Ponta Delgada und schon ging die Aufregung los. Das Adrenalin schoss nur so durch meinen K\u00f6rper, sodass jegliche M\u00fcdigkeit wie weggeblasen war. Freude machte sich breit. Ich hatte es geschafft. Ich war wirklich auf den Azoren.<\/p><p>Nun ging es mit dem Taxi vom Flughafen direkt zum Hafen von Ponta Delgada, dort befand sich mein zuk\u00fcnftiger Praktikumsplatz. Der Taxifahrer hie\u00df mich herzlich willkommen auf den Azoren und gab mir eine Einf\u00fchrung in die azorischen Begebenheiten in flie\u00dfendem Englisch. Die letzten Meter zu Sea Colors legte ich zu Fu\u00df zur\u00fcck, was ein Akt war mit all dem Gep\u00e4ck. Dort angekommen wurde ich nett von den anderen Mitarbeitern begr\u00fc\u00dft. Musste allerdings noch auf die Chefin warten, die noch auf Bootstour war, da mein neues Haus ein Boot sein sollte, dass ihr und ihrem Ehemann geh\u00f6rte. Wenig sp\u00e4ter traf sie ein und nach einer kurzen Erkl\u00e4rung konnte ich in mein neues zu Boote einziehen. Das Abenteuer Azoren konnte beginnen.<\/p><p><strong>Praktikum bei Sea colors azores<br \/><\/strong>Sea colors ist eine kleines famili\u00e4re Unternehmen, dass Touren anbietet um Wale und Delfine zu beobachten. Gef\u00fchrt wir das Unternehmen von einem Ehepaar. F\u00fcr die Ausfl\u00fcge wird ein Searip benutzt, ein Motorboot das platz f\u00fcr 12 Personen bietet. Damit auch garantiert ist, dass man Wale und Delfine sieht, gibt es einen Ausschauhalter an Land, der mit einem Fernglas das Meer absucht. Dies ist je nach Sicht ein schwieriges bis sehr schweres Unterfangen. Da Wellenbewegungen schnell mit den walartigen verwechselt werden k\u00f6nnen. Bei gutem Wetter ist die Sicht klar bis 50km aufs Meer hinaus.<\/p><p>Die Touren gehen 2h bis 5h und man f\u00e4hrt Teilweise bis auf die andere Seite der Insel, je nachdem wo sich die Tiere befinden. Es werden 2 Touren pro Tag gemacht, wenn das Wetter es zu l\u00e4sst. Vor jeder Tour gibt es einen Vortrag \u00fcber Tiere die man sehen kann auf dem Wasser und wie man sich verh\u00e4lt. Sea colors hat auch die M\u00f6glichkeit geboten, mit Delphinen zu schwimmen. Dies hing aber von dem Verhalten und der Laune der Delphine ab. Wenn die Delphine eher scheu waren, lie\u00df man sie in ruhe. Um ins Wasser zu gehen musste man sich vorsichtig ins Wasser gleiten lassen, damit sich die Delphine nicht erschrecken, vom Boot aus wurde man dann in Richtung der Delphine geleitet. Meine Aufgaben bei Sea colors waren, dass in Empfang nehmen der Klienten, das Anwerben der Klienten, das Ausstatten der Teilnehmer und die Daten Aufnahme der Tier und deren Verarbeitung. Haupts\u00e4chlich wurde englisch gesprochen. Manchmal wurde auch Franz\u00f6sisch gebraucht, was ich dann \u00fcbernahm.<\/p><p>Die Tourteilnehmer wurden mit Jacken, Hosen, Neopren und Schnorchelzeug ausgestattet. August und September war Hochsaison und das Wetter war gut. Es gab viel zu tun. Wenn platz auf dem Boot war, fuhr einer von uns Studenten mit und notierte die Daten der Tiere. Es wurde der ersten Sichtung notiert, das Verhalten der Tiere, um wie viele Tiere es sich handelt, wie lange wir sie begleitet haben, welche Art, wann und wo wir sie verlassen haben. Die Arbeit auf dem Wasser war gro\u00dfartig. Es war immer wieder ein erstaunliches Erlebnis diesen Tieren zu begegnen. Zu dieser Zeit des Jahre konnte man Haupts\u00e4chlich den gemeinen Delphin, den atlantischen Fleckendelphin,den gro\u00dfen T\u00fcmmler, ab und zu Risso Delphine, sehr selten Seiwale und Pottwale, sehen. Die Arbeit begann um 8 Uhr und endete um 16 Uhr nachmittags, f\u00fcnf Tage die Woche. Wenn ich nicht mit auf dem Boot war, dann war ich im B\u00fcro und habe die bereits gesammelten Daten auf einer Internetseite eingegeben, genannt Monicet (<a href=\"http:\/\/www.monicet.net\/en\">http:\/\/www.monicet.net\/en<\/a>) und\/oder Fotos von Walfluken identifiziert.<\/p><p><strong>Die gesichteten Tiere<\/strong><\/p><p><strong>Der gemeine Delphin<br \/><\/strong>Der gemeine Delphin (<em>Delphinus delphis<\/em>) ist recht klein 1,70m-2,40m und hat eine recht auff\u00e4llig gef\u00e4rbte Haut, mit gelb und wei\u00df gef\u00e4rbten Seiten. Sie kamen in gro\u00dfen Gruppen vor oft mit jungen K\u00e4lbern. Die Delphine kamen gerne n\u00e4her ans Boot, um auf der Bugwelle zu reiten und wirkten sehr verspielt. Auch war ich einmal mit ihnen im Wasser. Da Delphine sehr schnell sind sieht man sie nur f\u00fcr paar Sekunden. Man kann sie allerdings unter Wasser h\u00f6ren.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/gemeiner-Delphin.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-5235\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/gemeiner-Delphin.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"433\" \/><\/a><\/p><p><strong>Der gro\u00dfe T\u00fcmmler<br \/><\/strong>Der gro\u00dfe T\u00fcmmler (<em>Tursiops truncatus)<\/em> kommt in allen Ozeanen vor, so auch auf den Azoren. Er ist gr\u00f6\u00dfer als der gemeine Delphin ca 2m-4m L\u00e4nge kann dieser erreichen und eine graue Hautfarbe. Sie legten ein \u00e4hnliches Verhalten wie der gemeine Delphin an den Tag. Tats\u00e4chlich war es recht schwierig die Tiere zu z\u00e4hlen, da immer nur ein Teil an der Oberfl\u00e4che war und w\u00e4hrend die einen abgetaucht sind, sind die anderen aufgetaucht.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/grosser-T\u00fcmmler.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-5236\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2019\/03\/grosser-T\u00fcmmler.jpg\" alt=\"\" width=\"672\" height=\"448\" \/><\/a><\/p><p><strong>Risso Delphine<br \/><\/strong>Die Risso Delphine (<em>Grampus griseus<\/em>) sind recht gro\u00df werden bis 4 m lang und sind leicht zu erkennen an ihrem melonenf\u00f6rmigen Kopf. Ich sah sie einmal innerhalb der 2 Monate meines Aufenthalts. Sie legen ein sehr ruhiges verhalten an den Tag. Sie bewegen sich eher langsam, wenn sie am reisen sind. Ihr K\u00f6rper ist je nach alter mehr oder weniger bedeckt mit Flecken und Narben. Die \u00e4ltesten Tier sind fast wei\u00df.<\/p><p><strong>Seiwale<br \/><\/strong>Der Seiwal (<em>Balaenoptera borealis<\/em>) geh\u00f6rt zu den Furchenwalen mit einer L\u00e4nge von 12-16m. Sie gh\u00f6ren zu den Bartenwalen und haben Hornplatten (Barten) statt Z\u00e4hnen. Sie sind von der Oberseite grau gef\u00e4rbt, wohingegen die Unterseite wei\u00df ist. Der K\u00f6rper ist schlank geformt, aber was auff\u00e4llt ist, dass die Fluke im Verh\u00e4ltnis zum K\u00f6rper recht klein ist. Ich hatte diese Art allerdings auch nur einmal gesehen. Als wir davon h\u00f6rten das Seiwale gesichtet wurden, sind wir auch raus, leider waren da auch ganz viele andere Boote<\/p><p><strong>Pottwale<br \/><\/strong>Der Pottwal (<em>Physeter macrocephalus<\/em>) geh\u00f6rt zu den Zahnwalen und wir bis zu 20 m gro\u00df werden, wobei sich das bei M\u00e4nnchen und Weibchen unterscheidet. Weibchen erreichen eine L\u00e4nge von 12 m. Sie sind einfach zu identifizieren durch den Kopf der an einen Topf erinnert, daher der Name, und das Blasloch befindet sich nicht mittig auf dem Kopf, sonder ist etwas nach links verschoben. Au\u00dferdem, wenn man sie an der Oberfl\u00e4che sieht, sehen sie aus wie U-Boote. Sie erscheinen verspielt und springfreudig, trotz ihres riesigen K\u00f6rpers. Diese Wale k\u00f6nnen bis auf eine Tiefe von 2000m hinabtauchen. Dort Jagen sie Tintenfische. Bevor sie Abtauchen heben sie die Fluke und verharren eine millisekunden um dann ca. 40 Minuten abzutauchen.<\/p><p>Die Pottwale scheinen K\u00f6perkontakt sehr zu m\u00f6gen und reiben dabei ihre K\u00f6rper aneinander. Haupts\u00e4chlich leben sie in Gruppen, aber ab und an haben wir auch einzelne Tiere angetroffen.<\/p><p>Begleitende Tiere auf dem Wasser waren Gelbschnabel Sturmtaucher, Hammerhaie, Schildkr\u00f6ten, Dolphin Fish, Fliegende Fische und M\u00f6wen. Wenn man etwas von belang gesehen hatte wurde darauf R\u00fccksicht genommen und zu der Stelle gefahren. Der Gelbschnabel Sturmtaucher hatte einen sehr markanten Schrei der etwa so ging \u201eAu au auuuua\u201c, was einen beim ersten h\u00f6ren erschrecken kann, da es sehr menschlich klingt.<\/p><p><strong>Das Leben auf dem Boot<br \/><\/strong>Auf dem Boot gab es keinen K\u00fchlschrank, man musste also alle zwei Tage einkaufen gehen. Dusche und WC befanden sich auf dem Festland und geh\u00f6rte zum Hafen dazu. Um in den Hafen und die Sanit\u00e4ren Anlagen zu kommen, bekam ich eine Magnetkarte. Ich befreundete mich mit dem Bootsnachbar, sodass ich ab und zu in den Genuss eines kurzen Toiletten Weges kam. Flie\u00dfendes Wasser gab es an der Anlegestelle. Das leichte Schaukeln des Bootes war sehr angenehm. Dies ver\u00e4nderte sich, als die St\u00fcrme kamen. Eine Nacht konnte ich kaum Schlafen, da es ein einzige hin und her gerucke war mit knarzenden Tauen. Doch ausgenommen der st\u00fcrmischen N\u00e4chte, lebt es sich gut auf dem Boot. Das Segelboot auf dem ich lebte \u201e La Magre\u201c (die Hexe), war nicht mehr segelt\u00fcchtig und lag nur als Wohnort im Hafen. Ich lief so gut wie immer Barfu\u00df auf den Azoren und hatte bald Steinharte Hornhaut.<\/p><p><strong>Die Abreise<br \/><\/strong>Der Abschied viel mir nicht schwer, da ich das Gef\u00fchl hatte, wieder zu kommen und mir meine WG in Bremen sehr gefehlt hat, auch wenn ich zwischendurch Besuch hatte. Doch habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, und bin stolz und froh zur\u00fcck gekehrt. So ging es wieder mit dem Direktflug nach D\u00fcsseldorf.<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"41.4957,1.8266\" zoom=\"4\" width=\"100%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,52056,653],"tags":[15903,125659,368841,368887,52056],"class_list":["post-5213","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-portugal","category-praktikum","tag-biologie","tag-erfahrungsbericht","tag-forschungspraktikum","tag-leben-im-ausland","tag-portugal"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5213"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5808,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5213\/revisions\/5808"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}