

{"id":5001,"date":"2018-11-16T14:24:41","date_gmt":"2018-11-16T13:24:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=5001"},"modified":"2022-06-14T22:17:42","modified_gmt":"2022-06-14T20:17:42","slug":"kommunikations-und-medienwissenschaften-praktikum-bei-bang-showbiz-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2018\/11\/16\/kommunikations-und-medienwissenschaften-praktikum-bei-bang-showbiz-in-london\/","title":{"rendered":"Kommunikations- und Medienwissenschaften-Praktikum bei BANG Showbiz in London"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nAm 20. August diesen Jahres sollte ich mich auf den Weg in die Weltmetropole London machen, um dort f\u00fcr 2 1\/2 Monate ein Praktikum im redaktionellen Bereich von BANG Showbiz zu absolvieren.<\/p>\n<p>Dass ich mal ein Praktikum in London machen werde, h\u00e4tte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ich hatte im M\u00e4rz eine Stellenausschreibung in der Facebook-Gruppe meines Studiengangs gesehen und mich ganz spontan beworben. Die Stellenausschreibung sprach mich direkt an. Ich liebe es im Ausland zu leben und dort nicht nur \u201aUrlauber\u2018 zu sein. Dass die Arbeitssprache Englisch war beunruhigte mich wenig, da ich bereits f\u00fcr ein Jahr als AuPair in Amerika gelebt hatte. Zudem war es ein Praktikum im redaktionellen Bereich. Genau passend! Denn das ist exakt das, was ich sp\u00e4ter auch mal machen m\u00f6chte. Deshalb schrieb ich noch am gleichen Abend meine Bewerbung und schickte sie weg. F\u00fcr einige Wochen h\u00f6rte ich nichts und dachte auch nicht mehr viel dr\u00fcber nach - gro\u00dfe Chancen hatte ich mir n\u00e4mlich nicht ausgerechnet. Dann aber die \u00dcberraschung: Eine EMail von der Chefredakteurin des deutschen Tisches von BANG Showbiz.<\/p>\n<p>Ihnen gefiel meine Bewerbung und sie wollten mich gerne n\u00e4her kennenlernen. Ich bekam also den Reader, die Regeln, zugeschickt, wie man welche Artikel zu schreiben hat. Da BANG Showbiz \u00fcberwiegend f\u00fcr Klatsch- und Tratsch- Zeitschriften weltweit schreibt, gibt es genaue Vorstellungen, wie man neue News in einen Artikel verpackt. Zudem bekam ich die Aufgabe zwei Artikel zu schreiben.<\/p>\n<p>Nach verrichtete Arbeit, die ich zur\u00fcckschickte, vergingen wieder ein paar Tage. Doch dann kam die Zusage! Dem deutschen Team schien gefallen zu haben, was ich geliefert hatte, ich hatte den Praktikumsplatz! Ein richtiges Vorstellungsgespr\u00e4ch, so wie ich es aus Deutschland gewohnt war, gab es nicht. \u00dcber E-Mail-Kommunikation wurden alle Formalien ausgetauscht und dann hatte ich auch schon meinen Zeitraum.<\/p>\n<p>Ich wusste das London teuer sein wird, also informierte ich mich \u00fcber das ERASMUS-Programm meiner Universit\u00e4t Bremen. Ziemlich schnell bekam ich die Zusage f\u00fcr finanzielle Unterst\u00fctzung. Nun wurde es Zeit eine Bleibe zu suchen. Leider konnte mir weder BANG noch mein ERASMUS-Programm dabei helfen. Da in London die Mieten sehr hoch sind und man immer einen riesigen Betrag an Kaution zahlen sollte, wenn man ein Zimmer mieten wollte, l\u00f6ste ich das Problem durch Airbnb. Definitiv die einfachste L\u00f6sung, da das Zimmer und der Rest der Wohnung bereits mit allem ausgestattet war.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild1-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild1-420x560.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild1-744x992.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild1.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild2.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild2-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild2-420x560.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild2-744x992.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild2.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild2-1080x1440.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild3.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"747\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild3-420x747.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild3-420x747.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild3-744x1323.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild3-768x1365.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild3.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p><strong>Das Praktikum<\/strong><br \/>\nAm 20. August hie\u00df es dann f\u00fcr mich und meine Mutter am Flughafen Bremen Abschied nehmen. Meine Mutter begleitete mich die ersten Tage, weil sie gerne sehen wollte, wo genau ich die n\u00e4chsten 2 1\/2 Monate leben und arbeiten werde.<\/p>\n<p>Wir flogen extra am Freitag hin, um das Wochenende f\u00fcr Erkundungen nutzen zu k\u00f6nnen, bevor ich am 23. August dann meinen ersten Arbeitstag antrat. Wir checkten vorerst in ein Hotel ein und machten uns auf dem Weg zu der Adresse, die mir f\u00fcr den darauf folgenden Montag genannt wurde. Als wir vor dem Geb\u00e4ude standen, war ich etwas irritiert. Sollte das wirklich das Geb\u00e4ude sein? Nein! Sicher war das Richtige dahinter. Schlie\u00dflich stand in der Mail von meiner Betreuerin auch, dass ich rechts an dem Geb\u00e4ude vorbei gehen sollte. Denn das was sich da vor mir auft\u00fcrmte sah aus, als w\u00e4re es seit Jahren nicht mehr bewohnt. Alle anderen H\u00e4user in der Reihe sahen sehr modern und gepflegt aus, nur nicht das, das die Hausnummer 28 trug. Eingeschlagene Fenster, eine kaputte Leuchtreklame, die nicht einmal den richtigen Name des Unternehmens trug und abbl\u00e4tternde Klebefolie an den Fenstern. Hmm, irritiert, aber voller Hoffnung drehten meine Mutter und ich wieder um. Ich war mir wirklich sicher, dass das richtige Geb\u00e4ude dahinter sein w\u00fcrde. Am Sonntag zog ich dann in mein WG-Zimmer ein. Ich wohnte mit einer wirklich netten Frau zusammen, die Musikerin war. Danach brachte ich meine Mutter zum Flughafen und von da an war ich dann auf mich selbst gestellt. Ich fuhr zur\u00fcck und bereitete mich auf den gro\u00dfen Tag vor.<\/p>\n<p>Am Montagmorgen, den 23. August um 09:15 Uhr, stand ich dann wieder vor dieser Bruchbude und schaute nochmal in die Mail. Meine Betreuerin hatte zwar extra reingeschrieben, dass ich sie ruhig anrufen k\u00f6nne, wenn ich den Eingang nicht finden w\u00fcrde, allerdings wollte ich nicht direkt dumm dastehen. Also ging ich durch das gro\u00dfe rostige Tor, rechts in den winzigen Spalt. Doch dieser Spalt f\u00fchrte nicht, so wie ich das gedacht hatte, in den Hinterhof und damit zu dem richtigen Geb\u00e4ude. Nein\u2026 er f\u00fchrte zu dem Seiteneingang, direkt in die Bruchbude.<\/p>\n<p>Ich atmete kurz durch und ging rein. Ich stand direkt in einer riesigen K\u00fcche, die sehr dreckig war, schimmliger K\u00fchlschrank und die Kaffeetassen stapelten sich nur so in dem Sp\u00fclbecken. Leicht verunsichert ging ich weiter und kam in das erste Gro\u00dfraumb\u00fcro. Ich wurde sehr nett von einer Dame, die direkt an der T\u00fcr sa\u00df begr\u00fc\u00dft. Als ich das B\u00fcro sah, dachte ich ehrlich gesagt, dass das nur ein Witz sein kann. V\u00f6llig veraltete Computer, die Zeitungen und Zeitschriften stapelten sich nur so, keine Fenster und es hatte laut der Dicke der Staubschicht sicher keiner seit Jahren geputzt. Das konnte doch keine renommierte Nachrichtenagentur sein.<\/p>\n<p>Die nette Dame an der T\u00fcr sagte, dass ich einfach weiter geradeaus gehen solle, dort w\u00fcrde ich direkt auf den deutschen Tisch zusteuern. Wie gesagt, so getan. Durch die T\u00fcr gelangte ich in das zweite Gro\u00dfraumb\u00fcro. Genau der gleiche Anblick wie auch schon im ersten. Es herrschte das absolute Chaos. Ich wurde bereits freudestrahlend von vier M\u00e4dels, in meinem Alter erwartet. Zwei von ihnen stellten sich als die beiden Chefredakteurinnen des deutschen Tisches vor. Die anderen beiden waren ebenfalls deutsche Praktikanten, die ihre letzte Woche hatten.<\/p>\n<p>Offensichtlich hatten alle vier meinen etwas entgeisterten Gesichtsausdruck bemerkt und entschuldigten sich f\u00fcr das Aussehen des B\u00fcros. Mit einem Schmunzeln wurde \u00fcber die \u00e4u\u00dferen Arbeitsbedingungen gelacht und auch ich fing an, meine Lage mit Humor zu sehen. Mir wurde mein Platz zugewiesen und erkl\u00e4rt, welche Tische noch mit uns im B\u00fcro sa\u00dfen. Da waren einmal der Video-Tisch, der f\u00fcr die Videoproduktion und den Schnitt verantwortlich war, dann den Foto-Tisch, der aus zwei Fotografen bzw. Paparazzi bestand, die f\u00fcr die Beschaffung der Fotos zust\u00e4ndig waren. Dann den britische Tisch, der f\u00fcr die britischen Klatsch- und Tratsch- Magazine schrieb und der asiatische Tisch. Im vorderen Gro\u00dfraumb\u00fcro, durch welches ich zuvor durch gekommen war, waren der franz\u00f6sische Tisch, der spanische und brasilianische Tisch, die Marketing- und IT-Abteilung, sowie das Management des Unternehmens. Nichtmal unser Chef hatte ein eigenes B\u00fcro. Er sa\u00df einfach inmitten des ersten Gro\u00dfraumb\u00fcros an seinem eigenen Schreibtisch und beobachtete das t\u00e4gliche Geschehen.<\/p>\n<p>Mir wurden nach der kleinen Vorstellungsrunde meine Zugangsdaten f\u00fcr das System gegeben, mit dem ich haupts\u00e4chlich arbeiten w\u00fcrde. Nach einer kurzen Einf\u00fchrung, durfte ich auch sofort mit meinem ersten Artikel loslegen. Am Tag sollten jeweils vier Artikel pro Praktikant geschrieben werden. Pro Deadline jeweils einen. Wir hatten um 11 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr eine Deadline. Am ersten Tag setze mich das noch etwas unter Druck, allerdings sagte meine Betreuerin auch, dass sie noch nicht erwarteten, dass ich direkt alle vier fertig schreiben k\u00f6nne, die Schnelligkeit komme mit der Erfahrung. Da es mir schon immer gefiel, unter Druck zu arbeiten, gelang es mir bereits am ersten Tag alle Deadlines einzuhalten. Pro Deadline mussten jeweils zwei Artikel, pro Tisch, f\u00fcr f\u00fcnf verschiedene Kategorien online gehen. Am deutschen Tisch hatten wir die Kategorien \u201aFashion\u2018, \u201adeutsche Stars\u2018, \u201aMusik\u2018, \u201aFilm\u2018 und \u201aShowbiz\u2018.<\/p>\n<p>Neben den Artikeln war es die Aufgabe der Praktikanten sechs verschiedene Skripts einzusprechen. Die waren f\u00fcr die jeweiligen Videos. \u00dcber die angesagtesten und hei\u00dfesten News, wie man es in der \u201aFachsprache\u2018 nennt, wurde kleine Videos zusammen geschnitten, die die wichtigsten Informationen enthielten. Da die Videos in verschiedenen Sprachen aufgenommen werden mussten, hatte jeder Tisch die Aufgabe, die Skripts im hauseigenen Tonstudio vor 13 Uhr einzusprechen. Es gab jeweils vier Showbiz-Skripts, ein Technik-Skript und ein Game-Skript. In den Showbiz-Skripts wurden Nachrichten wie die Drogen\u00fcberdosis von MacMiller oder \u00c4hnliches behandelt. Bei den Tech-Skripts handelte es sich um die neusten technischen Erfindungen, wie z.B. die neue Ver\u00f6ffentlichung der Apple-Erfindungen. Die GameSkripts behandelten die neusten News \u00fcber Videospiele und allem, was dazu geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>An meinem ersten Tag durfte ich direkt zwei \u201aVoice-overs\u2018 (zu deutsch: Ton-Aufnahmen) einsprechen. Die beiden Praktikantinnen, die ihre letzte Woche hatten, nahmen mich mit nach oben. Daf\u00fcr mussten wir wieder durch das erste Gro\u00dfraumb\u00fcro. Als ich morgens um halb 10 zum ersten Mal dieses B\u00fcro betrat, war der Chef nirgends zu sehen. Doch als wir zu dem Tonstudio nach oben gehen wollten, fing er uns drei Praktikantinnen ab. Vor uns stand ein kleiner, schm\u00e4chtiger Mann mit zerzaustem, grauen Haar. Er sah aus, als w\u00e4re er letzte Nacht etwas zu lange unterwegs gewesen und h\u00e4tte verschlafen. Ich wurde zun\u00e4chst gar nicht gro\u00df beachtet, sondern die andern beiden sollten mich einmal kurz vorstellen. Irgendwann schien ihm dann doch aufzufallen, dass auch ich einen Mund hatte und gab mir die Chance, meine Englischkenntnisse unter Beweis zu stellen. Er bat mich darum, ihm meinen Lebenslauf zu schicken. Nat\u00fcrlich auf Englisch, versteht sich. Nach dem kurzen Gespr\u00e4ch gingen die andern beiden M\u00e4dels und ich nach Oben.<\/p>\n<p>Um nach Oben zu gelangen mussten wir zun\u00e4chst durch eine Schwingt\u00fcr. Hinter dieser befand sich ein kleiner dunkler Raum, mit einer Treppe nach unten zum Keller. Der Raum hatte kein Licht und war wohl eher als Durchgang gedacht. Deshalb gingen wir durch eine zweite Schwingt\u00fcr. Diese brachte uns in einen renovierungsbed\u00fcrftigen Flur und zu der Treppe, die uns nach oben f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p>Im ersten Obergeschoss war dann unsere Toilette. Eine kleine verdreckte Toilette, die f\u00fcr die fast drei\u00dfig Mitarbeiter reichen sollte. F\u00fcr die deutsche B\u00fcrokratie unvorstellbar. Der Raum war eher ein Ort des Grauens. Es erinnerte mich etwas an eine Rastst\u00e4ttentoilette. Offensichtlich war hier auch schon l\u00e4nger keiner gewesen, der eine gr\u00fcndliche Putzorgie veranstaltet hatte. Die Toilette war bereits verf\u00e4rbt, Toilettenpapier war eher Mangelware und die Seife wurde offensichtlich mit Wasser aufgef\u00fcllt, damit man auch wirklich den letzten Rest aus der Packung nutzt.<\/p>\n<p>Weiter ging es dann in das hauseigene Tonstudio. Eine Etage \u00fcber der Toilette. Der Aufstieg war geruchsm\u00e4\u00dfig, gerade bei w\u00e4rmeren Temperaturen, eher ein Abenteuer. Der Chef schien im obersten Stock zu hausen und es mit der Sauberkeit nicht ganz so ernst zu nehmen. Deshalb war ich auch kaum \u00fcber den Zustand des Tonstudios verwundert. Wir standen in einem Raum, vollgestopft mit B\u00fcchern, DVDs und Zeitschriften. Auf einem kleinen Tisch stand ein Computer und ein Mikrofon. Die beiden Studentinnen machten mich mit dem Programm f\u00fcr die Aufnahme vertraut. Wir bekamen jeden Tag einen USB-Stick, auf denen sich die Skripte befanden. Ich wurde direkt ins kalte Wasser geschmissen und durfte zwei Skripts selber einsprechen.<\/p>\n<p>Ich lernte, dass es ganz besonders auf die Betonung ankommt. Lieber \u00fcbertreiben, denn erst dann kommt es richtig r\u00fcber und der Zuh\u00f6rer kann direkt die Emotionen erfassen. Au\u00dferdem fiel es mir anfangs schwer, langsam zu sprechen und bewusst Pausen einzulegen. Doch mit der Zeit hatte ich den Bogen dann auch raus. Die Voice-overs waren t\u00e4glich meine liebste Aufgabe. W\u00e4hrend man auf den Kollegen, die Kollegin wartetet, der\/die gerade einsprach, konnte man sich durch die Zeitschriften w\u00fchlen. Dort lagen Exemplare von 2003 und \u00e4lter, wie in einem Museum.<\/p>\n<p>Nach den Voice-overs begann schon die Mittagspause. Der deutsche Tisch ging, bei gutem Wetter, dann immer gesammelt in einen Park. Wenn es regnete, gingen wir in ein Caf\u00e9. Diese Abwechslung tat einem richtig gut. Frische Luft und ein kleiner Spaziergang machten den Kopf frei und halfen, sich am Nachmittag besser auf die Arbeit konzentrieren zu k\u00f6nnen. Nach der Mittagspause ging es dann wieder zur\u00fcck. Schlie\u00dflich standen uns noch einige Deadlines bevor.<\/p>\n<p>F\u00fcr unsere Artikel gab es die Vorgabe, dass sie nicht l\u00e4nger als 300 W\u00f6rter lang sein durften. Das h\u00f6rt sich so erstmal nicht schwer an. Doch wenn man eine neue Nachricht, mit viel Inhalt, interessant gestalten will, dann kann es schon schwierig sein nur 300 W\u00f6rter daf\u00fcr zu benutzen. Andererseits lernte ich so, wie man den Inhalt kompakt und knackig verpackt.<\/p>\n<p>Einmal in der Woche tauschten wir einen Artikel gegen eine Galerie aus. Um eine Galerie zu gestalten, \u00fcberlegten wir uns als Team zun\u00e4chst ein Thema, wie z.B. \u201a10 Promis, die in diesem Jahr Mutter geworden sind\u2018. 2018 - ein geburtsstarkes Jahr, was liegt da also n\u00e4her. Nach der Erschlie\u00dfung des Themas, wurden die entsprechenden Bilder heraus gesucht und dazu jeweils ein Zweizeiler geschrieben. Diese Galerien werden dann von den Unternehmen gekauft und auf deren Websites ver\u00f6ffentlicht. Die Leser und Leserinnen k\u00f6nnen sich dann durch die Collage klicken und werden mit den wichtigsten Informationen zu dem Ereignis versorgt.<\/p>\n<p>Gegen Ende eines Arbeitstages war es meine Aufgabe, die Facebook-Seite und den YouTube-Channel zu versorgen. T\u00e4glich wurden zwei unserer Videos auf YouTube hochgeladen. Dazu verfasste ich den jeweiligen Untertitel, musste mir zuvor \u00fcberlegen, was die deutschsprachige Kundschaft am meisten interessieren k\u00f6nnte und passende Hashtags setzen, damit das Video die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Reichweite erreichen w\u00fcrde. F\u00fcr die Facebook-Seite verlief die Arbeit etwas anders. Ich schaute in unser System, googelte die jeweilige \u00dcberschrift eines unserer verfassten Artikel und schaute, welche Beiden am meisten ver\u00f6ffentlicht wurden. Dann pickte ich mir eine Webseite raus, die ich auf unserer Facebook-Seite repostete. Ein witziger Kommentar dazu und fertig war der Beitrag.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise feierte die eine Praktikantin an meinem ersten Freitag im B\u00fcro, nach der Arbeit, in einem Pub ihren Abschied. Somit konnte ich direkt Kontakte zu den anderen Tischen kn\u00fcpfen. Es machte immer wieder Spa\u00df, regelm\u00e4\u00dfig mit der ganzen Belegschaft nach der Arbeit in einen Pub zu gehen, um dort etwas Zeit au\u00dferhalb der Arbeit zu verbringen. So konnte man die Menschen einmal auf eine ganz andere Art und Weise kennenlernen und das britische Leben.<\/p>\n<p>Als abschlie\u00dfendes Highlight durfte ich dann an den roten Teppich. Der Film \u201aA Star is Born\u2018 mit Lady Gaga und Bradley Cooper feierte Premiere in London. Ab 16 Uhr ging es dann zum roten Teppich. Dort warteten wir dann einige Stunden, bis das Spektakel begann. Es war ein unvergessliches Ereignis, so hautnah an den Weltstar zu sein und zu sehen, welch Aufwand f\u00fcr diesen kurzen Auftritt betrieben wird.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild4.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild4-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild4-420x560.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild4-744x992.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild4.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild5.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"747\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild5-420x747.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild5-420x747.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild5-744x1323.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild5-768x1366.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild5.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nIch hatte das Gl\u00fcck, viele verschiedene und sehr au\u00dfergew\u00f6hnliche Charaktere kennenzulernen. Umso mehr man \u00fcber die einzelne Person erfuhr, umso gr\u00f6\u00dfer war letztendlich auch der Mehrwert f\u00fcr einen selber. Zum einen, weil man viele Tipps aus deren eigenen Erfahrungen ziehen konnte und zum anderen, weil sie immer offener waren, dir zu helfen, Fu\u00df in der Branche zu setzen. Der Chefredakteur und der SalesManager erfuhren schon nach kurzer Zeit, dass ich gro\u00dfes Interesse f\u00fcr Fu\u00dfball hege.<\/p>\n<p>Somit versuchten sie, alle Strippen zu ziehen, um mich einmal hinter die Kulissen des englischen Fu\u00dfballs zu bringen. Ich wei\u00df, dass ich jederzeit wieder zur\u00fcck gehen k\u00f6nnte und einen Platz finden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem mag der Chef ja noch so eine schr\u00e4ge und gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftige Pers\u00f6nlichkeit sein, interessant ist er allemal. Man konnte richtig gut mir ihm reden und erfuhr viel Interessantes aus seinem sehr bewegten Leben. Er war mit den Rolling Stones auf Tour oder wurde von Michael Jackson verklagt. Von so einem Menschen lernen und mit ihm arbeite zu d\u00fcrfen war mir trotz der \u00e4u\u00dferlichen Umst\u00e4nde eine Ehre. er strahlt einfach unglaublich viel Lebenserfahrung aus und ist ein sehr gebildeter und belesener Mann, der f\u00fcr seinen Beruf brennt.<\/p>\n<p>Ich bereue nicht, dieses Praktikum gemacht zu haben. Manchmal muss man einfach erstmal in den sauren Apfel bei\u00dfen, um tolle Erfahrungen mitnehme zu k\u00f6nnen. Ich habe enge Freundschaften zu einigen meiner Kollegen kn\u00fcpfen k\u00f6nnen, da wir auch au\u00dferhalb des B\u00fcros das Londoner Leben genie\u00dfen konnten. Neben dem ganzen pers\u00f6nlichen Mehrwert, der mir dieses Praktikum einbrachte, habe ich auch beruflich sehr viel mitnehmen k\u00f6nnen. Ich habe gelernt, unter Zeitdruck abzuliefern. Wie man eine Geschichte lesenswert macht und wie man Schlagzeilen produziert. Au\u00dferdem wurde mir nicht nur das journalistische Schreiben und die Recherche n\u00e4her gebracht, sondern auch das ganze Drumherum. Ich kenne mich nun sehr gut mit YouTube und Kundenakquise aus. Ich wei\u00df, wie man Videos schneidet und sie vertont. Worauf man bei der Sprache achten muss, was ich z.B. auch bei Vortr\u00e4ge und Referaten w\u00e4hrend meiner verbleibenden Unizeit anwenden kann. Ich hatte eine unvergessliche Zeit in London und bin sehr froh, diesen Schritt gewagt und auch durchgezogen zu haben.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-3 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/bild6.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"747\" 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August diesen Jahres sollte ich mich auf den Weg in die Weltmetropole London machen, um dort f\u00fcr 2 1\/2 Monate ein Praktikum im redaktionellen Bereich von BANG Showbiz zu absolvieren.<\/p><p>Dass ich mal ein Praktikum in London machen werde, h\u00e4tte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ich hatte im M\u00e4rz eine Stellenausschreibung in der Facebook-Gruppe meines Studiengangs gesehen und mich ganz spontan beworben. Die Stellenausschreibung sprach mich direkt an. Ich liebe es im Ausland zu leben und dort nicht nur \u201aUrlauber\u2018 zu sein. Dass die Arbeitssprache Englisch war beunruhigte mich wenig, da ich bereits f\u00fcr ein Jahr als AuPair in Amerika gelebt hatte. Zudem war es ein Praktikum im redaktionellen Bereich. Genau passend! Denn das ist exakt das, was ich sp\u00e4ter auch mal machen m\u00f6chte. Deshalb schrieb ich noch am gleichen Abend meine Bewerbung und schickte sie weg. F\u00fcr einige Wochen h\u00f6rte ich nichts und dachte auch nicht mehr viel dr\u00fcber nach - gro\u00dfe Chancen hatte ich mir n\u00e4mlich nicht ausgerechnet. Dann aber die \u00dcberraschung: Eine EMail von der Chefredakteurin des deutschen Tisches von BANG Showbiz.<\/p><p>Ihnen gefiel meine Bewerbung und sie wollten mich gerne n\u00e4her kennenlernen. Ich bekam also den Reader, die Regeln, zugeschickt, wie man welche Artikel zu schreiben hat. Da BANG Showbiz \u00fcberwiegend f\u00fcr Klatsch- und Tratsch- Zeitschriften weltweit schreibt, gibt es genaue Vorstellungen, wie man neue News in einen Artikel verpackt. Zudem bekam ich die Aufgabe zwei Artikel zu schreiben.<\/p><p>Nach verrichtete Arbeit, die ich zur\u00fcckschickte, vergingen wieder ein paar Tage. Doch dann kam die Zusage! Dem deutschen Team schien gefallen zu haben, was ich geliefert hatte, ich hatte den Praktikumsplatz! Ein richtiges Vorstellungsgespr\u00e4ch, so wie ich es aus Deutschland gewohnt war, gab es nicht. \u00dcber E-Mail-Kommunikation wurden alle Formalien ausgetauscht und dann hatte ich auch schon meinen Zeitraum.<\/p><p>Ich wusste das London teuer sein wird, also informierte ich mich \u00fcber das ERASMUS-Programm meiner Universit\u00e4t Bremen. Ziemlich schnell bekam ich die Zusage f\u00fcr finanzielle Unterst\u00fctzung. Nun wurde es Zeit eine Bleibe zu suchen. Leider konnte mir weder BANG noch mein ERASMUS-Programm dabei helfen. Da in London die Mieten sehr hoch sind und man immer einen riesigen Betrag an Kaution zahlen sollte, wenn man ein Zimmer mieten wollte, l\u00f6ste ich das Problem durch Airbnb. Definitiv die einfachste L\u00f6sung, da das Zimmer und der Rest der Wohnung bereits mit allem ausgestattet war.<\/p><p>[gallery ids=\"5002,5003,5004\"]<\/p><p><strong>Das Praktikum<\/strong><br \/>Am 20. August hie\u00df es dann f\u00fcr mich und meine Mutter am Flughafen Bremen Abschied nehmen. Meine Mutter begleitete mich die ersten Tage, weil sie gerne sehen wollte, wo genau ich die n\u00e4chsten 2 1\/2 Monate leben und arbeiten werde.<\/p><p>Wir flogen extra am Freitag hin, um das Wochenende f\u00fcr Erkundungen nutzen zu k\u00f6nnen, bevor ich am 23. August dann meinen ersten Arbeitstag antrat. Wir checkten vorerst in ein Hotel ein und machten uns auf dem Weg zu der Adresse, die mir f\u00fcr den darauf folgenden Montag genannt wurde. Als wir vor dem Geb\u00e4ude standen, war ich etwas irritiert. Sollte das wirklich das Geb\u00e4ude sein? Nein! Sicher war das Richtige dahinter. Schlie\u00dflich stand in der Mail von meiner Betreuerin auch, dass ich rechts an dem Geb\u00e4ude vorbei gehen sollte. Denn das was sich da vor mir auft\u00fcrmte sah aus, als w\u00e4re es seit Jahren nicht mehr bewohnt. Alle anderen H\u00e4user in der Reihe sahen sehr modern und gepflegt aus, nur nicht das, das die Hausnummer 28 trug. Eingeschlagene Fenster, eine kaputte Leuchtreklame, die nicht einmal den richtigen Name des Unternehmens trug und abbl\u00e4tternde Klebefolie an den Fenstern. Hmm, irritiert, aber voller Hoffnung drehten meine Mutter und ich wieder um. Ich war mir wirklich sicher, dass das richtige Geb\u00e4ude dahinter sein w\u00fcrde. Am Sonntag zog ich dann in mein WG-Zimmer ein. Ich wohnte mit einer wirklich netten Frau zusammen, die Musikerin war. Danach brachte ich meine Mutter zum Flughafen und von da an war ich dann auf mich selbst gestellt. Ich fuhr zur\u00fcck und bereitete mich auf den gro\u00dfen Tag vor.<\/p><p>Am Montagmorgen, den 23. August um 09:15 Uhr, stand ich dann wieder vor dieser Bruchbude und schaute nochmal in die Mail. Meine Betreuerin hatte zwar extra reingeschrieben, dass ich sie ruhig anrufen k\u00f6nne, wenn ich den Eingang nicht finden w\u00fcrde, allerdings wollte ich nicht direkt dumm dastehen. Also ging ich durch das gro\u00dfe rostige Tor, rechts in den winzigen Spalt. Doch dieser Spalt f\u00fchrte nicht, so wie ich das gedacht hatte, in den Hinterhof und damit zu dem richtigen Geb\u00e4ude. Nein\u2026 er f\u00fchrte zu dem Seiteneingang, direkt in die Bruchbude.<\/p><p>Ich atmete kurz durch und ging rein. Ich stand direkt in einer riesigen K\u00fcche, die sehr dreckig war, schimmliger K\u00fchlschrank und die Kaffeetassen stapelten sich nur so in dem Sp\u00fclbecken. Leicht verunsichert ging ich weiter und kam in das erste Gro\u00dfraumb\u00fcro. Ich wurde sehr nett von einer Dame, die direkt an der T\u00fcr sa\u00df begr\u00fc\u00dft. Als ich das B\u00fcro sah, dachte ich ehrlich gesagt, dass das nur ein Witz sein kann. V\u00f6llig veraltete Computer, die Zeitungen und Zeitschriften stapelten sich nur so, keine Fenster und es hatte laut der Dicke der Staubschicht sicher keiner seit Jahren geputzt. Das konnte doch keine renommierte Nachrichtenagentur sein.<\/p><p>Die nette Dame an der T\u00fcr sagte, dass ich einfach weiter geradeaus gehen solle, dort w\u00fcrde ich direkt auf den deutschen Tisch zusteuern. Wie gesagt, so getan. Durch die T\u00fcr gelangte ich in das zweite Gro\u00dfraumb\u00fcro. Genau der gleiche Anblick wie auch schon im ersten. Es herrschte das absolute Chaos. Ich wurde bereits freudestrahlend von vier M\u00e4dels, in meinem Alter erwartet. Zwei von ihnen stellten sich als die beiden Chefredakteurinnen des deutschen Tisches vor. Die anderen beiden waren ebenfalls deutsche Praktikanten, die ihre letzte Woche hatten.<\/p><p>Offensichtlich hatten alle vier meinen etwas entgeisterten Gesichtsausdruck bemerkt und entschuldigten sich f\u00fcr das Aussehen des B\u00fcros. Mit einem Schmunzeln wurde \u00fcber die \u00e4u\u00dferen Arbeitsbedingungen gelacht und auch ich fing an, meine Lage mit Humor zu sehen. Mir wurde mein Platz zugewiesen und erkl\u00e4rt, welche Tische noch mit uns im B\u00fcro sa\u00dfen. Da waren einmal der Video-Tisch, der f\u00fcr die Videoproduktion und den Schnitt verantwortlich war, dann den Foto-Tisch, der aus zwei Fotografen bzw. Paparazzi bestand, die f\u00fcr die Beschaffung der Fotos zust\u00e4ndig waren. Dann den britische Tisch, der f\u00fcr die britischen Klatsch- und Tratsch- Magazine schrieb und der asiatische Tisch. Im vorderen Gro\u00dfraumb\u00fcro, durch welches ich zuvor durch gekommen war, waren der franz\u00f6sische Tisch, der spanische und brasilianische Tisch, die Marketing- und IT-Abteilung, sowie das Management des Unternehmens. Nichtmal unser Chef hatte ein eigenes B\u00fcro. Er sa\u00df einfach inmitten des ersten Gro\u00dfraumb\u00fcros an seinem eigenen Schreibtisch und beobachtete das t\u00e4gliche Geschehen.<\/p><p>Mir wurden nach der kleinen Vorstellungsrunde meine Zugangsdaten f\u00fcr das System gegeben, mit dem ich haupts\u00e4chlich arbeiten w\u00fcrde. Nach einer kurzen Einf\u00fchrung, durfte ich auch sofort mit meinem ersten Artikel loslegen. Am Tag sollten jeweils vier Artikel pro Praktikant geschrieben werden. Pro Deadline jeweils einen. Wir hatten um 11 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr eine Deadline. Am ersten Tag setze mich das noch etwas unter Druck, allerdings sagte meine Betreuerin auch, dass sie noch nicht erwarteten, dass ich direkt alle vier fertig schreiben k\u00f6nne, die Schnelligkeit komme mit der Erfahrung. Da es mir schon immer gefiel, unter Druck zu arbeiten, gelang es mir bereits am ersten Tag alle Deadlines einzuhalten. Pro Deadline mussten jeweils zwei Artikel, pro Tisch, f\u00fcr f\u00fcnf verschiedene Kategorien online gehen. Am deutschen Tisch hatten wir die Kategorien \u201aFashion\u2018, \u201adeutsche Stars\u2018, \u201aMusik\u2018, \u201aFilm\u2018 und \u201aShowbiz\u2018.<\/p><p>Neben den Artikeln war es die Aufgabe der Praktikanten sechs verschiedene Skripts einzusprechen. Die waren f\u00fcr die jeweiligen Videos. \u00dcber die angesagtesten und hei\u00dfesten News, wie man es in der \u201aFachsprache\u2018 nennt, wurde kleine Videos zusammen geschnitten, die die wichtigsten Informationen enthielten. Da die Videos in verschiedenen Sprachen aufgenommen werden mussten, hatte jeder Tisch die Aufgabe, die Skripts im hauseigenen Tonstudio vor 13 Uhr einzusprechen. Es gab jeweils vier Showbiz-Skripts, ein Technik-Skript und ein Game-Skript. In den Showbiz-Skripts wurden Nachrichten wie die Drogen\u00fcberdosis von MacMiller oder \u00c4hnliches behandelt. Bei den Tech-Skripts handelte es sich um die neusten technischen Erfindungen, wie z.B. die neue Ver\u00f6ffentlichung der Apple-Erfindungen. Die GameSkripts behandelten die neusten News \u00fcber Videospiele und allem, was dazu geh\u00f6rt.<\/p><p>An meinem ersten Tag durfte ich direkt zwei \u201aVoice-overs\u2018 (zu deutsch: Ton-Aufnahmen) einsprechen. Die beiden Praktikantinnen, die ihre letzte Woche hatten, nahmen mich mit nach oben. Daf\u00fcr mussten wir wieder durch das erste Gro\u00dfraumb\u00fcro. Als ich morgens um halb 10 zum ersten Mal dieses B\u00fcro betrat, war der Chef nirgends zu sehen. Doch als wir zu dem Tonstudio nach oben gehen wollten, fing er uns drei Praktikantinnen ab. Vor uns stand ein kleiner, schm\u00e4chtiger Mann mit zerzaustem, grauen Haar. Er sah aus, als w\u00e4re er letzte Nacht etwas zu lange unterwegs gewesen und h\u00e4tte verschlafen. Ich wurde zun\u00e4chst gar nicht gro\u00df beachtet, sondern die andern beiden sollten mich einmal kurz vorstellen. Irgendwann schien ihm dann doch aufzufallen, dass auch ich einen Mund hatte und gab mir die Chance, meine Englischkenntnisse unter Beweis zu stellen. Er bat mich darum, ihm meinen Lebenslauf zu schicken. Nat\u00fcrlich auf Englisch, versteht sich. Nach dem kurzen Gespr\u00e4ch gingen die andern beiden M\u00e4dels und ich nach Oben.<\/p><p>Um nach Oben zu gelangen mussten wir zun\u00e4chst durch eine Schwingt\u00fcr. Hinter dieser befand sich ein kleiner dunkler Raum, mit einer Treppe nach unten zum Keller. Der Raum hatte kein Licht und war wohl eher als Durchgang gedacht. Deshalb gingen wir durch eine zweite Schwingt\u00fcr. Diese brachte uns in einen renovierungsbed\u00fcrftigen Flur und zu der Treppe, die uns nach oben f\u00fchren sollte.<\/p><p>Im ersten Obergeschoss war dann unsere Toilette. Eine kleine verdreckte Toilette, die f\u00fcr die fast drei\u00dfig Mitarbeiter reichen sollte. F\u00fcr die deutsche B\u00fcrokratie unvorstellbar. Der Raum war eher ein Ort des Grauens. Es erinnerte mich etwas an eine Rastst\u00e4ttentoilette. Offensichtlich war hier auch schon l\u00e4nger keiner gewesen, der eine gr\u00fcndliche Putzorgie veranstaltet hatte. Die Toilette war bereits verf\u00e4rbt, Toilettenpapier war eher Mangelware und die Seife wurde offensichtlich mit Wasser aufgef\u00fcllt, damit man auch wirklich den letzten Rest aus der Packung nutzt.<\/p><p>Weiter ging es dann in das hauseigene Tonstudio. Eine Etage \u00fcber der Toilette. Der Aufstieg war geruchsm\u00e4\u00dfig, gerade bei w\u00e4rmeren Temperaturen, eher ein Abenteuer. Der Chef schien im obersten Stock zu hausen und es mit der Sauberkeit nicht ganz so ernst zu nehmen. Deshalb war ich auch kaum \u00fcber den Zustand des Tonstudios verwundert. Wir standen in einem Raum, vollgestopft mit B\u00fcchern, DVDs und Zeitschriften. Auf einem kleinen Tisch stand ein Computer und ein Mikrofon. Die beiden Studentinnen machten mich mit dem Programm f\u00fcr die Aufnahme vertraut. Wir bekamen jeden Tag einen USB-Stick, auf denen sich die Skripte befanden. Ich wurde direkt ins kalte Wasser geschmissen und durfte zwei Skripts selber einsprechen.<\/p><p>Ich lernte, dass es ganz besonders auf die Betonung ankommt. Lieber \u00fcbertreiben, denn erst dann kommt es richtig r\u00fcber und der Zuh\u00f6rer kann direkt die Emotionen erfassen. Au\u00dferdem fiel es mir anfangs schwer, langsam zu sprechen und bewusst Pausen einzulegen. Doch mit der Zeit hatte ich den Bogen dann auch raus. Die Voice-overs waren t\u00e4glich meine liebste Aufgabe. W\u00e4hrend man auf den Kollegen, die Kollegin wartetet, der\/die gerade einsprach, konnte man sich durch die Zeitschriften w\u00fchlen. Dort lagen Exemplare von 2003 und \u00e4lter, wie in einem Museum.<\/p><p>Nach den Voice-overs begann schon die Mittagspause. Der deutsche Tisch ging, bei gutem Wetter, dann immer gesammelt in einen Park. Wenn es regnete, gingen wir in ein Caf\u00e9. Diese Abwechslung tat einem richtig gut. Frische Luft und ein kleiner Spaziergang machten den Kopf frei und halfen, sich am Nachmittag besser auf die Arbeit konzentrieren zu k\u00f6nnen. Nach der Mittagspause ging es dann wieder zur\u00fcck. Schlie\u00dflich standen uns noch einige Deadlines bevor.<\/p><p>F\u00fcr unsere Artikel gab es die Vorgabe, dass sie nicht l\u00e4nger als 300 W\u00f6rter lang sein durften. Das h\u00f6rt sich so erstmal nicht schwer an. Doch wenn man eine neue Nachricht, mit viel Inhalt, interessant gestalten will, dann kann es schon schwierig sein nur 300 W\u00f6rter daf\u00fcr zu benutzen. Andererseits lernte ich so, wie man den Inhalt kompakt und knackig verpackt.<\/p><p>Einmal in der Woche tauschten wir einen Artikel gegen eine Galerie aus. Um eine Galerie zu gestalten, \u00fcberlegten wir uns als Team zun\u00e4chst ein Thema, wie z.B. \u201a10 Promis, die in diesem Jahr Mutter geworden sind\u2018. 2018 - ein geburtsstarkes Jahr, was liegt da also n\u00e4her. Nach der Erschlie\u00dfung des Themas, wurden die entsprechenden Bilder heraus gesucht und dazu jeweils ein Zweizeiler geschrieben. Diese Galerien werden dann von den Unternehmen gekauft und auf deren Websites ver\u00f6ffentlicht. Die Leser und Leserinnen k\u00f6nnen sich dann durch die Collage klicken und werden mit den wichtigsten Informationen zu dem Ereignis versorgt.<\/p><p>Gegen Ende eines Arbeitstages war es meine Aufgabe, die Facebook-Seite und den YouTube-Channel zu versorgen. T\u00e4glich wurden zwei unserer Videos auf YouTube hochgeladen. Dazu verfasste ich den jeweiligen Untertitel, musste mir zuvor \u00fcberlegen, was die deutschsprachige Kundschaft am meisten interessieren k\u00f6nnte und passende Hashtags setzen, damit das Video die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Reichweite erreichen w\u00fcrde. F\u00fcr die Facebook-Seite verlief die Arbeit etwas anders. Ich schaute in unser System, googelte die jeweilige \u00dcberschrift eines unserer verfassten Artikel und schaute, welche Beiden am meisten ver\u00f6ffentlicht wurden. Dann pickte ich mir eine Webseite raus, die ich auf unserer Facebook-Seite repostete. Ein witziger Kommentar dazu und fertig war der Beitrag.<\/p><p>Gl\u00fccklicherweise feierte die eine Praktikantin an meinem ersten Freitag im B\u00fcro, nach der Arbeit, in einem Pub ihren Abschied. Somit konnte ich direkt Kontakte zu den anderen Tischen kn\u00fcpfen. Es machte immer wieder Spa\u00df, regelm\u00e4\u00dfig mit der ganzen Belegschaft nach der Arbeit in einen Pub zu gehen, um dort etwas Zeit au\u00dferhalb der Arbeit zu verbringen. So konnte man die Menschen einmal auf eine ganz andere Art und Weise kennenlernen und das britische Leben.<\/p><p>Als abschlie\u00dfendes Highlight durfte ich dann an den roten Teppich. Der Film \u201aA Star is Born\u2018 mit Lady Gaga und Bradley Cooper feierte Premiere in London. Ab 16 Uhr ging es dann zum roten Teppich. Dort warteten wir dann einige Stunden, bis das Spektakel begann. Es war ein unvergessliches Ereignis, so hautnah an den Weltstar zu sein und zu sehen, welch Aufwand f\u00fcr diesen kurzen Auftritt betrieben wird.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"5005,5006\"]<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Ich hatte das Gl\u00fcck, viele verschiedene und sehr au\u00dfergew\u00f6hnliche Charaktere kennenzulernen. Umso mehr man \u00fcber die einzelne Person erfuhr, umso gr\u00f6\u00dfer war letztendlich auch der Mehrwert f\u00fcr einen selber. Zum einen, weil man viele Tipps aus deren eigenen Erfahrungen ziehen konnte und zum anderen, weil sie immer offener waren, dir zu helfen, Fu\u00df in der Branche zu setzen. Der Chefredakteur und der SalesManager erfuhren schon nach kurzer Zeit, dass ich gro\u00dfes Interesse f\u00fcr Fu\u00dfball hege.<\/p><p>Somit versuchten sie, alle Strippen zu ziehen, um mich einmal hinter die Kulissen des englischen Fu\u00dfballs zu bringen. Ich wei\u00df, dass ich jederzeit wieder zur\u00fcck gehen k\u00f6nnte und einen Platz finden w\u00fcrde.<\/p><p>Au\u00dferdem mag der Chef ja noch so eine schr\u00e4ge und gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftige Pers\u00f6nlichkeit sein, interessant ist er allemal. Man konnte richtig gut mir ihm reden und erfuhr viel Interessantes aus seinem sehr bewegten Leben. Er war mit den Rolling Stones auf Tour oder wurde von Michael Jackson verklagt. Von so einem Menschen lernen und mit ihm arbeite zu d\u00fcrfen war mir trotz der \u00e4u\u00dferlichen Umst\u00e4nde eine Ehre. er strahlt einfach unglaublich viel Lebenserfahrung aus und ist ein sehr gebildeter und belesener Mann, der f\u00fcr seinen Beruf brennt.<\/p><p>Ich bereue nicht, dieses Praktikum gemacht zu haben. Manchmal muss man einfach erstmal in den sauren Apfel bei\u00dfen, um tolle Erfahrungen mitnehme zu k\u00f6nnen. Ich habe enge Freundschaften zu einigen meiner Kollegen kn\u00fcpfen k\u00f6nnen, da wir auch au\u00dferhalb des B\u00fcros das Londoner Leben genie\u00dfen konnten. Neben dem ganzen pers\u00f6nlichen Mehrwert, der mir dieses Praktikum einbrachte, habe ich auch beruflich sehr viel mitnehmen k\u00f6nnen. Ich habe gelernt, unter Zeitdruck abzuliefern. Wie man eine Geschichte lesenswert macht und wie man Schlagzeilen produziert. Au\u00dferdem wurde mir nicht nur das journalistische Schreiben und die Recherche n\u00e4her gebracht, sondern auch das ganze Drumherum. Ich kenne mich nun sehr gut mit YouTube und Kundenakquise aus. Ich wei\u00df, wie man Videos schneidet und sie vertont. Worauf man bei der Sprache achten muss, was ich z.B. auch bei Vortr\u00e4ge und Referaten w\u00e4hrend meiner verbleibenden Unizeit anwenden kann. Ich hatte eine unvergessliche Zeit in London und bin sehr froh, diesen Schritt gewagt und auch durchgezogen zu haben.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"5007,5008\"]<\/p><p>\u00a0<\/p><p>[osm_map_v3 map_center=\"51.2191,1.7218\" zoom=\"6\" width=\"100%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,357628,356669,368865,653],"tags":[125659,357628,368717,368887,572073],"class_list":["post-5001","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-grossbritannien","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-erfahrungsbericht","tag-grossbritannien","tag-kulturschock","tag-leben-im-ausland","tag-praktikumssuche-kommunikationswissenschaften-medienwissenschaften"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5001"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5001\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5023,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5001\/revisions\/5023"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}