

{"id":4981,"date":"2018-11-27T10:30:20","date_gmt":"2018-11-27T09:30:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=4981"},"modified":"2022-06-14T22:17:17","modified_gmt":"2022-06-14T20:17:17","slug":"informatik-praktikum-bei-kuehne-nagel-bangkok-thailand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2018\/11\/27\/informatik-praktikum-bei-kuehne-nagel-bangkok-thailand\/","title":{"rendered":"Informatik-Praktikum bei K\u00fchne + Nagel Bangkok, Thailand"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>Da ich mich bereits zu Reisezwecken f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit im Ausland aufgehalten hatte, stand f\u00fcr mich fest, dass ich dies auch f\u00fcr ein Praktikum machen wollte. Als erstes habe ich mich im November 2016 \u00fcber die Auslandshochschulmesse an der Universit\u00e4t Bremen \u00fcber verschiedene M\u00f6glichkeiten informiert wie man Praktika bekommen kann und welche Finanzierungsm\u00f6glichkeiten es gibt. Anschlie\u00dfend habe ich mich \u00fcber IAESTE f\u00fcr ein Praktikum beworben und mich auf einem zweiten Weg um ein selbstorganisiertes Praktikum bem\u00fcht. Da die Bewerbungsfrist von IAESTE im Dezember endete, hatte ich bis dahin meine Bewerbung f\u00fcr das Programm abgeschickt und im Januar darauf meine Wunschpl\u00e4tze angegeben.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit habe ich mich ohne eine Organisation um ein Praktikum bem\u00fcht und habe eine Kontaktperson bei K\u00fchne + Nagel Thailand bez\u00fcglich eines Praktikumsplatzes f\u00fcr bis zu sechs Monate angeschrieben. Ich habe schnell eine Antwort erhalten, dass dies prinzipiell f\u00fcr zehn Wochen m\u00f6glich sei und ich meine Bewerbungsunterlagen einreichen solle. Da ich ungef\u00e4hr zur gleichen Zeit Bescheid bekommen habe, dass ich ein Praktikum mit IAESTE direkt im Anschluss an meinen Bachelor durchf\u00fchren konnte, habe ich mich f\u00fcr K\u00fchne + Nagel auf den Zeitraum ab Januar 2018 beworben, um beide Praktika nacheinander durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach circa sechs Wochen habe ich die Antwort erhalten, dass meine Bewerbung in einem Telefongespr\u00e4ch mit mir besprochen werden sollte. Dieses Gespr\u00e4ch ist auf Grund von kurzfristigen Meetings leider zuerst nicht zustande gekommen, so dass es zwei Wochen nach hinten verschoben wurde. Beim zweiten Mal hat es dann funktioniert und es war ein sehr angenehmes, freundliches Gespr\u00e4ch \u00fcber meinen Hintergrund, die T\u00e4tigkeiten von K\u00fchne + Nagel vor Ort und Thailand an sich. Am Ende des Gespr\u00e4ches wurde mir mitgeteilt, dass sie sich bei mir melden, ob es funktioniert. Zwei Wochen sp\u00e4ter, habe ich dann eine Zusage per E-Mail erhalten.<\/p>\n<p>Formalit\u00e4ten im Gastland<br \/>F\u00fcr die Erledigung aller Formalit\u00e4ten hatte ich durch meine fr\u00fche Zusage viel Zeit. F\u00fcr Thailand brauchte ich ein Visum. Da mein Praktikum an sich ein zehnw\u00f6chiges, unbezahltes Praktikum war, bei dem meine Wohnungskosten und der Transport vor Ort von der Firma \u00fcbernommen wurden, habe ich ein Education Visum f\u00fcr 90 Tage mit einmaliger Einreise beim thail\u00e4ndischen Konsulat in Hamburg beantragt. Dies konnte ich aber fr\u00fchestens drei Monate vor dem Antritt meiner Reise beantragen. Da ich zwischendurch in Tschechien war, habe ich die erforderlichen Unterlagen erst Anfang Januar pers\u00f6nlich eingereicht. Nach einer Bearbeitungszeit von ca. 20 Minuten wurde mein Visum best\u00e4tigt. Die erforderlichen Unterlagen sind auf den jeweiligen Webseiten des Konsulats oder der Botschaft sehr \u00fcbersichtlich aufgelistet. Dabei sollte man beachten bei wem man das Visum beantragt, da die Botschaft und das Konsulat unterschiedliche Antragsformen benutzen. Von meiner Firma ben\u00f6tigte ich daf\u00fcr einen Gewerberegisterauszug, ein Einladungsschreiben und einen Praktikumsvertrag. Diese habe ich nach und nach erhalten.<\/p>\n<p>Ich habe mir kein lokales Bankkonto erstellt, meine Wohnungsadresse bei der Beantragung meines Visas angegeben und musste deswegen keine weiteren Beh\u00f6rdeng\u00e4nge vornehmen.<\/p>\n<p>Da ich ein Visum mit einmaliger Einreise f\u00fcr 90 Tage beantragt hatte, durfte ich nicht vor meinem Praktikumsende ausreisen und<br \/>anschlie\u00dfend wieder einreisen, um mein Praktikum fortf\u00fchren. Mit der Ausreise w\u00e4re mein Visum verfallen und ich h\u00e4tte nur mit einem Touristenvisum wieder in das Land einreisen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich habe ich f\u00fcr meine Reise eine umfangreiche Auslandskrankenversicherung \u00fcber den ADAC abgeschlossen, da ich bereits eine bestehende Haftpflicht- und Unfallversicherung f\u00fcr das Ausland hatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die m\u00f6glichen Finanzierungsm\u00f6glichkeiten habe ich mich beim International Office beraten lassen. Bei diesem Gespr\u00e4ch wurde mir PROMOS empfohlen, wobei ich vorher auch schon auf der Messe davon geh\u00f6rt hatte. Anschlie\u00dfend habe ich mich \u00fcber die Voraussetzungen und Bewerbungsfristen informiert. Da das Bewerbungsfenster f\u00fcr meinen Zeitraum der Oktober war, musste ich mich von Tschechien aus bewerben, wobei dies kein gro\u00dfes Problem war, da ich alles bequem online hochladen konnte. Bis zu einer Zusage musste ich gut zwei Monate warten, so dass ich erst sehr kurzfristig wusste, ob ich Zusch\u00fcsse erhalte. Ansonsten habe ich mich f\u00fcr keine weiteren Stipendien beworben. Hier sollte man sich nochmal ausgiebiger informieren.<\/p>\n<p><strong>Allgemeine Informationen zum Praktikum<\/strong><br \/>Da ich vor meinem Studium einen l\u00e4ngeren Auslandsaufenthalt absolviert habe, aber w\u00e4hrend meines Studiums nicht, wollte ich dies unbedingt nachholen. Weil ich, au\u00dfer bis auf ein kleines Vorpraktikum, keine praktischen Erfahrungen gesammelt hatte, wollte ich diese beiden Ziele unbedingt kombinieren. Wie oben erw\u00e4hnt, hatte ich die M\u00f6glichkeit in zwei unterschiedlichen L\u00e4ndern und zwei komplett verschiedenen Kulturen Praktika durchzuf\u00fchren. Dieses Kontrastprogramm war f\u00fcr mich absolut die beste Wahl, wobei es nicht diese beiden spezifischen L\u00e4nder sein mussten und ich da relativ offen war. Ausschlaggebend waren in erster Linie die Angebote der Praktika. Zus\u00e4tzlich wollte ich aber nicht nur ein Praktikum absolvieren, um auch mal eins erledigt zu haben. Ich wollte auch herausgefordert werden, sowohl fachlich, als auch sozial.<\/p>\n<p>F\u00fcr meine Anreise nach Bangkok bin ich von Hamburg aus mit einem Zwischenstop in K\u00f6ln nach Bangkok geflogen und dann eigenst\u00e4ndig zu meiner Wohnung weitergereist. Zwar wurden die Wohnungskosten von K\u00fchne + Nagel \u00fcbernommen, aber alles andere rund um die Wohnung habe ich alleine organisiert. Dies war aber auch absolut kein Problem und wird meines Wissens nach nur bei Praktika mit Organisationen anders gehandhabt. Das Head Office von K\u00fchne + Nagel befindet sich in der Innenstadt, ein bisschen abseits des Skytrains, welcher zwei Linien hat. In diesem wurde ich in Empfang genommen, musste einige Dokumente unterschreiben und habe ein erstes Gespr\u00e4ch mit meinem Ansprechpartner gef\u00fchrt, wobei fest stand, dass jemand anderes als er f\u00fcr mich zust\u00e4ndig sein sollte.<\/p>\n<p>Ich wurde der Abteilung der Contract Logistics zugeteilt, sollte gerade in der ersten Woche die unterschiedlichen Lagerh\u00e4user und die \u00f6rtlichen Gegebenheiten kennenlernen, bevor ich in den anschlie\u00dfenden Wochen kleine Projekte im Bereich Lean Six Sigma im Lagerhaus in der N\u00e4he von Bangkok durchf\u00fchren sollte. Dadurch habe ich in der ersten Woche sehr viele der Arbeitskollegen in Bangkok und Umgebung kennengelernt, wodurch ich gleich gut integriert war. Das Lagerhaus, in dem ich arbeiten sollte, lag au\u00dferhalb von Bangkok und war gut 20 km von der n\u00e4chsten Skytrain Station entfernt. Au\u00dferdem sind keine \u00f6ffentlichen Busse gefahren, so dass ich immer mit dem Taxi zum Lagerhaus hin und zur\u00fcck gefahren bin. Da das Taxifahren in Thailand wesentlich g\u00fcnstiger sind, hat eine Fahrt um die f\u00fcnf Euro gekostet. Diese Kosten wurden von K\u00fchne + Nagel \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Einf\u00fchrung in die Projekte habe ich in der ersten Woche das Lagerhaus von KN in Rayong besucht und hier eine Einf\u00fchrung von einem Black Belt erhalten, mit dem Auftrag, mich in der n\u00e4chsten Woche mit den Prozessen im Lagerhaus vertraut zu machen. Nachdem ich dieses erledigt hatte, gab es noch eine Einf\u00fchrung in die Prozessoptimierung mit Lean Six Sigma f\u00fcr die Lagerhaus Managerin, zwei weitere Kollegen und mich, wobei ich einige Themen schon gelernt hatte. Anschlie\u00dfend wurde mir die Aufgabe zugeteilt, das erste Projekt f\u00fcr den Kundenservice durchzuf\u00fchren und deren Produktivit\u00e4t zu untersuchen. Dabei habe ich Prozessmappen erstellt, Zeitaufnahmen durchgef\u00fchrt, die Daten anschlie\u00dfend analysiert und in einer Pr\u00e4sentation aufbereitet, in der ich zus\u00e4tzlich noch Verbesserungsvorschl\u00e4ge und deren m\u00f6gliche Auswirkungen vorgestellt habe. Diese Pr\u00e4sentation habe ich vor der Lagerhaus Managerin und dem Black Belt vorgetragen, wir haben meine Ergebnisse besprochen und das weitere Vorgehen diskutiert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung wurden von der Lagerhaus Managerin Besprechungen mit dem Kundenservice durchgef\u00fchrt, um Prozesse zu ver\u00e4ndern und die IT Abteilung wurde f\u00fcr m\u00f6gliche System\u00e4nderungen eingebunden. Au\u00dferdem habe ich kleine \u00c4nderungen im Layout des B\u00fcros, bzw der Schnittstelle zwischen dem Kundenservice und der Operation durchgef\u00fchrt. Anschlie\u00dfend sollte ich einige Zeit im Bereich des Solution Engineerings verbringen, diese Zeit musste aber auf Grund von wenigen freien Terminen deutlich verk\u00fcrzt werden. Das gleiche galt f\u00fcr die IT Abteilung, weswegen ich kurz nach meiner Pr\u00e4sentation bereits mit einem weiteren Projekt zur Steigerung der Produktivit\u00e4t der Operation f\u00fcr einen spezifischen Kunden angefangen habe. Hierbei bin ich so vorgegangen wie ich das f\u00fcr den Kundenservice schon getan hatte. Kurz vor dem Ende des Praktikas habe ich mich ein paar Tage in Rayong aufgehalten, um dort ein kleines Projekt, welches bereits angefangen wurde, gemeinsam mit einem Kollegen zu Ende zu bringen.<\/p>\n<p><strong>Unterkunft<\/strong><br \/>Die Wohnungssuche bei diesem Praktikum war mir selber \u00fcberlassen, wobei ich ein paar Vorschl\u00e4ge und gute Gebiete zum Wohnen empfohlen bekommen habe. Die Suche war nicht so einfach, da ich nur zehn Wochen bleiben wollte und viele Anbieter, z.B. \u00fcber renthub.th und \u00e4hnlichen Seiten, l\u00e4ngere Laufzeiten von mindestens einem Jahr gefordert haben. Es w\u00e4re m\u00f6glich gewesen, einen Vertrag abzuschlie\u00dfen und den Vertrag an jemanden anderes zu \u00fcbergeben, wenn man jemanden findet, dies war mir aber zu riskant. Au\u00dferdem habe ich auch \u00fcber Facebook gesucht, da es zu diesem Thema ein paar Gruppen gibt. So richtig erfolgreich war ich damit leider nicht. Passenderweise hatte ich zwischendurch zwei Zusagen, die aber wieder abgesagt wurden. Letztendlich habe ich mich dann f\u00fcr Airbnb entschieden, da es f\u00fcr mich hier am sichersten war, die Laufzeit war klar definiert und es gibt ein bisschen mehr Schutz als es komplett privat abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Da ich ein Budget von ca. 400 Euro pro Monat von der Firma hatte, war es auch in Ordnung die Wohnung \u00fcber Airbnb zu mieten. Daf\u00fcr habe ich eine Wohnung mit einem kleinen Schlafzimmer, kleinem Wohnzimmer und voll ausgestattetem Bad und K\u00fcche inklusive einer Waschmaschine bekommen. Zus\u00e4tzlich gab es noch einen Balkon, ein kleines Fitnessstudio und einen Pool, da diese Wohnung zu einem Wohnkomplex geh\u00f6rt. So konnte ich komplett eigenst\u00e4ndig agieren. Die Wohnung lag s\u00fcdlich im Gro\u00dfraum von Bangkok, aber f\u00fcr Bangkok nahe an der Haltestelle des Skytrains (Samrong Station), zu der ich zwischen 10 und 15 Minuten gelaufen bin. Damit konnte ich verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schnell in die Stadt und war gut an Bangkok angebunden. Trotzdem habe ich oft mehr als eine Stunde gebraucht, um zu einigen Gebieten in der Innenstadt zu gelangen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sollte ich an verschiedenen Orten t\u00e4tig sein, weswegen ich eine Unterkunft im S\u00fcden der Stadt und nahe an dem BTS Skytrain gebucht habe. Dadurch war ich ungef\u00e4hr zwischen dem Head Office und dem Lagerhaus, in welchem ich \u00f6fter t\u00e4tig sein sollte, lokalisiert, aber noch am Rande von Bangkok.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>Da das Lagerhaus gut 20 km von der n\u00e4chsten Skytrain Haltestelle und 22 km von meiner Wohnung entfernt lag und kein \u00f6ffentlicher Bus fuhr, bin ich immer mit dem Taxi gefahren. Hierbei habe ich die Grab App benutzt, bei der man seinen Abfahrtsort und sein Ziel in der App eingeben kann und dann ein passender Fahrer gesucht wird. Dieser kann sehr schnell gefunden werden, manchmal kann es aber auch ein bisschen dauern. Das Gute an der App war au\u00dferdem, dass ich nach jeder Fahrt eine elektronischen Beleg erhalten habe, den ich einreichen konnte. Au\u00dferdem sprechen nur sehr wenige Fahrer \u00fcberhaupt Englisch, weswegen die Eingabe \u00fcber die App sehr hilfreich war. Wegen der Rush Hour war es nicht ganz so einfach abzusch\u00e4tzen wie lange man braucht und durch die Distanz schwankte die ben\u00f6tigte Zeit f\u00fcr die ganze Strecke um 20 Minuten, an besonders schlimmen Tagen deutlich mehr. Zus\u00e4tzlich musste man sich einen Ort aussuchen, an dem der Fahrer einen gut abholen konnte. Auf dem R\u00fcckweg habe ich mich immer zum Skytrain bringen lassen. Die Fahrten haben circa zwischen f\u00fcnf und sechs Euro gekostet, inklusive Geb\u00fchren f\u00fcr die Grab App (20 oder 30 Baht pro Fahrt). Durch die Fahrten hat man aber wiederum Bonuspunkte erhalten, die man als Rabatte nutzen konnte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die App habe ich nat\u00fcrlich immer Internet ben\u00f6tigt und daher mir direkt am Flughafen eine SIM Karte geholt. Die Tarife, die angeboten wurden, hatten immer ein gro\u00dfes Internetguthaben, so dass man auch mit den g\u00fcnstigen Tarifen gut abgedeckt war. Zus\u00e4tzlich hatte ich in meiner Wohnung WLAN, was aber nicht immer gegeben sein muss und worauf man bei der Wohnungssuche achten sollte.<\/p>\n<p>Da ein gro\u00dfes Einkaufszentrum inklusive eines Food Courts f\u00fcnf Minuten von meiner Wohnung entfernt lag, habe ich hier oft gegessen. Nach einer Weile habe ich mich eher an die Stra\u00dfenst\u00e4nde drau\u00dfen vor dem Einkaufszentrum gehalten, da es hier auch eine gro\u00dfe und, f\u00fcr mich auf jeden Fall, leckere Auswahl an verschiedenen Speisen gab, die auch alle sehr preiswert waren, noch g\u00fcnstiger als im g\u00fcnstigen Food Court. Au\u00dferdem habe ich angefangen morgens an den Stra\u00dfenstr\u00e4nden zu essen, da es eine gute Auswahl gab und europ\u00e4isches Fr\u00fchst\u00fcck zu Hause verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teuer und auch nicht typisch thail\u00e4ndisch war. Deswegen habe ich nie gekocht. Ich habe am Tag fast immer weniger als f\u00fcnf Euro f\u00fcr Verpflegung ausgegeben und dabei lecker und authentisch gegessen. Ein Vorteil dabei war, dass ich am Rande der Stadt gewohnt habe und sich dort so gut wie keine Touristen aufgehalten haben, weswegen das Essen billiger war.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Sicherheit hatte ich nie Bedenken, man ist mir fast immer sehr freundlich und mit viel Respekt begegnet. In den typischen Touristengegenden wird noch mehr versucht einem etwas f\u00fcr \u00fcberh\u00f6hte Preise zu verkaufen, aber bei mir in der Gegend war dies nicht der Fall.<\/p>\n<p>Vorsichtig sollte man sein, wenn einem fremde Thail\u00e4nder besonders freundlich begegnen, um einem Tipps f\u00fcr Reisen oder Anreisen zu bestimmten Orten empfehlen. Hierbei werden oft deutlich \u00fcberteuerte Preise angeboten, au\u00dferdem wird versucht einen an andere Orte zu lotsen. Man sollte in diesen Situationen mit gesundem Menschenverstand handeln. Dies gilt f\u00fcr besonders tolle Reiseziele, Reiseziele, die bereits geschlossen sein sollen und besonders g\u00fcnstige oder gar kostenlose Fahrten. H\u00e4lt man sich an die normalen, offiziellen Anbieter wird man immer ein seri\u00f6ses und auch g\u00fcnstiges Angebot erhalten.<\/p>\n<p>Bei Taxifahrten sollte man grunds\u00e4tzlich immer darauf bestehen, dass das Taximeter verwendet wird. Sehr wahrscheinlich wird man das Taxi benutzen, gerade mit mehreren Leuten kann es sogar g\u00fcnstiger sein als der Skytrain. Au\u00dferdem ist es bequem und nicht alle Orte in Bangkok sind gut mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Da sollte man sich vorher informieren. Man muss aber bedenken, dass der Verkehr schwer einzusch\u00e4tzen ist und man oft im Stau stehen kann.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem bin ich der Meinung, dass man auf keinen Fall Geld vor der Reise umtauschen sollte. Selbst die Kurse am Flughafen waren um einiges besser, als die, die ich in Deutschland bekommen habe. Zus\u00e4tzlich gibt es auch gen\u00fcgend Bankautomaten, bei denen man mit einer Geb\u00fchr von 220 THB Geld abheben kann.<\/p>\n<p>Wenn man auf der Suche nach Reisenden ist, mit denen man etwas unternehmen m\u00f6chte und man nicht gerade mit Studenten oder internationalen Leuten in einer Gegend wohnt, gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten. Einmal gibt es auf Facebook sehr viele Reisegruppen, in denen internationale oder auch deutsche Reisende auf der Suche nach Gleichgesinnten sind. Zus\u00e4tzlich kann man das IAESTE Kommittee vor Ort anschreiben, da meistens internationale Studenten mit IAESTE vor Ort sind. Au\u00dferdem gibt es auch mehrere Gruppen bei LINE (Alternative zu WhatsApp und gerade in Thailand der Standard, WhatsApp wird fast gar nicht genutzt), in denen sich Leute verabreden, die f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in Bangkok oder auch in Thailand sind. Um in eine dieser Gruppen aufgenommen zu werden, muss man allerdings eine Person kennen, die eine hinzuf\u00fcgen kann. Daf\u00fcr eigenen sich die anderen beiden M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Ich kann es nur empfehlen, LINE als App auf dem Handy zu installieren, da es in Thailand wie WhatsApp in Deutschland benutzt wird und auch teilweise im Arbeitsleben verwendet wird.<\/p>\n<p><strong>Was ist tunlichst zu vermeiden?<\/strong><br \/>Es gibt ein paar grundlegende Dinge, die man vermeiden sollte und die man auch schnell im Internet findet. Dazu geh\u00f6rt auf jeden Fall die Majest\u00e4tsbeleidigung. Man sollte sich nie gegen\u00fcber Thais kritisch \u00fcber den K\u00f6nig oder die majest\u00e4tische Familie \u00e4u\u00dfern. Man sollte auch majest\u00e4tische und religi\u00f6se Geb\u00e4ude und Bilder des K\u00f6nig und seiner Familie respektieren und auf keinen Fall Vandalismus betreiben. Auch kritische Gespr\u00e4che \u00fcber die Religion der Thais sollte man eigentlich nicht f\u00fchren. Frauen sollten es unbedingt vermeiden M\u00f6nche zu ber\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4987\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"723\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a-420x237.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a-744x420.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a-768x434.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a-1200x678.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a-1080x610.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich sollte man versuchen immer h\u00f6flich zu bleiben und nicht die Ehre von Thais durch abwertende Bemerkungen beschmutzen. Gerade thail\u00e4ndische M\u00e4nner sollen im berauschten Zustand sehr schnell aggressiv werden k\u00f6nnen, ich selber habe es aber nie erlebt. Ebenso sollte man Thais nicht am Kopf ber\u00fchren, da sich hier in deren Auffassung Seele befindet. Unter Thais konnte ich dies aber \u00f6fter beobachten und ich w\u00fcrde die Thais grunds\u00e4tzlich auch eher als \u201etouchy\u201c beschreiben.<\/p>\n<p>Gerade wenn man religi\u00f6se St\u00e4tten besucht, sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden. Wenn Schultern und Knie bedeckt sind, gerade bei Frauen, gibt es in der Regel keine Probleme.<\/p>\n<p>Wenn man auf diese Sachen achtet, sollte es keine Probleme geben, gerade auch weil dies alles einfach zu befolgen ist und zu keinen Einschr\u00e4nkungen im Alltag f\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai2a.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4986\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai2a.jpg\" alt=\"\" width=\"723\" height=\"1280\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai2a.jpg 723w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai2a-420x744.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 723px) 100vw, 723px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zuneigung in der \u00d6ffentlichkeit wird nicht gerne gesehen. An einigen Orten wird es sogar als unangemessen ausgeschildert, mit dem Hinweis, dass man maximal die Hand seines Partners ergreifen d\u00fcrfe. Wie stark dies gilt, ist abh\u00e4ngig vom Ort an dem man sich gerade aufh\u00e4lt. Bangkok ist da eher entspannter.<\/p>\n<p>Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die man befolgen sollte, aber wenn man dies nicht immer beachtet, wird einem das als Ausl\u00e4nder oft verziehen. Sollte man z.B. im Restaurant einen Kellner zu sich bestellen, so sollte man keine ausufernden Bewegungen machen wie sehr aufwendig zu winken oder zu schnipsen. Man wird trotzdem bedient, wenn man dies macht, aber es wird alles andere als gerne gesehen, auch wenn einen Thais trotzdem mit einem L\u00e4cheln bedienen werden. Wie dieses L\u00e4cheln auszulegen ist, ist dann ein bisschen Interpretationssache.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Mein Aufenthalt in Thailand hat mir auf verschiedenen Ebenen geholfen.<\/p>\n<p>Einerseits habe ich durch das erfahrene Training im Bereich Lean Six Sigma viel dazugelernt, konnte Inhalte aus dem Studium aufgreifen und erweitern und habe dieses in der Praxis umgesetzt. Da Lean Six Sigma in meinem Studium nicht so intensiv und eher oberfl\u00e4chlich behandelt wurde, hat sich f\u00fcr mich eine neue Blickweise auf die Thematik ergeben. Ich habe ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Verst\u00e4ndnis entwickelt und konnte dieses eigenverantwortlich in zwei Projekten umsetzen. Durch die Thematik dieses und auch des vorangegangenen Praktikums in einer Unternehmungsberatung im Bereich Supply Chain Management, tendiere ich f\u00fcr den weiteren Verlaufs meines Master Wirtschaftsingenieurwesen Studiums eher zu der Fachrichtung Projektmanagement anstatt Logistik.<\/p>\n<p>Andererseits hat es mich im Umgang mit anderen Kulturen deutlich vorangebracht. Die Eigenarten und Verhaltensweisen einer Kultur lernt man am besten in den entsprechenden Regionen. Ich habe mich in der thail\u00e4ndischen Kultur sehr wohlgef\u00fchlt und der Respekt, der mir entgegengebracht wurde, war gro\u00df. Im Vergleich zu der tschechischen (und deutschen) Kultur, die ich vorher erleben durfte, empfand ich die thail\u00e4ndische als freundlicher, offener und respektvoller, aber auch weniger direkt und Probleme werden eher weggel\u00e4chelt.<\/p>\n<p>Mit der Wahl des Praktikums bin ich sehr zufrieden. Fachlich beurteile ich das Praktikum als sehr sinnvoll. Au\u00dferdem habe ich mich durch die erhaltene Verantwortung gesch\u00e4tzt gef\u00fchlt, so dass ich auch dem Unternehmen ein sinnvoller Nutzen war und nicht nur ich gelernt habe. Deswegen war K\u00fchne + Nagel Thailand definitiv die richtige Entscheidung f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Das Land war bei der Wahl meines Praktikums erst einmal zweitrangig, da es mir zuerst um das Fachliche ging. Da ich aber bereits vor drei Jahren nach Thailand wollte, um die Kultur n\u00e4her kennenzulernen, war diese Konstellation f\u00fcr mich optimal.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde solche Auslandsaufenthalte jederzeit wiederholen, glaube aber nicht, dass ich mir einen Aufenthalt \u00fcber mehrere Jahre in Bangkok oder Thailand vorstellen k\u00f6nnte, obwohl ich so gut wie keine Anpassungsprobleme hatte. Gerade die oft eingeschr\u00e4nkte Kommunikation durch fehlende Englischkenntnisse vieler Thais und dadurch, dass ich alleine und nur von Thais umgeben gewohnt habe, empfand ich manchmal als anstrengend, da dadurch intensivere Gespr\u00e4che, die ein bisschen \u00fcber Small Talk hinweg gehen, oft ausgeblieben sind. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich oft der einzige Nicht-Thai in meinem Umfeld im Unternehmen und auch im Wohnkomplex war und leider kein Thai spreche. Dies k\u00f6nnte sich in einem internationaleren Umfeld \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Alles in allem war es ein sehr gelungener Aufenthalt und ich kann es nur empfehlen solche Chancen wahrzunehmen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.6\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:100%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([100.5741,13.6292], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 4\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":4985,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>Da ich mich bereits zu Reisezwecken f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit im Ausland aufgehalten hatte, stand f\u00fcr mich fest, dass ich dies auch f\u00fcr ein Praktikum machen wollte. Als erstes habe ich mich im November 2016 \u00fcber die Auslandshochschulmesse an der Universit\u00e4t Bremen \u00fcber verschiedene M\u00f6glichkeiten informiert wie man Praktika bekommen kann und welche Finanzierungsm\u00f6glichkeiten es gibt. Anschlie\u00dfend habe ich mich \u00fcber IAESTE f\u00fcr ein Praktikum beworben und mich auf einem zweiten Weg um ein selbstorganisiertes Praktikum bem\u00fcht. Da die Bewerbungsfrist von IAESTE im Dezember endete, hatte ich bis dahin meine Bewerbung f\u00fcr das Programm abgeschickt und im Januar darauf meine Wunschpl\u00e4tze angegeben.<\/p><p>Zur gleichen Zeit habe ich mich ohne eine Organisation um ein Praktikum bem\u00fcht und habe eine Kontaktperson bei Kuehne + Nagel Thailand bez\u00fcglich eines Praktikumsplatzes f\u00fcr bis zu sechs Monate angeschrieben. Ich habe schnell eine Antwort erhalten, dass dies prinzipiell f\u00fcr zehn Wochen m\u00f6glich sei und ich meine Bewerbungsunterlagen einreichen solle. Da ich ungef\u00e4hr zur gleichen Zeit Bescheid bekommen habe, dass ich ein Praktikum mit IAESTE direkt im Anschluss an meinen Bachelor durchf\u00fchren konnte, habe ich mich f\u00fcr Kuehne + Nagel auf den Zeitraum ab Januar 2018 beworben, um beide Praktika nacheinander durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Nach circa sechs Wochen habe ich die Antwort erhalten, dass meine Bewerbung in einem Telefongespr\u00e4ch mit mir besprochen werden sollte. Dieses Gespr\u00e4ch ist auf Grund von kurzfristigen Meetings leider zuerst nicht zustande gekommen, so dass es zwei Wochen nach hinten verschoben wurde. Beim zweiten Mal hat es dann funktioniert und es war ein sehr angenehmes, freundliches Gespr\u00e4ch \u00fcber meinen Hintergrund, die T\u00e4tigkeiten von Kuehne + Nagel vor Ort und Thailand an sich. Am Ende des Gespr\u00e4ches wurde mir mitgeteilt, dass sie sich bei mir melden, ob es funktioniert. Zwei Wochen sp\u00e4ter, habe ich dann eine Zusage per E-Mail erhalten.<\/p><p>Formalit\u00e4ten im Gastland<br \/>F\u00fcr die Erledigung aller Formalit\u00e4ten hatte ich durch meine fr\u00fche Zusage viel Zeit. F\u00fcr Thailand brauchte ich ein Visum. Da mein Praktikum an sich ein zehnw\u00f6chiges, unbezahltes Praktikum war, bei dem meine Wohnungskosten und der Transport vor Ort von der Firma \u00fcbernommen wurden, habe ich ein Education Visum f\u00fcr 90 Tage mit einmaliger Einreise beim thail\u00e4ndischen Konsulat in Hamburg beantragt. Dies konnte ich aber fr\u00fchestens drei Monate vor dem Antritt meiner Reise beantragen. Da ich zwischendurch in Tschechien war, habe ich die erforderlichen Unterlagen erst Anfang Januar pers\u00f6nlich eingereicht. Nach einer Bearbeitungszeit von ca. 20 Minuten wurde mein Visum best\u00e4tigt. Die erforderlichen Unterlagen sind auf den jeweiligen Webseiten des Konsulats oder der Botschaft sehr \u00fcbersichtlich aufgelistet. Dabei sollte man beachten bei wem man das Visum beantragt, da die Botschaft und das Konsulat unterschiedliche Antragsformen benutzen. Von meiner Firma ben\u00f6tigte ich daf\u00fcr einen Gewerberegisterauszug, ein Einladungsschreiben und einen Praktikumsvertrag. Diese habe ich nach und nach erhalten.<\/p><p>Ich habe mir kein lokales Bankkonto erstellt, meine Wohnungsadresse bei der Beantragung meines Visas angegeben und musste deswegen keine weiteren Beh\u00f6rdeng\u00e4nge vornehmen.<\/p><p>Da ich ein Visum mit einmaliger Einreise f\u00fcr 90 Tage beantragt hatte, durfte ich nicht vor meinem Praktikumsende ausreisen und<br \/>anschlie\u00dfend wieder einreisen, um mein Praktikum fortf\u00fchren. Mit der Ausreise w\u00e4re mein Visum verfallen und ich h\u00e4tte nur mit einem Touristenvisum wieder in das Land einreisen d\u00fcrfen.<\/p><p>Zus\u00e4tzlich habe ich f\u00fcr meine Reise eine umfangreiche Auslandskrankenversicherung \u00fcber den ADAC abgeschlossen, da ich bereits eine bestehende Haftpflicht- und Unfallversicherung f\u00fcr das Ausland hatte.<\/p><p>F\u00fcr die m\u00f6glichen Finanzierungsm\u00f6glichkeiten habe ich mich beim International Office beraten lassen. Bei diesem Gespr\u00e4ch wurde mir PROMOS empfohlen, wobei ich vorher auch schon auf der Messe davon geh\u00f6rt hatte. Anschlie\u00dfend habe ich mich \u00fcber die Voraussetzungen und Bewerbungsfristen informiert. Da das Bewerbungsfenster f\u00fcr meinen Zeitraum der Oktober war, musste ich mich von Tschechien aus bewerben, wobei dies kein gro\u00dfes Problem war, da ich alles bequem online hochladen konnte. Bis zu einer Zusage musste ich gut zwei Monate warten, so dass ich erst sehr kurzfristig wusste, ob ich Zusch\u00fcsse erhalte. Ansonsten habe ich mich f\u00fcr keine weiteren Stipendien beworben. Hier sollte man sich nochmal ausgiebiger informieren.<\/p><p><strong>Allgemeine Informationen zum Praktikum<\/strong><br \/>Da ich vor meinem Studium einen l\u00e4ngeren Auslandsaufenthalt absolviert habe, aber w\u00e4hrend meines Studiums nicht, wollte ich dies unbedingt nachholen. Weil ich, au\u00dfer bis auf ein kleines Vorpraktikum, keine praktischen Erfahrungen gesammelt hatte, wollte ich diese beiden Ziele unbedingt kombinieren. Wie oben erw\u00e4hnt, hatte ich die M\u00f6glichkeit in zwei unterschiedlichen L\u00e4ndern und zwei komplett verschiedenen Kulturen Praktika durchzuf\u00fchren. Dieses Kontrastprogramm war f\u00fcr mich absolut die beste Wahl, wobei es nicht diese beiden spezifischen L\u00e4nder sein mussten und ich da relativ offen war. Ausschlaggebend waren in erster Linie die Angebote der Praktika. Zus\u00e4tzlich wollte ich aber nicht nur ein Praktikum absolvieren, um auch mal eins erledigt zu haben. Ich wollte auch herausgefordert werden, sowohl fachlich, als auch sozial.<\/p><p>F\u00fcr meine Anreise nach Bangkok bin ich von Hamburg aus mit einem Zwischenstop in K\u00f6ln nach Bangkok geflogen und dann eigenst\u00e4ndig zu meiner Wohnung weitergereist. Zwar wurden die Wohnungskosten von Kuehne + Nagel \u00fcbernommen, aber alles andere rund um die Wohnung habe ich alleine organisiert. Dies war aber auch absolut kein Problem und wird meines Wissens nach nur bei Praktika mit Organisationen anders gehandhabt. Das Head Office von Kuehne + Nagel befindet sich in der Innenstadt, ein bisschen abseits des Skytrains, welcher zwei Linien hat. In diesem wurde ich in Empfang genommen, musste einige Dokumente unterschreiben und habe ein erstes Gespr\u00e4ch mit meinem Ansprechpartner gef\u00fchrt, wobei fest stand, dass jemand anderes als er f\u00fcr mich zust\u00e4ndig sein sollte.<\/p><p>Ich wurde der Abteilung der Contract Logistics zugeteilt, sollte gerade in der ersten Woche die unterschiedlichen Lagerh\u00e4user und die \u00f6rtlichen Gegebenheiten kennenlernen, bevor ich in den anschlie\u00dfenden Wochen kleine Projekte im Bereich Lean Six Sigma im Lagerhaus in der N\u00e4he von Bangkok durchf\u00fchren sollte. Dadurch habe ich in der ersten Woche sehr viele der Arbeitskollegen in Bangkok und Umgebung kennengelernt, wodurch ich gleich gut integriert war. Das Lagerhaus, in dem ich arbeiten sollte, lag au\u00dferhalb von Bangkok und war gut 20 km von der n\u00e4chsten Skytrain Station entfernt. Au\u00dferdem sind keine \u00f6ffentlichen Busse gefahren, so dass ich immer mit dem Taxi zum Lagerhaus hin und zur\u00fcck gefahren bin. Da das Taxifahren in Thailand wesentlich g\u00fcnstiger sind, hat eine Fahrt um die f\u00fcnf Euro gekostet. Diese Kosten wurden von Kuehne + Nagel \u00fcbernommen.<\/p><p>F\u00fcr die Einf\u00fchrung in die Projekte habe ich in der ersten Woche das Lagerhaus von KN in Rayong besucht und hier eine Einf\u00fchrung von einem Black Belt erhalten, mit dem Auftrag, mich in der n\u00e4chsten Woche mit den Prozessen im Lagerhaus vertraut zu machen. Nachdem ich dieses erledigt hatte, gab es noch eine Einf\u00fchrung in die Prozessoptimierung mit Lean Six Sigma f\u00fcr die Lagerhaus Managerin, zwei weitere Kollegen und mich, wobei ich einige Themen schon gelernt hatte. Anschlie\u00dfend wurde mir die Aufgabe zugeteilt, das erste Projekt f\u00fcr den Kundenservice durchzuf\u00fchren und deren Produktivit\u00e4t zu untersuchen. Dabei habe ich Prozessmappen erstellt, Zeitaufnahmen durchgef\u00fchrt, die Daten anschlie\u00dfend analysiert und in einer Pr\u00e4sentation aufbereitet, in der ich zus\u00e4tzlich noch Verbesserungsvorschl\u00e4ge und deren m\u00f6gliche Auswirkungen vorgestellt habe. Diese Pr\u00e4sentation habe ich vor der Lagerhaus Managerin und dem Black Belt vorgetragen, wir haben meine Ergebnisse besprochen und das weitere Vorgehen diskutiert.<\/p><p>F\u00fcr die Umsetzung wurden von der Lagerhaus Managerin Besprechungen mit dem Kundenservice durchgef\u00fchrt, um Prozesse zu ver\u00e4ndern und die IT Abteilung wurde f\u00fcr m\u00f6gliche System\u00e4nderungen eingebunden. Au\u00dferdem habe ich kleine \u00c4nderungen im Layout des B\u00fcros, bzw der Schnittstelle zwischen dem Kundenservice und der Operation durchgef\u00fchrt. Anschlie\u00dfend sollte ich einige Zeit im Bereich des Solution Engineerings verbringen, diese Zeit musste aber auf Grund von wenigen freien Terminen deutlich verk\u00fcrzt werden. Das gleiche galt f\u00fcr die IT Abteilung, weswegen ich kurz nach meiner Pr\u00e4sentation bereits mit einem weiteren Projekt zur Steigerung der Produktivit\u00e4t der Operation f\u00fcr einen spezifischen Kunden angefangen habe. Hierbei bin ich so vorgegangen wie ich das f\u00fcr den Kundenservice schon getan hatte. Kurz vor dem Ende des Praktikas habe ich mich ein paar Tage in Rayong aufgehalten, um dort ein kleines Projekt, welches bereits angefangen wurde, gemeinsam mit einem Kollegen zu Ende zu bringen.<\/p><p><strong>Unterkunft<\/strong><br \/>Die Wohnungssuche bei diesem Praktikum war mir selber \u00fcberlassen, wobei ich ein paar Vorschl\u00e4ge und gute Gebiete zum Wohnen empfohlen bekommen habe. Die Suche war nicht so einfach, da ich nur zehn Wochen bleiben wollte und viele Anbieter, z.B. \u00fcber renthub.th und \u00e4hnlichen Seiten, l\u00e4ngere Laufzeiten von mindestens einem Jahr gefordert haben. Es w\u00e4re m\u00f6glich gewesen, einen Vertrag abzuschlie\u00dfen und den Vertrag an jemanden anderes zu \u00fcbergeben, wenn man jemanden findet, dies war mir aber zu riskant. Au\u00dferdem habe ich auch \u00fcber Facebook gesucht, da es zu diesem Thema ein paar Gruppen gibt. So richtig erfolgreich war ich damit leider nicht. Passenderweise hatte ich zwischendurch zwei Zusagen, die aber wieder abgesagt wurden. Letztendlich habe ich mich dann f\u00fcr Airbnb entschieden, da es f\u00fcr mich hier am sichersten war, die Laufzeit war klar definiert und es gibt ein bisschen mehr Schutz als es komplett privat abzuschlie\u00dfen.<\/p><p>Da ich ein Budget von ca. 400 Euro pro Monat von der Firma hatte, war es auch in Ordnung die Wohnung \u00fcber Airbnb zu mieten. Daf\u00fcr habe ich eine Wohnung mit einem kleinen Schlafzimmer, kleinem Wohnzimmer und voll ausgestattetem Bad und K\u00fcche inklusive einer Waschmaschine bekommen. Zus\u00e4tzlich gab es noch einen Balkon, ein kleines Fitnessstudio und einen Pool, da diese Wohnung zu einem Wohnkomplex geh\u00f6rt. So konnte ich komplett eigenst\u00e4ndig agieren. Die Wohnung lag s\u00fcdlich im Gro\u00dfraum von Bangkok, aber f\u00fcr Bangkok nahe an der Haltestelle des Skytrains (Samrong Station), zu der ich zwischen 10 und 15 Minuten gelaufen bin. Damit konnte ich verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schnell in die Stadt und war gut an Bangkok angebunden. Trotzdem habe ich oft mehr als eine Stunde gebraucht, um zu einigen Gebieten in der Innenstadt zu gelangen.<\/p><p>Au\u00dferdem sollte ich an verschiedenen Orten t\u00e4tig sein, weswegen ich eine Unterkunft im S\u00fcden der Stadt und nahe an dem BTS Skytrain gebucht habe. Dadurch war ich ungef\u00e4hr zwischen dem Head Office und dem Lagerhaus, in welchem ich \u00f6fter t\u00e4tig sein sollte, lokalisiert, aber noch am Rande von Bangkok.<\/p><p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>Da das Lagerhaus gut 20 km von der n\u00e4chsten Skytrain Haltestelle und 22 km von meiner Wohnung entfernt lag und kein \u00f6ffentlicher Bus fuhr, bin ich immer mit dem Taxi gefahren. Hierbei habe ich die Grab App benutzt, bei der man seinen Abfahrtsort und sein Ziel in der App eingeben kann und dann ein passender Fahrer gesucht wird. Dieser kann sehr schnell gefunden werden, manchmal kann es aber auch ein bisschen dauern. Das Gute an der App war au\u00dferdem, dass ich nach jeder Fahrt eine elektronischen Beleg erhalten habe, den ich einreichen konnte. Au\u00dferdem sprechen nur sehr wenige Fahrer \u00fcberhaupt Englisch, weswegen die Eingabe \u00fcber die App sehr hilfreich war. Wegen der Rush Hour war es nicht ganz so einfach abzusch\u00e4tzen wie lange man braucht und durch die Distanz schwankte die ben\u00f6tigte Zeit f\u00fcr die ganze Strecke um 20 Minuten, an besonders schlimmen Tagen deutlich mehr. Zus\u00e4tzlich musste man sich einen Ort aussuchen, an dem der Fahrer einen gut abholen konnte. Auf dem R\u00fcckweg habe ich mich immer zum Skytrain bringen lassen. Die Fahrten haben circa zwischen f\u00fcnf und sechs Euro gekostet, inklusive Geb\u00fchren f\u00fcr die Grab App (20 oder 30 Baht pro Fahrt). Durch die Fahrten hat man aber wiederum Bonuspunkte erhalten, die man als Rabatte nutzen konnte.<\/p><p>F\u00fcr die App habe ich nat\u00fcrlich immer Internet ben\u00f6tigt und daher mir direkt am Flughafen eine SIM Karte geholt. Die Tarife, die angeboten wurden, hatten immer ein gro\u00dfes Internetguthaben, so dass man auch mit den g\u00fcnstigen Tarifen gut abgedeckt war. Zus\u00e4tzlich hatte ich in meiner Wohnung WLAN, was aber nicht immer gegeben sein muss und worauf man bei der Wohnungssuche achten sollte.<\/p><p>Da ein gro\u00dfes Einkaufszentrum inklusive eines Food Courts f\u00fcnf Minuten von meiner Wohnung entfernt lag, habe ich hier oft gegessen. Nach einer Weile habe ich mich eher an die Stra\u00dfenst\u00e4nde drau\u00dfen vor dem Einkaufszentrum gehalten, da es hier auch eine gro\u00dfe und, f\u00fcr mich auf jeden Fall, leckere Auswahl an verschiedenen Speisen gab, die auch alle sehr preiswert waren, noch g\u00fcnstiger als im g\u00fcnstigen Food Court. Au\u00dferdem habe ich angefangen morgens an den Stra\u00dfenstr\u00e4nden zu essen, da es eine gute Auswahl gab und europ\u00e4isches Fr\u00fchst\u00fcck zu Hause verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teuer und auch nicht typisch thail\u00e4ndisch war. Deswegen habe ich nie gekocht. Ich habe am Tag fast immer weniger als f\u00fcnf Euro f\u00fcr Verpflegung ausgegeben und dabei lecker und authentisch gegessen. Ein Vorteil dabei war, dass ich am Rande der Stadt gewohnt habe und sich dort so gut wie keine Touristen aufgehalten haben, weswegen das Essen billiger war.<\/p><p>Bez\u00fcglich der Sicherheit hatte ich nie Bedenken, man ist mir fast immer sehr freundlich und mit viel Respekt begegnet. In den typischen Touristengegenden wird noch mehr versucht einem etwas f\u00fcr \u00fcberh\u00f6hte Preise zu verkaufen, aber bei mir in der Gegend war dies nicht der Fall.<\/p><p>Vorsichtig sollte man sein, wenn einem fremde Thail\u00e4nder besonders freundlich begegnen, um einem Tipps f\u00fcr Reisen oder Anreisen zu bestimmten Orten empfehlen. Hierbei werden oft deutlich \u00fcberteuerte Preise angeboten, au\u00dferdem wird versucht einen an andere Orte zu lotsen. Man sollte in diesen Situationen mit gesundem Menschenverstand handeln. Dies gilt f\u00fcr besonders tolle Reiseziele, Reiseziele, die bereits geschlossen sein sollen und besonders g\u00fcnstige oder gar kostenlose Fahrten. H\u00e4lt man sich an die normalen, offiziellen Anbieter wird man immer ein seri\u00f6ses und auch g\u00fcnstiges Angebot erhalten.<\/p><p>Bei Taxifahrten sollte man grunds\u00e4tzlich immer darauf bestehen, dass das Taximeter verwendet wird. Sehr wahrscheinlich wird man das Taxi benutzen, gerade mit mehreren Leuten kann es sogar g\u00fcnstiger sein als der Skytrain. Au\u00dferdem ist es bequem und nicht alle Orte in Bangkok sind gut mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Da sollte man sich vorher informieren. Man muss aber bedenken, dass der Verkehr schwer einzusch\u00e4tzen ist und man oft im Stau stehen kann.<\/p><p>Au\u00dferdem bin ich der Meinung, dass man auf keinen Fall Geld vor der Reise umtauschen sollte. Selbst die Kurse am Flughafen waren um einiges besser, als die, die ich in Deutschland bekommen habe. Zus\u00e4tzlich gibt es auch gen\u00fcgend Bankautomaten, bei denen man mit einer Geb\u00fchr von 220 THB Geld abheben kann.<\/p><p>Wenn man auf der Suche nach Reisenden ist, mit denen man etwas unternehmen m\u00f6chte und man nicht gerade mit Studenten oder internationalen Leuten in einer Gegend wohnt, gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten. Einmal gibt es auf Facebook sehr viele Reisegruppen, in denen internationale oder auch deutsche Reisende auf der Suche nach Gleichgesinnten sind. Zus\u00e4tzlich kann man das IAESTE Kommittee vor Ort anschreiben, da meistens internationale Studenten mit IAESTE vor Ort sind. Au\u00dferdem gibt es auch mehrere Gruppen bei LINE (Alternative zu WhatsApp und gerade in Thailand der Standard, WhatsApp wird fast gar nicht genutzt), in denen sich Leute verabreden, die f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in Bangkok oder auch in Thailand sind. Um in eine dieser Gruppen aufgenommen zu werden, muss man allerdings eine Person kennen, die eine hinzuf\u00fcgen kann. Daf\u00fcr eigenen sich die anderen beiden M\u00f6glichkeiten.<\/p><p>Ich kann es nur empfehlen, LINE als App auf dem Handy zu installieren, da es in Thailand wie WhatsApp in Deutschland benutzt wird und auch teilweise im Arbeitsleben verwendet wird.<\/p><p><strong>Was ist tunlichst zu vermeiden?<\/strong><br \/>Es gibt ein paar grundlegende Dinge, die man vermeiden sollte und die man auch schnell im Internet findet. Dazu geh\u00f6rt auf jeden Fall die Majest\u00e4tsbeleidigung. Man sollte sich nie gegen\u00fcber Thais kritisch \u00fcber den K\u00f6nig oder die majest\u00e4tische Familie \u00e4u\u00dfern. Man sollte auch majest\u00e4tische und religi\u00f6se Geb\u00e4ude und Bilder des K\u00f6nig und seiner Familie respektieren und auf keinen Fall Vandalismus betreiben. Auch kritische Gespr\u00e4che \u00fcber die Religion der Thais sollte man eigentlich nicht f\u00fchren. Frauen sollten es unbedingt vermeiden M\u00f6nche zu ber\u00fchren.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-4987\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai3a.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"723\" \/><\/a><\/p><p>Zus\u00e4tzlich sollte man versuchen immer h\u00f6flich zu bleiben und nicht die Ehre von Thais durch abwertende Bemerkungen beschmutzen. Gerade thail\u00e4ndische M\u00e4nner sollen im berauschten Zustand sehr schnell aggressiv werden k\u00f6nnen, ich selber habe es aber nie erlebt. Ebenso sollte man Thais nicht am Kopf ber\u00fchren, da sich hier in deren Auffassung Seele befindet. Unter Thais konnte ich dies aber \u00f6fter beobachten und ich w\u00fcrde die Thais grunds\u00e4tzlich auch eher als \u201etouchy\u201c beschreiben.<\/p><p>Gerade wenn man religi\u00f6se St\u00e4tten besucht, sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden. Wenn Schultern und Knie bedeckt sind, gerade bei Frauen, gibt es in der Regel keine Probleme.<\/p><p>Wenn man auf diese Sachen achtet, sollte es keine Probleme geben, gerade auch weil dies alles einfach zu befolgen ist und zu keinen Einschr\u00e4nkungen im Alltag f\u00fchrt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai2a.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-4986\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/11\/thai2a.jpg\" alt=\"\" width=\"723\" height=\"1280\" \/><\/a><\/p><p>Zuneigung in der \u00d6ffentlichkeit wird nicht gerne gesehen. An einigen Orten wird es sogar als unangemessen ausgeschildert, mit dem Hinweis, dass man maximal die Hand seines Partners ergreifen d\u00fcrfe. Wie stark dies gilt, ist abh\u00e4ngig vom Ort an dem man sich gerade aufh\u00e4lt. Bangkok ist da eher entspannter.<\/p><p>Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die man befolgen sollte, aber wenn man dies nicht immer beachtet, wird einem das als Ausl\u00e4nder oft verziehen. Sollte man z.B. im Restaurant einen Kellner zu sich bestellen, so sollte man keine ausufernden Bewegungen machen wie sehr aufwendig zu winken oder zu schnipsen. Man wird trotzdem bedient, wenn man dies macht, aber es wird alles andere als gerne gesehen, auch wenn einen Thais trotzdem mit einem L\u00e4cheln bedienen werden. Wie dieses L\u00e4cheln auszulegen ist, ist dann ein bisschen Interpretationssache.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Mein Aufenthalt in Thailand hat mir auf verschiedenen Ebenen geholfen.<\/p><p>Einerseits habe ich durch das erfahrene Training im Bereich Lean Six Sigma viel dazugelernt, konnte Inhalte aus dem Studium aufgreifen und erweitern und habe dieses in der Praxis umgesetzt. Da Lean Six Sigma in meinem Studium nicht so intensiv und eher oberfl\u00e4chlich behandelt wurde, hat sich f\u00fcr mich eine neue Blickweise auf die Thematik ergeben. Ich habe ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Verst\u00e4ndnis entwickelt und konnte dieses eigenverantwortlich in zwei Projekten umsetzen. Durch die Thematik dieses und auch des vorangegangenen Praktikums in einer Unternehmungsberatung im Bereich Supply Chain Management, tendiere ich f\u00fcr den weiteren Verlaufs meines Master Wirtschaftsingenieurwesen Studiums eher zu der Fachrichtung Projektmanagement anstatt Logistik.<\/p><p>Andererseits hat es mich im Umgang mit anderen Kulturen deutlich vorangebracht. Die Eigenarten und Verhaltensweisen einer Kultur lernt man am besten in den entsprechenden Regionen. Ich habe mich in der thail\u00e4ndischen Kultur sehr wohlgef\u00fchlt und der Respekt, der mir entgegengebracht wurde, war gro\u00df. Im Vergleich zu der tschechischen (und deutschen) Kultur, die ich vorher erleben durfte, empfand ich die thail\u00e4ndische als freundlicher, offener und respektvoller, aber auch weniger direkt und Probleme werden eher weggel\u00e4chelt.<\/p><p>Mit der Wahl des Praktikums bin ich sehr zufrieden. Fachlich beurteile ich das Praktikum als sehr sinnvoll. Au\u00dferdem habe ich mich durch die erhaltene Verantwortung gesch\u00e4tzt gef\u00fchlt, so dass ich auch dem Unternehmen ein sinnvoller Nutzen war und nicht nur ich gelernt habe. Deswegen war Kuehne + Nagel Thailand definitiv die richtige Entscheidung f\u00fcr mich.<\/p><p>Das Land war bei der Wahl meines Praktikums erst einmal zweitrangig, da es mir zuerst um das Fachliche ging. Da ich aber bereits vor drei Jahren nach Thailand wollte, um die Kultur n\u00e4her kennenzulernen, war diese Konstellation f\u00fcr mich optimal.<\/p><p>Ich w\u00fcrde solche Auslandsaufenthalte jederzeit wiederholen, glaube aber nicht, dass ich mir einen Aufenthalt \u00fcber mehrere Jahre in Bangkok oder Thailand vorstellen k\u00f6nnte, obwohl ich so gut wie keine Anpassungsprobleme hatte. Gerade die oft eingeschr\u00e4nkte Kommunikation durch fehlende Englischkenntnisse vieler Thais und dadurch, dass ich alleine und nur von Thais umgeben gewohnt habe, empfand ich manchmal als anstrengend, da dadurch intensivere Gespr\u00e4che, die ein bisschen \u00fcber Small Talk hinweg gehen, oft ausgeblieben sind. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich oft der einzige Nicht-Thai in meinem Umfeld im Unternehmen und auch im Wohnkomplex war und leider kein Thai spreche. Dies k\u00f6nnte sich in einem internationaleren Umfeld \u00e4ndern.<\/p><p>Alles in allem war es ein sehr gelungener Aufenthalt und ich kann es nur empfehlen solche Chancen wahrzunehmen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>[osm_map_v3 map_center=\"13.6292,100.5741\" zoom=\"4\" width=\"100%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653,52105],"tags":[125659,486,525315,18499,368791,52105,18623],"class_list":["post-4981","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","category-thailand","tag-erfahrungsbericht","tag-informatik","tag-interkulturelle-erfahrungen","tag-organisatorisches","tag-praktikumssuche","tag-thailand","tag-wohnungssuche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4981"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4981\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5090,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4981\/revisions\/5090"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}