

{"id":4760,"date":"2018-08-31T16:27:04","date_gmt":"2018-08-31T14:27:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=4760"},"modified":"2022-06-14T22:36:36","modified_gmt":"2022-06-14T20:36:36","slug":"erasmus-praktikum-am-institut-fuer-marine-biologie-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2018\/08\/31\/erasmus-praktikum-am-institut-fuer-marine-biologie-italien\/","title":{"rendered":"ERASMUS Praktikum am Institut f\u00fcr Marine Biologie, Italien"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>Da ich generell gerne reise und m\u00f6glichst viele verschiedene Erfahrungen sammeln m\u00f6chte, habe ich direkt zugesagt, als mein Professor mich gefragt hat, ob ich nicht f\u00fcr meine Bachelorarbeit ins Ausland gehen wolle. Als Studentin der Meeresbiologie hoffe ich darauf, auch im sp\u00e4teren Berufsleben des \u00d6fteren im Ausland unterwegs zu sein und wusste diese Gelegenheit somit zu sch\u00e4tzen. Die Arbeitsgruppe der Marinen \u00d6kologie der Universit\u00e4t Bremen ist gerade dabei eine neue Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Marine Biologie (IfmB) auf Giglio zu starten und Bachelor- sowie Masterstudenten aus dem Bereich der Meeresbiologie auf die Insel f\u00fcr Abschlussarbeiten zu schicken. Ich war noch nie zuvor in Italien und habe mich deswegen sehr gefreut, dass sich dass bald \u00e4ndern sollte. Um die f\u00fcr mich anfallenden Kosten m\u00f6glichst gering zu halten, habe ich mich beim IfmB au\u00dferdem als Kursassistentin beworben. Die Mitarbeiter des Institutes bekommen ihre Reisekosten erstattet und m\u00fcssen vor Ort nichts f\u00fcr die Unterkunft zahlen. Um allerdings als Mitarbeiterin in Frage zu kommen, musste noch einiges erledigt werden. Zu den Voraussetzungen geh\u00f6ren neben einem Tauchschein noch der Rettungsschwimmer Silber und der Sportsbootf\u00fchrerschein See. Den Tauchschein hatte ich bereits, aber die anderen beiden Sachen standen noch auf dem Plan. So ein Bootsschein kostete mich ein Paar Fahrstunden, einen Wochenend-Theorie-Kurs und einen Haufen Geld. Nichts desto trotz, bin ich heute froh, dass ich ihn damals gemacht habe; schlie\u00dflich ist er ein Leben lang g\u00fcltig. Es stand erst sehr kurzfristig fest, dass der Rettungsschwimmer zwingend notwendig ist, weshalb ich kaum Hoffnung hatte, dass ich ihn noch vor Praktikumsantritt in der Tasche habe. Der DLRG Bremen war aber sehr hilfsbereit und hat mich kurzerhand noch in einem Kurs unterbringen k\u00f6nnen. Auch die Mitglieder haben sich viel M\u00fche gegeben, damit ich die zu erledigenden Aufgaben erfolgreich meistern konnte. Eine Woche vor Praktikumsbeginn hatte ich somit alle Voraussetzungen erf\u00fcllt und konnte mich ganz der Vorfreude auf mein dreimonatiges Abenteuer hingeben.<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>Zu meinem Gl\u00fcck liegt die Insel Giglio in Italien und somit in der Europ\u00e4ischen Union. Ich musste mich also weder um einen Handyvertrag, noch um ein ausl\u00e4ndisches Konto k\u00fcmmern, freiem Roaming und der Visa-Karte sei Dank. Auch Papiere oder \u00e4hnliches waren nicht n\u00f6tig. Gut zu wissen allerdings: auf der 1,400 Einwohner-Insel bezahlt man lediglich mit Bargeld. Es gibt in jedem Ort einen Bankautomaten, allerdings k\u00f6nnen hier ohne eine Kreditkarte Kosten f\u00fcrs Geld abheben anfallen.<\/p>\n<p><strong>Allgemeine Informationen zur Institution und Praktikantenaufgaben<\/strong><br \/>Das Institut f\u00fcr Marine Biologie liegt direkt am Mittelmeer und bietet f\u00fcnft\u00e4gige Kurse f\u00fcr Sch\u00fcler der deutschsprachigen Oberstufe an. An den verschiedenen Kurstagen werden den Sch\u00fclern dann unterschiedlichste Lebensr\u00e4ume des Mittelmeeres sowohl theoretisch als auch praktisch vorgestellt. Dieses Jahr feierte das Institut 30-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um, wobei es seit zwei Jahren unter der Leitung von Jenny Tucek steht. Sie hat viel Zeit und M\u00fche in Renovierungsarbeiten investiert um die Kursr\u00e4ume vor allem technisch auf dem neusten Stand zu halten. Fr\u00fcher geh\u00f6rte auch eine Tauchbasis zum Institut. Heute ist das Campese Diving Center (CDC) aber eigenst\u00e4ndig, arbeitet aber noch immer sehr eng mit dem IfmB zusammen.<\/p>\n<p>Das Institut ist gut ausgestattet mit Mikroskopen, Binos, inklusive Kameras hierf\u00fcr, Dokumentenkameras, Beamern, Bildschirmen etc\u2026 F\u00fcr Forschung eine gute Grundlage. Von April bis Ende Oktober herrscht buntes Treiben in den Gem\u00e4uern des IfmB, wobei zu Anfang der Saison erst einmal viele Arbeiten wie Aufr\u00e4umen, Organisieren und Putzen anfallen. Die ersten Wochen finden dann in erster Linie italienische Kurse statt, die im Gegensatz zu den deutschen nur einen Tag, genauer gesagt 3 Stunden, andauern. Als nicht-italienisch sprechende Praktikantin versteht man diese Stunden zwar kein Wort dessen, was die Kursleiter den meist elf- bis vierzehn-j\u00e4hrigen Italienern erz\u00e4hlen, aber die \u00fcblichen Arbeiten wie Tiere vorbereiten, darauf achten, dass die Sch\u00fcler pfleglich mit diesen umgehen, und sie wieder artgerecht im H\u00e4lterungsraum unterzubringen k\u00f6nnen auch ohne Sprachkenntnisse erledigt werden. Au\u00dferdem werden gegen Ende des Kurstages die erkl\u00e4rten Organismen unter dem Bino und unter der Dokumentenkamera vorgef\u00fchrt und einzelne Details besprochen. Bei den deutschsprachigen Kursen kommt noch hinzu, dass den Sch\u00fclern bei Fragen zur Artbestimmung zur Seite gestanden wird. Selbstverst\u00e4ndlich muss auch der Kursraum stets sauber gehalten werden, was wie \u00fcblich Aufgabe der Praktikanten ist.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass einer der Kurstage eine gef\u00fchrte Schnorcheltour in der Bucht beinhaltet, die ebenfalls von Praktikanten durchgef\u00fchrt wird. Hierf\u00fcr ist aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden der Rettungsschwimmer n\u00f6tig. Ansonsten wird mit dem insitutseigenem Schlauchboot zu den Tauchpl\u00e4tzen in der Bucht gefahren um dort w\u00e4hrend eines Tauchganges die Algen und Tiere f\u00fcr den Kurs einzusammeln. Genauso werden auch Tauchg\u00e4nge ausgef\u00fchrt, um diese Organismen wieder ins Meer zur\u00fcck zu bringen. Auch wird mit dem Boot vor Kursbeginn Plankton gezogen, was also mal recht fr\u00fch erledigt werden muss.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner Zeit vor Ort bin ich allerdings nicht Boot gefahren, da das Instituts-Boot leider den Geist aufgegeben hat und wir somit Tag t\u00e4glich auf die Boote des CDCs angewiesen waren.<\/p>\n<p>Das komplette Tauchequipment bekommt man als Mitarbeiter vom Institut kostenlos zur freien Verf\u00fcgung gestellt. Ebenso kann man immer wenn Zeit und Platz auf den Tauchbooten ist, genauso kostenlos mit auf die Ausfahrt und tauchen gehen. Da es sich bei der Arbeit f\u00fcr das IfmB um Saisonarbeit handelt, sieht es jede Woche anders aus, was den Zeitplan betrifft. So gibt es Wochen, in denen man so gut wie jeden Tag Zeit f\u00fcrs Tauchen findet, aber auch Wochen in denen daran nicht zu denken ist.<\/p>\n<p><strong>Unterkunft<\/strong><br \/>Untergebracht sind Assistenten zusammen in einem Keller-Apartment in unmittelbarer N\u00e4he zur Tauchbasis. Zum Institut sind es zwei Minuten Fu\u00dfweg am Strand entlang, zum kleinen Lebensmittelladen eine Minute. Das Apartment hat zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer und eine K\u00fcche. Die Schlafzimmer sind mit Hochbetten ausgestattet und bieten Raum f\u00fcr sechs Praktikanten. Privatsph\u00e4re und Ruhe gibt es somit f\u00fcr die Praktikumsdauer weniger, wie eben in jeder anderen WG auch.<\/p>\n<p><strong>Nach der R\u00fcckkehr<\/strong><br \/>Bereits einige Tage nach meiner R\u00fcckkehr habe ich in der Post meine Praktikumsbescheinigung erhalten, und auch meine Erasmus-Papiere wurden bereitwillig und z\u00fcgig bearbeitet. Alles weitere, was nach der Beendigung des Praktikums ansteht, ist das Einsenden der Reisebelege, um eine Reisekostenr\u00fcckerstattung zu bewirken.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Ich w\u00fcrde jeder Zeit wieder ein Praktikum am IfmB absolvieren wollen. Auch wenn man sich erst an Land, Leute und Umgebung gew\u00f6hnen musste, so waren es doch drei wundersch\u00f6ne Monate, in denen ich viel gelernt habe. Nicht nur fachlich auf dem Gebiet der Meeresbiologie habe ich mich weiterentwickeln k\u00f6nnen, sondern ebenso auch menschlich. Es gab viele Situationen, in denen man sich anpassen musste oder behaupten, aber auch genauso viele in denen man angeh\u00f6rt wurde. Die Unterkunft l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, aber da sie mich nichts gekostet hat, war mir auch dass schnell egal. Au\u00dferdem h\u00e4lt man sich sowieso viel mehr am Strand oder im Institut auf, als sonst wo. Ich bin f\u00fcr diese Chance sehr dankbar und freue mich schon auf ein Wiedersehen.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild1-1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" 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der Bucht vor der Haust\u00fcr\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild3-1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild3-1-420x315.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4763\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild3-1-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild3-1-744x558.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild3-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild3-1-1200x900.jpg 1200w, 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href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild4-1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild4-1-420x560.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild4-1-420x560.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/08\/Bild4-1.jpg 740w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' 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Als Studentin der Meeresbiologie hoffe ich darauf, auch im sp\u00e4teren Berufsleben des \u00d6fteren im Ausland unterwegs zu sein und wusste diese Gelegenheit somit zu sch\u00e4tzen. Die Arbeitsgruppe der Marinen \u00d6kologie der Universit\u00e4t Bremen ist gerade dabei eine neue Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Marine Biologie (IfmB) auf Giglio zu starten und Bachelor- sowie Masterstudenten aus dem Bereich der Meeresbiologie auf die Insel f\u00fcr Abschlussarbeiten zu schicken. Ich war noch nie zuvor in Italien und habe mich deswegen sehr gefreut, dass sich dass bald \u00e4ndern sollte. Um die f\u00fcr mich anfallenden Kosten m\u00f6glichst gering zu halten, habe ich mich beim IfmB au\u00dferdem als Kursassistentin beworben. Die Mitarbeiter des Institutes bekommen ihre Reisekosten erstattet und m\u00fcssen vor Ort nichts f\u00fcr die Unterkunft zahlen. Um allerdings als Mitarbeiterin in Frage zu kommen, musste noch einiges erledigt werden. Zu den Voraussetzungen geh\u00f6ren neben einem Tauchschein noch der Rettungsschwimmer Silber und der Sportsbootf\u00fchrerschein See. Den Tauchschein hatte ich bereits, aber die anderen beiden Sachen standen noch auf dem Plan. So ein Bootsschein kostete mich ein Paar Fahrstunden, einen Wochenend-Theorie-Kurs und einen Haufen Geld. Nichts desto trotz, bin ich heute froh, dass ich ihn damals gemacht habe; schlie\u00dflich ist er ein Leben lang g\u00fcltig. Es stand erst sehr kurzfristig fest, dass der Rettungsschwimmer zwingend notwendig ist, weshalb ich kaum Hoffnung hatte, dass ich ihn noch vor Praktikumsantritt in der Tasche habe. Der DLRG Bremen war aber sehr hilfsbereit und hat mich kurzerhand noch in einem Kurs unterbringen k\u00f6nnen. Auch die Mitglieder haben sich viel M\u00fche gegeben, damit ich die zu erledigenden Aufgaben erfolgreich meistern konnte. Eine Woche vor Praktikumsbeginn hatte ich somit alle Voraussetzungen erf\u00fcllt und konnte mich ganz der Vorfreude auf mein dreimonatiges Abenteuer hingeben.<\/p><p><strong>Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>Zu meinem Gl\u00fcck liegt die Insel Giglio in Italien und somit in der Europ\u00e4ischen Union. Ich musste mich also weder um einen Handyvertrag, noch um ein ausl\u00e4ndisches Konto k\u00fcmmern, freiem Roaming und der Visa-Karte sei Dank. Auch Papiere oder \u00e4hnliches waren nicht n\u00f6tig. Gut zu wissen allerdings: auf der 1,400 Einwohner-Insel bezahlt man lediglich mit Bargeld. Es gibt in jedem Ort einen Bankautomaten, allerdings k\u00f6nnen hier ohne eine Kreditkarte Kosten f\u00fcrs Geld abheben anfallen.<\/p><p><strong>Allgemeine Informationen zur Institution und Praktikantenaufgaben<\/strong><br \/>Das Institut f\u00fcr Marine Biologie liegt direkt am Mittelmeer und bietet f\u00fcnft\u00e4gige Kurse f\u00fcr Sch\u00fcler der deutschsprachigen Oberstufe an. An den verschiedenen Kurstagen werden den Sch\u00fclern dann unterschiedlichste Lebensr\u00e4ume des Mittelmeeres sowohl theoretisch als auch praktisch vorgestellt. Dieses Jahr feierte das Institut 30-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um, wobei es seit zwei Jahren unter der Leitung von Jenny Tucek steht. Sie hat viel Zeit und M\u00fche in Renovierungsarbeiten investiert um die Kursr\u00e4ume vor allem technisch auf dem neusten Stand zu halten. Fr\u00fcher geh\u00f6rte auch eine Tauchbasis zum Institut. Heute ist das Campese Diving Center (CDC) aber eigenst\u00e4ndig, arbeitet aber noch immer sehr eng mit dem IfmB zusammen.<\/p><p>Das Institut ist gut ausgestattet mit Mikroskopen, Binos, inklusive Kameras hierf\u00fcr, Dokumentenkameras, Beamern, Bildschirmen etc\u2026 F\u00fcr Forschung eine gute Grundlage. Von April bis Ende Oktober herrscht buntes Treiben in den Gem\u00e4uern des IfmB, wobei zu Anfang der Saison erst einmal viele Arbeiten wie Aufr\u00e4umen, Organisieren und Putzen anfallen. Die ersten Wochen finden dann in erster Linie italienische Kurse statt, die im Gegensatz zu den deutschen nur einen Tag, genauer gesagt 3 Stunden, andauern. Als nicht-italienisch sprechende Praktikantin versteht man diese Stunden zwar kein Wort dessen, was die Kursleiter den meist elf- bis vierzehn-j\u00e4hrigen Italienern erz\u00e4hlen, aber die \u00fcblichen Arbeiten wie Tiere vorbereiten, darauf achten, dass die Sch\u00fcler pfleglich mit diesen umgehen, und sie wieder artgerecht im H\u00e4lterungsraum unterzubringen k\u00f6nnen auch ohne Sprachkenntnisse erledigt werden. Au\u00dferdem werden gegen Ende des Kurstages die erkl\u00e4rten Organismen unter dem Bino und unter der Dokumentenkamera vorgef\u00fchrt und einzelne Details besprochen. Bei den deutschsprachigen Kursen kommt noch hinzu, dass den Sch\u00fclern bei Fragen zur Artbestimmung zur Seite gestanden wird. Selbstverst\u00e4ndlich muss auch der Kursraum stets sauber gehalten werden, was wie \u00fcblich Aufgabe der Praktikanten ist.<\/p><p>Hinzu kommt, dass einer der Kurstage eine gef\u00fchrte Schnorcheltour in der Bucht beinhaltet, die ebenfalls von Praktikanten durchgef\u00fchrt wird. Hierf\u00fcr ist aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden der Rettungsschwimmer n\u00f6tig. Ansonsten wird mit dem insitutseigenem Schlauchboot zu den Tauchpl\u00e4tzen in der Bucht gefahren um dort w\u00e4hrend eines Tauchganges die Algen und Tiere f\u00fcr den Kurs einzusammeln. Genauso werden auch Tauchg\u00e4nge ausgef\u00fchrt, um diese Organismen wieder ins Meer zur\u00fcck zu bringen. Auch wird mit dem Boot vor Kursbeginn Plankton gezogen, was also mal recht fr\u00fch erledigt werden muss.<\/p><p>W\u00e4hrend meiner Zeit vor Ort bin ich allerdings nicht Boot gefahren, da das Instituts-Boot leider den Geist aufgegeben hat und wir somit Tag t\u00e4glich auf die Boote des CDCs angewiesen waren.<\/p><p>Das komplette Tauchequipment bekommt man als Mitarbeiter vom Institut kostenlos zur freien Verf\u00fcgung gestellt. Ebenso kann man immer wenn Zeit und Platz auf den Tauchbooten ist, genauso kostenlos mit auf die Ausfahrt und tauchen gehen. Da es sich bei der Arbeit f\u00fcr das IfmB um Saisonarbeit handelt, sieht es jede Woche anders aus, was den Zeitplan betrifft. So gibt es Wochen, in denen man so gut wie jeden Tag Zeit f\u00fcrs Tauchen findet, aber auch Wochen in denen daran nicht zu denken ist.<br \/>Unterkunft<\/p><p>Untergebracht sind Assistenten zusammen in einem Keller-Apartment in unmittelbarer N\u00e4he zur Tauchbasis. Zum Institut sind es zwei Minuten Fu\u00dfweg am Strand entlang, zum kleinen Lebensmittelladen eine Minute. Das Apartment hat zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer und eine K\u00fcche. Von Luxus muss man sich allerdings schnell verabschieden: die zwei Schlafzimmer sind mit Hochbetten ausgestattet und bieten raum f\u00fcr ganze acht Praktikanten, die K\u00fcche wird nicht nur von den im Apartment lebenden Assistenten benutzt, sondern ebenso von allen anderen Mitarbeitern des Instituts sowie der Tauchbasis. Zu manch einer Zeit steht sie mit ihrem einen K\u00fchlschrank mehr als f\u00fcnfzehn Leuten zur Verf\u00fcgung, ebenso auch die Badezimmer. Privatsph\u00e4re und Ruhe gibt es somit f\u00fcr die gesamte Praktikumsdauer nicht. Schon fr\u00fch morgens kann bei so vielen Leuten damit gerechnet werden, dass jemand die Eingangst\u00fcr (die immer unverschlossen bleibt) laut hinter sich zu zieht oder sich laut in der K\u00fcche unterh\u00e4lt. Hinzu kommt, dass das komplette Apartment eher renovierungsbed\u00fcrftig ist und alleine die Assistenten es sauber zu halten haben. Diese Unterkunft ist au\u00dferdem nichts f\u00fcr Kakerlaken-Feinde.<\/p><p><strong>Nach der R\u00fcckkehr<\/strong><br \/>Bereits einige Tage nach meiner R\u00fcckkehr habe ich in der Post meine Praktikumsbescheinigung erhalten, und auch meine Erasmus-Papiere wurden bereitwillig und z\u00fcgig bearbeitet. Alles weitere, was nach der Beendigung des Praktikums ansteht, ist das Einsenden der Reisebelege, um eine Reisekostenr\u00fcckerstattung zu bewirken.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Ich w\u00fcrde jeder Zeit wieder ein Praktikum am IfmB absolvieren wollen. Auch wenn man sich erst an Land, Leute und Umgebung gew\u00f6hnen musste, so waren es doch drei wundersch\u00f6ne Monate, in denen ich viel gelernt habe. Nicht nur fachlich auf dem Gebiet der Meeresbiologie habe ich mich weiterentwickeln k\u00f6nnen, sondern ebenso auch menschlich. Es gab viele Situationen, in denen man sich anpassen musste oder behaupten, aber auch genauso viele in denen man angeh\u00f6rt wurde. Die Unterkunft l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, aber da sie mich nichts gekostet hat, war mir auch dass schnell egal. Au\u00dferdem h\u00e4lt man sich sowieso viel mehr am Strand oder im Institut auf, als sonst wo. Ich bin f\u00fcr diese Chance sehr dankbar und freue mich schon auf ein Wiedersehen.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"4761,4763\"]<\/p><p>[gallery ids=\"4766,4765,4764\"]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52074,356669,368865,653],"tags":[15903,368841,52074,368887,18499],"class_list":["post-4760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-italien","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-biologie","tag-forschungspraktikum","tag-italien","tag-leben-im-ausland","tag-organisatorisches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4760"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7151,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4760\/revisions\/7151"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4762"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}