{"id":4642,"date":"2018-09-04T09:08:43","date_gmt":"2018-09-04T07:08:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=4642"},"modified":"2022-06-14T22:36:27","modified_gmt":"2022-06-14T20:36:27","slug":"erasmus-praktikum-im-staatlichen-museum-majdanek-in-lublin-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2018\/09\/04\/erasmus-praktikum-im-staatlichen-museum-majdanek-in-lublin-polen\/","title":{"rendered":"Erasmus+ Praktikum im staatlichen Museum Majdanek in Lublin, Polen"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Vom Januar bis Mai machte ich mit Erasmus+ ein Praktikum im staatlichen Museum Majdanek in Lublin, ganz im Osten Polens. Majdanek war von 1941 bis 1944 ein Konzentrationslager der NationalsozialistInnen, von September 1942 bis September 1943 spricht man auch von einem Vernichtungslager, weil w\u00e4hrend dieser Zeit mind. zwei Gaskammern in Betrieb waren. Majdanek spielte au\u00dferdem vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht eine Rolle im Rahmen der \"Aktion Reinhardt\" der systematischen Vernichtung der europ\u00e4ischen Juden und J\u00fcdinnen im Generalgouvernement, in dessen Folge mind. 1,8 Millionen Juden und J\u00fcdinnen ermordet wurden. Dies geschah vor allem in den eigens daf\u00fcr errichteten Vernichtungslagern Treblinka, Be\u0142\u017cec und Sobib\u00f3r. In Majdanek wurden vor allem die geraubten Habseligkeiten verwaltet, das hei\u00dft gelagert, ausgebessert, ins Reichsgebiet geschickt. Im Sommer 1941, im Zuge des \u00dcberfalles des Deutschen Reichs auf die Sowjetunion urspr\u00fcnglich als sog. \"KGL Lublin- Kriegsgefangenenlager Lublin\", wurde das Lager schnell de facto zum \"KL Lublin \u2013 Konzentrationslager Lublin\".<\/p>\n<p>Der Name wurde 1943 durch die Deutschen angepasst. AnwohnerInnen sprachen, in Anlehnung an den benachbarten Stadtteil Majdan Tatarski, schon immer von \"Majdanek\" wenn es um dieses Lager ging. Im Juli 1944 erreichte die rote Armee Lublin und auch das Lager Majdanek. Dieses wurde jedoch bereits ab April desselben Jahres von den Deutschen evakuiert, so dass die rote Armee bei der Befreiung des Lagers nur noch rund tausend H\u00e4ftlinge vorfand. Lublin bekam eine besondere Rolle insofern, als dass es kurzzeitig von den Sowjets als polnische Hauptstadt deklariert wurde (der Ausbruch des Warschauer Aufstands war da bereits im vollen Gange und die gro\u00dffl\u00e4chige Zerst\u00f6rung der Stadt schien eine Hauptstadt f\u00fcr die Zukunft unm\u00f6glich zu machen \u2013 die Geschichte hat gezeigt, dass die WarschauerInnen ihre Stadt wieder aufbauten und als Hauptstadt belie\u00dfen). Majdanek bekam auch eine besondere Rolle, weil bereits im November 1944 im nunmehr ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager ein Museum eingerichtet wurde. Majdanek ist somit die erste Gedenkst\u00e4tte dieser Art weltweit.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_4651\" style=\"width: 726px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4651\" class=\"size-full wp-image-4651\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek1.jpg\" alt=\"\" width=\"716\" height=\"538\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek1.jpg 716w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek1-420x316.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek1-510x382.jpg 510w\" sizes=\"(max-width: 716px) 100vw, 716px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4651\" class=\"wp-caption-text\">Die Gedenkst\u00e4tte Majdanek, deutlich sichtbar das Tordenkmal, die Huldigung der Opfer durch Wiktor To\u0142kin, \u00dcberlebender von Auschwitz<\/p><\/div><\/p>\n<p>All diese Aspekte spielten eine gro\u00dfe Rolle w\u00e4hrend meines Praktikums in der Bildungsabteilung des Museums. Die Bildungsabteilung ist verantwortlich f\u00fcr Gruppen, die sich das Museum angucken wollen und nicht nur eine F\u00fchrung \u00fcber das Gel\u00e4nde bekommen, sondern sich tiefergehend mit der Materie besch\u00e4ftigen m\u00f6chten. Die Gruppen die kommen sind vor allem polnische Schulgruppen. Aber auch deutsche und israelische Gruppen sind in einer hohen Anzahl vertreten. Dar\u00fcber hinaus vereinzelt aus anderen, vor allem europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, bspw. Niederlande, Spanien, Ukraine, etc.<\/p>\n<p>Diejenigen Gruppen die ich betreute waren, aus v.a. sprachlichen Gr\u00fcnden, nicht nur weil mein polnisch f\u00fcr eine F\u00fchrung nicht ausreichend ist, sondern auch weil es f\u00fcr so viele deutsche Gruppen Bedarf gab, deutsche Gruppen. Diese waren einerseits Schulklassen, aber auch viele BundesfreiwilligendienstlerInnen. Eine der Aufgaben war es, die Gruppen \u00fcber das Gel\u00e4nde zu f\u00fchren. Themen dabei waren die Lagergeschichte an sich, Errichtung, warum wer wann und wie das Lager baute, wie die Lebensbedingungen f\u00fcr die H\u00e4ftlinge waren, Widerstand im Lager aber auch au\u00dferhalb, die Vernichtung der europ\u00e4ischen Juden und J\u00fcdinnen, die \"Aktion Erntefest\", das gr\u00f6\u00dfte Massaker in einem Konzentrationslager an Juden und J\u00fcdinnen, \u00dcberlebensstrategien der H\u00e4ftlinge, H\u00e4ftlingskategorien und H\u00e4ftlingszwangsgemeinschaft und weitere Themen.<\/p>\n<p>Nach der ca. vierst\u00fcndigen F\u00fchrung, bei der die Gruppen ca. f\u00fcnf Kilometer laufen mussten, hatten sie die M\u00f6glichkeit, das Wissen mit Workshopmappen zu vertiefen. Diese Workshopmmappen sind nach verschiedenen Themen sortiert und beinhalten im wesentlichen ZeitzeugInnen-Berichte, wissenschaftliche Abhandlungen \u00fcber das entsprechende Thema, Biografien, teilweise Zeitungsausschnitte usw. Je nachdem wie lange die Gruppe vor Ort war kam noch ein Zeitzeugengespr\u00e4ch hinzu, eine Stadtf\u00fchrung (die allerdings von meiner Kollegin organisiert wurde) und\/oder eine Fahrt nach Be\u0142\u017cec und Zamo\u015b\u0107. Bei einem Gro\u00dfteil der Aktivit\u00e4ten begleitete ich die Gruppen. Dabei spielte auch eine Rolle, dass der Gro\u00dfteil der Gruppen die aus Deutschland kamen keine polnisch-Kenntnisse hatten und ich so vor Ort teilweise zur Sprachmittlerin wurde.<\/p>\n<p>Im Vorfeld war meine Aufgabe das Zusammenstellen von Themen und das Heraussuchen von entsprechender Literatur. Hierbei kam mir nicht nur die museumseigene wissenschaftliche Bibliothek zugute sondern auch die Sammlung von ca. 2000 B\u00fcchern der SS-eigenen Lagerbibliothek. Als Historikerin die sich auf die Zeit des Nationalsozialismus spezialisiert hat, war dies eine spannende Gelegenheit, mich mit Quellen zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_4652\" style=\"width: 488px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek2.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4652\" class=\"size-full wp-image-4652\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek2.jpg\" alt=\"\" width=\"478\" height=\"636\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek2.jpg 478w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek2-420x559.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 478px) 100vw, 478px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4652\" class=\"wp-caption-text\">Ein Buch aus der \u201eSS-eigenen\u201c Bibliothek, aus dem Archiv der Gedenkst\u00e4tte<\/p><\/div><\/p>\n<p>Da ich in der Bildungsabteilung gearbeitet habe, hatte ich leider nicht die M\u00f6glichkeit in dem Umfang wie ich es mir gew\u00fcnscht h\u00e4tte, im Archiv oder bei den Ausstellungen und AusstellungsmacherInnen zu sein. Aber durch verschiedene Programmpunkte der Gruppen gab es auch hierzu manchmal die Gelegenheit. Besonders eindr\u00fccklich in Erinnerung ist mir dabei ein deutsch-polnisches Lehrer_innenseminar gewesen: auch diese Seminar hatte F\u00fchrungen sowohl \u00fcber das Terrain der Gedenkst\u00e4tte als auch in der Stadt Lublin, zu Orten nationalsozialistischer Herrschaft in Lublin, aber wir waren auch im Archiv der Gedenkst\u00e4tte und haben einen Teil des Bestandes gesehen. Das war auch vor allem interessant um zu sehen, wie die Gedenkst\u00e4tte vor allem in ihrer Anfangszeit (ich hatte bereits erw\u00e4hnt, dass die Gedenkst\u00e4tte\/das Museum bereits 1944 gegr\u00fcndet wurde) mit den Funden vor Ort umgegangen ist. So sind Fotos, die den Opfern abgenommen wurden, die sie abgeben mussten und die oftmals die ganze Familiengeschichte dokumentierten, weil die Hoffnung auf \"Aussiedlung\" oder \"Arbeit im Osten\" gesch\u00fcrt wurde, weil die Vorstellung \u00fcber eine systematische Vernichtung, auch \"arbeitsf\u00e4higer\" Menschen, trotz des Wissens darum, einfach nicht da war.<\/p>\n<p>Die vor Ort gefundenen Fotos der Familien wurden, weil es noch keine Systematik in der Pr\u00e4servation und Dokumentation gab, in ein Fotoalbum geklebt. Nicht thematisch, nicht nach Orten sortiert, einfach eingeklebt. Also hat man ein Buch in der Hand mit Fotos von Familien, Schnappsch\u00fcssen, jungen Paaren kurz nach der Verlobung, nach der Hochzeit, junge Frauen in schmucken Kleidern, \u00e4ltere Menschen flanieren eine Stra\u00dfe entlang, oftmals mit dem Stempel renommierter K.u.k-Fotografie- Ateliers, aber auch andere Orte aus ganz Europa konnten anhand von Stempeln auf den Fotografien ausgemacht werden. Solche Dokumente und Fotos in der Hand zu haben ist interessant, aber macht auch nochmal die Schwierigkeit, die die Arbeit an St\u00e4tten nationalsozialistischer Vernichtung mit sich bringt, deutlich.<\/p>\n<p>So wurde f\u00fcr mich die Vorstellung an dieser Stelle besonders pr\u00e4sent, ich habe diese Fotos nur in der Hand, weil die Menschen die Fotos mit nach Majdanek gebracht haben (Sobib\u00f3r, Be\u0142\u017cec) und vor allem weil sie sie dort abgeben mussten, wertlos weggeworfen durch die Deutschen und deswegen heute noch erhalten, weil nicht alle solche Erinnerungen sofort verbrannt wurden.<\/p>\n<p>Auch ein Album voll mit Kassibern (heimlich geschriebene Notizen die von Zivilarbeitern aus dem Lager geschmuggelt wurden und so viel zur Chronik beitrugen) ist Teil des Archivs, ebenso wie verschiedene Anweisungen, Transportlisten, Ausz\u00fcge aus Totenb\u00fcchern. Das zeigte mir auch nochmal die Vielf\u00e4ltigkeit der Arbeit von Gedenkst\u00e4tten und Museen dieser Art auf: Gedenkst\u00e4tten besch\u00e4ftigen sich nicht nur mit der Pr\u00e4sentation von Geschichte f\u00fcr Schulklassen (mein Schwerpunkt in dieser Zeit innerhalb der Bildungsabteilung) sondern auch und vor allem auch mit Konservierung und Forschung.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus hatte ich auch die M\u00f6glichkeit mit der Abteilungsleiterin der Musealien ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Also der Abteilung, die die Habseligkeiten bzw. der Gegenst\u00e4nde, die auf dem Lagergel\u00e4nde von Majdanek, Be\u0142\u017aec und Sobib\u00f3r gefunden wurden, zuf\u00e4llig oder systematisch bei arch\u00e4ologischen Grabungen, systematisiert, konserviert und katalogisiert, teilweise auch f\u00fcr eine Ausstellung pr\u00e4pariert. Diese Gegenst\u00e4nde werden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde der H\u00e4ftlinge, H\u00e4ftlingskleidung, Gegenst\u00e4nde der T\u00e4terInnen, Foltergegenst\u00e4nde, Gegenst\u00e4nde zum T\u00f6ten. So wurden uns H\u00e4ftlingshosen (und zivile H\u00e4ftlingskleidung), M\u00fctzen mit pers. Stickereien, die typ. Holzschuhe etc. pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Weiterhin Puppen, pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde wie Kamm, Lippenstift mit sogar noch einem Rest Farbe, Rasierutensilien, Teller der SS die im Lager gefertigt wurden, Schlagst\u00f6cke, Peitschen. F\u00fcr mich besonders eindrucksvoll waren die Schuhe, wo die Abteilungsleiterin (warum auch immer) nur Kinderschuhe mitgebracht hat; kleine Stiefelchen und h\u00fcbsche Sandalen genauso wie Halbschuhe. Und wieder, ich hatte die nur in der Hand weil die Person, die die urspr\u00fcnglich getragen hat, nicht mehr lebt, ermordet wurde. Wenn man sich durch das Studium eine (sicherlich zu Gro\u00dfteilen gute) professionelle Distanz antrainiert: dieses Praktikum hat mir in mancher Hinsicht durch solche Erfahrungen neue Dimensionen aufgezeigt und wird durch solche Erfahrungen besonders wertvoll f\u00fcr mich und meine zuk\u00fcnftigen Berufsweg.<\/p>\n<p>Neben der vielen Besch\u00e4ftigung mit Tod und Vernichtung, die teilweise schwierig war, teilweise Alltag wurde wenn man jeden Tag an der Haltestelle \"Majdanek\" aussteigt bzw. am Lager vorbeif\u00e4hrt (welches sich n\u00e4mlich keine f\u00fcnf Kilometer vom Stadtkern befindet und schon immer befand), war das Treffen des Vereins der ehemaligen H\u00e4ftlinge eine willkommene Besch\u00e4ftigung damit, dass es durchaus auch ein \u00dcberleben gab. Bei den w\u00f6chentlichen Treffen des Vereins leistete ich Gesellschaft, kochte Kaffee und unterhielt mich mit den ehem. H\u00e4ftlingen, die zu einem gro\u00dfen Teil zwar nicht Majdanek interniert waren, aber in Kinderkonzentrationslagern v.a. in Zamo\u015b\u0107 und Umgebung. Diese Gespr\u00e4che waren geschichtlich insofern interessant, als dass das neue IPN-Gesetz, in Deutschland unter dem Namen \"Holocaust-Gesetz\" bekannt geworden, oftmals Thema war. Teilweise begleitet ich die H\u00e4ftlinge bei \"Auftritten\", es gab verschiedene Gedenkfeierlichkeiten w\u00e4hrend meines Aufenthaltes in Lublin. Oft haben wir aber vermeintlich banal \u00fcber den Alltag und Pierogi geredet.<\/p>\n<p>Wenn es keine Gruppen gab (vor allem im Januar und Februar ist es \u201etraditionell\u201c eher mau, was ma\u00dfgeblich dem Wetter geschuldet ist, niemand will bei -10 Grad vier Stunden auf einem windigen Gel\u00e4nde verbringen; einmal hatte ich eine Gruppe bei -18 Grad und das war wirklich f\u00fcr alle Beteiligten eine Herausforderung!) bearbeitete ich eigenst\u00e4ndig die Workshoppmappen der Bildungsabteilung. Nat\u00fcrlich hat sich die Geschichte an sich nicht ver\u00e4ndert, aber es gibt verschiedene \u201eturns\u201c innerhalb der Geschichtswissenschaften, bei der Bearbeitung durch Gruppen gehen zwangsl\u00e4ufig Zettel verloren, die in Polen erstellten Mappen habe ich durch eine \"deutsche Perspektive\" nochmal angeschaut. Des Weiteren habe ich ebensolche Workshopmappen \u00fcbersetzt, genauso wie museumseigene Publikationen. Auch das Gegenlesen von Berichten und Publikationen war Teil meiner Aufgaben.<\/p>\n<p>Meine Zeit des Praktikums stand unter dem Einfluss und dem Eindruck der Politik der PiS (Prawo i Sprawiedliwo\u015b\u0107, Recht und Gerechtigkeit), der \u201eneuen\u201c Regierung (neu in Anf\u00fchrungszeichen weil sie bereits seit Oktober 2015 an der Macht ist). Diese hat eine dezidiert auf Geschichtspolitik gest\u00fctzte, nationale Politik und schreckt auch nicht davor zur\u00fcck, Geschichtspolitik in Gesetzesform zu gie\u00dfen und bestimmte Gruppen von Opfern der NationalsozialistInnen \u00fcberproportional hervorzuheben und andere hingegen zu marginalisieren. Die Unterschiedlichkeit von Umgang mit der gewaltvollen Vergangenheit aus deutscher und polnischer Perspektive kam dabei im Gespr\u00e4ch nicht nur mit Kolleg_innen immer wieder zum Vorschein, wobei ich pers\u00f6nlich vmtl. auch keine \"typische\" Meinung vertrete.<\/p>\n<p>So war f\u00fcr gen\u00fcgend Gespr\u00e4chsstoff gesorgt, sowohl am Arbeitsplatz, tats\u00e4chlich aber auch informell in der Kneipe oder beim Grillen mit Freund_innen. Au\u00dferdem hatte ich direkt vor Ort Gelegenheit, mich mit dem Thema zu besch\u00e4ftigen, welches ich bereits im Studium auch fokussiert hatte. Ich habe viele neue Eindr\u00fccke und Perspektiven auf das Thema gewinnen k\u00f6nnen und vor allem auch sehen k\u00f6nnen, welche Aspekte ich bisher in meinen \u00dcberlegungen noch nicht ber\u00fccksichtigt habe.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_4650\" style=\"width: 734px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4650\" class=\" wp-image-4650\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3.jpg\" alt=\"\" width=\"724\" height=\"543\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3.jpg 959w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3-744x558.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3-510x382.jpg 510w\" sizes=\"(max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4650\" class=\"wp-caption-text\">Auseinandersetzung mit der Gedenkst\u00e4tte: Dieses Schild wurde von einem regierungsnahen Politiker vor die Gedenkst\u00e4tte gestellt, um der angeblichen Desinformation (oder der nicht Benennung vor allem polnischer Opfer und der angeblichen nicht Benennung der deutschen T\u00e4terInnen ) entgegen zu wirken. \"Funfact\" am Rande: in dieser polnischen Version (auf der anderen Seite steht es auf Englisch) gibt es einen orthografischen Fehler, der zu einem inhaltlichen Fehler f\u00fchrt.<\/p><\/div><\/p>\n<p>An verschiedenen Stellen konnte ich dieses Wissen auch professionell erweitern, so bekam ich die M\u00f6glichkeit, mich im Rahmen einer \"Winter School\" die Krzy\u017cowa\/Kreisau durchgef\u00fchrt wurde mich weiterhin und vor allem mit Kolleg_innen aus Polen und Deutschland zu vernetzen und mich mit diesem, aber auch anderen europ\u00e4ischen Themen wie beispielsweise \u201eVers\u00f6hnung\u201c auseinander zu setzen. Gelernt habe ich vor allem, dass obwohl man die gleichen Schwerpunkte hat, ganz anderer Meinung sein kann und trotzdem sehr fruchtbar diskutieren kann.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus habe ich auch meine ehrenamtlich durchgef\u00fchrten Gedenkst\u00e4ttenfahrten angeboten: Gemeinsam mit einer Gruppe aus Deutschland bieten wir an f\u00fcr ein Woche an, gemeinsam das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zu besichtigen und im Rahmen von Workshops, Museumsbesuchen, eigenst\u00e4ndigen Ausstellungsbesuchen etc. sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Hier kamen mir vor allem die w\u00e4hrend des Praktikums vertieften Sprachkenntnisse aber auch die aktuellste Auseinandersetzung zum Thema zu Gute. Generell ergibt es Sinn, sich vor Ort mit der Thematik zu besch\u00e4ftigen auf die man sich w\u00e4hrend seines Studiums spezialisiert hat.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_4653\" style=\"width: 475px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4653\" class=\" wp-image-4653\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4.jpg\" alt=\"\" width=\"465\" height=\"619\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4.jpg 791w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4-420x559.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4-744x990.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4-768x1022.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 465px) 100vw, 465px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4653\" class=\"wp-caption-text\">Geschichtspolitik in allen \u00f6ffentlichen Bereichen: an dieser Stelle wird im Bahnhof von Wroc\u0142aw (Breslau) f\u00fcr eine Besch\u00e4ftigung mit den sog. \"versto\u00dfenen Soldaten\" geworben; einer bewaffneten Einheit die bis in die 60er Jahre das System der Volksrepublik Polen bek\u00e4mpften und vor allem durch Pl\u00fcnderungen, brandschatzen und ethnischen Reinigungen ber\u00fchmt ber\u00fcchtigt wurden<\/p><\/div><\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich spielt auch das Vorhandensein vor Ort eine gro\u00dfe Rolle, nicht nur wenn es um den Spracherwerb geht, sondern auch um ein Gef\u00fchl f\u00fcr das Leben der Menschen mitzukriegen. In diesem Falle: Wie lebt es sich bspw. T\u00fcr an T\u00fcr mit einem Vernichtungslager (Majdanek stellt insofern eine Besonderheit dar, weil es anders als die anderen Vernichtungslager nicht weit ab einer gr\u00f6\u00dferen Stadt installiert wurde, sondern sehr nah an der Stadt gebaut wurde). Und allt\u00e4glich: hier im Osten Polens ist Armut wesentlich sichtbarer, das Verh\u00e4ltnis zur EU (dadurch?) teilweise ein anderes. Manchmal hatte ich auch das Gef\u00fchl das \u201eechte\u201c Polen, was auch immer das sein mag, hier mehr zu finden als im Westen des Landes. Fakt ist jedoch, dass ich h\u00e4ufiger polnisch reden musste, und dadurch mich verbessern konnte, als in bspw. Warschau. Ein Gro\u00dfteil meiner Freizeit bestand darin, durch die Stra\u00dfen zu spazieren und die neue Stadt zu entdecken.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_4654\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek5.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4654\" class=\"size-full wp-image-4654\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek5.jpg\" alt=\"\" width=\"740\" height=\"555\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek5.jpg 740w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek5-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek5-510x382.jpg 510w\" sizes=\"(max-width: 740px) 100vw, 740px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4654\" class=\"wp-caption-text\">Altstadt von Lublin, im Fr\u00fchling<\/p><\/div><\/p>\n<p>Insofern war meine Entscheidung, zwischen Bachelor und Master ein Praktikum zur Praxisorientierung und zum Spracherwerb zu absolvieren die komplett richtige Entscheidung. Die Erfahrung m\u00f6chte ich nicht missen und freue mich, nicht nur die Gelegenheit bekommen zu haben, mich fachlich weiter gebildet zu haben, sondern auch neue Eindr\u00fccke, neue Ideen, neue Denkans\u00e4tze, neue Kontakte und auch neue Freund_innen gewonnen zu haben.<\/p>\n<p>Zur weiterf\u00fchrenden Besch\u00e4ftigung mit der aktuellen Politik in Polen sei das Dossier von Zeitgeschichte online empfohlen: <a href=\"https:\/\/zeitgeschichte-online.de\/thema\/verordnete-geschichte-zur-dominanz-nationalistischer-narrative-polen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/zeitgeschichte-online.de\/thema\/verordnete-geschichte-zur-dominanz-nationalistischer-narrative-polen<\/a> (zuletzt abgerufen am 28. Mai 2018)<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_map_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_pb_map_container\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map\" data-center-lat=\"51.225193\" data-center-lng=\"22.61422189999996\" data-zoom=\"7\" data-mouse-wheel=\"on\" data-mobile-dragging=\"on\"><\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map_pin\" data-lat=\"51.225193\" data-lng=\"22.61422189999996\" data-title=\"\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":4649,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Vom Januar bis Mai machte ich mit Erasmus+ ein Praktikum im staatlichen Museum Majdanek in Lublin, ganz im Osten Polens. Majdanek war von 1941 bis 1944 ein Konzentrationslager der NationalsozialistInnen, von September 1942 bis September 1943 spricht man auch von einem Vernichtungslager, weil w\u00e4hrend dieser Zeit mind. zwei Gaskammern in Betrieb waren. Majdanek spielte au\u00dferdem vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht eine Rolle im Rahmen der \"Aktion Reinhardt\" der systematischen Vernichtung der europ\u00e4ischen Juden und J\u00fcdinnen im Generalgouvernement, in dessen Folge mind. 1,8 Millionen Juden und J\u00fcdinnen ermordet wurden. Dies geschah vor allem in den eigens daf\u00fcr errichteten Vernichtungslagern Treblinka, Be\u0142\u017cec und Sobib\u00f3r. In Majdanek wurden vor allem die geraubten Habseligkeiten verwaltet, das hei\u00dft gelagert, ausgebessert, ins Reichsgebiet geschickt. Im Sommer 1941, im Zuge des \u00dcberfalles des Deutschen Reichs auf die Sowjetunion urspr\u00fcnglich als sog. \"KGL Lublin- Kriegsgefangenenlager Lublin\", wurde das Lager schnell de facto zum \"KL Lublin \u2013 Konzentrationslager Lublin\".<\/p><p>Der Name wurde 1943 durch die Deutschen angepasst. AnwohnerInnen sprachen, in Anlehnung an den benachbarten Stadtteil Majdan Tatarski, schon immer von \"Majdanek\" wenn es um dieses Lager ging. Im Juli 1944 erreichte die rote Armee Lublin und auch das Lager Majdanek. Dieses wurde jedoch bereits ab April desselben Jahres von den Deutschen evakuiert, so dass die rote Armee bei der Befreiung des Lagers nur noch rund tausend H\u00e4ftlinge vorfand. Lublin bekam eine besondere Rolle insofern, als dass es kurzzeitig von den Sowjets als polnische Hauptstadt deklariert wurde (der Ausbruch des Warschauer Aufstands war da bereits im vollen Gange und die gro\u00dffl\u00e4chige Zerst\u00f6rung der Stadt schien eine Hauptstadt f\u00fcr die Zukunft unm\u00f6glich zu machen \u2013 die Geschichte hat gezeigt, dass die WarschauerInnen ihre Stadt wieder aufbauten und als Hauptstadt belie\u00dfen). Majdanek bekam auch eine besondere Rolle, weil bereits im November 1944 im nunmehr ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager ein Museum eingerichtet wurde. Majdanek ist somit die erste Gedenkst\u00e4tte dieser Art weltweit.<\/p>[caption id=\"attachment_4651\" align=\"alignnone\" width=\"716\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek1.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-4651\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek1.jpg\" alt=\"\" width=\"716\" height=\"538\" \/><\/a> Die Gedenkst\u00e4tte Majdanek, deutlich sichtbar das Tordenkmal, die Huldigung der Opfer durch Wiktor To\u0142kin, \u00dcberlebender von Auschwitz[\/caption]<p>All diese Aspekte spielten eine gro\u00dfe Rolle w\u00e4hrend meines Praktikums in der Bildungsabteilung des Museums. Die Bildungsabteilung ist verantwortlich f\u00fcr Gruppen, die sich das Museum angucken wollen und nicht nur eine F\u00fchrung \u00fcber das Gel\u00e4nde bekommen, sondern sich tiefergehend mit der Materie besch\u00e4ftigen m\u00f6chten. Die Gruppen die kommen sind vor allem polnische Schulgruppen. Aber auch deutsche und israelische Gruppen sind in einer hohen Anzahl vertreten. Dar\u00fcber hinaus vereinzelt aus anderen, vor allem europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, bspw. Niederlande, Spanien, Ukraine, etc.<\/p><p>Diejenigen Gruppen die ich betreute waren, aus v.a. sprachlichen Gr\u00fcnden, nicht nur weil mein polnisch f\u00fcr eine F\u00fchrung nicht ausreichend ist, sondern auch weil es f\u00fcr so viele deutsche Gruppen Bedarf gab, deutsche Gruppen. Diese waren einerseits Schulklassen, aber auch viele BundesfreiwilligendienstlerInnen. Eine der Aufgaben war es, die Gruppen \u00fcber das Gel\u00e4nde zu f\u00fchren. Themen dabei waren die Lagergeschichte an sich, Errichtung, warum wer wann und wie das Lager baute, wie die Lebensbedingungen f\u00fcr die H\u00e4ftlinge waren, Widerstand im Lager aber auch au\u00dferhalb, die Vernichtung der europ\u00e4ischen Juden und J\u00fcdinnen, die \"Aktion Erntefest\", das gr\u00f6\u00dfte Massaker in einem Konzentrationslager an Juden und J\u00fcdinnen, \u00dcberlebensstrategien der H\u00e4ftlinge, H\u00e4ftlingskategorien und H\u00e4ftlingszwangsgemeinschaft und weitere Themen.<\/p><p>Nach der ca. vierst\u00fcndigen F\u00fchrung, bei der die Gruppen ca. f\u00fcnf Kilometer laufen mussten, hatten sie die M\u00f6glichkeit, das Wissen mit Workshopmappen zu vertiefen. Diese Workshopmmappen sind nach verschiedenen Themen sortiert und beinhalten im wesentlichen ZeitzeugInnen-Berichte, wissenschaftliche Abhandlungen \u00fcber das entsprechende Thema, Biografien, teilweise Zeitungsausschnitte usw. Je nachdem wie lange die Gruppe vor Ort war kam noch ein Zeitzeugengespr\u00e4ch hinzu, eine Stadtf\u00fchrung (die allerdings von meiner Kollegin organisiert wurde) und\/oder eine Fahrt nach Be\u0142\u017cec und Zamo\u015b\u0107. Bei einem Gro\u00dfteil der Aktivit\u00e4ten begleitete ich die Gruppen. Dabei spielte auch eine Rolle, dass der Gro\u00dfteil der Gruppen die aus Deutschland kamen keine polnisch-Kenntnisse hatten und ich so vor Ort teilweise zur Sprachmittlerin wurde.<\/p><p>Im Vorfeld war meine Aufgabe das Zusammenstellen von Themen und das Heraussuchen von entsprechender Literatur. Hierbei kam mir nicht nur die museumseigene wissenschaftliche Bibliothek zugute sondern auch die Sammlung von ca. 2000 B\u00fcchern der SS-eigenen Lagerbibliothek. Als Historikerin die sich auf die Zeit des Nationalsozialismus spezialisiert hat, war dies eine spannende Gelegenheit, mich mit Quellen zu besch\u00e4ftigen.<\/p>[caption id=\"attachment_4652\" align=\"alignnone\" width=\"478\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek2.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-4652\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek2.jpg\" alt=\"\" width=\"478\" height=\"636\" \/><\/a> Ein Buch aus der \u201eSS-eigenen\u201c Bibliothek, aus dem Archiv der Gedenkst\u00e4tte[\/caption]<p>Da ich in der Bildungsabteilung gearbeitet habe, hatte ich leider nicht die M\u00f6glichkeit in dem Umfang wie ich es mir gew\u00fcnscht h\u00e4tte, im Archiv oder bei den Ausstellungen und AusstellungsmacherInnen zu sein. Aber durch verschiedene Programmpunkte der Gruppen gab es auch hierzu manchmal die Gelegenheit. Besonders eindr\u00fccklich in Erinnerung ist mir dabei ein deutsch-polnisches Lehrer_innenseminar gewesen: auch diese Seminar hatte F\u00fchrungen sowohl \u00fcber das Terrain der Gedenkst\u00e4tte als auch in der Stadt Lublin, zu Orten nationalsozialistischer Herrschaft in Lublin, aber wir waren auch im Archiv der Gedenkst\u00e4tte und haben einen Teil des Bestandes gesehen. Das war auch vor allem interessant um zu sehen, wie die Gedenkst\u00e4tte vor allem in ihrer Anfangszeit (ich hatte bereits erw\u00e4hnt, dass die Gedenkst\u00e4tte\/das Museum bereits 1944 gegr\u00fcndet wurde) mit den Funden vor Ort umgegangen ist. So sind Fotos, die den Opfern abgenommen wurden, die sie abgeben mussten und die oftmals die ganze Familiengeschichte dokumentierten, weil die Hoffnung auf \"Aussiedlung\" oder \"Arbeit im Osten\" gesch\u00fcrt wurde, weil die Vorstellung \u00fcber eine systematische Vernichtung, auch \"arbeitsf\u00e4higer\" Menschen, trotz des Wissens darum, einfach nicht da war.<\/p><p>Die vor Ort gefundenen Fotos der Familien wurden, weil es noch keine Systematik in der Pr\u00e4servation und Dokumentation gab, in ein Fotoalbum geklebt. Nicht thematisch, nicht nach Orten sortiert, einfach eingeklebt. Also hat man ein Buch in der Hand mit Fotos von Familien, Schnappsch\u00fcssen, jungen Paaren kurz nach der Verlobung, nach der Hochzeit, junge Frauen in schmucken Kleidern, \u00e4ltere Menschen flanieren eine Stra\u00dfe entlang, oftmals mit dem Stempel renommierter K.u.k-Fotografie- Ateliers, aber auch andere Orte aus ganz Europa konnten anhand von Stempeln auf den Fotografien ausgemacht werden. Solche Dokumente und Fotos in der Hand zu haben ist interessant, aber macht auch nochmal die Schwierigkeit, die die Arbeit an St\u00e4tten nationalsozialistischer Vernichtung mit sich bringt, deutlich.<\/p><p>So wurde f\u00fcr mich die Vorstellung an dieser Stelle besonders pr\u00e4sent, ich habe diese<br \/>Fotos nur in der Hand, weil die Menschen die Fotos mit nach Majdanek gebracht haben (Sobib\u00f3r,<br \/>Be\u0142\u017cec) und vor allem weil sie sie dort abgeben mussten, wertlos weggeworfen durch die Deutschen<br \/>und deswegen heute noch erhalten, weil nicht alle solche Erinnerungen sofort verbrannt wurden.<\/p><p>Auch ein Album voll mit Kassibern (heimlich geschriebene Notizen die von Zivilarbeitern aus dem Lager geschmuggelt wurden und so viel zur Chronik beitrugen) ist Teil des Archivs, ebenso wie verschiedene Anweisungen, Transportlisten, Ausz\u00fcge aus Totenb\u00fcchern. Das zeigte mir auch nochmal die Vielf\u00e4ltigkeit der Arbeit von Gedenkst\u00e4tten und Museen dieser Art auf: Gedenkst\u00e4tten besch\u00e4ftigen sich nicht nur mit der Pr\u00e4sentation von Geschichte f\u00fcr Schulklassen (mein Schwerpunkt in dieser Zeit innerhalb der Bildungsabteilung) sondern auch und vor allem auch mit Konservierung und Forschung.<\/p><p>Dar\u00fcber hinaus hatte ich auch die M\u00f6glichkeit mit der Abteilungsleiterin der Musealien ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Also der Abteilung, die die Habseligkeiten bzw. der Gegenst\u00e4nde, die auf dem Lagergel\u00e4nde von Majdanek, Be\u0142\u017aec und Sobib\u00f3r gefunden wurden, zuf\u00e4llig oder systematisch bei arch\u00e4ologischen Grabungen, systematisiert, konserviert und katalogisiert, teilweise auch f\u00fcr eine Ausstellung pr\u00e4pariert. Diese Gegenst\u00e4nde werden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde der H\u00e4ftlinge, H\u00e4ftlingskleidung, Gegenst\u00e4nde der T\u00e4terInnen, Foltergegenst\u00e4nde, Gegenst\u00e4nde zum T\u00f6ten. So wurden uns H\u00e4ftlingshosen (und zivile H\u00e4ftlingskleidung), M\u00fctzen mit pers. Stickereien, die typ. Holzschuhe etc. pr\u00e4sentiert.<\/p><p>Weiterhin Puppen, pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde wie Kamm, Lippenstift mit sogar noch einem Rest Farbe, Rasierutensilien, Teller der SS die im Lager gefertigt wurden, Schlagst\u00f6cke, Peitschen. F\u00fcr mich besonders eindrucksvoll waren die Schuhe, wo die Abteilungsleiterin (warum auch immer) nur Kinderschuhe mitgebracht hat; kleine Stiefelchen und h\u00fcbsche Sandalen genauso wie Halbschuhe. Und wieder, ich hatte die nur in der Hand weil die Person, die die urspr\u00fcnglich getragen hat, nicht mehr lebt, ermordet wurde. Wenn man sich durch das Studium eine (sicherlich zu Gro\u00dfteilen gute) professionelle Distanz antrainiert: dieses Praktikum hat mir in mancher Hinsicht durch solche Erfahrungen neue Dimensionen aufgezeigt und wird durch solche Erfahrungen besonders wertvoll f\u00fcr mich und meine zuk\u00fcnftigen Berufsweg.<\/p><p>Neben der vielen Besch\u00e4ftigung mit Tod und Vernichtung, die teilweise schwierig war, teilweise Alltag wurde wenn man jeden Tag an der Haltestelle \"Majdanek\" aussteigt bzw. am Lager vorbeif\u00e4hrt (welches sich n\u00e4mlich keine f\u00fcnf Kilometer vom Stadtkern befindet und schon immer befand), war das Treffen des Vereins der ehemaligen H\u00e4ftlinge eine willkommene Besch\u00e4ftigung damit, dass es durchaus auch ein \u00dcberleben gab. Bei den w\u00f6chentlichen Treffen des Vereins leistete ich Gesellschaft, kochte Kaffee und unterhielt mich mit den ehem. H\u00e4ftlingen, die zu einem gro\u00dfen Teil zwar nicht Majdanek interniert waren, aber in Kinderkonzentrationslagern v.a. in Zamo\u015b\u0107 und Umgebung. Diese Gespr\u00e4che waren geschichtlich insofern interessant, als dass das neue IPN-Gesetz, in Deutschland unter dem Namen \"Holocaust-Gesetz\" bekannt geworden, oftmals Thema war. Teilweise begleitet ich die H\u00e4ftlinge bei \"Auftritten\", es gab verschiedene Gedenkfeierlichkeiten w\u00e4hrend meines Aufenthaltes in Lublin. Oft haben wir aber vermeintlich banal \u00fcber den Alltag und Pierogi geredet.<\/p><p>Wenn es keine Gruppen gab (vor allem im Januar und Februar ist es \u201etraditionell\u201c eher mau, was ma\u00dfgeblich dem Wetter geschuldet ist, niemand will bei -10 Grad vier Stunden auf einem windigen Gel\u00e4nde verbringen; einmal hatte ich eine Gruppe bei -18 Grad und das war wirklich f\u00fcr alle Beteiligten eine Herausforderung!) bearbeitete ich eigenst\u00e4ndig die Workshoppmappen der Bildungsabteilung. Nat\u00fcrlich hat sich die Geschichte an sich nicht ver\u00e4ndert, aber es gibt verschiedene \u201eturns\u201c innerhalb der Geschichtswissenschaften, bei der Bearbeitung durch Gruppen gehen zwangsl\u00e4ufig Zettel verloren, die in Polen erstellten Mappen habe ich durch eine \"deutsche Perspektive\" nochmal angeschaut. Des Weiteren habe ich ebensolche Workshopmappen \u00fcbersetzt, genauso wie museumseigene Publikationen. Auch das Gegenlesen von Berichten und Publikationen war Teil meiner Aufgaben.<\/p><p>Meine Zeit des Praktikums stand unter dem Einfluss und dem Eindruck der Politik der PiS (Prawo i Sprawiedliwo\u015b\u0107, Recht und Gerechtigkeit), der \u201eneuen\u201c Regierung (neu in Anf\u00fchrungszeichen weil sie bereits seit Oktober 2015 an der Macht ist). Diese hat eine dezidiert auf Geschichtspolitik gest\u00fctzte, nationale Politik und schreckt auch nicht davor zur\u00fcck, Geschichtspolitik in Gesetzesform zu gie\u00dfen und bestimmte Gruppen von Opfern der NationalsozialistInnen \u00fcberproportional hervorzuheben und andere hingegen zu marginalisieren. Die Unterschiedlichkeit von Umgang mit der gewaltvollen Vergangenheit aus deutscher und polnischer Perspektive kam dabei im Gespr\u00e4ch nicht nur mit Kolleg_innen immer wieder zum Vorschein, wobei ich pers\u00f6nlich vmtl. auch keine \"typische\" Meinung vertrete.<\/p><p>So war f\u00fcr gen\u00fcgend Gespr\u00e4chsstoff gesorgt, sowohl am Arbeitsplatz, tats\u00e4chlich aber auch informell in der Kneipe oder beim Grillen mit Freund_innen. Au\u00dferdem hatte ich direkt vor Ort Gelegenheit, mich mit dem Thema zu besch\u00e4ftigen, welches ich bereits im Studium auch fokussiert hatte. Ich habe viele neue Eindr\u00fccke und Perspektiven auf das Thema gewinnen k\u00f6nnen und vor allem auch sehen k\u00f6nnen, welche Aspekte ich bisher in meinen \u00dcberlegungen noch nicht ber\u00fccksichtigt habe.<\/p>[caption id=\"attachment_4650\" align=\"aligncenter\" width=\"724\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3.jpg\"><img class=\" wp-image-4650\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek3.jpg\" alt=\"\" width=\"724\" height=\"543\" \/><\/a> Auseinandersetzung mit der Gedenkst\u00e4tte: Dieses Schild wurde von einem regierungsnahen Politiker vor die Gedenkst\u00e4tte gestellt, um der angeblichen Desinformation (oder der nicht Benennung vor allem polnischer Opfer und der angeblichen nicht Benennung der deutschen T\u00e4terInnen ) entgegen zu wirken. \"Funfact\" am Rande: in dieser polnischen Version (auf der anderen Seite steht es auf Englisch) gibt es einen orthografischen Fehler, der zu einem inhaltlichen Fehler f\u00fchrt.[\/caption]<p>An verschiedenen Stellen konnte ich dieses Wissen auch professionell erweitern, so bekam ich die M\u00f6glichkeit, mich im Rahmen einer \"Winter School\" die Krzy\u017cowa\/Kreisau durchgef\u00fchrt wurde mich weiterhin und vor allem mit Kolleg_innen aus Polen und Deutschland zu vernetzen und mich mit diesem, aber auch anderen europ\u00e4ischen Themen wie beispielsweise \u201eVers\u00f6hnung\u201c auseinander zu setzen. Gelernt habe ich vor allem, dass obwohl man die gleichen Schwerpunkte hat, ganz anderer Meinung sein kann und trotzdem sehr fruchtbar diskutieren kann.<\/p><p>Dar\u00fcber hinaus habe ich auch meine ehrenamtlich durchgef\u00fchrten Gedenkst\u00e4ttenfahrten angeboten: Gemeinsam mit einer Gruppe aus Deutschland bieten wir an f\u00fcr ein Woche an, gemeinsam das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zu besichtigen und im Rahmen von Workshops, Museumsbesuchen, eigenst\u00e4ndigen Ausstellungsbesuchen etc. sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Hier kamen mir vor allem die w\u00e4hrend des Praktikums vertieften Sprachkenntnisse aber auch die aktuellste Auseinandersetzung zum Thema zu Gute. Generell ergibt es Sinn, sich vor Ort mit der Thematik zu besch\u00e4ftigen auf die man sich w\u00e4hrend seines Studiums spezialisiert hat.<\/p>[caption id=\"attachment_4653\" align=\"aligncenter\" width=\"465\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4.jpg\"><img class=\" wp-image-4653\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek4.jpg\" alt=\"\" width=\"465\" height=\"619\" \/><\/a> Geschichtspolitik in allen \u00f6ffentlichen Bereichen: an dieser Stelle wird im Bahnhof von Wroc\u0142aw (Breslau) f\u00fcr eine Besch\u00e4ftigung mit den sog. \"versto\u00dfenen Soldaten\" geworben; einer bewaffneten Einheit die bis in die 60er Jahre das System der Volksrepublik Polen bek\u00e4mpften und vor allem durch Pl\u00fcnderungen, brandschatzen und ethnischen Reinigungen ber\u00fchmt ber\u00fcchtigt wurden[\/caption]<p>Und nat\u00fcrlich spielt auch das Vorhandensein vor Ort eine gro\u00dfe Rolle, nicht nur wenn es um den Spracherwerb geht, sondern auch um ein Gef\u00fchl f\u00fcr das Leben der Menschen mitzukriegen. In diesem Falle: Wie lebt es sich bspw. T\u00fcr an T\u00fcr mit einem Vernichtungslager (Majdanek stellt insofern eine Besonderheit dar, weil es anders als die anderen Vernichtungslager nicht weit ab einer gr\u00f6\u00dferen Stadt installiert wurde, sondern sehr nah an der Stadt gebaut wurde). Und allt\u00e4glich: hier im Osten Polens ist Armut wesentlich sichtbarer, das Verh\u00e4ltnis zur EU (dadurch?) teilweise ein anderes. Manchmal hatte ich auch das Gef\u00fchl das \u201eechte\u201c Polen, was auch immer das sein mag, hier mehr zu finden als im Westen des Landes. Fakt ist jedoch, dass ich h\u00e4ufiger polnisch reden musste, und dadurch mich verbessern konnte, als in bspw. Warschau. Ein Gro\u00dfteil meiner Freizeit bestand darin, durch die Stra\u00dfen zu spazieren und die neue Stadt zu entdecken.<\/p>[caption id=\"attachment_4654\" align=\"aligncenter\" width=\"740\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek5.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-4654\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/Majdanek5.jpg\" alt=\"\" width=\"740\" height=\"555\" \/><\/a> Altstadt von Lublin, im Fr\u00fchling[\/caption]<p>Insofern war meine Entscheidung, zwischen Bachelor und Master ein Praktikum zur Praxisorientierung und zum Spracherwerb zu absolvieren die komplett richtige Entscheidung. Die Erfahrung m\u00f6chte ich nicht missen und freue mich, nicht nur die Gelegenheit bekommen zu haben, mich fachlich weiter gebildet zu haben, sondern auch neue Eindr\u00fccke, neue Ideen, neue Denkans\u00e4tze, neue Kontakte und auch neue Freund_innen gewonnen zu haben.<\/p><p>Zur weiterf\u00fchrenden Besch\u00e4ftigung mit der aktuellen Politik in Polen sei das Dossier von Zeitgeschichte online empfohlen: <a href=\"https:\/\/zeitgeschichte-online.de\/thema\/verordnete-geschichte-zur-dominanz-nationalistischer-narrative-polen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/zeitgeschichte-online.de\/thema\/verordnete-geschichte-zur-dominanz-nationalistischer-narrative-polen<\/a> (zuletzt abgerufen am 28. Mai 2018)<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,52052,653],"tags":[21087,66135,52052],"class_list":["post-4642","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-polen","category-praktikum","tag-geschichte","tag-museum","tag-polen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4642"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4642\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4659,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4642\/revisions\/4659"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}