{"id":4419,"date":"2018-09-06T11:50:21","date_gmt":"2018-09-06T09:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=4419"},"modified":"2022-06-14T22:36:14","modified_gmt":"2022-06-14T20:36:14","slug":"forschungsaufenthalt-im-rahmen-des-masterstudiums-in-kamerun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2018\/09\/06\/forschungsaufenthalt-im-rahmen-des-masterstudiums-in-kamerun\/","title":{"rendered":"Forschungsaufenthalt im Rahmen des Masterstudiums in Kamerun"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>1. Vorbereitung<\/strong><br \/>\nEin PROMOS-Stipendium muss weit im Voraus beantragt werden. F\u00fcr einen Forschungsaufenthalt muss man sich daher am Besten bereits ein Jahr vorher \u00fcber sein Forschungsvorhaben, den Ort und den Zeitplan im Klaren sein. So habe ich das Stipendium f\u00fcr meinen Forschungsaufenthalt, den ich im Mai angetreten habe, bereits Ende Oktober beantragen m\u00fcssen. F\u00fcr das Forschungsvorhaben, das ich im Rahmen meiner Masterarbeit durchgef\u00fchrt habe, musste ich ein Expos\u00e9 und einen Zeitplan verfassen, der genau erl\u00e4uterte, was ich in den beantragten vier Monaten plante. Hilfreich war in meinem Fall, dass ich in Kamerun w\u00e4hrend meines Bachelors bereits ein Auslandssemester geleistet hatte, so dass ich mich in meinem Zielland bereits aus kannte und dies kein weiterer Unsicherheitsfaktor f\u00fcr mich war.<\/p>\n<p>Mein Forschungsvorhaben hatte ich schon in meinem Forschungsseminar ein Jahr vorher ausgearbeitet, was dann f\u00fcr die Beantragung hilfreich war, da ich schon ansatzweise wusste, mit wem ich wo \u00fcber was reden m\u00f6chte und welchen theoretischen Rahmen ich verwenden wollte. Ungl\u00fccklich fand ich, dass das PROMOS-Stipendium eigentlich f\u00fcr Praktika und Auslandssemester konzipiert ist und f\u00fcr Forschungsaufenthalte keine wirklich ausgearbeiteten Vorgaben hat. So wird erwartet, dass man eine feste \u201eGastinstitution\u201c im Gastland hat, die einem Bescheinigungen \u00fcber Beginn und Ende der Forschung erstellt, was bei einer unabh\u00e4ngigen Forschung nicht gerade selbstverst\u00e4ndlich ist. Dies habe ich schlussendlich gel\u00f6st, indem ich am Ethnologieinstitut der Universit\u00e9 de Yaound\u00e9 I angefragt habe, ob einer der Professoren mein Vor-Ort-Betreuer sein k\u00f6nnte, und dieser hat dann meinen Aufenthalt best\u00e4tigt. Leider war dies mit einem gro\u00dfen b\u00fcrokratischen Aufwand verbunden, da die Universit\u00e9 de Yaound\u00e9 I eine Best\u00e4tigung durch die Universit\u00e4t Bremen wollte, dass sie tats\u00e4chlich meine Arbeit mit-betreuen d\u00fcrfen. Au\u00dferdem sind in Kamerun Betreuer*in und Gutachter*in zwei unterschiedliche Personen, sodass auch einige Verwirrung entstand, welche Rolle der Professor nun genau spielen sollte. Zuerst wollte ich einen Antrag darauf stellen, dass ich ihn als externen zweiten Gutachter f\u00fcr meine Masterarbeit haben kann, jedoch wurde dann vom Pr\u00fcfungsb\u00fcro mitgeteilt, dass externe Gutachter bei der Verteidigung immer pers\u00f6nlich anwesend sein m\u00fcssen, was das Vorhaben unm\u00f6glich gemacht hat. Deswegen wollte ich ihn dann nur namentlich als Vor-Ort- Betreuer erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Diese Best\u00e4tigung hat mich daher einige Wochen in Anspruch genommen, vom Hin- und Herschreiben zwischen meiner Erstgutachterin, dem Sekretariat und der Institutsleitung, bis ich sie schlussendlich hatte und so die Zusammenarbeit beginnen konnte. W\u00e4re ich mir dieser Komplexit\u00e4t bewusst gewesen, h\u00e4tte ich mich darum bereits vor dem Aufenthalt gek\u00fcmmert (auch wenn das schwierig gewesen w\u00e4re, da mir ja dann der Kontakt zum Ethnologieinstitut in Yaound\u00e9 gefehlt h\u00e4tte).<\/p>\n<p><strong>2. Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Kamerun kann ein drei- oder sechsmonatiges Visum beantragt werden, weshalb keine Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung notwendig ist. Auch eine Wohnsitzanmeldung ist nicht \u00fcblich. F\u00fcr eine Forschung sind keine weiteren Beh\u00f6rdeng\u00e4nge notwendig, auch wenn \u00fcblicherweise kamerunische Studierende eine Forschungserlaubnis durch die Universit\u00e4t ausgestellt bekommen, die man eventuell auch als ausl\u00e4ndische*r Forscher*in ben\u00f6tigen w\u00fcrde, hier kommt es aber wohl auf das Forschungsfeld an, ob dies n\u00f6tig wird (z.B. ob man im Rahmen der Forschung in Kontakt mit kamerunischen Beh\u00f6rden kommen wird oder in irgendwelche Gegenden m\u00f6chte, wo der Zugang eingeschr\u00e4nkt ist).<\/p>\n<p>Ich habe mir kein Konto in Kamerun einrichten lassen, sondern eine Kreditkarte benutzt, mit der ich kostenlos im Ausland Geld abheben konnte. In Yaound\u00e9, der Hauptstadt, gibt es zahlreiche Banken, und fast alle haben VISA-Automaten, und auch die TOTAL-Tankstellen sind mit welchen ausgestattet. Auch in kleineren St\u00e4dten gibt es immer VISA-Automaten. F\u00fcr die Auslandsversicherung kann man g\u00e4ngige Reiseversicherungen w\u00e4hlen wie ENVIVAS, Hanse-Merkur, mawista o.\u00c4. Vor Ort bezahlt man immer bar und reicht dann die Rechnungen bei der Krankenkasse ein, entweder online, oder man schickt sie per Post, sobald man zur\u00fcck in Deutschland ist.<\/p>\n<p><strong>3. Allgemeine Informationen zur Forschung<\/strong><br \/>\nMeine Forschung ging zu Visumsprozeduren f\u00fcr Studierendenvisa an der deutschen Botschaft in Yaound\u00e9. Ich bin auf die sehr intransparente Visumsprozedur beim Visumsantrag eines Freundes aufmerksam geworden, und habe zuerst Interviews mit kamerunischen Studierenden in Bremen gef\u00fchrt, bevor ich nun f\u00fcr Interviews mit in der Prozedur befindlichen Antragsteller*innen, bzw. abgelehnten Antragsteller*innen nach Kamerun geflogen bin. Da meine Forschung sich teilweise mit den Semesterferien der kamerunischen Universit\u00e4t als auch der Bremer Uni \u00fcberlappt haben, habe ich die Betreuung durch meinen Vor-Ort-Betreuer bald aufgegeben. Daher habe ich die Forschung komplett eigenst\u00e4ndig ohne weitere Betreuung durchgef\u00fchrt. Durch meine engen pers\u00f6nlichen Kontakte mit Kameruner*innen bereits im Vorfeld und ein Auslandssemester in Kamerun direkt vor dem Beginn meiner Forschung war ich bereits gut installiert. Es ist unabdingbar, jemanden zu haben, der einem am Anfang hilft, sich in der Stadt zurecht zu finden, und meines Erachtens auch eine reichhaltigere Erfahrung, mit gleichaltrigen Kameruner*innen im Austausch zu sein, anstatt sich nur in den internationalen Zirkeln zu bewegen, in denen man oft nur Kontakt zu Kameruner*innen mit Auslandserfahrung und guten Stellen bekommt, die sich in ganz anderen Welten bewegen.<\/p>\n<p>Ge\u00e4rgert hat mich der Kontakt zur deutschen Botschaft und dem Konsulat, die sich bis zuletzt geweigert haben, mir einen Interviewtermin zu geben und Stellung zu meinen Fragen zu nehmen. Die Kontaktaufnahme und die Suche nach irgendwelchen M\u00f6glichkeiten, evtl. direkt Kontakt mit dem Personal der Botschaft oder des Konsulats aufzunehmen, hat mich viel Zeit, Energie und Motivation gekostet.<\/p>\n<p><strong>4. Unterkunft<\/strong><br \/>\nEs gibt in Yaound\u00e9 einige Wohngemeinschaften, in denen Deutsche wohnen, die meistens f\u00fcr ein FSJ oder ein Praktikum beim Goethe-Institut o.\u00c4. vor Ort sind und in diesen WGs immer durchwechseln. Diese Zimmer sind f\u00fcr \u00f6rtliche Verh\u00e4ltnisse sehr teuer (ca. 200\u20ac im Monat), daf\u00fcr m\u00f6bliert und mit Annehmlichkeiten wie Waschmaschine ausgestattet. Au\u00dferdem gibt es zwei Kulturzentren, die Zimmer an Internationale vermieten und damit ihre Projekte finanzieren, einmal das FIIA in Yaound\u00e9-Nsimeyong (besonders Ausstellungen und Konzerte) und das OTHNI (besonders Theater, auch Foto und Musikveranstaltungen) in Yaound\u00e9-Titi Garage, in beiden sind die Zimmer auch um die 200\u20ac, aber ohne Waschmaschine, zumindest nicht im OTHNI.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ner finde ich es, bei einer Familie unterzukommen, die einem helfen kann sich zurecht zu finden, und bei der man auch einen Einblick in die kamerunische K\u00fcche kommt. So etwas kann man wohl nur \u00fcber pers\u00f6nliche Kontakte finden, ca. 60-70\u20ac im Monat f\u00fcr Zimmer und Essen sind angemessen. Dann ist das Zimmer aber auch nach kamerunischen Standards eingerichtet, und man muss seine W\u00e4sche von Hand waschen (keine Angst, das kann man lernen). Au\u00dferdem muss man sich darauf einstellen, dass die Familie sich wohl oder \u00fcbel Sorgen macht, wenn man nachts unterwegs ist, und am Anfang wahrscheinlich auch, wenn man \u00fcberhaupt allein unterwegs ist. Dann sollte man klar kommunizieren, wenn man vor hat, sp\u00e4t nach Hause zu kommen, oder etwa au\u00dfer Haus schl\u00e4ft, und eventuell auch angeben, mit wem man unterwegs ist, sodass die Familie wei\u00df, wen sie kontaktieren k\u00f6nnen, sollte man nicht erreichbar sein. Dies ist aber sicherlich von Familie zu Familie unterschiedlich.<\/p>\n<p>Eine weitere Option ist es, sich ein eigenes Zimmer zu nehmen. Dies ist aber wohl vor allem dadurch erschwert, dass man es selbst m\u00f6blieren muss, au\u00dfer man hat vor, wirklich l\u00e4nger zu bleiben. Zimmer haben eine Preisspanne von 30-50\u20ac im Monat, je nach Standard (Beton oder Fliesenboden, eigene Toilette (chambre moderne) oder Gemeinschaftstoilette (chambre simple), und Gr\u00f6\u00dfe und Ausstattung der Toilette, bzw. Sicherheit des Geb\u00e4udes (in Umz\u00e4unung oder nicht, etc.) oder Ein-Zimmer-Wohnungen von 75-90\u20ac. Gemein ist allen, dass man normalerweise die Miete f\u00fcr mehrere Monate im Voraus bezahlen muss. Besonders bei den Zimmern in den Studierendenvierteln um die Universit\u00e4t und gerade in den mini-cit\u00e9s, also privaten Studierendenresidenzen, verlangen Vermieter*innen oftmals 12 Monate im Voraus. Man kann aber auch Zimmer f\u00fcr 3-6Monate im Voraus bezahlen, wenn es nicht gerade in den Studierendenvierteln ist, oder man einen Arbeitsvertrag o.\u00c4. vorweisen kann.<\/p>\n<p>\u00dcber das Internet kann man solche Zimmer finden, es ist aber ratsamer, jemanden vor Ort zu haben, der einen bei der Zimmersuche unterst\u00fctzt. Es gibt viele kamerunische Studierende an der Universit\u00e4t Bremen, mit denen man sich bei so was sicher kurzschlie\u00dfen kann und die einem evtl. auch vor\u00fcbergehend eine Unterkunft bei deren Familien sichern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>5. Sonstiges<\/strong><br \/>\nYaound\u00e9 ist eine sichere Stadt, wenn man wei\u00df, wie man sich zu verhalten hat. Als wei\u00dfe Person sticht man heraus und hat meistens wertvolle Gegenst\u00e4nde und Geld bei sich. Man sollte sich daher im Taxi und in der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckhalten, mit besonders teuren Handys oder Tablets zu hantieren, und man sollte auf der Stra\u00dfe und im Taxi immer eine Handtasche oder einen Rucksack haben, die verschlie\u00dfbar sind, keine offenen Leinenbeutel o.\u00c4, und diese immer auf der der Stra\u00dfenseite abgewandten Seite tragen, da in manchen Vierteln Personen Handtaschen im Vorbeifahren entrei\u00dfen. Bis auf diese unbewaffneten Taschendiebst\u00e4hle, vor denen man sich sch\u00fctzen kann, ist es tags\u00fcber sicher. Nachts sollte man jedoch in bestimmten Vierteln nicht alleine unterwegs sein, da man sonst \u00fcberfallen werden kann. Diese Diebe sind manchmal mit Messern bewaffnet und haben oft ein Motorrad zur Flucht. Einheimische k\u00f6nnen aber erkl\u00e4ren, welche Viertel und Stra\u00dfen man nachts besser meidet, und mit der Zeit wei\u00df man, wie man sich bewegen muss. M\u00f6chte man auf Nummer sicher gehen, sollte man sich nachts immer nach Hause begleiten lassen. Normalerweise hat jedes Viertel auch seine eigenen Motorradtaxis. Man kann sich von Freunden die Motorradfahrer ihres Vertrauens zeigen lassen, sodass diese einen nachts immer bis vor die T\u00fcr bringen. Man kann diese auch um ihre Nummer bitten und sich direkt abholen lassen.<\/p>\n<p>Im Land selbst kann man ohne Probleme mit Bussen verreisen, wenn auch manchmal recht unbequem. Gep\u00e4ck wird keins gestohlen, und es gibt auch keine \u00dcberf\u00e4lle auf Busse oder so. Die Unfallgefahr ist vor allem bei Nachtfahrten allerdings zu beachten. Unbedingt muss man immer seinen Reisepass mit Visum mit sich f\u00fchren. Die Polizeikontrollen auf allen Stra\u00dfen sind nervig und freuen sich \u00fcber jede Unregelm\u00e4\u00dfigkeit, die zu langen Diskussionen oder Geldzahlungen f\u00fchren. Deshalb besser alles dabei haben.<\/p>\n<p>Der Norden ist nat\u00fcrlich ein anderes Kapitel. Sollte man aus irgendeinem Grund planen, sich alleine in entlegenen Winkeln des entlegenen Nordens herumzutreiben, kann man nat\u00fcrlich Boko Haram begegnen, denen eine deutsche Geisel sicher gelegen kommt. Aber keine Angst, so weit l\u00e4sst einen das Milit\u00e4r sicher sowieso nicht fahren, und wird euch bei irgendeiner Kontrolle die Weiterfahrt verwehren, so wie ich die kenne.<\/p>\n<p>Internet kann man entweder als Datenpaket auf sein Handy buchen oder sich (auch) ein mobiles Modem bei camtel, orange oder MTN besorgen und dann pro Monat ein Datenpaket buchen. Das ist nicht so billig, bei camtel kosten 20GB 15\u20ac im Monat, bei MTN die Flatrate 38\u20ac. Die Verbindung ist meistens sehr schnell, au\u00dfer man sitzt in irgendeinem Loch oder in Stahlbetonw\u00e4nden. Au\u00dferdem gibt es jede Menge Internetcaf\u00e9s, bei manchen ist die Verbindung langsam, bei anderen aber sehr gut. Viele haben auch extra Kabinen und Kopfh\u00f6rersets, wenn man ungest\u00f6rt skypen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Telefonieren nach Deutschland vom Handy aus ist nicht so gut, es gibt nur unpraktische Angebote, wie 20 Cents f\u00fcr 2 Minuten, und dann muss man wieder aufladen. Von Internetcaf\u00e9s aus kann man jedoch sehr gut und billig anrufen, f\u00fcr 0,04 Cents pro Minute aufs Handy und f\u00fcr 0,02 aufs Festnetz.<\/p>\n<p>Auf der Stra\u00dfe findet man viel zu essen. Den ganzen Tag \u00fcber gibt es die beliebten \u201eCafeterias\u201c, wo man Tee, Instant-Kaffee oder -Milch bekommt sowie Bratnudeln, Omelette, oder Avocadosalat, letzterer meistens das teuerste Gericht f\u00fcr max. 600FCFA, als knapp einen Euro. Dann gibt es noch sogenannte Fast-Food-Restaurants bzw. senegalesische Restaurants, in denen es Spaghetti mit Rindfleischgeschnetzeltem gibt, pures Geschnetzeltes ohne Beilage, Pommes, frittierte Kochbananen oder senegalesischen Reis.<\/p>\n<p>In den anderen Restaurants gibt es kamerunische Gerichte zwischen 600-1000 FCFA, also 1- knapp 2\u20ac. Restaurants, in denen die Preise erst bei 1000FCFA anfangen, geh\u00f6ren dann schon eher zur gehobenen Klasse.<\/p>\n<p>Die kamerunische K\u00fcche besteht generell aus einer Beilage, die entweder aus Yams, Maniok, Makabo, Kochbanane, Kartoffel oder S\u00fc\u00dfkartoffel, oder Mais- oder Maniok-Couscous (hier eher bekannt als Fufu, also so Kl\u00f6\u00dfen) besteht, meistens mit einem Blattgem\u00fcse als Hauptspeise. In Kamerun werden aus eine Bandbreite an Blattgem\u00fcsen (generell meistens legumes oder feuilles genannt) verschiedene Gerichte zu bereitet, zum Beispiel aus Maniok-Bl\u00e4ttern, Ndol\u00e9-Bl\u00e4ttern, Okok-Bl\u00e4ttern, S\u00fc\u00dfkartoffel-Bl\u00e4ttern, o.\u00c4., die alle auf verschiedene Arten zubereitet werden, oft mit Erdn\u00fcssen. Fleisch gibt es meistens nur ein kleines St\u00fcck als Extra oben drauf, das f\u00fcr Vegetarier leicht weggelassen werden kann. Oft sind allerdings gemahlene Krabben mit im Gem\u00fcse bzw. der So\u00dfe.<\/p>\n<p>Auf dem Markt kann man au\u00dferdem Lauch, Auberginen, K\u00fcrbis, rote Bete und Rot- und Wei\u00dfkohl; Nudeln, Bohnen und Reis finden, wenn man selbst kochen will.<\/p>\n<p><strong>6. Was ist tunlichst zu vermeiden?<\/strong><br \/>\nIn Kamerun gilt: Wer etwas vorschl\u00e4gt, l\u00e4dt damit automatisch ein. Hey, habt ihr Lust heute ins Kino zu gehen? Lust auf ein Bier? Wo kann man hier eigentlich schwimmen gehen? oder Was haltet ihr davon, am Wochenende an den Strand zu fahren?, bedeutet, dass man alle Angesprochenen einl\u00e4dt. Das schlie\u00dft auch Hin- und R\u00fcckfahrt mit ein. Also keine Unternehmungen, wenn man kein Geld in der Tasche hat! Umgekehrt ist man aber auch immer eingeladen, wenn einem ein Vorschlag zu irgendeiner Unternehmung gemacht wird.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich werden also Rechnungen niemals aufgesplittet. Ist man in einer Bar, kann man aber auch sagen, die n\u00e4chste Runde geht auf mich!, oder einfach der Bedienung sagen, dass alle Drinks \u201everdoppelt\u201c (doubler) werden sollen, dann ist klar, dass man selbst das dann zahlt. Grunds\u00e4tzlich muss einem klar sein, dass kamerunische Studierende im Monat oft maximal an die 70\u20ac zur Verf\u00fcgung haben, und das ist sehr hoch angesetzt. Dies kann also dementsprechend auch dazu f\u00fchren, dass du das Gef\u00fchl hast, st\u00e4ndig alle einzuladen, sie dir aber nie irgendwelche Unternehmungen vorschlagen. Das liegt eben meistens daran, weil sie es sich wirklich nicht leisten k\u00f6nnten, f\u00fcr alle zu bezahlen, und dir deswegen vielleicht nicht erz\u00e4hlen, dass z.B. gerade Filmfestival ist. Wenn man es klar im Vorhinein abmacht, kann man aber auch Kosten teilen: Z.B. sagen, ich w\u00fcrde heute gerne das und das machen, h\u00e4tte aber nur Geld f\u00fcr die Hinfahrt. Dann kann diskutiert werden, wie viel alle haben und ob man sich zusammen die Unternehmung leisten kann.<\/p>\n<p><strong>7. Fazit<\/strong><br \/>\nZum eine war die Forschung f\u00fcr mich frustrierend, da ich an der Barriere der deutschen Beh\u00f6rden so abgeprallt bin. Dadurch musste ich aber auch lernen, Abstand zu meiner Forschung aufzubauen, Dinge nicht pers\u00f6nlich zu nehmen, und Konflikte und Blockaden als Teil der Forschungsergebnisse zu betrachten. Ber\u00fchrt hat mich hingegen, wie sehr sich daf\u00fcr viele der Interviewten f\u00fcr mich ge\u00f6ffnet haben und wie viel Vertrauen mir geschenkt wurde, pers\u00f6nliche Lebensl\u00e4ufe und sensible Daten auszutauschen.<\/p>\n<p>Nachdem ich bereits w\u00e4hrend meines Bachelorstudiums ein Auslandssemester in Kamerun verbracht habe, habe ich nun noch einmal viel tiefere Einblicke in die kamerunische Gesellschaft und Lebensweise gewonnen und Yaound\u00e9 als Stadt wirklich gut kennengelernt. Bei diesem zweiten Aufenthalt war ich viel gelassener und eigenst\u00e4ndiger und konnte mir so viel mehr erschlie\u00dfen und kennenlernen.<\/p>\n<p>Als Folge dieser Forschung kann ich mir sehr gut vorstellen, eine Promotionsarbeit auf meine Forschung aufzubauen. Es gibt noch so viele Aspekte und Perspektiven, die ich nicht beleuchten konnte. Visumsprozeduren an sich sind eine absolute Forschungsl\u00fccke und k\u00f6nnen noch vielversprechende Erkenntnisse hervorrufen.<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1.png' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"486\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1-420x486.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4420\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1-420x486.png 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1-744x860.png 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1-768x888.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1-1200x1388.png 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1-1080x1249.png 1080w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-1.png 1201w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-4420'>\n\t\t\t\tStudierendenwohnheim auf dem Campus\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-2.png' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-2-420x560.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4421\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-2-420x560.png 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-2-744x992.png 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-2-768x1024.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-2.png 961w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-4421'>\n\t\t\t\tAusstellung am Institut f\u00fcr Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3.png' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"280\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3-420x280.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-4422\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3-420x280.png 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3-744x496.png 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3-768x512.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3-1200x800.png 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3-1080x720.png 1080w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-3.png 2008w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-4422'>\n\t\t\t\tKleine Bars im Studierendenviertel\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4.png' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"280\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4-420x280.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-4423\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4-420x280.png 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4-744x496.png 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4-768x512.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4-1200x800.png 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4-1080x720.png 1080w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-4.png 2009w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-4423'>\n\t\t\t\tKl\u00f6\u00dfe aus Koki-Bohnen\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-3 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5.png' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5-420x315.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-4424\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5-420x315.png 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5-744x558.png 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5-768x576.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5-1200x899.png 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5-510x382.png 510w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5-1080x809.png 1080w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-5.png 1281w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-4424'>\n\t\t\t\tWochenendtrip nach Kribi 1\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6.png' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6-420x315.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-4425\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6-420x315.png 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6-744x558.png 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6-768x576.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6-1200x899.png 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6-510x382.png 510w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6-1080x809.png 1080w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/KamerunTranskultStudForschungsaufenthSoSe17-6.png 1281w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-4425'>\n\t\t\t\tWochenendtrip nach Kribi 2\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_map_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_pb_map_container\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map\" data-center-lat=\"3.8480325\" data-center-lng=\"11.502075200000036\" data-zoom=\"6\" data-mouse-wheel=\"on\" data-mobile-dragging=\"on\"><\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map_pin\" data-lat=\"3.8480325\" data-lng=\"11.502075200000036\" data-title=\"\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":4420,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_total_topic_count_hidden":0,"_bbp_total_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>1. Vorbereitung<\/strong><br \/>Ein PROMOS-Stipendium muss weit im Voraus beantragt werden. F\u00fcr einen Forschungsaufenthalt muss man sich daher am Besten bereits ein Jahr vorher \u00fcber sein Forschungsvorhaben, den Ort und den Zeitplan im Klaren sein. So habe ich das Stipendium f\u00fcr meinen Forschungsaufenthalt, den ich im Mai angetreten habe, bereits Ende Oktober beantragen m\u00fcssen. F\u00fcr das Forschungsvorhaben, das ich im Rahmen meiner Masterarbeit durchgef\u00fchrt habe, musste ich ein Expos\u00e9 und einen Zeitplan verfassen, der genau erl\u00e4uterte, was ich in den beantragten vier Monaten plante. Hilfreich war in meinem Fall, dass ich in Kamerun w\u00e4hrend meines Bachelors bereits ein Auslandssemester geleistet hatte, so dass ich mich in meinem Zielland bereits aus kannte und dies kein weiterer Unsicherheitsfaktor f\u00fcr mich war.<\/p><p>Mein Forschungsvorhaben hatte ich schon in meinem Forschungsseminar ein Jahr vorher ausgearbeitet, was dann f\u00fcr die Beantragung hilfreich war, da ich schon ansatzweise wusste, mit wem ich wo \u00fcber was reden m\u00f6chte und welchen theoretischen Rahmen ich verwenden wollte. Ungl\u00fccklich fand ich, dass das PROMOS-Stipendium eigentlich f\u00fcr Praktika und Auslandssemester konzipiert ist und f\u00fcr Forschungsaufenthalte keine wirklich ausgearbeiteten Vorgaben hat. So wird erwartet, dass man eine feste \u201eGastinstitution\u201c im Gastland hat, die einem Bescheinigungen \u00fcber Beginn und Ende der Forschung erstellt, was bei einer unabh\u00e4ngigen Forschung nicht gerade selbstverst\u00e4ndlich ist. Dies habe ich schlussendlich gel\u00f6st, indem ich am Ethnologieinstitut der Universit\u00e9 de Yaound\u00e9 I angefragt habe, ob einer der Professoren mein Vor-Ort-Betreuer sein k\u00f6nnte, und dieser hat dann meinen Aufenthalt best\u00e4tigt. Leider war dies mit einem gro\u00dfen b\u00fcrokratischen Aufwand verbunden, da die Universit\u00e9 de Yaound\u00e9 I eine Best\u00e4tigung durch die Universit\u00e4t Bremen wollte, dass sie tats\u00e4chlich meine Arbeit mit-betreuen d\u00fcrfen. Au\u00dferdem sind in Kamerun Betreuer*in und Gutachter*in zwei unterschiedliche Personen, sodass auch einige Verwirrung entstand, welche Rolle der Professor nun genau spielen sollte. Zuerst wollte ich einen Antrag darauf stellen, dass ich ihn als externen zweiten Gutachter f\u00fcr meine Masterarbeit haben kann, jedoch wurde dann vom Pr\u00fcfungsb\u00fcro mitgeteilt, dass externe Gutachter bei der Verteidigung immer pers\u00f6nlich anwesend sein m\u00fcssen, was das Vorhaben unm\u00f6glich gemacht hat. Deswegen wollte ich ihn dann nur namentlich als Vor-Ort- Betreuer erw\u00e4hnen.<\/p><p>Diese Best\u00e4tigung hat mich daher einige Wochen in Anspruch genommen, vom Hin- und Herschreiben zwischen meiner Erstgutachterin, dem Sekretariat und der Institutsleitung, bis ich sie schlussendlich hatte und so die Zusammenarbeit beginnen konnte. W\u00e4re ich mir dieser Komplexit\u00e4t bewusst gewesen, h\u00e4tte ich mich darum bereits vor dem Aufenthalt gek\u00fcmmert (auch wenn das schwierig gewesen w\u00e4re, da mir ja dann der Kontakt zum Ethnologieinstitut in Yaound\u00e9 gefehlt h\u00e4tte).<\/p><p><strong>2. Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>F\u00fcr Kamerun kann ein drei- oder sechsmonatiges Visum beantragt werden, weshalb keine Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung notwendig ist. Auch eine Wohnsitzanmeldung ist nicht \u00fcblich. F\u00fcr eine Forschung sind keine weiteren Beh\u00f6rdeng\u00e4nge notwendig, auch wenn \u00fcblicherweise kamerunische Studierende eine Forschungserlaubnis durch die Universit\u00e4t ausgestellt bekommen, die man eventuell auch als ausl\u00e4ndische*r Forscher*in ben\u00f6tigen w\u00fcrde, hier kommt es aber wohl auf das Forschungsfeld an, ob dies n\u00f6tig wird (z.B. ob man im Rahmen der Forschung in Kontakt mit kamerunischen Beh\u00f6rden kommen wird oder in irgendwelche Gegenden m\u00f6chte, wo der Zugang eingeschr\u00e4nkt ist).<\/p><p>Ich habe mir kein Konto in Kamerun einrichten lassen, sondern eine Kreditkarte benutzt, mit der ich kostenlos im Ausland Geld abheben konnte. In Yaound\u00e9, der Hauptstadt, gibt es zahlreiche Banken, und fast alle haben VISA-Automaten, und auch die TOTAL-Tankstellen sind mit welchen ausgestattet. Auch in kleineren St\u00e4dten gibt es immer VISA-Automaten. F\u00fcr die Auslandsversicherung kann man g\u00e4ngige Reiseversicherungen w\u00e4hlen wie ENVIVAS, Hanse-Merkur, mawista o.\u00c4. Vor Ort bezahlt man immer bar und reicht dann die Rechnungen bei der Krankenkasse ein, entweder online, oder man schickt sie per Post, sobald man zur\u00fcck in Deutschland ist.<\/p><p><strong>3. Allgemeine Informationen zur Forschung<\/strong><br \/>Meine Forschung ging zu Visumsprozeduren f\u00fcr Studierendenvisa an der deutschen Botschaft in Yaound\u00e9. Ich bin auf die sehr intransparente Visumsprozedur beim Visumsantrag eines Freundes aufmerksam geworden, und habe zuerst Interviews mit kamerunischen Studierenden in Bremen gef\u00fchrt, bevor ich nun f\u00fcr Interviews mit in der Prozedur befindlichen Antragsteller*innen, bzw. abgelehnten Antragsteller*innen nach Kamerun geflogen bin. Da meine Forschung sich teilweise mit den Semesterferien der kamerunischen Universit\u00e4t als auch der Bremer Uni \u00fcberlappt haben, habe ich die Betreuung durch meinen Vor-Ort-Betreuer bald aufgegeben. Daher habe ich die Forschung komplett eigenst\u00e4ndig ohne weitere Betreuung durchgef\u00fchrt. Durch meine engen pers\u00f6nlichen Kontakte mit Kameruner*innen bereits im Vorfeld und ein Auslandssemester in Kamerun direkt vor dem Beginn meiner Forschung war ich bereits gut installiert. Es ist unabdingbar, jemanden zu haben, der einem am Anfang hilft, sich in der Stadt zurecht zu finden, und meines Erachtens auch eine reichhaltigere Erfahrung, mit gleichaltrigen Kameruner*innen im Austausch zu sein, anstatt sich nur in den internationalen Zirkeln zu bewegen, in denen man oft nur Kontakt zu Kameruner*innen mit Auslandserfahrung und guten Stellen bekommt, die sich in ganz anderen Welten bewegen.<\/p><p>Ge\u00e4rgert hat mich der Kontakt zur deutschen Botschaft und dem Konsulat, die sich bis zuletzt geweigert haben, mir einen Interviewtermin zu geben und Stellung zu meinen Fragen zu nehmen. Die Kontaktaufnahme und die Suche nach irgendwelchen M\u00f6glichkeiten, evtl. direkt Kontakt mit dem Personal der Botschaft oder des Konsulats aufzunehmen, hat mich viel Zeit, Energie und Motivation gekostet.<\/p><p><strong>4. Unterkunft<\/strong><br \/>Es gibt in Yaound\u00e9 einige Wohngemeinschaften, in denen Deutsche wohnen, die meistens f\u00fcr ein FSJ oder ein Praktikum beim Goethe-Institut o.\u00c4. vor Ort sind und in diesen WGs immer durchwechseln. Diese Zimmer sind f\u00fcr \u00f6rtliche Verh\u00e4ltnisse sehr teuer (ca. 200\u20ac im Monat), daf\u00fcr m\u00f6bliert und mit Annehmlichkeiten wie Waschmaschine ausgestattet. Au\u00dferdem gibt es zwei Kulturzentren, die Zimmer an Internationale vermieten und damit ihre Projekte finanzieren, einmal das FIIA in Yaound\u00e9-Nsimeyong (besonders Ausstellungen und Konzerte) und das OTHNI (besonders Theater, auch Foto und Musikveranstaltungen) in Yaound\u00e9-Titi Garage, in beiden sind die Zimmer auch um die 200\u20ac, aber ohne Waschmaschine, zumindest nicht im OTHNI.<\/p><p>Sch\u00f6ner finde ich es, bei einer Familie unterzukommen, die einem helfen kann sich zurecht zu finden, und bei der man auch einen Einblick in die kamerunische K\u00fcche kommt. So etwas kann man wohl nur \u00fcber pers\u00f6nliche Kontakte finden, ca. 60-70\u20ac im Monat f\u00fcr Zimmer und Essen sind angemessen. Dann ist das Zimmer aber auch nach kamerunischen Standards eingerichtet, und man muss seine W\u00e4sche von Hand waschen (keine Angst, das kann man lernen). Au\u00dferdem muss man sich darauf einstellen, dass die Familie sich wohl oder \u00fcbel Sorgen macht, wenn man nachts unterwegs ist, und am Anfang wahrscheinlich auch, wenn man \u00fcberhaupt allein unterwegs ist. Dann sollte man klar kommunizieren, wenn man vor hat, sp\u00e4t nach Hause zu kommen, oder etwa au\u00dfer Haus schl\u00e4ft, und eventuell auch angeben, mit wem man unterwegs ist, sodass die Familie wei\u00df, wen sie kontaktieren k\u00f6nnen, sollte man nicht erreichbar sein. Dies ist aber sicherlich von Familie zu Familie unterschiedlich.<\/p><p>Eine weitere Option ist es, sich ein eigenes Zimmer zu nehmen. Dies ist aber wohl vor allem dadurch erschwert, dass man es selbst m\u00f6blieren muss, au\u00dfer man hat vor, wirklich l\u00e4nger zu bleiben. Zimmer haben eine Preisspanne von 30-50\u20ac im Monat, je nach Standard (Beton oder Fliesenboden, eigene Toilette (chambre moderne) oder Gemeinschaftstoilette (chambre simple), und Gr\u00f6\u00dfe und Ausstattung der Toilette, bzw. Sicherheit des Geb\u00e4udes (in Umz\u00e4unung oder nicht, etc.) oder Ein-Zimmer-Wohnungen von 75-90\u20ac. Gemein ist allen, dass man normalerweise die Miete f\u00fcr mehrere Monate im Voraus bezahlen muss. Besonders bei den Zimmern in den Studierendenvierteln um die Universit\u00e4t und gerade in den mini-cit\u00e9s, also privaten Studierendenresidenzen, verlangen Vermieter*innen oftmals 12 Monate im Voraus. Man kann aber auch Zimmer f\u00fcr 3-6Monate im Voraus bezahlen, wenn es nicht gerade in den Studierendenvierteln ist, oder man einen Arbeitsvertrag o.\u00c4. vorweisen kann.<\/p><p>\u00dcber das Internet kann man solche Zimmer finden, es ist aber ratsamer, jemanden vor Ort zu haben, der einen bei der Zimmersuche unterst\u00fctzt. Es gibt viele kamerunische Studierende an der Universit\u00e4t Bremen, mit denen man sich bei so was sicher kurzschlie\u00dfen kann und die einem evtl. auch vor\u00fcbergehend eine Unterkunft bei deren Familien sichern k\u00f6nnen.<\/p><p><strong>5. Sonstiges<\/strong><br \/>Yaound\u00e9 ist eine sichere Stadt, wenn man wei\u00df, wie man sich zu verhalten hat. Als wei\u00dfe Person sticht man heraus und hat meistens wertvolle Gegenst\u00e4nde und Geld bei sich. Man sollte sich daher im Taxi und in der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckhalten, mit besonders teuren Handys oder Tablets zu hantieren, und man sollte auf der Stra\u00dfe und im Taxi immer eine Handtasche oder einen Rucksack haben, die verschlie\u00dfbar sind, keine offenen Leinenbeutel o.\u00c4, und diese immer auf der der Stra\u00dfenseite abgewandten Seite tragen, da in manchen Vierteln Personen Handtaschen im Vorbeifahren entrei\u00dfen. Bis auf diese unbewaffneten Taschendiebst\u00e4hle, vor denen man sich sch\u00fctzen kann, ist es tags\u00fcber sicher. Nachts sollte man jedoch in bestimmten Vierteln nicht alleine unterwegs sein, da man sonst \u00fcberfallen werden kann. Diese Diebe sind manchmal mit Messern bewaffnet und haben oft ein Motorrad zur Flucht. Einheimische k\u00f6nnen aber erkl\u00e4ren, welche Viertel und Stra\u00dfen man nachts besser meidet, und mit der Zeit wei\u00df man, wie man sich bewegen muss. M\u00f6chte man auf Nummer sicher gehen, sollte man sich nachts immer nach Hause begleiten lassen. Normalerweise hat jedes Viertel auch seine eigenen Motorradtaxis. Man kann sich von Freunden die Motorradfahrer ihres Vertrauens zeigen lassen, sodass diese einen nachts immer bis vor die T\u00fcr bringen. Man kann diese auch um ihre Nummer bitten und sich direkt abholen lassen.<\/p><p>Im Land selbst kann man ohne Probleme mit Bussen verreisen, wenn auch manchmal recht unbequem. Gep\u00e4ck wird keins gestohlen, und es gibt auch keine \u00dcberf\u00e4lle auf Busse oder so. Die Unfallgefahr ist vor allem bei Nachtfahrten allerdings zu beachten. Unbedingt muss man immer seinen Reisepass mit Visum mit sich f\u00fchren. Die Polizeikontrollen auf allen Stra\u00dfen sind nervig und freuen sich \u00fcber jede Unregelm\u00e4\u00dfigkeit, die zu langen Diskussionen oder Geldzahlungen f\u00fchren. Deshalb besser alles dabei haben.<\/p><p>Der Norden ist nat\u00fcrlich ein anderes Kapitel. Sollte man aus irgendeinem Grund planen, sich alleine in entlegenen Winkeln des entlegenen Nordens herumzutreiben, kann man nat\u00fcrlich Boko Haram begegnen, denen eine deutsche Geisel sicher gelegen kommt. Aber keine Angst, so weit l\u00e4sst einen das Milit\u00e4r sicher sowieso nicht fahren, und wird euch bei irgendeiner Kontrolle die Weiterfahrt verwehren, so wie ich die kenne.<\/p><p>Internet kann man entweder als Datenpaket auf sein Handy buchen oder sich (auch) ein mobiles Modem bei camtel, orange oder MTN besorgen und dann pro Monat ein Datenpaket buchen. Das ist nicht so billig, bei camtel kosten 20GB 15\u20ac im Monat, bei MTN die Flatrate 38\u20ac. Die Verbindung ist meistens sehr schnell, au\u00dfer man sitzt in irgendeinem Loch oder in Stahlbetonw\u00e4nden. Au\u00dferdem gibt es jede Menge Internetcaf\u00e9s, bei manchen ist die Verbindung langsam, bei anderen aber sehr gut. Viele haben auch extra Kabinen und Kopfh\u00f6rersets, wenn man ungest\u00f6rt skypen m\u00f6chte.<\/p><p>Telefonieren nach Deutschland vom Handy aus ist nicht so gut, es gibt nur unpraktische Angebote, wie 20 Cents f\u00fcr 2 Minuten, und dann muss man wieder aufladen. Von Internetcaf\u00e9s aus kann man jedoch sehr gut und billig anrufen, f\u00fcr 0,04 Cents pro Minute aufs Handy und f\u00fcr 0,02 aufs Festnetz.<\/p><p>Auf der Stra\u00dfe findet man viel zu essen. Den ganzen Tag \u00fcber gibt es die beliebten \u201eCafeterias\u201c, wo man Tee, Instant-Kaffee oder -Milch bekommt sowie Bratnudeln, Omelette, oder Avocadosalat, letzterer meistens das teuerste Gericht f\u00fcr max. 600FCFA, als knapp einen Euro. Dann gibt es noch sogenannte Fast-Food-Restaurants bzw. senegalesische Restaurants, in denen es Spaghetti mit Rindfleischgeschnetzeltem gibt, pures Geschnetzeltes ohne Beilage, Pommes, frittierte Kochbananen oder senegalesischen Reis.<\/p><p>In den anderen Restaurants gibt es kamerunische Gerichte zwischen 600-1000 FCFA, also 1- knapp 2\u20ac. Restaurants, in denen die Preise erst bei 1000FCFA anfangen, geh\u00f6ren dann schon eher zur gehobenen Klasse.<\/p><p>Die kamerunische K\u00fcche besteht generell aus einer Beilage, die entweder aus Yams, Maniok, Makabo, Kochbanane, Kartoffel oder S\u00fc\u00dfkartoffel, oder Mais- oder Maniok-Couscous (hier eher bekannt als Fufu, also so Kl\u00f6\u00dfen) besteht, meistens mit einem Blattgem\u00fcse als Hauptspeise. In Kamerun werden aus eine Bandbreite an Blattgem\u00fcsen (generell meistens legumes oder feuilles genannt) verschiedene Gerichte zu bereitet, zum Beispiel aus Maniok-Bl\u00e4ttern, Ndol\u00e9-Bl\u00e4ttern, Okok-Bl\u00e4ttern, S\u00fc\u00dfkartoffel-Bl\u00e4ttern, o.\u00c4., die alle auf verschiedene Arten zubereitet werden, oft mit Erdn\u00fcssen. Fleisch gibt es meistens nur ein kleines St\u00fcck als Extra oben drauf, das f\u00fcr Vegetarier leicht weggelassen werden kann. Oft sind allerdings gemahlene Krabben mit im Gem\u00fcse bzw. der So\u00dfe.<\/p><p>Auf dem Markt kann man au\u00dferdem Lauch, Auberginen, K\u00fcrbis, rote Bete und Rot- und Wei\u00dfkohl; Nudeln, Bohnen und Reis finden, wenn man selbst kochen will.<\/p><p><strong>6. Was ist tunlichst zu vermeiden?<\/strong><br \/>In Kamerun gilt: Wer etwas vorschl\u00e4gt, l\u00e4dt damit automatisch ein. Hey, habt ihr Lust heute ins Kino zu gehen? Lust auf ein Bier? Wo kann man hier eigentlich schwimmen gehen? oder Was haltet ihr davon, am Wochenende an den Strand zu fahren?, bedeutet, dass man alle Angesprochenen einl\u00e4dt. Das schlie\u00dft auch Hin- und R\u00fcckfahrt mit ein. Also keine Unternehmungen, wenn man kein Geld in der Tasche hat! Umgekehrt ist man aber auch immer eingeladen, wenn einem ein Vorschlag zu irgendeiner Unternehmung gemacht wird.<\/p><p>Grunds\u00e4tzlich werden also Rechnungen niemals aufgesplittet. Ist man in einer Bar, kann man aber auch sagen, die n\u00e4chste Runde geht auf mich!, oder einfach der Bedienung sagen, dass alle Drinks \u201everdoppelt\u201c (doubler) werden sollen, dann ist klar, dass man selbst das dann zahlt. Grunds\u00e4tzlich muss einem klar sein, dass kamerunische Studierende im Monat oft maximal an die 70\u20ac zur Verf\u00fcgung haben, und das ist sehr hoch angesetzt. Dies kann also dementsprechend auch dazu f\u00fchren, dass du das Gef\u00fchl hast, st\u00e4ndig alle einzuladen, sie dir aber nie irgendwelche Unternehmungen vorschlagen. Das liegt eben meistens daran, weil sie es sich wirklich nicht leisten k\u00f6nnten, f\u00fcr alle zu bezahlen, und dir deswegen vielleicht nicht erz\u00e4hlen, dass z.B. gerade Filmfestival ist. Wenn man es klar im Vorhinein abmacht, kann man aber auch Kosten teilen: Z.B. sagen, ich w\u00fcrde heute gerne das und das machen, h\u00e4tte aber nur Geld f\u00fcr die Hinfahrt. Dann kann diskutiert werden, wie viel alle haben und ob man sich zusammen die Unternehmung leisten kann.<\/p><p><strong>7. Fazit<\/strong><br \/>Zum eine war die Forschung f\u00fcr mich frustrierend, da ich an der Barriere der deutschen Beh\u00f6rden so abgeprallt bin. Dadurch musste ich aber auch lernen, Abstand zu meiner Forschung aufzubauen, Dinge nicht pers\u00f6nlich zu nehmen, und Konflikte und Blockaden als Teil der Forschungsergebnisse zu betrachten. Ber\u00fchrt hat mich hingegen, wie sehr sich daf\u00fcr viele der Interviewten f\u00fcr mich ge\u00f6ffnet haben und wie viel Vertrauen mir geschenkt wurde, pers\u00f6nliche Lebensl\u00e4ufe und sensible Daten auszutauschen.<\/p><p>Nachdem ich bereits w\u00e4hrend meines Bachelorstudiums ein Auslandssemester in Kamerun verbracht habe, habe ich nun noch einmal viel tiefere Einblicke in die kamerunische Gesellschaft und Lebensweise gewonnen und Yaound\u00e9 als Stadt wirklich gut kennengelernt. Bei diesem zweiten Aufenthalt war ich viel gelassener und eigenst\u00e4ndiger und konnte mir so viel mehr erschlie\u00dfen und kennenlernen.<\/p><p>Als Folge dieser Forschung kann ich mir sehr gut vorstellen, eine Promotionsarbeit auf meine Forschung aufzubauen. Es gibt noch so viele Aspekte und Perspektiven, die ich nicht beleuchten konnte. Visumsprozeduren an sich sind eine absolute Forschungsl\u00fccke und k\u00f6nnen noch vielversprechende Erkenntnisse hervorrufen.<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"4420,4421\"]<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"4422,4423\"]<\/p><p>[gallery columns=\"2\" ids=\"4424,4425\"]<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,525356,356669,368865,653],"tags":[148522,368841,525315,525356,368887,18499,368747,17819,525386],"class_list":["post-4419","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-kamerun","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-afrika","tag-forschungspraktikum","tag-interkulturelle-erfahrungen","tag-kamerun","tag-leben-im-ausland","tag-organisatorisches","tag-promos","tag-visum","tag-whnungssuche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4419"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4427,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4419\/revisions\/4427"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}