{"id":4371,"date":"2018-06-25T22:07:36","date_gmt":"2018-06-25T20:07:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=4371"},"modified":"2022-06-14T22:39:35","modified_gmt":"2022-06-14T20:39:35","slug":"physical-geography-praktikum-in-argentinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2018\/06\/25\/physical-geography-praktikum-in-argentinien\/","title":{"rendered":"Physical Geography-Praktikum in Argentinien"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>F\u00fcr mich war klar, dass ich w\u00e4hrend meines Studiums einen l\u00e4ngeren Auslandsaufenthalt durchf\u00fchren m\u00f6chte. Mein Plan war es, dies im Rahmen meines Master-Studiums zu tun. W\u00e4hrend meiner Bachelor-Arbeit habe ich diesen Plan mit meiner Erstbetreuerin besprochen und sie er\u00f6ffnete mir die M\u00f6glichkeiten zu ihr bekannten Wissenschaftlern nach Chile oder Argentinien f\u00fcr ein Praktikum zu gehen. F\u00fcr mich war also im Endeffekt wenig Arbeit mit der Suche eines geeigneten Praktikums verbunden. Da mich das Projekt in Argentinien mehr ansprach, entschied ich mich daf\u00fcr jenes Praktikum zu realisieren.<\/p>\n<p>Nachdem der Kontakt hergestellt war, habe ich \u00fcber E-Mails mit dem argentinischen Wissenschaftler die Rahmenbedingungen wie Zeitraum und Unterkunft gekl\u00e4rt. Aus organisatorischer Sicht war das nicht sehr aufwendig, da die Kommunikation gut lief und auch nicht viel B\u00fcrokratie von N\u00f6ten war. Neben einem offiziellen Dokument der Universit\u00e4t, welches ich f\u00fcr die Anrechnung des Praktikums brauche, war kein Papierkrieg zu bew\u00e4ltigen. Da ich offiziell als Tourist nach Argentinien eingereist war, musste ich auch keine speziellen Genehmigungen oder sonstiges Beantragen. Von der Universit\u00e4t (Universidad Tecnol\u00f3gica Nacional \u2013 Facultad Regional Concordia) wurde mir umsonst ein Zimmer an der Universit\u00e4t, das ansonsten f\u00fcr Lehrbeauftrage der Universit\u00e4t bereit steht, welche sich nur zeitweise in Concordia aufhalten, zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Mit mehr Aufwand verbunden war die Beschaffung von Stipendien, die im Endeffekt die Kosten f\u00fcr meine Fl\u00fcge decken konnten. Ich bewarb mich neben PROMOS auf ein Stipendium des Bremer Studien-Fonds e.V., welcher Stipendien f\u00fcr nicht-pflichtm\u00e4\u00dfige Praktika vergibt.<\/p>\n<p>Das Projekt an welchem ich im Rahmen meines Praktikums mitwirken durfte behandelt die Hydrogeologie eines Grundwasserspeichers, welcher zum Teil im Nationalpark \u201eEl Palmar\u201c (ca. 1 Autostunde von Concordia entfernt) liegt. Dabei sollen bspw. der Einfluss von Fluten des angrenzenden Rio Uruguay untersucht werden. F\u00fcr die Berechnung der hydrologischen Bilanz ist jedoch neben den Messungen im Boden auch wichtig, wie viel des Wassers in die Atmosph\u00e4re verdampft: die sogenannte Evapotranspiration. Dieser Aspekt war das Thema, um welches sich meine Arbeit vor Ort drehte und an welchem ich auch im Rahmen des Master-Projekts in meinem Studiengang weiterarbeite.<\/p>\n<p>Meine Aufgabe ist und war es aus Satellitenbildern und den meteorologischen Daten von vor Ort ein Modell zur Approximation der Evapotranspiration zu erstellen. Neben der Modellierung der Evapotranspiration soll auch eine Landbedeckungskarte anhand der Satellitenbilder und Untersuchungen im Feld erstellt werden. F\u00fcr die Berechnung der Evapotranspiration aus Satellitenbildern der Landsat- Satelliten, gibt es den METRIC-Algorithmus (Mapping EvapoTranspiration at high Resolution with Internalized Calibration). Er erm\u00f6glicht es, u.a. mit Hilfe der vom Satelliten gemessenen Oberfl\u00e4chentemperatur sowie spektralen Eigenschaften, Terme der Energiebilanzgleichung zu approximieren sodass die Evapotranspiration bzw. latente W\u00e4rme als Residuum jener Gleichung bestimmt werden kann.<\/p>\n<p>Neben der Implementation des Algorithmus in die Programmiersprache R, arbeite ich dabei mit der Software QGIS. An meiner Gastuniversit\u00e4t sollte ich dann an diesen Aufgaben unter R\u00fccksprache mit den Wissenschaftlern vor Ort arbeiten und mir die n\u00f6tigen meteorologischen und Felddaten besorgen. Also flog ich im August 2017 nach Buenos Aires und nach einem kurzen Aufenthalt dort fuhr ich mit dem \u00dcberlandbus (dem gebr\u00e4uchlichsten Fernverkehrsmittel in Argentinien) nach Concordia. Dort wurde ich von einem Mitarbeiter der Universit\u00e4t abgeholt und zu dem besagten Zimmer gebracht. Die Ausstattung war durchaus angemessen; es gab auch eine K\u00fcche zu der ich allerdings nur Zutritt \u00fcber einen in dem gleichen Haus befindlichen kleinen H\u00f6rsaal hatte. Dieser war allerdings auch nicht durchgehend belegt.<\/p>\n<p>So unkompliziert wie die Suche des Praktikums und der Unterkunft vor Ort waren, so war auch die Arbeit dort. Ich habe an meinem ersten Tag einen Schl\u00fcssel f\u00fcr das B\u00fcro der Arbeitsgruppe (Grupo de Investigaci\u00f3nes Ingener\u00eda Civil Materiales Ambiente \u2013 GIICMA) erhalten und konnte so meine Stunden flexibel arbeiten wann ich wollte. Auch ansonsten war die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort angenehm, allerdings anders als man es vielleicht aus Deutschland gewohnt sein w\u00fcrde. Zum Beispiel ist die Universit\u00e4t meist erst sp\u00e4ter am Tag zum Leben erwacht. Mir wurde erkl\u00e4rt, das l\u00e4ge daran, dass sie fr\u00fcher eine Universit\u00e4t f\u00fcr Berufst\u00e4tige war und daher traditionell am Nachmittag aktiver wird. Dazu kam der andere Rhythmus der Menschen dort, die zwar zum Teil recht fr\u00fch anfangen zu arbeiten, dann allerdings mittags eine l\u00e4ngere Siesta einlegen. Diese kann bis zu drei Stunden umfassen und beinhaltet meist das Mittagessen sowie eine Mittagsruhe. Danach wird dann f\u00fcr gew\u00f6hnlich noch bis sp\u00e4ter am Abend gearbeitet. Das Abendessen findet somit zumeist fr\u00fchestens um 22 Uhr statt.<\/p>\n<p>Ich konnte also sehr frei an meiner Arbeit wirken. Zwischendurch habe ich aber auch immer wieder R\u00fccksprache mit Mitarbeitern der Universit\u00e4t oder, per E-Mail, mit meiner akademischen Betreuerin in Deutschland, gehalten. \u00dcberraschend f\u00fcr mich war allerdings, dass mein urspr\u00fcnglicher Kontakt\/Betreuer in Argentinien sich haupts\u00e4chlich in Buenos Aires aufgehalten hat und nur maximal einen Tag in der Woche nach Concordia kam (~ 6 Stunden Autofahrt!). Somit musste ich diese Zeitfenster abpassen um mich mit ihm unterhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine ebenfalls durchaus spannende Erfahrung war die Organisation meines vorgesehenen Besuches im Nationalpark. Dieser war n\u00f6tig f\u00fcr mich, um vor Ort Daten (GPS-Koordinaten, Notizen, Fotos) f\u00fcr die Erstellung einer Landbedeckungskarte zu sammeln. Anf\u00e4nglich wurde mir vermittelt, man kenne den Direktor des Parks, die Organisation w\u00e4re dementsprechend unkompliziert und man k\u00f6nnte jederzeit dorthin. Als die Vorbereitungen daf\u00fcr konkreter wurden, t\u00e4tigte mein argentinischer Betreuer einen Anruf an den Nationalpark und es stellte sich heraus, dass der Kontakt der Universit\u00e4t im Nationalpark nun nicht mehr Direktor ist, da es aufgrund der politischen Wechsel nach der Pr\u00e4sidentenwahl 2015 anscheinend viele Ver\u00e4nderungen in staatlichen Strukturen gab.<\/p>\n<p>Nun war also der \u201eoffizielle\u201c Weg einzuschlagen, welcher wohl immer schwieriger und b\u00fcrokratischer wurde. In meiner letzten Woche entschieden sich meine Ansprechpartner bzw. Kollegen vor Ort, nach mehrfacher Nachfrage meinerseits, direkt in den Nationalpark zu fahren und mich dort quasi einfach als Tourist zu lassen, der dementsprechend auch den Park-Eintritt und die Camping-Geb\u00fchren zahlen muss. Einmal im Park angekommen, suchten wir dann trotzdem den besagten Angestellten des Parks auf.<\/p>\n<p>Wie er mir erz\u00e4hlte, ist er dort nun schon seit 25 Jahren und kennt den Ort also wie seine Westentasche. Auch war er in der Lage mir zu helfen und mich zum Beispiel den guardaparques (Parkw\u00e4chtern) vorzustellen. Dadurch konnte ich an einer Art Shuttle- Transport innerhalb des Parks teilnehmen und mich so im Park fortbewegen wie es f\u00fcr mich von N\u00f6ten war, um einen umfassenderen Eindruck des Gel\u00e4ndes zu gewinnen. Zudem ging ich eines sp\u00e4ten Nachmittags auch mit ihm durch einen Teil des Parks und er konnte mir ein wenig zu den Gegebenheiten dort erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Der Eindruck, welcher sich f\u00fcr mich ergab ist, dass in den Zusammenh\u00e4ngen, in welchen ich gearbeitet habe, pers\u00f6nliche Kontakte bzw. Organisation wichtiger als strukturelle Organisation zu sein scheint. Durch die politischen Fluktuationen, ist diese Form der Organisation nat\u00fcrlich anf\u00e4llig f\u00fcr Probleme wie das beschriebene. Durch die anscheinend aber dadurch auch weniger strukturellen Vorgaben, war eine L\u00f6sung auf pers\u00f6nlicher Ebene dennoch m\u00f6glich. Insgesamt war dieser Vorgang f\u00fcr mich interessant, da ich einen Einblick in die von deutschen Verh\u00e4ltnissen doch unterschiedliche Organisation gewinnen konnte.<\/p>\n<p>Auch ansonsten kann ich r\u00fcckblickend sagen, dass in Argentinien in gewissem Ma\u00dfe definitiv andere Werte und Vorstellungen herrschen als in Deutschland. So sind Freu(n)de und Miteinander h\u00e4ufig wichtiger als striktes Arbeiten und Organisation. Dazu passend ist auch das Ritual des Mate-Trinkens an welchem man bei Gelegenheit teilnehmen sollte, da es auch immer eine gesellschaftliche Einladung ist an Gespr\u00e4chen teilzunehmen. Solche Gegebenheiten machen nat\u00fcrlich auch den Reiz eines Auslandsaufenthaltes aus.<\/p>\n<p>Ich staunte manchmal nicht schlecht wie dort so ein Projekt angegangen wird. Zum Beispiel brauchte ich zur Erstellung des genannten Modells Daten der Windgeschwindigkeit im Park. Ein Anemometer stand der Arbeitsgruppe zwar zur Verf\u00fcgung; es wurde aber nicht angeschlossen. Dazu erhielt ich unterschiedliche Begr\u00fcndungen. Eine war, dass ein Kabel fehlte und die andere, dass man das Ger\u00e4t f\u00fcr ihre Untersuchungen (im Boden) ja nicht brauche und es ja mit gro\u00dfem Aufwand verbunden sei, das Ger\u00e4t betriebsbereit zu machen.<\/p>\n<p>Von anderen Studenten an der Universit\u00e4t, die ich mittlerweile kennengelernt hatte, bekam ich dann \u201eWilkommen in Argentinien\u201c oder so was in etwa wie \u201ees kann gut sein, dass du ohne Daten nach Deutschland fahren wirst\u201c zu h\u00f6ren. Immer mit einer gewissen Portion Humor. Anfangs war das etwas frustrierend, aber im Endeffekt Teil der Erfahrung, die so ein Auslandspraktikum ja auch mit sich bringen soll.<\/p>\n<p>Die Kommunikation an der Universit\u00e4t lief fast ausschlie\u00dflich auf Spanisch. Das war f\u00fcr mich, auch wenn die Menschen dort ein ganz anderes Spanisch, als das was man in der Schule hier lernt, sprechen, kein allzu gro\u00dfes Problem, da ich sieben Jahre Spanisch in der Schule hatte und vorher noch einen Kurs am Fremdsprachenzentrum der Hochschulen in Bremen gemacht habe. Einige Studenten haben allerdings auch Englisch und wenige sogar Deutsch gesprochen.<\/p>\n<p>Insgesamt kann ich einen Auslandsaufenthalt in Argentinien empfehlen. Ich habe mich nie wirklich unsicher o.\u00e4. gef\u00fchlt, viele nette Menschen kennengelernt und bin h\u00e4ufig auf Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit gesto\u00dfen. Auch das Lebensgef\u00fchl und die Lebensumst\u00e4nde sind einfach andere, was einen Aufenthalt dort durchaus spannend und bereichernd machen kann. In einer global orientierten Welt kann es meines Erachtens nur Helfen solche Gelegenheiten zu nutzen und den Horizont zu erweitern.<\/p>\n<p>Allerdings ist Argentinien (und dabei vor allem Buenos Aires) schon an Europa orientiert man f\u00fchlt sich daher meist nicht v\u00f6llig fremd. Weiterhin ist Argentinien ein Einwandererland und hat heute eine ethnisch-kulturelle Vielfalt aufzuweisen. In Concordia gibt es dementsprechend auch eine \u201eFiesta del Inmigrante\u201c, auf welcher die verschiedenen Gemeinschaften von Einwanderern (h\u00e4ufig nicht in erster Generation) sich und ihre Nation repr\u00e4sentieren. Die indigenen V\u00f6lker haben jedoch unter der europ\u00e4ischen Invasion gelitten und sind, je nach Region\/Provinz, wenig pr\u00e4sent oder an den Rand der Gesellschaft gedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war es eine gute Erfahrung in einem akademischen Umfeld im Ausland zu arbeiten, da ich meine Zukunft in der wissenschaftlichen Arbeit sehe. In diesem Bereich sind internationale Projekte schlie\u00dflich keine Seltenheit und Aufgeschlossenheit daf\u00fcr ist heutzutage wohl eine sogenannte Schl\u00fcsselqualifikation. Ich durfte also die Arbeit an einer kleinen argentinischen Universit\u00e4t kennenlernen und auch kulturell einiges mitnehmen.<\/p>\n<p>Generell war ich schon l\u00e4nger an Lateinamerika interessiert und habe daher nicht lange gez\u00f6gert diese M\u00f6glichkeit wahrzunehmen. Zus\u00e4tzlich konnte ich durch meine Arbeit verbunden mit diesem Praktikum meine F\u00e4higkeiten im Umgang mit den genannten Programmen verbessern, an einem interessanten Projekt teilhaben und meine Spanischkenntnisse ausbauen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann ich empfehlen mit mehr Zeit als nur f\u00fcr das Praktikum anzureisen, da Argentinien und S\u00fcdamerika allgemein sehr viel zu bieten haben und es sich daher selbstverst\u00e4ndlich lohnt noch Zeit zum Reisen und Erkunden zu haben. Alles in allem kann ich ein solches Praktikum nur empfehlen.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_4372\" style=\"width: 754px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-1.png\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4372\" class=\"size-medium wp-image-4372\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-1-744x558.png\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"558\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-1-744x558.png 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-1-420x315.png 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-1-768x576.png 768w, 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Da ich offiziell als Tourist nach Argentinien eingereist war, musste ich auch keine speziellen Genehmigungen oder sonstiges Beantragen. Von der Universit\u00e4t (Universidad Tecnol\u00f3gica Nacional \u2013 Facultad Regional Concordia) wurde mir umsonst ein Zimmer an der Universit\u00e4t, das ansonsten f\u00fcr Lehrbeauftrage der Universit\u00e4t bereit steht, welche sich nur zeitweise in Concordia aufhalten, zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p><p>Mit mehr Aufwand verbunden war die Beschaffung von Stipendien, die im Endeffekt die Kosten f\u00fcr meine Fl\u00fcge decken konnten. Ich bewarb mich neben PROMOS auf ein Stipendium des Bremer Studien-Fonds e.V., welcher Stipendien f\u00fcr nicht-pflichtm\u00e4\u00dfige Praktika vergibt.<\/p><p>Das Projekt an welchem ich im Rahmen meines Praktikums mitwirken durfte behandelt die Hydrogeologie eines Grundwasserspeichers, welcher zum Teil im Nationalpark \u201eEl Palmar\u201c (ca. 1 Autostunde von Concordia entfernt) liegt. Dabei sollen bspw. der Einfluss von Fluten des angrenzenden Rio Uruguay untersucht werden. F\u00fcr die Berechnung der hydrologischen Bilanz ist jedoch neben den Messungen im Boden auch wichtig, wie viel des Wassers in die Atmosph\u00e4re verdampft: die sogenannte Evapotranspiration. Dieser Aspekt war das Thema, um welches sich meine Arbeit vor Ort drehte und an welchem ich auch im Rahmen des Master-Projekts in meinem Studiengang weiterarbeite.<\/p><p>Meine Aufgabe ist und war es aus Satellitenbildern und den meteorologischen Daten von vor Ort ein Modell zur Approximation der Evapotranspiration zu erstellen. Neben der Modellierung der Evapotranspiration soll auch eine Landbedeckungskarte anhand der Satellitenbilder und Untersuchungen im Feld erstellt werden. F\u00fcr die Berechnung der Evapotranspiration aus Satellitenbildern der Landsat- Satelliten, gibt es den METRIC-Algorithmus (Mapping EvapoTranspiration at high Resolution with Internalized Calibration). Er erm\u00f6glicht es, u.a. mit Hilfe der vom Satelliten gemessenen Oberfl\u00e4chentemperatur sowie spektralen Eigenschaften, Terme der Energiebilanzgleichung zu approximieren sodass die Evapotranspiration bzw. latente W\u00e4rme als Residuum jener Gleichung bestimmt werden kann.<\/p><p>Neben der Implementation des Algorithmus in die Programmiersprache R, arbeite ich dabei mit der Software QGIS. An meiner Gastuniversit\u00e4t sollte ich dann an diesen Aufgaben unter R\u00fccksprache mit den Wissenschaftlern vor Ort arbeiten und mir die n\u00f6tigen meteorologischen und Felddaten besorgen. Also flog ich im August 2017 nach Buenos Aires und nach einem kurzen Aufenthalt dort fuhr ich mit dem \u00dcberlandbus (dem gebr\u00e4uchlichsten Fernverkehrsmittel in Argentinien) nach Concordia. Dort wurde ich von einem Mitarbeiter der Universit\u00e4t abgeholt und zu dem besagten Zimmer gebracht. Die Ausstattung war durchaus angemessen; es gab auch eine K\u00fcche zu der ich allerdings nur Zutritt \u00fcber einen in dem gleichen Haus befindlichen kleinen H\u00f6rsaal hatte. Dieser war allerdings auch nicht durchgehend belegt.<\/p><p>So unkompliziert wie die Suche des Praktikums und der Unterkunft vor Ort waren, so war auch die Arbeit dort. Ich habe an meinem ersten Tag einen Schl\u00fcssel f\u00fcr das B\u00fcro der Arbeitsgruppe (Grupo de Investigaci\u00f3nes Ingener\u00eda Civil Materiales Ambiente \u2013 GIICMA) erhalten und konnte so meine Stunden flexibel arbeiten wann ich wollte. Auch ansonsten war die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort angenehm, allerdings anders als man es vielleicht aus Deutschland gewohnt sein w\u00fcrde. Zum Beispiel ist die Universit\u00e4t meist erst sp\u00e4ter am Tag zum Leben erwacht. Mir wurde erkl\u00e4rt, das l\u00e4ge daran, dass sie fr\u00fcher eine Universit\u00e4t f\u00fcr Berufst\u00e4tige war und daher traditionell am Nachmittag aktiver wird. Dazu kam der andere Rhythmus der Menschen dort, die zwar zum Teil recht fr\u00fch anfangen zu arbeiten, dann allerdings mittags eine l\u00e4ngere Siesta einlegen. Diese kann bis zu drei Stunden umfassen und beinhaltet meist das Mittagessen sowie eine Mittagsruhe. Danach wird dann f\u00fcr gew\u00f6hnlich noch bis sp\u00e4ter am Abend gearbeitet. Das Abendessen findet somit zumeist fr\u00fchestens um 22 Uhr statt.<\/p><p>Ich konnte also sehr frei an meiner Arbeit wirken. Zwischendurch habe ich aber auch immer wieder R\u00fccksprache mit Mitarbeitern der Universit\u00e4t oder, per E-Mail, mit meiner akademischen Betreuerin in Deutschland, gehalten. \u00dcberraschend f\u00fcr mich war allerdings, dass mein urspr\u00fcnglicher Kontakt\/Betreuer in Argentinien sich haupts\u00e4chlich in Buenos Aires aufgehalten hat und nur maximal einen Tag in der Woche nach Concordia kam (~ 6 Stunden Autofahrt!). Somit musste ich diese Zeitfenster abpassen um mich mit ihm unterhalten zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Eine ebenfalls durchaus spannende Erfahrung war die Organisation meines vorgesehenen Besuches im Nationalpark. Dieser war n\u00f6tig f\u00fcr mich, um vor Ort Daten (GPS-Koordinaten, Notizen, Fotos) f\u00fcr die Erstellung einer Landbedeckungskarte zu sammeln. Anf\u00e4nglich wurde mir vermittelt, man kenne den Direktor des Parks, die Organisation w\u00e4re dementsprechend unkompliziert und man k\u00f6nnte jederzeit dorthin. Als die Vorbereitungen daf\u00fcr konkreter wurden, t\u00e4tigte mein argentinischer Betreuer einen Anruf an den Nationalpark und es stellte sich heraus, dass der Kontakt der Universit\u00e4t im Nationalpark nun nicht mehr Direktor ist, da es aufgrund der politischen Wechsel nach der Pr\u00e4sidentenwahl 2015 anscheinend viele Ver\u00e4nderungen in staatlichen Strukturen gab.<\/p><p>Nun war also der \u201eoffizielle\u201c Weg einzuschlagen, welcher wohl immer schwieriger und b\u00fcrokratischer wurde. In meiner letzten Woche entschieden sich meine Ansprechpartner bzw. Kollegen vor Ort, nach mehrfacher Nachfrage meinerseits, direkt in den Nationalpark zu fahren und mich dort quasi einfach als Tourist zu lassen, der dementsprechend auch den Park-Eintritt und die Camping-Geb\u00fchren zahlen muss. Einmal im Park angekommen, suchten wir dann trotzdem den besagten Angestellten des Parks auf.<\/p><p>Wie er mir erz\u00e4hlte, ist er dort nun schon seit 25 Jahren und kennt den Ort also wie seine Westentasche. Auch war er in der Lage mir zu helfen und mich zum Beispiel den guardaparques (Parkw\u00e4chtern) vorzustellen. Dadurch konnte ich an einer Art Shuttle- Transport innerhalb des Parks teilnehmen und mich so im Park fortbewegen wie es f\u00fcr mich von N\u00f6ten war, um einen umfassenderen Eindruck des Gel\u00e4ndes zu gewinnen. Zudem ging ich eines sp\u00e4ten Nachmittags auch mit ihm durch einen Teil des Parks und er konnte mir ein wenig zu den Gegebenheiten dort erz\u00e4hlen.<\/p><p>Der Eindruck, welcher sich f\u00fcr mich ergab ist, dass in den Zusammenh\u00e4ngen, in welchen ich gearbeitet habe, pers\u00f6nliche Kontakte bzw. Organisation wichtiger als strukturelle Organisation zu sein scheint. Durch die politischen Fluktuationen, ist diese Form der Organisation nat\u00fcrlich anf\u00e4llig f\u00fcr Probleme wie das beschriebene. Durch die anscheinend aber dadurch auch weniger strukturellen Vorgaben, war eine L\u00f6sung auf pers\u00f6nlicher Ebene dennoch m\u00f6glich. Insgesamt war dieser Vorgang f\u00fcr mich interessant, da ich einen Einblick in die von deutschen Verh\u00e4ltnissen doch unterschiedliche Organisation gewinnen konnte.<\/p><p>Auch ansonsten kann ich r\u00fcckblickend sagen, dass in Argentinien in gewissem Ma\u00dfe definitiv andere Werte und Vorstellungen herrschen als in Deutschland. So sind Freu(n)de und Miteinander h\u00e4ufig wichtiger als striktes Arbeiten und Organisation. Dazu passend ist auch das Ritual des Mate-Trinkens an welchem man bei Gelegenheit teilnehmen sollte, da es auch immer eine gesellschaftliche Einladung ist an Gespr\u00e4chen teilzunehmen. Solche Gegebenheiten machen nat\u00fcrlich auch den Reiz eines Auslandsaufenthaltes aus.<\/p><p>Ich staunte manchmal nicht schlecht wie dort so ein Projekt angegangen wird. Zum Beispiel brauchte ich zur Erstellung des genannten Modells Daten der Windgeschwindigkeit im Park. Ein Anemometer stand der Arbeitsgruppe zwar zur Verf\u00fcgung; es wurde aber nicht angeschlossen. Dazu erhielt ich unterschiedliche Begr\u00fcndungen. Eine war, dass ein Kabel fehlte und die andere, dass man das Ger\u00e4t f\u00fcr ihre Untersuchungen (im Boden) ja nicht brauche und es ja mit gro\u00dfem Aufwand verbunden sei, das Ger\u00e4t betriebsbereit zu machen.<\/p><p>Von anderen Studenten an der Universit\u00e4t, die ich mittlerweile kennengelernt hatte, bekam ich dann \u201eWilkommen in Argentinien\u201c oder so was in etwa wie \u201ees kann gut sein, dass du ohne Daten nach Deutschland fahren wirst\u201c zu h\u00f6ren. Immer mit einer gewissen Portion Humor. Anfangs war das etwas frustrierend, aber im Endeffekt Teil der Erfahrung, die so ein Auslandspraktikum ja auch mit sich bringen soll.<\/p><p>Die Kommunikation an der Universit\u00e4t lief fast ausschlie\u00dflich auf Spanisch. Das war f\u00fcr mich, auch wenn die Menschen dort ein ganz anderes Spanisch, als das was man in der Schule hier lernt, sprechen, kein allzu gro\u00dfes Problem, da ich sieben Jahre Spanisch in der Schule hatte und vorher noch einen Kurs am Fremdsprachenzentrum der Hochschulen in Bremen gemacht habe. Einige Studenten haben allerdings auch Englisch und wenige sogar Deutsch gesprochen.<\/p><p>Insgesamt kann ich einen Auslandsaufenthalt in Argentinien empfehlen. Ich habe mich nie wirklich unsicher o.\u00e4. gef\u00fchlt, viele nette Menschen kennengelernt und bin h\u00e4ufig auf Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit gesto\u00dfen. Auch das Lebensgef\u00fchl und die Lebensumst\u00e4nde sind einfach andere, was einen Aufenthalt dort durchaus spannend und bereichernd machen kann. In einer global orientierten Welt kann es meines Erachtens nur Helfen solche Gelegenheiten zu nutzen und den Horizont zu erweitern.<\/p><p>Allerdings ist Argentinien (und dabei vor allem Buenos Aires) schon an Europa orientiert man f\u00fchlt sich daher meist nicht v\u00f6llig fremd. Weiterhin ist Argentinien ein Einwandererland und hat heute eine ethnisch-kulturelle Vielfalt aufzuweisen. In Concordia gibt es dementsprechend auch eine \u201eFiesta del Inmigrante\u201c, auf welcher die verschiedenen Gemeinschaften von Einwanderern (h\u00e4ufig nicht in erster Generation) sich und ihre Nation repr\u00e4sentieren. Die indigenen V\u00f6lker haben jedoch unter der europ\u00e4ischen Invasion gelitten und sind, je nach Region\/Provinz, wenig pr\u00e4sent oder an den Rand der Gesellschaft gedr\u00e4ngt.<\/p><p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war es eine gute Erfahrung in einem akademischen Umfeld im Ausland zu arbeiten, da ich meine Zukunft in der wissenschaftlichen Arbeit sehe. In diesem Bereich sind internationale Projekte schlie\u00dflich keine Seltenheit und Aufgeschlossenheit daf\u00fcr ist heutzutage wohl eine sogenannte Schl\u00fcsselqualifikation. Ich durfte also die Arbeit an einer kleinen argentinischen Universit\u00e4t kennenlernen und auch kulturell einiges mitnehmen.<\/p><p>Generell war ich schon l\u00e4nger an Lateinamerika interessiert und habe daher nicht lange gez\u00f6gert diese M\u00f6glichkeit wahrzunehmen. Zus\u00e4tzlich konnte ich durch meine Arbeit verbunden mit diesem Praktikum meine F\u00e4higkeiten im Umgang mit den genannten Programmen verbessern, an einem interessanten Projekt teilhaben und meine Spanischkenntnisse ausbauen.<\/p><p>Nat\u00fcrlich kann ich empfehlen mit mehr Zeit als nur f\u00fcr das Praktikum anzureisen, da Argentinien und S\u00fcdamerika allgemein sehr viel zu bieten haben und es sich daher selbstverst\u00e4ndlich lohnt noch Zeit zum Reisen und Erkunden zu haben. Alles in allem kann ich ein solches Praktikum nur empfehlen.<\/p>[caption id=\"attachment_4372\" align=\"alignnone\" width=\"744\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-1.png\"><img class=\"size-medium wp-image-4372\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-1-744x558.png\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"558\" \/><\/a> Das B\u00fcro mit der Grundausstattung: Mate und Thermoskanne.[\/caption][caption id=\"attachment_4373\" align=\"alignnone\" width=\"744\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-2.png\"><img class=\"size-medium wp-image-4373\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-2-744x558.png\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"558\" \/><\/a> Front meiner Gastuniversit\u00e4t,\u2026[\/caption][caption id=\"attachment_4374\" align=\"alignnone\" width=\"744\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-3.png\"><img class=\"size-medium wp-image-4374\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2018\/05\/ConcordiaArgentPraktikumGeogrSoSe17-3-744x559.png\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"559\" \/><\/a> \u2026 welche auch mit der Zeit geht.[\/caption]","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,52061,342721,356669,368865,653],"tags":[52061,21106,525315,125554,525401],"class_list":["post-4371","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-argentinien","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-argentinien","tag-geographie","tag-interkulturelle-erfahrungen","tag-lateinamerika","tag-physical-geography"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4371"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4376,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4371\/revisions\/4376"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4373"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}