{"id":4342,"date":"2018-05-07T15:13:51","date_gmt":"2018-05-07T13:13:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=4342"},"modified":"2022-06-14T22:41:36","modified_gmt":"2022-06-14T20:41:36","slug":"viermonatiges-praktikum-beim-deutschen-akademischen-austauschdienst-in-paris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2018\/05\/07\/viermonatiges-praktikum-beim-deutschen-akademischen-austauschdienst-in-paris\/","title":{"rendered":"Viermonatiges Praktikum beim Deutschen Akademischen Austauschdienst in Paris"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Den Entschluss, ein Praktikum in Frankreich zu absolvieren, habe ich w\u00e4hrend eines Auslandssemesters im schwedischen \u00d6stersund gefasst. Es war das erste Mal nach meiner Schulzeit, dass ich wieder mit der franz\u00f6sischen Sprache in Kontakt kam, weil ich viel mit Studierenden aus Frankreich zu tun hatte. In der Schule hatte ich immer gro\u00dfe Probleme mit der Sprache und war froh, dass ich sie nach der 11. Klasse abw\u00e4hlen konnte. In Schweden kam dann aber die gro\u00dfe \u00dcberraschung, weil ich den Gespr\u00e4chen der franz\u00f6sischen Studierenden untereinander folgen konnte. Anscheinend ist mir ein gro\u00dfer passiver Wortschatz aus der Schulzeit erhalten geblieben, und so wollte ich der Sprache eine neue Chance geben.<\/p>\n<p>Gesagt, getan. Ich habe mich nach deutschen Unternehmen umgesehen, die auch in Frankreich ans\u00e4ssig sind, weil mir durch meine eingeschr\u00e4nkten Sprachkenntnisse klar war, dass ich nicht in einem rein franz\u00f6sischsprachigen Umfeld arbeiten kann. F\u00fcndig geworden bin ich an mehreren Stellen, die Zusage kam dann f\u00fcr ein Praktikum \u00fcber drei Monate in der Au\u00dfenstelle des DAAD in Paris. Von der Beschreibung der Anforderungen f\u00fcr das Praktikum, man brauche \u201esehr gute Franz\u00f6sischkenntnisse\u201c habe ich mich nicht abschrecken lassen. Die Gelegenheit, einen Einblick in Verwaltungsarbeit zu bekommen, erschien mir sehr reizvoll. Au\u00dferdem hatte ich durch mein Auslandssemester selbst erlebt, wie gewinnbringend ein Auslandsaufenthalt sein kann, so dass mich die T\u00e4tigkeitsfelder des DAAD sehr interessiert haben.<\/p>\n<p>Der DAAD ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen, die durch vielf\u00e4ltige Stipendien- und Austauschprogramme sowie durch Unterst\u00fctzung von Forschungsprojekten ma\u00dfgeblich zur F\u00f6rderung der internationalen Beziehungen der deutschen Hochschulen beitr\u00e4gt. Durch sein breit gef\u00e4chertes Programm hat der DAAD eine Mittlerrolle in der ausw\u00e4rtigen Kulturpolitik, der Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie der Entwicklungszusammenarbeit im Hochschulbereich inne. Diese interdisziplin\u00e4r und international ausgerichtete Programmvielfalt wird durch ein weltweites Netz von Au\u00dfenstellen sowie Lektorinnen und Lektoren erm\u00f6glicht, welche vor Ort in den einzelnen L\u00e4ndern \u00fcber den Hochschulstandort Deutschland sowie F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende informieren, den Kontakt zu ausl\u00e4ndischen Partnerinnen und Partnern pflegen und Kooperationen anbahnen.<\/p>\n<p>Vor Praktikumsbeginn habe ich f\u00fcr f\u00fcnf Wochen einen Sprachkurs am Sprachinstitut Alliance Francaise gemacht, von dem vier Wochen durch das ERASMUS+ Programm gef\u00f6rdert wurden. Den \u00fcberwiegenden Teil der Kosten f\u00fcr den Sprachkurs habe ich durch ein Stipendium des Deutsch-Franz\u00f6sischen Jugendwerks (DFJW) abdecken k\u00f6nnen. Das DFJW ist generell ein sehr guter Ansprechpartner, wenn man Interesse an einem Aufenthalt in Frankreich hat. Der Sprachkurs war sehr intensiv und anspruchsvoll, hat mir aber auch die n\u00f6tigen Grundlagenkenntnisse vermittelt, die ich in der Schule nie richtig begriffen hatte.<\/p>\n<p>Mein Praktikum verlief insgesamt sehr erfreulich. Es gab kleinere Startschwierigkeiten, weil die f\u00fcr mich zust\u00e4ndige Kollegin in der ersten Woche krank war, aber mit etwas Improvisation war das kein gr\u00f6\u00dferes Problem. Ich hatte eine feste Ansprechpartnerin, aber alle Kolleginnen und Kollegen konnten auf mich zukommen und mir Aufgaben \u00fcbertragen. Ich wurde immer gefragt, ob ich f\u00fcr weitere Aufgaben Kapazit\u00e4ten h\u00e4tte und ob sie mich interessieren w\u00fcrden oder nicht.<\/p>\n<p>Insgesamt besteht das Team des DAAD Paris aus sieben Kolleginnen und Kollegen, von denen drei franz\u00f6sisch und vier deutsch sind. In der w\u00f6chentlichen Besprechung, an der auch ich teilgenommen habe, wurden alle \u00fcber den jeweiligen Arbeitsstand informiert und administrative Themen besprochen, etwa die Neuorganisation der Daten auf dem gemeinsamen Server oder die Organisation des Sommerfestes, das zusammen mit dem Goethe-Institut Paris veranstaltet wird. Auch im Arbeitsalltag gab es immer wieder Ber\u00fchrungspunkte zwischen den Kolleginnen und Kollegen, da sie in sich zum Teil \u00fcberschneidenden oder miteinander verwandten Aufgabenfeldern t\u00e4tig sind.<\/p>\n<p>Meine Aufgaben waren recht vielf\u00e4ltig. Zum Anlass des 50. Jahrestages des Elysee-Vertrages habe ich zusammen mit einem Kollegen eine Schule besucht, die eine Livekonferenz mit mehreren anderen Schulen in Deutschland und Frankreich organisiert haben, in der sie \u00fcber das Thema des kulturellen und sprachlichen Austausches diskutierten. Mein Kollege nahm an der anschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion teil, in der insbesondere die Chancen thematisiert wurden, die sich durch die (in diesem Fall) binationale Kooperation im Schulbereich f\u00fcr die verschiedenen Akteure ergeben. Au\u00dferdem habe ich den DAAD auf einer Messe f\u00fcr Studieninteressierte vertreten und gemeinsam mit je einer DAAD-Lektorin \u00fcber Studien- und Forschungsm\u00f6glichkeiten in Deutschland informiert.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem habe ich an Publikationen der Au\u00dfenstelle mitgearbeitet (\u201eL\u00e4nderprofil Frankreich\u201c, eNewsletter), ein Merkblatt zum dualen Studium in Deutschland auf Franz\u00f6sisch erstellt, eine Fotorecherche f\u00fcr den Jahresbericht der Au\u00dfenstelle durchgef\u00fchrt und mehrere kleinere Recherchearbeiten zu verschiedenen Themen \u00fcbernommen, etwa zum Englischniveau franz\u00f6sischer Studierender.<\/p>\n<p>Weitere von mir \u00fcbernommene Aufgaben bezogen sich auf das Lektorenprogramm des DAADs. Ich habe die Jahresberichte der Lektorinnen und Lektoren zusammengefasst sowie Zuarbeiten bei der Organisation des Jahresseminares durchgef\u00fchrt. Au\u00dferdem habe ich an einem Vorstellungsgespr\u00e4ch teilgenommen, in dem sich ein potentieller Lektor f\u00fcr eine Fachlektoratsstelle im Bereich Jura an einer Pariser Universit\u00e4t beworben hat. Auch in die Organisation des einw\u00f6chigen Seminars \u201eFranz\u00f6sisch-Aufbaukurs mit Fachvortr\u00e4gen und Hochschulbesuchen\u201c f\u00fcr deutsche Hochschullehrende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutscher Hochschulen war ich eingebunden.<\/p>\n<p>Da leider eine meiner Kolleginnen aufgrund von Krankheit unerwartet f\u00fcr mehrere Monate ausgefallen ist, wurden ihre Aufgaben auf das Team verteilt. Ich selber habe in diesem Rahmen sehr viel Verantwortung \u00fcbernommen. Das brachte nat\u00fcrlich Vor- und Nachteile mit sich: Auf der einen Seite habe ich sehr viel Verantwortung getragen, stand teilweise unter hohem Zeitdruck und habe viel Arbeit gehabt; auf der anderen Seite habe ich so sehr viel gelernt und Aufgaben \u00fcbernommen, die sonst im Rahmen eines Praktikums nicht in meinen Bereich gefallen w\u00e4ren. Konkret habe ich mit Unterst\u00fctzung einer anderen Kollegin die Bearbeitung von Bewerbungen von franz\u00f6sischen Studierenden \u00fcbernommen, die sich f\u00fcr ein Stipendium f\u00fcr ein komplettes oder anteiliges Masterstudium in Deutschland beworben haben. In diesem Rahmen fielen die folgenden Aufgaben an: \u00dcberpr\u00fcfung der Bewerbungen auf Vollst\u00e4ndigkeit, Kommunikation mit den Studierenden, Suche nach Mitgliedern f\u00fcr die Auswahlkommissionen sowie deren \u201eBetreuung\u201c und Kommunikation mit ihnen, Zusammenstellung der Unterlagen f\u00fcr die Mitglieder der Auswahlkommission, Organisation, Teilnahme und Protokollierung der Auswahlkommission, Ablage, Kommunikation mit der DAAD-Zentrale in Bonn, Nachbereitung der Auswahlkommission. Au\u00dferdem habe ich an zwei weiteren Auswahlkommissionen f\u00fcr Stipendien anderer Programmlinien teilgenommen (Stipendien f\u00fcr Sprachkurse und Stipendien f\u00fcr Forschungsaufenthalte von Postdocs und Doktoranten). Die Bearbeitung der Stipendienbewerbungen hat einen Gro\u00dfteil meiner Zeit im Praktikum eingenommen. Durch den langen Ausfall meiner Kollegin wurde mein Praktikum zudem um einen Monat verl\u00e4ngert. Dies hatte f\u00fcr mich den Vorteil, dass ich die Nachbereitung der Auswahlkommission ebenfalls mitverfolgen konnte und ich so den gesamten Prozess vom Zeitpunkt der Bewerbungsdeadline bis zur Mitteilung der Ergebnisse begleiten konnte. Zur Anleitung und Unterst\u00fctzung stand mir \u00fcber den gesamten Zeitraum eine Kollegin zur Verf\u00fcgung, die ich jederzeit ansprechen konnte.<\/p>\n<p>Alles in allem bewerte ich mein Praktikum als erfolgreich und als sehr gewinnbringende Erfahrung. Ich konnte einen Einblick in Verwaltungst\u00e4tigkeiten in einem f\u00fcr mich sehr spannenden und gesamtgesellschaftlich relevanten Bereich gewinnen, mich mit der Bearbeitung von Bewerbungen und der Organisation von Auswahlkommissionen vertraut machen, Erfahrungen in der Arbeit in einem internationalen Team sammeln und auch inhaltlich arbeiten, in dem ich an Publikationen und Merkbl\u00e4ttern mitgewirkt habe. Mir wurde sehr viel Verantwortung \u00fcbertragen und ich konnte mich darin \u00fcben, unter Zeitdruck zu arbeiten. Alle Kolleginnen und Kollegen haben mich unterst\u00fctzt, sich Zeit f\u00fcr mich genommen und jede meiner Fragen ausf\u00fchrlich beantwortet. Insbesondere die Verl\u00e4ngerung des Praktikums, jedoch nicht nur die, hat mir deutlich gezeigt, dass meine Arbeit anerkannt wird und wertvoll ist. Meine sprachlichen Kompetenzen haben mir zwar hin und wieder Steine in den Weg gelegt, aber ich war dennoch in der Lage, die mir zugeteilten Aufgaben zur Zufriedenheit aller zu erledigen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_map_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_pb_map_container\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map\" data-center-lat=\"48.856614\" data-center-lng=\"2.3522219000000177\" data-zoom=\"6\" data-mouse-wheel=\"on\" data-mobile-dragging=\"on\"><\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map_pin\" data-lat=\"48.856614\" data-lng=\"2.3522219000000177\" data-title=\"\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":4343,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Den Entschluss, ein Praktikum in Frankreich zu absolvieren, habe ich w\u00e4hrend eines Auslandssemesters im schwedischen \u00d6stersund gefasst. Es war das erste Mal nach meiner Schulzeit, dass ich wieder mit der franz\u00f6sischen Sprache in Kontakt kam, weil ich viel mit Studierenden aus Frankreich zu tun hatte. In der Schule hatte ich immer gro\u00dfe Probleme mit der Sprache und war froh, dass ich sie nach der 11. Klasse abw\u00e4hlen konnte. In Schweden kam dann aber die gro\u00dfe \u00dcberraschung, weil ich den Gespr\u00e4chen der franz\u00f6sischen Studierenden untereinander folgen konnte. Anscheinend ist mir ein gro\u00dfer passiver Wortschatz aus der Schulzeit erhalten geblieben, und so wollte ich der Sprache eine neue Chance geben.<\/p><p>Gesagt, getan. Ich habe mich nach deutschen Unternehmen umgesehen, die auch in Frankreich ans\u00e4ssig sind, weil mir durch meine eingeschr\u00e4nkten Sprachkenntnisse klar war, dass ich nicht in einem rein franz\u00f6sischsprachigen Umfeld arbeiten kann. F\u00fcndig geworden bin ich an mehreren Stellen, die Zusage kam dann f\u00fcr ein Praktikum \u00fcber drei Monate in der Au\u00dfenstelle des DAAD in Paris. Von der Beschreibung der Anforderungen f\u00fcr das Praktikum, man brauche \u201esehr gute Franz\u00f6sischkenntnisse\u201c habe ich mich nicht abschrecken lassen. Die Gelegenheit, einen Einblick in Verwaltungsarbeit zu bekommen, erschien mir sehr reizvoll. Au\u00dferdem hatte ich durch mein Auslandssemester selbst erlebt, wie gewinnbringend ein Auslandsaufenthalt sein kann, so dass mich die T\u00e4tigkeitsfelder des DAAD sehr interessiert haben.<\/p><p>Der DAAD ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen, die durch vielf\u00e4ltige Stipendien- und Austauschprogramme sowie durch Unterst\u00fctzung von Forschungsprojekten ma\u00dfgeblich zur F\u00f6rderung der internationalen Beziehungen der deutschen Hochschulen beitr\u00e4gt. Durch sein breit gef\u00e4chertes Programm hat der DAAD eine Mittlerrolle in der ausw\u00e4rtigen Kulturpolitik, der Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie der Entwicklungszusammenarbeit im Hochschulbereich inne. Diese interdisziplin\u00e4r und international ausgerichtete Programmvielfalt wird durch ein weltweites Netz von Au\u00dfenstellen sowie Lektorinnen und Lektoren erm\u00f6glicht, welche vor Ort in den einzelnen L\u00e4ndern \u00fcber den Hochschulstandort Deutschland sowie F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende informieren, den Kontakt zu ausl\u00e4ndischen Partnerinnen und Partnern pflegen und Kooperationen anbahnen.<\/p><p>Vor Praktikumsbeginn habe ich f\u00fcr f\u00fcnf Wochen einen Sprachkurs am Sprachinstitut Alliance Francaise gemacht, von dem vier Wochen durch das ERASMUS+ Programm gef\u00f6rdert wurden. Den \u00fcberwiegenden Teil der Kosten f\u00fcr den Sprachkurs habe ich durch ein Stipendium des Deutsch-Franz\u00f6sischen Jugendwerks (DFJW) abdecken k\u00f6nnen. Das DFJW ist generell ein sehr guter Ansprechpartner, wenn man Interesse an einem Aufenthalt in Frankreich hat. Der Sprachkurs war sehr intensiv und anspruchsvoll, hat mir aber auch die n\u00f6tigen Grundlagenkenntnisse vermittelt, die ich in der Schule nie richtig begriffen hatte.<\/p><p>Mein Praktikum verlief insgesamt sehr erfreulich. Es gab kleinere Startschwierigkeiten, weil die f\u00fcr mich zust\u00e4ndige Kollegin in der ersten Woche krank war, aber mit etwas Improvisation war das kein gr\u00f6\u00dferes Problem. Ich hatte eine feste Ansprechpartnerin, aber alle Kolleginnen und Kollegen konnten auf mich zukommen und mir Aufgaben \u00fcbertragen. Ich wurde immer gefragt, ob ich f\u00fcr weitere Aufgaben Kapazit\u00e4ten h\u00e4tte und ob sie mich interessieren w\u00fcrden oder nicht.<\/p><p>Insgesamt besteht das Team des DAAD Paris aus sieben Kolleginnen und Kollegen, von denen drei franz\u00f6sisch und vier deutsch sind. In der w\u00f6chentlichen Besprechung, an der auch ich teilgenommen habe, wurden alle \u00fcber den jeweiligen Arbeitsstand informiert und administrative Themen besprochen, etwa die Neuorganisation der Daten auf dem gemeinsamen Server oder die Organisation des Sommerfestes, das zusammen mit dem Goethe-Institut Paris veranstaltet wird. Auch im Arbeitsalltag gab es immer wieder Ber\u00fchrungspunkte zwischen den Kolleginnen und Kollegen, da sie in sich zum Teil \u00fcberschneidenden oder miteinander verwandten Aufgabenfeldern t\u00e4tig sind.<\/p><p>Meine Aufgaben waren recht vielf\u00e4ltig. Zum Anlass des 50. Jahrestages des Elysee-Vertrages habe ich zusammen mit einem Kollegen eine Schule besucht, die eine Livekonferenz mit mehreren anderen Schulen in Deutschland und Frankreich organisiert haben, in der sie \u00fcber das Thema des kulturellen und sprachlichen Austausches diskutierten. Mein Kollege nahm an der anschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion teil, in der insbesondere die Chancen thematisiert wurden, die sich durch die (in diesem Fall) binationale Kooperation im Schulbereich f\u00fcr die verschiedenen Akteure ergeben. Au\u00dferdem habe ich den DAAD auf einer Messe f\u00fcr Studieninteressierte vertreten und gemeinsam mit je einer DAAD-Lektorin \u00fcber Studien- und Forschungsm\u00f6glichkeiten in Deutschland informiert.<\/p><p>Au\u00dferdem habe ich an Publikationen der Au\u00dfenstelle mitgearbeitet (\u201eL\u00e4nderprofil Frankreich\u201c, eNewsletter), ein Merkblatt zum dualen Studium in Deutschland auf Franz\u00f6sisch erstellt, eine Fotorecherche f\u00fcr den Jahresbericht der Au\u00dfenstelle durchgef\u00fchrt und mehrere kleinere Recherchearbeiten zu verschiedenen Themen \u00fcbernommen, etwa zum Englischniveau franz\u00f6sischer Studierender.<\/p><p>Weitere von mir \u00fcbernommene Aufgaben bezogen sich auf das Lektorenprogramm des DAADs. Ich habe die Jahresberichte der Lektorinnen und Lektoren zusammengefasst sowie Zuarbeiten bei der Organisation des Jahresseminares durchgef\u00fchrt. Au\u00dferdem habe ich an einem Vorstellungsgespr\u00e4ch teilgenommen, in dem sich ein potentieller Lektor f\u00fcr eine Fachlektoratsstelle im Bereich Jura an einer Pariser Universit\u00e4t beworben hat. Auch in die Organisation des einw\u00f6chigen Seminars \u201eFranz\u00f6sisch-Aufbaukurs mit Fachvortr\u00e4gen und Hochschulbesuchen\u201c f\u00fcr deutsche Hochschullehrende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutscher Hochschulen war ich eingebunden.<\/p><p>Da leider eine meiner Kolleginnen aufgrund von Krankheit unerwartet f\u00fcr mehrere Monate ausgefallen ist, wurden ihre Aufgaben auf das Team verteilt. Ich selber habe in diesem Rahmen sehr viel Verantwortung \u00fcbernommen. Das brachte nat\u00fcrlich Vor- und Nachteile mit sich: Auf der einen Seite habe ich sehr viel Verantwortung getragen, stand teilweise unter hohem Zeitdruck und habe viel Arbeit gehabt; auf der anderen Seite habe ich so sehr viel gelernt und Aufgaben \u00fcbernommen, die sonst im Rahmen eines Praktikums nicht in meinen Bereich gefallen w\u00e4ren. Konkret habe ich mit Unterst\u00fctzung einer anderen Kollegin die Bearbeitung von Bewerbungen von franz\u00f6sischen Studierenden \u00fcbernommen, die sich f\u00fcr ein Stipendium f\u00fcr ein komplettes oder anteiliges Masterstudium in Deutschland beworben haben. In diesem Rahmen fielen die folgenden Aufgaben an: \u00dcberpr\u00fcfung der Bewerbungen auf Vollst\u00e4ndigkeit, Kommunikation mit den Studierenden, Suche nach Mitgliedern f\u00fcr die Auswahlkommissionen sowie deren \u201eBetreuung\u201c und Kommunikation mit ihnen, Zusammenstellung der Unterlagen f\u00fcr die Mitglieder der Auswahlkommission, Organisation, Teilnahme und Protokollierung der Auswahlkommission, Ablage, Kommunikation mit der DAAD-Zentrale in Bonn, Nachbereitung der Auswahlkommission. Au\u00dferdem habe ich an zwei weiteren Auswahlkommissionen f\u00fcr Stipendien anderer Programmlinien teilgenommen (Stipendien f\u00fcr Sprachkurse und Stipendien f\u00fcr Forschungsaufenthalte von Postdocs und Doktoranten). Die Bearbeitung der Stipendienbewerbungen hat einen Gro\u00dfteil meiner Zeit im Praktikum eingenommen. Durch den langen Ausfall meiner Kollegin wurde mein Praktikum zudem um einen Monat verl\u00e4ngert. Dies hatte f\u00fcr mich den Vorteil, dass ich die Nachbereitung der Auswahlkommission ebenfalls mitverfolgen konnte und ich so den gesamten Prozess vom Zeitpunkt der Bewerbungsdeadline bis zur Mitteilung der Ergebnisse begleiten konnte. Zur Anleitung und Unterst\u00fctzung stand mir \u00fcber den gesamten Zeitraum eine Kollegin zur Verf\u00fcgung, die ich jederzeit ansprechen konnte.<\/p><p>Alles in allem bewerte ich mein Praktikum als erfolgreich und als sehr gewinnbringende Erfahrung. Ich konnte einen Einblick in Verwaltungst\u00e4tigkeiten in einem f\u00fcr mich sehr spannenden und gesamtgesellschaftlich relevanten Bereich gewinnen, mich mit der Bearbeitung von Bewerbungen und der Organisation von Auswahlkommissionen vertraut machen, Erfahrungen in der Arbeit in einem internationalen Team sammeln und auch inhaltlich arbeiten, in dem ich an Publikationen und Merkbl\u00e4ttern mitgewirkt habe. 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