{"id":3697,"date":"2017-10-13T10:14:50","date_gmt":"2017-10-13T08:14:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=3697"},"modified":"2022-06-14T22:48:13","modified_gmt":"2022-06-14T20:48:13","slug":"praktikum-in-der-stadtverwaltung-von-kayseri-im-rahmen-des-roots-programms-der-universitaet-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2017\/10\/13\/praktikum-in-der-stadtverwaltung-von-kayseri-im-rahmen-des-roots-programms-der-universitaet-bremen\/","title":{"rendered":"Praktikum in der Stadtverwaltung von Kayseri im Rahmen des Roots-Programms der Universit\u00e4t Bremen"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>1. Warum hatten Sie sich zum Roots-Praktikum angemeldet und was waren Ihre Erwartungen an das Programm? Welche Vorteile haben Sie f\u00fcr sich in diesem Programm gesehen?<\/strong><br \/>\n\u00dcber das Roots Programm habe ich bei einem Gespr\u00e4ch mit meinen Kommilitoninnen erfahren. Mein Interesse wurde geweckt als sie mir erz\u00e4hlten, dass sie ihre Praktika mit Begleitung des Roots Programms in der T\u00fcrkei absolviert haben. Im International Office wurde ich von Frau Nurten Kurnaz mehr \u00fcber das Roots Programm informiert. Ich habe erfahren, dass ich durch das Roots Programm sehr gut betreut und durch entsprechende Vorbereitungskurse gut vorbereitet werde. Dies hat mich motiviert an diesem Programm teilzunehmen.<\/p>\n<p>Meine Erwartungen f\u00fcr das Roots Programm lagen darin, dass ich auch w\u00e4hrend meines Praktikums unterst\u00fctzt werde, falls es zu Problemen kommen sollte. Durch das Auslandspraktikum in der T\u00fcrkei m\u00f6chte ich meine T\u00fcrkischkenntnisse f\u00fcr mein Berufsleben personalisieren, die t\u00fcrkische Arbeitskultur sehen, einen Netzwerk bilden, Praxiserfahrungen sammeln und meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt in meinem Heimatland und im internationalen Arbeitsmarkt verbessern. In der Zukunft k\u00f6nnte ich mir gut vorstellen in der T\u00fcrkei zu leben und zu arbeiten. Daher m\u00f6chte ich durch dieses Auslandspraktikum einen direkten Vergleich machen zu dem was mich in Deutschland erwartet.<\/p>\n<p>Vorteilhaft war f\u00fcr mich, dass die Koordinatoren mich bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sehr gut unterst\u00fctzt hatten. Wir haben zusammen die Unternehmen und Gemeinden angerufen und nach einem Praktikumsplatz gefragt. Au\u00dferdem wurde ich sehr gut \u00fcber das Erasmus Programm informiert. Ein weiterer Vorteil des Roots Programms liegt darin, dass wir auf das Auslandspraktikum vorher durch die Kurse \u201eWirtschaftst\u00fcrkisch\u201c, \u201eInterkulturelles Training\u201c und \u201eT\u00fcrkisch als Erstsprache\u201c gut vorbereitet wurden. Da haben wir vor allem gelernt, wie man sich auf ein Vorstellungsgespr\u00e4ch vorbereitet und wie man ein Lebenslauf auf T\u00fcrkisch schreibt. \u00dcber die t\u00fcrkische Geschichte und Kultur haben wir in dem Kurs \u201cT\u00fcrkisch als Erstsprache\u201c gelernt.<\/p>\n<p><strong>2. Beschreiben Sie kurz das Unternehmen\/ die Organisation in dem Sie Ihr Praktikum absolviert haben. Benennen Sie grob Ihre T\u00e4tigkeiten.<\/strong><\/p>\n<p>Kayseri B\u00fcy\u00fck\u015fehir Belediyesi Kentsel D\u00f6n\u00fc\u015f\u00fcm Daire Baskanl&#305;\u011f&#305;<br \/>\nDie Gro\u00dfstadtgemeinde Kayseri Stadt- und Regionalentwicklungsabteilung<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3701\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2-744x558.jpg\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"558\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2-744x558.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2-510x382.jpg 510w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 744px) 100vw, 744px\" \/><\/a><br \/>\nDie Gro\u00dfstadtgemeinde Kayseri Stadt- und Regionalentwicklungsabteilung ist seit November 2016 aktiv. Die Hauptaufgabe der mit 22 Mitarbeitern besetzten Abteilung besteht darin, Siedlungen mit B\u00fcrgern auszuhandeln, die im st\u00e4dtischen Transformationsbereich leben, und dann Vereinbarungen \u00fcber die abzubauenden Geb\u00e4ude abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Vollendung des Wirtschaftslebens, Ersetzung alter und besch\u00e4digter Strukturen, Errichtung von gesunden, sicheren, standardisierten Lebensr\u00e4umen, Verhinderung von Verlust von Leben und Eigentum in m\u00f6glichen Katastrophen und schlie\u00dflich Erh\u00f6hung der st\u00e4dtischen Wohlfahrt und Lebensqualit\u00e4t der B\u00fcrger stellen die allgemeinen Pflichten des Abteilungsleiters dar.<\/p>\n<p><strong>Benennen Sie grob ihre T\u00e4tigkeiten:<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt f\u00fcr Sahabiye<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3707 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri1.jpg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri1.jpg 735w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri1-420x373.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/a>Die Region Sahabiye ist eines der \u00e4ltesten Regionen in Kayseri, welches sich jetzt in Stadt- und Regionalentwicklung befindet. Sahabiye Projekt ist ein sehr teures und gro\u00dfes Projekt. Diese Region hat ihre Funktionalit\u00e4t verloren und leidet viel an materieller Verlust. Es herrschen Sicherheitsprobleme auf den Stra\u00dfen und Parkpl\u00e4tzen. Ich habe f\u00fcr das neue Projekt die Planungs- und Bauprojektionen \u00fcberpr\u00fcft und mit paar Mitarbeitern zusammen die Pl\u00e4ne f\u00fcr soziale Einrichtungen, Gr\u00fcnfl\u00e4chen, Bildung, Anbetung oder Gesundheitsgebiete entsprechend der erwarteten Bev\u00f6lkerungsdichte untersucht.<\/p>\n<p>Einer meiner Aufgaben war die B\u00fcrger im B\u00fcro zu beraten. Meistens kamen fragen wie: \u201cIch w\u00fcrde gerne mehr \u00fcber die Regionalentwicklung von Sahabiye erfahren\" oder \u00fcber ihr privates Grundst\u00fcck Informationen sammeln. Ich habe vorgesetellt, wie der Plan f\u00fcr Sahabiye ist und wie lange die Umwandlung dauern wird. Beim Gespr\u00e4ch leitete ich die B\u00fcrger zu den Modellen hin und zeigte wie die Geb\u00e4uden nach dem Umbau aussehen werden. Hier sieht man die erste Bauetappe der Region Sahabiye, welches sich voraussichtlich in zwei Jahren entwickeln wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3703\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3-744x558.jpg\" alt=\"\" width=\"679\" height=\"509\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3-744x558.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3-420x315.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3-510x382.jpg 510w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 679px) 100vw, 679px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zudem habe ich mit einem Mitarbeiter zusammen die aktuelle Lage der Region Sahabiye besichtigt. Bevor wir uns auf den Weg gemacht haben, musste ich die durchzuf\u00fchrende Sicherheitsma\u00dfnahmen\u00fcberpr\u00fcfen, die ich in Sahabiye einhalten musste. Bei der Besichtigung ist mir die schlechte Lage der Region schnell aufgefallen. Die H\u00e4user sind nicht wohnhaftig und nicht erdbebensicher. Diese sind eines der wichtigsten Gr\u00fcnde, warum die gesamte Region neu entwickelt wird. Meine Aufgabe bestand darin in Sahabiye die H\u00e4user zu fotografieren und beim Versiegeln der H\u00e4user mitzuhelfen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3705\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4-744x992.jpg\" alt=\"\" width=\"377\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4-744x992.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4-420x560.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 377px) 100vw, 377px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3709\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5-744x992.jpg\" alt=\"\" width=\"378\" height=\"504\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5-744x992.jpg 744w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5-420x560.jpg 420w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 378px) 100vw, 378px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>3. Welche Erwartungen hatten Sie an Ihr Praktikum in der T\u00fcrkei? Haben sich diese Erwartungen erf\u00fcllt?<\/strong><br \/>\nMeine Erwartungen, die ich an meinem Praktikum in der T\u00fcrkei hatte, waren folgenderma\u00dfen: Die t\u00fcrkische Arbeitskultur und neue Menschen kennen lernen, mich unterhalten und meine T\u00fcrkischkenntnisse auffrischen. Diese Erwartungen haben sich soweit erf\u00fcllt. Meine Kollegen sind zu meinen Freunden geworden, wir haben uns auch privat getroffen und uns unterhalten. Im B\u00fcro habe ich gehofft, dass ich nicht nur rumsitze, sondern Aufgaben bekomme und sogar selbst\u00e4ndig arbeiten darf.Ich wurde sehr gut und freundlich betreut, daher hatte ich auch den Mut selbst\u00e4ndig Aufgaben zu erledigen und Eigeninitiative zu zeigen. Im Gro\u00dfen und Ganzen konnte ich meine Soft Skills, wie Anpassungsf\u00e4higkeit, Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeit, Neugier, etc. weiterentwickeln.<\/p>\n<p><strong>4. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben Sie als T\u00fcrkeist\u00e4mmige\/r aus Deutschland in ihrer Heimat-und Gastkultur entdecken k\u00f6nnen? Gab es Verhaltensweisen, die Ihnen fremd waren?<\/strong><br \/>\nAls T\u00fcrkeist\u00e4mmige aus Deutschland habe ich in meinem Heimat- und Gastkultur einige Unterschiede entdeckt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war z.B. das Aufstehen, wenn der Ableitungsleiter aus seinem B\u00fcro raus kam oder die Geb\u00e4ude betrat, sehr fremd. Am ersten Tag kannte ich das noch nicht, und bin nicht aufgestanden, w\u00e4hrend alle anderen aufgestanden sind. Daraufhin hat die Sekret\u00e4rin mir erz\u00e4hlt, dass ich das nicht machen muss, aber es aus Respekt gemacht wird. Ab diesem Moment habe ich mitgemacht. Ich hatte anfangs ein komisches Gef\u00fchl dabei, weil ich f\u00fcr den Ableitungsleiter jedes Mal aufgestanden bin. Aber dies hat sich schnell ge\u00e4ndert, ich habe mich mit der Zeit angepasst und f\u00fchlte es sogar als sehr unh\u00f6flich wenn ich nicht aufgestanden bin.<\/p>\n<p>Dazu kommt, dass die Menschen alle sehr offen, hilfsbereit und freundlich sind. Ich habe mich sofort dazugeh\u00f6rend gef\u00fchlt. Da die Abteilung aus einem jungen Team besteht, konnte ich mich mit allen ohne jegliche \u00c4ngste oder Bedenklichkeiten unterhalten. Die Mittagszeit ist genauso wie in Deutschland. Die Reinigungskraft ist den ganzen Tag in der Abteilung und hat Tee serviert und geputzt.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen im Verkehr ist mir zudem aufgefallen, dass viele in der T\u00fcrkei auf die Verkehrsregeln nicht so wie in Deutschland achten. Die Menschen laufen auch bei \u201erot\u201c \u00fcber dem Zebrastreifen wenn nur wenige Autos lang fahren. Aber wenn mal viele Autos lang fahren, kann man auch bei \u201egr\u00fcn\u201c nicht auf die andere Stra\u00dfenseite laufen, weil die Autos nicht warten wollen.<\/p>\n<p><strong>5. Schildern Sie ein irritierendes Ereignis. Haben Sie daf\u00fcr eine Erkl\u00e4rung? Denken Sie an das Interkulturelle Training f\u00fcr m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze.<\/strong><br \/>\nDie Sekret\u00e4rin ist die erste Person, die mit den B\u00fcrgern in Kontakt kommt. Ich bin oft bei ihr gewesen, wenn zu viele B\u00fcrger kamen. Sie erz\u00e4hlte mir was f\u00fcr unterschiedlichen Menschen sie begegnet ist. Ich konnte z.B. sehr gut beobachten, wie neugierig die Menschen sind. Wenn die B\u00fcrger auf den Abteilungsleiter warten m\u00fcssen, sitzen sie vor dem Tisch der Sekret\u00e4rin und fangen an sich mit uns zu unterhalten. Einmal fragten mich zwei Frauen ob ich hier arbeite. Ich erz\u00e4hlte daraufhin dass ich eine Praktikantin bin. Die Fragen endeten nicht und irgendwann kam es dazu, dass die mich gefragt haben ob ich verheiratet bin. Das kam mir schon zu weit. Ich verlie\u00df den Tisch und ging zu den anderen Mitarbeitern r\u00fcber. Diese Frauen wollten sich mit mir alleine unterhalten,was ich nicht wollte. Daraufhin hat die Sekret\u00e4rin mit einer h\u00f6heren Stimme betont, dass sich sowas innerhalb einer Gemeinde nicht geh\u00f6rt und bat diese Frauen die Geb\u00e4ude zu verlassen.Es war f\u00fcr mich eine sehr ungew\u00f6hnliche Situation. Das haben alle anderen Mitarbeiter auch mitbekommen und dar\u00fcber gelacht. Die Sekret\u00e4rin erz\u00e4hlte mir, dass sowas normal ist und dass ich noch mehr von dieser Art Situationen erleben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>6. Wie gestaltete sich Ihr Kontakt zu Ortsans\u00e4ssigen?<\/strong><br \/>\nDie Gesellschaft betreffend war ich \u00fcberrascht was f\u00fcr Herzensmenschen sie sind. Alle waren offen, hilfsbereit und freundlich auch wenn diese am Existenzminimum leben.<\/p>\n<p>Wenn ich vor einem Restaurant oder Cafe vorbeilaufen wollte, wurde ich h\u00f6flich ins Restaurant\/ Cafe eingeladen. Diese Menschen z\u00e4hlten schnell auf was sie mir alles anbieten k\u00f6nnten und versuchten mich ins Laden anzulocken.<\/p>\n<p><strong>7. Schildern Sie bitte ein spannendes oder sch\u00f6nes Ereignis, das sich durch den Kulturaustausch ergab.<\/strong><br \/>\nIch habe in Kayseri mein Praktikum absolviert, die Stadt, in der ich geboren bin. Mit dessen Kultur ich aufgewachsen bin. Daher konnte ich viel \u00fcber die Stadt Kayseri und \u00fcber die Lebensweise der Menschen mit den Mitarbeitern sprechen. Ich habe mich dadurch wie Zuhause gef\u00fchlt.<br \/>\nJeden Freitag gibt es das Freitagsgebet. Und die M\u00e4nner lassen ihre Arbeit und gehen um die Gebetszeit mit Aufruf von Azan (Gebetsruf) in die Moschee, um dort das Freitagsgebet zu verrichten. Die Frauen bleiben entweder im B\u00fcro oder machen drau\u00dfen l\u00e4nger Pause. An einem Freitag habe ich auch vorgenommen zu der Zeit wo das Gebet stattfindet eine Moschee zu besuchen und zu beten. Die Moscheen waren alle so voll, dass sich die Menschen drau\u00dfen ein Platz zum Beten suchen mussten. Ich habe zugesehen wie alle friedlich gebetet haben und sich nach dem Gebet gegenseitig ein gesegnetes Freitag gew\u00fcnscht haben.<\/p>\n<p>Weil ich ein religi\u00f6ser Mensch bin, war das f\u00fcr mich ein sehr spannendes und sch\u00f6nes Ereignis.<\/p>\n<p><strong>8. Wie hat der Auslandsaufenthalt Ihren Blick auf Ihre pers\u00f6nliche Kultur ver\u00e4ndert?Tragen Sie Ihre interkulturellen Erfahrungen nach Ihrer R\u00fcckkehr mit in Ihren Alltag? Inwiefern beeinflussen sie Ihr Verhalten, Ihre Einstellung und Werte?<\/strong><br \/>\nMein allgemeiner Blick auf meine eigene Kultur hat sich nicht stark ge\u00e4ndert. Ich bin ein offener Mensch und traue mich auf Menschen zuzugehen. Das war schon immer so, w\u00e4re es nicht k\u00f6nnte ich mich nicht trauen ein Auslandspraktikum zu machen. Ich habe nach dem interkulturellen Training festgestellt, dass ich mich der t\u00fcrkischen und deutschen Kultur zugeh\u00f6rig f\u00fchle. Diese Meinung vertrete ich immer noch. Die t\u00fcrkische Kultur spricht mir am meisten zu, weil ich t\u00fcrkische Wurzeln habe. Zudem f\u00fchle ich mich der deutschen Kultur zugeh\u00f6rig, da ich in Deutschland lebe und in Deutschland die deutsche Kultur miterlebe. Die interkulturellen Erfahrungen haben mich positiv beeinflusst.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines Auslandspraktikums wurde ich befragt, ob ich mich\u201a eher als T\u00fcrkin oder Deutsche f\u00fchle. Ich antwortete: \u201eSowohl als auch!\u201c Ich bewege mich zwischen zwei oder drei Sprachen und mehreren kulturellen Traditionen und das bestimmt somit meine Identit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>9. Inwiefern hat der Auslandsaufenthalt Ihre interkulturelle Kompetenz gef\u00f6rdert?<\/strong><br \/>\nMein Auslandsaufenthalt hat mich auf jeden Fall interkulturell gef\u00f6rdert. Mir ist aufgefallen, dass die Kultur auch negative Denkweisen mit sich bringt, wie zum Beispiel Vorurteile. Diese Vorurteile k\u00f6nnen durch Austausch von Menschen zu gegenseitigem Verst\u00e4ndnis behoben werden oder erst gar nicht entstehen. in der T\u00fcrkei geborene und aufgewachsene Menschen sind anders als die die in Deutschland aufgewachsen sind. Jeder sollte \u00fcberlegen, was seine Handlungen bei seinem Gegen\u00fcber ausl\u00f6sen kann. In einer ungewohnten Umgebung sollte darauf geachtet werden, wie man sich verh\u00e4lt. Ich kann jetzt viel besser mit Vorurteilen umgehen, da ich wei\u00df, dass nicht jeder Mensch, dieselbe Kultur hat, wie ein Mensch aus demselben Land und deshalb keine Verallgemeinerungen gemacht werden sollten.<\/p>\n<p><strong>10. Inwiefern hat das Praktikum Ihre (Fach-)sprachlichen Kenntnisse gef\u00f6rdert?<\/strong><br \/>\nIch war in Wort und Schrift schon immer gut in T\u00fcrkisch, deswegen haben sich meine sprachlichen Kenntnisse nicht gro\u00dfartig verbessert.<\/p>\n<p><strong>11. Wenn Sie jetzt zur\u00fcckblicken: Welche Vorteile hat Ihnen die Teilnahme am Roots-Programm f\u00fcr Ihren pers\u00f6nlichen und berufspraktischen Werdegang bieten k\u00f6nnen?<\/strong><br \/>\nIch denke, dass sich meine Chancen auf einen neuen oder besseren Arbeitsplatz<br \/>\nverbessert haben. Ich wei\u00df nun genauer, wohin ich mich pers\u00f6nlich und beruflich entwickeln m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte in der Zukunft noch ein Praktikum im Bereich Regionalentwicklung machen, durch dieses Zertifikat denke ich, dass ich leichter eine Praktikumsstelle finden kann.<\/p>\n<p>Ich denke au\u00dferdem, dass ich besser als zuvor in der Lage bin, verantwortungsvolle Aufgaben zu \u00fcbernehmen und k\u00f6nnte mir gut vorstellen, zuk\u00fcnftig im Ausland sowie in Deutschland zu arbeiten.<\/p>\n<p>Durch diesen Aufenthalt habe ich meine Pers\u00f6nlichkeit entwickelt, ich habe herausgefunden, dass ich mutiger bin, als das ich es mir vorstellen k\u00f6nnte und dass ich das erreichen kann, was auch immer ich m\u00f6chte, es muss nur aus meinem Herzen kommen.<\/p>\n<p><strong>12. Sonstige Bemerkungen, wie z.B. zur Betreuung durch das International Office, zum Sprachkurs oder Interkulturellen Training<\/strong><br \/>\nAbschlie\u00dfend kann ich nur gutes zum Interkulturellen Training, Wirtschaftst\u00fcrkisch und zur Betreuung sagen. Der Kurs Interkulturelles Training war lehrreich und empfehlenswert, vor allem f\u00fcr diejenigen, die sich mit dem Thema Kultur auseinandersetzen m\u00f6chten. Der Kurs Wirtschaftst\u00fcrkisch vor dem Auslandsaufenthalt hat uns als Einstieg beim Bewerbungsschreiben, Texte verfassen und sprechen viel geholfen. Ich bedanke mich herzlich an Frau Nurten Kurnaz und Herrn Sevinc Topal, die mir im Rahmen des Roots Programms viel geholfen und mich bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sehr unterst\u00fctzt haben. Das Roots Programm, das meine Berufschancen erh\u00f6ht hat und mir in der Zukunft neue Wege \u00f6ffnen wird und mir die M\u00f6glichkeit gegeben hat mich weiterzuentwickeln; sei es beruflich oder kulturell, kann ich jedem nur weiterempfehlen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_map_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_pb_map_container\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map\" data-center-lat=\"38.720489\" data-center-lng=\"35.48259699999994\" data-zoom=\"7\" data-mouse-wheel=\"on\" data-mobile-dragging=\"on\"><\/div>\n\t\t\t\t <div class=\"et_pb_map_pin\" data-lat=\"38.720489\" data-lng=\"35.48259699999994\" data-title=\"\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> \n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":3699,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>1. Warum hatten Sie sich zum Roots-Praktikum angemeldet und was waren Ihre Erwartungen an das Programm? Welche Vorteile haben Sie f\u00fcr sich in diesem Programm gesehen?<\/strong><br \/> \u00dcber das Roots Programm habe ich bei einem Gespr\u00e4ch mit meinen Kommilitoninnen erfahren. Mein Interesse wurde geweckt als sie mir erz\u00e4hlten, dass sie ihre Praktika mit Begleitung des Roots Programms in der T\u00fcrkei absolviert haben. Im International Office wurde ich von Frau Nurten Kurnaz mehr \u00fcber das Roots Programm informiert. Ich habe erfahren, dass ich durch das Roots Programm sehr gut betreut und durch entsprechende Vorbereitungskurse gut vorbereitet werde. Dies hat mich motiviert an diesem Programm teilzunehmen.<\/p><p>Meine Erwartungen f\u00fcr das Roots Programm lagen darin, dass ich auch w\u00e4hrend meines Praktikums unterst\u00fctzt werde, falls es zu Problemen kommen sollte. Durch das Auslandspraktikum in der T\u00fcrkei m\u00f6chte ich meine T\u00fcrkischkenntnisse f\u00fcr mein Berufsleben personalisieren, die t\u00fcrkische Arbeitskultur sehen, einen Netzwerk bilden, Praxiserfahrungen sammeln und meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt in meinem Heimatland und im internationalen Arbeitsmarkt verbessern. In der Zukunft k\u00f6nnte ich mir gut vorstellen in der T\u00fcrkei zu leben und zu arbeiten. Daher m\u00f6chte ich durch dieses Auslandspraktikum einen direkten Vergleich machen zu dem was mich in Deutschland erwartet.<\/p><p>Vorteilhaft war f\u00fcr mich, dass die Koordinatoren mich bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sehr gut unterst\u00fctzt hatten. Wir haben zusammen die Unternehmen und Gemeinden angerufen und nach einem Praktikumsplatz gefragt. Au\u00dferdem wurde ich sehr gut \u00fcber das Erasmus Programm informiert. Ein weiterer Vorteil des Roots Programms liegt darin, dass wir auf das Auslandspraktikum vorher durch die Kurse \u201eWirtschaftst\u00fcrkisch\u201c, \u201eInterkulturelles Training\u201c und \u201eT\u00fcrkisch als Erstsprache\u201c gut vorbereitet wurden. Da haben wir vor allem gelernt, wie man sich auf ein Vorstellungsgespr\u00e4ch vorbereitet und wie man ein Lebenslauf auf T\u00fcrkisch schreibt. \u00dcber die t\u00fcrkische Geschichte und Kultur haben wir in dem Kurs \u201cT\u00fcrkisch als Erstsprache\u201c gelernt.<\/p><p><strong>2. Beschreiben Sie kurz das Unternehmen\/ die Organisation in dem Sie Ihr Praktikum absolviert haben. Benennen Sie grob Ihre T\u00e4tigkeiten.<\/strong><\/p><p>Kayseri B\u00fcy\u00fck\u015fehir Belediyesi Kentsel D\u00f6n\u00fc\u015f\u00fcm Daire Baskanl\u0131\u011f\u0131<br \/> Die Gro\u00dfstadtgemeinde Kayseri Stadt- und Regionalentwicklungsabteilung<br \/> <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2.jpg\"><img class=\"alignnone size-medium wp-image-3701\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri2-744x558.jpg\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"558\" \/><\/a><br \/> Die Gro\u00dfstadtgemeinde Kayseri Stadt- und Regionalentwicklungsabteilung ist seit November 2016 aktiv. Die Hauptaufgabe der mit 22 Mitarbeitern besetzten Abteilung besteht darin, Siedlungen mit B\u00fcrgern auszuhandeln, die im st\u00e4dtischen Transformationsbereich leben, und dann Vereinbarungen \u00fcber die abzubauenden Geb\u00e4ude abzuschlie\u00dfen.<\/p><p>Vollendung des Wirtschaftslebens, Ersetzung alter und besch\u00e4digter Strukturen, Errichtung von gesunden, sicheren, standardisierten Lebensr\u00e4umen, Verhinderung von Verlust von Leben und Eigentum in m\u00f6glichen Katastrophen und schlie\u00dflich Erh\u00f6hung der st\u00e4dtischen Wohlfahrt und Lebensqualit\u00e4t der B\u00fcrger stellen die allgemeinen Pflichten des Abteilungsleiters dar.<\/p><p><strong>Benennen Sie grob ihre T\u00e4tigkeiten:<\/strong><\/p><p>Das Projekt f\u00fcr Sahabiye<br \/> <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri1.jpg\"><img class=\"wp-image-3707 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri1.jpg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"345\" \/><\/a>Die Region Sahabiye ist eines der \u00e4ltesten Regionen in Kayseri, welches sich jetzt in Stadt- und Regionalentwicklung befindet. Sahabiye Projekt ist ein sehr teures und gro\u00dfes Projekt. Diese Region hat ihre Funktionalit\u00e4t verloren und leidet viel an materieller Verlust. Es herrschen Sicherheitsprobleme auf den Stra\u00dfen und Parkpl\u00e4tzen. Ich habe f\u00fcr das neue Projekt die Planungs- und Bauprojektionen \u00fcberpr\u00fcft und mit paar Mitarbeitern zusammen die Pl\u00e4ne f\u00fcr soziale Einrichtungen, Gr\u00fcnfl\u00e4chen, Bildung, Anbetung oder Gesundheitsgebiete entsprechend der erwarteten Bev\u00f6lkerungsdichte untersucht.<\/p><p>Einer meiner Aufgaben war die B\u00fcrger im B\u00fcro zu beraten. Meistens kamen fragen wie: \u201cIch w\u00fcrde gerne mehr \u00fcber die Regionalentwicklung von Sahabiye erfahren\" oder \u00fcber ihr privates Grundst\u00fcck Informationen sammeln. Ich habe vorgesetellt, wie der Plan f\u00fcr Sahabiye ist und wie lange die Umwandlung dauern wird. Beim Gespr\u00e4ch leitete ich die B\u00fcrger zu den Modellen hin und zeigte wie die Geb\u00e4uden nach dem Umbau aussehen werden. Hier sieht man die erste Bauetappe der Region Sahabiye, welches sich voraussichtlich in zwei Jahren entwickeln wird.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-3703\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri3-744x558.jpg\" alt=\"\" width=\"679\" height=\"509\" \/><\/a><\/p><p>Zudem habe ich mit einem Mitarbeiter zusammen die aktuelle Lage der Region Sahabiye besichtigt. Bevor wir uns auf den Weg gemacht haben, musste ich die durchzuf\u00fchrende Sicherheitsma\u00dfnahmen\u00fcberpr\u00fcfen, die ich in Sahabiye einhalten musste. Bei der Besichtigung ist mir die schlechte Lage der Region schnell aufgefallen. Die H\u00e4user sind nicht wohnhaftig und nicht erdbebensicher. Diese sind eines der wichtigsten Gr\u00fcnde, warum die gesamte Region neu entwickelt wird. Meine Aufgabe bestand darin in Sahabiye die H\u00e4user zu fotografieren und beim Versiegeln der H\u00e4user mitzuhelfen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-3705\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri4-744x992.jpg\" alt=\"\" width=\"377\" height=\"503\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-3709\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/10\/Kayseri5-744x992.jpg\" alt=\"\" width=\"378\" height=\"504\" \/><\/a><\/p><p><strong>3. Welche Erwartungen hatten Sie an Ihr Praktikum in der T\u00fcrkei? Haben sich diese Erwartungen erf\u00fcllt?<\/strong><br \/> Meine Erwartungen, die ich an meinem Praktikum in der T\u00fcrkei hatte, waren folgenderma\u00dfen: Die t\u00fcrkische Arbeitskultur und neue Menschen kennen lernen, mich unterhalten und meine T\u00fcrkischkenntnisse auffrischen. Diese Erwartungen haben sich soweit erf\u00fcllt. Meine Kollegen sind zu meinen Freunden geworden, wir haben uns auch privat getroffen und uns unterhalten. Im B\u00fcro habe ich gehofft, dass ich nicht nur rumsitze, sondern Aufgaben bekomme und sogar selbst\u00e4ndig arbeiten darf.Ich wurde sehr gut und freundlich betreut, daher hatte ich auch den Mut selbst\u00e4ndig Aufgaben zu erledigen und Eigeninitiative zu zeigen. Im Gro\u00dfen und Ganzen konnte ich meine Soft Skills, wie Anpassungsf\u00e4higkeit, Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeit, Neugier, etc. weiterentwickeln.<\/p><p><strong>4. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben Sie als T\u00fcrkeist\u00e4mmige\/r aus Deutschland in ihrer Heimat-und Gastkultur entdecken k\u00f6nnen? Gab es Verhaltensweisen, die Ihnen fremd waren?<\/strong><br \/> Als T\u00fcrkeist\u00e4mmige aus Deutschland habe ich in meinem Heimat- und Gastkultur einige Unterschiede entdeckt.<\/p><p>F\u00fcr mich war z.B. das Aufstehen, wenn der Ableitungsleiter aus seinem B\u00fcro raus kam oder die Geb\u00e4ude betrat, sehr fremd. Am ersten Tag kannte ich das noch nicht, und bin nicht aufgestanden, w\u00e4hrend alle anderen aufgestanden sind. Daraufhin hat die Sekret\u00e4rin mir erz\u00e4hlt, dass ich das nicht machen muss, aber es aus Respekt gemacht wird. Ab diesem Moment habe ich mitgemacht. Ich hatte anfangs ein komisches Gef\u00fchl dabei, weil ich f\u00fcr den Ableitungsleiter jedes Mal aufgestanden bin. Aber dies hat sich schnell ge\u00e4ndert, ich habe mich mit der Zeit angepasst und f\u00fchlte es sogar als sehr unh\u00f6flich wenn ich nicht aufgestanden bin.<\/p><p>Dazu kommt, dass die Menschen alle sehr offen, hilfsbereit und freundlich sind. Ich habe mich sofort dazugeh\u00f6rend gef\u00fchlt. Da die Abteilung aus einem jungen Team besteht, konnte ich mich mit allen ohne jegliche \u00c4ngste oder Bedenklichkeiten unterhalten. Die Mittagszeit ist genauso wie in Deutschland. Die Reinigungskraft ist den ganzen Tag in der Abteilung und hat Tee serviert und geputzt.<\/p><p>Drau\u00dfen im Verkehr ist mir zudem aufgefallen, dass viele in der T\u00fcrkei auf die Verkehrsregeln nicht so wie in Deutschland achten. Die Menschen laufen auch bei \u201erot\u201c \u00fcber dem Zebrastreifen wenn nur wenige Autos lang fahren. Aber wenn mal viele Autos lang fahren, kann man auch bei \u201egr\u00fcn\u201c nicht auf die andere Stra\u00dfenseite laufen, weil die Autos nicht warten wollen.<\/p><p><strong>5. Schildern Sie ein irritierendes Ereignis. Haben Sie daf\u00fcr eine Erkl\u00e4rung? Denken Sie an das Interkulturelle Training f\u00fcr m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze.<\/strong><br \/> Die Sekret\u00e4rin ist die erste Person, die mit den B\u00fcrgern in Kontakt kommt. Ich bin oft bei ihr gewesen, wenn zu viele B\u00fcrger kamen. Sie erz\u00e4hlte mir was f\u00fcr unterschiedlichen Menschen sie begegnet ist. Ich konnte z.B. sehr gut beobachten, wie neugierig die Menschen sind. Wenn die B\u00fcrger auf den Abteilungsleiter warten m\u00fcssen, sitzen sie vor dem Tisch der Sekret\u00e4rin und fangen an sich mit uns zu unterhalten. Einmal fragten mich zwei Frauen ob ich hier arbeite. Ich erz\u00e4hlte daraufhin dass ich eine Praktikantin bin. Die Fragen endeten nicht und irgendwann kam es dazu, dass die mich gefragt haben ob ich verheiratet bin. Das kam mir schon zu weit. Ich verlie\u00df den Tisch und ging zu den anderen Mitarbeitern r\u00fcber. Diese Frauen wollten sich mit mir alleine unterhalten,was ich nicht wollte. Daraufhin hat die Sekret\u00e4rin mit einer h\u00f6heren Stimme betont, dass sich sowas innerhalb einer Gemeinde nicht geh\u00f6rt und bat diese Frauen die Geb\u00e4ude zu verlassen.Es war f\u00fcr mich eine sehr ungew\u00f6hnliche Situation. Das haben alle anderen Mitarbeiter auch mitbekommen und dar\u00fcber gelacht. Die Sekret\u00e4rin erz\u00e4hlte mir, dass sowas normal ist und dass ich noch mehr von dieser Art Situationen erleben k\u00f6nnte.<\/p><p><strong>6. Wie gestaltete sich Ihr Kontakt zu Ortsans\u00e4ssigen?<\/strong><br \/> Die Gesellschaft betreffend war ich \u00fcberrascht was f\u00fcr Herzensmenschen sie sind. Alle waren offen, hilfsbereit und freundlich auch wenn diese am Existenzminimum leben.<\/p><p>Wenn ich vor einem Restaurant oder Cafe vorbeilaufen wollte, wurde ich h\u00f6flich ins Restaurant\/ Cafe eingeladen. Diese Menschen z\u00e4hlten schnell auf was sie mir alles anbieten k\u00f6nnten und versuchten mich ins Laden anzulocken.<\/p><p><strong>7. Schildern Sie bitte ein spannendes oder sch\u00f6nes Ereignis, das sich durch den Kulturaustausch ergab.<\/strong><br \/> Ich habe in Kayseri mein Praktikum absolviert, die Stadt, in der ich geboren bin. Mit dessen Kultur ich aufgewachsen bin. Daher konnte ich viel \u00fcber die Stadt Kayseri und \u00fcber die Lebensweise der Menschen mit den Mitarbeitern sprechen. Ich habe mich dadurch wie Zuhause gef\u00fchlt.<br \/> Jeden Freitag gibt es das Freitagsgebet. Und die M\u00e4nner lassen ihre Arbeit und gehen um die Gebetszeit mit Aufruf von Azan (Gebetsruf) in die Moschee, um dort das Freitagsgebet zu verrichten. Die Frauen bleiben entweder im B\u00fcro oder machen drau\u00dfen l\u00e4nger Pause. An einem Freitag habe ich auch vorgenommen zu der Zeit wo das Gebet stattfindet eine Moschee zu besuchen und zu beten. Die Moscheen waren alle so voll, dass sich die Menschen drau\u00dfen ein Platz zum Beten suchen mussten. Ich habe zugesehen wie alle friedlich gebetet haben und sich nach dem Gebet gegenseitig ein gesegnetes Freitag gew\u00fcnscht haben.<\/p><p>Weil ich ein religi\u00f6ser Mensch bin, war das f\u00fcr mich ein sehr spannendes und sch\u00f6nes Ereignis.<\/p><p><strong>8. Wie hat der Auslandsaufenthalt Ihren Blick auf Ihre pers\u00f6nliche Kultur ver\u00e4ndert?Tragen Sie Ihre interkulturellen Erfahrungen nach Ihrer R\u00fcckkehr mit in Ihren Alltag? Inwiefern beeinflussen sie Ihr Verhalten, Ihre Einstellung und Werte?<\/strong><br \/> Mein allgemeiner Blick auf meine eigene Kultur hat sich nicht stark ge\u00e4ndert. Ich bin ein offener Mensch und traue mich auf Menschen zuzugehen. Das war schon immer so, w\u00e4re es nicht k\u00f6nnte ich mich nicht trauen ein Auslandspraktikum zu machen. Ich habe nach dem interkulturellen Training festgestellt, dass ich mich der t\u00fcrkischen und deutschen Kultur zugeh\u00f6rig f\u00fchle. Diese Meinung vertrete ich immer noch. Die t\u00fcrkische Kultur spricht mir am meisten zu, weil ich t\u00fcrkische Wurzeln habe. Zudem f\u00fchle ich mich der deutschen Kultur zugeh\u00f6rig, da ich in Deutschland lebe und in Deutschland die deutsche Kultur miterlebe. Die interkulturellen Erfahrungen haben mich positiv beeinflusst.<\/p><p>W\u00e4hrend meines Auslandspraktikums wurde ich befragt, ob ich mich\u201a eher als T\u00fcrkin oder Deutsche f\u00fchle. Ich antwortete: \u201eSowohl als auch!\u201c Ich bewege mich zwischen zwei oder drei Sprachen und mehreren kulturellen Traditionen und das bestimmt somit meine Identit\u00e4t.<\/p><p><strong>9. Inwiefern hat der Auslandsaufenthalt Ihre interkulturelle Kompetenz gef\u00f6rdert?<\/strong><br \/> Mein Auslandsaufenthalt hat mich auf jeden Fall interkulturell gef\u00f6rdert. Mir ist aufgefallen, dass die Kultur auch negative Denkweisen mit sich bringt, wie zum Beispiel Vorurteile. Diese Vorurteile k\u00f6nnen durch Austausch von Menschen zu gegenseitigem Verst\u00e4ndnis behoben werden oder erst gar nicht entstehen. in der T\u00fcrkei geborene und aufgewachsene Menschen sind anders als die die in Deutschland aufgewachsen sind. Jeder sollte \u00fcberlegen, was seine Handlungen bei seinem Gegen\u00fcber ausl\u00f6sen kann. In einer ungewohnten Umgebung sollte darauf geachtet werden, wie man sich verh\u00e4lt. Ich kann jetzt viel besser mit Vorurteilen umgehen, da ich wei\u00df, dass nicht jeder Mensch, dieselbe Kultur hat, wie ein Mensch aus demselben Land und deshalb keine Verallgemeinerungen gemacht werden sollten.<\/p><p><strong>10. Inwiefern hat das Praktikum Ihre (Fach-)sprachlichen Kenntnisse gef\u00f6rdert?<\/strong><br \/> Ich war in Wort und Schrift schon immer gut in T\u00fcrkisch, deswegen haben sich meine sprachlichen Kenntnisse nicht gro\u00dfartig verbessert.<\/p><p><strong>11. Wenn Sie jetzt zur\u00fcckblicken: Welche Vorteile hat Ihnen die Teilnahme am Roots-Programm f\u00fcr Ihren pers\u00f6nlichen und berufspraktischen Werdegang bieten k\u00f6nnen?<\/strong><br \/> Ich denke, dass sich meine Chancen auf einen neuen oder besseren Arbeitsplatz<br \/> verbessert haben. Ich wei\u00df nun genauer, wohin ich mich pers\u00f6nlich und beruflich entwickeln m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte in der Zukunft noch ein Praktikum im Bereich Regionalentwicklung machen, durch dieses Zertifikat denke ich, dass ich leichter eine Praktikumsstelle finden kann.<\/p><p>Ich denke au\u00dferdem, dass ich besser als zuvor in der Lage bin, verantwortungsvolle Aufgaben zu \u00fcbernehmen und k\u00f6nnte mir gut vorstellen, zuk\u00fcnftig im Ausland sowie in Deutschland zu arbeiten.<\/p><p>Durch diesen Aufenthalt habe ich meine Pers\u00f6nlichkeit entwickelt, ich habe herausgefunden, dass ich mutiger bin, als das ich es mir vorstellen k\u00f6nnte und dass ich das erreichen kann, was auch immer ich m\u00f6chte, es muss nur aus meinem Herzen kommen.<\/p><p><strong>12. Sonstige Bemerkungen, wie z.B. zur Betreuung durch das International Office, zum Sprachkurs oder Interkulturellen Training<\/strong><br \/> Abschlie\u00dfend kann ich nur gutes zum Interkulturellen Training, Wirtschaftst\u00fcrkisch und zur Betreuung sagen. Der Kurs Interkulturelles Training war lehrreich und empfehlenswert, vor allem f\u00fcr diejenigen, die sich mit dem Thema Kultur auseinandersetzen m\u00f6chten. Der Kurs Wirtschaftst\u00fcrkisch vor dem Auslandsaufenthalt hat uns als Einstieg beim Bewerbungsschreiben, Texte verfassen und sprechen viel geholfen. Ich bedanke mich herzlich an Frau Nurten Kurnaz und Herrn Sevinc Topal, die mir im Rahmen des Roots Programms viel geholfen und mich bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sehr unterst\u00fctzt haben. Das Roots Programm, das meine Berufschancen erh\u00f6ht hat und mir in der Zukunft neue Wege \u00f6ffnen wird und mir die M\u00f6glichkeit gegeben hat mich weiterzuentwickeln; sei es beruflich oder kulturell, kann ich jedem nur weiterempfehlen.<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653,401755,58024],"tags":[525315,401755,525304,58024,525314],"class_list":["post-3697","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","category-roots","category-tuerkei","tag-interkulturelle-erfahrungen","tag-roots","tag-sprachenlernen","tag-tuerkei","tag-wirtschaftswissenschaften"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3697"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3697\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3723,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3697\/revisions\/3723"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}