{"id":3191,"date":"2017-06-15T15:30:53","date_gmt":"2017-06-15T13:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=3191"},"modified":"2022-06-14T22:52:09","modified_gmt":"2022-06-14T20:52:09","slug":"dreimonatiges-praktikum-mit-der-koestler-parapsychologie-unit-der-university-of-edinburgh-schottland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2017\/06\/15\/dreimonatiges-praktikum-mit-der-koestler-parapsychologie-unit-der-university-of-edinburgh-schottland\/","title":{"rendered":"Dreimonatiges Praktikum mit der Koestler Parapsychologie Unit der University of Edinburgh, Schottland"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc484711720\"><\/a>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Motivation und Erwartung an das Praktikum<\/h1>\n<p>Unterschiedliche Beweggr\u00fcnde beeinflussten mich dazu, mein Pflichtpraktikum als Auslandspraktikum zu absolvieren. W\u00e4hrend der Schulzeit haben Freunde von mir an Sch\u00fcleraustauschprogrammen teilgenommen und mir von ihren positiven Erfahrungen berichtet. Ich selber habe \u00a0an einem zwei-w\u00f6chigen Sch\u00fcleraustausch nach Frankreich teilgenommen. Dieser Austausch war sehr interessant. Allerdings meiner Meinung nach viel zu kurz, um eine andere Kultur wirklich kennenzulernen. Aus diesem Grund hatte ich mich dazu entschlossen, w\u00e4hrend meines Studiums dem Wunsch nach einem Auslandsaufenthalt nachzugehen.<\/p>\n<p>Ich habe mich f\u00fcr ein Auslandspraktikum anstatt eines Auslandssemesters entschieden, da ich von Freunden geh\u00f6rt habe, dass man im Rahmen eines Auslandssemesters zwar viele neue Leute aus anderen L\u00e4ndern kennenlernt, aber nur wenig Kontakt zu Personen aus dem besuchten Land hat. Von dem Auslandspraktikum hatte ich mir daher erhofft, durch die direkte Zusammenarbeit mit Einheimischen, einen besseren Einblick in die Kultur des besuchten Landes zu erhalten.<\/p>\n<p>Die Wahl fiel auf Schottland, da ich vorhabe nach meinem Bachelor nach Schottland zu ziehen. Ich erhoffte mir deswegen speziell die Arbeitskultur und Arbeitsmentalit\u00e4t in Schottland kennenzulernen. Weiterhin erhoffte ich mir, von dem Praktikum einen \u00dcberblick \u00fcber psychologische Arbeit in Schottland zu erhalten. Ich\u00a0 wollte die Zeit nutzen, um mich in dem anderen Karriere- und Berufssystem eines Psychologen in Schottland zu orientieren.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von Mitarbeitern der Universit\u00e4t Bremen konnte ich Kontakt zu Professor Caroline W. herstellen. Sie forscht und unterrichtet im Bereich der Parapsychologie und hat den Koestler Lehrstuhl f\u00fcr Parapsychologie inne. Caroline\u00a0 bot mir an ihr und der Koestler Parapsychologie Unit (KPU) im Rahmen eines Praktikums zu assistieren.<\/p>\n<p>Ich entschied mich f\u00fcr ein Forschungspraktikum an einer Universit\u00e4t, da ich die Forschungsprojekte w\u00e4hrend des Studiums immer sehr interessant fand. Allerdings empfand ich die Studentenprojekte auch als etwas unbedeutend. Nach dem Abschluss der Datenerhebung und Analyse war dieses Projekt abgeschlossen und die Daten wurden nicht weiter verwendet.<\/p>\n<p>Von dem Praktikum erhoffte ich mir daher, an einem gr\u00f6\u00dferen Forschungsprojekt mitzuwirken, von welchem die gewonnenen Daten eine reale Anwendung finden werden. Ich wollte gerne kennenlernen wie Forschungsprojekte an Universit\u00e4ten organisiert und realisiert werden. Ferner erhoffte ich mir selber einen Beitrag zu dem gr\u00f6\u00dferen Projekt zu leisten und dessen Einfluss in dem Endergebnis wiederzufinden.<\/p>\n<p>Professor Caroline W. forscht in dem Bereich der Parapsychologie. Ich war vor meinem Kontakt mit ihr noch nicht mit dieser Thematik in Ber\u00fchrung gekommen, wodurch ich zun\u00e4chst etwas unsicher war, was mich erwarten w\u00fcrde. Nachdem ich sie pers\u00f6nlich getroffen hatte und sie mir erkl\u00e4rt hatte was ihre Forschung umfasst, war ich jedoch beruhigt. Professor W. legt einen gro\u00dfen Wert auf statistische Verfahren und Experimente, die gegen Betrug abgesichert sind. Ich sah ein Praktikum mit Professor W. daher als Chance an forschungsbasierte Arbeit an einer Universit\u00e4t kennenzulernen und dabei das mir unbekannte und kontroverse Forschungsfeld der Parapsychologie aus n\u00e4chster N\u00e4he zu erfahren.<a name=\"_Toc470085174\"><\/a><a name=\"_Toc456083385\"><\/a><\/p>\n<h1><a name=\"_Toc484711721\"><\/a>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Praktikumsstelle<\/h1>\n<p>Die \u201aUniversity of Edinburgh\u2018 wurde 1583 offiziell er\u00f6ffnet und konnte seitdem unter anderem Nobelpreistr\u00e4ger, Olympiasieger und britische Premierminister zu ihren Studenten und Mitgliedern z\u00e4hlen. Die Universit\u00e4t inspirierte Sir Arthur Conan Doyle dazu seinen bekannten Charakter Sherlock Holmes zu entwerfen und war das Zuhause von dem ersten geklonten Schaf Dolly. In der Z\u00e4hlung vom Januar 2017 konnten 37.861 Studierende und 13.425 an der Universit\u00e4t besch\u00e4ftigte Personen registriert werden. Zu dem Fachbereich Psychologie der \u201aUniversity of Edinburgh\u2018 geh\u00f6rt auch die KPU.<\/p>\n<p>Die KPU wurde 1985 gegr\u00fcndet und es wird unterschiedliche Forschung zu parapsychologischen Themen betrieben. Es wird die M\u00f6glichkeit von \u00fcbersinnlicher Wahrnehmung und Psychokinese durch Verfahren wie die Ganzfeld-Methode erforscht. Au\u00dferdem werden die psychologischen Vorg\u00e4nge hinter dem Glauben an paranormale Vorkommnisse, von paranormalen Erfahrungen und den T\u00e4uschungs- und Schwindelmethoden im paranormalen Kontext untersucht. Ein weiterer Punkt mit welchen sich die KPU besch\u00e4ftigt ist die Geschichte des Paranormalen und wie dieses in der Gesellschaft und Wissenschaft eingeordnet und untersucht wurde. Professor W. hat au\u00dferdem ein Studienregister f\u00fcr parapsychologische Studien, mit dem Ziel die methodologischen Verfahren zu verbessern und abzusichern, erstellt. Die KPU bietet Lehre und Studentenprojekte f\u00fcr Studierende der Bachelor- und Masterstudieng\u00e4nge und f\u00fcr Doktoranden an.<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc484711722\"><\/a>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Praktikumst\u00e4tigkeit<\/h1>\n<p>Meine Praktikumst\u00e4tigkeit l\u00e4sst sich in zwei Bereiche aufteilen. Meine erste T\u00e4tigkeit war es Professor Caroline W. bei der Vorbereitung von einer zuk\u00fcnftigen Studie zu unterst\u00fctzen. Die zweite T\u00e4tigkeit war die Doktorandin Ana F. bei ihrer Arbeit zu unterst\u00fctzen. Professor W. hatte mir vor Beginn des Praktikums mitgeteilt, dass meine Arbeit an ihrem Projekt nur ca. 50% meiner Zeit beanspruchen wird und ich daher eigenst\u00e4ndig bei den Mitarbeitern des Instituts nach weiteren Aufgaben suchen sollte. Nachdem ich Ana bei den Gruppentreffen des Institutes kennengelernt hatte und dort auch von ihrer Arbeit erfahren hatte, habe ich sie gefragt, ob sie meine Hilfe ben\u00f6tigen kann. Ana war begeistert und wir standen seit dem ersten Gespr\u00e4ch konstant in E-Mail Kontakt und haben so meine Arbeit mit ihr geplant. Neben diesen beiden Aufgaben hatte ich auch die M\u00f6glichkeit an den monatlichen Meetings der KPU teilzunehmen und mitzuwirken.<\/p>\n<p>Meine Aufgabe in der Vorbereitung von der zuk\u00fcnftigen Studie von Professor W. bestand darin die bestehende Video-Database von vergangenen Studien zu erweitern. Ich hatte einen gro\u00dfen Freiraum in der Auswahl der neuen Videoclips, welches f\u00fcr mich positive und negative Aspekte hatte. Ich empfand es als positive, dass ich uneingeschr\u00e4nkt und kreativ arbeiten konnte. Allerdings konnte diese gro\u00dfe Freiheit manchmal auch \u00fcberfordernd sein, da ich durch diese vielen unterschiedlichen M\u00f6glichkeiten manchmal nicht wusste wo ich anfangen oder weitermachen sollte. Ich hatte am Ende des Praktikums das festgelegte Ziel erreicht, wor\u00fcber sowohl Caroline als auch ich sehr erfreut waren.<\/p>\n<p>Ana habe ich bei einer Replikationsstudie sowohl mit der Datenerhebung als auch mit der Datenanalyse geholfen. Ich habe selber Testungen von Probanden durchgef\u00fchrt und wurde darauf von Ana vorbereitet. Bevor ich meine Testung durchf\u00fchren konnte, musste ich selber Probanden finden. Da das Thema Parapsychologie mit Vorurteilen versehen ist, war ich nicht sicher wie auf meine Anfrage regiert werden w\u00fcrde. Nachdem ich mit Freunden und Bekannten in Kontakt getreten war konnte ich jedoch schnell fast 20 Freiwillige vermerken.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt meiner Arbeit mit Ana bestand in der Analyse der gewonnen Daten. F\u00fcr die Analyset\u00e4tigkeit habe ich mich tiefergehend mit dem bereits an der Universit\u00e4t Bremen erlernten Statistikprogram R auseinandergesetzt und musste neue statistische Verfahren lernen. Am Ende ist uns die Analyse gut gelungen und Ana war sehr zufrieden mit meiner Arbeit.<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc484711726\"><\/a>4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gewonnene Erfahrungen<\/h1>\n<p>Meine gr\u00f6\u00dfte gewonnene Erfahrung ist die F\u00e4higkeit unabh\u00e4ngig zu arbeiten. Ich glaube, dass ich auch schon vor dem Praktikum durch beispielsweise meine Bachelorarbeit oder Referate w\u00e4hrend meines Studiums gelernt habe unabh\u00e4ngig zu arbeiten. Diese F\u00e4higkeit wurde w\u00e4hrend des Praktikums gepr\u00fcft und ich bin deutlich sicherer geworden mir gestellte Aufgaben eigenst\u00e4ndig zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Das ich meine selbst\u00e4ndige Arbeit mit Ana und Caroline in beiden F\u00e4llen zu deren Zufriedenheit erledigen konnte und ich positive R\u00fcckmeldung erhalten habe, hat dieses mein Selbstbewusstsein gest\u00e4rkt. Das externe Praktikum war f\u00fcr mich die erste Gelegenheit erlerntes Wissen und Erfahrungen des Studiums in einem Arbeitsumfeld anzuwenden. Daher war ich sehr zufrieden, dass ich meine Arbeit gut erledigen konnte und mir eine hohe Wertsch\u00e4tzung entgegengebracht wurde.<\/p>\n<p>Durch das Auslandspraktikum hatte ich auch die M\u00f6glichkeit meine Englischkenntnisse auszutesten und zu festigen. Ich habe eine neue Sicherheit gewonnen und habe das Gef\u00fchl, dass ich selbst fachliche und wissenschaftliche Diskussionen auf Englisch gut meistern kann. Zus\u00e4tzlich hatte ich auch die M\u00f6glichkeit die schottische Arbeitsweise und Arbeitsmentalit\u00e4t kennenzulernen. Mir wurde direkt von Caroline angeboten ihren Vornamen zu benutzen und auch alle weiteren Teammitglieder wurden mir mit Vornamen vorgestellt. Ich hatte dadurch das Gef\u00fchl, dass es deutlich einfacher war eine pers\u00f6nliche Beziehung zu den KPU-Mitgliedern herzustellen.<\/p>\n<p>Ich hatte durch das Praktikum in der Parapsychologie ferner die M\u00f6glichkeit ein f\u00fcr mich neues und unbekanntes Forschungsfeld kennenzulernen. Ich war wie viele andere Menschen der Parapsychologie gegen\u00fcber zun\u00e4chst sehr skeptisch. Ich w\u00fcrde mich auch weiterhin als \u00e4u\u00dferst skeptisch bezeichnen, allerdings konnte ich die Erfahrung machen, dass die Forschung auf dem gleichen Niveau wie der herk\u00f6mmlichen Psychologie befindet. Ich nehme daher von dieser Erfahrung ebenfalls mit, dass es gut ist unbekannten Sachen offen gegen\u00fcber zu treten.<a name=\"_Toc470085193\"><\/a><a name=\"_Toc456083393\"><\/a><\/p>\n<h1>5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schottland<\/h1>\n<p>Ich habe w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit in Glasgow gewohnt und in Edinburgh gearbeitet. Dadurch hatte ich eine Pendlerstrecke von ca. einer Stunde mit dem Zug zwischen Glasgow und Edinburgh. Allerdings hatte ich auch die M\u00f6glichkeit zwei unterschiedliche schottische St\u00e4dte kennenzulernen.<\/p>\n<p>An Glasgow fand ich den Charme einer alten Industriestadt faszinierend. Obwohl viele der Stadtteile von Glasgow zun\u00e4chst nicht einladend erschienen konnte ich auch die sch\u00f6neren Seiten von Glasgow kennenlernen. Besonders gefallen hat mir, dass alte und nicht benutzte Kirchen in Theater oder Pubs umfunktioniert wurden. Die alten und oft sehr sch\u00f6nen Kirchen standen so nicht leer, sondern wurden weiter benutzt. Allgemein hat mir die Pub-Kultur in Glasgow sehr gut gefallen und ich hatte das Gef\u00fchl, dass gerade der etwas \u201adunklere\u2018 und \u201ah\u00e4rtere\u2018 Charme von Glasgow dieses Erlebnis ausgemacht hatte.<\/p>\n<p>Edinburgh stellte einen starken Kontrast zu Glasgow dar. Ich w\u00fcrde Edinburgh als eine alte fast m\u00e4rchenhafte Stadt aus dem Mittelalter beschreiben. Die H\u00e4user erstrecken sich \u00fcber unterschiedliche Ebenen von Stra\u00dfen und Fu\u00dfwegen. So kann es beispielsweise passieren, dass man einen schmalen Gang zwischen zwei H\u00e4usern hinuntergeht und von dort unter die Br\u00fccke betrachten kann, welche s<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/06\/Edinburgh_Nothdurft.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3195 size-thumbnail alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/06\/Edinburgh_Nothdurft-420x560.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"560\" \/><\/a>ich zwischen zwei H\u00e4user erstreckt und auf welcher man selber noch vor einen Moment gestanden hatte.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt, welcher sowohl Glasgow als auch Edinburgh f\u00fcr mich pers\u00f6nlich besonders macht, sind die sehr alten Geb\u00e4ude in beiden St\u00e4dten. In Deutschland haben viele St\u00e4dte nur wenige alte Geb\u00e4ude in kleinen Vierteln. In den beiden schottischen St\u00e4dten war man dahingegen permanent von historischen Geb\u00e4uden umgeben und man hatte beinah das Gef\u00fchl durch ein St\u00fcck Geschichte zu wandeln.<\/p>\n<p>Die Schotten und ihre Lebensweise haben mir sehr gut gefallen. Die Menschen waren immer nett und offen. Sie waren au\u00dferdem immer f\u00fcr ein kurzes Gespr\u00e4ch zu haben, egal ob ich mich abends in einem Pub befand oder morgens schnell noch ein Sandwich auf dem Weg nach Edinburgh gekauft habe. Ich fand weiterhin, dass die Schotten sehr hilfsbereit waren, egal wie oft ich bei unterschiedlichen Dingen nachfragen musste.<\/p>\n<p>Als einen Nachteil in Schottland w\u00fcrde ich das schlechte \u00f6ffentliche Verkehrssystem bezeichnen. Buse kamen oft gar nicht oder zu sp\u00e4t und die \u201aSubway\u2018 in Glasgow stellte ihren Betrieb im Vergleich zu deutschen Stra\u00dfenbahnen sehr fr\u00fch ein. Dadurch war ich oft auf Taxis angewiesen, um gerade nachts nach einem Pub-Besuch nachhause zu kommen. Die Transportkosten waren daher auch die h\u00f6chsten Kosten w\u00e4hrend meines Auslandspraktikums.<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc484711727\"><\/a>6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Res\u00fcmee<\/h1>\n<p>Ich kann mein Auslandspraktikum abschlie\u00dfend als eine gute und aufschlussreiche Erfahrung beurteilen. Ich konnte die unterschiedlichen Facetten der auf Forschung basierten Arbeit kennenlernen. Bei meiner Arbeit mit Caroline konnte ich ein Eindruck daf\u00fcr bekommen, wie wichtig eine gute Planung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Experimente ist. Bei meiner Arbeit mit Ana konnte ich an der Phase der Datenerhebung und Datenanalyse teilnehmen. Au\u00dferdem konnte ich w\u00e4hrend der monatlichen Gruppentreffen einen Eindruck daf\u00fcr gewinnen wie die Teamarbeit in einem Forschungsinstitut funktioniert. Ich w\u00fcrde daher sagen, dass ich einen sehr guten \u00dcberblick bekommen habe wie der Alltag in auf Forschung basierender Arbeit aussieht.<\/p>\n<p>Ich konnte dabei allerdings auch feststellen, dass diese Arbeit wahrscheinlich nichts f\u00fcr mich ist. Ich w\u00fcrde gerne eine praktischere Arbeit kennenlernen. Au\u00dferdem w\u00fcrde ich pers\u00f6nlich einen geregelteren Arbeitsalltag bevorzugen.<\/p>\n<p>Ein weiteres pers\u00f6nliches Ziel w\u00e4hrend des Praktikums war es f\u00fcr mich einen \u00dcberblick zu erhalten wie psychologische Arbeit in Schottland funktioniert und welche Karrierem\u00f6glichkeiten in Schottland f\u00fcr mich vorhanden sind. Der Austausch mit den Mitgliedern der KPU hat mir sehr geholfen einen \u00dcberblick \u00fcber dieses zu bekommen und ich f\u00fchle mich jetzt deutlich sicherer und besser vorbereitet.<\/p>\n<p>\u00dcber Ana habe ich au\u00dferdem Kontakt zu einem praktizierenden klinischen Psychologen erhalten, welcher mir bereits hilfreiche Ratschl\u00e4ge geben konnte. Weiterhin hatte ich die M\u00f6glichkeit im Rahmen meines Praktikums an der \u201aUniversity of Edinburgh\u2018 dort die Karriereberatung zu besuchen. Dort habe ich weitere Ratschl\u00e4ge und Informationen erhalten, welche mir in meiner zuk\u00fcnftigen Karriereplanung n\u00fctzlich sein werden.<\/p>\n<p>Ich hatte durch das Praktikum weiterhin die M\u00f6glichkeit die schottische Kultur und Lebensweise besser kennenzulernen, welche mir wie von mir erwartet sehr gut gefallen haben. Ich f\u00fchle mich daher durch das Auslandspraktikum darin best\u00e4rkt meinen weiteren beruflichen und pers\u00f6nlichen Werdegang in Schottland zu suchen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_map_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_pb_map_container\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map\" data-center-lat=\"55.953252\" data-center-lng=\"-3.188266999999996\" data-zoom=\"7\" data-mouse-wheel=\"on\" data-mobile-dragging=\"on\"><\/div>\n\t\t\t\t <div class=\"et_pb_map_pin\" data-lat=\"55.953252\" data-lng=\"-3.188266999999996\" data-title=\"\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> \n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":3327,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>\u00a0<\/p><h1><a name=\"_Toc484711720\"><\/a>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Motivation und Erwartung an das Praktikum<\/h1><p>Unterschiedliche Beweggr\u00fcnde beeinflussten mich dazu, mein Pflichtpraktikum als Auslandspraktikum zu absolvieren. W\u00e4hrend der Schulzeit haben Freunde von mir an Sch\u00fcleraustauschprogrammen teilgenommen und mir von ihren positiven Erfahrungen berichtet. Ich selber habe \u00a0an einem zwei-w\u00f6chigen Sch\u00fcleraustausch nach Frankreich teilgenommen. Dieser Austausch war sehr interessant. Allerdings meiner Meinung nach viel zu kurz, um eine andere Kultur wirklich kennenzulernen. Aus diesem Grund hatte ich mich dazu entschlossen, w\u00e4hrend meines Studiums dem Wunsch nach einem Auslandsaufenthalt nachzugehen.<\/p><p>Ich habe mich f\u00fcr ein Auslandspraktikum anstatt eines Auslandssemesters entschieden, da ich von Freunden geh\u00f6rt habe, dass man im Rahmen eines Auslandssemesters zwar viele neue Leute aus anderen L\u00e4ndern kennenlernt, aber nur wenig Kontakt zu Personen aus dem besuchten Land hat. Von dem Auslandspraktikum hatte ich mir daher erhofft, durch die direkte Zusammenarbeit mit Einheimischen, einen besseren Einblick in die Kultur des besuchten Landes zu erhalten.<\/p><p>Die Wahl fiel auf Schottland, da ich vorhabe nach meinem Bachelor nach Schottland zu ziehen. Ich erhoffte mir deswegen speziell die Arbeitskultur und Arbeitsmentalit\u00e4t in Schottland kennenzulernen. Weiterhin erhoffte ich mir, von dem Praktikum einen \u00dcberblick \u00fcber psychologische Arbeit in Schottland zu erhalten. Ich\u00a0 wollte die Zeit nutzen, um mich in dem anderen Karriere- und Berufssystem eines Psychologen in Schottland zu orientieren.<\/p><p>Mit Hilfe von Mitarbeitern der Universit\u00e4t Bremen konnte ich Kontakt zu Professor Caroline W. herstellen. Sie forscht und unterrichtet im Bereich der Parapsychologie und hat den Koestler Lehrstuhl f\u00fcr Parapsychologie inne. Caroline\u00a0 bot mir an ihr und der Koestler Parapsychologie Unit (KPU) im Rahmen eines Praktikums zu assistieren.<\/p><p>Ich entschied mich f\u00fcr ein Forschungspraktikum an einer Universit\u00e4t, da ich die Forschungsprojekte w\u00e4hrend des Studiums immer sehr interessant fand. Allerdings empfand ich die Studentenprojekte auch als etwas unbedeutend. Nach dem Abschluss der Datenerhebung und Analyse war dieses Projekt abgeschlossen und die Daten wurden nicht weiter verwendet.<\/p><p>Von dem Praktikum erhoffte ich mir daher, an einem gr\u00f6\u00dferen Forschungsprojekt mitzuwirken, von welchem die gewonnenen Daten eine reale Anwendung finden werden. Ich wollte gerne kennenlernen wie Forschungsprojekte an Universit\u00e4ten organisiert und realisiert werden. Ferner erhoffte ich mir selber einen Beitrag zu dem gr\u00f6\u00dferen Projekt zu leisten und dessen Einfluss in dem Endergebnis wiederzufinden.<\/p><p>Professor Caroline W. forscht in dem Bereich der Parapsychologie. Ich war vor meinem Kontakt mit ihr noch nicht mit dieser Thematik in Ber\u00fchrung gekommen, wodurch ich zun\u00e4chst etwas unsicher war, was mich erwarten w\u00fcrde. Nachdem ich sie pers\u00f6nlich getroffen hatte und sie mir erkl\u00e4rt hatte was ihre Forschung umfasst, war ich jedoch beruhigt. Professor W. legt einen gro\u00dfen Wert auf statistische Verfahren und Experimente, die gegen Betrug abgesichert sind. Ich sah ein Praktikum mit Professor W. daher als Chance an forschungsbasierte Arbeit an einer Universit\u00e4t kennenzulernen und dabei das mir unbekannte und kontroverse Forschungsfeld der Parapsychologie aus n\u00e4chster N\u00e4he zu erfahren.<a name=\"_Toc470085174\"><\/a><a name=\"_Toc456083385\"><\/a><\/p><h1><a name=\"_Toc484711721\"><\/a>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Praktikumsstelle<\/h1><p>Die \u201aUniversity of Edinburgh\u2018 wurde 1583 offiziell er\u00f6ffnet und konnte seitdem unter anderem Nobelpreistr\u00e4ger, Olympiasieger und britische Premierminister zu ihren Studenten und Mitgliedern z\u00e4hlen. Die Universit\u00e4t inspirierte Sir Arthur Conan Doyle dazu seinen bekannten Charakter Sherlock Holmes zu entwerfen und war das Zuhause von dem ersten geklonten Schaf Dolly. In der Z\u00e4hlung vom Januar 2017 konnten 37.861 Studierende und 13.425 an der Universit\u00e4t besch\u00e4ftigte Personen registriert werden. Zu dem Fachbereich Psychologie der \u201aUniversity of Edinburgh\u2018 geh\u00f6rt auch die KPU.<\/p><p>Die KPU wurde 1985 gegr\u00fcndet und es wird unterschiedliche Forschung zu parapsychologischen Themen betrieben. Es wird die M\u00f6glichkeit von \u00fcbersinnlicher Wahrnehmung und Psychokinese durch Verfahren wie die Ganzfeld-Methode erforscht. Au\u00dferdem werden die psychologischen Vorg\u00e4nge hinter dem Glauben an paranormale Vorkommnisse, von paranormalen Erfahrungen und den T\u00e4uschungs- und Schwindelmethoden im paranormalen Kontext untersucht. Ein weiterer Punkt mit welchen sich die KPU besch\u00e4ftigt ist die Geschichte des Paranormalen und wie dieses in der Gesellschaft und Wissenschaft eingeordnet und untersucht wurde. Professor W. hat au\u00dferdem ein Studienregister f\u00fcr parapsychologische Studien, mit dem Ziel die methodologischen Verfahren zu verbessern und abzusichern, erstellt. Die KPU bietet Lehre und Studentenprojekte f\u00fcr Studierende der Bachelor- und Masterstudieng\u00e4nge und f\u00fcr Doktoranden an.<\/p><p>\u00a0<\/p><h1><a name=\"_Toc484711722\"><\/a>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Praktikumst\u00e4tigkeit<\/h1><p>Meine Praktikumst\u00e4tigkeit l\u00e4sst sich in zwei Bereiche aufteilen. Meine erste T\u00e4tigkeit war es Professor Caroline W. bei der Vorbereitung von einer zuk\u00fcnftigen Studie zu unterst\u00fctzen. Die zweite T\u00e4tigkeit war die Doktorandin Ana F. bei ihrer Arbeit zu unterst\u00fctzen. Professor W. hatte mir vor Beginn des Praktikums mitgeteilt, dass meine Arbeit an ihrem Projekt nur ca. 50% meiner Zeit beanspruchen wird und ich daher eigenst\u00e4ndig bei den Mitarbeitern des Instituts nach weiteren Aufgaben suchen sollte. Nachdem ich Ana bei den Gruppentreffen des Institutes kennengelernt hatte und dort auch von ihrer Arbeit erfahren hatte, habe ich sie gefragt, ob sie meine Hilfe ben\u00f6tigen kann. Ana war begeistert und wir standen seit dem ersten Gespr\u00e4ch konstant in E-Mail Kontakt und haben so meine Arbeit mit ihr geplant. Neben diesen beiden Aufgaben hatte ich auch die M\u00f6glichkeit an den monatlichen Meetings der KPU teilzunehmen und mitzuwirken.<\/p><p>Meine Aufgabe in der Vorbereitung von der zuk\u00fcnftigen Studie von Professor W. bestand darin die bestehende Video-Database von vergangenen Studien zu erweitern. Ich hatte einen gro\u00dfen Freiraum in der Auswahl der neuen Videoclips, welches f\u00fcr mich positive und negative Aspekte hatte. Ich empfand es als positive, dass ich uneingeschr\u00e4nkt und kreativ arbeiten konnte. Allerdings konnte diese gro\u00dfe Freiheit manchmal auch \u00fcberfordernd sein, da ich durch diese vielen unterschiedlichen M\u00f6glichkeiten manchmal nicht wusste wo ich anfangen oder weitermachen sollte. Ich hatte am Ende des Praktikums das festgelegte Ziel erreicht, wor\u00fcber sowohl Caroline als auch ich sehr erfreut waren.<\/p><p>Ana habe ich bei einer Replikationsstudie sowohl mit der Datenerhebung als auch mit der Datenanalyse geholfen. Ich habe selber Testungen von Probanden durchgef\u00fchrt und wurde darauf von Ana vorbereitet. Bevor ich meine Testung durchf\u00fchren konnte, musste ich selber Probanden finden. Da das Thema Parapsychologie mit Vorurteilen versehen ist, war ich nicht sicher wie auf meine Anfrage regiert werden w\u00fcrde. Nachdem ich mit Freunden und Bekannten in Kontakt getreten war konnte ich jedoch schnell fast 20 Freiwillige vermerken.<\/p><p>Der n\u00e4chste Schritt meiner Arbeit mit Ana bestand in der Analyse der gewonnen Daten. F\u00fcr die Analyset\u00e4tigkeit habe ich mich tiefergehend mit dem bereits an der Universit\u00e4t Bremen erlernten Statistikprogram R auseinandergesetzt und musste neue statistische Verfahren lernen. Am Ende ist uns die Analyse gut gelungen und Ana war sehr zufrieden mit meiner Arbeit.<\/p><h1><a name=\"_Toc484711726\"><\/a>4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gewonnene Erfahrungen<\/h1><p>Meine gr\u00f6\u00dfte gewonnene Erfahrung ist die F\u00e4higkeit unabh\u00e4ngig zu arbeiten. Ich glaube, dass ich auch schon vor dem Praktikum durch beispielsweise meine Bachelorarbeit oder Referate w\u00e4hrend meines Studiums gelernt habe unabh\u00e4ngig zu arbeiten. Diese F\u00e4higkeit wurde w\u00e4hrend des Praktikums gepr\u00fcft und ich bin deutlich sicherer geworden mir gestellte Aufgaben eigenst\u00e4ndig zu bew\u00e4ltigen.<\/p><p>Das ich meine selbst\u00e4ndige Arbeit mit Ana und Caroline in beiden F\u00e4llen zu deren Zufriedenheit erledigen konnte und ich positive R\u00fcckmeldung erhalten habe, hat dieses mein Selbstbewusstsein gest\u00e4rkt. Das externe Praktikum war f\u00fcr mich die erste Gelegenheit erlerntes Wissen und Erfahrungen des Studiums in einem Arbeitsumfeld anzuwenden. Daher war ich sehr zufrieden, dass ich meine Arbeit gut erledigen konnte und mir eine hohe Wertsch\u00e4tzung entgegengebracht wurde.<\/p><p>Durch das Auslandspraktikum hatte ich auch die M\u00f6glichkeit meine Englischkenntnisse auszutesten und zu festigen. Ich habe eine neue Sicherheit gewonnen und habe das Gef\u00fchl, dass ich selbst fachliche und wissenschaftliche Diskussionen auf Englisch gut meistern kann. Zus\u00e4tzlich hatte ich auch die M\u00f6glichkeit die schottische Arbeitsweise und Arbeitsmentalit\u00e4t kennenzulernen. Mir wurde direkt von Caroline angeboten ihren Vornamen zu benutzen und auch alle weiteren Teammitglieder wurden mir mit Vornamen vorgestellt. Ich hatte dadurch das Gef\u00fchl, dass es deutlich einfacher war eine pers\u00f6nliche Beziehung zu den KPU-Mitgliedern herzustellen.<\/p><p>Ich hatte durch das Praktikum in der Parapsychologie ferner die M\u00f6glichkeit ein f\u00fcr mich neues und unbekanntes Forschungsfeld kennenzulernen. Ich war wie viele andere Menschen der Parapsychologie gegen\u00fcber zun\u00e4chst sehr skeptisch. Ich w\u00fcrde mich auch weiterhin als \u00e4u\u00dferst skeptisch bezeichnen, allerdings konnte ich die Erfahrung machen, dass die Forschung auf dem gleichen Niveau wie der herk\u00f6mmlichen Psychologie befindet. Ich nehme daher von dieser Erfahrung ebenfalls mit, dass es gut ist unbekannten Sachen offen gegen\u00fcber zu treten.<a name=\"_Toc470085193\"><\/a><a name=\"_Toc456083393\"><\/a><\/p><h1>5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schottland<\/h1><p>Ich habe w\u00e4hrend meiner Praktikumszeit in Glasgow gewohnt und in Edinburgh gearbeitet. Dadurch hatte ich eine Pendlerstrecke von ca. einer Stunde mit dem Zug zwischen Glasgow und Edinburgh. Allerdings hatte ich auch die M\u00f6glichkeit zwei unterschiedliche schottische St\u00e4dte kennenzulernen.<\/p><p>An Glasgow fand ich den Charme einer alten Industriestadt faszinierend. Obwohl viele der Stadtteile von Glasgow zun\u00e4chst nicht einladend erschienen konnte ich auch die sch\u00f6neren Seiten von Glasgow kennenlernen. Besonders gefallen hat mir, dass alte und nicht benutzte Kirchen in Theater oder Pubs umfunktioniert wurden. Die alten und oft sehr sch\u00f6nen Kirchen standen so nicht leer, sondern wurden weiter benutzt. Allgemein hat mir die Pub-Kultur in Glasgow sehr gut gefallen und ich hatte das Gef\u00fchl, dass gerade der etwas \u201adunklere\u2018 und \u201ah\u00e4rtere\u2018 Charme von Glasgow dieses Erlebnis ausgemacht hatte.<\/p><p>Edinburgh stellte einen starken Kontrast zu Glasgow dar. Ich w\u00fcrde Edinburgh als eine alte fast m\u00e4rchenhafte Stadt aus dem Mittelalter beschreiben. Die H\u00e4user erstrecken sich \u00fcber unterschiedliche Ebenen von Stra\u00dfen und Fu\u00dfwegen. So kann es beispielsweise passieren, dass man einen schmalen Gang zwischen zwei H\u00e4usern hinuntergeht und von dort unter die Br\u00fccke betrachten kann, welche s<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/06\/Edinburgh_Nothdurft.jpg\"><img class=\"wp-image-3195 size-thumbnail alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/2017\/06\/Edinburgh_Nothdurft-420x560.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"560\" \/><\/a>ich zwischen zwei H\u00e4user erstreckt und auf welcher man selber noch vor einen Moment gestanden hatte.<\/p><p>Ein weiterer Punkt, welcher sowohl Glasgow als auch Edinburgh f\u00fcr mich pers\u00f6nlich besonders macht, sind die sehr alten Geb\u00e4ude in beiden St\u00e4dten. In Deutschland haben viele St\u00e4dte nur wenige alte Geb\u00e4ude in kleinen Vierteln. In den beiden schottischen St\u00e4dten war man dahingegen permanent von historischen Geb\u00e4uden umgeben und man hatte beinah das Gef\u00fchl durch ein St\u00fcck Geschichte zu wandeln.<\/p><p>Die Schotten und ihre Lebensweise haben mir sehr gut gefallen. Die Menschen waren immer nett und offen. Sie waren au\u00dferdem immer f\u00fcr ein kurzes Gespr\u00e4ch zu haben, egal ob ich mich abends in einem Pub befand oder morgens schnell noch ein Sandwich auf dem Weg nach Edinburgh gekauft habe. Ich fand weiterhin, dass die Schotten sehr hilfsbereit waren, egal wie oft ich bei unterschiedlichen Dingen nachfragen musste.<\/p><p>Als einen Nachteil in Schottland w\u00fcrde ich das schlechte \u00f6ffentliche Verkehrssystem bezeichnen. Buse kamen oft gar nicht oder zu sp\u00e4t und die \u201aSubway\u2018 in Glasgow stellte ihren Betrieb im Vergleich zu deutschen Stra\u00dfenbahnen sehr fr\u00fch ein. Dadurch war ich oft auf Taxis angewiesen, um gerade nachts nach einem Pub-Besuch nachhause zu kommen. Die Transportkosten waren daher auch die h\u00f6chsten Kosten w\u00e4hrend meines Auslandspraktikums.<\/p><h1><a name=\"_Toc484711727\"><\/a>6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Res\u00fcmee<\/h1><p>Ich kann mein Auslandspraktikum abschlie\u00dfend als eine gute und aufschlussreiche Erfahrung beurteilen. Ich konnte die unterschiedlichen Facetten der auf Forschung basierten Arbeit kennenlernen. Bei meiner Arbeit mit Caroline konnte ich ein Eindruck daf\u00fcr bekommen, wie wichtig eine gute Planung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Experimente ist. Bei meiner Arbeit mit Ana konnte ich an der Phase der Datenerhebung und Datenanalyse teilnehmen. Au\u00dferdem konnte ich w\u00e4hrend der monatlichen Gruppentreffen einen Eindruck daf\u00fcr gewinnen wie die Teamarbeit in einem Forschungsinstitut funktioniert. Ich w\u00fcrde daher sagen, dass ich einen sehr guten \u00dcberblick bekommen habe wie der Alltag in auf Forschung basierender Arbeit aussieht.<\/p><p>Ich konnte dabei allerdings auch feststellen, dass diese Arbeit wahrscheinlich nichts f\u00fcr mich ist. Ich w\u00fcrde gerne eine praktischere Arbeit kennenlernen. Au\u00dferdem w\u00fcrde ich pers\u00f6nlich einen geregelteren Arbeitsalltag bevorzugen.<\/p><p>Ein weiteres pers\u00f6nliches Ziel w\u00e4hrend des Praktikums war es f\u00fcr mich einen \u00dcberblick zu erhalten wie psychologische Arbeit in Schottland funktioniert und welche Karrierem\u00f6glichkeiten in Schottland f\u00fcr mich vorhanden sind. Der Austausch mit den Mitgliedern der KPU hat mir sehr geholfen einen \u00dcberblick \u00fcber dieses zu bekommen und ich f\u00fchle mich jetzt deutlich sicherer und besser vorbereitet.<\/p><p>\u00dcber Ana habe ich au\u00dferdem Kontakt zu einem praktizierenden klinischen Psychologen erhalten, welcher mir bereits hilfreiche Ratschl\u00e4ge geben konnte. Weiterhin hatte ich die M\u00f6glichkeit im Rahmen meines Praktikums an der \u201aUniversity of Edinburgh\u2018 dort die Karriereberatung zu besuchen. Dort habe ich weitere Ratschl\u00e4ge und Informationen erhalten, welche mir in meiner zuk\u00fcnftigen Karriereplanung n\u00fctzlich sein werden.<\/p><p>Ich hatte durch das Praktikum weiterhin die M\u00f6glichkeit die schottische Kultur und Lebensweise besser kennenzulernen, welche mir wie von mir erwartet sehr gut gefallen haben. Ich f\u00fchle mich daher durch das Auslandspraktikum darin best\u00e4rkt meinen weiteren beruflichen und pers\u00f6nlichen Werdegang in Schottland zu suchen.<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,357628,356669,368865,653],"tags":[368919,368841,357628,188,368917],"class_list":["post-3191","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-grossbritannien","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-edinburgh","tag-forschungspraktikum","tag-grossbritannien","tag-psychologie","tag-schottland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3191"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3329,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3191\/revisions\/3329"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}