{"id":3179,"date":"2017-06-06T16:22:47","date_gmt":"2017-06-06T14:22:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=3179"},"modified":"2017-08-04T12:47:26","modified_gmt":"2017-08-04T10:47:26","slug":"praktikum-an-der-forschungsstelle-osteuropa-an-der-universitaet-bremen-bremenidea-stipendium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2017\/06\/06\/praktikum-an-der-forschungsstelle-osteuropa-an-der-universitaet-bremen-bremenidea-stipendium\/","title":{"rendered":"Praktikum an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universit\u00e4t Bremen (BremenIDEA-Stipendium)"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Mein Bericht besteht aus zwei Teilen. Den ersten Teil habe ich am Anfang geschrieben, den anderen. am Ende des Praktikums. Zweite Teil des Berichtes ist einTeil von meinen Motivationsschreibens Bericht f\u00fcr ein neues Projekt . Aber wichtig ist, dass ich durchmein Praktikum solche Gedanken bekommen habe. Sie werden sehen, wie unterschiedlich meine Ausblicke und Gedanken nach meinem Praktikum sind. Ich freue mich sehr, dass mein Praktikum mit solchem Ergebnis geendet hat mit.\u00a0 Ich bedanke mich sehr bei der Forschungsstelle Osteuropa und der Bremer Universit\u00e4t, dass sie mir solche M\u00f6glichkeiten gegeben haben.<\/p>\n<p>Teil 1.<br \/>\nAlso\u2026 es ist schon zwei Wochen her, als ich mein Heimatland verlassen habe: Meinen Lieblings-Job, gem\u00fctliche Wohnung, Freunde, Familie etc. Jeder fragt mich \u201eWarum?\u201c. Sie sind aufrichtig verbl\u00fcfft, wie ich mein \u201eKomfortzone\u201c verlassen kann.<\/p>\n<p>Ehrlich gesagt, es war \u00fcberhaupt nicht einfach. Nach den 12 Flugstunden bin ich in Bremen gelandet. Bremen hat mich mit dunklem wolkigen Wetter empfangen. Aber Gott sei Dank, der erste Eindruck war falsch. Trotz schlechten Wetters, die Menschen waren nett und freundlich.<br \/>\nErstens, meine Vermieterin, eine ehemalige FSO-Mitarbeiterin, war sehr nett. Sie hat mich am Flughafen abgeholt. Es w\u00e4re super kompliziert gewesen, mit riesigem Koffer, ausgef\u00fcllt mit S\u00fc\u00dfigkeiten, hierher zu kommen.\u00a0 Sie hat alles vorbereitet: Essen und eine gem\u00fctlich gemachte Wohnung.\u00a0 Es war meine erste Erfahrung, dassich selber ein Wohnzimmer in Deutschland gefunden habe. Nicht ganz selber, aber ich meine keine WG oder Hotel.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag, mit einer handgeschriebenen Karte bewaffnet, bin ich zum Campus gegangen und zum Forschungsstelle Osteuropa, wo ich grade mein Praktikum mache. Ich wollte mit der Stra\u00dfenbahn fahren, aber hat es nicht geklappt. Weil ich keinen Fahrkartenautomat an der Haltestelle gefunden habe. Ich habe mich entscheiden,zu Fu\u00df zu gehen. Es war meine erste Angst, mit fremden Menschen zu reden und bl\u00f6d auszusehen, wenn ich mit dem Automat nicht gut umgehen kann. Leider konnte ich meine eigenen \u00c4ngste erst nicht \u00fcbergehen.<br \/>\nNach einer halben Stunde war ich m\u00fcde und total verloren und dachte, dass ich eine Stra\u00dfenbahn nehmen muss. Dann gab es andere Schwierigkeiten: welches Ticket braucht man f\u00fcr welche Zone. Gott sei Dank war da ein Mann, der mir geholfen hat. Oh ja, ich musste mir ein\u00a0 Herz fassen und fragen, was soll ich machen. Also, w\u00e4hrend ich drei Haltestellen gefahren bin, dachte ich nur daran, ob ich alles richtig gemacht habe und keine Regeln gebrochen habe.<\/p>\n<p>Jetzt geht es los\u2026 Ich habe immer davon getr\u00e4umt, auf einem Campus zu studieren. Die alles konzentriert sich an einem Ort. Sowieso war ich wirklich gespannt, hier zu sein. Das Goethe-Institut und meine Bekannten an der Bremer Uni haben mir viel geholfen, mich an der Uni zurecht zu finden. Also Boulevard Mensa SuUB, Glashaus, Sport.... Ich brauchte nur ein Schritt gehen, um eine richtige Studentin zu sein.<br \/>\nMeine erste Begegnung mit der FSO war ehrlich super. Die Archivleiterinhat mich begr\u00fc\u00dft und mir alles gezeigt. Magazine, Archivbest\u00e4nde, wichtigste Materialen. Mit ihr haben wir auch meine Pl\u00e4ne besprochen. Andere FSO-Mitarbeiterinnen haben meine\u00a0 Projektinhalte kommentiert. Die FSO-Mitarbeiterinnen haben mir \u00fcberall geholfen.\u00a0 Ich konnte das Internet nutzen, Archivmaterialen, B\u00fccher, Scanner etc. Ich bin sicher, dass nur wegen der Freundlichkeit der Mitarbeiter meine Ankunft hier ist super schnell gegangen und super nett geworden ist. Nach einer Woche f\u00fchlte ich mich wie zu Hause.<\/p>\n<p>Ich habe es geschafft,meinen eigenen Rhythmus zu finden. Zu meiner \u00dcberraschung war das ziemlich genau so wie in Russland. Also ich arbeite, schreibe meine Forschungsartikel, lerne wieder Sprachen und etc. In meiner ersten Woche hierhabe ich einen Deutsche-Kurs gefunden. Wie so mache ich Deutschkurs? Weil es eineM\u00f6glichkeit ist, die Leute aus verschiedenen L\u00e4ndern kennenzulernen und \u00fcber eine Frage oder ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu reden.<\/p>\n<p>Mit Hilfe meiner Freunde und dem Bremer demokratischen und rebellischen Geist versuche ich aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Zum Beispiele durch Solidarit\u00e4t mit Frauen-Feministinnen in Mokau und St. Petersburg, die am 8. M\u00e4rz verhaftet wurden wegen einer Demonstration, werde ich an einer Frauen-Kampf-Demo in Bremen teilnehmen. Es bringt mich auch auf neue Gedanken \u00fcber meine eigene Aktivit\u00e4t,f\u00fcr meine Rechte zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Mit allen anderen Freunden hier habe ich interessante Orte in Bremen entdeckt.Zum Beispiel das K\u00fcnstlerhaus Ausspann, wo ein K\u00fcnstlerhaus mit Kultur, Gastronomie, Kursen und Fl\u00fcchtlingsangeboten entstanden ist. Offen, gemeinsam, integrativ. Die unterschiedlichen R\u00e4ume auf mehreren Ebenen k\u00f6nnen f\u00fcr Gruppen und Veranstaltungen verschiedenster Couleur genutzt werden. Neben Ausstellungen, Seminaren, kreativen Treffs und Kursen geh\u00f6ren auch Lesungen, Konzerte und Netzwerktreffen dazu.<\/p>\n<p>In meiner Freizeit mache ich Sport bzw. spiele Volleyball, gucke interessante Filme, lerne neue Leute kennen etc. Ich warte auf das neue Studiensemester, damit ich mehr M\u00f6glichkeiten habe, Veranstaltungen an der Uni zu besuchen.<br \/>\nGrade sa\u00df ich in der Bibliothek und habe Materialen gesammelt. Der erste Teil schon fertig ist. Ab morgen mache ich mit Zeitschriften weiter.<\/p>\n<p>Teil 2.<br \/>\nAuf der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ Neuengamme am 3. Mai 2017 hielt Ivan Moskovici , \u00dcberlebender von Auschwitz und Bergen- Belsen, eine Rede, in der er folgendes sagte: \u201eUnser Zug ist abends abgefahren und am sp\u00e4ten Abend des n\u00e4chsten Tages kamen wir in Auschwitz an. Ich schritt in eine andere Welt. Die H\u00f6lle auf Erden.\u201c<\/p>\n<p>Die Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt schrieb 1943 in ihrem Essay \u201eWir sind Fl\u00fcchtlinge\u201c \u00fcber die Erfahrungen europ\u00e4ischer Juden nach der Machtergreifung Hitlers: \u201eH\u00f6lle ist nicht mehr eine Fiktion und kein Teil der Religion, sondern etwas, genauso real wie ein Haus, die Steine und die B\u00e4ume.\u201c<\/p>\n<p>Betrachte ich die Welt heute, sehe ich, dass der Sinn oder die Aktualit\u00e4t dieser Worte nicht verloren sind: Der Krieg in Syrien, im Osten der Ukraine, die Gefahr durch Nordkoreas Atomwaffen, der Angriff mit Chemiewaffen auf die Bev\u00f6lkerung in Idlib, Anschl\u00e4ge in Europa, die Verfolgung und Ermordung Homosexueller in Tschetschenien. Nicht nur die Wahlen in der T\u00fcrkei oder Belgien haben gezeigt, dass populistische und rechte Ideen zunehmen. Parlamentarismus, die demokratische Struktur des Staates und der Gesellschaft, einschlie\u00dflich dem besonderen Augenmerk auf Einhaltung der Rechte von Minderheiten und ihrer Unterst\u00fctzung, Rechtsstaatlichkeit, Rechtskultur, soziale Gerechtigkeit auf Grundlage der Sozialpartnerschaft, Menschenrechte, die Souver\u00e4nit\u00e4t des Individuums \u00fcber die staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t, liberaler Individualismus, Toleranz und Multikulturalit\u00e4t. All diese Begriffe, die f\u00fcr uns so wichtig sein sollten, verlieren gerade nicht nur f\u00fcr Einzelne, sondern auch f\u00fcr Staaten an Bedeutung.<\/p>\n<p>Mir ist klar, dass ich in dieser Situation nicht passiv bleiben will und nicht wegschauen m\u00f6chte. Es ist nicht genug, zum Beispiel nur Petitionen im Internet zu unterschreiben. Als Beispiel und Vorbild dient mir etwa die \u201eDemonstration der Sieben\u201c am 25. August 1968, als eine kleine Gruppe sowjetischer Dissidenten auf dem Roten Platz gegen den Truppeneinzug in der Tschechoslowakei demonstrierte, welche sp\u00e4ter als eine der bedeuteten Aktionen sowjetischer Dissidenz angesehen wurde. Hier zeigt sich, dass man Mut und Motivation haben sollte, sich zu engagieren und Stellung zu beziehen, auch wenn man dabei im Zweifelsfall alleine dasteht.<\/p>\n<p>Besonders zur heutigen Zeit sehe ich es als besonders notwendig an, f\u00fcr die Werte, die mir wichtig sind, zu k\u00e4mpfen. Die Worte wie \"Meinungsfreiheit\" und \"Rechtsstaatlichkeit\", \"Wahlrecht\" sind f\u00fcr mich nicht einfach nur Worte, sondern Grundvoraussetzung f\u00fcr ein freies Leben jedes Menschen auf der Welt, egal welche Hautfarbe oder sexuelle Orientierung er hat. Es liegt in unserer Hand die Welt friedlich zu gestalten, Initiativen zu unterst\u00fctzen, Dialog und Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kulturen und Menschen zu f\u00f6rdern. Mein besonderes Interesse ist dabei der Austausch zwischen Russland und Deutschland, wo ich durch viele gemeinsame Projekte schon Erfahrungen sammeln konnte.<\/p>\n<p>Durch mein Studium der Geschichte habe ich gelernt, dass die Erfahrungen von Menschen, so unterschiedlich die R\u00e4ume in denen sie sich bewegen auch sind, Parallelen aufzeigen und sich vieles wiederholt. Viele Geschichten und pers\u00f6nliche Erinnerungen, die ich gelesen habe zeigen, dass \u201eFrieden\u201c und \u201eFreiheit\u201c keine selbstverst\u00e4ndlichen Konzepte sind, sondern dass daf\u00fcr gek\u00e4mpft werden muss. Wie und wo soll das passieren? In Familien, in der Schule, bei Diskussionen, Workshops und internationalen Projekten. F\u00fcr mich ist genau deshalb der DRA der richtige Ort, um Erfahrungen zu sammeln, Ideen zu teilen und Unterst\u00fctzung zu bekommen.<\/p>\n<p>Ich habe das Gef\u00fchl, dass sich mehr junge Menschen in letzter Zeit f\u00fcr politische Prozesse interessieren und an ihnen teilnehmen. Als Beispiele aus der j\u00fcngsten Zeit lassen sich dabei die Wahlbeteiligung in Frankreich oder die Demonstrationen in der T\u00fcrkei oder Russland anf\u00fchren, an denen besonders viele junge Leute teilnehmen. Es ist heute kaum mehr m\u00f6glich passiv zu sein. Aus diesem Grund m\u00f6chte auch ich mich weiter einbringen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_map_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_pb_map_container\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map\" data-center-lat=\"53.07929619999999\" data-center-lng=\"8.801693600000021\" data-zoom=\"7\" data-mouse-wheel=\"on\" data-mobile-dragging=\"on\"><\/div>\n\t\t\t\t <div class=\"et_pb_map_pin\" data-lat=\"53.07929619999999\" data-lng=\"8.801693600000021\" data-title=\"\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> \n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":3183,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Mein Bericht besteht aus zwei Teilen. 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Nach den 12 Flugstunden bin ich in Bremen gelandet. Bremen hat mich mit dunklem wolkigen Wetter empfangen. Aber Gott sei Dank, der erste Eindruck war falsch. Trotz schlechten Wetters, die Menschen waren nett und freundlich.<br \/> Erstens, meine Vermieterin, eine ehemalige FSO-Mitarbeiterin, war sehr nett. Sie hat mich am Flughafen abgeholt. Es w\u00e4re super kompliziert gewesen, mit riesigem Koffer, ausgef\u00fcllt mit S\u00fc\u00dfigkeiten, hierher zu kommen.\u00a0 Sie hat alles vorbereitet: Essen und eine gem\u00fctlich gemachte Wohnung.\u00a0 Es war meine erste Erfahrung, dassich selber ein Wohnzimmer in Deutschland gefunden habe. Nicht ganz selber, aber ich meine keine WG oder Hotel.<\/p><p>Am n\u00e4chsten Tag, mit einer handgeschriebenen Karte bewaffnet, bin ich zum Campus gegangen und zum Forschungsstelle Osteuropa, wo ich grade mein Praktikum mache. Ich wollte mit der Stra\u00dfenbahn fahren, aber hat es nicht geklappt. 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Das Goethe-Institut und meine Bekannten an der Bremer Uni haben mir viel geholfen, mich an der Uni zurecht zu finden. Also Boulevard Mensa SuUB, Glashaus, Sport.... Ich brauchte nur ein Schritt gehen, um eine richtige Studentin zu sein.<br \/> Meine erste Begegnung mit der FSO war ehrlich super. Die Archivleiterinhat mich begr\u00fc\u00dft und mir alles gezeigt. Magazine, Archivbest\u00e4nde, wichtigste Materialen. Mit ihr haben wir auch meine Pl\u00e4ne besprochen. Andere FSO-Mitarbeiterinnen haben meine\u00a0 Projektinhalte kommentiert. Die FSO-Mitarbeiterinnen haben mir \u00fcberall geholfen.\u00a0 Ich konnte das Internet nutzen, Archivmaterialen, B\u00fccher, Scanner etc. Ich bin sicher, dass nur wegen der Freundlichkeit der Mitarbeiter meine Ankunft hier ist super schnell gegangen und super nett geworden ist. Nach einer Woche f\u00fchlte ich mich wie zu Hause.<\/p><p>Ich habe es geschafft,meinen eigenen Rhythmus zu finden. Zu meiner \u00dcberraschung war das ziemlich genau so wie in Russland. Also ich arbeite, schreibe meine Forschungsartikel, lerne wieder Sprachen und etc. In meiner ersten Woche hierhabe ich einen Deutsche-Kurs gefunden. Wie so mache ich Deutschkurs? Weil es eineM\u00f6glichkeit ist, die Leute aus verschiedenen L\u00e4ndern kennenzulernen und \u00fcber eine Frage oder ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu reden.<\/p><p>Mit Hilfe meiner Freunde und dem Bremer demokratischen und rebellischen Geist versuche ich aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Zum Beispiele durch Solidarit\u00e4t mit Frauen-Feministinnen in Mokau und St. Petersburg, die am 8. M\u00e4rz verhaftet wurden wegen einer Demonstration, werde ich an einer Frauen-Kampf-Demo in Bremen teilnehmen. Es bringt mich auch auf neue Gedanken \u00fcber meine eigene Aktivit\u00e4t,f\u00fcr meine Rechte zu k\u00e4mpfen.<\/p><p>Mit allen anderen Freunden hier habe ich interessante Orte in Bremen entdeckt.Zum Beispiel das K\u00fcnstlerhaus Ausspann, wo ein K\u00fcnstlerhaus mit Kultur, Gastronomie, Kursen und Fl\u00fcchtlingsangeboten entstanden ist. Offen, gemeinsam, integrativ. Die unterschiedlichen R\u00e4ume auf mehreren Ebenen k\u00f6nnen f\u00fcr Gruppen und Veranstaltungen verschiedenster Couleur genutzt werden. Neben Ausstellungen, Seminaren, kreativen Treffs und Kursen geh\u00f6ren auch Lesungen, Konzerte und Netzwerktreffen dazu.<\/p><p>In meiner Freizeit mache ich Sport bzw. spiele Volleyball, gucke interessante Filme, lerne neue Leute kennen etc. Ich warte auf das neue Studiensemester, damit ich mehr M\u00f6glichkeiten habe, Veranstaltungen an der Uni zu besuchen.<br \/> Grade sa\u00df ich in der Bibliothek und habe Materialen gesammelt. Der erste Teil schon fertig ist. Ab morgen mache ich mit Zeitschriften weiter.<\/p><p>Teil 2.<br \/> Auf der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ Neuengamme am 3. Mai 2017 hielt Ivan Moskovici , \u00dcberlebender von Auschwitz und Bergen- Belsen, eine Rede, in der er folgendes sagte: \u201eUnser Zug ist abends abgefahren und am sp\u00e4ten Abend des n\u00e4chsten Tages kamen wir in Auschwitz an. Ich schritt in eine andere Welt. Die H\u00f6lle auf Erden.\u201c<\/p><p>Die Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt schrieb 1943 in ihrem Essay \u201eWir sind Fl\u00fcchtlinge\u201c \u00fcber die Erfahrungen europ\u00e4ischer Juden nach der Machtergreifung Hitlers: \u201eH\u00f6lle ist nicht mehr eine Fiktion und kein Teil der Religion, sondern etwas, genauso real wie ein Haus, die Steine und die B\u00e4ume.\u201c<\/p><p>Betrachte ich die Welt heute, sehe ich, dass der Sinn oder die Aktualit\u00e4t dieser Worte nicht verloren sind: Der Krieg in Syrien, im Osten der Ukraine, die Gefahr durch Nordkoreas Atomwaffen, der Angriff mit Chemiewaffen auf die Bev\u00f6lkerung in Idlib, Anschl\u00e4ge in Europa, die Verfolgung und Ermordung Homosexueller in Tschetschenien. Nicht nur die Wahlen in der T\u00fcrkei oder Belgien haben gezeigt, dass populistische und rechte Ideen zunehmen. 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August 1968, als eine kleine Gruppe sowjetischer Dissidenten auf dem Roten Platz gegen den Truppeneinzug in der Tschechoslowakei demonstrierte, welche sp\u00e4ter als eine der bedeuteten Aktionen sowjetischer Dissidenz angesehen wurde. Hier zeigt sich, dass man Mut und Motivation haben sollte, sich zu engagieren und Stellung zu beziehen, auch wenn man dabei im Zweifelsfall alleine dasteht.<\/p><p>Besonders zur heutigen Zeit sehe ich es als besonders notwendig an, f\u00fcr die Werte, die mir wichtig sind, zu k\u00e4mpfen. Die Worte wie \"Meinungsfreiheit\" und \"Rechtsstaatlichkeit\", \"Wahlrecht\" sind f\u00fcr mich nicht einfach nur Worte, sondern Grundvoraussetzung f\u00fcr ein freies Leben jedes Menschen auf der Welt, egal welche Hautfarbe oder sexuelle Orientierung er hat. Es liegt in unserer Hand die Welt friedlich zu gestalten, Initiativen zu unterst\u00fctzen, Dialog und Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kulturen und Menschen zu f\u00f6rdern. Mein besonderes Interesse ist dabei der Austausch zwischen Russland und Deutschland, wo ich durch viele gemeinsame Projekte schon Erfahrungen sammeln konnte.<\/p><p>Durch mein Studium der Geschichte habe ich gelernt, dass die Erfahrungen von Menschen, so unterschiedlich die R\u00e4ume in denen sie sich bewegen auch sind, Parallelen aufzeigen und sich vieles wiederholt. Viele Geschichten und pers\u00f6nliche Erinnerungen, die ich gelesen habe zeigen, dass \u201eFrieden\u201c und \u201eFreiheit\u201c keine selbstverst\u00e4ndlichen Konzepte sind, sondern dass daf\u00fcr gek\u00e4mpft werden muss. Wie und wo soll das passieren? In Familien, in der Schule, bei Diskussionen, Workshops und internationalen Projekten. F\u00fcr mich ist genau deshalb der DRA der richtige Ort, um Erfahrungen zu sammeln, Ideen zu teilen und Unterst\u00fctzung zu bekommen.<\/p><p>Ich habe das Gef\u00fchl, dass sich mehr junge Menschen in letzter Zeit f\u00fcr politische Prozesse interessieren und an ihnen teilnehmen. Als Beispiele aus der j\u00fcngsten Zeit lassen sich dabei die Wahlbeteiligung in Frankreich oder die Demonstrationen in der T\u00fcrkei oder Russland anf\u00fchren, an denen besonders viele junge Leute teilnehmen. Es ist heute kaum mehr m\u00f6glich passiv zu sein. 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