{"id":3007,"date":"2017-03-01T08:20:27","date_gmt":"2017-03-01T07:20:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=3007"},"modified":"2022-06-14T22:54:11","modified_gmt":"2022-06-14T20:54:11","slug":"praktikum-in-bruessel-bei-der-etuce-europaeischer-gewerkschaftsverband-fuer-den-bildungssektor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2017\/03\/01\/praktikum-in-bruessel-bei-der-etuce-europaeischer-gewerkschaftsverband-fuer-den-bildungssektor\/","title":{"rendered":"Praktikum in Br\u00fcssel bei der ETUCE (Europ\u00e4ischer Gewerkschaftsverband f\u00fcr den Bildungssektor)"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>1.\u00a0\u00a0 \u00a0Einleitung<\/strong><br \/>\nF\u00fcr mein Pflichtpraktikum hatte ich mir anf\u00e4nglich \u00fcberlegt in die Richtung Think Tank, Policy Making zu gehen, da mir in meinem ersten Semester an einer fremden Hochschule das schreiben von Policy Papers und Advisory Reports sehr viel Spa\u00df gemacht hat. Mir gef\u00e4llt das l\u00f6sungsorientierte, kreative Arbeiten. Ohne ein genaue Institution oder Politikbereiche im Auge zu haben, fing ich an im Internet die Internetseiten der \u201erenommierten\u201c NGOs nach Praktikumsausschreibungen zu durchst\u00f6bern. Allerdings wurde hier oft ein angefangenes Masterstudium vorausgesetzt. Gleichzeitig habe ich Bekannte kontaktiert, die auch ein Politikstudium absolviert haben, um Informationen und Tipps einzuholen was Praktikums- und Berufswahl im allgemeinen anging. Dann habe ich sehr schnell auf der Internetseite des Institutes f\u00fcr Politikwissenschaften die Stellenausschreibung von ETUCE (European Trade Union Committee for Education) gefunden. Ich habe mich dort beworben, da die Arbeit in einer Bildungsgewerkschaft thematisch nahtlos an meine Bachelorarbeit anschloss und ich mich somit zuvor eingehend mit dem Thema besch\u00e4ftigen w\u00fcrde. Zum Zeitpunkt der Bewerbung hatte ich gerade mit dem schreiben der Arbeit zum Thema Bildungspolitik in Mexico und der Zusammenhang zur wirtschaftlichen (nicht) Entwicklung in dem Land angefangen. W\u00e4hrend der Ausarbeitung meiner Bachelorarbeit wurde ich immer mehr \u00fcberzeugt, dass L\u00e4nder den Aspekt der Bildung in der Innenpolitik vernachl\u00e4ssigen, insbesondere wenn es um wirtschaftliche Entwicklung geht. Da ich sehr interessiert war an diesem Thema und mein Profil perfekt auf die Ausschreibung passte habe ich mich somit direkt mit Coverletter und Lebenslauf bei ETUCE via Mail beworben. Das Anforderungsprofil beinhaltete das Interesse f\u00fcr Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, Gewerkschaftspolitik und Europ\u00e4ischer Politik einhergehend mit sehr guten Englisch Kenntnissen (schriftlich und sprachlich) sowie Franz\u00f6sisch Kenntnissen, die ein zus\u00e4tzliches Plus darstellten. Des Weiteren waren Kenntnisse der EU Institutionen und deren Arbeitsweise gefordert und gute Informations- und Kommunikationsf\u00e4higkeiten. Nach meiner schriftlichen Bewerbung wurde ich zu einem Skype Interview eingeladen und den folgenden Tag informiert, dass sie mir eine Praktikumsstelle anbieten k\u00f6nnen. Das Praktikum wurde mit einer Aufwandsentsch\u00e4digung von 600\u20ac monatlich verg\u00fctet, wobei die Lebenshaltungskosten in Br\u00fcssel deutlich h\u00f6her waren als in Bremen und das Praktikumsgehalt somit nur etwas mehr als die H\u00e4lfte meiner Lebenshaltungskosten gedeckt hat. Meine Erwartungen an das Praktikum im Vorfeld waren eher nicht sehr ausgepr\u00e4gt. Ich habe nat\u00fcrlich erwartet, dass ich einen Einblick in die Arbeitsweise der ETUCE und in die EU Institutionen erhalte und mir ein Bild davon machen kann, ob ich mir zuk\u00fcnftig eine \u00e4hnliche Arbeit vorstellen kann.<\/p>\n<p><strong>2.\u00a0\u00a0 \u00a0Beschreibung der Praktikumsinstitution<\/strong><br \/>\nETUCE ist der Europ\u00e4ische Teil von Education International (EI), welches die globale Lehrergewerkschaft darstellt. Es repr\u00e4sentiert 131 Lehrergewerkschaften und 121 Millionen Lehrer in allen europ\u00e4ischen Staaten und 4,2 Millionen Lehrer in der Europ\u00e4ischen Union einschlie\u00dflich aller Bildungssektoren. ETUCE ist der europ\u00e4ische Gewerkschaftsverband f\u00fcr den Bildungssektor der ETUC (European Trade Union Committee) des europ\u00e4ischen Gewerkschaftsbundes. ETUCE ist ein anerkannter Sozialpartner der Europ\u00e4ischen Union, was bedeutet, dass die EU Kommission ein zweistufiges Konsultationsverfahren mit den offiziellen Sozialpartners durchf\u00fchren muss, wenn sie beabsichtig eine neue legislative Initiative zu starten. Somit repr\u00e4sentiert ETUCE die Interessen der Mitglieder gegen\u00fcber den EU Institutionen, wie der Kommission und dem Parlament und setzt sich somit f\u00fcr bessere Bildung in Europa ein. ETUCE besch\u00e4ftigt in der Regel 10 Mitarbeiter*innen und 2-3 Praktikant*innen und unterteilt sich in folgende Organe.<\/p>\n<p><em>ETUCE Ausschuss<\/em><br \/>\nZum einen gibt es den Ausschuss, welcher aus nationalen Vertreter*innen, anteilm\u00e4\u00dfig an der Gr\u00f6\u00dfe der nationalen Mitgliedorganisation und dem ETUCE F\u00fchrungspersonal besteht. Er evaluiert die Implementierung der Zielsetzung, welche w\u00e4hrend der alle 4 Jahren stattfindenden Konferenz festgelegt wurden und umgesetzt werden. Des Weiteren initiiert der Ausschuss Politiken und Aktionen in \u00dcbereinstimmung mit den Konferenzentschl\u00fcssen. Auch richtet der Ausschuss weitere st\u00e4ndige Aussch\u00fcsse ein, welche zu spezifischen Themen arbeiten. Im Moment bestehen der ETUCE Frauenauschuss, welcher den ETUCE Ausschuss zu Angelegenheiten von Frauen und M\u00e4dchen ber\u00e4t. Weiter gibt es Aussch\u00fcsse f\u00fcr Hochschulbildung, und Forschung sowie f\u00fcr Gleichberechtigung.<\/p>\n<p><em>ETUCE B\u00fcro<\/em><br \/>\nDas ETUCE B\u00fcro \u00fcberwacht die Implementierung zwischen den Ausschusstreffen. Das B\u00fcro bereitet die Sitzungen und Tagesordnungen der Ausschusssitzungen vor. Au\u00dferdem kann es st\u00e4ndige Aussch\u00fcsse, Netzwerke und Beratungsorgane einreichten.<\/p>\n<p><em>Pr\u00e4sident*in und Europadirekor*in<\/em><br \/>\nDer bzw. die Pr\u00e4sident*in ist der bzw. die oberste Vertreter*in ETUCEs. Er oder sie nimmt den Vorsitz der Konferenzen ein, leitet die Sitzungen des Ausschusses und des B\u00fcros, vertritt ETUCE nach au\u00dfen und stellt die Verbindung zum EI Vorstand dar.<br \/>\nDem oder der Europadirektor*in steht das Sekretariat unter. Der oder die Europadirektor*in berichtet der Konferenz, dem Ausschuss und dem B\u00fcro. Er oder sie arbeitet relevante Politiken aus, \u00fcber die die ETUCE Organe beraten, des Weitern stellt er oder sie die Verbindung zu den Mitgliedorganisationen, zu ETUC, dem europ\u00e4ischen Gewerkschaftsbund und den EU Institutionen dar. Au\u00dferdem fallen weitere administrative und finanzielle Aufgaben an.<\/p>\n<p><em>ETUCE Sekretariat<\/em><br \/>\nIch habe mein Praktikum im Sekretariat absolviert, welches an der Implementierung und Umsetzung von Beschl\u00fcssen arbeitet. Es ist wiederum in unterschiedliche Policy Bereiche eingeteilt. Neben drei Angestellten in der Administration und einem Angestellten f\u00fcr die Finanzen, arbeitete jeweils eine Kollegin an Fr\u00fchkindlicher Bildung und Professioneller Weiterbildung von Lehrkr\u00e4ften, eine Kollegin an Gesundheit und Sicherheitsproblemen sowie an Gleichstellungsproblematiken und Integration von Fl\u00fcchtlingen. Eine weitere Kollegin hat sich um das \u201aCentral Eastern European Network\u2018 gek\u00fcmmert sowie um Solidarit\u00e4ts Bekundungen f\u00fcr Mitgliedsorganisationen, die auch daf\u00fcr genutzt wurden um Regierungen unter Druck zu setzten wenn es um die Einhaltung von Gewerkschafts- und Arbeitnehmerrechten ging. Der Koordinatorin, mit der ich zusammengearbeitet habe war f\u00fcr Economic Governance und den Sozialen Dialog zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong>3.\u00a0\u00a0 \u00a0T\u00e4tigkeitsbereich und Aufgaben w\u00e4hrend des Praktikums<\/strong><br \/>\nMein Praktikum ging vom 1.9.2016 bis zum 31.01.2017, mit einer Wochenstunden Anzahl von 37 Stunden und 5 Arbeitstagen. Ich hatte keinen geregelten Anspruch auf Urlaubstage, wobei ich mir auf Anfrage einen Tag frei nehmen konnte. Insgesamt bin ich so auf 6 Urlaubstage in 5 Monaten gekommen. Meine Hauptt\u00e4tigkeiten haben sich haupts\u00e4chlich auf den Bereich des Sozialen Dialoges konzentriert. In diesem Zusammenhang habe ich die Umsetzung des Projektes \u201eEuropean Sectoral Social Partners in Educartion Promoting the Potentials of their Dialogue through Knowledge Transfer and Training\u201c begleitet und finalisiert. W\u00e4hrend des Projektes wurden von den Mitgliedsorganisationen, die an diesem EU finanzierten Projekt teilgenommen haben, so genannte Round Table Meetings in 7 unterschiedlichen Mitgliedstaaten und einem EU Anw\u00e4rter Staat organisiert. In die Zeit meines Praktikums fielen die Rundentische in Budapest und Belgrad. Hierf\u00fcr musste ich organisatorische Aufgaben \u00fcbernehmen wie die Zusammenstellung von Dokumenten und die Kommunikation mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen. W\u00e4hrend der Konferenz vor Ort war ich daf\u00fcr verantwortlich das Protokoll zu erstellen und hinterher die Nachrichtenmeldungen zu den Treffen zu schreiben, die anschlie\u00dfend auf der Internetseite von ETUCE ver\u00f6ffentlicht wurden.\u00a0 Da dieses Projekt w\u00e4hrend meiner Zeit bei ETUCE in der finalen Phase war, habe ich au\u00dferdem die Projekt Reporte f\u00fcr die Organisation und f\u00fcr die EU Kommission geschrieben. Somit hatte ich die Gelegenheit einen tiefgehenden in die Projekt Arbeit, die Mechanismen und die Anforderungen der EU Kommission zu gewinnen und habe gelernt worauf es ankommt, wenn man diese Berichte schreibt.<br \/>\nDas Gro\u00dfevent w\u00e4hrend meiner Zeit bei ETUCE war die alle 4 Jahre stattfindende ETUCE Konferenz, auf der der Vorstand neu gew\u00e4hlt wird und auch die Politiken und Handlungen f\u00fcr die n\u00e4chsten 4 Jahre festgelegt werden. Die Vorbereitung war sehr intensiv aber beinhaltete auch sehr langweilige Aktivit\u00e4ten, wie das zusammen kopieren von Konferenzunterlagen f\u00fcr alle 400 Teilnehmer*innen. Allerdings war die Konferenz selber dann sehr interessant und es hat mir auch viel Freude bereitet und es war eine Erfahrung die ich nicht h\u00e4tte missen m\u00f6gen. Die kulturelle Vielfalt, Kooperation und Freundschaft, die sich auf der Konferenz gezeigt hat, war sehr beeindruckend, wenn man betrachtet, dass erst seit 70 Jahren in Europa Frieden herrscht. Zudem war es auch sehr Hoffnung gebend zu sehen, wie verschiedene Nationen zusammen an einem Strang ziehen um die Zukunft der Kinder in der EU zu verbessern und sich nicht von rechten Tendenzen in den letzten Jahren beeinflussen zu lassen.<\/p>\n<p>Neben der Umsetzung an dem Projekt habe ich die T\u00e4tigkeiten \u00fcbernommen, die institutionalisierten Treffen des Sozialen Dialoges in Bildung zu organisieren. Hierzu geh\u00f6rten das \u201eSteering Committe\u201c Treffen, welches dazu dienten die j\u00e4hrlichen Schwerpunkte mit der Arbeitgeberseite festzulegen, sowie das \u201eWorking Group Meeting\u201c, welches eine zuvor von dem \u201eSteering Committee\u201c bestimmte Thematik erarbeitet. Bei dem zweiten \u201eWorking Group Meeting\u201c in 2016 ging es um Integration von Fl\u00fcchtlingen und die Radikalisierung von Sch\u00fcler*innen und wie die EU Bildungsgewerkschaften diese Problematik bereits angehen. W\u00e4hrend des Treffens wurden Best-Practice-Vorschl\u00e4ge ausgetauscht um das gegenseitige lernen und die gegenseitige Unterst\u00fctzung zu verbessern. Dieses Treffen war h\u00f6chst interessant, besonders die Beitr\u00e4ge aus D\u00e4nemark und den Niederlanden. In diesen L\u00e4ndern wird sehr eng mit den Lehrern kooperiert um die Integration und die Pr\u00e4vention von Radikalisierung voran zu treiben. Allerdings fand ich es auch erschreckend, wie wenig in manchen L\u00e4ndern getan wurde und dass nach zwei Jahren des Beginns der Fl\u00fcchtlingskrise in Europa immer noch in High-level Meetings \u00fcber die ersten Schritte der\u00a0 Integration diskutiert wird und noch keine ausgewerteten Daten vorliegen um die bereits etablierten Integrationsmechanismen zu verbessern. F\u00fcr das \u201ePlenary Meetings\u201c wurden alle EU Bildungsgewerkschaftsvertreter*innen und Arbeitgeber*innen eingeladen um \u00fcber Vorschritte, Problematiken, laufende Projekte und zuk\u00fcnftige Projekte zu beraten.<br \/>\nIn meinen T\u00e4tigkeiten habe ich meine Koordinatorin in der Arbeit zum Sozialen Dialog im Bildungsbereich unterst\u00fctzt. Dies ist die Kernarbeit einer jeden Gewerkschaft und stellt somit die Grundbedingung f\u00fcr Erfolg dar. Sozialer Dialog hat die Macht innerhalb der EU durch so genannte \u201eJoint Agreements\u201c auf die EU Legislative einzuwirken. Daher ist ein starker und effizienter Dialog n\u00f6tig um gemeinsam mit der Arbeitgeberseite Fortschritte im Bildungsbereich zu erreichen. Da der Soziale Dialog im Bildungsbereich eher schwach ist, war es haupts\u00e4chlich unsere Aufgabe die Arbeitgeber Seite zu mobilisieren und die Einbindung weiterer nationaler Arbeitgeber in die Arbeitgebervertreterorganisation durch das ETUCE Netzwerk voran zu treiben. Dies ist ein wichtiger Teil der derzeitigen Arbeit von ETUCE. Von Vorteil war, dass ich auch ohne Probleme an Treffen von Education International teilnehmen durfte, die oft in dem gleichen Geb\u00e4ude abgehalten wurden. Somit konnte ich mir einen weiteren Einblick verschaffen, an welchen weiteren Themen EI arbeitet. Besonders interessant war hier das \u201eDevelopment Cooperation Meeting\u201c wo die Arbeit der weltweiten Bildungsgewerkschaften zum Thema Entwicklungsarbeit vorgestellt wurde, was mich pers\u00f6nlich sehr interessiert und auch Teil meiner Bachelorarbeit darstellte. Auch durfte ich an verschiedenen Workshops von ETUCE teilnehmen, die zwar nicht meinem direkten Arbeitsfeld entsprachen, aber f\u00fcr mich von pers\u00f6nlichen Interesse waren, wie zum Beispiel zum Thema\u00a0 Fr\u00fchkindliche Bildung.<\/p>\n<p>Meine eigenen T\u00e4tigkeiten waren besonders in der Hinsicht interessant, dass der soziale Dialog ein politisch sehr sensibler Beriech ist. Ich fand besonders spannend wie taktisch vorgegangen wurde um gewisse Verhandlungsziele zu erreichen und wie diese Ziele lange im Voraus strategisch vorbereitet wurden. Es war interessant die kulturelle Vielfalt der EU zu erleben und zu verstehen welch vielf\u00e4ltige Initiativen die EU unterst\u00fctzt, plant und implementiert. Dies hat mein Interesse an den EU Institutionen und ihrer Arbeit sehr vertieft. Allerdings haben mich meine Aufgaben, die ich tag t\u00e4glich auszuf\u00fchren hatte, unterfordert und waren sehr repetitiv. Etwas interessanter waren dann die Projekt Berichte und die Zusatzaufgaben wie die Umstrukturierung der ETUCE Internetseite, weil dies in Bereiche des kreativen Denkens ging, was mir immer sehr gefallen hat. Auch konnte ich hier etwas Neues lernen, wie man z.B. eine Kommunikationsstrategie schreibt. Entt\u00e4uschend war, dass man mir im Auswahlinterview in Aussicht gestellt hatte auch zum Thema \u201aEconomic Governance\u2018 zu arbeiten, was f\u00fcr mich der Hauptmotivationsgrund f\u00fcr meine Bewerbung war. Allerdings war dies dann nicht so. Leider konnte ich auch auf Anfrage keine weiteren T\u00e4tigkeiten in diesem Bereich \u00fcbernehmen, da dies in den Aufgabenbereich einer anderen Praktikantin fiel. Wenn ich mein Praktikum um weitere 5 Monate verl\u00e4ngert h\u00e4tte, wie mir angeboten wurde, h\u00e4tte ich auch ihre T\u00e4tigkeiten mit abwechslungsreicheren Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>4.\u00a0\u00a0 \u00a0Reflexion des Praktikums<\/strong><br \/>\nDie Betreuung des Praktikums war sehr gut, ich hatte ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis zu meiner Koordinatorin und konnte immer Nachfragen stellen. Ich h\u00e4tte mir gew\u00fcnscht eine Zwischenevaluation durchzuf\u00fchren, welches aber aufgrund von Zeitdruck in der Periode keinen Platz gefunden hat. Die Gr\u00f6\u00dfe des B\u00fcros war sehr hilfreich, da so die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen sehr eng war und wir uns besonders zwischen den Praktikantinnen viel gegenseitig unterst\u00fctzt, uns Arbeit abgenommen und koordiniert sowie uns gegenseitig weitergeholfen haben. Besonders w\u00e4hrend der sehr intensiven Zeit um die Konferenz in Belgrad konnte man den Teamgeist im B\u00fcro sp\u00fcren und die Zusammenarbeit war hier am h\u00f6chsten. Au\u00dferdem haben wir auch nach der Arbeit teilweise etwas zusammen unternommen, was sehr hilfreich war, da ich vorher keine Kontakte in Br\u00fcssel hatte.<br \/>\nDas Praktikum hat sich sehr auf den Kurs in den General Studies bezogen, den ich in Bologna zu \u201aEducation Policies\u2018 belegt hatte. Meine darauf aufbauende Bachelorarbeit bildete die perfekte Grundlage f\u00fcr mein Praktikum, da ich somit mich schon sehr intensiv mit gewissen Bildungsaspekten besch\u00e4ftigt hatte. Mein Wissen bezog sich aber mehr auf Aspekte der Fr\u00fchkindlichen Bildung, Frauen und M\u00e4dchen im Bildungsbereich, Professionelle Weiterbildung und Qualifikationen von Lehrern sowie den Zusammenhang von Wirtschaft und Bildung. Sozialer Dialog war hingegen komplettes Neuland f\u00fcr mich. Des Weiteren waren meine Fremdsprachenkenntnisse sehr hilfreich.<\/p>\n<p>Das Praktikum ist besonders f\u00fcr Studenten zu empfehlen, die sich f\u00fcr eine Kombination von Bildungspolitik und den Arbeitsgebieten von ETUCE interessieren. Wie z.B. Sozialer Dialog, Wirtschaftsgovernance, der Migrations Thematik und Gendergleichstellung sowie Fr\u00fchkindliche Bildung und Professionelle Orientierung f\u00fcr Lehrer. Des Weitern ist das Praktikum f\u00fcr Student*innen interessant, die sich f\u00fcr Gewerkschaftsarbeit interessieren. Auch f\u00fcr Lehramtsstudenten in Kombination mit Politikwissenschaften kann dies ansprechend sein, da die Arbeit in einer Bildungsgewerkschaft ein alternativer Karriereweg sein kann, wenn man erstmal etwas Berufserfahrung mitbringt.<\/p>\n<p>Durch das Praktikum habe ich gelernt, wie so eine gro\u00dfe Organisation aufgebaut ist und wie sie funktioniert, welche politischen Interessen und H\u00fcrden auch innerhalb der Organisation Entscheidungen lenken und ausschlaggebend sein k\u00f6nnen. Sowie mit der Arbeitsweise und den Problematiken von Gewerkschaften bin ich jetzt vertraut. Besonders habe ich gelernt politische Meinungen hinter Aussagen zu verstehen, wie man Interessen einer Organisation am besten durchsetzen kann und wie man seine Interessen diplomatisch formuliert. Ich denke dieser Teil, der sich auf Menschliche Beziehungen innerhalb der Politik bezieht, hat mich am meisten gelehrt. Auch habe ich sehr intensiv die Funktionsweise des Europ\u00e4ischen Sozialen Dialoges im Bildungsbereich kennen gelernt und kenne mich jetzt sehr gut in dieser Thematik aus. Auch habe ich mein Wissen \u00fcber die EU Institutionen vertiefen k\u00f6nnen, insbesondere die Arbeit der Generaldirektionen. Ich konnte meine organisatorischen F\u00e4higkeiten verbessern in Hinblick darauf welche Dinge alle ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen und wie viel Zeit f\u00fcr die Organisation von bestimmten Events geplant werden muss. Des Weiteren konnte ich meine Franz\u00f6sisch Kenntnisse auffrischen.<\/p>\n<p><strong>5. Fazit: Schlussfolgerungen f\u00fcr die weitere Studien- und Berufsplanung<\/strong><br \/>\nAls Schlussfolgerung habe ich festgestellt, dass ich Fremdsprachen w\u00e4hren meines weiteren Studiums weiterhin ausbauen m\u00f6chte und sollte. Insbesondere trifft dies f\u00fcr Franz\u00f6sisch zu, da dies doch ein deutlicher Vorteil darstellt. Spanisch w\u00e4re interessant, wenn ich mich entscheiden sollte weiterhin mich mit Entwicklungspolitik in Latein Amerika zu besch\u00e4ftigen. Italienisch hingegen ist n\u00fctzlicher als man\u00a0 glauben sollte, haupts\u00e4chlich da sich so sehr leicht Verbindung zu anderen italienisch Sprechenden Leuten aufnehmen l\u00e4sst und einem direkt offen und hilfsbereit entgegen treten. Vielseitige Fremdsprachenkenntnisse bilden meines Erachtens ein Plus\u00a0 in dem Internationalen Politischen Bereich, der doch sehr begehrt ist und die Konkurrenz sehr hoch ist. Au\u00dferdem habe ich festgestellt, dass auch psychologische Kenntnisse von n\u00fctzen w\u00e4ren, insbesondere bei taktischen Verhandlungen ist dies nicht zu untersch\u00e4tzen. Und generell kann dies nie im Umgang mit anderen Menschen schaden. Allerdings sehe ich leider meine Chancen gering Kurse in diesem Bereich wahrnehmen zu k\u00f6nnen, was ich sehr bedaure. Was eventuell von Nutzen sein k\u00f6nnte, w\u00e4re ein Masterstudiengang der einen Kurs mit \u201enegotiation skills\u201c oder\u00a0 \u201epsychology of politics\u201c beinhaltet.<\/p>\n<p>Aus dem Praktikum selber hat sich f\u00fcr mich keine neuen Einsichten in Richtung Berufswahl oder Master Wahl ergeben. Allerdings kann ich ausschlie\u00dfen in einer Organisation zu arbeiten, wenn sich nicht viel eigener Spielraum f\u00fcr Kreativit\u00e4t und eigener Initiative bietet. Diese Arbeit so ist nicht sehr interessant f\u00fcr mich und ich bef\u00fcrchte, dass dies in \u00e4hnlichen Institutionen sich nicht gro\u00dfartig \u00e4ndern wird. Auch kann ich es mir nicht vorstellen 40 Stunden die Woche hinter einem PC zu sitzen und mich kaum zu bewegen. Ich konnte auch ausschlie\u00dfen, dass ich zwar den Bildungsbereich sehr interessant und wichtig finde, aber mich in einem Master nun nicht komplett darauf festlegen m\u00f6chte, da ich der Ansicht bin, dass sich die Spezialisierung durch Berufserfahrung und Praktikums weiter vorantreiben l\u00e4sst und ich einen Master machen m\u00f6chte der etwas breiter angelegt ist. Die Kontakte die ich w\u00e4hrend der Zeit kn\u00fcpfen konnte waren sehr hilfreich, da sie in der Lage waren mich berufsorientiert zu beraten und ich somit auch von pers\u00f6nlichen Erfahrungen lernen konnte. Ich werde weiterhin mit den Personen in Kontakt bleiben um mir gegebenenfalls Rat einholen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Moment kann ich mir f\u00fcr mein weiteres Studium vorstellen einen Master in Internationalen Beziehungen und Entwicklung zu machen, da dies f\u00fcr mich meine beiden Interessenbereiche abdeckt und ich so mich noch etwas orientieren kann. Am liebsten w\u00fcrde ich hierf\u00fcr in eine Stadt gehen, die mir die M\u00f6glichkeit bietet nebenbei in relevanten Institutionen oder NGOs etwas Erfahrung sammeln zu k\u00f6nnen. Auch suche ich zur Zeit Praktika oder Volunteering Programme an denen ich teilnehmen k\u00f6nnte zwischen meinem Bachelor und Master Studium. Allerdings sollte ich, was Praktika angeht mich eventuell auch in Richtung Think Tanks umschauen oder auch im Deutschen Bundestag. Zur Zeit schrecken mich aber diese ganzen reinen B\u00fcrojobs ab und wenn w\u00fcrde ich einen k\u00fcrzeren Zeitraum ins Auge fassen. 5 Monate sind zwar sehr lehrreich, aber um lediglich einen Einblick zu erlangen w\u00fcrden auch 2-3 Monate reichen. Ansonsten w\u00fcrde ich mich auch gerne nach kleineren, neuen NGOs umschauen, in der Hoffnung, dass diese nicht so langsam arbeiten und man interessantere Aufgaben \u00fcbernehmen kann. Im Moment befinde ich mich in dem Zwiespalt, dass ich Politik super spannend und interessant finde, aber ich nicht wei\u00df wie ich dies vereinbaren kann mit dem Wunsch nicht permanent 40 Stunden Schreibtischarbeit zu verbringen.<\/p>\n<p>Alles in allem war mein Praktikum bei ETUCE eine sehr wertvolle Erfahrung, allerdings finde ich es nicht zu schade, dass ich nicht noch weitere 5 Monate geblieben bin, da die Aufgaben dann doch nicht so fordernde waren. Auch in Sachen weiterer Berufsausblicke konnte ich mir ein detaillierteres Bild erschlie\u00dfen, welche Aufgaben mir mehr und welche mir weniger gefallen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_map_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_pb_map_container\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_map\" data-center-lat=\"50.8503396\" data-center-lng=\"4.351710300000036\" data-zoom=\"7\" data-mouse-wheel=\"on\" data-mobile-dragging=\"on\"><\/div>\n\t\t\t\t <div class=\"et_pb_map_pin\" data-lat=\"50.8503396\" data-lng=\"4.351710300000036\" data-title=\"\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"infowindow\"> <\/div>\n\t\t\t<\/div> \n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":3011,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>1.\u00a0\u00a0 \u00a0Einleitung<\/strong><br \/> F\u00fcr mein Pflichtpraktikum hatte ich mir anf\u00e4nglich \u00fcberlegt in die Richtung Think Tank, Policy Making zu gehen, da mir in meinem ersten Semester an einer fremden Hochschule das schreiben von Policy Papers und Advisory Reports sehr viel Spa\u00df gemacht hat. Mir gef\u00e4llt das l\u00f6sungsorientierte, kreative Arbeiten. Ohne ein genaue Institution oder Politikbereiche im Auge zu haben, fing ich an im Internet die Internetseiten der \u201erenommierten\u201c NGOs nach Praktikumsausschreibungen zu durchst\u00f6bern. Allerdings wurde hier oft ein angefangenes Masterstudium vorausgesetzt. Gleichzeitig habe ich Bekannte kontaktiert, die auch ein Politikstudium absolviert haben, um Informationen und Tipps einzuholen was Praktikums- und Berufswahl im allgemeinen anging. Dann habe ich sehr schnell auf der Internetseite des Institutes f\u00fcr Politikwissenschaften die Stellenausschreibung von ETUCE (European Trade Union Committee for Education) gefunden. Ich habe mich dort beworben, da die Arbeit in einer Bildungsgewerkschaft thematisch nahtlos an meine Bachelorarbeit anschloss und ich mich somit zuvor eingehend mit dem Thema besch\u00e4ftigen w\u00fcrde. Zum Zeitpunkt der Bewerbung hatte ich gerade mit dem schreiben der Arbeit zum Thema Bildungspolitik in Mexico und der Zusammenhang zur wirtschaftlichen (nicht) Entwicklung in dem Land angefangen. W\u00e4hrend der Ausarbeitung meiner Bachelorarbeit wurde ich immer mehr \u00fcberzeugt, dass L\u00e4nder den Aspekt der Bildung in der Innenpolitik vernachl\u00e4ssigen, insbesondere wenn es um wirtschaftliche Entwicklung geht. Da ich sehr interessiert war an diesem Thema und mein Profil perfekt auf die Ausschreibung passte habe ich mich somit direkt mit Coverletter und Lebenslauf bei ETUCE via Mail beworben. Das Anforderungsprofil beinhaltete das Interesse f\u00fcr Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, Gewerkschaftspolitik und Europ\u00e4ischer Politik einhergehend mit sehr guten Englisch Kenntnissen (schriftlich und sprachlich) sowie Franz\u00f6sisch Kenntnissen, die ein zus\u00e4tzliches Plus darstellten. Des Weiteren waren Kenntnisse der EU Institutionen und deren Arbeitsweise gefordert und gute Informations- und Kommunikationsf\u00e4higkeiten. Nach meiner schriftlichen Bewerbung wurde ich zu einem Skype Interview eingeladen und den folgenden Tag informiert, dass sie mir eine Praktikumsstelle anbieten k\u00f6nnen. Das Praktikum wurde mit einer Aufwandsentsch\u00e4digung von 600\u20ac monatlich verg\u00fctet, wobei die Lebenshaltungskosten in Br\u00fcssel deutlich h\u00f6her waren als in Bremen und das Praktikumsgehalt somit nur etwas mehr als die H\u00e4lfte meiner Lebenshaltungskosten gedeckt hat. Meine Erwartungen an das Praktikum im Vorfeld waren eher nicht sehr ausgepr\u00e4gt. Ich habe nat\u00fcrlich erwartet, dass ich einen Einblick in die Arbeitsweise der ETUCE und in die EU Institutionen erhalte und mir ein Bild davon machen kann, ob ich mir zuk\u00fcnftig eine \u00e4hnliche Arbeit vorstellen kann.<\/p><p><strong>2.\u00a0\u00a0 \u00a0Beschreibung der Praktikumsinstitution<\/strong><br \/> ETUCE ist der Europ\u00e4ische Teil von Education International (EI), welches die globale Lehrergewerkschaft darstellt. Es repr\u00e4sentiert 131 Lehrergewerkschaften und 121 Millionen Lehrer in allen europ\u00e4ischen Staaten und 4,2 Millionen Lehrer in der Europ\u00e4ischen Union einschlie\u00dflich aller Bildungssektoren. ETUCE ist der europ\u00e4ische Gewerkschaftsverband f\u00fcr den Bildungssektor der ETUC (European Trade Union Committee) des europ\u00e4ischen Gewerkschaftsbundes. ETUCE ist ein anerkannter Sozialpartner der Europ\u00e4ischen Union, was bedeutet, dass die EU Kommission ein zweistufiges Konsultationsverfahren mit den offiziellen Sozialpartners durchf\u00fchren muss, wenn sie beabsichtig eine neue legislative Initiative zu starten. Somit repr\u00e4sentiert ETUCE die Interessen der Mitglieder gegen\u00fcber den EU Institutionen, wie der Kommission und dem Parlament und setzt sich somit f\u00fcr bessere Bildung in Europa ein. ETUCE besch\u00e4ftigt in der Regel 10 Mitarbeiter*innen und 2-3 Praktikant*innen und unterteilt sich in folgende Organe.<\/p><p><em>ETUCE Ausschuss<\/em><br \/> Zum einen gibt es den Ausschuss, welcher aus nationalen Vertreter*innen, anteilm\u00e4\u00dfig an der Gr\u00f6\u00dfe der nationalen Mitgliedorganisation und dem ETUCE F\u00fchrungspersonal besteht. Er evaluiert die Implementierung der Zielsetzung, welche w\u00e4hrend der alle 4 Jahren stattfindenden Konferenz festgelegt wurden und umgesetzt werden. Des Weiteren initiiert der Ausschuss Politiken und Aktionen in \u00dcbereinstimmung mit den Konferenzentschl\u00fcssen. Auch richtet der Ausschuss weitere st\u00e4ndige Aussch\u00fcsse ein, welche zu spezifischen Themen arbeiten. Im Moment bestehen der ETUCE Frauenauschuss, welcher den ETUCE Ausschuss zu Angelegenheiten von Frauen und M\u00e4dchen ber\u00e4t. Weiter gibt es Aussch\u00fcsse f\u00fcr Hochschulbildung, und Forschung sowie f\u00fcr Gleichberechtigung.<\/p><p><em>ETUCE B\u00fcro<\/em><br \/> Das ETUCE B\u00fcro \u00fcberwacht die Implementierung zwischen den Ausschusstreffen. Das B\u00fcro bereitet die Sitzungen und Tagesordnungen der Ausschusssitzungen vor. Au\u00dferdem kann es st\u00e4ndige Aussch\u00fcsse, Netzwerke und Beratungsorgane einreichten.<\/p><p><em>Pr\u00e4sident*in und Europadirekor*in<\/em><br \/> Der bzw. die Pr\u00e4sident*in ist der bzw. die oberste Vertreter*in ETUCEs. Er oder sie nimmt den Vorsitz der Konferenzen ein, leitet die Sitzungen des Ausschusses und des B\u00fcros, vertritt ETUCE nach au\u00dfen und stellt die Verbindung zum EI Vorstand dar.<br \/> Dem oder der Europadirektor*in steht das Sekretariat unter. Der oder die Europadirektor*in berichtet der Konferenz, dem Ausschuss und dem B\u00fcro. Er oder sie arbeitet relevante Politiken aus, \u00fcber die die ETUCE Organe beraten, des Weitern stellt er oder sie die Verbindung zu den Mitgliedorganisationen, zu ETUC, dem europ\u00e4ischen Gewerkschaftsbund und den EU Institutionen dar. Au\u00dferdem fallen weitere administrative und finanzielle Aufgaben an.<\/p><p><em>ETUCE Sekretariat<\/em><br \/> Ich habe mein Praktikum im Sekretariat absolviert, welches an der Implementierung und Umsetzung von Beschl\u00fcssen arbeitet. Es ist wiederum in unterschiedliche Policy Bereiche eingeteilt. Neben drei Angestellten in der Administration und einem Angestellten f\u00fcr die Finanzen, arbeitete jeweils eine Kollegin an Fr\u00fchkindlicher Bildung und Professioneller Weiterbildung von Lehrkr\u00e4ften, eine Kollegin an Gesundheit und Sicherheitsproblemen sowie an Gleichstellungsproblematiken und Integration von Fl\u00fcchtlingen. Eine weitere Kollegin hat sich um das \u201aCentral Eastern European Network\u2018 gek\u00fcmmert sowie um Solidarit\u00e4ts Bekundungen f\u00fcr Mitgliedsorganisationen, die auch daf\u00fcr genutzt wurden um Regierungen unter Druck zu setzten wenn es um die Einhaltung von Gewerkschafts- und Arbeitnehmerrechten ging. Der Koordinatorin, mit der ich zusammengearbeitet habe war f\u00fcr Economic Governance und den Sozialen Dialog zust\u00e4ndig.<\/p><p><strong>3.\u00a0\u00a0 \u00a0T\u00e4tigkeitsbereich und Aufgaben w\u00e4hrend des Praktikums<\/strong><br \/> Mein Praktikum ging vom 1.9.2016 bis zum 31.01.2017, mit einer Wochenstunden Anzahl von 37 Stunden und 5 Arbeitstagen. Ich hatte keinen geregelten Anspruch auf Urlaubstage, wobei ich mir auf Anfrage einen Tag frei nehmen konnte. Insgesamt bin ich so auf 6 Urlaubstage in 5 Monaten gekommen. Meine Hauptt\u00e4tigkeiten haben sich haupts\u00e4chlich auf den Bereich des Sozialen Dialoges konzentriert. In diesem Zusammenhang habe ich die Umsetzung des Projektes \u201eEuropean Sectoral Social Partners in Educartion Promoting the Potentials of their Dialogue through Knowledge Transfer and Training\u201c begleitet und finalisiert. W\u00e4hrend des Projektes wurden von den Mitgliedsorganisationen, die an diesem EU finanzierten Projekt teilgenommen haben, so genannte Round Table Meetings in 7 unterschiedlichen Mitgliedstaaten und einem EU Anw\u00e4rter Staat organisiert. In die Zeit meines Praktikums fielen die Rundentische in Budapest und Belgrad. Hierf\u00fcr musste ich organisatorische Aufgaben \u00fcbernehmen wie die Zusammenstellung von Dokumenten und die Kommunikation mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen. W\u00e4hrend der Konferenz vor Ort war ich daf\u00fcr verantwortlich das Protokoll zu erstellen und hinterher die Nachrichtenmeldungen zu den Treffen zu schreiben, die anschlie\u00dfend auf der Internetseite von ETUCE ver\u00f6ffentlicht wurden.\u00a0 Da dieses Projekt w\u00e4hrend meiner Zeit bei ETUCE in der finalen Phase war, habe ich au\u00dferdem die Projekt Reporte f\u00fcr die Organisation und f\u00fcr die EU Kommission geschrieben. Somit hatte ich die Gelegenheit einen tiefgehenden in die Projekt Arbeit, die Mechanismen und die Anforderungen der EU Kommission zu gewinnen und habe gelernt worauf es ankommt, wenn man diese Berichte schreibt.<br \/> Das Gro\u00dfevent w\u00e4hrend meiner Zeit bei ETUCE war die alle 4 Jahre stattfindende ETUCE Konferenz, auf der der Vorstand neu gew\u00e4hlt wird und auch die Politiken und Handlungen f\u00fcr die n\u00e4chsten 4 Jahre festgelegt werden. Die Vorbereitung war sehr intensiv aber beinhaltete auch sehr langweilige Aktivit\u00e4ten, wie das zusammen kopieren von Konferenzunterlagen f\u00fcr alle 400 Teilnehmer*innen. Allerdings war die Konferenz selber dann sehr interessant und es hat mir auch viel Freude bereitet und es war eine Erfahrung die ich nicht h\u00e4tte missen m\u00f6gen. Die kulturelle Vielfalt, Kooperation und Freundschaft, die sich auf der Konferenz gezeigt hat, war sehr beeindruckend, wenn man betrachtet, dass erst seit 70 Jahren in Europa Frieden herrscht. Zudem war es auch sehr Hoffnung gebend zu sehen, wie verschiedene Nationen zusammen an einem Strang ziehen um die Zukunft der Kinder in der EU zu verbessern und sich nicht von rechten Tendenzen in den letzten Jahren beeinflussen zu lassen.<\/p><p>Neben der Umsetzung an dem Projekt habe ich die T\u00e4tigkeiten \u00fcbernommen, die institutionalisierten Treffen des Sozialen Dialoges in Bildung zu organisieren. Hierzu geh\u00f6rten das \u201eSteering Committe\u201c Treffen, welches dazu dienten die j\u00e4hrlichen Schwerpunkte mit der Arbeitgeberseite festzulegen, sowie das \u201eWorking Group Meeting\u201c, welches eine zuvor von dem \u201eSteering Committee\u201c bestimmte Thematik erarbeitet. Bei dem zweiten \u201eWorking Group Meeting\u201c in 2016 ging es um Integration von Fl\u00fcchtlingen und die Radikalisierung von Sch\u00fcler*innen und wie die EU Bildungsgewerkschaften diese Problematik bereits angehen. W\u00e4hrend des Treffens wurden Best-Practice-Vorschl\u00e4ge ausgetauscht um das gegenseitige lernen und die gegenseitige Unterst\u00fctzung zu verbessern. Dieses Treffen war h\u00f6chst interessant, besonders die Beitr\u00e4ge aus D\u00e4nemark und den Niederlanden. In diesen L\u00e4ndern wird sehr eng mit den Lehrern kooperiert um die Integration und die Pr\u00e4vention von Radikalisierung voran zu treiben. Allerdings fand ich es auch erschreckend, wie wenig in manchen L\u00e4ndern getan wurde und dass nach zwei Jahren des Beginns der Fl\u00fcchtlingskrise in Europa immer noch in High-level Meetings \u00fcber die ersten Schritte der\u00a0 Integration diskutiert wird und noch keine ausgewerteten Daten vorliegen um die bereits etablierten Integrationsmechanismen zu verbessern. F\u00fcr das \u201ePlenary Meetings\u201c wurden alle EU Bildungsgewerkschaftsvertreter*innen und Arbeitgeber*innen eingeladen um \u00fcber Vorschritte, Problematiken, laufende Projekte und zuk\u00fcnftige Projekte zu beraten.<br \/> In meinen T\u00e4tigkeiten habe ich meine Koordinatorin in der Arbeit zum Sozialen Dialog im Bildungsbereich unterst\u00fctzt. Dies ist die Kernarbeit einer jeden Gewerkschaft und stellt somit die Grundbedingung f\u00fcr Erfolg dar. Sozialer Dialog hat die Macht innerhalb der EU durch so genannte \u201eJoint Agreements\u201c auf die EU Legislative einzuwirken. Daher ist ein starker und effizienter Dialog n\u00f6tig um gemeinsam mit der Arbeitgeberseite Fortschritte im Bildungsbereich zu erreichen. Da der Soziale Dialog im Bildungsbereich eher schwach ist, war es haupts\u00e4chlich unsere Aufgabe die Arbeitgeber Seite zu mobilisieren und die Einbindung weiterer nationaler Arbeitgeber in die Arbeitgebervertreterorganisation durch das ETUCE Netzwerk voran zu treiben. Dies ist ein wichtiger Teil der derzeitigen Arbeit von ETUCE. Von Vorteil war, dass ich auch ohne Probleme an Treffen von Education International teilnehmen durfte, die oft in dem gleichen Geb\u00e4ude abgehalten wurden. Somit konnte ich mir einen weiteren Einblick verschaffen, an welchen weiteren Themen EI arbeitet. Besonders interessant war hier das \u201eDevelopment Cooperation Meeting\u201c wo die Arbeit der weltweiten Bildungsgewerkschaften zum Thema Entwicklungsarbeit vorgestellt wurde, was mich pers\u00f6nlich sehr interessiert und auch Teil meiner Bachelorarbeit darstellte. Auch durfte ich an verschiedenen Workshops von ETUCE teilnehmen, die zwar nicht meinem direkten Arbeitsfeld entsprachen, aber f\u00fcr mich von pers\u00f6nlichen Interesse waren, wie zum Beispiel zum Thema\u00a0 Fr\u00fchkindliche Bildung.<\/p><p>Meine eigenen T\u00e4tigkeiten waren besonders in der Hinsicht interessant, dass der soziale Dialog ein politisch sehr sensibler Beriech ist. Ich fand besonders spannend wie taktisch vorgegangen wurde um gewisse Verhandlungsziele zu erreichen und wie diese Ziele lange im Voraus strategisch vorbereitet wurden. Es war interessant die kulturelle Vielfalt der EU zu erleben und zu verstehen welch vielf\u00e4ltige Initiativen die EU unterst\u00fctzt, plant und implementiert. Dies hat mein Interesse an den EU Institutionen und ihrer Arbeit sehr vertieft. Allerdings haben mich meine Aufgaben, die ich tag t\u00e4glich auszuf\u00fchren hatte, unterfordert und waren sehr repetitiv. Etwas interessanter waren dann die Projekt Berichte und die Zusatzaufgaben wie die Umstrukturierung der ETUCE Internetseite, weil dies in Bereiche des kreativen Denkens ging, was mir immer sehr gefallen hat. Auch konnte ich hier etwas Neues lernen, wie man z.B. eine Kommunikationsstrategie schreibt. Entt\u00e4uschend war, dass man mir im Auswahlinterview in Aussicht gestellt hatte auch zum Thema \u201aEconomic Governance\u2018 zu arbeiten, was f\u00fcr mich der Hauptmotivationsgrund f\u00fcr meine Bewerbung war. Allerdings war dies dann nicht so. Leider konnte ich auch auf Anfrage keine weiteren T\u00e4tigkeiten in diesem Bereich \u00fcbernehmen, da dies in den Aufgabenbereich einer anderen Praktikantin fiel. Wenn ich mein Praktikum um weitere 5 Monate verl\u00e4ngert h\u00e4tte, wie mir angeboten wurde, h\u00e4tte ich auch ihre T\u00e4tigkeiten mit abwechslungsreicheren Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen.<\/p><p><strong>4.\u00a0\u00a0 \u00a0Reflexion des Praktikums<\/strong><br \/> Die Betreuung des Praktikums war sehr gut, ich hatte ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis zu meiner Koordinatorin und konnte immer Nachfragen stellen. Ich h\u00e4tte mir gew\u00fcnscht eine Zwischenevaluation durchzuf\u00fchren, welches aber aufgrund von Zeitdruck in der Periode keinen Platz gefunden hat. Die Gr\u00f6\u00dfe des B\u00fcros war sehr hilfreich, da so die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen sehr eng war und wir uns besonders zwischen den Praktikantinnen viel gegenseitig unterst\u00fctzt, uns Arbeit abgenommen und koordiniert sowie uns gegenseitig weitergeholfen haben. Besonders w\u00e4hrend der sehr intensiven Zeit um die Konferenz in Belgrad konnte man den Teamgeist im B\u00fcro sp\u00fcren und die Zusammenarbeit war hier am h\u00f6chsten. Au\u00dferdem haben wir auch nach der Arbeit teilweise etwas zusammen unternommen, was sehr hilfreich war, da ich vorher keine Kontakte in Br\u00fcssel hatte.<br \/> Das Praktikum hat sich sehr auf den Kurs in den General Studies bezogen, den ich in Bologna zu \u201aEducation Policies\u2018 belegt hatte. Meine darauf aufbauende Bachelorarbeit bildete die perfekte Grundlage f\u00fcr mein Praktikum, da ich somit mich schon sehr intensiv mit gewissen Bildungsaspekten besch\u00e4ftigt hatte. Mein Wissen bezog sich aber mehr auf Aspekte der Fr\u00fchkindlichen Bildung, Frauen und M\u00e4dchen im Bildungsbereich, Professionelle Weiterbildung und Qualifikationen von Lehrern sowie den Zusammenhang von Wirtschaft und Bildung. Sozialer Dialog war hingegen komplettes Neuland f\u00fcr mich. Des Weiteren waren meine Fremdsprachenkenntnisse sehr hilfreich.<\/p><p>Das Praktikum ist besonders f\u00fcr Studenten zu empfehlen, die sich f\u00fcr eine Kombination von Bildungspolitik und den Arbeitsgebieten von ETUCE interessieren. Wie z.B. Sozialer Dialog, Wirtschaftsgovernance, der Migrations Thematik und Gendergleichstellung sowie Fr\u00fchkindliche Bildung und Professionelle Orientierung f\u00fcr Lehrer. Des Weitern ist das Praktikum f\u00fcr Student*innen interessant, die sich f\u00fcr Gewerkschaftsarbeit interessieren. Auch f\u00fcr Lehramtsstudenten in Kombination mit Politikwissenschaften kann dies ansprechend sein, da die Arbeit in einer Bildungsgewerkschaft ein alternativer Karriereweg sein kann, wenn man erstmal etwas Berufserfahrung mitbringt.<\/p><p>Durch das Praktikum habe ich gelernt, wie so eine gro\u00dfe Organisation aufgebaut ist und wie sie funktioniert, welche politischen Interessen und H\u00fcrden auch innerhalb der Organisation Entscheidungen lenken und ausschlaggebend sein k\u00f6nnen. Sowie mit der Arbeitsweise und den Problematiken von Gewerkschaften bin ich jetzt vertraut. Besonders habe ich gelernt politische Meinungen hinter Aussagen zu verstehen, wie man Interessen einer Organisation am besten durchsetzen kann und wie man seine Interessen diplomatisch formuliert. Ich denke dieser Teil, der sich auf Menschliche Beziehungen innerhalb der Politik bezieht, hat mich am meisten gelehrt. Auch habe ich sehr intensiv die Funktionsweise des Europ\u00e4ischen Sozialen Dialoges im Bildungsbereich kennen gelernt und kenne mich jetzt sehr gut in dieser Thematik aus. Auch habe ich mein Wissen \u00fcber die EU Institutionen vertiefen k\u00f6nnen, insbesondere die Arbeit der Generaldirektionen. Ich konnte meine organisatorischen F\u00e4higkeiten verbessern in Hinblick darauf welche Dinge alle ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen und wie viel Zeit f\u00fcr die Organisation von bestimmten Events geplant werden muss. Des Weiteren konnte ich meine Franz\u00f6sisch Kenntnisse auffrischen.<\/p><p><strong>5. Fazit: Schlussfolgerungen f\u00fcr die weitere Studien- und Berufsplanung<\/strong><br \/> Als Schlussfolgerung habe ich festgestellt, dass ich Fremdsprachen w\u00e4hren meines weiteren Studiums weiterhin ausbauen m\u00f6chte und sollte. Insbesondere trifft dies f\u00fcr Franz\u00f6sisch zu, da dies doch ein deutlicher Vorteil darstellt. Spanisch w\u00e4re interessant, wenn ich mich entscheiden sollte weiterhin mich mit Entwicklungspolitik in Latein Amerika zu besch\u00e4ftigen. Italienisch hingegen ist n\u00fctzlicher als man\u00a0 glauben sollte, haupts\u00e4chlich da sich so sehr leicht Verbindung zu anderen italienisch Sprechenden Leuten aufnehmen l\u00e4sst und einem direkt offen und hilfsbereit entgegen treten. Vielseitige Fremdsprachenkenntnisse bilden meines Erachtens ein Plus\u00a0 in dem Internationalen Politischen Bereich, der doch sehr begehrt ist und die Konkurrenz sehr hoch ist. Au\u00dferdem habe ich festgestellt, dass auch psychologische Kenntnisse von n\u00fctzen w\u00e4ren, insbesondere bei taktischen Verhandlungen ist dies nicht zu untersch\u00e4tzen. Und generell kann dies nie im Umgang mit anderen Menschen schaden. Allerdings sehe ich leider meine Chancen gering Kurse in diesem Bereich wahrnehmen zu k\u00f6nnen, was ich sehr bedaure. Was eventuell von Nutzen sein k\u00f6nnte, w\u00e4re ein Masterstudiengang der einen Kurs mit \u201enegotiation skills\u201c oder\u00a0 \u201epsychology of politics\u201c beinhaltet.<\/p><p>Aus dem Praktikum selber hat sich f\u00fcr mich keine neuen Einsichten in Richtung Berufswahl oder Master Wahl ergeben. Allerdings kann ich ausschlie\u00dfen in einer Organisation zu arbeiten, wenn sich nicht viel eigener Spielraum f\u00fcr Kreativit\u00e4t und eigener Initiative bietet. Diese Arbeit so ist nicht sehr interessant f\u00fcr mich und ich bef\u00fcrchte, dass dies in \u00e4hnlichen Institutionen sich nicht gro\u00dfartig \u00e4ndern wird. Auch kann ich es mir nicht vorstellen 40 Stunden die Woche hinter einem PC zu sitzen und mich kaum zu bewegen. Ich konnte auch ausschlie\u00dfen, dass ich zwar den Bildungsbereich sehr interessant und wichtig finde, aber mich in einem Master nun nicht komplett darauf festlegen m\u00f6chte, da ich der Ansicht bin, dass sich die Spezialisierung durch Berufserfahrung und Praktikums weiter vorantreiben l\u00e4sst und ich einen Master machen m\u00f6chte der etwas breiter angelegt ist. Die Kontakte die ich w\u00e4hrend der Zeit kn\u00fcpfen konnte waren sehr hilfreich, da sie in der Lage waren mich berufsorientiert zu beraten und ich somit auch von pers\u00f6nlichen Erfahrungen lernen konnte. Ich werde weiterhin mit den Personen in Kontakt bleiben um mir gegebenenfalls Rat einholen zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Im Moment kann ich mir f\u00fcr mein weiteres Studium vorstellen einen Master in Internationalen Beziehungen und Entwicklung zu machen, da dies f\u00fcr mich meine beiden Interessenbereiche abdeckt und ich so mich noch etwas orientieren kann. Am liebsten w\u00fcrde ich hierf\u00fcr in eine Stadt gehen, die mir die M\u00f6glichkeit bietet nebenbei in relevanten Institutionen oder NGOs etwas Erfahrung sammeln zu k\u00f6nnen. Auch suche ich zur Zeit Praktika oder Volunteering Programme an denen ich teilnehmen k\u00f6nnte zwischen meinem Bachelor und Master Studium. Allerdings sollte ich, was Praktika angeht mich eventuell auch in Richtung Think Tanks umschauen oder auch im Deutschen Bundestag. Zur Zeit schrecken mich aber diese ganzen reinen B\u00fcrojobs ab und wenn w\u00fcrde ich einen k\u00fcrzeren Zeitraum ins Auge fassen. 5 Monate sind zwar sehr lehrreich, aber um lediglich einen Einblick zu erlangen w\u00fcrden auch 2-3 Monate reichen. Ansonsten w\u00fcrde ich mich auch gerne nach kleineren, neuen NGOs umschauen, in der Hoffnung, dass diese nicht so langsam arbeiten und man interessantere Aufgaben \u00fcbernehmen kann. Im Moment befinde ich mich in dem Zwiespalt, dass ich Politik super spannend und interessant finde, aber ich nicht wei\u00df wie ich dies vereinbaren kann mit dem Wunsch nicht permanent 40 Stunden Schreibtischarbeit zu verbringen.<\/p><p>Alles in allem war mein Praktikum bei ETUCE eine sehr wertvolle Erfahrung, allerdings finde ich es nicht zu schade, dass ich nicht noch weitere 5 Monate geblieben bin, da die Aufgaben dann doch nicht so fordernde waren. Auch in Sachen weiterer Berufsausblicke konnte ich mir ein detaillierteres Bild erschlie\u00dfen, welche Aufgaben mir mehr und welche mir weniger gefallen.<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,52087,342721,356669,368865,653],"tags":[52087,368885,125659,368881,255,368791],"class_list":["post-3007","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-belgien","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-belgien","tag-bruessel","tag-erfahrungsbericht","tag-gewerkschaft","tag-politik","tag-praktikumssuche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3007","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3007"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3007\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3013,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3007\/revisions\/3013"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3007"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3007"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3007"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}