

{"id":2089,"date":"2016-04-15T15:40:48","date_gmt":"2016-04-15T13:40:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=2089"},"modified":"2022-06-14T23:01:29","modified_gmt":"2022-06-14T21:01:29","slug":"praktikum-in-riga-nach-meinem-bachelorstudium-in-bremen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2016\/04\/15\/praktikum-in-riga-nach-meinem-bachelorstudium-in-bremen-2\/","title":{"rendered":"Praktikum in Riga nach meinem Bachelorstudium in Bremen"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Nach meinem Studium an der Uni Bremen habe ich mich entschieden, ein Auslandspraktikum zu machen. In meinem Fall ist alles nicht ganz typisch \u2013 ich komme aus Lettland, habe in Deutschland studiert und das Praktikum wieder in meiner Heimat gemacht. Viele w\u00fcrden sich fragen, warum ich mich daf\u00fcr entschieden habe \u2013 letztendlich ist es gar kein Ausland f\u00fcr mich, keine komplett neue Erfahrung und Umgebung. Das stimmt. Allerdings habe ich Kommunikations- und Medienwissenschaft als Profilfach studiert und m\u00f6chte gerne in der Zukunft im Medienbereich arbeiten. Und wenn man Geld damit verdienen will, indem man \u00fcber etwas schreibt, was auch eine gewisse Zielgruppe lesen wird, dann kann man das am besten in der Muttersprache machen.<\/p>\n<p>Deswegen wollte ich mithilfe eines halbj\u00e4hrigen Praktikums in Lettland verstehen, ob ich und der Medienbereich \u2013 insbesondere Journalismus \u2013 da eine Zukunft haben k\u00f6nnten. Ja, ich musste mich nicht mit vielen Sachen besch\u00e4ftigen, was andere Leute vor einem Praktikum im Ausland nerv\u00f6s machen. Ich kannte die Sprache, die Stadt und sogar einige Leute da. Letztendlich waren nicht alle Kontakte nach f\u00fcnf Jahren in Deutschland verschwunden. Auf der anderen Seite musste ich feststellen, dass ich mich doch nicht sofort so richtig wohl f\u00fchle, weil ich ja mein ganzes Leben nach dem Abi in Deutschland verbracht hatte. Also eine gewisse Umstellung in meinem Leben war doch da.<\/p>\n<p>Mein Praktikum habe ich in Riga, die auch eine Hansestadt ist und enge Freundschaft mit Bremen pflegt, verbracht. Die aufnehmende Organisation war die gr\u00f6\u00dfte Sport-Webseite im Land. Klingt gut, und so ist es auch, man muss aber fairerweise anmerken, dass sie auch die einzige professionelle reine Sport-Webseite im Land ist. Im Land, wo es weniger als 2 Millionen Einwohner gibt, ist die Konkurrenz im Medienbereich nicht besonders gro\u00df. Das hie\u00df gl\u00fccklicherweise nicht, dass mein Praktikumsgeber sich erlauben kann, fahrl\u00e4ssig zu arbeiten \u2013 alles war professionell und \u00fcberdacht. Obwohl ich Praktikant war, was in vielen F\u00e4llen bedeuten kann, auch mal Kaffee f\u00fcr andere kochen zu m\u00fcssen oder \u00c4hnliches, habe ich mich vom ersten Tag an als ein fester Bestandteil der Redaktion gef\u00fchlt. Nach einer kurzen Phase, wo ich mich an die Routine der Redaktion gew\u00f6hnen musste, konnte ich immer wichtigere und verantwortungsvollere Aufgaben \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Die Erfahrung war es wirklich wert \u2013 ich konnte tagt\u00e4glich nicht nur in der Redaktion sitzen und stumpfe Texte \u00fcbersetzen, sondern auch an gro\u00dfen Events teilnehmen und da als Medienvertreter arbeiten. Ich konnte und musste sogar regelm\u00e4\u00dfig in Lettland ber\u00fchmte und hochrangige Sportler und Trainer interviewen, an Pressekonferenzen aktiv teilnehmen und ab und zu auch vor der Kamera stehen. Genauso durfte ich meine Artikel auch mal mit eigener Meinung jederzeit ver\u00f6ffentlichen und nicht davor Angst haben, dass mein Chef mit meiner Meinung nicht einverstanden sein k\u00f6nnte. Was mir vielleicht bisschen fehlte, ist h\u00e4ufigerer Meinungsaustausch mit Kollegen und Redaktor. Man hatte das Gef\u00fchl, dass man selber alles verantworten kann und muss, was gleichzeitig gut und schlecht ist. Als ein junger Praktikant m\u00f6chte man auch manchmal, dass seine Leistung analysiert und ggf. kritisiert wird, damit man seine Arbeit noch besser machen kann. Vielleicht kommt es einfach mit der Erfahrung, doch die offene Analyse kam mir manchmal zu kurz.<\/p>\n<p>Da ich nicht mehr Student bin, nahm ich an Erasmus-Veranstaltungen nicht so richtig teil. Ich habe aber in Riga viele ausl\u00e4ndische Studenten getroffen, die da entweder ein Auslandssemester oder sogar ein komplettes Studium machen. Zum Beispiel studieren viele deutsche Studenten und Studentinnen in Riga Medizin, weil es in Deutschland schwer ist, in dem Bereich einen Studienplatz zu bekommen. Und f\u00fcr ihre Karriere sind sie sogar bereit, Lettisch zu lernen, damit man ein Arzt werden und sp\u00e4ter in Deutschland arbeiten kann. Als Stadt bietet Riga alles, was ein ausl\u00e4ndischer Student braucht \u2013 kalte Winter und warme Sommer, sch\u00f6ne Altstadt und vielseitiges Nachtleben, mittlerweile auch viele Kulturen in der Stadt und relativ niedrige Mietkosten f\u00fcr eine Wohnung oder WG.<\/p>\n<p>Ein halbes Jahr hat mir tolle Erfahrung in dem Bereich gegeben, wo ich auch sp\u00e4ter arbeiten m\u00f6chte. Gleichzeitig kann ich mir nun Gedanken machen, ob ich ein Masterstudium anfangen sollte und ob ich \u00fcberhaupt in meiner Heimat als Journalist arbeiten will. Der Job ist super, doch man muss auch erkennen, dass wenn man schon mal in Deutschland gelebt hat, \u00a0man sich nicht damit zufrieden gibt, dass wirklich alles viel kleiner ist \u2013 sowohl der Lohn f\u00fcr die gleiche Arbeit, als auch die Zielgruppe, die man mit seiner Arbeit anspricht. In Deutschland dauert es wohl viele Jahre, bis man wichtige Aufgaben in den gr\u00f6\u00dften Medien des Landes \u00fcbernehmen darf. In einem kleinen Land geht es schnell \u2013 aber leider ohne gro\u00dfe Perspektive, in der Zukunft viel h\u00f6her arbeiten zu k\u00f6nnen. Die erste Erfahrung habe ich, und ich bin sehr dankbar, dass ich sie machen konnte. Sie hilft mir auf jeden Fall, weitere Entscheidungen zu treffen. Ein Auslandspraktikum direkt nach dem Studium kann ich wirklich empfehlen. Genauso kann ich empfehlen, vor dem Praktikum die n\u00f6tige Information herauszusuchen \u2013 haupts\u00e4chlich \u00fcber die Situation in dem Bereich, wo man arbeiten und das Praktikum machen m\u00f6chte \u2013 damit man sich nicht mit Problemen besch\u00e4ftigt, sondern die Erfahrung richtig einsch\u00e4tzen und wichtige Gedanken f\u00fcr die Zukunft machen kann. Meine Leistung wurde anerkannt und ich habe nun das Angebot, da weiterzuarbeiten \u2013 entweder als Vollzeit-Journalist oder als Reporter f\u00fcr verschiedene Events. Die Entscheidung\u00a0 f\u00e4llt bald und die Erfahrung, die ich dank des Erasmus-Praktikums sammeln konnte, spielt da eine sehr wichtige Rolle.<\/p>\n<p><em>Foto: w\u00e4hrend eines Interviews mit dem Verteidiger Vladislavs Gabovs nach dem Training der lettischen Fu\u00dfball-Nationalmannschaft (Fotoautorin: Nora Krevneva, www.lff.lv)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n             class=\"map undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:thin solid;\n                    background-image: url(https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/);\n                    background-repeat: no-repeat;\n                    background-position: center;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    \n\n\t\t\t\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayer'] = \"open layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayerAtStartup'] = \"open layer at startup\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generateLink'] = \"Der Link zur Karte mit ausgew\u00e4hlten Overlays und angezeigtem Ausschnitt\";\n\t\t\t\t\ttranslations['shortDescription'] = \"Kurzbeschreibung\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generatedShortCode'] = \"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\";\n\t\t\t\t\ttranslations['closeLayer'] = \"close layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['cantGenerateLink'] = \"put this string in the existing map short code to control this map\";\n\t\t\t  <\/script>\n\n\n\t\t\t  <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([24.1149,56.9660], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 5\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":2085,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Nach meinem Studium an der Uni Bremen habe ich mich entschieden, ein Auslandspraktikum zu machen. 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Ich kannte die Sprache, die Stadt und sogar einige Leute da. Letztendlich waren nicht alle Kontakte nach f\u00fcnf Jahren in Deutschland verschwunden. Auf der anderen Seite musste ich feststellen, dass ich mich doch nicht sofort so richtig wohl f\u00fchle, weil ich ja mein ganzes Leben nach dem Abi in Deutschland verbracht hatte. Also eine gewisse Umstellung in meinem Leben war doch da.<\/p><p>Mein Praktikum habe ich in Riga, die auch eine Hansestadt ist und enge Freundschaft mit Bremen pflegt, verbracht. Die aufnehmende Organisation war die gr\u00f6\u00dfte Sport-Webseite im Land. Klingt gut, und so ist es auch, man muss aber fairerweise anmerken, dass sie auch die einzige professionelle reine Sport-Webseite im Land ist. Im Land, wo es weniger als 2 Millionen Einwohner gibt, ist die Konkurrenz im Medienbereich nicht besonders gro\u00df. Das hie\u00df gl\u00fccklicherweise nicht, dass mein Praktikumsgeber sich erlauben kann, fahrl\u00e4ssig zu arbeiten \u2013 alles war professionell und \u00fcberdacht. Obwohl ich Praktikant war, was in vielen F\u00e4llen bedeuten kann, auch mal Kaffee f\u00fcr andere kochen zu m\u00fcssen oder \u00c4hnliches, habe ich mich vom ersten Tag an als ein fester Bestandteil der Redaktion gef\u00fchlt. Nach einer kurzen Phase, wo ich mich an die Routine der Redaktion gew\u00f6hnen musste, konnte ich immer wichtigere und verantwortungsvollere Aufgaben \u00fcbernehmen.<\/p><p>Die Erfahrung war es wirklich wert \u2013 ich konnte tagt\u00e4glich nicht nur in der Redaktion sitzen und stumpfe Texte \u00fcbersetzen, sondern auch an gro\u00dfen Events teilnehmen und da als Medienvertreter arbeiten. Ich konnte und musste sogar regelm\u00e4\u00dfig in Lettland ber\u00fchmte und hochrangige Sportler und Trainer interviewen, an Pressekonferenzen aktiv teilnehmen und ab und zu auch vor der Kamera stehen. Genauso durfte ich meine Artikel auch mal mit eigener Meinung jederzeit ver\u00f6ffentlichen und nicht davor Angst haben, dass mein Chef mit meiner Meinung nicht einverstanden sein k\u00f6nnte. Was mir vielleicht bisschen fehlte, ist h\u00e4ufigerer Meinungsaustausch mit Kollegen und Redaktor. Man hatte das Gef\u00fchl, dass man selber alles verantworten kann und muss, was gleichzeitig gut und schlecht ist. Als ein junger Praktikant m\u00f6chte man auch manchmal, dass seine Leistung analysiert und ggf. kritisiert wird, damit man seine Arbeit noch besser machen kann. Vielleicht kommt es einfach mit der Erfahrung, doch die offene Analyse kam mir manchmal zu kurz.<\/p><p>Da ich nicht mehr Student bin, nahm ich an Erasmus-Veranstaltungen nicht so richtig teil. Ich habe aber in Riga viele ausl\u00e4ndische Studenten getroffen, die da entweder ein Auslandssemester oder sogar ein komplettes Studium machen. Zum Beispiel studieren viele deutsche Studenten und Studentinnen in Riga Medizin, weil es in Deutschland schwer ist, in dem Bereich einen Studienplatz zu bekommen. Und f\u00fcr ihre Karriere sind sie sogar bereit, Lettisch zu lernen, damit man ein Arzt werden und sp\u00e4ter in Deutschland arbeiten kann. Als Stadt bietet Riga alles, was ein ausl\u00e4ndischer Student braucht \u2013 kalte Winter und warme Sommer, sch\u00f6ne Altstadt und vielseitiges Nachtleben, mittlerweile auch viele Kulturen in der Stadt und relativ niedrige Mietkosten f\u00fcr eine Wohnung oder WG.<\/p><p>Ein halbes Jahr hat mir tolle Erfahrung in dem Bereich gegeben, wo ich auch sp\u00e4ter arbeiten m\u00f6chte. Gleichzeitig kann ich mir nun Gedanken machen, ob ich ein Masterstudium anfangen sollte und ob ich \u00fcberhaupt in meiner Heimat als Journalist arbeiten will. Der Job ist super, doch man muss auch erkennen, dass wenn man schon mal in Deutschland gelebt hat, \u00a0man sich nicht damit zufrieden gibt, dass wirklich alles viel kleiner ist \u2013 sowohl der Lohn f\u00fcr die gleiche Arbeit, als auch die Zielgruppe, die man mit seiner Arbeit anspricht. In Deutschland dauert es wohl viele Jahre, bis man wichtige Aufgaben in den gr\u00f6\u00dften Medien des Landes \u00fcbernehmen darf. In einem kleinen Land geht es schnell \u2013 aber leider ohne gro\u00dfe Perspektive, in der Zukunft viel h\u00f6her arbeiten zu k\u00f6nnen. Die erste Erfahrung habe ich, und ich bin sehr dankbar, dass ich sie machen konnte. Sie hilft mir auf jeden Fall, weitere Entscheidungen zu treffen. Ein Auslandspraktikum direkt nach dem Studium kann ich wirklich empfehlen. Genauso kann ich empfehlen, vor dem Praktikum die n\u00f6tige Information herauszusuchen \u2013 haupts\u00e4chlich \u00fcber die Situation in dem Bereich, wo man arbeiten und das Praktikum machen m\u00f6chte \u2013 damit man sich nicht mit Problemen besch\u00e4ftigt, sondern die Erfahrung richtig einsch\u00e4tzen und wichtige Gedanken f\u00fcr die Zukunft machen kann. Meine Leistung wurde anerkannt und ich habe nun das Angebot, da weiterzuarbeiten \u2013 entweder als Vollzeit-Journalist oder als Reporter f\u00fcr verschiedene Events. Die Entscheidung\u00a0 f\u00e4llt bald und die Erfahrung, die ich dank des Erasmus-Praktikums sammeln konnte, spielt da eine sehr wichtige Rolle.<\/p><p><em>Foto: w\u00e4hrend eines Interviews mit dem Verteidiger Vladislavs Gabovs nach dem Training der lettischen Fu\u00dfball-Nationalmannschaft (Fotoautorin: Nora Krevneva, www.lff.lv)<\/em><\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,52031,368865,653],"tags":[8939,368374,52031,368692,368099],"class_list":["post-2089","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-lettland","category-outgoing","category-praktikum","tag-journalismus","tag-kmw","tag-lettland","tag-osteuropa","tag-riga"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2089"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2089\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7153,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2089\/revisions\/7153"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}