Organisation:
Nach meinem Studienabschluss an der Universität Bremen habe ich mich für ein Auslandspraktikum entschieden. Nachdem ich bereits mehrere Praktika innerhalb der deutschen Finanzbranche abgeschlossen hatte, sollte es diesmal ins europäische Ausland gehen. Die Voraussetzungen für mich waren zum einen die Möglichkeit der Anwendung der theoretischen Forschungserkenntnisse meiner Abschlussthesis. Zum anderen wollte ich mich im selben Themenbereich weiterbilden und dessen Entwicklung in der Praxis verfolgen. Während der Bewerbungsphase wurde ich durch das International Office auf das Erasmus+ Programm aufmerksam. Da hierdurch europaweite Auslandspraktika gefördert werden, habe ich diese Option im weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses einbezogen.

Nach einigen Zusagen habe ich mich letztendlich für eine Position bei PricewaterhouseCoopers in Luxemburg entschieden und zugleich für das Erasmus+ Stipendium beworben. Eine schnelle Zusage folgte auch hier und nach einer erfolgreichen Wohnungssuche konnte das Kapitel Luxemburg auch schon beginnen.

Praktikum:
Das Praktikum hat mit einer zwei wöchigen Orientierungsphase begonnen. Diese teilte sich in Trainings und organisatorische Einführungen auf. Die Trainings behandelten detaillierte Finanz- und Steuerthemen, während die Meetings zur Organisation auf den Arbeitsalltag innerhalb des Unternehmens vorbereiten sollten. Das Zusammenspiel dieser beiden Teile führte früh zur Eingewöhnung und gutem Selbstbewusstsein, bevor der Arbeitsalltag startete. Im Anschluss der Einführungswochen wurde ich der jeweiligen Abteilung und dem zuständigen Team vorgestellt und zugeordnet. Tax Compliance und Beratungstätigkeiten für Investmentfonds gehörten in diesem Bereich zu den Schwerpunkten des Aufgabenspektrums. Der Arbeitsalltag gestaltete sich über das halbe Jahr durch verschiedene Projekte vielseitig. Meinen theoretischen Background durch die Abschlussthesis konnte ich dabei von Anfang an einbringen. Dieser Umstand erhöhte bereits in den ersten Wochen deutlich meine Motivation. Im Laufe der Zeit hat meine Verantwortung bei der Bearbeitung von Projekten und neuen Aufgaben stetig zugenommen.

Zu meiner Überraschung konnte ich zusätzlich bei einem Off-Site Event teilnehmen, bei dem Workshops veranstaltet und die strategischen Ziele der Abteilung diskutiert wurden. Die Integration in die Abteilung und das Team wurde dadurch verstärkt gefördert.

Luxemburg:
Luxemburg ist eine multikulturelle Stadt. Menschen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten finden sich hier in einer offenen und interkulturellen Gesellschaft wieder. Alleine im Unternehmen waren mehr als 70 Nationalitäten vertreten. Die Kommunikation findet hauptsächlich in vier Sprachen statt. Hierzu gehören englisch, deutsch, französisch und luxemburgisch. Das internationale Umfeld ermöglicht eine schnelle Integration und den Aufbau von einem internationalen Netzwerk sowie engen Freundschaften. Ein historisches Stadtzentrum mit schönen Landschaften lädt zum Erkunden und Ausgehen ein. Zudem verfügt Luxemburg über eine sehr gute Infrastruktur. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man sowohl innerhalb als auch außerhalb des Zentrums schnell seine Ziele.

Fazit:
Im Nachhinein bin ich sehr glücklich darüber, mich für eine Tätigkeit in Luxemburg entschieden zu haben. Neben einer professionellen und wertvollen Erfahrung konnte ich mich auch persönlich – in einem internationalen Umfeld – weiterentwickeln. Das Ziel mit meinem vorhandenen Wissen von Anfang an einen Impact zu liefern und mich dabei weiterzubilden, erreichte ich während dem halben Jahr gar besser als erwartet. Das Aufeinandertreffen verschiedener Nationalitäten und Kulturen bereicherte meinen Arbeitsalltag und stärkte meine Sprachkenntnisse. Wer sich also professionell weiterentwickeln möchte und zugleich Wert auf internationales Flair legt, ist in Luxemburg genau richtig!

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