Von März bis Juli 2017 absolvierte ich ein Praktikum am Zentrum für Inter-Amerikanische Studien (Center for Inter-American Studies = C.IAS) der Karl-Franzens-Universität in Graz. Auf das Praktikum wurde ich durch dessen Ausschreibung auf den Seiten des International Office aufmerksam. Schon kurz nach meiner Bewerbung bekam ich im Juni 2016 eine Zusage und hatte somit reichlich Zeit, mich auf mein Praktikum vorzubereiten (Bewerbung um ein
Erasmus-Plus-Stipendium, Zimmersuche, Beschäftigung mit Versicherungsfragen etc.). Meine Hauptaufgabe während des Praktikums war die Mitorganisation der internationalen, interdisziplinären Summer School Seggau, die jedes Jahr Studierende aus zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern für ein zweiwöchiges akademisches Programm zusammenbringt. Ich half bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der
Summer School und bekam somit einen umfassenden Einblick in die Arbeitstätigkeiten und Herausforderungen, die mit der Organisation einer solchen Summer School verbunden sind. Meine Kompetenzen im Bereich des Projektmanagements konnte ich während des Praktikums zudem durch die Unterstützung einer universitären Konferenz, die das C.IAS im Mai organisierte, erweitern. Darüber hinaus nahm ich im Rahmen des Praktikums am „Whitsun Dialogue“ teil, einem Forum, das 2017 die transatlantischen Beziehungen mit Hinblick auf
politische, wissenschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Fragen erörterte. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, während des Sommersemesters an Vorlesungen, Seminaren und weiteren öffentlichen Veranstaltungen an der Universität Graz teilzunehmen.

 Allgemein hat mir mein Praktikum sehr gut gefallen. Am C.IAS arbeitete ich in einem sehr internationalen Team mit österreichischen, deutschen, kroatischen, serbischen, spanischen, kubanischen, US-amerikanischen und britischen Kolleg*innen in einer sehr freundschaftlichfamiliären Atmosphäre. Meine Arbeitsaufgaben waren nicht immer extrem anspruchsvoll (z.B. Erstellung von Teilnehmendenlisten, Zusammenstellen von Informationsmaterialien
etc.), dafür lernte ich aber viel im Bereich der Logistik, des Projektmanagements und der Kommunikation und Teamarbeit in einem internationalen Umfeld. Eine besonders intensive Zeit war sicherlich die zweiwöchige Summer School selbst, die auf dem wunderschönen Schloss Seggau stattfand und an der Teilnehmende aus über 30 Nationen teilnahmen. Ich konnte zahlreiche neue Freundschaften knüpfen, viel über andere Länder lernen und meinen
Horizont in vielerlei Hinsicht erweitern. Dazu trug die Teilnahme an Vorlesungen und  Seminaren im Rahmen der Summer School ebenso bei wie der Austausch mit Studierenden und Professor*innen während der Pausen und Freizeitaktivitäten.


Sehr wohl gefühlt habe ich mich auch in Graz, der Stadt, in der ich während meines fünfmonatigen Praktikums lebte. Graz ist eine Studentenstadt mit ca. 300.000 Einwohner*innen, die kulturell viel zu bieten hat und zu Ausflügen in die Region (Steiermark, Slowenien etc.) einlädt. Es war spannend, die kulturellen Unterschiede zwischen Österreich
und Deutschland zu erkunden, Neues über die österreichisch-ungarische Geschichte zu lernen und die gerade im Südosten Österreichs starken südosteuropäischen Einflüsse wahrzunehmen. Alles in allem hat mir mein Erasmus-Praktikum sehr gut gefallen und ich kann jedem empfehlen, für einen Auslandsaufenthalt nach Österreich und insbesondere ans Zentrum für Inter-Amerikanische Studien der Universität Graz zu gehen.

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