Bonjour liebe Leser und Leserinnen,

ich erzähle euch hier von einer Klassenfahrt in die Auvergne, ins Herz von Frankreich. Die Klassenfahrt durfte ich letzte Woche von Montag bis Freitag mit 86 Schüler und Schülerinnen der CM2 (4.Klasse in Deutschland), also drei Klassen, und 8 anderen Begleitern unterstützen. Ursprünglich war es nicht vorgesehen, dass ich die Klassenfahrt begleite, aber da es zu wenig Freiwillige gab, die sich bereit erklärten mitzufahren, wurde ich gefragt. Somit konnte ich eine Woche lang eine einmalige Erfahrung machen und eine neue Region in Frankreich erkunden. Meine Aufgaben waren somit Begleiterin, Nachtwache, ins Bettbringerin, Problemlöserin, Trösterin und Busaufsicht von 07:30 bis 23:00 für vier Tage. Leider hat es von den fünf Tagen, vier Tage geregnet und nur am letzten Tag vor der Rückreise kam endlich die Sonne raus. Also hatte ich die Sonnencreme und den Sonnenhut ganz umsonst gekauft. In unserem Reiseplan waren eigentlich lauter Wanderungen vorgesehen, aber da wir am zweiten Tag bis auf die Knochen durchnässt von einer einstündigen Wanderung wiederkamen, wurden die restlichen Wandertouren gekänzelt. Somit fiel der Punkt „Landschaft entdecken“ wohl ins Wasser… Anstatt dessen gingen wir in Erlebnismuseen über die inaktiven Vulkane und die Besonderheiten der Landschaftsentwicklung der Auvergne oder auch in ein Museum, in dem man etwas über das Leben der Menschen vor rund 200 Jahren in der Auvergne, einer sehr ländlichen Region mit 3D Effekten, erfahren konnte. Zudem besuchten wir ein Museum mit versteinerten Fontänen und Grotten mit Fledermäusen, in dem aus Kalk Kunst hergestellt wird und waren in einer Fromagerie, wo uns erklärt wurde, wie der berühmte Saint Nectaire, ein Käse, herstellt wird.

Die Klassenfahrt war eine super Möglichkeit für mich, um den Impératif zu üben, viel Französisch zu sprechen, die Schüler  besser kennenzulernen, eine neue Region und Beruhigungsstrategien fürs Busfahren zu entdecken. Ich muss aber auch sagen, dass mein Gehör von den Gesängen der Schüler während den langen Busfahrten, auf der Hin-und Rückreise brauchten wir jeweils 9 Stunden mit Pausen, sehr beansprucht wurde. Der Busfahrer, die französische Nationalmannschaft mussten angefeuert werden oder sie sagen von ihrem Kinderheitshelden “Oui, Oui”. Um die Schüler vom Singen oder Grölen oder sonstigem Störungen oder Zerstörungen abzuhalten (unzählige Selfies im Bus mit Blitz zu machen, Sitze hoch und runter zu stellen, Gardienen abzureißen, gegen die Fensterscheiben oder die Sitze zu klopfen, Wasserflaschen durch die Gegend zu schmeißen oder Cap ou pas cap (sowas wie PKW oder Aktion) zu spielen), sammelte ich Busfahrspiele und somit spielten die Schüler, wenn wir keinen Film guckten, überwiegend auf den langen Busfahrten. Ich konnte durch die Klassenfahrt auch selbst sehen, wie ich später eine Klassenfahrt managen und organisieren kann. Wenn man also die Möglichkeit bekommt eine Klassenfahrt zu begleiten, sollte man zusagen, weil man noch ganz neue Erfahrungen machen kann und sich so auch im Umgang mit den Schülern weiterentwickeln kann.

Fontaines Pétrifiantes de Saint Nectaire

Fontaines Pétrifiantes (“Versteinerte Fontänen”) de Saint Nectaire

Fromagerie in St Donat

Ehemaliger Vulkan “Puy de Lemptégy”