{"id":140,"date":"2026-03-17T11:33:46","date_gmt":"2026-03-17T10:33:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/portfoliofd3\/?p=140"},"modified":"2026-03-23T16:21:12","modified_gmt":"2026-03-23T15:21:12","slug":"abschliessende-reflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/portfoliofd3\/2026\/03\/17\/abschliessende-reflexion\/","title":{"rendered":"Abschlie\u00dfende Reflexion"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #008000\"><strong>Lernzuwachs bei der Konzeption von Unterrichtsszenarien<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Konzeption dieses Szenarios hat mir geholfen, die Bedeutung einer klaren Hierarchisierung der Kompetenzen besser zu verstehen. Anfangs neigte ich dazu, mehrere Ziele gleichzeitig integrieren zu wollen, wie Schreiben, Sprechen, Lesen und Medienreflexion, ohne einen Schwerpunkt ausreichend genau zu definieren. Die Arbeit an dieser Unterrichtseinheit hat mir gezeigt, dass eine koh\u00e4rente Planung explizite und bewusste Entscheidungen erfordert.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem habe ich mein Verst\u00e4ndnis von Konzepten wie kompetenzorientiertem Unterricht, Aufgabenansatz und Scaffolding vertieft. Ich f\u00fchle mich nun sicherer darin, beobachtbare Ziele zu formulieren und eine komplexe Aufgabe schrittweise zu strukturieren.<\/p>\n<p>Was die KI betrifft, hat sich meine Sichtweise deutlich ver\u00e4ndert. Bisher habe ich sie nur gelegentlich genutzt, haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Erstellung von Bildern oder einfachen \u00dcbersetzungen, und ich war eher zur\u00fcckhaltend, was ihre Integration in den Unterricht angeht. Durch diese Arbeit habe ich entdeckt, dass sie im schulischen Kontext eine sinnvolle Erg\u00e4nzung sein kann, vorausgesetzt, sie ist didaktisch strukturiert und in einen durchdachten Rahmen eingebunden.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #008000\">Lernzuwachs durch Erprobung und \u00dcberarbeitung<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Das Experiment konfrontierte mich mit der Realit\u00e4t der Umsetzung auf dem Papier im Vergleich zur Praxis. Mir wurde bewusst, dass sich die theoretische Planung nie eins zu eins in die Praxis umsetzen l\u00e4sst, auch wenn ich das schon ein wenig vermutet hatte. Es ist schwierig, eine Unterrichtsstunde minutengenau zu planen, da kein Lehrer vor Unvorhergesehenem gefeit ist. Ich habe das selbst erlebt, insbesondere durch \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde wie schlechtes Wetter oder pers\u00f6nliche Schwierigkeiten vor der Fahrt dahin. Diese Erkenntnis hat mich gelehrt, flexibler und realistischer zu planen. Die reichhaltigen Diskussionen haben auch gezeigt, dass bestimmte Dynamiken auf dem Papier nicht vollst\u00e4ndig vorhersehbar sind. Ich habe verstanden, dass die Qualit\u00e4t einer Unterrichtsstunde nicht in ihrer Dichte liegt, sondern in der Koh\u00e4renz ihrer Priorit\u00e4ten und in der F\u00e4higkeit, sich an den Moment anzupassen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #008000\">Professionalisierungsentwicklung im Umgang mit KI<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Mein Verh\u00e4ltnis zur KI hat sich im Laufe dieses Prozesses professionalisiert. Ich sehe sie nicht mehr als eine abstrakte und beeindruckende Innovation aus einer Dystopie, sondern als ein Werkzeug unter vielen, das, wenn es richtig eingesetzt wird, helfen kann. Schlie\u00dflich hatten auch die Anf\u00e4nge des Internets und von Webseiten anfangs Angst gemacht. Diese Arbeit hat mir au\u00dferdem die Notwendigkeit einer echten Pr\u00e4vention und Begleitung in Schulen bewusst gemacht. KI ist heute ein allt\u00e4gliches Werkzeug f\u00fcr Sch\u00fcler:innen; es reicht nicht aus, sie zu verbieten oder zu ignorieren. Es ist notwendig, den Umgang damit kritisch und verantwortungsvoll zu lernen. In diesem Kontext hatte ich die Gelegenheit, an einer Fachkonferenz in der Einrichtung, in der ich arbeite, teilzunehmen, deren Thema der Einsatz von KI im Franz\u00f6sischunterricht war. Dank des im Seminar FD3 erworbenen Wissens konnte ich aktiv an den Austauschgespr\u00e4chen teilnehmen und meine Kollegen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und Grenzen dieser Werkzeuge informieren. Mir wurde sogar vorgeschlagen, eine kurze Pr\u00e4sentation zu organisieren, um meine Kollegen bei der Integration von KI im &#8222;FLE&#8220; Unterricht zu unterst\u00fctzen. Diese Erfahrung hat mein Vertrauen gest\u00e4rkt und mir erm\u00f6glicht, den Nutzen des Gelernten konkret zu messen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000\"><strong>Ableitungen f\u00fcr meine weitere Professionalisierung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr meine zuk\u00fcnftigen Planungen beachte ich die Wichtigkeit, von Anfang an eine klare didaktische Priorit\u00e4t festzulegen. Das <em>Output<\/em> zu kl\u00e4ren. Das war ein Konzept, das mir bisher noch sehr unklar war, das ich aber langsam zu verstehen beginne.<br \/>\nBez\u00fcglich der KI m\u00f6chte ich ebenfalls weiterhin dar\u00fcber nachdenken, wie sie in den Sprachunterricht integriert werden kann, insbesondere indem ich Formate entwickle, die unterst\u00fctzen, Analyse f\u00f6rdern und es auch erm\u00f6glichen, kritisches Denken zu entwickeln.<br \/>\nIch m\u00f6chte auch an meinem pers\u00f6nlichen Stressmanagement in Unterrichtssituationen arbeiten, insbesondere wenn ich vor Kollegen oder in Bewertungskontexten unterrichte. Das ist etwas, das mich bis heute sehr stark stresst.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #008000\">Gesamtschau<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Dieses Portfolio sowie die daraus resultierenden \u00dcberlegungen haben mir gezeigt, dass Professionalisierung nicht in der Perfektion einer ersten Version liegt, sondern in der F\u00e4higkeit, zu analysieren, zu \u00e4ndern und sich selbst zu hinterfragen. Der Prozess des Experimentierens und \u00dcberarbeitens hat meine F\u00e4higkeiten gest\u00e4rkt, Theorie und Praxis zu verbinden, Feedback anzunehmen, ohne es pers\u00f6nlich zu nehmen, und Anmerkungen in strukturierte Entscheidungen umzuwandeln. Zumindest ist das, was ich versucht habe, und das ist auch, was ich immer noch zu tun versuche. Heute sehe ich mich als zuk\u00fcnftige Lehrerin, die sich ihrer didaktischen Entscheidungen bewusster ist, in der Lage ist, die Integration digitaler Werkzeuge zu begr\u00fcnden und auf die Gesamtlogik eines Lernszenarios achtet, w\u00e4hrend meine Entscheidungen noch ein Semester zuvor eher dem Zufall geschuldet waren.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung bedeutet nicht, dass alle Fragen gel\u00f6st sind, weit davon entfernt, aber ich habe nun solidere konzeptuelle und reflektierende Werkzeuge, um sie zu beantworten, und ich freue mich darauf, sie w\u00e4hrend meines Vorbereitungsdienstes in der Praxis anzuwenden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lernzuwachs bei der Konzeption von Unterrichtsszenarien Die Konzeption dieses Szenarios hat mir geholfen, die Bedeutung einer klaren Hierarchisierung der Kompetenzen besser zu verstehen. 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