{"id":41,"date":"2021-05-26T12:14:45","date_gmt":"2021-05-26T10:14:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/?p=41"},"modified":"2021-05-26T12:14:45","modified_gmt":"2021-05-26T10:14:45","slug":"rv07-laesst-sich-heterogenitaet-im-klassenzimmer-beobachten-und-was-sieht-man-wenn-man-so-guckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/2021\/05\/26\/rv07-laesst-sich-heterogenitaet-im-klassenzimmer-beobachten-und-was-sieht-man-wenn-man-so-guckt\/","title":{"rendered":"RV07 &#8211; \u201eL\u00e4sst sich \u201aHeterogenit\u00e4t\u2018 im Klassenzimmer beobachten und was sieht man, wenn man so guckt?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Leserinnen und Leser,\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 im heutigen Blogbeitrag soll es um die Frage gehen, ob und wie sich Heterogenit\u00e4t im Schulunterricht beobachten lassen kann. Dabei werde ich auf drei zentrale Fragestellungen eingehen.<\/p>\n<p><b>Aufgabe 1)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Welche theoretischen Schwierigkeiten ergeben sich bei dem Versuch, \u201eDifferenz\u201c oder \u201eHeterogenit\u00e4t\u201c im Schulkontext identifizieren und beobachten zu wollen? Und was hat dies mit \u201eDifferenz\u201c oder \u201eHeterogenit\u00e4t\u201c als Gegenstand selbst zu tun?<\/b><\/p>\n<p>Als Differenz wird eine sogenannte &#8218;Codierung&#8216; betitelt, die im Grunde f\u00fcr die Aufteilung von etwas steht. Beispielsweise wird eine Gruppe von Menschen in zwei Teilgruppen geteilt, wobei meist klar zwischen diesen <em>differenziert<\/em>\u00a0 wird. Ein weiteres interessantes Beispiel hierf\u00fcr, ist die Unterteilung der Geschlechter in weiblich und m\u00e4nnlich. Diese Codierung ist in vielen Gesellschaften historisch stark verwurzelt und l\u00e4sst sich durch die unterschwellige Verwendung nur schwer identifizieren.<\/p>\n<p>Auch im Schulalltag sind bestimmte Codierungen zu erkennen sein. Beispielsweise kann im Sportunterricht zwischen Sch\u00fcler|innen mit &#8217;sportlichem&#8216; und &#8218;unsportlichem&#8216; Erscheinungsbild unterschieden werden, ohne \u00fcberhaupt einen Leistungsnachweis vorgelegt bekommen zu haben. Dies kann r\u00fcckwirkend negative folgen auf die Bewertung und die Motivation des Lernenden Einfluss haben und f\u00fchrt somit zur Differenzenbildung innerhalb der Klasse. Es ist die Aufgabe des Lehrenden, jeden Sch\u00fcler ausschlie\u00dflich aufgrund seiner Leistung zu bewerten.<\/p>\n<p>Aufgabe 2)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <b>Welche Differenz-Kategorien legen Sie vermutlich \u2013 eher unbewusst \u2013 im Blick auf Ihre zuk\u00fcnftigen Sch\u00fcler*innen an und welche erweisen sich \u2013 nach Ihrem bisherigen Kenntnisstand \u2013 warum als eher problematisch als andere?<\/b><\/p>\n<p>Wie bereits in Aufgabenteil 1) angesprochen, kann das \u00e4u\u00dferliche Auftreten des Lernenden zu Vorurteilen f\u00fchren. Jedoch lassen sich die Differenzen auch in den Einflussgrad unterteilen, in dem sie wirken. So kann man sagen, dass die Vorlieben in Sachen Fu\u00dfball einen geringeren Einfluss auf die Differenzenbildung hat, als Beispielsweise das Vorurteil gegen\u00fcber sitzengebliebenen Sch\u00fcler|innen und das diese oft als unmotiviert abgestempelt werden.<\/p>\n<p>Aufgabe 3)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <b>W\u00fcrde(n) sich die Interpretation(en) der im Vortrag zugrunde gelegten Szene der \u201eGruppenarbeit in Klasse P\u201c aus Ihrer Sicht ver\u00e4ndern (und wenn ja, wie), wenn Sie sie explizit unter der Aufmerksamkeitsrichtung der Bedeutung von \u201eMigrationshintergrund\u201c oder \u201eGender\u201c in Unterricht zu lesen versuchten?<\/b><\/p>\n<p>Wenn man bei der Szene (vgl.\u00a0<span class=\"fontstyle0\">Prof.in Dr. Nadine Rose<\/span> Vorlesungsfolien 15, 17) die Aufmerksamkeit auf das Geschlecht lenkt, dann f\u00e4llt auf, dass Mai und Alina die Dominanten Personen der Szene sind. Wichtig dabei ist, dass beide Sch\u00fclerinnen weiblich sind und ihren m\u00e4nnlichen Mitsch\u00fclern erkl\u00e4ren, was sie zu erledigen haben.\u00a0 Mai und Alina geben die Struktur vor und stehen, f\u00fcr den Moment, \u00fcber den beiden Jungs. Man k\u00f6nnte hier von der Vermutung ausgehen, Hatif sei, aufgrund seines Migrationshintergrunds, weniger intelligent, als der Rest. Da es sich jedoch nur um eine Vermutung, also ein Vorurteil, handelt, ist davon nicht unbedingt auf die spezielle Situation zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich sehr f\u00fcr das Durchlesen meines Blogbeitrags!<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe, Alexander<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Leserinnen und Leser,\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":13073,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23847],"class_list":["post-41","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv07"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13073"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41\/revisions\/42"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}