{"id":30,"date":"2021-04-29T15:50:54","date_gmt":"2021-04-29T13:50:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/?p=30"},"modified":"2021-04-29T15:52:13","modified_gmt":"2021-04-29T13:52:13","slug":"vorstellungen-und-politisches-bewusstsein-als-ausgangspunkt-sozialwissenschaftlichen-lernens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/polle\/2021\/04\/29\/vorstellungen-und-politisches-bewusstsein-als-ausgangspunkt-sozialwissenschaftlichen-lernens\/","title":{"rendered":"Vorstellungen und politisches Bewusstsein als Ausgangspunkt sozialwissenschaftlichen Lernens"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>in diesem Blogbeitrag im Zusammenhang mit der Vorlesung vom 27.4, widmen wir uns dem im Titel benannten Thema. Dazu werde ich die zentralen Fragen versuchen zu beantworten. Sie sind gerne zur Diskussion im Kommentarbereich eingeladen :]<\/p>\n<p>Meine derzeit belegten Studienmodule im Fachbereich 1 &amp; 3 sch\u00e4tze ich als sehr strukturiert ein. Was ich damit meine ist, dass viele Begrifflichkeiten, die in den jeweiligen Vorlesungen angesprochen werden, sehr genau genommen werden m\u00fcssen. Besonders in der Mathematik und der Physik, in der es f\u00fcr jeden speziellen Fall einer Formel oder eines Axioms, grundlegend verschiedene Formalit\u00e4ten gibt, ist es wichtig, den \u00fcberblickt zu erhalten. Und dies geschieht unter anderem durch eine gewisse strukturelle Basis. Beispiele, die mir dabei als erstes in der Kopf kommen, sind die Unterteilung der Zahlen in Zahlengruppen. Also Nat\u00fcrliche Zahlen, Ganze Zahlen etc. Beim Arbeiten mit eben diesen entsteht also ein allgemeiner Kontext, an dem man sich durch komplexe Thema hangeln kann, da stehts genau geschildert ist, welche Zahl zu welcher Gruppe geh\u00f6rt. Ohne eine solche Einteilung w\u00e4re die Notation von Zahlen denkbar kompliziert.<\/p>\n<p>Jeder Lernende hat eine andere Vorstellung von Heterogenit\u00e4t. Das &#8218;Diversity Wheel&#8216; bietet eine zusammengefasste Darstellung \u00fcber das Denken und Arbeiten mit diesem vielf\u00e4ltigen Thema. Im Zusammenhang mit dem Unterrichtsfach Physik, w\u00fcrde mir als erstes das Beispiel des &#8218;Educational Background&#8216;, sprich des Bildungshintergrunds ins Auge stechen. Viele der Menschen, die ich im Laufe meines ersten und zweiten Semesters kennenlernen durfte, besitzen durch famili\u00e4re Einfl\u00fcsse bereits ein Grundwissen, was bestimmte Themen der Physik anbelangt. Parallel zur Schule gibt es immer Sch\u00fcler die solche Vorteile mit sich bringen und dementsprechend bestimmte Themen, einfacher verinnerlichen k\u00f6nnen oder bereits verinnerlicht haben. Dadurch w\u00e4re es m\u00f6glich, dass Sch\u00fcler, welche diese F\u00e4higkeiten nicht besitzen, sich benachteiligt oder unf\u00e4hig f\u00fchlen, eben diese Themen zu begreifen. Ich denke, dass es in solchen F\u00e4llen die Aufgabe des Lehrenden ist, Missst\u00e4nde zu eliminieren und f\u00fcr eine \u00fcbergreifende Gleichheit der Chancen zu sorgen. Ein weiterer Punkt aus dem Diversity Wheel w\u00e4re das &#8218;Income&#8216;, zu deutsch Einkommen. \u00c4hnlich wie beim ersten Punkt haben Sch\u00fcler, welche aus unterschiedlichen Einkommensst\u00e4nden kommen, auch unterschiedliche M\u00f6glichkeiten in ihrer Freizeit Themen aus dem Schulunterricht zu verinnerlichen. Im Fach Physik, w\u00e4ren diese Unterschiede Beispielsweise das Anschaffen von teuren Sachb\u00fcchern, das besuchen kompetenter Nachhilfelehrer oder der Kauf, teurer Simulations- \/ Management Soft- und Hardware. Da jedoch alle Sch\u00fcler aus einer Klasse meist den selben Unterricht erfahren, kommen unterschiedliche Bilder von Heterogenit\u00e4t in die Gedanken jedes Kindes. Der letzte Punkt des Diversity Wheels, sind die &#8218;Personal Habits&#8216;, also die eigenen Gewohnheiten. Jeder Mensch ist grundlegend unterschiedlich und besitzt verschiedene St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Im Bezug auf den Physik Unterricht haben es Sch\u00fcler, die sich komplizierte Formeln und Zusammenh\u00e4nge besser merken k\u00f6nnen, einen gro\u00dfen Vorteil gegen\u00fcber denjenigen, den eben dies sehr schwer f\u00e4llt. Auch hier ist die Heterogenit\u00e4t Ansichtssache. Jedes Kind hat also ein anderes Bild von Heterogenit\u00e4t, abh\u00e4ngig von den eigenen Gewohnheiten.<\/p>\n<p>Eine methodische M\u00f6glichkeit, Vorstellungen der Lernenden konstruktiv in den Unterricht einbauen zu k\u00f6nnen, w\u00e4re das einbauen von visuellen Experimenten in den Physikunterricht. Es ist bewiesen, dass visuelle Informationen viel besser und vor allem einfacher, verinnerlicht werden k\u00f6nnen, als Gelesenes. Dies mag sich im Laufe des Lebens \u00e4ndern, ist jedoch bei jungen Menschen sehr ausgepr\u00e4gt. Um Sch\u00fcler, welche es schwer haben, komplexe Zusammenh\u00e4nge nachvollziehen zu k\u00f6nnen, zu helfen, kann man also versuchen, die zu vermittelnden Vorstellungen, visuell zu \u00fcbertragen. Ein passendes Beispiel, meiner Meinung nach, ist das Youtube Video von &#8218;DorFuchs&#8216; zur &#8218;p-q-Formel&#8216; :<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tRblwTsX6hQ\">p-q-Formel (Die L\u00f6sungsformel) (Mathe-Song) &#8211; YouTube- <\/a>. Das wohl bekannteste Mathe-Video Deutschlands hat vielen Menschen, auch aus meinem Umfeld, geholfen, sich die benannte Formel zu verinnerlichen. \u00c4hnliche Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen, angepasst an andere Themen, genutzt werden. Damit meine ich jedoch nicht speziell &#8218;Dorfuchs&#8216;-Videos, sondern eben visuelle Inhalte oder Inhalte die spielerisch zu erlernen sind.<\/p>\n<p>Zum Schluss bedanke ich mich herzlich f\u00fcr das Durchlesen dieses Beitrags!<\/p>\n<p>~Alex<\/p>\n<h2 class=\"posttitle\"><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Leserinnen und Leser, in diesem Blogbeitrag im Zusammenhang mit der Vorlesung vom 27.4, widmen wir uns dem im Titel benannten Thema. Dazu werde ich die zentralen Fragen versuchen zu beantworten. 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