{"id":35,"date":"2016-05-13T00:34:06","date_gmt":"2016-05-12T22:34:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/pligu\/?p=35"},"modified":"2016-05-13T00:34:06","modified_gmt":"2016-05-12T22:34:06","slug":"genderproblematik-in-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/pligu\/2016\/05\/13\/genderproblematik-in-der-schule\/","title":{"rendered":"Genderproblematik in der Schule"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><em><span style=\"color: #333333\"><span style=\"font-family: Arial, Verdana, SansSerif\"><span style=\"font-size: small\">Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz \u2013 im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe \u2013 signifikant weniger sicher in Schule f\u00fchlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig h\u00e4ufiger das Gef\u00fchl haben, dass sich die Lehrkr\u00e4fte nicht\/wenig um sie k\u00fcmmern. Wie erkl\u00e4ren Sie sich diese Ergebnisse und wie k\u00f6nnte man diese Situation verbessern?<\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p>Die \u201eGenderproblematik\u201c habe ich in meiner Schulzeit nur teilweise mitbekommen. Es gab nat\u00fcrlich Jungen sowie auch M\u00e4dchen, die eher abgeneigt gegen\u00fcber der Schule waren. Gerade in der Pubert\u00e4t hat man gemerkt, dass es vorzugsweise f\u00fcr Jungs immer wichtiger wurde, vor anderen Mitsch\u00fclerInnen \u201egut\u201c dazustehen. Schnell wird man in der Schule als \u201eStreber\u201c betitelt, wenn man gute Noten schreibt und viel f\u00fcr die Schule macht. Dadurch wird man gerade als Junge schnell zum Au\u00dfenseiter, was keiner sein m\u00f6chte. Somit wird die Arbeit f\u00fcr die Schule zum Beispiel eher in Sport investiert, da man durch die Schule schon \u201eirgendwie durchkommt\u201c. M\u00e4dchen haben hingegen ein etwas anderes Denken. Diese denken eher an das Ziel, welches ein guter Abschluss oder eben eine gute Note in der n\u00e4chsten Klausur sein k\u00f6nnte. Dies k\u00f6nnte daran liegen, da das Gehirn der M\u00e4dchen fr\u00fcher reif ist, als das der Jungen. Somit denken die M\u00e4dchen vielleicht etwas \u201evern\u00fcnftiger\u201c und haben nat\u00fcrlich auch Vorteile in der Schule, gerade bei sprachlichen Aufgaben, was nat\u00fcrlich bessere Noten mit sich bringt. Das die Lehrkr\u00e4fte sich weniger um die Jungen k\u00fcmmern, habe ich in meiner Schulzeit allerdings nicht erlebt. Ich k\u00f6nnte mir aber vorstellen, dass die Jungen das Gef\u00fchl haben, von der Lehrkraft benachteiligt zu sein, da gerade die M\u00e4dchen viel mit dem Lehrer \u00fcber ihre Note diskutieren und somit wom\u00f6glich eine bessere Note im Zeugnis bekommen. Da f\u00fchlen sich viele Jungen sehr benachteiligt, da viele LehrerInnen bei den Jungen nicht so sehr darauf eingehen, wie bei den M\u00e4dchen. Das habe ich in meiner Schulzeit \u00f6fter erlebt, warum es so viele Lehrkr\u00e4fte gemacht haben, wei\u00df ich nicht, aber es ist nat\u00fcrlich sehr ungerecht. Weiterhin gehen Jungen meistens nicht selbst zur Lehrkraft, um gewisse Dinge anzusprechen. Vermutlich aus Angst, dass es Mitsch\u00fclerInnen mitbekommen und diese somit als \u201eWeichei\u201c oder \u00e4hnlichem betitelt werden. M\u00e4dchen hingegen sind da wesentlich offener und sprechen ihre Probleme \u00f6fter an. Dadurch k\u00f6nnen die Jungen das Gef\u00fchl vermittelt bekommen, dass sie zweitrangig (hinter den M\u00e4dchen) sind und somit von der Lehrkraft benachteiligt werden.<\/p>\n<p>Die Genderproblematik kann man meiner Meinung nach verbessern, indem man beispielsweise in der Schule anonyme Gespr\u00e4che anbietet, wo kein\/e Sch\u00fclerIn Angst haben muss, dass es Mitsch\u00fclerInnen mitbekommen, wenn diese\/r nach Hilfe fragt. Weiterhin sollte die Lehrkraft stark darauf achten, dass diese mit Jungen und M\u00e4dchen gleicherma\u00dfen umgeht, wie zum Beispiel bei der Notenvergabe. Au\u00dferdem sollte die Lehrkraft die Sch\u00fclerInnen immer gut beobachten, um keine Situation fehl zu interpretieren und so richtig handeln zu k\u00f6nnen. Die Lehrkraft k\u00f6nnte eventuelle Probleme des Sch\u00fclers\/ der Sch\u00fclerin zun\u00e4chst bei einem Elternsprechtag mit den Eltern besprechen, da diese ihr Kind ja am besten kennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz \u2013 im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe \u2013 signifikant weniger sicher in Schule f\u00fchlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig h\u00e4ufiger das Gef\u00fchl haben, dass sich die Lehrkr\u00e4fte nicht\/wenig um sie k\u00fcmmern. 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