{"id":86,"date":"2025-09-29T17:55:48","date_gmt":"2025-09-29T15:55:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/orderpoint\/?p=86"},"modified":"2025-09-29T17:55:48","modified_gmt":"2025-09-29T15:55:48","slug":"%f0%9f%8d%94-automaten-und-kaufverhalten-in-fast-food-restaurants","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/orderpoint\/2025\/09\/29\/%f0%9f%8d%94-automaten-und-kaufverhalten-in-fast-food-restaurants\/","title":{"rendered":"\ud83c\udf54 Automaten und Kaufverhalten in Fast-Food-Restaurants"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: 24pt\">Studien zu Automaten und Kaufverhalten in Fast-Food-Restaurants<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Bestellautomaten sind \u00fcber die letzten Jahre sehr pr\u00e4sent geworden, sodass sich auch die Wissenschaft angefangen hat, mit ihnen zu besch\u00e4ftigen. Denn Bestellautomaten k\u00f6nnen sehr viel \u00fcber den Menschen und sein Kaufverhalten preisgeben. Auch das Alter der bestellenden Person spielt dabei eine Rolle. F\u00fcr diesen Beitrag m\u00f6chte ich zwei Studien n\u00e4her vorstellen.<\/p>\n<p>Ein Beitrag aus dem \u201eNewsroom der Universit\u00e4t Hamburg\u201c pr\u00e4sentiert die Resultate einer Untersuchung der Fakult\u00e4t f\u00fcr Betriebswirtschaft, die sich mit den Auswirkungen von Bestellautomaten auf das Kaufverhalten in Fast-Food-Restaurants besch\u00e4ftigt. Die Untersuchungen von Prof. Dr. Karen Gedenk und ihrem Team verdeutlichen, dass Kunden, die auf Automaten anstelle von Personal zur\u00fcckgreifen, deutlich h\u00f6here Ausgaben t\u00e4tigen \u2013 im Durchschnitt um 14 bis 16 Prozent. Zudem beinhaltet das \u00fcber den Automaten bestellte Essen deutlich mehr Zucker und Transfette, weshalb es unges\u00fcnder ist. Daf\u00fcr sind zum einen das Cross-Selling durch Maschinen effizienter geworden und zum anderen ist der soziale Druck auf die Kunden geringer, ungesunde Produkte zu w\u00e4hlen. Diese Resultate sind nicht nur f\u00fcr Unternehmen aufgrund der potenziellen Umsatzsteigerungen von Bedeutung, sondern haben auch Auswirkungen auf die Gesundheitspolitik, etwa durch die Forderung nach transparenten N\u00e4hrwertangaben an Automaten (vgl. <a href=\"https:\/\/www.uni-hamburg.de\/newsroom\/forschung\/2023\/0816-fv-24-bwl-marketing.html\">Auswirkungen von Automaten auf das Kaufverhalten : Newsroom : Universit\u00e4t Hamburg<\/a>).<\/p>\n<p>Eine weitere Forschung arbeitet mit Hilfe des Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT)-Modells. Dabei wird untersucht wie die Verhaltensabsicht von Kunden hinsichtlich der Nutzung von Nutzung von Selbstbestell-Kiosken in Fast-Food-Restaurants beeinflusst wird. Ein spezieller Fokus wird auf die moderierende Rolle des \u201edifference age\u201c gelegt, also der Differenz zwischen dem kognitiven und dem chronologischen Alter der Konsumenten. Die auf einer Umfrage mit 316 Kunden in Seoul basierende Studie ergab, dass die Absicht zur Kiosknutzung durch Faktoren wie Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis, sozialer Einfluss, Leistungserwartung und hedonistische Motivation positiv beeinflusst wird. Bemerkenswerterweise erwies sich die Absicht, den Kiosk zu nutzen, als umso ausgepr\u00e4gter, je gr\u00f6\u00dfer der Unterschied zwischen dem tats\u00e4chlichen und dem wahrgenommenen Alter war. Dies hat bedeutende Folgen f\u00fcr die Entwicklung von Technologie und Marketingstrategien im Bereich des Gastgewerbes.<\/p>\n<p>Das &#8222;difference age&#8220; stellt die Abweichung zwischen dem objektiven Alter und dem Alter, das man subjektiv empfindet, dar. Die Forschung belegt: Je j\u00fcnger das Empfinden von Personen im Vergleich zu ihrem tats\u00e4chlichen Lebensalter ist, desto eher greifen sie auf Self-Order-Kioske zur\u00fcck. Das &#8222;difference age&#8220; hat dabei nicht nur eine direkte Wirkung, sondern auch eine moderierende. Bei Menschen, die sich in einem gro\u00dfen Altersunterschied zueinander befinden, wirken sich Aspekte wie das Verh\u00e4ltnis von Preis und Leistung sowie die Erwartung an die Leistung besonders stark aus. Bei Menschen, die sich dagegen gleich alt oder \u00e4lter einsch\u00e4tzen, ist dies nicht der Fall. In der Praxis hei\u00dft das: Die Alterswahrnehmung ist ausschlaggebend, nicht das biologische Alter. Deswegen sollten Designs f\u00fcr Kioske und Marketingstrategien verst\u00e4rkt unterschiedliche Altersbilder und Nutzungsbed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigen (vgl. Na: 2021).<\/p>\n<p><strong>Literatur:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"106\" data-end=\"352\">Na, T.K., Yang, J.Y. &amp; Lee, S.H., 2021. Determinants of behavioral intention of the use of self-order kiosks in fast-food restaurants: Focus on the moderating effect of difference age. <em data-start=\"291\" data-end=\"302\">SAGE Open<\/em>, 11(3), pp.1\u201311. doi:10.1177\/21582440211031907.<\/p>\n<p data-start=\"354\" data-end=\"620\">Universit\u00e4t Hamburg, 2023. Verf\u00fchren digitale Bestellsysteme zu unges\u00fcnderen Entscheidungen? <em data-start=\"447\" data-end=\"479\">Universit\u00e4t Hamburg \u2013 Newsroom<\/em>, 16 August. Available at: <a class=\"decorated-link\" href=\"https:\/\/www.uni-hamburg.de\/newsroom\/forschung\/2023\/0816-fv-24-bwl-marketing.html?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_new\" rel=\"noopener\" data-start=\"506\" data-end=\"588\">https:\/\/www.uni-hamburg.de\/newsroom\/forschung\/2023\/0816-fv-24-bwl-marketing.html<\/a> [Accessed 29 September 2025].<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studien zu Automaten und Kaufverhalten in Fast-Food-Restaurants Bestellautomaten sind \u00fcber die letzten Jahre sehr pr\u00e4sent geworden, sodass sich auch die Wissenschaft angefangen hat, mit ihnen zu besch\u00e4ftigen. Denn Bestellautomaten k\u00f6nnen sehr viel \u00fcber den Menschen und sein Kaufverhalten preisgeben. Auch das Alter der bestellenden Person spielt dabei eine Rolle. 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