{"id":131,"date":"2023-09-30T13:18:04","date_gmt":"2023-09-30T11:18:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/orakel\/?p=131"},"modified":"2023-09-30T15:37:54","modified_gmt":"2023-09-30T13:37:54","slug":"emotionen-wecken-ideen-entfachen-der-erste-teil-unserer-zwischenperformance-zur-bildung-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/orakel\/2023\/09\/30\/emotionen-wecken-ideen-entfachen-der-erste-teil-unserer-zwischenperformance-zur-bildung-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Emotionen wecken, Ideen entfachen: Der erste Teil unserer Zwischenperformance zur Bildung der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000\"> Hallo ihr Lieben und willkommen zu einem neuen Blogeintrag,<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\">heute m\u00f6chten wir euch einen Einblick in unsere Zwischenperformance geben, die wir gemeinsam mit dem gesamten Kurs im Juni dieses Jahres durchgef\u00fchrt haben. Die Idee dabei war es, den anderen Kursteilnehmer*innen einen Einblick in unser Thema \u201eBildung der Zukunft\u201c zu geben und uns daran heranzutasten, wie man das Thema performativ umsetzen k\u00f6nnte. Kommt doch mit auf einen weiteren Teil unserer spannenden Reise!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Gestartet haben wir unsere Performance mit einer Pr\u00e4sentation, die wir vor dem Kurs kommentarlos abgespielt haben. Wir haben eine ganze Reihe an Bildern ausgesucht, die irgendwie mit dem Themen Bildung und Schule assoziiert werden k\u00f6nnen. Jedes Bild wird nur ganz kurz gezeigt und schon kommt das n\u00e4chste. Man hat also keine Zeit, um sich direkt dar\u00fcber Gedanken zu machen. Soll man auch erst einmal gar nicht. Das Ganze soll an eine Methode aus der Psychologie und Neurowissenschaft angelehnt sein, welche Emotionserkennungsexperiment genannt wird. <\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\">Im groben kannten wir diese Methode bereits, aber durch eine kleine Recherche haben wir uns nochmal den Ablauf und die Idee dahinter deutlich gemacht. Das Ziel eines Emotionserkennungsexperiments ist es, herauszufinden, wie Menschen Emotionen in Bildern oder T\u00f6nen wahrnehmen und darauf reagieren, wenn ihnen diese gezeigt werden. Typischerweise wird das Emotionserkennungsexperiment diesen einfachen Schritten durchgef\u00fchrt:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><strong> 1. Stimuluspr\u00e4sentation:<\/strong> Den Teilnehmer*innen werden zuerst visuelle oder auditive Stimuli pr\u00e4sentiert, die Emotionen ausdr\u00fccken, wie beispielsweise Gesichtsausdr\u00fccke, Bilder, Videos oder Tonaufnahmen von Emotionsausdr\u00fccken (vgl. Ekman 1971). In unserer Umsetzung haben wir hier Bilder ausgew\u00e4hlt, welche ihr in unserer beigef\u00fcgten Pr\u00e4sentation finden k\u00f6nnt. Wir haben versucht ein m\u00f6glich breites Angebot an Bildern auszuw\u00e4hlen, welche zu den Themen Bildung, Zukunft und Schule passen. Teilweise sind es fr\u00f6hliche Bilder, die innovative und bunte Lernumgebungen zeigen oder Bilder die symbolisch f\u00fcr Teamwork stehen. Teilweise haben wir aber auch Bilder hinzugef\u00fcgt, welche bei der ein oder anderen Person negative Gef\u00fchle hervorbringen k\u00f6nnten. Dazu z\u00e4hle ich beispielsweise eine Statistik, welche den Lehrer*innenmangel darstellen, aber auch Bilder von einem Zeugnis oder verzweifelnd aussehende Personen in Lernumgebungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><strong> 2. Kurze Darbietung:<\/strong> Die Stimuli werden normalerweise f\u00fcr eine sehr kurze Zeit, oft nur f\u00fcr Bruchteile einer Sekunde, gezeigt, um sicherzustellen, dass die Teilnehmer*innen keine ausf\u00fchrliche Verarbeitung durchf\u00fchren k\u00f6nnen und stattdessen auf ihre spontane emotionale Reaktion achten (vgl. Ekman 1971). Nachdem wir verschiedenes ausprobiert haben, haben wir uns hier f\u00fcr \u2026 Sekunden pro Bild entschieden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><strong> 3. Antworterfassung:<\/strong> Nachdem die Bilder oder Ger\u00e4usche gezeigt wurden, werden die Teilnehmer*innen gebeten, zu sagen, welche Gef\u00fchle sie wahrgenommen haben. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen. Beispielsweise durch die Auswahl aus einer vorgegebenen Liste von Emotionskategorien (z.B., Freude, Trauer, \u00c4rger) oder durch das Geben einer numerischen Bewertung f\u00fcr jede dargebotene Emotion. (vgl. Ekman 1971). Diesen Schritt haben wir in unserer Performance als freies Brainstorming gestaltet. Die Kursteilnehmer*innen haben generelle Anmerkungen aber auch W\u00fcnsche und \u00c4ngste bez\u00fcglich des aktuellen und zuk\u00fcnftigen Bildungssystem ge\u00e4u\u00dfert.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\"> An dieser Stelle m\u00f6chte ich euch einen kleinen Einblick in das Gesagte geben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\"> Was oft genannt wurde, ist, dass wir alle Individuen mit verschiedenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen sind. Anstatt immer wieder frustriert aus manchen Unterrichtsstunden zu gehen, m\u00fcssten Lehrpl\u00e4ne viel individueller gestaltet werden, so dass jede*r sein volles Potenzial entfalten kann. Viel Kritik hat auch das aktuelle Notensystem geerntet. Hierzu wurde ein Denkansto\u00df in den Raum geworfen: \u201eMan kann von einem Fisch nicht erwarten, dass er auf einen Baum klettert.\u201c Versteht ihr, was gemeint ist? Trotzdem wird in der Schule jede*r nach dem gleichen System benotet. Weitere spannende Ideen zur Verbesserung waren noch die Anpassung an den Biorhythmus der Sch\u00fcler*innen und die Aufnahme von Themen wie Diversity und interkulturelle Kompetenzen in den Lehrplan.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><em> Was sagt ihr dazu? Welche Punkte besch\u00e4ftigen euch am meisten oder sind euch noch in den Sinn gekommen?<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"> Kommen wir noch einmal kurz zum Emotionserkennungsexperiment. Hier werden im n\u00e4chsten Schritt normalerweise noch die gesammelten Daten analysiert. Es kann geschaut werden, wie gut die Teilnehmer*innen in der Lage waren, die Emotionen in den Stimuli zu erkennen und zu identifizieren (vgl. Ekman 1971). <\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\">Das war bei uns jedoch nicht das Ziel. Wir wollten lediglich unterschiedliche Emotionen bei den Leuten hervorrufen und dadurch vielf\u00e4ltige Ideen zum Thema Schule und Bildungssystem generieren. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Es war f\u00fcr uns interessant zu sehen, welche Emotionen bei einer Person st\u00e4rker durchkommen und welche Dinge vielleicht eher als nebens\u00e4chlich betrachtet werden. Dieser Austausch hat uns auf jeden Fall sehr f\u00fcr unseren weiteren Projektverlauf inspiriert und uns auf einige weitere Themen aufmerksam gemacht. Es war sehr sch\u00f6n \u00fcber seine Sorgen bez\u00fcglich der Thematik zu sprechen, aber gleichzeitig auch neue Chancen zu erkennen. Wir waren sehr positiv \u00fcberrascht von diesem Teil der Zwischenperformance.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Seid gespannt wie es weiter geht!<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\">Eure vier Orakel<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;color: #000000\">Literatur<\/span><\/p>\n<div class=\"group w-full text-token-text-primary border-b border-black\/10 gizmo:border-0 dark:border-gray-900\/50 gizmo:dark:border-0 bg-gray-50 gizmo:bg-transparent dark:bg-[#444654] gizmo:dark:bg-transparent\" data-testid=\"conversation-turn-59\">\n<div class=\"p-4 justify-center text-base md:gap-6 md:py-6 m-auto\">\n<div class=\"flex flex-1 gap-4 text-base mx-auto md:gap-6 gizmo:gap-3 gizmo:md:px-5 gizmo:lg:px-1 gizmo:xl:px-5 md:max-w-2xl lg:max-w-[38rem] gizmo:md:max-w-3xl gizmo:lg:max-w-[40rem] gizmo:xl:max-w-[48rem] xl:max-w-3xl }\">\n<div class=\"relative flex w-[calc(100%-50px)] flex-col gap-1 gizmo:w-full md:gap-3 lg:w-[calc(100%-115px)] agent-turn\">\n<div class=\"flex flex-grow flex-col gap-3 max-w-full\">\n<div class=\"min-h-[20px] flex flex-col items-start gap-3 overflow-x-auto whitespace-pre-wrap break-words\">\n<div class=\"markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light\">\n<p><span style=\"font-size: 10pt;color: #000000\">Ekman, P., &amp; Friesen, W. V. (1971). Constants across cultures in the face and emotion. Journal of Personality and Social Psychology, 17(2), 124-129.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo ihr Lieben und willkommen zu einem neuen Blogeintrag, heute m\u00f6chten wir euch einen Einblick in unsere Zwischenperformance geben, die wir gemeinsam mit dem gesamten Kurs im Juni dieses Jahres durchgef\u00fchrt haben. 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