{"id":16,"date":"2018-06-05T18:44:54","date_gmt":"2018-06-05T16:44:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ntemplin\/?p=16"},"modified":"2018-06-05T18:44:54","modified_gmt":"2018-06-05T16:44:54","slug":"genderperspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ntemplin\/2018\/06\/05\/genderperspektiven\/","title":{"rendered":"Genderperspektiven"},"content":{"rendered":"<p>Durch den gesellschaftlichen Wandel ist es schon lange nicht mehr ungew\u00f6hnlich, dass Frauen berufst\u00e4tig sind und F\u00fchrungspositionen \u00fcbernehmen. Trotz dessen gibt es immer noch typische &#8222;Frauen- und M\u00e4nnerberufe&#8220;. Ebenso werden bestimmte Verhaltensweisen in der Schule mit einem Geschlecht bevorzugt verkn\u00fcpft. Oft wird behauptet, dass M\u00e4dchen ruhiger, disziplinierter, aufmerksamer und besser angepasst und sind. Sie werden als &#8222;kleine Helden in Not&#8220; beschrieben. Jungen hingegen wird unterstellt, sie seien sozialkompetent und haben mehr Selbstbewusstsein. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das &#8222;Zwei-Drittel-Aufmerksamkeitsgesetz&#8220;: Sch\u00fcler lenken deutlich mehr Aufmerksamkeit im Unterricht auf sich als Sch\u00fclerinnen (Faulstich-Wieland 1995, S. 128). Dar\u00fcber hinaus herrscht vor allem in MINT-F\u00e4chern eine Benachteiligung von M\u00e4dchen durch Lehrkr\u00e4fte und Lehrmittel.<\/p>\n<p>Dies ist mir bereits in meiner eigenen Schulzeit aufgefallen. Zu der Zeit gab es an meiner Schule keine Physiklehrerin, sodass der Unterricht stets von einem Lehrer gehalten wurde. Deutlich in Erinnerung sind bei mir die Situationen geblieben, wo der Lehrer einen Versuch vor der Klasse vorgef\u00fchrt hat und daf\u00fcr Hilfe von einem der Sch\u00fcler\/Sch\u00fclerin ben\u00f6tigte. Oft wurden in diesen Situationen Sch\u00fcler nach vorne gerufen, welche gest\u00f6rt hatten. Dabei wurden die M\u00e4dchen, welche sich gemeldet hatten, vernachl\u00e4ssigt. So kam es dazu, dass der Lehrer bestimmte Sch\u00fcler immer wieder aufgerufen hat und die M\u00e4dchen sich nach einer bestimmten Zeit nicht mehr gemeldet haben, da sie davon ausgegangen sind, sowieso nicht rangenommen zu werden. Bei der Notenbesprechung wurde die stets geleistete Hilfe der eigentlich zuvor st\u00f6renden Sch\u00fcler ausgenutzt. So bekamen sie Sch\u00fcler letztendlich oft bessere Noten, da die m\u00fcndliche Beteiligung am Unterricht besser war. Dies widerspricht sich aber eigentlich, da die Sch\u00fcler sich zum gr\u00f6\u00dften Teil nicht selber gemeldet hatten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines Praktikums w\u00fcrde ich daher vor allem beobachten, ob die Leistung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht nur vom jeweiligem Interesse am Fach abh\u00e4ngig sind, sondern in wie weit das Geschlecht der Lehrperson die Motivation der Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen beeinflusst. (Sind z.B. M\u00e4dchen motivierter wenn sie von einer Lehrerin unterrichtet werden und anders herum?)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch den gesellschaftlichen Wandel ist es schon lange nicht mehr ungew\u00f6hnlich, dass Frauen berufst\u00e4tig sind und F\u00fchrungspositionen \u00fcbernehmen. Trotz dessen gibt es immer noch typische &#8222;Frauen- und M\u00e4nnerberufe&#8220;. Ebenso werden bestimmte Verhaltensweisen in der Schule mit einem Geschlecht bevorzugt verkn\u00fcpft. 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