Die neue Art zu Unterrichten?

In der letzten Ringvorlesung stellte Professor Idel uns mit dem individualisierenden Unterricht eine Alternative zum Frontalunterricht vor. Eine Art von Unterricht, welche von der Gesellschaft immer mehr gefordert wird. Er stellte uns das Konzept der GSM als bereits bestehendes, individualisiertes Unterrichtskonzept vor. Der Unterricht an der GSM wird von vielen individuellen Projekten getragen, die an die Leistungsfähigkeit der SuS angepasst sind. Außerdem bearbeiten die SuS nur selten dieselben Aufgaben zur gleichen Zeit, da sie über einen individuellen Wochenplan verfügen, den sie in freier Zeiteinteilung bearbeiten können.

Diese Form von Unterricht ist laut Herrn Idel zwar ein sehr interessanter neuer Weg, allerdings nicht die Lösung aller Probleme. Gerade bei der Vergleichbarkeit der Ergebnisse besteht hier ein großes Manko.

Ich halte individuellen Unterricht für ausgesprochen wichtig, da nicht nur die Leistungsfähigkeit und der Leistungsstand eines jeden SuS individuell sind, sondern auch die persönlichen Interessen und die Art zu Lernen. Individueller Unterricht sollte allerdings auch nicht als Allzwecklösung gesehen werden, da es, gerade in den Hauptfächern, wichtig ist, alle SuS auf ein ähnliches Leistungsniveau und einen ähnlichen Wissensstand zu bringen.

In Anbetracht des in naher Zukunft stattfindenden Praktikums würde mich sehr interessieren, welche SuS effizienter Arbeiten: die SuS mit Wochenplan oder die SuS ohne Wochenplan. Des Weiteren würde mich sehr die persönliche Meinung der SuS Interessieren, die schon individuellen Unterricht und Frontalunterricht erlebt haben und einen entsprechenden Vergleich ziehen können. Außerdem interessiert mich, was sich durch individuellen Unterricht im Arbeitsalltag der LuL verändert hat.

2 Gedanken zu „Die neue Art zu Unterrichten?“

  1. Hallo Noah,

    vielen Dank für deinen interessanten Kommentar. Ich teile deine Auffassung bezüglich der schwierigen Vergleichbarkeit entsprechender Ergebnisse, allerdings sehe ich ebenso auch die Vorteile des individuellen Lernens wie etwa die Möglichkeit, individueller Kompetenzzuwächse. Beispielsweise könnte ich mir vorstellen, dass Kinder, die noch einen Deutsch-Vorkurs besuchen, im Regelunterricht gerne jede individuelle Chance zum Lernen nutzen würden. Mich würde vor allem interessieren, welche Unterrichtsmethoden sich besonders im Einklang meiner Stärken für das individuelle Lernen eignen und wie man in diesem Kontext eine gewisse Methodenvielfalt im Berufsalltag sicherstellen kann. Dies würde ich gerne in zukünftigen Praktika austesten. Die Unterrichtsvorbereitung dürfte bei einer sehr heterogenen Lerngruppe überaus viel Zeit in Anspruch nehmen, weil man ja auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Schülerin bzw. jedes einzelnen Schülers eingehen muss. Dies kann allerdings auch eine Möglichkeit sein, das eigene Planungstalent auf die Probe zu stellen.

    Mit besten Grüßen
    Felix

  2. Lieber Noah,

    in deinem Beitrag bringst du die wesentlichen Aspekte gut zusammen. Ich finde ebenfalls, dass individueller Unterricht mehr gefördert werden sollte, damit individuelles Potential gefördert werden kann. Sicherlich sollten dennoch Grundbasisfächer bzw. Basiswissen z.B Mathe , Rechtsschreibung usw. unbedingt auf einen Gleichstand gebracht werden. Es könnten sonst große schwerwiegende Lücken entstehen.
    Ich selbst habe Nachhilfe bei einer Schülerin gegeben, deren Schule einem ähnlichem Konzept folgt. Sie hatte große Schwierigkeiten Aufgaben im Fach Chemie zu bearbeiten, da Fachliteratur zu schwer zum verstehen war.

    Ich kann mir vorstellen, dass die Lerneffizienz viel besser ist, da die SuS sich mit Themen beschäftigen, welche sie interessieren.
    Außerdem lernen sie Selbstständigkeit. Da stellt sich nur die Frage, ob die jungen Menschen ihre Zeit auch wirklich Sinnvoll nutzen?

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