Doppelte Heterogenität

Unter dem Begriff „doppelte Heterogenität“ versteht man, dass jeder Schüler eine unterschiedliche Prägung seiner eigenen Geschichte und somit auch eine individuelle Sichtweise auf die Dinge hat. Diese Prägung ergibt sich oft aus dem sozialen, kulturellen und religiösen Hintergrund.

Gerade in einem meiner Fächer, den Politikwissenschaften, ist die doppelte Heterogenität von großer Relevanz. In unserer multikulturellen Gesellschaft ist unter Kinder und Jugendlichen auf Grund ihrer unterschiedlichen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründe eine hohe Diversität an politischen Meinungsbildern zu finden.

Wenn man also eine Klasse mit 25 Schülern fragt, was sie sich denn unter dem Zustand von „Recht und Ordnung“ vorstellt, wir man wahrscheinlich auch 25 höchst unterschiedliche Antworten erhalten.

  1. Gruppensidkussionen zu bestimmten Fragen und Sachthemen bieten eine interessante Möglichkeit um die Vorstellungen der SuS kennenzulernen. Vorteil ist hierbei, dass man direkt die Vorstellungen vieler SuS kennenlernt. Ein negativer Punkt ist, dass emotional beladene Diskussionen leicht ausarten können.
  2. Bei Diskussionen zu persönlichen Wertfragen (z.B. im Rahmen des Sexualunterrichts) sollten die Schüler individuell (z.B. Fragebogen) befragt werden, um eine möglichst ehrliche Antwort des Einzelnen zu erhalten.
  3. Durch das Einsetzen bestimmter Medien, wie Filme oder Artikel, kann man die SuS und ihre Diskussion gezielt in eine bestimmte Richtung lenken

Für das anstehende Praktikum nehme ich mir vor zu beobachten, wie die Lehrer mit SuS umgehen, die Deutsch nur als Zweitsprache erlernten, und diese gezielt fördern.

Ein Gedanke zu „Doppelte Heterogenität“

  1. Hallo Noah,

    du hast hier meiner Meinung nach einen gelungenen Beitrag zur „doppelten Heterogenität“ verfasst. Du hast den Begriff gut definiert und hast es direkt und nachvollziehbar auf dein Fach Politikwissenschaften beozogen.
    Deine drei genannten Unterrichtsmethoden empfinde ich ebenfalls als gute Grundlagen, um die SuS zur Meinungsbildung und Diskussion anzuregen. In meiner Schulzeit hab ich alle drei mehrfach erleben dürfen und meistens auch genossen, da es häufig eine erfrischende Abwechslung vom Sculalltag war.
    Mit deiner Beobachtungsaufgabe ziehlst du vermutlich darauf hinaus, dass es zwischen SuS, die nicht deutsch als Muttersprache haben und ihren Lehrern und Lehrerinnen schnell zu Missverständnissen kommen kann, zum Beispiel durch umdeutliche Formulierungen. Ich finde das ist eine spannende Aufgabe und wünsche dir mit dieser in deinem Praktikum viel Erfolg.

    Liebe Grüße

    Janko

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