{"id":20,"date":"2020-06-17T17:33:57","date_gmt":"2020-06-17T15:33:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ninasblog\/?p=20"},"modified":"2020-06-17T17:35:49","modified_gmt":"2020-06-17T15:35:49","slug":"ansaetze-zur-entwicklung-einer-interkulturellen-gendersensiblen-paedagogik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ninasblog\/2020\/06\/17\/ansaetze-zur-entwicklung-einer-interkulturellen-gendersensiblen-paedagogik\/","title":{"rendered":"Ans\u00e4tze zur Entwicklung einer interkulturellen gendersensiblen P\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"<div dir=\"ltr\"><em><span style=\"font-size: 14pt\">1. Erl\u00e4utern Sie das in der Vorlesung thematisierte Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Genderdynamiken und -p\u00e4dagogik in der Schule. Nehmen Sie daf\u00fcr Bezug auf die in der Vorlesung genannten theoretischen Ans\u00e4tze.<\/span><\/em><\/div>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: 12pt\"><span style=\"font-size: 12pt\">Zu Beginn m\u00f6chte ich erst einmal auf <strong>meine<\/strong> Definition von Inszenierung und Zuschreibung eingehen. Unter Inszenierung verstehe ich, wie sich eine Person selber darstellt in ihrer Art und Weise. Zuschreibung bedeutet, dass man gewisse Merkmale und Eigenschaften genderspezifisch von der Gesellschaft zugeordnet bekommt. Zu den Spannungen kommt es, wenn die Zuschreibungen durch Dritte, nicht zu der Inszenierung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit passen.<br \/>\nUm diesen Spannungsfeldern bereits in der Schule entgegenzuwirken m\u00fcssen wir als zuk\u00fcnftige Lehrkr\u00e4fte dieser Reproduktion von genderspezifischen Zuschreibungen entgegenwirken. Ein Beispiel w\u00e4re, wenn es im Unterricht zu St\u00f6rungen durch Jungs kommt wird meistens von Anfang an h\u00e4rter durchgegriffen, ein Strich im Klassenbuch, als wenn ein M\u00e4dchen st\u00f6rt, die meistens zuerst eine Ermahnung bekommt. Das l\u00e4sst sich darauf zur\u00fcckf\u00fchren, dass man immer das Bild im Kopf hat, dass M\u00e4dchen ruhiger und disziplinierter sind und Jungs eher zum st\u00f6ren des Unterrichts tendieren (Kaiser und Stallmann). Geschlechter unabh\u00e4ngig k\u00f6nnte man dieses Beispiel auch auf gute und schlechte Sch\u00fcler projizieren. Bei allgemein schlechteren Sch\u00fclern k\u00f6nnte die Lehrkraft intensiver nach Fehlern suchen als bei den Guten. Hierdurch entsteht eine doppelte Benachteiligung der Sch\u00fcler*innen.<br \/>\nDie Spannungen k\u00f6nnen nur gel\u00f6st werden, wenn wir es schaffen die Gesellschaft sensibler f\u00fcr Zuschreibungen zu machen und den erste Schritt hierf\u00fcr, sehe ich in der interkulturellen, gendersensiblen P\u00e4dagogik in der Schule.<\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div dir=\"ltr\"><\/div>\n<div dir=\"ltr\"><em><span style=\"font-size: 14pt\">2. Reflektieren Sie ihre bisherigen Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum\u00a0schulischen \u201eGenderplay\u201c, m\u00f6glichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld\u00a0der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung, Inklusion.<\/span><\/em><\/div>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: 12pt\">Wenn ich an meine Schulzeit zur\u00fcckdenke, dann f\u00e4llt mir besonders die Leistungsschnittstelle auf. Jungs waren in den &#8222;typischen Jungsf\u00e4chern&#8220; meistens besser, beispielsweise in Sport. Die Lehrkraft bewertete die Sch\u00fclerinnen immer im Vergleich mit den Sch\u00fclern. Es gab zwar einige Ausnahmen, doch h\u00e4ufig war es so.\u00a0<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt\">Andererseits waren Sch\u00fclerinnen in meiner Klasse h\u00e4ufig besser in Sprach-F\u00e4chern. Die M\u00e4dchen bekamen weniger h\u00e4ufig Punktabzug f\u00fcr das Schriftbild, im Gegensatz zu den Jungs und verwendeten weniger h\u00e4ufig Umgangssprache. Ich habe wenige Lehrkr\u00e4fte in meiner Schullaufbahn gehabt, die mich vom Gegenteil \u00fcberzeugt haben. Es gab bis zum Schluss &#8222;typische Jungs- und M\u00e4dchenf\u00e4cher&#8220;.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div dir=\"ltr\">\n<div dir=\"ltr\"><\/div>\n<\/div>\n<div dir=\"ltr\"><\/div>\n<div dir=\"ltr\"><em><span style=\"font-size: 14pt\">3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr kommende Praktika zum Thema \u201egendersensible\u00a0P\u00e4dagogik\u201c, auch hier m\u00f6glichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld\u00a0der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung, Inklusion, um deutlich zu machen, dass die Kategorie Gender nicht f\u00fcr sich steht, sondern andere Dimensionen von Heterogenit\u00e4t oftmals wesentlich mit beeinflusst.<\/span><\/em><\/div>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: 12pt\">Gruppeneinteilung: Lassen sich bei der Gruppeneinteilung durch die Lehrkraft, genderspezifische, leistungsabh\u00e4ngige, sprachliche und\/oder kulturelle Aspekte festellen?<\/span><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Erl\u00e4utern Sie das in der Vorlesung thematisierte Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Genderdynamiken und -p\u00e4dagogik in der Schule. 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