08 – Abschluss/Reflexion

Reflektionsaufgabe 1 | Was haben Sie bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt: (a) in der Schulpraxis in diesem Semester und (b) durch die Beschäftigung mit den Aufgaben in diesem Seminar?

a) In der Schule konnte ich den Einsatz gängiger Methoden beobachten. In Deutsch wurde viel mit Hörspielen gearbeitet, was ich in meinen bisherigen Praxisteilen nicht beobachten konnte. Eine persönliche Neuheit war das Arbeiten in der sog. Smartboardklasse. Zu Beginn erhielt ich eine kurze Einführung und konnte dann selbst mit dem Smartboard arbeiten. Anfängliche Schwierigkeiten wie das Schreiben an dem Board und dessen nicht Sichtbarwerden für die Klasse waren erst lästig aber daran habe ich mich schnell gewöhnt. Das Arbeiten am Smartboard hat den SuS auch sehr viel Spaß gemacht. Sowohl das Abschreiben als auch das Anschreiben durch sie selbst wurde gut angenommen.

Was ich weiterhin gelernt habe, war, dass die SuS bei neuen Methoden sehr aufmerksam zugehört haben. Bereits bekannte Methoden wie das Rollenspiel wurden oft mit einem „oh“ kommentiert. Das Gruppenpuzzle, welches ich in meiner GuP-Stunde eingesetzt habe, wurde positiv angenommen.

 

b) Besonders hilfreich war für mich das Vorstellen von RSS-Feeds und deren Informationsfilterung und die Erleichterung dadurch für mich – auch als Lehrkraft. Außerdem empfand ich die Verlinkung unterschiedlicher Methodenkisten als sehr hilfreich, sodass ich darauf wieder zurück greifen werde.

 

Reflektionsaufgabe 2 | Was hätten Sie gerne noch in diesem Seminar bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt? Also: was hat Ihnen gefehlt? Was sollten wir nächstes mal mehr thematisieren? Vertiefen? Vielleicht auch weglassen?

Wie bereits am Mittwoch in der Reflexionssitzung angesprochen, würde ich mir mehr zum Thema Datenschutz wünschen. Wie sieht es rechtlich aus, wenn ich Filme auf bestimmten Plattformen zeige, was darf man, was nicht etc.?

Außerdem wäre es wünschenswert, mit unterschiedlichen und „modernen“ Medien – durch die Medienseminarleitung – geschult zu werden. Als ich die Einführung zum Arbeiten mit dem Smartboard hatte, kamen Aussagen wie „Du kommst doch von der Uni und das kannst du nicht?“ etc.

Reflektionsaufgabe 3 | Medienwirklichkeit der Schülerinnen und Schüler: Wie haben sie die Mediennutzung der SuS im Vergleich zu Ihrer eigenen Schulzeit erlebt? Kompetent(er)? Den Lehrenden voraus? Unreflektiert? Am Smartphone klebend? Gar nicht – weil niemand (eigene) Medien nutzen durfte?

Besonders erstaunt hat mich die Tatsache, dass der Großteil der SuS  in jungen Jahren bereits hochmoderne Smartphones besitzen. Ein großer Unterschied zu meiner Zeit. An meiner Praxisschule herrscht absolutes Handyverbot, in bestimmten Klassen muss das Handy sogar vor Unterrichtsbeginn abgegeben werden. SuS, denen die Nutzung zwischendurch erlaubt wurde, waren hauptsächlich auf Youtube oder bei WhatsApp. Ob sie tatsächlich kompetenter oder weniger kompetent im Vergleich zu den Lehrenden sind, kann ich nicht allgemeingültig beantworten.

Reflektionsaufgabe 4 | Wie wird sich Schule bzgl. Methodeneinsatz und Medieneinsatz in ihrer zukünftigen Karriere als Lehrerinnen und Lehrer (also die nächsten 35 bis 40 Jahre) verändern? Und wie beabsichtigen sie, sich da auf dem Laufenden zu halten?

In Zukunft wird sich m. E. sehr viel im Bereich der Methoden und Medien verändern. Der Fokus wird sicherlich auf einen lebensweltorientierten Einsatz hin ausgerichtet sein. Smartphones werden bestimmt eine große Rolle spielen aber auch klasseninterner Informationsaustausch, wie ich sie in WhatsApp-Klassengruppen beobachten konnte, werden mehr und mehr Nutzung finden.

Auf dem Laufenden werde ich mich einerseits durch meine SuS halten, in dem ich gezielt frage, was sie gerade nutzen und ihr Interesse weckt aber auch andererseits durch Austausch im Kollegium.