Beitrag 03

Simulation

Ich habe mich intensiver mit der Methode der Simulation auseinandergesetzt, weil sich diese Methode großer Beliebtheit erfreut.

Die Simulationsmethode ermöglicht oft spielerisch, dass die Lernenden Rollen übernehmen können, in denen sie Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit erlangen können. Hierbei wird eine simulierte Umwelt geschaffen, die lebensnah zur Entwicklung und des Trainierens der genannten Kompetenzen beitragen kann (Flechsig 1996). Ein hoher Spaßfaktor ist durch den spielerischen Charakter gegeben, sodass Lernende dieser Methode große Begeisterung entgegenbringen. Gefahr hierbei ist allerdings das häufige Fehlen der Ernsthaftigkeit von dargestellten Situationen (ebd.). Umfangreichere Simulationen erfordern oft komplexer Spielregeln, die eine sorgfältige Planung voraussetzen.

Ein Blick auf meine Fächer zeigt deutlich, dass diese Methode häufig im Bereich Politik eingesetzt werden kann und auch wird. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, in unterschiedliche Rollen und in die Rolle unterschiedlicher Akteure, zu schlüpfen. Lernaufgaben können hierbei das Finden von konkreten Problemen aber auch eine Auseinandersetzung mit möglichen Lösungen für Problemanalysen.

 Unterrichtsskizze zum Thema Finanzkrise im Fach Politik. Wahrscheinlich sinnvoller in höheren Klassen.

Unterrichtsziel(e): Kritische Sicht auf Krisen

Stunde 1 + 2: Wissensaneignung zur globalen Finanzkrise (ausgelöst im Jahre 2007 als Immobilienkrise)

Perspektiven aus ökonomischer Sicht

Gruppenarbeit, Gespräche im Plenum etc

Stunde 3 + 4: Planspiel

Ablauf:

  • Rollenverteilung

Szenario:

unterschiedliche Akteure UnternehmerInnen, SpekulantInnen, Markt, Beschäftigungslose etc.

  1.  Z. B. Unternehmen mit dem meisten Gewinn gewinnt

3 Spielrunden

  1. Lernende werden im ersten Schritt mit den Spielregeln vertraut gemacht und mit kleineren Herausforderungen konfrontiert
  2. Die Lernenden handeln nun aktiv

            SpielerInnen müssen auf die Marktveränderungen reagieren

            Angebot und Nachfrage (unterschiedliche Produkte)

  1. Bewertungsphase (Erfolg – Misserfolg etc.)

                        Zeitlich ließe sich diese Phase auch in die nächste Std. verlagern.

Wichtig bei der Simulationsmethode (Planspiel) ist es, den Lernenden/Spielenden deutlich zu machen, dass sie eine Rolle eingenommen haben, die sie nun wieder verlassen.

 Neben Medien wie Papier, Stiften, die als Produkte dienen, wäre der Einsatz von audiovisuellen Medien, um zum Bsp. das Jubeln von SpekulantInnen darzustellen, sinnvoll. Die Rolle des Marktes könnte mit Hilfe von Laptop und Beamer an die Wand projiziert werden, um eine möglichst reale Situation zu schaffen. Die Lernenden können spielerisch Verantwortung übernehmen und ihre Fähigkeiten erproben (Spielen durch Spaß) (Flechsig 1996).

Ein Gedanke zu „Beitrag 03“

  1. Hallo Nezihe,
    eine strukturierte Beschreibung einer Unterrichtseinheit mit der Methode der Simulation. Schön.
    Wenn du schreibst, dass sich die 3. Phase, die Bewertungsphase, auch in die nächste Std. verlagern ließe, meinst du dann eine Stunde einer Doppelstunde oder eine Stunde an einem anderen Tag? Bei der Verlagerung auf einen anderen Tag, würde ich das eher kritisch sehen, da vieles vergessen werden könnte, und vielleicht eher sagen, dass man eine Auswertung ein Mal noch am selben Tag und dann zusätzlich noch einmal in der nächsten Stunde an einem anderen Tag durchführen könnte, um zu sehen, ob den SuS noch neue Dinge eingefallen sind.
    Liebe Grüße,
    Sarah

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