{"id":4,"date":"2015-05-22T09:48:30","date_gmt":"2015-05-22T07:48:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/nelexxx\/?p=4"},"modified":"2015-05-22T09:48:30","modified_gmt":"2015-05-22T07:48:30","slug":"interview-mit-einem-grundschullehrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/nelexxx\/2015\/05\/22\/interview-mit-einem-grundschullehrer\/","title":{"rendered":"Interview mit einem Grundschullehrer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alternativ 2: Interviewen Sie eine\/n Grundschullehrer\/in zu deren Erfahrungen in sprachlich gemischten Grundschulgruppen. Fragen Sie nach einer guten und einer schlechten Erfahrung im Unterricht, die sie mit einem\/r zweisprachigen Sch\u00fcler\/in gemacht haben. Wie hat der\/die Lehrerin auf die Situation reagiert? H\u00e4lt er\/sie seine\/ihre Reaktion f\u00fcr angemessen und mit welcher Begr\u00fcndung?<\/strong><\/p>\n<p>Bez\u00fcglich dieser Aufgabe habe ich den Klassenlehrer einer vierten Klassen befragt. Er begleitet die Sch\u00fclerInnen dieser Klasse schon seit der ersten Klasse und greift daher auf Erfahrungen der ersten Schuljahre zur\u00fcck. In der Klassengemeinschaft befinden sich 23 Sch\u00fclerInnen aus unterschiedlichen Herunftsl\u00e4ndern, wie zum Beispiel der T\u00fcrkei, Russland und Polen. Gr\u00f6\u00dftenteils befinden sich in dieser Klasse allerdings Kinder mit Deutsch als Muttersprache.<\/p>\n<p>Positiv ist ihm aufgefallen, dass die Sch\u00fclerInnen sich alle bez\u00fcglich der Lerninhalte aber auch auf sozialer Ebene unterst\u00fctzen. Leistungsschwachen Kindern wird dabei geholfen, Aufgabenstellungen zu verstehen. Diesbez\u00fcglich ist dem Lehrer aufgefallen, dass die Kinder hierbei sehr kreativ vorgehen. Sie erkl\u00e4ren und verdeutlichen die Aufgabenstellung beispielsweise im Fach Mathematik anhand von Gegenst\u00e4nden und versuchen die Aufgabe so visuell nachzustellen. Dies brachte den Lehrer dazu, die m\u00fcndlich gestellten Aufgaben in Mathe soweit es m\u00f6glich ist, immer visualisiert darzustellen. Ein weiteres positives Beispiel, welches wie der Lehrer sagte zwar nicht f\u00fcr das Unterrichtsgeschehen selber wichtig war, aber dennoch zeigt, dass die Sch\u00fclerInnen \u00fcber Sprache nachdenken und diese vergleichen ist, dass ein Sch\u00fcler mit Erstsprache T\u00fcrkisch im Rahmen des Artikelerwerbs im Deutschunterricht anmerkte, dass es im T\u00fcrkischen keine Artikel g\u00e4be. Dies nahm der Lehrer zum Anlass im Rahmen einer Projektwoche, die unterschiedlichen Sprachen mit ihren Regelhaftigkeiten und Kulturen zu behandeln. Dieses Projekt habe, so der Lehrer, sowohl die Klassengemeinschaft gest\u00e4rkt als auch die Sch\u00fclerInnen f\u00fcr andere Kulturen und sprachliche Barrieren sensibilisiert.<\/p>\n<p>Negative Erfahrungen hat der Grundschullehrer nicht explizit mit einem zweisprachigen Sch\u00fcler\/in gesammelt. Ihm fiel lediglich auf, dass die Elternarbeit aufgrund der sprachlichen Barrieren zu Beginn sehr schwierig war. Aus diesem Grund bat er Eltern anderer Sch\u00fclerInnen, die ebenfalls \u00fcber die gleiche Erstsprache verf\u00fcgen um ihre Unterst\u00fctzung. So konnten die Inhalte w\u00e4hrend eines Elterngespr\u00e4ches \u00fcbersetzt und neue Kontakte gekn\u00fcpft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alternativ 2: Interviewen Sie eine\/n Grundschullehrer\/in zu deren Erfahrungen in sprachlich gemischten Grundschulgruppen. Fragen Sie nach einer guten und einer schlechten Erfahrung im Unterricht, die sie mit einem\/r zweisprachigen Sch\u00fcler\/in gemacht haben. 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