Archiv des Monats: Dezember 2013

Beziehungen

1. Recherchieren Sie: was versteht man unter internationalen Beziehungen? Ausgangspunkte hierfür sind Lexika zur Politikwissenschaft, die Wikipedia (eher komplex und lang) oder die Bundeszentrale für Politische Bildung.
Anschließend beobachten Sie die Berichterstattung einer überregionalen Tageszeitung Ihrer Wahl über einige Tage (online geht das auch rückwirkend).

Mit internationalen Beziehungen ist das Erforschen der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und militärischen Zusammenarbeit zwischen Staaten gemeint. Diese ist eine Teildisziplin der Politikwissenschaft. Betrachtet werden hierbei staatliche und nicht staatliche Akteure. Bereiche der internationalen Beziehungen sind die Außenpolitik, die internationalen Systeme und die internationalen Organisationen. Im Fokus steht vor allem die Beschäftigung mit Konflikten. Zwischen dem ersten Weltkrieg und dem Beginn des 21. Jahrhunderts fand eine sozialwissenschaftliche Erforschung dieses Bereichs statt.

 2. Benennen und erläutern Sie in ihrem Blogbeitrag ganz knapp zwei aktuelle Themen der internationalen Beziehungen. Bitte begründen Sie in Ihrem Blogeintrag die Auswahl Ihrer Tageszeitung und die Auswahl der Themen knapp aber aussagekräftig.
Welchen Stellenwert haben internationale Beziehungen in der Berichterstattung der Tageszeitung?

Ich habe mich in meinen Beobachtungen auf die Zeitung „Die Zeit“ bezogen, da die Themen sehr sachlich behandelt werden und sie auf mich seriös wirken. Andere Zeitungen wie zum Beispiel die „BILD“ zeigen zu starke Meinungsbilder auf.

Ich habe die Proteste in der Ukraine verfolgt, dort ist mir ein wichtiger Punkt zur internationalen Beziehung aufgefallen. Die Politik in der Ukraine ist zwiegespalten. Die Regierung ist eher Russland gerichtet, wohingegen die Opposition Europa gewandt arbeitet. Die Opposition protestiert täglich wobei es immer wieder zu starken Auseinandersetzungen mit der Polizei kommt. Es ist hier zu sehen, dass es auch innerhalb eines Landes durch internationales Beziehungen zu Konflikten kommen kann. Anhand der deutschen Berichtserstattung ist zu sehen, dass die internationale Beziehung eine große Bedeutung hat, da nur die ukrainische Regierung kritisiert wird.

Zudem habe ich die Ereignisse in Nordkorea verfolgt. Diese Woche war die große Thematik die Hinrichtung des Onkels vom Staatschef Kim Jong Un, welche als Machtkampf interpretiert wird. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass es auch negative internationale Beziehungen gibt, denn Nordkorea hat, wie kaum ein anderes Land, ein sehr angespanntes Verhältnis zu anderen Staaten. Täglich verschärft der kommunistische Staat seine Drohungen gegen Südkorea und die USA. Zudem steht Nordkorea aufgrund des Kernwaffenprogramms und der Verletzung von Menschenrechten unter internationaler Kritik. Das kommunistisch geprägte Land hält die wichtigen Informationen unter Verschluss und so ist es eine sehr einseitige Berichterstattung.

Wichtig zu beachten ist, dass nahezu alle politische Ereignisse der Welt Folge internationaler Beziehungen sind.

 

 

 

Wahlen

Wie beurteilen Sie auf Grundlage des von Ihnen gewählten Textes die Rolle von Parteien (und Verbänden) im Staat? Was können Parteien leisten und wo sind die Grenzen?

Parteien und Verbände vertreten andere Bereiche. Beide vertreten Ziele und sind auf Einzelinteressen ausgerichtet. Die Parteien sind, im Gegensatz zu den Verbänden, in der Position Macht auszuüben und so eine Regierungsverantwortung zu übernehmen. Verbände bilden sich aus Menschen, die die gleichen Interessen vertreten und zusammen für diese eintreten. Die Parteien haben in der Vergangenheit einen großen Wandel durchlebt und die Aufgaben sind stetig gewachsen.

Laut Max Weber sind Parteien Organisationen, die zwischen Staat und Gesellschaft stehen.  Er bezieht sich dabei darauf, dass eine Partei die Ziele einzelner vertreten kann, sie hat allerdings auch die Möglichkeit die Ziele gegen den Willen anderer mit einem gewissen Zwang durchzusetzen.

Sigmund Neumann stellte Kriterien auf, um Parteien zu beschreiben. Nach ihm muss eine Partei eine Organisation, ein Programm und ein Kampfcharakter haben. In unserer heutigen Zeit, treffen diese Kriterien allerdings auch auf große Verbände zu, wie z.B. der Deutsche Gewerkschaftsbund. Der einzige, durch das Gesetz vorgegebene, Unterschied ist, dass eine Partei alle sechs Jahre an eine Bundes- oder Landtagswahl teilnehmen muss.

Der Parteibegriff greift allerdings immer noch viel zu kurz, da ein Parteimitglied gleichzeitig noch in anderen Bereiche tätig sein kann und es mit zu einer Verbindung zwischen Gesellschaft und staatlichen Organisationen kommen kann. Aus diesem Grund müssten die Kriterien weiter gefasst werden, damit auch die Institutionen um die Parteien herum mit in den Blick genommen werden.

Eine Grenze der Parteien ist laut der Theorie der repräsentativen Demokratie, dass sie sich nicht in erster Linie um das Wohl der Bürger bemühen. Dies geschieht oft erst, wenn zwei Parteien konkurrieren. So sollen mehr Wähler von der Partei überzeugt werden.

 Wie sehen Sie das Verhältnis der Parteien zu Verbänden?

Parteien haben eine wichtige Stellung in der Politik, wohingegen Verbände eher nur einen kleinen Umfang einnehmen. Dies sieht man daran, dass Parteien an den Wahlen teilnehmen können und Verbände nicht. Zudem arbeiten diese beiden Gruppen nicht direkt zusammen. Verbände bilden sich meist, wenn es keine Partei gibt, die genau das Interesse der Menschen aus einem Verband vertritt.

Text: Informationen zur politischen Bildung