{"id":8,"date":"2022-05-27T22:00:09","date_gmt":"2022-05-27T20:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/mostafa\/?p=8"},"modified":"2022-05-27T22:06:56","modified_gmt":"2022-05-27T20:06:56","slug":"beitrag-zur-6-sitzung-chemie-kein-fach-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/mostafa\/2022\/05\/27\/beitrag-zur-6-sitzung-chemie-kein-fach-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Beitrag zur 6. Sitzung: Chemie &#8211; Kein Fach f\u00fcr alle?"},"content":{"rendered":"<p><em>1. Formulieren Sie basierend auf den Vorlesungsinhalten drei Thesen, die f\u00fcr Sie (!) einen modernen Chemieunterricht f\u00fcr alle ausmachen. Orientieren Sie sich gerne an den Grundannahmen von STL (Scientific and Technological Literacy for All), setzen Sie jedoch eigene Schwerpunkte.<\/em><\/p>\n<p>Moderner Chemieunterricht sollte nach der STL (Scientific and Technological Letiracy) kein einseitiger, fachlicher Theoriebasis sein, sondern vielmehr auf in Bezug auf die Kompetenzebenen, vielf\u00e4ltig und praktisch ausge\u00fcbt werden. Naturwissenschaftliche F\u00e4cher im Schulsystem sollten zur allgemeinen Bildung zugeordnet\u00a0 und somit ein realer Bezug hergestellt werden. Theorie und Praxis finden im Einklang miteinander statt, wodurch das Interesse durch Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler (im Folgenden SuS abgek\u00fcrzt) m\u00f6glicherweise verst\u00e4rkt und die naturwissenschaftlichen Themen durch realit\u00e4tsnahe Experimente reflektiert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>2. Reflektieren Sie auf Basis der Vorlesungsinhalte und des Grundlagentextes, inwieweit chemisches Wissen im Allgemeinen und naturwissenschaftliches Wissen im Speziellen aus Ihrer Sicht als Teil des Allgemeinwissens (im Sinne einer \u201eScientific Literacy for All\u201c) angesehen werden kann. Beziehen Sie hier auch Ihre eigenen Erfahrungen aus dem schulischen Chemieunterricht\/Ihrem Alltag ein.<\/em><\/p>\n<p>Nach der \u201eScientific Leteracy for All\u201c kann Chemisches Wissen als Teil des Allgemeinwissens in drei verschiedenen Relevanzebenen kategorisieren. Und zwar in:<\/p>\n<ol>\n<li>Individuelle Relevanz<\/li>\n<li>Gesellschaftliche Relevanz<\/li>\n<li>Berufliche Relevanz<\/li>\n<\/ol>\n<p>W\u00e4hrend meiner Schulzeit, vor allem in der gymnasialen Oberstufe, konnte ich mich leider nicht mit dem Fach Chemie befassen. Aufgrund des Auswahlverfahrens an meiner Schule, war\u00a0 die Wahl (neben Biologie als Fach f\u00fcr jeden Sch\u00fcler) zwischen Chemie und Physik beschr\u00e4nkt , da der Stundenplan so konstruiert worden ist, dass diese zwei F\u00e4cher parallel zueinander stattfanden. Ich habe mich f\u00fcr letzteres entschieden, weshalb ich keine Chemieunterricht hatte. Nichtsdestotrotz l\u00e4sst sich die Bedeutsamkeit von naturwissenschaftlichem Wissen im Zusammenhang mit zuvor beschriebenen Ebenen nicht abstreiten. So beispielsweise in der Politik. So werden bei Statistiken zu Umfragen die Signifikanzwerte betrachtet, um ein m\u00f6glichst pr\u00e4zises und korrektes Ergebnis zu erhalten, welches auch bei Laborbefunden stattfindet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>3. In einem Interview zur Sinnhaftigkeit des Hinterfragens naturwissenschaftlicher Informationen in sozialen Medien (zum Beispiel naturwissenschaftsbasierter \u201eFakenews\u201c) sagte eine Lehrkraft: \u201eEs ist bl\u00f6d zu sagen, aber es ist im Endeffekt eine intellektuelle Grenze f\u00fcr mich; also auch-\u2026 oder Lebensumstandsgrenze, wenn die [Anm.: Die Sch\u00fcler*Innen] einfach in ihrem Lebensumfeld so anders damit umgehen und nur plakative \u00c4u\u00dferungen sozusagen verbreiten und nutzen und das auch v\u00f6llig in Ordnung ist in deren Umfeld, so\u2026, dann werden die da nicht rauskommen. Also das schaffen die dann alle nicht, das geht dann nicht, das ist dann so Kampf gegen Windm\u00fchlen.\u201c. Verfassen Sie eine Antwort darauf.<\/em><\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung mit Medien sowie \u201eFake News\u201c l\u00e4sst sich als ein neuer Aufgabenbereich der Schule beschreiben, welcher vor ca. 10-15 Jahren noch nicht existierte. Dennoch ist eine Aufkl\u00e4rung der SuS essentiell und kann als (Medien)Kompetenz betrachtet werden, richtige Informationen von den falschen zu filtern. Da das Spektrum von Medien sehr vielf\u00e4ltig sein kann, sollte es nicht zur Aufgabestellung des einzelnen Fachgebiets sein, sondern im ganzen Schulsystem integriert werden, sodass alle Lehrkr\u00e4fte sich mit dem Thema Medien befassen. Das kann beispielsweise durch Fortbildungen f.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>Hofstein, A., Eilks, I. &amp; Bybee, R. (2011). Societal issues and their importance for contemporary science education: a pedagogical justification and the state of the art in Israel, Germany and the USA.\u00a0<em>International Journal of Science and Mathematics Education<\/em>, 9, 1459-1483.<\/p>\n<p>Marks, R., Stuckey, M., Belova, N., Eilks, I. (2014): The Societal Dimension in German Science Education \u2013 From Tradition towards Selected Cases and Recent Developments.\u00a0<em>Eurasia Journal of Mathematics, Science &amp; Technology Education<\/em>, 10 (4), S. 285-296.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Formulieren Sie basierend auf den Vorlesungsinhalten drei Thesen, die f\u00fcr Sie (!) einen modernen Chemieunterricht f\u00fcr alle ausmachen. Orientieren Sie sich gerne an den Grundannahmen von STL (Scientific and Technological Literacy for All), setzen Sie jedoch eigene Schwerpunkte. 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