{"id":28,"date":"2022-09-12T14:15:49","date_gmt":"2022-09-12T12:15:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/mostafa\/?p=28"},"modified":"2022-09-14T21:27:51","modified_gmt":"2022-09-14T19:27:51","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/mostafa\/2022\/09\/12\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center\">Abschlussreflexion<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">1)<br \/>\nDie Ringvorlesung Umgang mit Heterogenit\u00e4t ist, wie ich selbst empfinde, ein wichtiges Fundament des Lehramtstudiums, da man neben den schulischen F\u00e4chern, die man studiert, erste Einblicke \u00fcber den schulischen Alltag bzw. den Umgang mit Sch\u00fclern als Lehrkraft gewinnt. Es hilft vielen Studierenden, die vor kurzem ihr Abitur gemacht haben und nun an der Universit\u00e4t ein Lehramtstudium begonnen haben, einen Perspektivenwechsel zu erhalten und bereitet einen auch auf das Praktikum vor. Die Aneignung von diesem f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Wissen und den Austausch \u00fcber die Ublogs mit Kommilitonen werden mir in meiner zuk\u00fcnftigen Rolle als Lehrer garantiert eine Hilfestellung sein, auf die in den gegebenen Situationen zur\u00fcckgreifen kann. Die Auswahl der f\u00fcr mich zentralsten theoretischen Erkenntnissen fiel dabei auf folgende Punkte:<br \/>\nA. Einfluss von Intelligenz und Vorwissen<br \/>\nDa ich bereits meine vorgegebenen Praktika in den Schulen absolviert habe und dabei auch j\u00fcngere Klassen wie eine f\u00fcnfte und sechste Klasse beobachten und unterrichten durfte, z\u00e4hlt meines Erachtens nach, der Einfluss von Intelligenz und Vorwissen eine wichtige Rolle. Der Unterricht sollte hier besonders bedacht werden, da es viele \u00e4u\u00dferliche Faktoren gibt, die zu beachten sind. Beispiele hierf\u00fcr w\u00e4ren: Besuch von unterschiedlichen Grundschulen, Stadtteil, Lernbereitschaft usw. F\u00fcr den Lernerfolg der Sch\u00fclerschaft ist eine Kombination von Intelligenz und Vorwissen ausschlaggebend. Jedoch ist es wichtig zu erw\u00e4hnen, dass Vorwissen einen gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf den Lernerfolg hat als Intelligenz. Der Fokus innerhalb der Klasse sollte auf die Individualit\u00e4t gelegt werden, um das Vorwissen zu pr\u00fcfen und eine homogene Unterrichtsplanung zu vermeiden (Gruber\/Stamouli 2009).<br \/>\nB. Medienkompetenz<br \/>\nDie zweite Erkenntnis, die f\u00fcr mich immer relevanter wird und auch immer weiter ins Zentrum von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern r\u00fcckt, ist die Medienkompetenz. Hier muss ich vorab erw\u00e4hnen, dass ich zun\u00e4chst beim R\u00fcckblick auf die vergangenen Sitzungen eher zu der Mehrsprachlichkeit geneigt war und hier auch nochmal die Relevanz davon erw\u00e4hnen m\u00f6chte. Jedoch habe ich mich schlussendlich f\u00fcr den Umgang mit sozialen Netzwerken entschieden. Durch die hohe Nutzungsrate von Medien TikTok, Instagram (usw.) durch<br \/>\nSuS, welche (f\u00e4lschliche) Informationen diese Apps erlangen, sollte die<br \/>\n(Medien)Kompetenz in das Schulsystem integriert werden und die Sch\u00fclerschaft<br \/>\naufgekl\u00e4rt werden. Die Medienkompetenz l\u00e4sst sich als ein relativ neuer Aufgabenbereich<br \/>\nder Schule beschreiben, welcher vor 10-15 Jahren noch nicht existierte. Die Aufkl\u00e4rung<br \/>\ndurch die Lehrkr\u00e4fte hilft der Sch\u00fclerschaft, Informationen aus dem Netz zu hinterfragen<br \/>\nund eigene Recherchen anzustellen, um somit richtige Informationen von falschen zu<br \/>\nfiltern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">2)<br \/>\nDie Vorlesungen halfen mir dabei, ein noch besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Umgang mit<br \/>\nHeterogenit\u00e4t zu erhalten. W\u00e4hrend der Vorlesungszeit gab es immer wieder Punkte wie<br \/>\nInklusion, Mehrsprachigkeit, Bildungsstand usw., die ich in Relation mit meiner eigenen<br \/>\nschulischen Zeit setzen konnte. Der Punkt, der mich aber am meisten besch\u00e4ftigte, w\u00e4re<br \/>\ndas allgemeine Akzeptanzverst\u00e4ndnis seitens der Mitsch\u00fcler f\u00fcr einzelne Sch\u00fcler.<br \/>\nW\u00e4hrend meiner eigenen schulischen Laufbahn kam es immer wieder zu<br \/>\ndiskriminierenden \u00c4u\u00dferungen gegen\u00fcber den homosexuellen Personen. Die Person<br \/>\nwurde aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung nicht nur von der eigenen Klasse gemobbt,<br \/>\nsondern auch von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anderer Klassen. Es fiel der Person schwer,<br \/>\nden t\u00e4glichen Schulbesuch anzutreten und wirkte sich auch auf die Lernbereitschaft aus.<br \/>\nDer Klassenlehrer tat allerdings wenig, da er der Ansicht war, dass man in der<br \/>\ngymnasialen Oberstufe alt genug ist, selbst entscheiden zu k\u00f6nnen, ob einem der<br \/>\nSchulbesuch wichtig ist, unabh\u00e4ngig von den gegebenen Umst\u00e4nden. Solch<br \/>\ndiskriminierende Ereignisse w\u00fcnsche ich mich in meiner schulischen Laufbahn besser zu<br \/>\nbehandeln und entgegenzuwirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">3)<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Greiners (2019) Dilemmata in Bezug auf die Inklusion ist f\u00fcr mich eine Thematik, die<br \/>\nimmer mehr an Bedeutung gewinnt. Unterricht soll individuell sein, da eine homogene<br \/>\nKlasse in der Praxis nicht existieren kann. Dabei ist es wichtig, die Sch\u00fcler so gut wie<br \/>\nm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen und eine Bandbreite von Aufgabenstellung bzw.<br \/>\nSchwierigkeitsgrade einzuf\u00fchren. Das Praktikum meinerseits an einer Schule mit<br \/>\nInklusionsklassen hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den Unterrichtsstoff zu<br \/>\ndifferenzieren und SuS die M\u00f6glichkeit zu bieten, den Unterrichtsinhalt folgen zu k\u00f6nnen. Ich w\u00fcnsche mir f\u00fcr zuk\u00fcnftige Seminare, spezifischer solche Themen anzusprechen und bearbeiten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDer zweite Themenbereich, \u00fcber den ich in meinem weiteren Studium erfahren m\u00f6chte, w\u00e4re die Mehrsprachigkeit. Die Diversit\u00e4t innerhalb der Schulen Bremens &#8211; in Bezug auf Nationalit\u00e4t, verst\u00e4rken meine Ansicht nach, die Notwendigkeit hierf\u00fcr. Die Mehrsprachigkeit kann dabei in verschiedenen F\u00e4chern stattfinden, wie beispielsweise Black Lives Matter im Politikunterricht.<br \/>\nW\u00e4hrend der Vorlesungszeit h\u00e4tte ich mir gerne gew\u00fcnscht, mehr \u00fcber den Umgang mit SuS aus den verschiedenen sozialen Schichten zu erfahren. W\u00e4hrend meines Praktikums an einer Oberschule in Bremen-Neustadt und dem dazugeh\u00f6renden Austausch mit den Lehrkr\u00e4ften vor Ort, stellte ich fest, dass es aus diesem Grund immer wieder Komplikationen enstanden, da Sch\u00fcler die verschiedensten Probleme mit in den Schulalltag bringen und Lehrer eine Bezugsperson darstellen, mit der sie sich aussprechen k\u00f6nnen.<br \/>\nLiteratur:<br \/>\nGreiner, Ulrike (2019): Paradoxien eines inklusiven Bildungskonzepts, in: Christiane Hochstadt\/Ralph Olsen (Hrsg.), Handbuch Deutschunterricht und Inklusion: Beltz Handbuch, 1. Aufl., Weinheim, Deutschland: Beltz Verlag, S. 47\u201361.<br \/>\nGruber, Hans \/ Stamouli, Eleni (2009): Intelligenz und Vorwissen, in: Wild, Elke; M\u00f6ller, Jens (2009): P\u00e4dagogische Psychologie (Lehrbuch mit Online-Materialien). Berlin\/Heidelberg: Springer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschlussreflexion 1) Die Ringvorlesung Umgang mit Heterogenit\u00e4t ist, wie ich selbst empfinde, ein wichtiges Fundament des Lehramtstudiums, da man neben den schulischen F\u00e4chern, die man studiert, erste Einblicke \u00fcber den schulischen Alltag bzw. den Umgang mit Sch\u00fclern als Lehrkraft gewinnt. 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