mindful studying

(self-)exploration: what it's all about

Aus der Schublade: Claras Gruppen-Studienprojekt „Beziehungen kollaborativ kuratieren“

In dieser ersten Folge zur Beitragsreihe „Aus der Schublade“ unterhalte ich mich mit Clara. Sie ist Masterstudierende am Institut für Kulturwissenschaften und Ethnologie der Universität Bremen und erzählt uns über ihr letztes richtig herausforderndes und vor allem spannendes Projekt: Eine Rezension zur Ausstellung The Dead as far as [     ] can remember im Tieranatomischen Theater der Humboldt-Universität zu Berlin, die auf einem fachwissenschaftlichen Blog veröffentlicht wurde.
Hört mal rein, was sie über das Projekt und auch das Studieren und Arbeiten in dieser Zeit zu erzählen hat und welchen Rat sie euch für eure nächste Gruppenarbeit mit auf den Weg gibt!

Die Ausstellungsrezension als Beitrag auf dem Blog „Wie weiter mit Humboldts Erbe“ findet ihr hier: Beziehungen kollaborativ kuratieren – Von verflochtenen Objekten zu verflochtenen Subjekten

3einhalb hilfreiche Methoden zur Überwindung von Arbeitsblockaden

Wer seit einiger Zeit absolut gar nichts mehr zustande gebracht hat und langsam an seinen eigenen Fähigkeiten zweifelt, braucht einen Neustart für seine Arbeitshaltung. In diesem Beitrag stelle ich euch dreieinhalb Ansätze vor, die euch helfen können, Arbeitsblockaden zu überwinden: Messy Movement, 10-Minuten-Lernen, Joggenblumenpflücken & Trust the Process. Klingt alles komisch, ist auch so. Hilft aber auch! Wie geht es euch damit? Lasst mir gerne euren Kommentar da!

1. Messy Movement
Kennt ihr auch Fynn Kliemann, diesen Youtube-Typen aus Norddeutschland, der immer verrückte Dinge baut und davon auf seinen (drei?) Youtube-Channels Videos hochlädt? Wikipedia kommentiert, dass die teilweise gefährlich anmutenden Aktionien vor Dilletantismus und Missgeschicken nur so strotzen und in einem verlinkten Artikel heisst es, dass Kliemann einfach zwei linke Hände habe. Trotzdem baut und werkelt er, was das Zeug hält, auch wenn er dabei durchgehend irgendetwas kaputt macht und flucht. Ich finde das nicht nur richtig lustig anzusehen, sondern auch total inspirierend. In einem Interview sagte der Jungunternehmer, er fange lieber einfach an, als alles zu zerdenken. Auf dem Weg zum Ziel gehe dabei zwar fünfmal alles n die Brüche, aber er sei auf diese Weise trotzdem schneller fertig, als jemand der sich über alles den Kopf zerbricht. Jeder, der sich schon einmal dabei erwischt hat, vor lauter Sorgen und Zweifeln am Ende gar nichts gemacht zu haben, kann wohl zustimmen, dass „einfach machen“ gar nicht mal so einfach ist. Gerade deshalb ist es in Zeiten, in denen ein Projekt noch im Vagen hängt und man von Unsicherheit geplagt ist, ein befreiender Schritt. Das nächste Mal, wenn du also in eurem Kopf feststeckst: Raus da! Fang einfach an, mach einen ersten, chaotischen Schritt und sieh, wohin du damit kommst.

2. 10-Minuten-Lernen
Um wieder ins Arbeiten hineinzukommen, insbesondere, wenn das Arbeiten noch mit Stress und unangenehmen Gefühlen verbunden ist, eignet sich diese Methode hervorragend. Ich nenne sie heimlich auch „den riesigen Berg kleinhacken“, weil es vor meinem inneren Auge immer nach diesem Bild aussieht. Außerdem trifft es das Ziel der Übung ganz gut, nämlich sich in gut portionierten 10-Minuten-Abschnitten dem (scheinbar) riesigen Berg an Arbeit stellen, der vor einem liegt und ihn nach und nach abarbeiten. Leg am besten gleich los und probier es selbst aus: Stelle einen Timer. In den folgenden 10 Minuten machst du, was gerade für deine aktuelle Arbeit anfällt: Ein kurzes Freewriting, eine wichtige Mail abschicken, einen Zeitplan erstellen oder einfach nur an das Thema denken und dich mies fühlen. Das Tolle daran ist, dass nach 10 Minuten alles vorbei ist, du aufhören kannst und morgen weitermachst. Der eigene Stress wird dadurch auf ein bestimmtes Zeitfenster terminiert und lässt sich einfacher aushalten, weil er nichtmehr dauerhaft im Hinterkopf ist, sondern in kleinen Portionen hervorgeholt und bewältigt wird. Hilfreich ist, wenn du dir ein festes Zeitfenster zurechtlegst, zum Beispiel täglich um 9 Uhr. So kannst du eine Routine entwickeln und dein zentrales Nervensystem darauf trainieren, die unangenehme Situation auszuhalten. Irgendwann sind die 10 Minuten dann nur noch das Aufwärmprogramm, das du locker wegsteckst. Du denkst, du kommst mit schlappen 10 Minuten am Tag nicht voran? Auf jeden Fall schneller, als wenn du jeden tag weiter prokrastinierst und deine freie Zeit dann nicht einmal genießt. Außerdem findest du in deinen 10 Minuten irgendwann sicher einen guten Zugang zu deiner Arbeit und machst auf einmal freiwillig noch eine halbe Stunde mehr, dann 2 Stunden und irgendwann läuft es von ganz allein. Einen Versuch ist es wert, oder?

3. Joggenblumenpflücken
So bescheuert es klingt, so unverhofft hilfreich ist es: Joggen oder spazieren gehen, an der frischen Luft sein und irgendetwas pflücken, das schön aussieht. Forscher haben herausgefunden, dass Bewegung effektiver für Entspannung sorgt als das, was wir normalerweise für Entspannung halten (also: abhängen, chillen, nichts tun). Es werden Hormone ans gehirn gegeben, die uns gesund, selbstbewusst und zuversichtlich fühlen lassen, was sich stark auf unsere Arbeits- und Lernfähigkeit auswirkt. Dazu kommt, dass für erfolgreiches Arbeiten nicht nur die Konzentrationsphasen, sondern auch die Ruhephasen im Gehirn eine wichtige Rolle spielen (Wer kennt es nicht, dass einem beim Duschen die interessantesten EInfälle kommen, während am Laptop scheinbar rein gar nichts passiert…). Deshalb empfehle ich aus eigener Erfahrung heraus, zwischendurch regelmäßig und guten Gewissens die Arbeitsstätte zu verlassen und sich kräftig die Beine zu vertreten. Im Grunde könnte man sich das glatt als Arbeitszeit vermerken, da es eben die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit unterstützt oder sogar steigert und damit ausschlaggebend für die Produktivität ist. Wer dazu Ausschau nach etwas Schönem wie einer bunten Blume oder einem blühenden Zweig sucht, konzentriert seine Gedanken auf etwas Positives und hat außerdem eine schöne Erinnerung an den letzten Spaziergang zu Hause stehen, an dem er sich freuen kann. Gesunde Pausen müssen unbedingt mit dem Arbeitsprozess verbunden werden. Diese regelmäßig einzulegen, sich für das eigene Wohlbefinden und damit auch die eigene Arbeitshaltung fit zu machen und zuversichtlich zu Denken ist erlernbar. Guck mal, was es mit dir macht!

4. Trust the process
Trotz aller Bemühungen für das eigene Projekt hat man manchmal das Gefühl, festzustecken und niemals erfolgreich fertig zu werden. Die verzweiflung kriegt einem so langsam den Rücken hoch. Da hilft nur eins: Vertrauen und Klarkommen. Nun könnte man meinen, ich will hier zum Nichts-tun anleiten. Das ist allerdings nicht ganz der Fall. Vielmehr will ich ein Schild aufstellen, das „Ruhe bewahren“ sagt. Denn in den meisten Fällen fehlt Studierenden wohl einfach die Erfahrung, dass in einem Forschungsprozess immer wieder Situationen auftreten, in denen das halbe Projekt überworfen, neu geordnet oder mit noch mehr Aspekten versehen wird, als man vorher dachte. Das liegt aber nicht an der eigenen Inkompetenz, sondern daran, dass Forschen so funktioniert und man nicht alles von vornherein absehen und planen KANN. Wichtig ist dann, darauf zu vertrauen, dass es sich gut entwickeln wird und dafür sei Bestes zu geben. Stell die Weichen, sammel Wissen, ordne es auf eine für dich nützliche Art und behalte außerdem deine Freizeit und Gesundheit genauso im Auge. Hilfreich ist, einen Zeitplan zu haben, an den man sich hält. Regelmäßiges Arbeiten kann sehr beruhigend wirken. Mit dem Dozierenden Rücksprache halten kann dir einen wichtigen Hinweis darauf geben, ob du dich irgendwo verfangen hast, oder ob alles halbwegs nach Plan läuft. Was ich sagen will: Stell dich als Studierende ncht dauerhaft selbst in Frage, sondern arbeite selbtsbewusst und mit Freude und vertrau darauf, dass du das hinkriegst!

Positiveness –> Success

Many people tell themselves, “If I work hard, I’ll be successful. If I’m successful, I’ll be happy.” But recent discoveries in psychology and neuroscience show that this formula is backward: happiness fuels success, not the other way around. In fact, research has shown that “The brain at positive is 31% more productive than at negative, neutral or stressed.” – Shawn Achor

Knowing that love, happiness, success, and freedom are all accessible to you now is the key to accessing a life of abundance.

Fehler rechten Denkens und die verkehrte Kritik daran – mindfuck spezial

Manchmal kommt man aus einer Schreibblockacke, weil man nicht anders kann, als über etwas zu schreiben. So geht es mir mit diesem Erlebnis. Freundliche Grüße deshalb an die Veranstalter und herzlichen Dank für den kompletten Neustart im Gehirn. Damit ihr an meinem Wunder teilhaben könnt, versuche ich euch hier das Wichtigste nachzuerzählen. Aber eins nach dem anderen.

Der AK Antifa (Arbeitskreis Antifa des AStA Uni Bremen) initiierte die Vortragsreihe „Rechte Umtriebe“, die im Januar 2019 stattfindet. Am Mittwoch, 16.01.2019, war Prof Dr. Freerk Huisken eingeladen, unter oben genannten Titel zu sprechen. Ein Handout zitiert Äußerungen rechten Gedankenguts und Argumente dagegen.

„Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“

Die wohl gängigste rechte Parole stand im Vordergrund des ersten Vortragsteils. Huisken deckte deren Fehler auf, indem er klarmachte, dass Deutsche und Ausländer auf dem selben Arbeitsmarkt konkurrieren. Kapitalistische Ökonomen stellen darin Ausländer nicht ein, weil ihre Nationalität eine direkte Rolle spielt, sondern weil sie teils für weniger Geld arbeiten und damit für das Unternehmen kostengünstiger sind und selbiges dann durch die Beschäftigung von diesen Ausländern mehr Geld macht als durch eine Beschäftigung von Deutschen. Das heißt, im kapitalistischen Konkurrenzkampf liegt die Schuld für die Arbeitsverhältnisse nicht bei den Ausländern, sondern bei den Unternehmern.

Eine Zuhörerin, die sich selbst als Workshopleiterin bei der Antifa Bremen vorstellte, forderte, dass sich alle Deutschen und Ausländer gegen die Unternehmen solidarisieren sollten (auch, wenn man schon einen Job ergattert hat).

Desillusionierend antwortete Huisken darauf, dass das nicht funktionieren würde, weil sich niemand (von den Deutschen) mit denen solidarisiert, die er „raushaben“ will.
Ein deutscher Jobbewerber hat nämlich paradoxerweise kein Problem damit, dass ihm eine Stelle von einem anderen „weggeschnappt“ wird, wenn dieser selber Deutscher ist – auch wenn derjenige die Stelle wie ein Ausländer aus ökonmischen Gründen bekam, z.B. weil er dem Unternehmen durch Leiharbeitsverträge und Dumpinglöhne weniger kostet.
Wieso dann aber die ausländische Konkurrenz zum Buhmann machen und aus dem Land werfen wollen?

Eine Studierende wirft ein, dass wir alle gelernt haben, dass es etwas Tolles ist, seine Arbeitskraft zu verkaufen. Daraus entwickelt sich der Gedanke, ein Recht auf Arbeit zu haben – und im eigenen Land auch ein Vorrecht vor anderen, ausländischen Arbeitenden. Das zeigt, dass es um Konkurrenz und Kontrolle geht. Den anderen Deutschen, die sich als billige Arbeitskräfte anbieten, kann man das geteilte Vorrecht auf Arbeit in Deutschland nicht nehmen, den Ausländern aber schon. Auch, wenn es eigentlich, wie schon festgestellt, gar nicht deren Schuld ist, dass die Situation ist, wie sie ist, sondern die der profitorientierten Unternehmer. Ganz nach dem Motto: „Als Deutscher steht es mir zu, von Deutschen ausgebeutet zu werden.“

Im Vordergrund steht das Rentabilitätskalkül

Einem Rechten oder auch nur seinem harmlosen Cousin am Küchentisch auf „die nehmen uns halt die Arbeitsplätze weg“ dann tausend Zahlen und Gegenargumente zu liefern, hat sich für mich schon lange als unnütz herausgestellt. Denn wie im ersten Teil von Huisken klargestellt, geht es bei der Rechten Debatte in Wirklichkeit gar nicht um Fakten oder Nationalität. Da deutsche Arbeitssystem ist auch ohne Ausländer scheiße. Oder, wissenschaftlicher ausgedrückt, von Profitinteressen geleitet und von Konkurrenz gerägt.

Wir liegen alle so daneben – beziehungsweise mitten im Schlamassel, das wir auflösen wollen

Das Argument, dass Ausländer in Deutschland teilweise durch Selbstsändigkeit sogar Arbeitsplätze schaffen, ist mir mittlerweile peinlich. Denn, wie Huiksen uns mal eben aufklärte, entspricht die Logik darin genau der Denkweise, der wir etwas entgegenzusetzen haben. Es sagt nämlich nichts weiter aus als: Die Ausländer nützen uns doch sogar was, also lasst sie doch solange hier.

Auf welches Niveau sich das Argument herabgibt, dass betont, Ausländer machen immerhin die Arbeiten, für die sich Deutsche zu schade sind, will ich hier gar nicht mehr eingehen.

Wir dulden Ausländer nur, wenn wir irgendetwas von ihnen bekommen. Wir wir wir. Wir akzeptieren Menschen, wenn sie uns nutzen.
Mir wird klar, dass wir dieses Prinzip auch auf uns selbst anwenden. Wir sind auch nur etwas wert, wenn wir nützlich sind, wenn wir Leistung erbringen, wenn wir arbeiten und um Gottes Willen nicht bis 30 studieren und wenn dann nur, wenn wir als Bester abschließen oder „mehr machen“ als andere.
Wir generieren den Wert von Menschen daraus, inwieweit er unserem System dient.

Das System, das wir sind.

Huisken hat keine Angst, sämtliche Zuhörer vor den Kopf zu stoßen, als er urteilt: Ihr seid alle hochverbildete Menschen. Die Geisteswissenschaften sind genauso Teil der vorherrschenden „Mentalität“ und lehren Konkurrenz. Vulgär findet er auch das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“, denn das beinhalte, dass jeder alles werden könne, solange er sich nur genügend anstrenge. Das sei ein Fehlurteil, eine Ideologie. „Wenn das Bemühen nicht aufgeht – tja, nicht genug angestrengt.“ Als ob es so läuft.

Ich bin wie auf den Boden gefallen und noch nicht sicher, ob ich wieder aufstehen oder einfach liegenbleiben will. Das erste, das mein Kopf wieder produziert, ist die Erinnerung an den Song „Müssen nur wollen“ von Wir sind Helden: „Wir können alles schaffen / genau wie die tollen / dressierten Affen“. Der Refrain wiederholt die Worte „wir müssen nur wollen“. Mir wird klar, dass dieser Spruch so ausgelatscht wird, dass man seine Bedeutung selten so deutet, wie im Lied gemeint ist: Dass man andauernd etwas zu wollen hat.

„Wenn ich könnte, wie ich wollte, würd ich gar nichts wollen. Ich weiß aber, dass wir alle etwas wollen sollen.“

Alle Sinne beisammen haben

Try the five senses exercise. Notice five things you can see. Pick things you don’t normally notice. Notice four things you can feel (touch), the texture of your fingers, the surface of your clothes. Notice three things you can hear. Notice two things you can smell. Lastly, notice one thing you can taste. You can either notice how your mouth tastes right now or drink or eat something that gives you a flavor. Allow your body and mind to be in the now.

„Kuwi-Spirit“ – Spiritualität und kulturwissenschaftliche Forschung – ein Forschungsvorhaben

Bevor meine Arbeitsblockade mich dazu zwang, einen Blog über die Überwindung von Arbeitsblockaden zu starten, wollte ich einen Blog erstellen, um dort meiner steilen These nachzugehen: Kuwi-Methoden haben unheimlich viel mit dem Finden der inneren Mitte, dem Wahrnehmen und Sein und der Rolle des eigenen Ichs in Situationen, in der Gesellschaft und Welt und auch (Achtung!) im Leben allgemein zu tun.

Beispiel: Die Teilnehmende Beobachtung. Bei dieser kulturwissenschaftlichen Methode geht es (aus meiner Sicht… ein Interview dazu mit der Kuwi-Dekanin und Vorlesenden im Einführungsmodul Dorle Dacklé ist in Planung) einerseits darum, eine Auslotung vorzunehmen zwischen Nähe und Distanz, zwischen Teilnahme und Beobachtung (und vielleicht auch zwischen aktiv und passiv?). Also, um es auf spirituelle Fragen zu übertragen: Inwieweit bin ich als menschliches Wesen Teil einer Situation/Beziehung/Lebenskonstruktion oder aber gegenübergestellt einfach Bewusstsein, das existiert, beobachtet und widerspiegelt.
Während einer Teilnehmenden Beobachtung wird die Sinneswahrnehmung geschärft und forschend genutzt, um die gegenwärtige Situation beoachten und beschreiben zu können – im „Spiri-Slang“: das Sein im Hier und Jetzt erleben und erfahrbar machen.

Unter anderem geht es mir darum herauszufinden, inwiefern sich aktuell relevante spirituelle Vorstellungen mit in der kulturwissenschaftlichen Forschung angewendete Methoden überschneiden.
Besonderer Fokus soll dabei auf der jeweiligen Zielsetzung liegen – dazu später mehr.

Durch die Augen eines Anderen

Die Natur und das menschliche Leben sind so verschiedenartig wie unsere Konstitution. Könnte es ein größeres Wunder geben, als wenn es uns ermöglicht wäre, einen Augenblick mit den Augen der andern zu sehen? Alle Jahrtausende der Welt würden wir in einer Stunde durchleben, ja alle Welten der Jahrtausende. Geschichte, Dichtkunst, Mythologie!

Thoreau

About this blog

Ich freue mich, dass du ihr da seid! Hier erkläre ich noch einmal näher, was es mit diese Blog auf sich hat und auch, warum ich mich für dieses Format – also Blog und Podcast – entschieden habe. Außerdem erfahrt ihr hier, was alles Spannendes geplant ist.

Mindfulness (dt.: Achtsamkeit) ist an sich ganz simpel zu erklären: Es geht im Kern darum, sich auf die Wahrnehmung der eigenen Sinne zu konzentrieren und wirklich zu erfahren, was um uns herum passiert und wie wir darauf reagieren. Das Ziel ist eine wertfreie Beobachtung und Akzeptanz aktueller Sinneswahrnehmungen, Gedanken und Emotionen. Dadurch wird ein besonderer Bewusstseins- und Wahrnehmungszustand erreicht, in dem wir selbst verantworten können, wie wir mit uns und unserer Arbeit umgehen. Die daraus entstehenden Vorteile sind zahlreich:

  • Wir können besser mit Stress und Belastungen umgehen. Indem wir die Auslöser von Stress und Problemen, mit denen wir zu kämpfen haben, mit großer Achtsamkeit betrachten, stellen wir oft fest, dass es gar nicht so schlimm ist, wie wir befürchtet haben. Wir lernen, die Ruhe zu bewahren, anstatt in Panik zu verfallen
  • Wir machen uns weniger Sorgen und hören auf zu grübeln. Achtsamkeit führt bei vielen Menschen zu einer größeren Dankbarkeit. Sie erkennen, was sie bereits alles erreicht haben, worauf sie stolz sein können und worüber sie sich freuen sollten
  • Wir entwickeln positivere Gedanken und eine optimistische Grundeinstellung. Machen sich doch mal negative Gedanken breit, werden diese durch die Achtsamkeit reflektiert, verarbeitet und für etwas Positives genutzt. Wir lernen daraus, nehmen wichtige Erkenntnisse mit und werden für die Zukunft optimistischer
  • Wir werden geduldiger – mit sich selbst und mit anderen. In der heutigen Zeit muss alles immer schneller werden. Niemand scheint auch nur eine Minute Zeit zu haben, wenn die Ampel auf Rot springt beginnt das Fluchen und Hupen und an der Kasse könnte man ausrasten, wenn es nicht schnell genug geht. Die bewusste Entschleunigung durch die Achtsamkeit führt zu mehr Geduld und mehr Disziplin
  • Wir lernen uns selbst und unsere Stärken und Schwächen besser kennen. Viele Menschen haben Probleme mit der Frage Worin bin ich wirklich gut? Wenn wir uns in der Achtsamkeit auf uns selbst konzentrieren, werden wir dabei wahrscheinlich eine Menge über uns erfahren
  • Wir treffen bessere Entscheidungen. Was wollen wir und wie lässt sich dies erreichen? Oft werden Entscheidungen vorschnell getroffen, was dazu führt, dass die Ergebnisse nicht wie erwünscht ausfallen. Wer sich achtsam entscheidet, trifft oft die bessere Wahl und kann sich darüber freuen, bewusst für die eigenen Wünsche und Ziele eingetreten zu sein

Das klingt zwar alles super, aber so langsam kommt der Verdacht hoch, dass das alles doch nicht so einfach sein kann, oder? Das will ich auf disem Blog herausfinden. Immerhin gibt es so einiges, das man dazu finden und sagen kann, zum Beispiel in der Positiven Psychologie, in spirituellen Ratgebern, in der Uni-Studierwerkstatt… es gilt herauszufinden, wie Mindfulness das Studium bereichern kann.

Mit kleinen Experimenten will ich Übungen zur Achtsamkeit in mein Studienleben einbauen und beobachten, welche davon für mich hilfreich sind. Dazu habe ich die Kategorie „Methoden_Experimente“ erstellt, in der ich euch meine Empfehlungen vorstelle. Nachmachen ist strengstens erlaubt!
Einigen Input zum Thema bekomme ich durch die Organisation Project Happiness durch einen täglichen Newsletter. Auch an anderen Stellen, zum Beispiel in Büchern (oder auch auf Yogi-Teebeutel-Schildchen, haha) finde ich immer mal wieder kleine Hinweise auf Mindfulness, die ich mit euch als „Ein guter Gedanke“ teilen möchte – denn manchmal reicht der aus, um einen ganzen verhagelten Tag zu retten.
Eine meiner liebsten Mindfulness-Übungen ist defintiv das (Vor-)Lesen. Um das mit euch zu teilen, lese ich euch in der „Lesezeit“ kleine Texte vor, die auf verschiedene Art in direktem Zusammenhang mit dem Thema stehen. Vielleicht findet ihr das Zuhören  ja genauso entspannend, wie ich das Vorlesen?
„Aus der Schublade“ hervorkramen möchte ich in Zusammenarbeit mit euch spannende Projekte, die uns nicht nur als Kuwis fesseln, sondern auch als Studierende allgemein, weil sie eine Herausforderung für euer studentisches Arbeiten dargestellt haben. Gemeinsam können wir herausstellen, wie man mit schwierigen Lernsituationen umgehen kann und von den Erfahrungen anderer Studierender lernen.
Als „ein Thema für sich“ zeige ich euch zusätzlich noch ein paar Themen, die mich besonders begeistern oder mir lange im Kopf herumgeistern, denn für mich besteht achtsames Studieren auch darin, die eigenen Interessen zu kennen und wertschätzend zu verfolgen.

An diesen verschiedenen Kategorien wird deutlich, dass Mindfulness viele Facetten haben kann – deshalb habe ich mich entschieden, einen Blog darüber zu machen. Im Gegensatz zu einer Hausarbeit ist er kein statisches, „fertiges“ Produkt, sondern kann immer wieder weiterentwickelt werden, je nachdem, wie sich auch das Thema mindful studying für mich persönlich weiterentwickelt. Außerdem kann ich meine neusten Erkenntnisse und Ideen mit euch teilen – und hoffentlich spannenden Input oder hilfreiches Feedback zurückbekommen.
Ich möchte für einige Beiträge gerne Audios anfertigen. Ich finde, dass Hören ein ganz besonderer Zugang ist, der mir immer unheimlich viel Spaß gemacht hat. Ich finde, es ist sehr entspannend und weniger anstrengend als Lesen. Außerdem ist man in einigen Formaten „live dabei“ und bekommt wesentlich mehr von einer Unterhaltung, von Stimmungen und Emotionen mit als durch einen geschriebenen Blogtext.

Ich wünche euch fürs Erste ganz viel Spaß und eine spannende Zeit. Lasst mir gerne eure Gedanken in einem Kommentar da.
Liebste Grüße!

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