• Alev und Profilbild von BetülBetül wurden Freunde vor 6 Jahren, 7 Monaten

  • Hava und Profilbild von BetülBetül wurden Freunde vor 6 Jahren, 7 Monaten

  • 2. Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz – im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe – signifikant weniger sicher in Schule fühlen, deutlich […]

  • AUFGABE  3 : In den letzten 10 Jahren sind die Jungen (bzw. österreichisch: Burschen) vermehrt in die bildungspolitische Diskussion geraten: Sie gelten als die neu entdeckte Risikogruppe. Diskutieren Sie den Vorschlag, analog zum geschlechtergetrennten Unterricht, wie mancherorts in den MINT-Fächern erteilt wird, einen geschlechtergetrennten Deutschunterricht einzuführen.

    Meiner Meinung nach bringt eine Trennung von Mädchen und Jungen im Deutschunterricht Vor- und Nachteile mit sich. Das Ziel ist es, die Geschlechterheterogenität in den Klassen aufrechtzuerhalten und mit ihr arbeiten zu können, weshalb ich das Einführen des geschlechtergetrennten Unterrichtes für unangebracht halte. Es wird nämlich im späteren Verlauf des Lebens, sei es in der Gesellschaft oder auf dem Arbeitsmarkt, keine  Trennung der Geschlechter geben.

    Das Positive ist, dass man intensiver auf die geschlechtsspezifischen Interessen und Bedürfnisse von Jungen und Mädchen eingehen kann. Durch diese Trennung wäre man in der Lage den Unterricht für Jungen und Mädchen interessanter zu gestalten. Es wäre für beide Seiten leichter ihre Emotionen zu zeigen und Argumente zu nennen, die vielleicht nicht „typisch-Mädchen“ oder „typisch-Junge“ sind. Denn es ist eine Tatsache, dass Jungen und Mädchen in der selben Klasse Hemmungen haben und  ihre wahre Meinung nicht vertreten können, weil sie Angst davor habe,  falsch verstanden zu werden. Ich glaube, dass durch eine Trennung und durch diese Freiheit auch ein Leistungsanstieg für beide Seiten möglich ist.

    Dennoch bin ich gegen eine Geschlechterspaltung im Unterricht. Denn die Schüler sollten lernen mit den verschiedenen Interessen umzugehen. Außerdem würden in den getrennten  Unterrichten die Jungen und Mädchen auch untereinander verschiedene Interessen und Fähigkeiten aufweisen, die keine weitere Differenzierung zulassen würde. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich z.B. die Jungen dann im geschlechtergetrennten Unterricht gar nicht wagen anderen Interessen zu vertreten und sich dem Klasseninteresse dann „gezwungenermaßen“ anpassen. Es besteht die Gefahr, dass der Unterricht immer eintöniger wird, weil es keine Gegenargumente geben wird.
    Somit stellt sich die Frage, ob man die Förderung der beiden Geschlechter nicht  ohne eine Trennung hinbekommen könnte. Außerdem finde ich es schwierig die Jungen in eine Kategorie zu tun und zu sagen, dass sie im Deutschunterricht schwächen aufweisen. Es gibt immer Ausnahmen die wir beachten müssen. Genauso gibt es sicher auch Mädchen, die Schwierigkeiten im Deutschunterricht haben. Deshalb bin für keine Geschlechtertrennung im Deutschunterricht, sondern es sollte versucht werden in der Klasse auf die verschiedenen Interessen einzugehen. Man könnte z.B. zwei Themen auswählen und die Schüler dürften dann entscheiden, was sie bearbeiten wollen.

     

     

  • Warum, glauben Sie, tun sich Lehrkräfte im Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft schwer? Überlegen Sie mögliche Erklärungen.

    Meiner Meinung nach liegt das Problem an dem Schulsystem, welches immer darauf hinarbeitet eine homogene Klassengemeinschaft herzustellen, weshalb es auch nach der Grundschule zu einer Klassifizierung der Schüler kommt. Doch anstatt die Schüler, die kulturelle, soziale und religiöse Unterschiede aufweisen einfach voneinander zu trennen, sollte man versuchen, mit dieser heterogenen Gruppe zu arbeiten. Doch das Motto ist: Je homogener die Beteiligten einer Klasse sind, desto leichter ist der Umgang mit Ihnen.

    Ich finde diese Denkweise unangebracht, denn durch die Trennung der Schülerschaft in Hauptschule, Realschule oder Gymnasium entsteht ein indirekter Zwang für die Schüler sich dieser homogenen Gruppe anzupassen. Man muss auch davon ausgehen, dass die Empfehlungen des Lehrers nicht immer gerechtfertigt sind, welches dazu führt, dass z.B. ein begabter Schüler der eigentlich eine gymnasial Empfehlung bekommen sollte, sich dem Realschulniveau anpasst und somit seine Ziele senkt.

    Natürlich ist es schwierig, auf die unterschiedlichen  Bedürfnisse und Wünsche der verschiedenen Schüler einzugehen. Dennoch muss auch gesagt werden, dass dem Lehrer nicht die Möglichkeit gegeben werden mit so einer Klasse umzugehen. Die Lehrer müssen sich an einen strikten Lehrplan halten, welches wenig Möglichkeiten zur Selbstgestaltung zulässt. Außerdem sind die Klassen meistens überfüllt, was die Situation nicht leichter macht. Es ist somit unmöglich, auf jeden Schüler individuell einzugehen. Um mit einer heterogenen Klasse umgehen zu können, müssten die Rahmenbedingungen verändert werden. Die Schülerzahl in einer Klasse müsste gering gehalten werden (z.B. max. 20 Schüler pro Klasse), welches das Eingehen auf jeden Schüler erleichtern würde. Außerdem ist es schwierig den ganzen Unterrichtsstoff, in einem knappen Zeitraum auf eine heterogene Schülerschaft zu übertragen. Um es dennoch zu ermöglichen müssten sich die Lehrkraft für jeden Schüler/in Zeit nehmen und auf die individuellen Stärken und Schwächen eingehen.

  • Betül hat das Profilbild geändert vor 10 Jahren, 7 Monaten