{"id":18,"date":"2023-05-20T00:12:54","date_gmt":"2023-05-19T22:12:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/mehrane\/?p=18"},"modified":"2023-05-25T20:55:14","modified_gmt":"2023-05-25T18:55:14","slug":"inklusive-bildungspraxis-in-suedtirol-italien-gestaltungsmoeglichkeiten-innerhalb-inklusiver-strukturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/mehrane\/2023\/05\/20\/inklusive-bildungspraxis-in-suedtirol-italien-gestaltungsmoeglichkeiten-innerhalb-inklusiver-strukturen\/","title":{"rendered":"Inklusive Bildungspraxis in S\u00fcdtirol \/ Italien Gestaltungsm\u00f6glichkeiten innerhalb inklusiver Strukturen"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"s1\">1. Im Anbetracht des zeitlichen Wandels, haben wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungen im Bereich der inklusive Bildung dazu beigetragen, die rechtlichen Neuerungen voranzutreiben. Wie bereits in der Vorlesung aufgegriffen, konnten in S\u00fcdtirol\/Italien verschiedene Ma\u00dfnahmen im Hinblick des inklusive Bildungssystems verzeichnet werden. Von besonders hoher Wichtigkeit erscheint f\u00fcr mich daher die 1971\/1977 eingef\u00fchrte rechtliche Neuerung: ,,Schulische Integration von Sch\u00fcler*innen mit einer Beeintr\u00e4chtigung &amp; Schlie\u00dfung von Sonderschulen\u2019\u2019. Begr\u00fcndet werden kann dies dadurch, dass diese Ma\u00dfnahme zur F\u00f6rderung von Chancengleichheit und das Recht auf Bildung f\u00fcr alle beigetragen hat. Bildung ist ein Menschenrecht (vgl. Powell\/Pfahl 2008, S. 2 f). Der Grundsatz, dass jedes Kind unabh\u00e4ngig von seinem sozialen Status oder seinen individuellen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>F\u00e4higkeiten Zugang zu qualitativ hochwertigen Bildungen erh\u00e4lt, wird Meinung nach erst erf\u00fcllt, wenn regul\u00e4re Schulen dieses Recht wahrnehmen und jedem gew\u00e4hrleisten. Relevant ist zudem f\u00fcr mich die Schlie\u00dfung von Sonderschulen, da diese die Chancengleichheit behindern und zur Ausgrenzung beitragen. Gemeinsamer Unterricht tr\u00e4gt dazu bei, SuS mit Beeintr\u00e4chtigung m\u00f6glichst gut auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet werden. So k\u00f6nnen soziale und praktische F\u00e4higkeiten gef\u00f6rdert werden, welche in Zukunft f\u00fcr Teilhabe in der Gesellschaft bedeutend sind und die Eigenverantwortung st\u00e4rken. Neben diesen Punkten spielt f\u00fcr mich, die 2008 verabschiedete Ma\u00dfnahme ,,UN-Behindertenrechtskonventionen\u2019\u2019 eine bedeutende Rolle. Mit dieser Regelung verpflichten sich die Vertragsstaaten, Menschen mit Behinderung einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertigen, inklusiven Unterricht, zu gew\u00e4hrleisten (vgl. Powell\/Pfahl 2008, S. 2 f). Dies tr\u00e4gt dazu bei die Chancengleichheit zu f\u00f6rdern und Stereotypen abzubauen. Hingegen kann inklusive Kultur sowie die Vielfalt und Einzigartigkeit jedes einzelnen anerkannt werden. Die uns vertraut gemachten rechtlichen Ma\u00dfnahmen, haben zweifellos zu Fortschritten in der Entwicklung des Bildungssystems beigetragen. Allerdings gibt es auch heute noch Herausforderungen, die einer umfassenden Umsetzung im Wege stehen. Angef\u00fchrt werden kann hierbei das Deutsche Bildungssystem, welches meines auch heute nicht allen Forderungen gerecht wird. In Anbetracht des derzeit ausgestalteten Bildungssystems in Deutschland kann angemerkt werden, dass die soziale Herkunft noch relativ stark bestimmt, welche Bildungschancen vorliegen. Die Abh\u00e4ngigkeit des Schulerfolgs von sozialer Herkunft ist in kaum einem anderen Land so gro\u00df und die F\u00f6rderung von Kinder die benachteiligt sind so gering bzw. erfolglos wie hierzulande (vgl. Ratzki 2013, S. 23 f.).<\/span><\/p>\n<p>2. . Die inklusive Didaktik besteht aus insgesamt drei Dimensionen. Die Personalit\u00e4t, die Sozialit\u00e4t und die Komplexit\u00e4t. Die Personalit\u00e4t zeigt das Gleichsein und Einzigartigkeit. Die Komplexit\u00e4t, das komplexe und grundlegende. Die Sozialit\u00e4t, die Zusammengeh\u00f6rigkeit und das Anderssein. Alle drei Dimensionen stehen in einem Verh\u00e4ltnis zueinander und beeinflussen einander. Ganzheitliche inklusive Didaktik ber\u00fccksichtigt alle drei Dimensionen im gleichen Ma\u00dfe und verfolgt das Ziel, Hindernisse aus dem Weg zu r\u00e4umen oder Chancengleichheit zu f\u00f6rdern. Zudem ist es f\u00fcr die Dimensionen von Bedeutung, daf\u00fcr zu sorgen, dass eine inklusive Lernumgebung geschaffen wird, sodass alle Lernenden erfolgreich lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><span class=\"s1\">3. Es gibt unterschiedliche Methoden um etwas \u00fcber die individuellen Vorerfahrungen, Fragen und Interessen der unterschiedlichen Kinder zu einem bestimmten Thema herauszubekommen. Meine Idee w\u00e4re es, SuS zun\u00e4chst ein kleiner ,,Ideenflug\u2019\u2019 oder auch bekannt als ,,Brainstorming\u2019\u2019. Bei diesem Verfahren gelingt es den SuS ihre spontanen Einf\u00e4lle zu einer bestimmten Thematik oder zu einer bestimmten Fragestellung auszudr\u00fccken. Dies kann z. B. Im Plenum stattfinden oder in kleinen Gruppen bestehende aus 5-6 SuS.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s2\">&#8211; <\/span>Powell, J.J-W.\/Pfahl. L. (2008): Sonderschule behindert Chancengleichheit. Berlin: WZB<\/p>\n<p class=\"p4\">&#8211; Ratzki, A. (2013): Skandinavische Bildungssysteme \u2013 Schule in Deutschland. Ein provokanter Vergleich. In: Auenheimer G. (Hrsg.): Schiebladen im Bildungssystem &#8211; Die Benachteiligung der Migrantenkinder (5. Aufl.). Wiesbaden: Springer Verlag, S. 23-31.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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