{"id":589,"date":"2020-02-03T12:56:58","date_gmt":"2020-02-03T11:56:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/?p=589"},"modified":"2022-07-04T09:48:21","modified_gmt":"2022-07-04T07:48:21","slug":"inverted-classroom-reflexionsbericht-zur-gestaltung-einer-sitzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/2020\/02\/03\/inverted-classroom-reflexionsbericht-zur-gestaltung-einer-sitzung\/","title":{"rendered":"Inverted Classroom &#8211; Reflexionsbericht zur Gestaltung einer Sitzung"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Photo by\u00a0<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/@nadineshaabana?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Nadine Shaabana<\/a>\u00a0on\u00a0<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/s\/photos\/inverted?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Im Rahmen des Seminars \u201eMediendidaktik &amp; Medienbildung. Reflexion und Bewertung von<br \/>Eins\u00e4tzen digitaler Elemente in die Lehre\u201c im Wintersemester 19\/20 hat meine Gruppe sich<br \/>n\u00e4her mit dem \u201eInverted Classroom Model\u201c (ICM) besch\u00e4ftigt. In dieser Gestaltung haben wir<br \/>versucht, mit Hilfe eines Informationsvideos die Teilnehmer*innen des Seminars auf das<br \/>Thema vorzubereiten, sowie die Essenz des ICM in den Ablauf unserer Gestaltung mit<br \/>einzubauen. In der Pr\u00e4sentation selbst haben wir zun\u00e4chst den Ablauf einer Unterrichtsstunde<br \/>in der traditionellen Lehre mit dem Ablauf einer Unterrichtsstunde nach dem ICM verglichen,<br \/>um den Seminarteilnehmer*innen den Unterschied graphisch n\u00e4herzubringen. Bevor mehr in<br \/>die Theorie des Modells eingegangen wurde, fanden wir es sinnvoll, dessen geschichtlichen<br \/>Hintergrund zu recherchieren und vorzustellen, damit die Intentionen der Begr\u00fcnder, sowie<br \/>das urspr\u00fcngliche Umfeld des Modells zu erl\u00e4utern. Als Basis der Theorie wurde Benjamin<br \/>Blooms \u201eTaxonomie der Lernziele\u201c herangezogen (vgl. Sams 2017, S. 15), welche laut den<br \/>Begr\u00fcndern Bergmann und Sams nicht Bottom- up, sondern Top- down durchlaufen werden<br \/>sollen (vgl. ibid., S. 16-17). Nachdem wir darauf eingegangen sind, stellten wir verschiedene<br \/>Probleme dar, die aufkommen k\u00f6nnten, Anreizsysteme um einigen davon entgegenzuwirken,<br \/>sowie Vor- und Nachteile der Einbindung des ICM in den eigenen Unterricht.<br \/>Bevor ich mich mit diesem Thema im Rahmen des Seminars besch\u00e4ftigt habe, wusste ich nicht<br \/>viel dar\u00fcber. Die Vorgehensweise war mir jedoch schon unterbewusst bekannt, da es in<br \/>meiner eigenen Schulzeit nicht un\u00fcblich war, dass man zur Vorbereitung auf den Unterricht<br \/>schon ein Video \u00fcber das Thema bei Youtube schauen sollte. Dies war allerdings nicht in einer<br \/>gr\u00f6\u00dferen Einheit inmitten anderer, \u00e4hnlicher Videos eingebettet und von der Lehrkraft selbst<br \/>erstellt, sondern so wie in unsere Gestaltung von einer anderen Person erstellt und losgel\u00f6st<br \/>von dem Aufbau der Einheit vorgeschoben. Auch die Struktur mancher Seminare bzw.<br \/>Blockseminare ist \u00e4hnlich aufgebaut, wenn Student*innen das Material vor der Veranstaltung<br \/>lesen sollen, damit im Seminar die Inhalte besprochen, vertieft und aufgebaut werden<br \/>k\u00f6nnen.<br \/>Nachdem ich den schon vorhandenen Alltagsbezug erkannt habe, stieg mein Interesse f\u00fcr das<br \/>Thema. Denn bei der Wahl der Themen \u00fcberlie\u00df ich meinen Gruppenmitgliedern die<br \/>Entscheidung, da ich alle Themen gleichwertig unbekannt und gleichzeitig interessant fand.<br \/>Besonders interessant fand ich jedoch, was f\u00fcr M\u00f6glichkeiten sich auftun, wenn die Lehrkraft<br \/>einen Gro\u00dfteil der Unterrichtszeit f\u00fcr produktiven und aktiven Unterricht MIT den SuS nutzen<br \/>kann, und nicht f\u00fcr Frontalunterricht nutzen muss. So bleibt im Idealfall Zeit f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere<br \/>Projekte oder Gruppenarbeiten, welche sonst den Rahmen einer Unterrichtseinheit<br \/>\u00fcbersteigen w\u00fcrden. Dennoch d\u00fcrfen auch die Risiken der Methode nicht untersch\u00e4tzt<br \/>werden, da ein gewisses Ma\u00df an Selbstdisziplin von Lehrer- wie auch Sch\u00fcler*innenseite<br \/>ben\u00f6tigt wird. Zum einen m\u00fcssen die Materialien zeit- und ortsunabh\u00e4ngig zu jeder<br \/>Unterrichtsstunde vorbereitet und allen SuS zur Verf\u00fcgung gestellt werden, aber auch die SuS<br \/>m\u00fcssen die Motivation und die Disziplin aufbringen, die Materialien zuverl\u00e4ssig vor den<br \/>Stunden zu schauen oder zu bearbeiten. Dieses Aufbringen von Motivation von beiden Seiten<br \/>kann, je nach Lehrkraft und Lerngruppe, zu einem unproduktiven Unterricht f\u00fchren.<br \/>Besonders verwundert war ich \u00fcber die verschiedenen Anreizsysteme, welche SuS dazu<br \/>motivieren sollen, das bereitgestellte Material gewissenhaft und zuverl\u00e4ssig vor dem<br \/>Unterricht zu bearbeiten. Als wir uns \u00fcber das Thema informiert haben, ist uns sofort die feine<br \/>Grenze zwischen Motivationsanreiz und belastender Kontrolle aufgefallen, die eine Lehrkraft<br \/>mit der Implementierung verschiedener Anreizsysteme balancieren muss. Besonders bei<br \/>traditionellen Kontrollsystemen wie KPIs (Key Performance Indicator) oder frei zug\u00e4nglichen<br \/>Ranglisten der erbrachten Leistungen der SuS unterst\u00fctzen die soziale<br \/>Bezugsnormorientierung und somit eine Form von, meiner Meinung nach, nicht unbedingt<br \/>motivierendem Leistungsdruck unter den SuS. Integrierte \u00dcbungsfragen ohne Konsequenzen<br \/>und Vergleiche mit den Ergebnissen Anderer, oder Belohnungssysteme f\u00fcr erreichte<br \/>Leistungen ohne Konsequenzen f\u00fcr nicht erreichte Leistungen empfinde ich als motivierender.<br \/>Damit ist nicht die Leistung im Unterricht selbst gemeint, sondern die<br \/>Leistung in kleinen Abfragungen in den Lernvideos selbst, um ein aufmerksames Zuschauen<br \/>zu f\u00f6rdern.<br \/>Zuletzt gingen wir auf ein paar Vor- und Nachteile des ICM ein. Da die Methode von der<br \/>Lehrkraft idealerweise erwartet, dass f\u00fcr jede Lerngruppe spezielles Lernmaterial in Form von<br \/>Lernvideos erstellt wird, ist dies ein enormer Zeitaufwand. Wohingegen es gro\u00dfe Pools bei<br \/>traditionellem Material gibt, die der Lehrkraft die Unterrichtsplanung bzw. die<br \/>Materialbeschaffung oder -erstellung erleichtern, gibt es bei Erkl\u00e4rvideos eine hohe rechtliche<br \/>Barriere was das Copyright und die Nutzungsrechte angeht, dass dies den Pool der<br \/>verf\u00fcgbaren Materialien erheblich einschr\u00e4nkt. Zudem w\u00e4ren diese Videos nicht von der<br \/>Lehrkraft selbst erstellt, sondern von Au\u00dfenstehenden, die die Lerngruppe nicht kennen.<br \/>Anders als bei traditionellem Material, k\u00f6nnen Lernvideos nicht so leicht angepasst werden.<br \/>Wenn die Lehrkraft jedoch diesen Einsatz zeigt und alle Materialien eigens f\u00fcr die individuellen<br \/>Lerngruppen erstellt, kann aktives Lernen und Individualisierung von Lerntempo und Lernweg<br \/>gef\u00f6rdert werden. Lernerzentriertere Materialien k\u00f6nnten somit die Problematik des<br \/>homogenen Lehrk\u00f6rpers (Lehrkraft), die einem heterogenen Lernk\u00f6rper (die SuS) gerecht<br \/>werden soll, entgegenkommen.<br \/>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich sagen, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich das ICM in meinen eigenen<br \/>Unterricht integrieren werde. Auf der einen Seite scheint der Arbeitsaufwand relativ gro\u00df zu<br \/>sein, auf der anderen Seite scheinen die Individualisierungsm\u00f6glichkeiten endlos. Ich kann mir<br \/>sehr gut vorstellen, diese Methode bei l\u00e4ngeren Projektarbeiten im Fach Geographie zum<br \/>Beispiel einzusetzen, wenn die Projektarbeit an sich sinnvoller w\u00e4re, im Klassenverband zu<br \/>erarbeiten und das n\u00f6tige Theoriewissen vor den Unterricht ausgelagert werden kann.<br \/>Allgemein fand ich die Gruppenarbeit f\u00fcr dieses Thema sehr angenehm und problemlos, was<br \/>auch daran lag, dass uns so viele Freiheiten bei der Gestaltung gegeben wurden. Auch die<br \/>anderen Seminarthemen fand ich weitestgehend sehr interessant, da ich mich zuvor noch<br \/>nicht viel mit dem Thema \u201eMedien in der Lehre\u201c besch\u00e4ftigt hatte. Zuk\u00fcnftig m\u00f6chte ich mich<br \/>auf jeden Fall tiefer mit dem Thema der Rechtsgrundlagen besch\u00e4ftigen, aber auch<br \/>Gamification finde ich sehr interessant, da es einen Lebensweltbezug f\u00fcr die SuS darstellen<br \/>kann.<\/p>\n<p>Bibliographie:<br \/>Sams, Aaron. Der \u201eFlipped\u201d Classroom. In: Das Inverted Classroom Model. Begleitband zur<br \/>ersten deutschen ICM-Konferenz. Handke, J\u00fcrgen und Alexander Sperl (Hrsg.). M\u00fcnchen:<br \/>Oldenbourg, 2012. S. 13-23.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/4.0\/\" rel=\"license\"><img decoding=\"async\" style=\"border-width: 0\" src=\"https:\/\/i.creativecommons.org\/l\/by-nc-sa\/4.0\/88x31.png\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses Werk ist lizenziert unter einer <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/4.0\/\" rel=\"license\">Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz<\/a>.\u00a0<strong>CC-BY-NC-SA: Alina Sievers<\/strong><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":6383,"featured_media":595,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[364625,69746],"tags":[69746],"coauthors":[],"class_list":["post-589","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-inverted-classroom","category-reflexionsbericht","tag-reflexionsbericht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6383"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=589"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":987,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589\/revisions\/987"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=589"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}